Anette Strohmeyer Ondragon: Menschenhunger

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Inhaltsangabe zu „Ondragon: Menschenhunger“ von Anette Strohmeyer

Cool, abgefahren und ... Ondragon! Der absolute Knaller!!!

— BerniGunther
BerniGunther

Fängt sehr gut an und verliert leider am Ende.

— Mono-chan
Mono-chan

Mir hat das erste Buch um Mr Ondragon sehr gut gefallen. Spannend, mit erstaunlich geringem Ekelfaktor - die Legende um den Wendigo.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Etwas holpriger Start für einen Serienheld mit Potential

    Ondragon: Menschenhunger
    Graf Zahl

    Graf Zahl

    13. March 2015 um 23:05

    Reinen E-Book-Publikationen haftet (noch?) ein Geruch des Dilettantischen an. Um es vorwegzunehmen: Dieser Roman ist alles andere als dilettantisch gemacht. Er ist erschienen bei einem Verlag namens Psychothriller GmbH, dessen Website man entnehmen kann, dass er ursprünglich als Hörbuch- bzw. Hörspielverlag gegründet worden ist, sich aber mittlerweile als reiner E-Book-Verlag versucht. Und eben der Roman „Ondragon - Menschenhunger“ war im März 2012 das erste E-Book des Verlags, dass das Licht der Öffentlichkeit erblickte. „Menschenhunger“ ist als Auftakt einer Serie konzipiert. Paul Eckbert Ondragon, ein in Los Angeles lebender Unternehmensberater mit deutsch-schwedischen Wurzeln, ist Namensgeber und Protagonist der Serie. Sein Geschäft ist schmutzig, er arbeitet nicht immer für die Guten, sondern für diejenigen, die am meisten bezahlen und löst Probleme auch auf illegale Art und Weise. Diesmal ist er aber in einer privaten Angelegenheit unterwegs: Er ist Patient in einem, in den tiefen Wäldern Nord-Minnessotas gelegenen, von Dr. Jonathan Arthur geleiteten Luxussanatorium für psychisch Kranke, also in einer Klapse für die Reichen und Schönen dieser Welt. Dort will er sich von einer Phobie kurieren lassen. (Ich will nicht zu viel verraten, aber E-Book-Reader sind für einen Phobiker dieser Art ein Geschenk des Himmels). Parallel dazu wird in kleinen Einschüben beschrieben, wie 1835 in der gleichen Gegend der Wendigo, ein indianischer Dämon, sein Unwesen treibt. Er metzelt eine Familie nieder und durch seinen Biss verwandelt sich ein Trapper langsam in ein wendigo-ähnliches Wesen mit plötzlichem Appetit auf Menschenfleisch. Zurück zur Gegenwart (2009): Aus Gewohnheit, weil er anscheinend berufsbedingt einen mittelschweren Kontrollwahn hat, verschafft sich Ondragon durch einen Einbruch und mit Hilfe eines befreundeten Hackers Informationen zu den anderen Patienten und den Angestellten der als Lodge firmierenden Nervenheilanstalt. Er findet unter anderem heraus, dass das Hauptforschungsgebiet des Klinikleiters Kannibalismus ist und einige der Patientenakten so sehr geschützt sind, dass man nicht an sie herankommen kann. Ondragon lernt nach und nach die Mitpatienten und Angestellten der Lodge kennen und besonders Kateri Wolfe, eine Biologin indianischer Herkunft, hat es ihm angetan. Dann passiert das Unvermeidliche: In der Nähe des Sanatoriums wird eine Leiche gefunden. War es Mord? War es ein Bär? Oder... war es der Wendigo? Wie oben schon erwähnt, ist der Roman gut gemacht. Der Schreibstil ist professionell, das Buch hat (für eine reine E-Book-Publikation keine Selbstverständlichkeit) kaum Rechtschreib- und Grammatikfehler und das Ganze ist, so weit ich es beurteilen kann, sehr gut recherchiert. Dazu der Wendigo, ein in der phantastischen Literatur gern verwendeter Dämon (Blackwood, Masterton, Rick Yancey oder in Deutschland Wolfgang Hohlbein mit „Intruder“), gepaart mit Kannibalismus und einem rücksichtslosen Forscher, das sind alles Ingredienzen, die einen guten Horrorthriller ausmachen können. Trotzdem will in diesem Fall keine wirkliche Spannung aufkommen. Das liegt zum einen daran, dass der ach so tolle Mister Ondragon, der nicht nur verschiedene Sprachen spricht, diverse Kampfsportarten beherrscht und eine Koryphäe im logischen Denken und Erkennen von Zusammenhängen sein soll, sich teilweise so was von dämlich anstellt, das Offensichtliche nicht erkennt und Fehler zweimal macht, die 13-Jährige nicht einmal machen würden. Das alles ist noch gepaart mit einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Arroganz gegenüber anderen Personen, die jeden Anflug von Sympathie mit dem Protagonisten im Keim ersticken. Zum anderen kann sich der geübte Thriller-Leser schon nach gut einem Drittel den Rest der Geschichte und die Auflösung zusammenreimen. Es gibt keine wirklich überraschende Wendung mehr und das Ende ist zwar folgerichtig, lässt mich als Leser aber doch irgendwie unbefriedigt zurück. Fazit: Ein unsympathischer Protagonist und ein vorhersehbarer Plot trüben das Thriller-Vergnügen. Wäre Mr. Ondragon ein Ich-Erzähler, hätte ihn das zwar nicht sympathischer gemacht, aber seine Handlungen und Fehler wären zumindest nachvollziehbarer gewesen. Trotzdem steckt einiges an Potential in der Grundidee der Serie und noch viel mehr in der Autorin. Der Roman ist besser geschrieben als vieles, was in den letzten Jahren zum Beispiel als Regionalkrimi veröffentlicht worden ist und so kann es durchaus sein, dass ich dem bereits erschienenen zweiten Teil der Serie, „Totenernte“, nochmal eine Chance gebe. Auf jeden Fall denke ich, dass man von Anette Strohmeyer noch hören wird. Die Rezension erschien zuerst in meinem Blog Horror & Co..

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Mystische und menschliche Abgründe

    Ondragon: Menschenhunger
    Christin87

    Christin87

    06. July 2014 um 20:41

    Eine spannende Geschichte, erzählt in zwei Handlungssträngen, welche, am Anfang scheinbar zusammenhanglos, ab der Mitte des Buches eine toll verknüpfte Geschichte über das indianische Mythenwesen des Wendigo erzählen. 1835 in der Wildnis Kanadas, schlagen sich drei Trapper und einige Soldaten mit dem grausligen Wesen herum. 2009, in einer Psychoklinik für Priviligierte, geschehen ebenfalls äußerst beängstigende und unappetitliche Dinge. Die Figur des Ondragon hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich bin gern mit ihm durch die Abgründe des menschlichen Daseins gestiegen. Aber auch alle anderen Figuren waren gut ausgearbeitet. Endlich mal wieder ein Buch, bei dem man das Geschehene vor dem inneren Auge förmlich sehen konnte und welches somit ein tolles Leseabenteuer darstellt. Einziges Manko: Das Lektorat. Zu viele fehlende oder grammatisch falsch gesetzte Worte. Tut der Geschichte an sich allerdings keinen Abbruch.

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  • Tolle Story mit arrogantem, geheimnisvollen Helden

    Ondragon: Menschenhunger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. June 2013 um 22:33

    Anfangs war ich noch ziemlich angetan vom Helden dieses Buches, Paul Ondragon, weil ich ja schon vor einiger Zeit meine Vorliebe für Anti-Helden entdeckt habe und welchgespülte Gutmenschen a la Alex Cross schon lange nicht mehr mag. Da habe ich es hingenommen, dass sich die Story für meinen Geschmack zu gemächlich und ein bisschen langatmig entwickelte. Vieles blieb im Dunkeln, was die Person Paul Ondragon angeht und das Problem, das er behandeln lassen will, und ich musste mich in Geduld üben, was ebenfalls nicht ganz nach meinem Geschmack ist. Die Story wurde spannender, actionreicher, doch Ondragon selbst wurde mir immer unsympathischer. Den Angestellten Peter nannte er ständig nur „den Hillbilly“ oder zur Abwechslung „den Kofferjungen“, was mich im Laufe der Zeit nervte, weil beide Bezeichnungen abfällig klingen und zeigen, wie wenig Respekt Ondragon vor seinen Mitmenschen hat. Als es ernst wurde, zählte nur sein eigenes Leben. Er war sehr schnell bereit, Menschen als “Kollateralschäden” einzustufen und zu opfern, um sich selbst zu retten. Noch eine Charaktereigenschaft, die mir an ihm nicht gefiel. Ein gewisses Ehrgefühl, Moral, oder auch nur einen persönlichen Ehrenkodex scheint es für ihn nicht zu geben. Ein Opportunist wie er im Buche steht. Die professionelle Kälte, die er sich selbst attestiert, spiegelte sich leider nicht in seinen Handlungen wieder – da war er eher ein aufbrausender Choleriker. Weil er beleidigt wurde, brach er z. B. kurzerhand seinem verhassten Gegenüber mal schnell die Nase. Für einen Fachmann in psychologischem Nahkampf, wie er sich selbst einschätzt, ein Armutszeugnis. Er ist kleinlich, rachsüchtig, egoistisch und hat grunsätzlich keine gute Meinung von seinen Mitmenschen. Im Grunde lebte Ondragons Ermittlung hauptsächlich von Zufällen und den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter, er selbst stolperte ziemlich dilettantisch durch die Handlung. Das Buch hat sich im Großen und Ganzen aber doch recht unterhaltsam lesen lassen, die Grundidee mit dem Einschlag ins Mystische hat mir gefallen. Man ist hin und her gerissen, ob es nun eine natürliche und rationale Erklärung gibt, oder ob doch unbekannte Mächte ihre Finger im Spiel haben. Besonders die Wechsel zwischen den zwei Zeitebenen und deren Storys, die am Ende sehr passend zusammen finden, fand ich lesenswert. Wenn man bedenkt, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, sehe ich durchaus das Potential und werde Mr. Ondragon und Frau Stohmeier mit dem zweiten Band „Totenernte“ noch eine Gelegenheit geben, mich zu überzeugen.

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  • Cool, cooler, Ondragon!

    Ondragon: Menschenhunger
    Nina2401

    Nina2401

    13. June 2013 um 20:59

    Da mir schon die Zombiejagd so gut gefallen hat, ließ ich mich gerne auf ein weiteres Abenteuer mit Paul Eckbert Ondragon ein. Dieser überaus coole Unternehmensberater der etwas anderen Art hat es mir echt angetan. Anette  Strohmeyer hat mit ihm einen Helden ganz nach meinem Geschmack geschaffen. Intelligent, gut aussehend und mit einem Humor ausgestattet, der mich fast immer zum Lachen bringt.   Schauplatz ist dieses Mal eine exklusive Lodge an der kanadischen Grenze, wo Mister O seine Angst vor Büchern behandeln lassen möchte. Allein das ist schon ein Schmunzeln wert. Dieser mutige Kerl, der vor nichts zurückschreckt, bekommt Schweißausbrüche, sobald er nur ein Buch in seiner Nähe sieht. Aber er hat gar keine Zeit für eine Therapie, denn kaum ist er in dem exklusiven Sanatorium angekommen, taucht auch schon die erste Leiche auf. Da ist er natürlich in seinem Element!   Anette Strohmeyer hat einige skurrile Gestalten in die Lodge geschickt und es macht einen Riesenspaß, Ondragon beim Recherchieren zu beobachten. Er hat schon eine spezielle Art, mit Menschen umzugehen. Mit der hübschen Kateri flirtet er auf Teufel komm raus und wird dabei so richtig süß, der schmierige Mr. Shamgood muss sich warm anziehen, denn ihn mag Ondragon überhaupt nicht. Er lässt seinen speziellen Charme spielen, wirft seine Gedankenzentrifuge an und gerät in überaus brenzlige Situationen.   Spannende Unterhaltung ist garantiert in diesem mystisch angehauchten Thriller, den Anette Strohmeyer auf zwei Zeitebenen erzählt. Der Strang in der Vergangenheit ist richtig gruselig und ließ mich mehrmals erschauern, denn hier begegne ich dem Wendigo, diesem unheimlichen Wesen zum ersten Mal. Der Strang in der Gegenwart ist sehr spannungsgeladen und wird immer wieder aufgelockert durch den bereits erwähnten unnachahmlichen Humor.   Anette Strohmeyer hat ihren ganz speziellen Schreibstil gefunden, kreativ, spannend und immer wieder schleicht sich ein cooler Spruch zwischen die Zeilen. Mir hat es so sehr gefallen, dass ich mich schon auf den 3. Teil freue, der Ende dieses Jahres erscheinen wird.   Anette Strohmeyer hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt mit ihrer mystischen Story  … und mit Ondragon, den ich einfach nur cool finde.

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