Nacht ohne Angst

von Angélique Mundt 
3,8 Sterne bei52 Bewertungen
Nacht ohne Angst
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MissSophis avatar

Authentischer, aufwühlender und sehr empathischer Einblick in die Welt der Psychiatrie. Ein spannender Fall mit liebenswerten Protagonisten

tomatenjohnny91s avatar

Spannender und gut konstruierter Krimi, der mich trotzdem nicht zu 100% fesseln konnte.

Alle 52 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Nacht ohne Angst"

Es ist ein schmaler Grat zwischen Gut und Böse, zwischen Normalität und Wahnsinn …

In der Hamburger Universitätspsychiatrie wird eine Patientin erhängt aufgefunden. Die zuständige Therapeutin Tessa Ravens kann nicht glauben, dass es sich um Selbstmord handelt. Als eine weitere Patientin brutal ermordet wird, scheint sich ihre Befürchtung zu bestätigen. Und auch Hauptkommissar Torben Koster merkt schnell, dass er hier mit gewöhnlichen Ermittlungsmethoden nicht weit kommt. An Verdächtigen mangelt es nicht, doch welchen Aussagen kann man wirklich trauen und was davon ist paranoide Wahnvorstellung? Er ist auf Tessas Unterstützung angewiesen, doch die Suche nach dem Mörder wird für beide zur Zerreißprobe …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442746262
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:10.06.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    MissSophis avatar
    MissSophivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Authentischer, aufwühlender und sehr empathischer Einblick in die Welt der Psychiatrie. Ein spannender Fall mit liebenswerten Protagonisten
    Einblick in eine sonst verschlossene Welt

    Ich habe Angélique Mundt im Rahmen der Krimi- und Thriller-Woche auf Facebook bei einer Lesung erlebt und mir daraufhin dieses Buch gekauft.
    Ein (Selbs)Mord auf einer Station in der Psychiatrie lässt die Polizei ihre Ermittlungen aufnehmen - ein sehr spannender Fall, der den Leser in Atem hält und durch die sehr private Seite der Protagonisten sehr an Würze erhält. Eine gute Mischung.
    Nebenbei gelingt es Mundt ein sehr realistisches und ehrliches Bild von psychischen Erkrankungen zu zeichnen - das hat mir sehr gut gefallen. Sie sieht noch immer den Menschen hinter ihren Schicksalen und nimmt uns mit in eine Welt, die ansonsten gemieden wird - wenn man nicht unmittelbar davon betroffen ist.
    Von mir gibt es 5 Sterne für dieses fesselnde Lesevergnügen und ein großes Lob und ganz viel Respekt für die Autorin. 
    Werde mir nur umgehend das nächste Buch von ihr gönnen.

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gut konstruierter, logisch aufgebauter, durchweg spannend und flüssig erzählter Debütkrimi.
    Tatort Universitätspsychiatrie Hamburg, Station 2

    Die Psychotherapeutin Tessa Ravens kann und will es nicht glauben, dass eine junge, depressive Patientin ihrer Station sich das Leben genommen haben soll. Das fehlende Tagebuch und der ebenso unauffindbare Geldbeutel scheinen ihr Recht zu geben. Und kaum haben Hauptkommissar Torben Koster und sein Kollege Liebetrau mit den Ermittlungen begonnen, wird die Bettnachbarin der Toten ermordet. Kann das Zufall sein?

    Unterstützt von Tessa Ravens ermitteln die beiden Polizisten in einem schwierigen Umfeld. Zahlreiche Verdächtige, unberechenbare Zeugen und ein arroganter, undurchsichtiger Oberarzt, der sich mehr für seine Medikamentenstudie als für die Patienten und die Ermittlungen interessiert, lassen sie fast verzweifeln.

    Ein gut konstruierter, logisch aufgebauter, durchweg spannend und flüssig erzählter Debütkrimi einer neuen Autorin, die als Psychotherapeutin das Umfeld bestens kennt.

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    Literaturs avatar
    Literaturvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Mit viel Gefühl für die Charaktere und mit kriminalistischem Gespür wird eine Romanwelt voller Spannung und Dynamik geschaffen - fesselnd!
    Ein fesselndes und psychiatrisch durchdachtes Krimidebüt

    Eine "Nacht ohne Angst" ist der große Wunsch von vielen Patienten in der Hamburger Universitätspsychiatrie, aber auch ihre Ärztin und Psychotherapeutin Tessa Ravens wird nachts von Ängsten und schlechten Träumen gequält. Die Angst steigert sich ins Unermessliche, als eine Patientin erhängt aufgefunden wird. War es Selbstmord? Tessa Ravens kann dies nicht glauben und ermittelt zusammen mit dem Kriminalhauptkommissar Torben Koster, aber auch auf eigene Faust. Als eine weitere Patienten brutal ermordet wird, überschlagen sich die Ereignisse.
    Der Roman hält, was diese kurz skizzierte Geschichte verspricht: Mit viel Fingerspitzengefühl für das Menschliche und mit kriminalistischem Gespür kreiert die Autorin Angélique Mundt eine Romanwelt voller Spannung und Dynamik und mit natürlich wirkenden und agierenden Charakteren. Stilistisch beeindruckt sie durch eine fesselnde, bildhafte und angenehm zu lesende Erzählweise, sodass es mir schwer fiel, den Roman aus der Hand zu legen. Die psychiatrischen Krankheitsbilder werden einfühlsam, wirklichkeitsnah und vorurteilslos dargestellt, was vermutlich dem beruflichen HIntergrund der Autorin zu verdanken ist und was mich sehr beeindruckt hat.
    "Nacht ohne Angst" ist ein interessantes Krimidebüt sowohl für den medizinisch vorgebildeten als auch für den medizinisch interessierten Krimiliebhaber und ein gelungener Auftakt für eine Serie um die Hamburger Psychotherapeutin Tessa Ravens - ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung!

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    Marcurias avatar
    Marcuriavor 5 Jahren
    Außergewöhnlicher Krimi mit zu wenig Spannung

    Als Isabelle Drost, eine 26-jährige Patientin, die sich wegen starker Depressionen in stationärer Behandlung befand, bei einem nächtlichen Rundgang erhängt aufgefunden wird, gehen die meisten von einem Selbstmord aus. Einzig ihre Psychotherapeutin Tessa Ravens glaubt nicht, dass die junge Frau sich ausgerechnet zu dem Zeitpunkt das Leben nehmen würde, zu dem ein neues Medikament ihr sichtlich half. Nur kurze Zeit darauf kommt es zu einem weiteren Todesfall und diesmal ist ein Gewaltverbrechen nicht zu leugnen. Kriminalkommissar Torben Koster und sein Kollege Michael "Liebchen" Liebetrau nehmen sich dem Fall an und müssen schon bald feststellen, dass es in der Hamburger Universitätsklinik deutlich mehr Verdächtige gibt, als ihnen lieb wäre.

    "Nacht ohne Angst" ist der Debütroman der deutschen Autorin Angélique Mundt und Auftakt einer Krimi-Reihe um die Protagonisten Tessa Ravens und Torben Koster. Das Besondere an dem Roman ist, dass er nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch den ein oder anderen fundierten Blick in die Psyche der Menschen bietet, da die Autorin selbst hauptberuflich als Psychotherapeutn tätig ist. So ist es ihr gelungen, nicht nur die Patienten, das Personal und die Abläufe in der Klinik glaubwürdig darzustellen, sondern auch einige interessante und leicht verständliche Definitionen von Diagnosen wie Schizophrenie oder Sozialer Phobie einfließen zu lassen.

    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn zu Beginn relativ viele Patienten auftauchen, die sich teilweise ähneln und so nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind. Speziell Tessa Ravens wirkt in der Rolle der Psychotherapeutin sehr überzeugend und ermöglicht als Hilfsermittlerin Einblicke und Ermittlungsmethoden, die für den üblichen Krimi eher ungewohnt sind.
    Schade ist, dass sowohl Tessa als auch Torben an einigen Stellen unprofessionell handeln und Offensichtliches übersehen, was zwar die Geschichte vorantreibt, aber ihr einiges an Glaubwürdigkeit nimmt. Außerdem ist die eingebundene Liebesgeschichte nur schwer nachvollziehbar, da sie sich in einer viel zu kurzen Zeit entwickelt (Liebesschwur nach 8 Tagen).

    Der größte Kritikpunkt ist, dass der Leser zwar schnell Interesse für das Geschehen aufbaut, aber abgesehen vom unmittelbaren Ende wirkliche Spannung vermisst. Der Handlungsort Psychiatrie verspricht geradezu eine unheimliche Atmosphäre, doch diese greift leider kaum, da durch das gesamte Buch hindurch keine wirkliche Bedrohung spürbar ist. Sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Patienten fehlt die Angst, dass es noch jemanden treffen könnte sowie die Furcht um das eigene Leben. Darüber hinaus kommt außerdem das gegenseitige Verdächtigen oder zumindest das unvermeidbare Misstrauen untereinander bei weitem zu kurz.

    Zusammenfassend ist "Nacht ohne Angst" ein guter Auftakt, dem es zwar an Spannung mangelt, der aber dennoch eine interessante, gut durchdachte, leicht zu lesende Geschichte und durch die psychotherapeutischen Einflüsse eine gern gesehene Abwechslung auf dem Krimi-Markt bietet.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 5 Jahren
    Nacht ohne Angst

    In der psychiatrischen Anstalt in Hamburg wird eine Patientin erhängt in ihrem Badezimmer gefunden. Die Ermittler Koster und Liebetrau gehen sofort von Selbstmord aus. Die behandelnde Ärztin, Tessa Ravens, ist anderer Meinung. Sie glaubt, dass die Patientin in den Suizid getrieben worden ist. Kurz darauf wird auch festgestellt, dass ihr Tagebuch und Portemonnaie fehlen, und dann gibt es eine weitere Tote. Hat bis dahin Tessa im Alleingang mit den Ermittlungen begonnen, glaubt nun die Polizei auch nicht mehr an einen Selbstmord. Fortan arbeiten sie zusammen, bringen Unerwartetes ans Tageslicht und Tessa nähert sich dabei auch persönlich immer mehr Kommissar Torben Koster.
    Die Atmosphäre mit ihren Patienten und deren Behandlungen in der Psychiatrie kommt realitätsgetreu zum Ausdruck. Man spürt hier direkt, dass die Autorin lange Zeit in der Psychiatrie gearbeitet hat. Der Hauptprotagonistin Tessa Raven bedeuten ihre Patienten alles. Sie ist engagiert und hilft ihnen, wo sie kann. Selbst vor eigenen Gefahren schreckt sie dabei nicht zurück. Das macht sie sehr sympathisch, andererseits lässt es sie aber so manches Mal naiv aussehen. Auch die Liebelei mit dem Kommissar Koster geht sie ziemlich schnell ein. Diese Beziehung ist schmückendes Beiwerk, hätte aber nicht unbedingt sein müssen. Der Spannungsbogen zieht sich von Beginn an durch das ganze Buch. Man wird auf falsche Fährten geleitet, hat trotz einer überschaubaren Anzahl von Verdächtigen die Möglichkeit zum Miträtseln, und am Ende folgt dann die große Überraschung. Der Schreibstil ist angenehm flüssig.  

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    ginnykatzes avatar
    ginnykatzevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Mord in einer Psychiatrie. Eine Studie die manipuliert scheint. Was ist hier Realität und was von Patienten falsch interpretiert? Lesen!
    „Willkommen im Himmel der Hölle..“

    „Willkommen im Himmel der Hölle..“

    Zum Inhalt:

    Dr. Tessa Raven,  arbeitet in der Psychiatrie im Universitätsklinikum in Hamburg. Ihre Patienten leiden alle unter starken Depressionen und werden daher in einer Studie mit einem neuen  und vielversprechenden Medikament behandelt.

    Die Patienten sind alle suizidgefährdet und als dann eines Morgens eine ihrer Patientinnen erhängt aufgefunden wird, glaubt Tessa nicht an einen Selbstmord.

    Hauptkommissar Torben Koster, der den Selbstmord untersuchen soll, ist dergleichen Meinung. Auch sein Kollege Liebetrau, der von Koster Liebchen genannt wird, ist vom Selbstmord nicht überzeugt. So ermitteln die Beiden auf der psychiatrischen Station und werden von Tessa, der Stationsärztin dabei unterstützt. Koster und Liebetrau haben echte Probleme mit den Patienten, sie sind ihnen doch irgendwie unheimlich.

    Dann wird eine weitere Tote aufgefunden und hier ist klar, dass es sich um einen Mord handelt; denn der Frau wurde die Kehle durchschnitten.

    Nun ist Gefahr in Verzug; denn der Mörder kann nur einer der Patienten oder aber vom Personal sein und verdächtig ist hier eigentlich Jeder.

    Als dann der Pflegeschüler Philipp von einem Patienten gesehen wird, wie er sich in die Zimmer schleicht, sieht es so aus, als ob der junge Mann was zu verbergen hat.

    Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch Ergebnisse werden keine gefunden. Koster kommt nun auf die Idee, von allen Patienten und Angestellten Speichelproben zu nehmen, weil auf der Leiche DNA gesichert wurde.

    Der Oberarzt weigert sich, eine Probe abzugeben, alle Anderen erklären sich einverstanden.

    Warum weigert sich Dr. Neumann und was hat er mit der Toten Isabell Drost zu tun? Was ist mit dem Pflegeschüler und auch zwei Patienten benehmen sich äußerst merkwürdig?

    Mehr werde ich jetzt nicht verraten, lest selbst diesen durchweg spannenden Thriller.

    Fazit:

    Die Autorin Angélique Mundt nimmt uns mit auf eine spannende Ermittlung in einer psychiatrischen Klinik. Sie weiß von was sie schreibt, hat sie ja Psychologie studiert und längere Zeit in einer Psychiatrie gearbeitet. Die Realität in einer solchen Station hat sie hier sehr authentisch rübergebracht. Sofort stand ich mit auf dem Flur und auch der Geruch haftete gleich in meiner Nase.

    Der Spannungsbogen, der von Anfang an vorhanden ist, hält das ganze Buch über. Es gibt hier keine Längen. Der Schreibstil ist gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Ich konnte nicht anders, ich musste einfach weiterleisen, bis ich die letzte Seite zwischen meinen Fingern hatte.

    Die Charaktere zeichnet die Autorin sehr fein und liebevoll. Sofort hatte ich zu Jedem ein Bild vor meinen Augen. Hier gefiel mir die junge Tessa sehr gut. Ihre Gefühlsachterbahn konnte ich spüren und manches Mal wollte ich ihr sagen, sei doch still, bleibt ruhig, dass geht doch so nicht. Auch Kommissar Koster mochte ich sofort. Auch er wird mit vielen emotionalen Schichten versehen. Seine Ehe ist in einer Krise und gleich fühlt er sich zu Tessa hingezogen. Man fühlt es förmlich knistern zwischen den Beiden. Auch Liebchen hat es gleich in mein Herz geschafft, dieser riesige und aufbrausende Kommissar, der aber auch sehr einfühlsam und ruhig sein kann.

    Alles in allem ein sehr guter Thriller, den ich gerne weiterempfehlen möchte. Gern würde ich mehr von den Protagonisten lesen, denn so wie es scheint, wird hier noch mehr erzählt werden. Das Erstlingswerk ist jedenfalls schon mal sehr gelungen.

    Hier kommen von mir 5 wohlverdiente Sterne.

     

     


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    Katzenpersonal_Kleeblatts avatar
    Katzenpersonal_Kleeblattvor 5 Jahren
    Der Debütroman einer Psychotherapeutin

    Als eine Patientin in der Klinik erhängt aufgefunden wird, ist Tessa Raven, die behandelnde Ärztin so ziemlich die Einzige, die nicht an Selbstmord glaubt. Sie ist sich sicher, dass es sich um Mord handelt, denn warum sollte die Patientin sich umbringen, gerade jetzt, wo die neuen Medikamente so gut angeschlagen haben?
    Kurz darauf gibt es eine weitere Tote, bei der es sich eindeutig um Mord handelt.
    Wer ist für die Morde verantwortlich?
    Der Kommissar Torben Koster und sein Kollege Liebetrau, von ihm Liebchen genannt, übernehmen die Ermittlungen. Im Umgang mit den Patienten müssen sie eng mit Tessa zusammenarbeiten, der das Wohl der Patienten über alles geht.
    Verdächtige gibt es einige, aber Motive? …

    Wer kann besser Geschehnisse aus einer Psychiatrie wiedergeben, als Beteiligte, die dort gearbeitet haben?
    Die Autorin Angélique Mundt hat Psychologie studiert und längere Zeit in der Psychiatrie als Ärztin gearbeitet.
    Schon von daher kann man davon ausgehen, dass die Krankheitsbilder der Patienten, Behandlungsmethoden und das ganze Umfeld in der Psychiatrie realitätsnah wiedergegeben wurden.

    Die Autorin lässt in der Klinik in der Abteilung der Psychiatrie einen Mord geschehen.
    Während der Ermittlungen kommen sich Torben Korber und Tessa näher. Jeder der beiden hat eine Vergangenheit  und sein „Päckchen“ zu tragen, das sie mit sich rumschleppen. Trotzdem sie es sich nicht leicht machen, geht es ein wenig schnell mit der Liebesbeziehung der beiden. Das hätte man meiner Meinung ein wenig ruhiger angehen können.

    Bei den Ermittlungen im Mordfall ist lange Zeit alles offen. Die Autorin geht langsam an die Sache ran, bietet aus jeweils einer anderen Sicht einen neuen Verdächtigen, so dass man als Leser selbst Vermutungen anstrebt, die wie bei mir in die falsche Richtung gingen. Immer neue Erkenntnisse kommen hinzu und lassen die Hypothesen auseinanderbrechen, die man sich gemacht hat. So bleibt der Leser bis zum Schluss neugierig und fiebert der Lösung entgegen.

    Die Autorin baut zu Beginn eine Spannungskurve auf, die auch fast gleichförmig durch den Roman geht. Höhen oder Tiefen sind eher selten, so dass der Roman auf einer Ebene bleibt.
    Die Protagonisten Tessa und Torben sind sympathisch und als Leser kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen.

    Es ist das Erstlingswerk der Autorin und man kann jetzt schon gespannt sein, wie sie ihre Figuren in weiteren Folgen ausbauen wird.

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    janakas avatar
    janakavor 5 Jahren
    Eine Nacht ohne Angst, nicht mit diesem Buch!!!

    Inhalt
    In "Nacht ohne Angst" von Angélique Mundt wird nachts in der psychiatrischen Abteilung eines Hamburger Krankenhauses eine Patientin tot aufgefunden. Es sieht nach Selbstmord aus. Psychologin Tessa Ravens und auch einige Mitpatienten glauben nicht daran. Das Kommissaren Duo Torben Koster und Michael Liebetrau ermitteln in diesem Fall. Als eine weitere Patientin brutal ermordet wird, kommen weitere Fragen und Unklarheiten hervor. Die beiden Kommissare müssen hier mit viel Feingefühl und Geschick ermitteln. Und auch Tessa lässt es sich nehmen ihre eigene Recherchen zu machen und gerät nicht nur einmal in eine missliche Lage.

    Cover
    Das Cover ist interessant gestaltet, es besteht nur aus dem Namen der Autorin in rot, dem Buchtitel in schwarz und einer schwarzen Umrandung. Dann sind über das ganze Buch schwache Fingerabdrücke verteilt, man wird neugierig und nimmt das Buch in die Hand.

    Meinung
    Die Autorin setzt uns nicht nur eine simple "Mordgeschichte" vor, sondern sie gewährt uns einen Einblick in den Tagesablauf einer Psychologin und sie erzählt die Geschichten der anderen Patienten.
    Der Schreibstil ist leicht und locker, trotzdem spannend und fesselnd. Der Spannungsbogen wird in der Mitte des Buches kurz einmal gelockert, hier werden einige neue Erkenntnisse beschrieben, dann steigt die Spannung aber wieder drastisch an.
    Die Satzlänge variiert, mal sind sie kurz und knapp und dann wieder lang und ausführlich, das macht neugierig auf mehr... man will immer weiterlesen. Mich hat dies animiert das Buch in nur zwei Tagen durchzulesen.
    Die Autorin beschreibt Situationen und Räumlichkeiten sehr detailgetreu und anschaulich, z.B. die unterschiedlichen Büroräume von Tessa und Paul, echt klasse oder die unterschiedlichen Krankheiten der Patienten.
    Die einzelnen Schicksale sind gut ausgearbeitet worden und sehr realitätsnah, sie entwickeln sich langsam und stetig. Die innerliche Zerrissenheit von Torben zu seiner Frau und der Anziehung zu Tessa sind sehr gut beschrieben worden.

    Fazit
    Das Buch ist ein absoluter Muss für alle Krimi-Fans, ich kann es nur wärmstens empfehlen.

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    LittleMerm8s avatar
    LittleMerm8vor 5 Jahren
    Sehr gelungenes Debüt!

    „Nacht ohne Angst“ ist der Debütkrimi von Angélique Mundt und somit auch der erste Fall, den die Protagonistin und Therapeutin Tessa Ravens zu bestreiten hat. Eines Nachts wird in der Hamburger Universitätsklinik eine junge Frau erhangen aufgefunden – Selbstmord, offensichtlich. Aber als zwei Tage später die Leiche einer weiteren Frau im Lagerraum aufgefunden wird, diesmal mit brutal aufgeschnittener Kehle, tauchen erste Zweifel auf. War es wirklich Selbstmord, und wenn nein, war der Doppelmörder Patient, Angestellter oder jemand ganz anderes?

     

    Sehr schön an dieser Lektüre ist, dass der Einstieg rasch erfolgt und sich der Leser augenblicklich mitten im Geschehen wieder findet. So fesselt das Buch von Anfang an und droht nicht, langweilig zu werden.

    Ein weiterer Grund dafür sind die Patienten. Jeder von ihnen ist ein spannendes Individuum, hat eine eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und natürlich eigene Motive. Das macht es zu Beginn schwer, einen Verdächtigen zu finden, bis es gegen Ende des Buches immer klarer zu werden scheint – nur, damit die Auflösung dann doch eine vollkommen andere ist. Sehr gelungen! Die Charaktere punkten vor allem damit, dass sie wirklich alle irgendwie verdächtig sein könnten, aber gleichzeitig traut man es ihnen wieder nicht zu, weil es (scheinbar) zu offensichtlich wäre.

    An sich handelt es sich um zwei Geschichten in einem Einband. Einerseits der Mord, andererseits die Beziehung zwischen Tessa Ravens und dem ermittelnden Kommissar Torben Koster, der seinerseits mit Stress in der Familie zu kämpfen hat. Die ist auch ein Grund dafür, dass ich den Roman nur schwer beiseite legen konnte.

    Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Debüt mit einem sehr guten Stil und fesselnden Charakteren!

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    WolfgangBs avatar
    WolfgangBvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Whodunnit in ungewohnter Umgebung mit feinem Blick für zwischenmenschliche Nuancen.
    Agatha Christie in der Psychiatrie

    In einer psychiatrischen Anstalt wird eine Patientin erhängt aufgefunden. Während für Torben Koster, den Ermittler alles auf einen Selbstmord hindeutet, glaubt die behandelnde Ärztin Tessa Ravens nicht an diese Erklärung: Sie sieht ihre Patientin in den Suizid getrieben. Ihr Verdacht erhärtet sich, als eine zweite Frau aufgefunden wird, bei deren Todesursache kein Zweifel am Fremdverschulden besteht. Langsam setzt sich das polizeiliche Räderwerk in Bewegung, Torben und Tessa sind auf die Fähigkeiten des jeweils anderen angewiesen, um den Mörder zu finden. Dabei sehen sie sich mit einer Reihe origineller Persönlichkeiten konfrontiert, die einerseits zum Kreis der Verdächtigen zählen, deren Verhalten andererseits durch die individuellen Ausprägungen ihrer Krankheiten geprägt ist.

    Die Handlung des Romans spielt sich an zehn Tagen ab, in ebenso viele - und entsprechend betitelte - Kapitel ist er auch gegliedert. Erzählt wird in auktorialer Perspektive, abwechselnd Tessa Ravens und Torben Koster begleitend. Der überwiegende Anteil der Aufmerksamkeit gilt dabei der weiblichen Protagonistin, die anhand zahlreicher innerer Monologe so detailliert gestaltet wird, daß andere Figuren neben ihr eher bleich wirken. Die Vermutung, daß sehr viel an Gefühlen und Erfahrungen der Autorin eingeflossen ist, liegt nahe. Laut Angaben des Verlags absolvierte Angelique Mundt das Studium der Psychologie und ist als selbständige Psychotherapeutin tätig. Wie auch ihre Hauptfigur weist sie Erfahrungen in einem psychologischen Kriseninterventionsteam auf, das bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse unterstützt

    Anhand dieses Werdegangs ist es nicht verwunderlich, daß die Schilderung menschlicher Interaktionen mit besonderer Akribie erfolgt. Daß beispielsweise die Überbringung einer Todesnachricht auch für die Exekutivbeamten ein furchtbares Erlebnis ist, zeigt ein Fall zu dem Tessa als Mitglied des Kriseninterventionsteams gerufen wird:
    "Drinnen würgten die Polizisten an den Worten. Schnell, ohne Umschweife, mußten sie auf den Punkt kommen. Sonst kam Hoffnung auf. Und Hoffnung gab es nicht mehr."
    Ihr Sensorium für nonverbale Kommunikation beweist die Autorin etwa beim Verhör eines Patienten der Klinik: "Wieder fing Koster einen Blick des Patienten in Richtunger Therapeutin auf. Die belohnte ihn mit einem kurzen Lächeln. Es war nur ein Moment, dennoch glaubte er, ein unsichtbares Band zwischen den beiden zu spüren."
    Auch der Pflegepraktikant, dessen aufgesetzte Kaltschnäuzigkeit im Verhör der Polizei stückweise zerbröckelt oder eine Versammlung der Patienten, die aufgrund der unterschiedlichen aufeinandertreffendern Charaktere eskaliert, zeigen, daß hier eine Seelenchirurgin am Werk ist, die ihren entlarvenden Blick als ein Präzisionsinstrument verwendet.

    Die größte Stärke des Romans - die detaillierte Wiedergabe menschlicher Interaktionen - erweist sich allerdings auch als seine Schwäche: Da nämlich der Entwurf und die Ausgestaltung von Persönlichkeiten, wie sie in einer psychiatrischen Abteilung anzutreffen sind, viel an Erzählzeit beansprucht (und diese auch zugewiesen erhält) verbleiben weniger narrative Ressourcen für eines der wichtigsten Elemente eines Krimis, nämlich Aufbau und Erhalt von Spannung. Anhand der Kapitelüberschriften nimmt der Leser zwar die verstreichende Zeit wahr, in der Handlung selbst scheint diese jedoch kaum eine Rolle zu spielen. Weder steht die implizite Drohung eines weiteren Mordes im Raum, noch werden den Protagonisten Fristen gesetzt, deren Überschreitung geahndet würden. Die Anzahl der Verdächtigen ist überschaubar, die Abteilung der Klinik ein in sich abgeschlossenes Biotop, die beiden Hauptfiguren wirken trotz einiger Pannen im großen und ganzen souverän in ihrem Agieren. Daß der Fall geklärt wird, steht somit außer Zweifel, ob dies nun einen Tag früher oder später geschieht, scheint nicht von Relevanz zu sein.

    Sie bedarf einer starken Schulter zum Anlehnen. Er durchlebt gerade Unstimmigkeiten in seiner Ehe. Resultat ist eine kurze Affäre zwischen Tessa Ravens und Torben Koster, deren Motive zwar erkennbar aber nur skizzenhaft ausgearbeitet sind. Somit entsteht der Eindruck, die Autorin habe sich - aus welchen Gründen immer - verpflichtet gefühlt, das Berufsleben ihrer Protagonisten noch durch ein amouröses Intermezzo zu ergänzen. Da sich dieses nicht notwenigerweise aus der Handlung ergibt, wirkt dieser Aspekt unpassend und aufgesetzt.

    Fazit:
    Obwohl die Ausgangssituation - Mord in der Psychiatrie - auf eine unheimliche Jagd durch die Irrgärten der menschlichen Seele schließen läßt, wie sie etwa Wulf Dorn in seinem ähnlich gelagerten "Trigger" veranstaltet, handelt es sich eher um eine Verhaltensstudie interessanter Persönlichkeiten, die mit einer Ausnahmesituation konfrontiert werden. Die Erzählkraft der Autorin, unterstützt durch feines Gespür für zwischenmenschliche Nuancen vermitteln außerdem ein hohes Maß an Authentizität.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    BTB_Verlags avatar

    Liebe Krimi-Freunde,


    wir starten gemeinsam mit unserer Hamburger Autorin Angélique Mundt eine Leserunde zu ihrem Krimidebüt „Nacht ohne Angst“ , zu der wir Euch herzlich einladen möchten. Wir verlosen 15 Exemplare des Romans und wenn Ihr mit Angélique Mundt über ihr Buch diskutieren möchtet, bewerbt Euch bis zum 25. Juli 2013. Beantwortet dazu einfach folgende Frage:


    „Nacht ohne Angst“ spielt in der Hamburger Universitätspsychiatrie. Welchen Krimischauplatz würdet Ihr für einen Thriller wählen?

    Wir sind gespannt und freuen uns auf Eure Antworten!


    Zum Inhalt:


    Es ist ein schmaler Grat zwischen Gut und Böse, zwischen Normalität und Wahnsinn …


    In der Hamburger Universitätspsychiatrie wird eine Patientin erhängt aufgefunden. Die zuständige Therapeutin Tessa Ravens kann nicht glauben, dass es sich um Selbstmord handelt. Als eine weitere Patientin brutal ermordet wird, scheint sich ihre Befürchtung zu bestätigen. Und auch Hauptkommissar Torben Koster merkt schnell, dass er hier mit gewöhnlichen Ermittlungsmethoden nicht weit kommt. An Verdächtigen mangelt es nicht, doch welchen Aussagen kann man wirklich trauen und was davon ist paranoide Wahnvorstellung? Er ist auf Tessas Unterstützung angewiesen, doch die Suche nach dem Mörder wird für beide zur Zerreißprobe …

    Lest hier ein Interview mit der Autorin.


    Und schaut Euch mal den Buchtrailer an:

    ###YOUTUBE-ID=LgBJsn23Qj4###

    Blausterns avatar
    Letzter Beitrag von  Blausternvor 5 Jahren
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