Sie ertrug es nicht, gefesselte Menschen sterben zu sehen."(S. 139)
Arekh ist als verurteilter Mörder auf seinem Strafschiff. Als dieses kentert und er sich bereits damit abfindet, zu sterben, wird er von einer mysteriösen Frau in letzter Sekunde gerettet - sie schneidet seine Fesseln durch und erlaubt es ihm, zur Oberfläche zu schwimmen. Das Schicksal entscheidet, dass er zusammen mit der Frau, ihrer Begleiterin und einem weiteren befreiten Gefangenen auf die Flucht gehen muss - und es dauert nicht lang, bis er mit seinem Allgemeinwissen und geschulten Sinnen Marikani erkennt, die Königin ohne Land. Nun beginnt die abenteuerlichste Reise seines harten Lebens - zusammen mit einem Wechselbad der Gefühle.
Das Buch lässt sich gut und sehr flüssig lesen, die Sprache ist der Handlung angemessen und beschreibt auch meistens gut und bildlich. Allerdings ist sie in meinen Augen leider nicht besonders poetisch oder sonst auf irgendeine Weise auffällig - gut, schön zu lesen, aber nichts Besonderes.
Meine Meinung zu diesem Werk ist trotzdem sehr hoch. Auf wenige Seiten hat die Autorin eine starke Welt geschaffen, die es zusammen mit Arekh und Marikani zu bereisen gilt, mit scharfen und glaubwürdigen Charakteren. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich. Im Endeffekt gelang es mir nicht mehr, das Buch aus der Hand zu legen, kaum dass ich mit dem Lesen begonnen habe.
Allerdings ging es mir hier und da etwas zu schnell, beziehungsweise, mir fehlte der Bezug zu den Charakteren, allen voran Arekh. Seine Geschichte ist bewegend, sein Leben prägend, und ich kann jede seiner Handlungen nachvollziehen, und doch gab es irgendwo eine gewisse Distanz, die es mir schwer machte, die Welt komplett durch seine Augen zu sehen. Diese zieht sich leider auch durch das gesamte Werk und kostet es in meinen Augen auch den letzten Stern.
Ansonsten eine klare Leseempfehlung von mir!