Angel Martinez

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Irgendwas hat gefehlt

Darius, früher selbstbewusst und ein geachteter Magier, wurde bei einem Unfall, bei dem er einer Schülerin mit unzuordenbarer Magie helfen wollte ihre Wildmagie zu kanalisieren, schwer verletzt und ist seither ein aus der Magiergilde ausgestoßenes Wrack.

Toby ist ein junger Wildmagier, dessen Magie sich bisher nicht kanalisieren ließ und da die sturen alten Magier der Gilde ihm nicht helfen können wollen sie ihn töten. Sie verkaufen es als Sterbehilfe, weil er ja eine Gefahr für sich und alle anderen sei, aber einen jungen Mann gegen seinen Willen zu sedieren und verhungern zu lassen ist Mord. Das sehe nicht nur ich als Leserin so, sondern auch Toby, der flieht und sich zu Darius durchschlägt.

So treffen der eigenbrötlerische, depressive Darius und der halb verhungerte, doch immer noch lebenshungrige, freche, junge Toby aufeinander. Diese Konfrontation und die langsame Annäherung, Darius' Weg zurück ins Leben und sein Versuch Toby zu helfen, haben mir gut gefallen.

Doch mit der ganzen Magiergeschichte hatte ich so meine Probleme. Den Begriff Arkana hatte ich schon zuvor gehört, doch irgendwie wurde ich als Ahnungslose in die Welt der Magie förmlich hineingeworfen. Ich habe einige Zeit gebraucht bis ich begriffen habe was es mit den Netzen, Strömen und Kanälen, den Haupt- und Nebenarkana auf sich hat. So konnte mich die gemeinsame Suche nach Tobys Hauptmagie auch nicht so wirklich fesseln und was hätte spannend sein sollen, die Flucht vor den Gildenhäschern und Tobys Entführung, konnte mich nicht wirklich berühren.

Ich habe mit Darius mitgefühlt und der Showdown, den Toby auslöste, fand ich wirklich klasse doch so richtig mitnehmen konnte mich die Geschichte nicht immer. Vielleicht lag es am Schreibstil, vielleicht einfach daran dass ich zu wenig Erklärungen zur magischen Welt der Geschichte bekam, doch irgendwas hat mir gefehlt.

Gegensätze, die perfekt zusammenpassen

Magische Wesen, und unberechenbare Zauberer im Besonderen, üben auf mich schon immer einen gewissen Reiz aus. So ist es nicht verwunderlich, dass Magnus Bane, der wohl bekannteste schwule Zauberer der literarischen Welt, einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und mich durchaus Richtung queeren Geschichten getrieben hat. Nachdem ich im Klapptext zum Auftaktband der Arkana-Reihe über „Wildmagier“ gestolpert bin, war für mich klar, dass dieses Buch ein MUSS für mich ist. Und gleich mal vorweg … die Geschichte ist toll!

Im Laufe des Erwachsenwerdens kristallisiert sich bei jedem Magier heraus, welches Element des Arkana-Netzes, einer Art Periodensystem, er mit seiner Magie beherrschen kann - er kanalisiert. Er ist dann in der Lage eines der acht Hauptarkana, Erde, Wasser, Luft, Feuer, Licht, Dunkelheit, Leben und Animus (mitochondriales, genetisches Bewusstsein), mit seiner Kraft zu kontrollieren. Für diejenigen, die sich nicht platzieren lassen, haben die Magiergilden einen etwas unschönen Plan B in der Tasche. Wildmagier, durch ihre unkontrollierbare Magie, die sich immer mehr aufstaut und geballt in einer Explosion entlädt, eine Gefahr für sich selbst und auch für das gesamte Umfeld, werden ruhiggestellt (sediert) und sterben schlussendlich den Hungertod. Auch Toby blüht dieses Schicksal nachdem die konventionellen Methoden der Gilde, ihn in sein Arkanum zu pressen, scheitern. Er ist dem Tod geweiht - sei es durch die „Gnade“ der Gilde, oder durch seine eigene ungebändigte Kraft. Doch Toby greift, getrieben durch seinen absoluten Lebenswillen, nach dem letzten Strohhalm, der sich ihm bietet. Er schafft es, Darius, der nur noch ein Schatten seines früheren Selbst ist, soweit aus dessen Lethargie zu ziehen, dass er Toby bei sich aufnimmt und den Versuch startet, ihn zu unterrichten.

- Du hast mich aufgenommen, als du das nicht musstest. Du versuchst mir zu helfen, obwohl ich sehen kann, dass ein Teil von dir am liebsten schreiend wegrennen würde. Falls ich mich noch nicht bedankt habe – danke. Selbst wenn nichts von all dem hier funktioniert und ich in einer dicken, magischen Pilzwolke hochgehe. Ich bin dankbar, dass du es versucht hast. – (S. 56)

Toby mochte ich auf Anhieb, er gibt, trotz seines zu erwartenden Schicksals, nicht auf, ist lebensbejahend, begeisterungsfähig, witzig und vor allem nicht auf dem Mund gefallen. Darius hingegen spiegelt in allen Aspekten das genaue Gegenteil wider. Anhand seiner Vergangenheit ist sein Verhalten aber zu 100% nachvollziehbar und so hatte auch er relativ schnell meine vollste Sympathie. Das Zusammenspiel der beiden, die langsame Annäherung, und wie wichtig sie füreinander sind, fand ich toll umgesetzt. Auch der Aufbau des magischen Systems hat mir gut gefallen. Magier sind nicht allmächtig, wie in manch anderen Geschichten, sie sind an ihr Arkanum gebunden und haben somit auch ihre Schwächen. Darius und Toby werden auf ihrem Weg in eine Zukunft, ohne Tod und zurück ins Leben, von einigen alten Freunden aus Darius aktiver Zeit als Magier unterstützt. Die Figuren, die Angel Marinez den Beiden zur Seite gestellt hat, sind genau so verschieden wie die eigentlichen Hauptakteure und es macht wirklich großen Spaß von Seite zu Seite tiefer in die Erzählung einzutauchen.

„Der Magier auf dem Berg“ ist eine kurzweilige Geschichte, die mich mit ihrem Witz, den unterschiedlichen Figuren, mit ihren große und kleinen Macken und ihrer Dynamik bestens unterhalten hat. So hoffe ich, dass der Verlag die weiteren Teile der Reihe zügig übersetzt und ich mich bald auf ein Wiedersehen mit Toby, Darius und Co. freuen kann – eine klare Leseempfehlung.

Fun and quirky

Kyle is a detective in the precinct of misfit paranormal cops. Kyle borrows the abilities of people nearby, with little control over them.
He gets partnered with the newest member, cool, controlled Vikash, who makes bad things happen, when he gets angry.
The search for a river-side killer keeps the partners busy, but outside of the job they find themselves attracted to each other.

This is a really quirky and fun book.
You have a whole precinct full of detectives with paranormal abilities and mythological creatures. Just that all their abilities aren't that...useful. You have a telekinetic who can only teleport fruit, a fire starter who needs very dry climate to make any fire, a wolf stuck in human form, a vampire who can only drink skimmed blood and is weakened because of it.
Since it's a rather short book, the worldbuilding isn't very extensive, but the curious characters you meet are just very interesting and awesome. There is a lot of potential there, and plenty more parts to explore.
I adore the MCs. Kyle (Kirby) is a rather mouthy, snarky redhead while Vikash is very quiet and controlled with an odd sense of humor. I really liked both of them and I thought they work very well together, though their relationship is still kinda at the beginning at the end of the book, but it's distinctly HFN see-where-it-leads territory.
I though there where a few too many characters in it. I got confused with all the detectives, since first names, last names and nicknames are used at different times and I could never quite keep straight who could do what. A short dramatis personae might have helped wit that.

The book doesn't take itself seriously, luckily. It's a lot of fun, full of weird situations and odd people, that made me curious for more.

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