Angela Elis Betrüger Republik Deutschland

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Inhaltsangabe zu „Betrüger Republik Deutschland“ von Angela Elis

Wohl dem, der lügt! Täuschen und Tricksen sind offenbar Kernkompetenzen in rauen Krisenzeiten. Bestsellerautorin Angela Elis zeigt, wie wir uns immer öfter mit Mogelpackungen abspeisen lassen. Wir sind informationsattackiert und arbeitsverdichtet, aber was begreifen wir noch? Willkommen im Land der gekonnten, aber meist leeren Gesten. Willkommen in unserer wunderbar erträglichen Welt des Scheins, in der Fassadenpersönlichkeiten den Markt erobern und Posen Politik ersetzen: Wahlweise werden Bilanzen oder Verhaltensweisen geschönt, Lebensläufe aufpoliert, falsche Ehrenworte geschworen oder Kopien als eigene Werke verkauft. Weil unsere Sehnsüchte bedient werden, entwickeln wir eine Vorliebe für Persönlichkeiten und Produkte, die eine blendende Performance abliefern, aber keinerlei Wert besitzen. In der virtuellen Welt zählt die Frage, was echt ist oder nicht, ohnehin nicht mehr. Doch wollen wir wirklich so leben? Mit analytischer Schärfe und feinem Gespür entlarvt Angela Elis die fatalen Lebenslügen unserer Gesellschaft. Ein längst überfälliges Plädoyer für den Mut zur Wahrhaftigkeit.

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    Betrüger Republik Deutschland
    R_Manthey

    R_Manthey

    10. August 2015 um 10:03

    Diese Feststellung über den zeitgenössischen Journalismus findet man auf Seite 69 dieses Buches. Leider kann man sich dieser Aussage nur anschließen, wenn man über den Text berichtet, in dem man sie findet. Die Autorin glaubt, dass in der letzten Zeit die Verlogenheit in Deutschland eine neue Dimension erreicht hat. Weil sie nicht erklären kann, wie sie das herausgefunden oder gar gemessen hat, macht sie diese Behauptung an Beispielen fest. Eines dieser Beispiele ist der ehemalige Bundespräsident Wulff. Das Buch wurde 2012 veröffentlicht. Inzwischen hat sich das gegen Wulff vorgebrachte seltsame Konglomerat aus peinlichen Nichtigkeiten in Luft aufgelöst, und er ist juristisch rehabilitiert. Doch natürlich wird er die Umstände seines Rücktritts niemals wieder loswerden. Was machte nun die Autorin aus dieser Geschichte? Sie fällte ein Urteil, das sich nun als falsch herausgestellt hat. Das ist schon schlimm genug. Schlimmer ist aber ihre Vorgehensweise. Denn wenn man schon ein Buch über die angebliche Verlogenheit in Deutschland schreibt, dann könnte man doch wenigstens auf die Idee kommen, dass auch die Vorwürfe gegen Wulff verlogen sein könnten. Oder man könnte sich fragen, warum so plötzlich mit so wenig Substanz auf einen Bundespräsidenten losgegangen wird. Aber auf solch naheliegende Fragen kommt die Autorin nicht. Natürlich ist Wulff nicht das einzige Beispiel in diesem Buch. Das betrügerische Vorgehen großer Teile der Lebensmittelindustrie, das Gesundheitswesen, die Finanzbranche und etliche andere Darsteller der Politszene gesellen sich zu den Beweisbeispielen. Leider kann sie in keinem Fall überzeugen. Die wirkliche Verlogenheit der Finanzbranche versucht sie zwar zu erklären, sie durchschaut aber offenbar die relevanten Zusammenhänge nicht, denn dann würde sie bei unserem Geldsystem ankommen. Doch das spielt überhaupt Rolle in diesem Buch, obwohl es die Sonderstellung des Bankensystems in allen westlichen Ländern erklärt. Und erst daraus ergibt sich der Rest. Was die Autorin auch vorbringt, sie bleibt an der Oberfläche, urteilt mit manchmal fast kindischer Naivität und gibt sich gleichzeitig elitär. Denn am Ende des Buches findet der Leser eine Art Programm, wie man der angeblich zunehmenden Verlogenheit wieder Herr werden könnte. Und bei genauem Lesen wird man als freiheitsliebender Mensch leider feststellen müssen, dass die Autorin zu den Menschen gehört, die glauben, sie hätten als Auserwählte unwiderlegbare Erkenntnisse gewonnen, die sie nun - selbstverständlich zum Wohle aller - über ein Umerziehungsprogramm durchsetzen müssen. Denn anders kann man das, was man da lesen muss, nicht interpretieren, obwohl man sicher auch annehmen kann, dass dies der Autorin vielleicht nicht ganz klar ist. "Demaskieren wir ... die Blender, die behaupten unser Bestes zu wollen, und dabei nur ihre eigenen Interessen oder unser Geld meinen. Es kann nicht darum gehen, Sachen zu verteufeln oder Lebensstile vorzuschreiben. Es muss darum gehen, zu hinterfragen und Zusammenhänge aufzuzeigen - nur so können wir verlorenes Terrain zurückerobern." Man möchte der Autorin ihre eigenen Worte zurufen, denn hätte sie sich daran gehalten, wäre vielleicht ein besseres Buch entstanden.

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