Angela Kirchner Viel näher als zu nah

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Inhaltsangabe zu „Viel näher als zu nah“ von Angela Kirchner

Am Anfang war der Knall. Es ist diese Nacht, diese Party, die alles verändert im Leben von Fey und Lucas. Fey und ihre Freundin wollen eigentlich nur nach Hause und geraten mitten rein in das Motorradrennen von Lucas und Ben, mitten rein in den Unfall. Mitten rein in ein neues Leben. Und dann treffen Fey und Lucas sich wieder. Obwohl sie sich hassen sollten, sprüht es Funken, und nicht nur vor Wut!
Modern, eindringlich und ungeschminkt: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, erzählt aus zwei Perspektiven.

Dieses Buch spielt mit den Kontrasten und regt so zum Nachdenken an

— Skyline-Of-Books

Kurzweilig, packend, berührend, außergewöhnlich!

— _hellomybook_

Grandioses Jugendbuch über die Folgen eines Unfalls, Freundschaft, Schuld und Liebe...für Jungen und Mädchen trotz der pinken Schriftzüge

— Isabell47

Einfühlsamer Jugendroman über die erste große Liebe, Schuld und Vergebung

— Anchesenamun

Eine schöne Geschichte

— Amber144

Gefühlvoll, berührend, mit viel Tiefgang und doch einer Prise Humor. Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt!

— elafisch

Berührend und erschreckend realistisch. Eine ganz andere Art eines Jugendromanes. Bleibt im Kopf!

— skyprincess

Eine einfühlsame und zarte Liebesgeschichte mit einem ungewöhnlichen ernsten Hintergrund. Sehr berührend!

— MarensBuecherwelt

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  • Dieses Buch spielt mit den Kontrasten und regt so zum Nachdenken an

    Viel näher als zu nah

    Skyline-Of-Books

    18. February 2018 um 11:47

    Klappentext „Am Anfang war der Knall. Es ist diese Nacht, diese Party, die alles verändert im Leben von Fey und Lucas. Fey und ihre Freundin wollen eigentlich nur nach Hause und geraten mitten rein in das Motorradrennen von Lucas und Ben, mitten rein in den Unfall. Mitten rein in ein neues Leben. Und dann treffen Fey und Lucas sich wieder. Obwohl sie sich hassen sollten, sprüht es Funken, und nicht nur vor Wut!“   Gestaltung Die Aufmachung des Buches finde ich atemberaubend, denn der Titel ist auf schlichte Pappe gedruckt, glitzert dabei aber metallisch-pink, wodurch er sofort ins Auge springt. Auch mag ich die Schriftart des Titels sehr gerne, die aussieht, als sei sie per Hand aufgemalt oder aufgesprayt worden. Die Blumen gefallen mir ebenso, da sie dem Cover das gewisse Etwas verleihen. Zudem mag ich die außergewöhnliche Bindung, durch die der Buchrücken mit einem rauen Stoff überzogen und ganz gerade ist.   Meine Meinung Angesprochen durch das wirklich gelungene Cover, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und ich fand es insgesamt auch inhaltlich sehr ansprechend. In „Viel näher als zu nah“ geht es um Fey und Lucas, die sich beide nach einem Unfall sehr nahe kommen und sich ineinander verlieben. Das mag nun zunächst nicht besonders klingen, ist es aber, denn Lucas ist schuld am Unfall von Fey und ihrer Freundin.   Durch diese besondere Verbindung scheint eine Liebesbeziehung zwischen beiden eigentlich unmöglich und doch ist genau sie es, die sich in den düsteren Zeiten nach dem Unfall, zaghaft entwickelt. Dieses Spiel mit den Kontrasten in dem Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es schwankt stets zwischen den Extremen. Auf der einen Seite ist da die Schuld am Unfall, der mehrere Menschen schwer verletzt hat und auf der anderen Seite steht die Vergebung für diese unbeabsichtigte Tat. Auch Hass in verschiedenen Formen spielt mit hinein, ebenso wie Liebe, die sich trotz all der negativen Empfindungen entwickelt. Diese Kontraste, die sich auch in einer Täter- und Opferrolle oder in Verzweiflung und Hoffnung manifestieren, hat die Autorin sehr greifbar herübergebracht und mir direkt unter die Haut gehen lassen, da ich alle Seiten sehr gut nachvollziehen konnte.   Da das Buch aus den Perspektiven sowohl von Lucas als auch von Fey erzählt wird, wird dem Leser die Möglichkeit gegeben, in beide Sichtweisen auf die Geschehnisse einzutauchen und sich so eine eigene Meinung zu bilden. Dies fand ich sehr wichtig und von der Autorin wundervoll gelöst. Zwar nimmt Lucas Part den größeren Anteil im Buch ein, aber Fey kommt nicht zu kurz und ihre Passagen sind dafür auch jedes Mal sehr eindringlich und emotional. Durch den Wechsel konnte ich beide Perspektiven betrachten und in die Gedanken sowie Gefühle beider Figuren eintauchen, um sie besser zu verstehen. Dies sorgt dafür, dass man als Leser intensiv nachdenkt, wodurch ich automatisch noch mehr in die Geschichte involviert wurde.   Besonders beeindruckend fand ich den Schreibstil von Angela Kirchner, der mit verschiedenen Stilmitteln wie Wiederholungen oder Vergleichen arbeitet und der mir die Gefühle der Figuren hat lebendig erscheinen lassen. Sehr angenehm fand ich, wie die Autorin es schafft, an den richtigen Stellen, kurze Sätze oder lange Sätze zu verwenden und so mit der Satzlänge zu spielen. In Momenten, wo die Gefühle überbrodeln oder Dramatisches passiert, werden die Sätze beispielsweise kurz und übertragen so ein Gefühl der Aufgeregtheit auf den Leser. So macht das Lesen unheimlich Spaß und die Seiten fliegen geradezu nur so dahin, weil ich man einfach mitten im Geschehen ist.   Sehr berührend fand ich es, wie Fey und Lucas sich gegenseitig bei der Genesung helfen und sich so auch näher kommen, obwohl er an seinen Schuldgefühlen zu zerbrechen droht und sie ihn eigentlich nicht ausstehen kann. Die Gefühle der Figuren wurden für mich sehr transparent und greifbar. Etwas schade fand ich, dass die ganzen zufälligen Begegnungen, die zwischen den beiden passieren, etwas zu konstruiert wirkten. Es ist für mich zwar verständlich, warum und dass sie einander mehrmals begegnen mussten, aber irgendwann ging diesen Begegnungen einfach der Charakter des Zufalls verloren. Dass sie einander auf einmal immer gegenüberstanden, war einfach irgendwann zu oft, sodass es auf mich etwas zu entworfen wirkte.   Ich mochte Lucas sehr gerne, denn er entwickelt sich unglaublich weiter. Zu Beginn ist er ein gewissensloser Bad Boy, der nur auf sein Image bedacht ist und durch die Geschehnisse mit dem Unfall beginnt er sich langsam zu ändern. Wie er sich zurückgezogen hat und weder von seinen Freunden noch seiner Familie Hilfe wollte, war sehr berührend. Besonders schön fand ich dann auch wie er am Ende versucht hat, seine Fehler wiedergutzumachen und sich ihrer bewusst wurde. Auch Fey ist ein besonderer Charakter, den ich als sehr interessant wahrgenommen habe. Sie hasst Lucas zunächst, kann sich seiner Anziehung aber nicht entziehen. Dieser hieraus entstehende Konflikt hätte für mich gerne noch etwas stärker verdeutlicht und thematisiert werden können, aber dennoch fand ich gerade die Enthüllungen um ihren Charakter, die ganz am Ende erfolgen, als sehr spannend und fesselnd, da sie so bis zum Schluss Rätsel aufwirft.   Fazit „Viel näher als zu nah“ ist ein fesselndes Buch über eine Liebe, die aus schweren Zeiten heraus entsteht. Besonders das Spiel mit den Kontrasten wie Schuld und Vergebung, Opfer und Täter oder Liebe und Hass hat mich hierbei fesseln können, aber auch der wirklich geniale Schreibstil der Autorin hat dazu beigetragen, dass ich geradezu durch die Seiten geflogen bin. Abgesehen von ein, zwei Kleinigkeiten wie die etwas zu oft stattfindenden, „zufälligen“ Begegnungen, konnte mich die Geschichte von sich überzeugen. Neben dem Perspektivwechsel, der die Gefühlsebenen der Figuren  wunderbar veranschaulicht hat, mochte ich vor allem auch die Entwicklung dieser. 4 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Kurzweilige und außergewöhnliche Liebesgeschichte!

    Viel näher als zu nah

    _hellomybook_

    24. January 2018 um 20:34

    Ich kann mich all den vorangehenden positiven Rezensionen zu vorliegendem Buch nur anschließen. „Viel näher als zu nah“, welches als un- und außergewöhnliche Liebesgeschichte beworben wird, ist tatsächlich einen zweiten Hingucker wert. Was das Buch alles richtig und vielleicht auch falsch macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen. Ein leichter, flüssig zu lesender Schreibstil sorgte dafür, dass ich mich relativ schnell in dem Szenario wohlgefühlt habe und die Seiten nur so verflogen sind. Mit den Personen bin ich alles in allem gut klargekommen; manchmal handeln sie meiner Meinung nach dann doch etwas zu künstlich und nicht wirklich realistisch. Das Buch ist allein von der äußeren Gestaltung her ein Hingucker. Würde mich das Frontcover in einer Buchhandlung belächeln, dann würde ich wegen der herausstechenden Optik in die Hand nehmen und mir zumindest den Klappentext durchlesen. Hier hat jemand, was das Thema „Covergestaltung“ betrifft, etwas goldrichtig gemacht. Die Liebesgeschichte ist, na klar, das kennt man aus solcher Art von Jugendbuch, ziemlich vorhersehbar und teilweise etwas konstruiert. Dennoch gibt es eine Besonderheit, etwas Außergewöhnliches, dass dieses Buch von anderen seines Genres unterscheidet und einzigartig macht. Sobald man die erste Seite des Buchs aufgeschlagen hat, kann man ein kurzweiliges und spaßiges Lesevergnügen gefasst machen, welches hier geboten wird. Es werden lebensbejahende Töne angeschlagen, aber auch etwas dunklere Gedanken, von Schuld erschwerte Gedanken, wie beispielsweise einem schlechten Gewissen, werden gut und glaubwürdig beschrieben. Viel lässt sich zu dem Buch nicht sagen. Es ist ein Buch, welches man gerne liest und schnell beendet hat, und an welches man sich auch gerne erinnert, aber auch schnell wieder vergisst. Dennoch kann ich es jedem Menschen ans Herz legen, der mal wieder Lust auf eine besondere Liebesgeschichte hat, eine leichte Lektüre, oder sich einfach vom Klappentext angesprochen fühlt. „Viel näher als zu nah“ ist ein sympathisches Jugendbuch, welches ich jedem unbesorgt ans Herz legen kann, der Interesse an einer solchen Art von Geschichte hegt. 

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    • 2
  • Das Leben geht weiter....

    Viel näher als zu nah

    Isabell47

    20. January 2018 um 08:40

    Kurz zum Inhalt:....auf einer Party lernen  sich Lucas, seines Zeichen ein Aufreißertyp und Mädchenschwarm, und Fey kennen bzw. stolpert Lucas und fällt ihr im Garten zu Füßen. Dieses Kennenlernen ist kurz, denn noch bevor Lucas den Namen des Mädchens mit den farbigen Haaren erfährt, trennen sie sich schon wieder. ..... Minuten später kommt es aufgrund einens Motorradrennens zwischen Lucas und seinem Freund zu einem Unfall.... Opfer u.a. das Mädchen von der Party... Wochen später, mit körperlichen und seelischen Folgen des Unfall kämpfend, will sich Lucas bim Opfer des Unfalls entschuldigen und steht vor dem Mädchen der Party, was ihn fasziniert hat. Cover: Das Buch hat einen dicken Pappeinband mit besonderer Haptik und Optik... die pinken Buchstaben und Blumen sind nämlich auch zu fühlen....  Richtig klasse!  Einziges Manko, damit werden in der Regel sich nur weibliche Leser angesprochen fühlen und dabei ist dieses Buch, was vermehrt Lucas'  Sicht der Dinge beschreibt, mindestens genauso für Jungen zu empfehlen. Also, liebe männlichen Leser, ignoriert den Einband und lest...!Aufgrund des Covers erwartet man einen klassischen Liebesroman, was dieses Buch aber nicht ist (s. Inhaltsangabe). Die Geschichte dieses Buches zeigt viele Facetten anhand von Lucas und Fey. Es verdeutlicht einerseits die Folgen eines Motorradrennens, andererseits schafft es die Autorin dies zu beschreiben ohne mit erhobenen Zeigefinger da zu stehen. Die Perspektive des Erzählers wechselt zwischen Lucas und Fey, wobei Lucas' Perspektive einen weit größeren Raum einnimmt, was aber auch sehr gut der Geschichte passt.  Ich erlebe einen sehr selbstsicheren Lucas, zunächst mal nicht besonders sympathisch, der durch seinen Unfall seine "Schale" verliert und eine Wandlung erlebt bzw. seine guten Seiten werden sichtbar. Aus seiner Sicht erfahre ich, wie er sich fühlt, was er denkt und erlebt. Verwoben wird dies mit Feys Sichtweise, da die beiden nach dem Unfall häufig aufeinandertreffen. Hiervon erzählt die Autorin auf entzückende, berührende, teilweise zynische und ironische Art.... Ihr Sprachstil und ihre Wortspielereien sind ein Genuss .....Einmal in die Hand genommen, konnte ich das Buch kaum zu Seite legen .....Es ist eine  vielschichtige, tiefgründige Geschichte über Freundschaften ( Fey und Ihre Freundin, Lucas und sein Freund Ben), über Familien, über Schuldgefühle, Ängste und Liebe..... trotz schwerer Themen, die behandelt werden, immer mit einer gewissen Leichtigkeit, so dass ich als Leser hoffnungsvoll das Buch aus der Hand legen kann. Ich würde für dieses Buch mehr als 5 Sterne vergeben, wenn ich könnte.

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  • Leserunde zu "Viel näher als zu nah" von Angela Kirchner

    Viel näher als zu nah

    AngelaKirchner

    Klopf Klopf!Hast Du Lust auf eine Leserunde zu einem literarischen Jugendbuch mit ganz viel Herz, ein bisschen Schmerz und einem gewaltigen Knall am Anfang? Dann suche ich genau DICH!Wir lesen hier gemeinsam "Viel näher als zu nah", mein zweites Jugendbuch. Zu diesem Zweck spendiert der Verlag zehn gebundene Bücher, und Du kannst Dich für ein Exemplar bewerben (alternativ sind auch E-Books sind möglich).Übrigens: Falls Du das Buch bereits besitzt und mitlesen willst, freut mich das doppelt! Je mehr Leser und Eindrücke, desto super! :DInhalt: Am Anfang war der Knall. Es ist diese Nacht, diese Party, die alles verändert im Leben von Fey und Lucas. Fey und ihre Freundin wollen eigentlich nur nach Hause und geraten mitten rein in das Motorradrennen von Lucas und Ben, mitten rein in den Unfall. Mitten rein in ein neues Leben. Und dann treffen Fey und Lucas sich wieder. Obwohl sie sich hassen sollten, sprüht es Funken, und nicht nur vor Wut!So bist Du dabei: Bewirb Dich hier und lass mich wissen, warum ausgerechnet Du ausgewählt werden und eins der Bücher bekommen solltest.Voraussetzung ist, dass Du schon zwei oder mehr Rezensionen verfasst und genügend Luft hast, auch über "Viel näher als zu nah" zeitnah eine Bewertung zu schreiben.Ein Blog ist kein Muss, aber falls Du einen führst, schreib gern die Adresse in die Bewerbung.Sobald jeder sein Buch hat, legen wir los.Ich freu mich schon und bin ganz gespannt auf Deine Bewerbung!

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    • 232
  • Rezension: "Viel näher als zu nah" (Angela Kirchner)

    Viel näher als zu nah

    Anchesenamun

    03. January 2018 um 20:22

    Die Geschichte ist aus Lucas‘ und Feys Sicht geschrieben. Der Perspektivenwechsel wird durch zwei verschiedene Schriftarten deutlich gemacht, wodurch Verwechslungen vermieden werden. Lucas‘ Sicht ist hier jedoch eindeutig dominierend. Dies war zwar manchmal etwas schade, aber letztendlich finde ich, dass es gut so ist. Der Fokus liegt hier eben auf Lucas, der eine ganz starke Wandlung erfährt und sich von einem eingebildeten, sich selbst unwiderstehlich findenden Typen zu einem sympathischen, nachdenklichen und feinfühligen jungen Mann entwickelt. Zwar entwickelt sich Fey auch weiter, aber nicht in dem Maße wie Lucas. Während ich Lucas anfänglich sehr unsympathisch fand und erst nach und nach begann, ihn zu mögen, hinterlässt Fey direkt zu Beginn einen positiven Eindruck.   Neben den beiden Protagonisten spielt noch Lucas’ bester Freund Ben eine wichtige Rolle, der ebenfalls in den Unfall verwickelt war und mit seinen Schuldgefühlen ganz anders umgeht als Lucas, der im Gegensatz zu Ben auch körperlich stets an sein Fehlverhalten erinnert wird. Die Freundschaft zwischen Lucas und Ben empfand ich als etwas Besonderes. Heutzutage bezeichnet man sowas wohl als echte „Bromance“. Nach außen hin die coolen Typen, die auf keiner Party fehlen dürfen, ist ihre Beziehung zueinander jedoch echt und tiefgehend, was bei Jungs in diesem Alter nicht selbstverständlich ist. Der flüssige Schreibstil ist angenehm zu lesen, und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Angela Kirchner schreibt anspruchsvoll, aber dennoch jugendgerecht. Ihre Schreibweise ist gefühlvoll, sie drückt vieles mit Bildern aus. Sehr gut dargestellt werden die Emotionen der Figuren. Die Anziehungskraft zwischen Fey und Lucas, aber auch und vor allem die Schmerzen, die die beiden nach dem Unfall haben. Man schleppt sich förmlich mit den lädierten Protagonisten durch die Welt und fühlt die Beklemmung beim Lesen. Es ist eigentlich ein eher leises Buch, das sich zum Großteil im Innenleben der Protagonisten abspielt, und so wirkt auch die Liebsgeschichte zwischen Fey und Lucas zart und fast schon unschuldig. Diese leisen Töne transportiert die Autorin sehr gut. Ein paar Kritikpunkte hätte ich dennoch: Mir waren es nach dem Unfall zu viele zufällige Begegnungen zwischen Lucas und Fey. Ok, sie wohnen in der gleichen Stadt und sind ungefähr gleich alt. Da kann man sich schon öfter über den Weg laufen. Aber wenn sie sich jetzt erst kennengelernt haben, ist es komisch, dass sie danach plötzlich überall gleichzeitig sind. Auf Veranstaltungen, in der Physiopraxis, auf dem Friedhof. Natürlich muss man Möglichkeiten für Begegnungen schaffen, es war auch nicht total unrealistisch, aber halt ein bisschen zu konstruiert. Des Weiteren hätte ich gerne mehr über Jennifer, Feys beste Freundin und das Unfallopfer mit den schwersten Verletzungen, erfahren. Sie taucht erst am Ende des Buches kurz auf und hat dann einen Auftritt, als wäre sie eine Heilige ohne irgendwelche Makel. Ich denke aber, sie hätte mehr „leisten“ können für die Geschichte und wäre ein bereichender Charakter gewesen. Andererseits kann ich auch nachvollziehen, dass die Autorin den Fokus ganz bewusst auf Lucas und Fey gelegt hat und nicht alle Figuren gleichermaßen tief gezeichnet wurden. Trotzdem schade. Der Konflikt, dass Fey Lucas total anziehend findet, aber ihn eigentlich hassen sollte, hätte für meinen Geschmack stärker ausfallen dürfen. Trotz des ewigen Hin und Her zwischen den beiden war das Ende natürlich relativ vorhersehbar, wie bei den meisten Liebesgeschichten. Das letzte Gespräch zwischen den Protagonisten empfand ich als viel zu schmalzig. Aber bei diesem Kritikpunkt darf man natürlich der Autorin zu Gute halten, dass das Buch in erster Linie Jugendliche ansprechen soll und ich mit 36 nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Doch trotz dieser Kritikpunkte hat mir die Lektüre dieses Romans viel Freude bereitet, und so ist Angela Kirchners Debütroman „Über den Dächern wir zwei“ schonmal direkt auf meine Leseliste gewandert.  „Viel näher als zu nah“ ist ein empfehlenswerter Roman, nicht nur für junge Leser – und nicht nur für weibliche, wohlgemerkt, auch wenn das feminin wirkende Cover dies vielleicht vermuten lässt.  In diesem Buch steckt viel mehr drin als eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen. Ich kann mir den Roman auch wunderbar als Schullektüre vorstellen, da hier ernste und wichtige Themen einfühlsam aufgearbeitet werden. Die Gefühle zwischen Lucas und Fey spielen zwar eine große Rolle, aber es gibt noch so viele andere Themen und Emotionen, die aufgearbeitet werden: Schuld, Verantwortung, Verzeihen, Freundschaft, Neuanfang.

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    • 2
  • Eine unbedachte Idee und ihre Folgen

    Viel näher als zu nah

    elafisch

    01. January 2018 um 19:25

    Cover:Die Besonderheit dieses Covers kommt auf Bildern nicht richtig rüber. Der Einband besteht aus zwei dicken Kartons, in die Titel bzw. Klappentext eingeprägt sind. Die Schriftfarbe hat einen glänzenden Effekt. Das Cover ist zwar etwas empfindlich, aber wirklich außergewöhnlich und wunderschön!Inhalt:Lucas hat sich von seinem Kumpel Ben zu einer Party überreden lassen,auf die er eigentlich gar keine Lust hatte. Er hofft dort ein Mädchen abschleppen zu können, doch irgendwie läuft alles schief und er findet sich mit einem ganz anderen Mädchen auf einer Gartenbank wieder. Sie ist irgendwie anders, aber gut anders. Doch als sie überhastet von der Party verschwindet und Lucas auffällt, dass er nicht mal ihren Namen kennt, ist sein Frust so groß, dass er sich abreagieren muss. Er schlägt Ben ein Motorradrennen vor, mit verhängnisvollen Folgen, nicht nur für ihn.Meinung:Der gefühlvolle und flüssige Schreibstil, der auch immer eine Prise Humor enthält, hat mich von Anfang an gepackt. Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen warum, aber das Buch hat mich so gefesselt, dass ich zwei Nachtschichten eingelegt habe, um es durch zu lesen (tagsüber war leider keine Zeit). Ich denke die Mischung aus Tiefgründigkeit, Leichtigkeit, Tragik und Romantik, macht dieses Buch einfach zu einem gelungenen Jugend-Liebesroman.Mir hat sehr gefallen, wie hier ein schwieriges Thema mit viel Feingefühl behandelt wird, ohne schwermütig zu sein. Dazu passt für mich dann auch das positive, hoffnungsvolle Ende, das dennoch klarmacht, dass noch ein langer Weg vor den Protagonisten liegt.Es gab zwischendurch zwar Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dass es etwas viele Zufälle und tragische Schicksalsschläge auf einmal sind, aber irgendwie hat es für mich dann doch gepasst.Fazit:Gelungener Jugend-Liebesroman voller Tiefgang, Humor und Romantik.Ganz klare Leseempfehlung!

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    • 2
  • Eine schöne Geschichte

    Viel näher als zu nah

    Amber144

    01. January 2018 um 14:06

    Das Cover ist wunderschön und zurückhaltend gestaltet. Es hat mich sofort angesprochen, da es nicht so überladen ist, wie manch andere Cover.Der Schreibstil fesselt den Leser sofort und macht das Buch zu etwas ganz besonderen. In genau den richtigen Situationen findet die Autorin die richtigen Worte um den Leser zu fesseln und die Gefühle der Charaketere nahe zu bringen. Gerade das macht das Buch zu einem Leseerlebnis und bereitet einem als Leser ganz besonderes Lesevergnügen.Das Thema fand ich für ein, das mich an ein Jugendbuch erinnert, eher ungewöhnlich, aber genau deswegen hat es mich angesprochen. Ich möchte keine Geschichte lesen, die es in ähnlichen Konstellationen schon zigfach gibt und sich immer wieder das gleiche wiederholt.Gerade die Geschichte, die die Autorin erschafft finde ich wirklich gut und auch spannend. Manchmal zieht es sich ein bisschen, aber es ist noch in einem Rahmen, dass es in Ordnung ist und mich nicht gelangweilt hat.Schade fand ich, dass man von manchen Charaktere nicht sehr viel erfährt, sondern die Geschichte dann endet. So bleibt dem Leser die Weiterstrickung der Geschichte in diesen Aspekten überlassen.Insgesamt aber ein wirklich toller Roman, der mich einige Stunden sehr gut unterhalten hat und Spaß beim lesen macht.Verdiente 4 Sterne.

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  • Die Macht eines einzelen Momentes

    Viel näher als zu nah

    skyprincess

    30. December 2017 um 11:12

    Eine zarte Liebesgeschichte, die den Leser berührt und ihn nicht mehr loslässt. Angela Kirchner schafft es in ihrem Jugendroman "Viel näher als zu nah" eine Story mit wunderbaren Charakteren und einem ernsten Hintergrund zu kreieren. Eine Geschichte, die noch lange im Kopf bleibt!Als Lucas und Fey sich auf einer Party treffen, sind sie begeistert voneinander. Doch diese Freude währt nicht lange. Noch am selben Abend gerät Fey mit ihrer Freundin in das waghalsige Rennen von Lucas und Ben. Danach ist nichts mehr wie es einst war, trotzdessen scheinen die Schicksale der Beiden eng miteinander verbunden zu sein... Zunächst muss man das Cover dieses Buches hervorheben. Die pinke, in den Karton geprägte Schrift macht das Weggehen einfach unmöglich. Das Buch fällt einem einfach sofort ins Auge und lässt einen auch gar nicht mehr los. Am liebsten möchte man die ganze Zeit die Buchstaben auf dem Cover nachfahren und kann damit gar nicht mehr aufhören;) Das Thema des Romanes hat mir sehr gut gefallen und mich auch gar nicht mehr losgelassen. Ich denke, dass Thema eines Autounfalles und die daraus resultierenden Folgen und Schuldgefühle sind das, was das Buch für mich besonders macht. Solche Themen werden in Jugend-Büchern eher selten thematisiert bzw nicht genügend umgesetzt, was bei diesem Roman ganz anders aussah und mir darum auch sehr gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, man findet schnell in die Handlung und lernt auch sofort die Hauptcharaktere kennen. Sehr gut war auch der Wechsel der Perspektive, wodurch man sich besser in die Figuren hineinversetzen konnte. Dennoch war die Handlung sehr auf Lucas fixiert, ich hätte gerne mehr über Fey, ihre Familie und ihren Umgang mit dem Unfall erfahren. Da die Hauptcharaktere genau meiner Altersgruppe entsprechen, war es für mich nicht weiter schwer mich in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Lucas und auch Fey wirkten sehr authentisch und man konnte mit ihnen empfinden. Besonders gut gelungen fand ich die Entwicklung beider Charaktere, das Überwinden eigener Ängste und Grenzen. Die Schilderungen der Handlung nach dem Unfall hat die Autorin großartig geschildert. Besonders den Umgang mit der neuen Situation und den Schuldgefühlen. Brenzlige Situationen waren ebenfalls der Realität entsprechend dargestellt, sodass man mit den Charakteren fieberte und unbedingt weiter lesen musste. Die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Fey und Lucas zog sich sehr in die Länge, man hätte durch mehr Kommunikation das Ganze verkürzen können, aber so ist das bei Jugendlichen nunmal;) Jedoch hat sich die Handlung sehr auf diese Sache konzentriert und war dann plötzlich doch ganz schnell zu Ende. Besonders die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen und haben durchaus Potential gehabt um etwas mehr einbezogen zu werden (Ben). FAZIT: Ein wunderbarer Roman über jugendlichen Leichtsinn und dessen Folgen. Kombiniert mit einer zarten Liebesgeschichte ein toller und ausgefallener Jugendroman. Definitv zu empfehlen!

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    • 2
  • Eine einfühlsame und zarte Liebesgeschichte mit einem ungewöhnlichen ernsten Hintergrund

    Viel näher als zu nah

    MarensBuecherwelt

    26. December 2017 um 19:49

    Partys und das Aufreißen von Mädchen gehören zu den größten Hobbys des Hauptprotagonisten Lucas. Mit seinem besten Freund Ben sind die beiden Jungs die Draufgänger in ihrer Stadt und genießen das Teenagerleben in vollen Zügen. Auf einer Party lernt Lucas Fey kennen, ein witziges und sehr sympathisches Mädchen mit einer Vorlieben für ausgefallene Haarfarben. Auf beiden Seiten knistert es und für Lucas ist es ganz ungewohnt, dass er seit der Begegnung keinen anderen Gedanken mehr fassen kann. In seinem Hochmut überredet er seinen Freund Ben, ein spontanes Motorradrennen zu starten: Ein großer Fehler, denn kein anderer als Fey und ihre beste Freundin sitzen im Auto, das in den schweren Unfall verwickelt wird.Lucas ist zu Beginn ein schwieriger Charakter. Er schätzt das Leben der anderen Menschen nicht und weist jede Verantwortung des Lebens von sich ab. Über Reue und die Konsequenzen seines Handeln verliert er keinen einzigen Gedanken. Meine ersten Gefühle ihm gegenüber als Leser waren: Hass, Verachtung und Verständnislosigkeit. Als Leser muss man ihn einfach unsympathisch finden. Doch als ihm schonungslos vor Augen gezeigt wird, was er mit seinem jugendlichen Leichtsinn ausgelöst hat, wird ihm bewusst, dass er einen Fehler begangen hat - einen schweren Fehler. Als Leser bekommen wir mit, wie Lucas daraufhin eine starke Charakterentwicklung vollzieht, da er merkt, dass er mit seiner draufgängerischen Art und seiner jetzigen Einstellung nicht mehr wie gewohnt durch das Leben stolzieren kann. Kann er über seinen eigenen Schatten springen und sich seinen Konsequenzen stellen?Feys Charakter ist einfach eine Wucht! Durch die Perspektive von Fey erleben wir als Leser noch die Sicht "des Unfallopfers". Natürlich verspürt sie Lucas gegenüber einen tiefverwurzelten Hass, den ich auch voll und ganz nachvollziehen kann, aber nach und nach, und das ist sehr spannend zu erleben, stürzen ihre Schutzwände, die sie sich nach dem Unfall aufgebaut hat, ein. Fey ist nicht nur das Mädchen mit den bunten Haaren, sondern Fey, die außerhalb des Unfalls eine Geschichte zu erzählen hat. Ich mochte die aufgeweckte Fey auf Anhieb und da die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Lucas geschrieben ist und Fey nur wenige Perspektivenwechsel einnimmt, hat mich das traurig gestimmt. Ich hätte mir mehr von Feys Sicht gewünscht.Was dieses Buch von den anderen Büchern abheben lässt, ist dass die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Hauptprotagonisten eine enorme Stellung in diesem Buch einnehmen. Handlungen, die das Buch ins Rollen bringen, gibt es wenige - was mich ein wenig gestört und irritiert hat. Die Autorin konzentriert sich eher auf Dialoge und die Innenwelt der Charaktere und genau das finde ich so berührend an diesem Buch, denn als Leser fragt man sich dadurch andauernd, wie man sich an Feys Stelle verhalten würde? Würde ich Lucas bis aufs Blut hassen, oder auch Gefühle für ihn entwickeln? Das Thema "Unfall und Liebe" in Verbindung zu stellen, ist eben Kopfsache. Angela Kirchners Schreibstil passt hier einfach super, denn sie kann mit wenigen Worten, präzise beschreiben, wie ihre verwirrte und auf den Kopf gestellte Gedankenwelt nach dem Unfall wirklich aussieht. Durch ihren Schreibstil konnte ich mich vollends in Lucas und Fey hineinversetzen und vor allem den psychischen und physischen Schmerz, den der Unfall verursacht, spüren.Mein Fazit:Ich gebe dem Roman "Viel näher als zu nah" 4/5 Herzen. "Viel näher als zu nah" erzählt eine einfühlsame und zarte Liebesgeschichte mit einem ungewöhnlichen ernsten Hintergrund. Die Hauptprotagonisten durchleben nach dem schweren Unfall eine emotionale Achterbahn und die Autorin ist ein Ass darin, deren Gefühls- und Gedankenwelt dem Leser zu übermitteln. Ich muss leider einen einzigen Punkt in der Bewertung abziehen, weil das Ende für mich zu plötzlich kam, ich mir öfter die Geschichte aus der Sicht von Fey gewünscht habe und es mir mehr an Handlung fehlt. Trotz alledem hat mich das Buch sehr berührt und ich bin mir sicher, dass die Story noch nach Jahren in Erinnerung bleiben wird. Story ♥♥♥♥/5Charaktere ♥♥♥/5 Gefühle ♥♥♥♥/5Spannung ♥♥♥/5Schreibstil ♥♥♥♥♥/5 Ende ♥♥♥/5

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    • 2
  • Jugendlicher Leichtsinn - die Folgen - und vor allem die aufkommenden Gedanken

    Viel näher als zu nah

    teilzeitbaeuerin

    25. December 2017 um 10:03

    Jugendlicher Leicht-(Wahn-)sinn verleitet Lucas zu einer unbedarften Handlung, dessen Folge drei schwer verletzte Jugendliche sind. Nach dem Krankenhausaufenthalt kreuzen sich immer wieder die Wege von Lucas, dem Verursacher, und Fey, dem unschuldigen Opfer, des Unfalls. Die aufgestauten und nicht-wahrhaben-wollenden Worte und Gefühle prallen dabei ständig aufeinander. Angela Kirchner ist hier ein wirklich tolles Jugendbuch gelungen. Die Hauptpersonen sind präzise charakterisiert und altersgemäß wiedergegeben. Der Sprachstil passt sich der Protagonisten- und der Ziellesergruppe sehr gut an und trifft die Gedanken und Gefühle beider Seiten sehr genau. Besonders Augenmerk verdient meiner Meinung die Haptik des Umschlags (hat mit dem Inhalt nichts zu tun, ist ein Extraplus): Ein dicker Kartondeckel, mit Textilband gebunden und eingeprägten, glatten Buchstaben - sehr ansprechend.

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  • Ein einziger Moment kann dein Leben verändern

    Viel näher als zu nah

    101Elena101

    23. December 2017 um 11:32

    Inhalt: Nie hätte Lucas gedacht, dass sich sein Leben am Abend der Party so vollkommen verändern würde. Dabei wollte er niemals jemanden verletzen. Er hat nur nicht nachgedacht. Fey ist mit ihrer Freundin unterwegs, um von der Party nach Hause zu kommen, doch ihr Auto gerät mitten in ein verbotenes Rennen zwischen zwei Motorrad-Fahrern. Der Unfall hat weitreichende Konsequenzen und Fey sollte Lucas mehr hassen, als jeden anderen Menschen. Und doch fühlen sich beide zueinander hingezogen, treffen immer wieder aufeinander. Kann aus solch einer unangenehmen Situation wirklich Liebe entwachsen?   Meine Meinung: Das wunderschöne Cover zieht so einige Blicke auf sich. Es ist pink-glänzende, eingeprägte Schrift auf einem Einband aus harter Pappe. Durch die daraus resultierende Bindung der Seiten, lässt sich das Buch super aufschlagen und unverkrampft lesen. Im Fokus stehen Lucas und Fey, aus derer beiden Sichtweisen die Geschichte geschildert wird. Beide geraten gemeinsam in einen Unfall, der ihre Leben verändert. Durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin kann man als Leser selbst bei Panikattacken gut nachvollziehen, was die Charaktere durchmachen, selbst wenn man selbst nie in ihrer Lage war. Die Charakter-Veränderungen, die durch die Situation herbeigerufen werden, wurden gut dargestellt, auch wenn man die Protagonisten manchmal schütteln wollte, denn Fey läuft ständig weg, sobald die Situation mit Lucas schwierig wird und Lucas hat in Feys Gegenwart oft keine Worte mehr und stottert vor sich hin. Würden sie einfach mal miteinander reden, wäre alles viel einfacher, aber dann wäre dies auch kein Jugendbuch und die Geschichte schnell vorbei ;). Dadurch, dass die äußeren Geschichten stark zurückgeschraubt werden, um den Unfall und dessen Konsequenzen und die damit einhergehende Entwicklung vor allem in Lucas Charakter in den Fokus zu stellen, ist die Handlung an sich nicht viel. Da hätte ich mir vor allem bei den sympathischen Nebencharakteren mehr Einfluss gewünscht, denn diese hätten definitiv mehr Potenzial gehabt. Trotz der etwas fehlenden Handlung ließ sich die Geschichte sehr gut lesen und auch wenn es um ein ernstes Thema geht, wird dieses nicht allzu düster dargestellt, was ich bei einem Jugendbuch gut gewählt finde. Die Autorin schafft es, das Thema beim Leser anzubringen, ohne es zu verharmlosen oder aber andererseits zu ernst für das Genre zu gestalten.   Fazit: Tolles Cover, bildhafter Schreibstil mit einigen schönen Sätzen und süße Geschichte. Etwas mehr Handlung und es wäre perfekt.

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  • Gefühlskonflikte, Selbstzweifel und die Liebe

    Viel näher als zu nah

    EmmyL

    20. December 2017 um 13:04

    Lucas und sein Freund Ben sind die Wingmen. Stars auf jeder Party, stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und nie um einen coolen Spruch oder ein schiefes Lächeln verlegen. Sie fahren sehr gern Motorrad und die Mädchen liegen ihnen zu Füßen. Nach einer Party veranstalten die Beiden ein wildes Motorradrennen, was mit einem schweren Verkehrsunfall abrupt endet. Lucas landet schwer verletzt und traumatisiert im Krankenhaus. Obwohl sich Ben viel Mühe gibt, seinen Kumpel aus der Lethargie zu reisen, gelingt es ihm nicht. Lucas Wunden verheilen sehr gut aber der Unfall hat Narben auf seiner Seele hinterlassen, die es ihm unmöglich macht zu seiner früheren Unbeschwertheit zurückzufinden. Besonders schwer lastet die Schuld auf seinen Schultern. Sie raubt ihm die Freude am Leben, lässt ihn nachts nicht schlafen und behindert seinen Blick in die Zukunft. Um endlich Erleichterung zu finden, will sich Lucas bei seinen Opfern entschuldigen. Leider ist das viel leichter gedacht, denn sein Opfer ist ihm nicht unbekannt. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, stellte ich mir als erstes die Frage: Warum ist die Schrift auf dem Cover in glitzerndem Pink? Allein durch diese Covergestaltung zielt das Buch auf einen ausschließlich weiblichen Leserkreis. Dabei steht vor allem Lucas mit seinem schlechten Gewissen, den Schuldgefühlen und der Pflicht Verantwortung übernehmen zu müssen im Zentrum der Handlung. Die Geschichte zeigt, dass leichtsinnige Handlungen schwerwiegende Folgen haben können. Sie zeigt auch auf mit welchen inneren Konflikten Opfer und Täter konfrontiert werden. In jedem Fall ist das Buch auch für Jungs eine interessante Leseempfehlung. Die Handlung wird abwechselnd von Lucas und Felicitas in der Ich-Form im Präsens erzählt. Jede Situation erhält so zwei individuelle Perspektiven, die es dem Leser unmöglich machen Partei zu ergreifen. Jede Handlung ist nachvollziehbar und aus der Situation des Betroffenen heraus auch verständlich. Gefühlskonflikte, Selbstzweifel, Gedanken sind ironisch, leidenschaftlich und manchmal auch witzig zu lesen. Der Text ist fließend, locker, am jugendlichen Sprachgebrauch orientiert. Das Buch eignet sich für Mädchen und Jungen ab 14. Es kann durchaus auch im Unterricht Verwendung finden, um über Verantwortung, Schuldeingeständnis oder Unfalltrauma zu sprechen.  

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    • 4
  • eine tolle Idee und ein einnehmender Schreibstil. Dennoch konnte es mich nicht ganz überzeugen

    Viel näher als zu nah

    Pearsson

    16. December 2017 um 16:27

    Zitat:"Seine Pupillen weiten sich, verschlucken das Grau seiner Iris beinahe völlig. Ich kann sehen, was für einen Lärm meine Worte in seinem Kopf veranstalten." Seite 88 Meinung:Die Geschichte von Fey und Lucas beginnt auf einer Party, auf der sie sich kennenlernen. Gerade von seiner neuesten Eroberung versetzt, trifft der Jungmacho Lucas auf Fey, die alleine im Garten sitzt. Doch obwohl zwischen den beiden sofort eine gewisse Spannung zu spüren ist, endet der gemeinsame Abend der beiden recht abrupt, ohne dass er ihren Namen erfahren hätte. Auf dem Heimweg liefern sich Lucas und sein bester Kumpel Ben ein Motorradrennen, das leider in einem schweren Unfall endet. Lucas und ein Mädchen aus dem Auto werden schwer verletzt, das zweite Mädchen liegt sogar im Koma! Und ganz getreu dem Motto "Karma is a bitch" ist Fey natürlich eine der beiden Betroffenen..."Viel näher als zu nah" ist eine Geschichte über Schuld, dem Umgang damit, Liebe und dem Weg zurück ins Leben. Thematisch hat es mir sehr gut gefallen und auch der Schreibstil konnte mich komplett einnehmen. Leicht, jugendlich und mit einer guten Prise Humor es schafft Angela Kirchner, diese schweren und ernsten Themen immer wieder angenehm aufzulockern. Was mir sehr gut gefallen hat sind die Perspektivenwechsel zwischen Fey und Lucas, die sich durch eine unterschiedliche Schriftart auch sehr gut auseinanderhalten lassen. Den größeren Teil erleben wir jedoch aus Lucas´ Perspektive, was mir persönlich -aus zwei Gründen- besonders gefallen hat. 1. macht Lucas im Verlauf der Geschichte eine sehr angenehme Wandlung durch. Während er sich zu Beginn eher noch als ein kleiner Draufgänger mit prolligen Ansätzen zeigt, wird er mit jeder gelesenen Seite ernster und bodenständiger. Das fand ich nicht nur für den Charakter positiv, sondern wirkte auf mich auch authentisch, wenn man Themen wie Schuld und Schmerz im Hinterkopf hat.2. bin ich mit Fey über nahezu das ganze Buch hinweg leider nicht ganz warm geworden. Sie war mir etwas zu sprunghaft, widersprüchlich und forsch. Oder würdet ihr euch selbst -bei jemandem, den ihr hasst und mit dem ihr normalerweise nicht reden wollt- zum Xbox-spielen einladen? Oder dessen Vater fragen, ob er euch nach Hause fährt? Also ich nicht!Selbstverständlich verstehe ich ihr inneres Dilemma! Einerseits mag sie Lucas und andererseits nicht, denn schließlich ist er ja schuld an dem Unfall. Aber ihre Aktionen waren mir leider oftmals etwas zu überzogen oder unglaubwürdig.Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen, denn es punktet mit Schreibstil, Grundidee und Emotionen. Leider muss ich jedoch auch zugeben, dass es mir manchmal zu vorhersehbar und konstruiert wirkte. Ab dem Unfall treffen sich die beiden andauernd wieder, stolpern von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen und ihre Gefühle füreinander sind mir persönlich zu lange etwas zu sprunghaft.

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    • 2
  • Tolles Jugendbuch

    Viel näher als zu nah

    SillyT

    07. December 2017 um 16:52

     Lucas Svensson, cool, gutaussehend, beliebt und von seinem besten Freund Ben nur Captain - Cap - genannt, hatte sich die Party anders vorgestellt, denn eigentlich hatte er vor, heute Suzie abzuschleppen. Doch diese muss ihre beste Freundin trösten und so tingelt Lucas ein wenig allein durch das Partygedrängel. Auf der Terrasse lernt er ein Mädchen kennen und diese beeindruckt ihn durch ihre Art, doch leider müssen sowohl Lucas als auch die Unbekannte die Party verlasssen. Auf dem Heimweg mit dem Motorrad neckt Lucas Ben soweit, dass die Beiden sich ein Rennen liefern. Zum Glück ist es Nacht und ausserhalb der Stadt, doch plötzlich tauchen im Dunkeln Rücklichter auf, ein Autor. Während es Ben mit einem gewagten Manöwer gelingt, das Autor noch zu überholen, rammt Lucas dieses. Im Krankenhaus wacht er mit unzähligen Verletzungen auf und muss sich eingestehen, mit seiner leichtsinnigen Handlung auch andere gefährdet zu haben, denn die beiden Insassen des Autos, zwei junge Frauen, wurden ebenfalls beide schwer verletzt. Von schlechtem Gewissen geplagt, besucht er nach seiner Entlassung die junge Frau, die ebenfalls nach Hause durfte und die Überraschung ist groß, als er sie zum ersten Mal sieht.Meine Meinung: Dieses Jugendbuch ist allein durch seine ganz spezielle Optik ein richtiger Hingucker und spontan fällt mir auch kein weiteres Buch ein, das so besonders gestaltet wurde, allein dafür würde es sich schon lohnen. Doch auch der Inhalt kann sich sehen lassen und das nicht zu knapp. Angela Kirchner hat mich überrascht und zwar so richtig, denn bereits auf den ersten Seiten gelingt es der Autorin, mich mit ihrem sehr flüssigen Schreibstil zu fesseln. Dabei bleibt sie auch sprachlich locker, leicht und jugendlich modern, also auch perfekt für die Zielgruppe. Doch auch erwachsene Leser, vor allem die, die Jugendbücher mögen, dürften hier auf ihre Kosten kommen.Das Thema dieser Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es geht hier ein wenig um Schuld und Reue nach einer mehr als leichtsinnigen Handlung. Lucas gehört zu den eher privilegierten Teenagern und ist allseits beliebt, das spürt man sehr gut zu Beginn durch sein Aufreten. Doch der Dämpfer kommt schnell und genau das ließ mich kurz innehalten, denn ich gebe zu, dass ich anhand des Klappentextes eher auf einen typischen Jugendroman getippt hätte. Aber hier gibt es ganz viel Tiefgang, Momente zum Nachdenken, aber auch Momente zum Schmunzeln. Es ist alles so gut aufeinander abgestimmt, dass man sich einfach wohlfühlt mit der Geschichte. Aus abwechselnder Perspektive lässt die Autorin ihre beiden Protagonisten in der Ich-Form erzählen. Allerdings hat hier Lucas durchaus den größeren Part der Beiden bekommen. Genau das hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich das Denken und Handeln von Lucas sehr gut nachvollziehen, wurde aber durch Fey immer mal wieder zurückgeholt, wenn sie beschreibt, wie sie empfindet. Man hat hier dank der unterschiedlichen Sichtweisen auch selber immer wieder die Gelegenheit, das Geschehen von allen Seiten zu betrachten und über auch die jeweiligen Sichtweisen nachzudenken. Wie so oft im Leben ist nicht alles schwarz oder weiß und manchmal muss man über seinen Schatten springen. Genau das hat Angela Kirchner mit sehr viel Gefühl hervorgeholt und rübergebracht.Die Charaktere machen es dann auch, dass dieses Buch im Kopf bleibt, denn vor allem Fey, aber auch Lucas sind ganz besonders. Sie wirken lebendig und authentisch, haben Ecken und Kanten und sorgen dadurch dafür, dass es nicht langweilig wird. Ich möchte gar nicht so viel über Lucas und Fey verraten, denn es lohnt sich hier einfach, sie selbst kennenzulernen.Neben den Beiden gibt es auch ein paar Nebencharaktere, wobei diese einfach hier perfekt auf das Gesamtbild einwirken. Sie geben Hilfe, sie lassen nachdenklich werden und bleiben doch eher im Hintergrund der Handlung.Mein Fazit:Ein unheimlich gut geschriebenes Jugendbuch, das mich völlig überrascht hat, da ich hier gar nicht unbedingt mit dieser Tiefe gerechnet habe. Doch die Autorin beschreibt mit viel Gefühl, wie aus jugendlichem Leichtsinn etwas wirklich furchtbares werden kann. Die Protagonisten haben mich hier überzeugen können, denn sie sind beide alles andere als oberflächlich, stattdessen laden sie gerade dazu ein, noch einmal über alles nachzudenken. Richtig gut umgesetzt und wirklich einnehmend geschrieben - Leseempfehlung!

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    • 2
  • Überraschend tiefgehend.

    Viel näher als zu nah

    jaymixtape

    06. December 2017 um 17:35

    Meine MeinungHandlungIch kannte den Klappentext oben nicht, daher wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Auf der Rückseite des Buches sind nämlich nur zwei kurze Zitate, die nicht viel aussagen, aber neugierig machen. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich den Klappentext nicht kannte, denn sonst wäre ich mit einer anderen Einstellung an das Buch gegangen. So hat mich die Entwicklung direkt überrascht. Die Handlung setzt vor dem Unfall ein und wir lernen Lucas in seiner gewöhnlichen Umgebung kennen. Er ist ein typischer Teenager, liebt Partys und Motorradfahren. Ein Rennen endet in einem Unfall, das wiederum sein Leben komplett umkrempelt. Er weiß nicht, wie er mit dem, was er verursacht hat, umzugehen hat. Dann trifft er Fey wieder und alles wird noch komplizierter. Mir gefiel die Entwicklung. Natürlich war es irgendwie: Der Zufall ist doch zu groß, aber manchmal schreibt das Leben komische Geschichten. Deswegen ist es wohl nicht zu weit hergeholt.  Es ist ein Roman, der sich mit vielen Themen beschäftigt. Junge Liebe ist nur eines davon. Der Umgang mit Schuld. Probleme mit Eltern. Freundschaft. All das finden wir hier. Er wird aus zwei Perspektiven geschildert. Jedoch nimmt Lucas den größeren Erzählraum ein, was auch mal sehr angenehm war. Ich kann mich nicht daran erinnern, welches das letzte Buch war, dass ich aus der Sicht eines männlichen Erzählers gelesen habe (der den meisten Raum angenommen hat, meine ich). Dementsprechend ist es eine Geschichte, die Tiefgang hat, aber gleichzeitig Süaß macht zu lesen. Sie versüßt einem den Nachmittag. Gleichzeitig hat sie mich an einigen Stellen zu Tränen gerührt. Das Ende fand ich sehr schön, aber schade fand ich, dass nicht alles aufgelöst wird. Eine Sache blieb meiner Meinung nach offen. CharaktereZunächst war mir Lucas nicht so sympathisch. Er wirkt wie ein oberflächlicher Teenager, der nichts als den nächsten Hookup im Kopf hat. Allerdings ändert sich das schnell mit dem Unfall. Es war interessant, seine Entwicklung, seine Gedanken und Gefühle mitzuverfolgen. Er wurde sympathischer, je mehr er sich mit allem auseinander setzte. Fey dagegen bleibt gerade anfangs ein großes Rätsel. Sympathisch, aber launisch. Erst als ihr Hintergrund erklärt wird, versteht man sie. SchreibstilDiese Geschichte wurde mit einem jungendlich-leichten Stil unterstrichen. Mich hat er ziemlich schnell in die Geschichte gezogen. Mein Fazit: "Viel näher als zu nah" ist ein Jugendroman mit Tiefgang. Mich hat er ehrlich gesagt positiv überrascht, aber ich war auch sehr froh, dass ich nicht gewusst habe, was auf mich zukommt. Er hat mich emotional berührt und gut unterhalten.

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