Angela Mohr Ada - Im Anfang war die Finsternis

(30)

Lovelybooks Bewertung

  • 43 Bibliotheken
  • 7 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(18)
(7)
(1)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Ada - Im Anfang war die Finsternis“ von Angela Mohr

Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt - bis Lucaauftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten: Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet?

Einfach grandios 💫

— leemaree
leemaree

Ein Buch, dass einen wirklich mitreißt und einfach sprachlos zurück lässt. Definitiv zu empfehlen

— LaurainWonderland
LaurainWonderland

Ein sehr gutes Buch!

— kleine_welle
kleine_welle

Wurde vom Inhalt überrascht! Schade ist nur, dass nicht ersichtlich ist, dass es sich um ein Buch über Sekten handelt. Spannend geschrieben!

— Mira20
Mira20

Irgendwie habe ich etwas anderes erwartet. Die Story ist nicht schlecht, hat mich aber nicht in ihren Bann gezogen.

— QueenSize
QueenSize

Merkwürdig. Konstruiert. Handlungen der Hauptfiguren sind nicht nachvollziehbar

— QueenDebby
QueenDebby

Kompliment an die Autorin. Ein ausgezeichnetes Buch!

— J-B-Wind
J-B-Wind

Düster, erschreckend, überraschend und doch so authentisch. Eine Meisterleistung der Autorin!

— Wildpony
Wildpony

Völlig anders als erwartet....

— Ramira
Ramira

Ein schönes, erschreckendes und wichtiges Buch, welches aufklärt aber auch den Unterhaltungswert nicht aus den Augen verliert. 5/5 Sterne

— Lenneth88
Lenneth88

Stöbern in Jugendbücher

GötterFunke - Liebe mich nicht

Wow, mitreißend, Spannend einfach super! habe es in einem durchgelesen! ich liebe, liebe, liebe es und freue mich sehr auf den zweiten Teil!

Theresa-H-C

Cloud

Was für eine erschreckende Vision der Zukunft. Ein seichter Anfang mit einem atemberaubenden Ende!!

MiraxD

Cat Deal

Ein aussergewöhnliches Buch, das mich sofort gepackt hat!

Jinscha

Cat Deal

Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung von "Cat Deal" gefreut. Leider konnte mich Band 2 nicht überzeugen.

Jinscha

New York zu verschenken

Mal was Neues

Bjjordison

Aquila

Ging richtig gut los und wurde dann zum Schluss leider immer unglaubwürdiger und konstruierter.

beyond_redemption

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein realistischer Jugendroman, der zum Nachdenken anregt

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    melanie_reichert

    melanie_reichert

    13. March 2017 um 16:22

    „Ada“ ist ein realistisches Jugendbuch, das nicht nur durch sehr authentische Charaktere überzeugen kann, sondern auch noch eine ernste Hintergrundstory bietet, die mich vollkommen überzeugen konnte. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert und wechselt immer wieder zwischen den Perspektiven in der direkten Ich-Form, was durch Nennung der Namen in der Überschrift erfolgt. Dieser Wechsel zwischen den Charakteren war sehr gut gelungen, weil man so immer das Eindruck hatte, direkt in die Gefühlswelt der einzelnen Personen eintauchen zu können. Gerade bei Ada hat das Sinn gemacht, da sie eine für sich vollkommen neue Welt entdecken muss und wir dies so ungefiltert miterleben. Der Schreibstil ist absolut fesselnd, denn ich habe das Buch praktisch nicht aus der Hand legen können. Ada hat mir als Protagonisten sehr gut gefallen, weil ich sie direkt ab der ersten Szene in mein Herz schließen konnte. Sie ist einfach echt und authentisch. Man nimmt ihr jedes Wort und jede Handlung ab, ohne weiter darüber nachzudenken. Ada macht wohl auch die größte Wandlung im Verlauf der Story mit. Dabei geschieht dies zunächst einmal schleichend und wird dann klarer. Ich konnte vollkommen in ihre Geschichte ziehen lassen und habe mich mit Ada zusammen auf eine Reise begeben können. Diese Fähigkeit habe ich bisher nur bei wenigen Charakteren feststellen können, aber hier muss ich ein dickes Lob an die Autorin aussprechen. Luca hat einen guten Gegenpol zu Ada gebildet, wobei sich dass ab einem gewissen Punkt geändert hat, da sich rausstellt, dass die beiden doch nicht so verschieden sind. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und sind ganz bestimmt nicht perfekt. Auch bei den Nebencharakteren hat ein wirklich gutes Charakterbuilding stattgefunden, was vor allem auf die Personen im Dorf zutrifft. Ich konnte mir diese Gemeinschaft tatsächlich vorstellen und habe den Leuten ihre jeweilige Rolle abkaufen können. Dabei wurde der Fokus noch nicht mal großartig auf irgendwelche Fakten aus der Vergangenheit gelegt, sondern wir habens die Leute ganz echt im Hier und Jetzt kennenlernen dürfen. Die Spannung war durchgängig vorhanden, was – wie schon erwähnt – dazu geführt hat, dass ich das Buch praktisch nicht aus der Hand legen durfte. Wir bekommen mehr als eine Überraschung und Wendung geboten und selbst wenn das nicht gewesen wäre, hätte mich die Autorin allein durch Adas Geschichte fesseln können, weil man einfach wissen möchte, wohin sie ihr Weg führt. Da das Buch teilweise auf den Erfahrungen der Autorin beruht, ist das Hintergrundthema gleich doppelt emotional. Zum einen hat mich Adas Einzelschicksal unglaublich berührt und zum anderen ist das Thema an sich sehr ernst. Man denkt immer, dass solche christlichen Sekten nur in Amerika oder ganz weit weg bestand haben, aber nein, Frau Mohr führt uns vor Augen, dass es solche Gruppierungen durchaus auch direkt vor unserer Haustür in Deutschland gibt und das Thema, weil es unbequem ist, viel zu oft totgeschwiegen wird. Ich konnte mich vollkommen auf diesen emotionalen, dramatischen, offenlegenden und fesselnden Roman einlassen, weil ich bereit dazu war, mit auf Adas Reise zu gehen. Für mich eine klare Leseempfehlung und eine Geschichte, die ich auch in Zukunft noch gerne weiterempfehlen werde.

    Mehr
  • Die Geschichte ist ein Erlebnis, das nachwirkt.

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Damaris

    Damaris

    06. December 2016 um 17:55

    "Ada" ist eine realistische Geschichte, was ich aufgrund des düsteren und geheimnisvollen Buchäußeren nicht unbedingt erwartet hätte. Es hat etwas sehr Anziehendes, das Buch, und verfehlt seine Wirkung nicht. Was sehr interessant und auch mysteriös beginnt, wird zu einer Handlung, bei der man sich mehrmals fragt, ob die Protagonisten im falschen Film gelandet sind. Und genau so ist es wohl.Luca hat große familiäre Probleme. Seine Mutter und er leben in dauernder Angst vor dem gewalttätigen Vater. Als ihnen endlich die Flucht gelingt, und sie nicht wissen, wohin sie gehen sollen, stehen ihnen sofort liebe Menschen zur Seite. Hilfsbereit bieten sie an, Luca und seine Mutter in einem Dorf, versteckt im Wald, unterzubringen. Um nicht wieder zum Vater zu müssen, und weil seine Mutter sehr fasziniert von den freundlichen Fremden ist, willigt Luca ein und nimmt sogar das seltsame strenggläubige Leben dort in Kauf.Ada kennt nur das Leben im Dorf. Hier fühlt sie sich sicher und geborgen. Die Gemeinschaft mit Gott und den Dorfbewohnern, ihre streng definierten Aufgaben und Meinungen, geben ihr Halt. Aufkommende Zweifel kämpft Ada sofort nieder. Als Luca ins Dorf kommt und Ada manches in Frage stellt, gerät sie ins Visier der Ältesten.Angela Mohr schreibt mit eindringlicher Passion über ein Thema, das aufwühlt, an die Seiten fesselt, und in vielen Lesern Unverständnis hervorrufen wird. Das soll es auch, denn das Szenario ist realistisch und benötigt dringend Aufklärung. Ein positiver Nebeneffekt des belletristischen Romans. Es beginnt noch recht harmlos, seltsam zwar, aber eventuell zu tolerieren. Bis dann klar wird, was wirklich hinter dem Dorf, und den dort praktizierten Lehren, steckt. Ich war dankbar für Luca, der sich, auch wenn er einen äußerst schwierigen Hintergrund hat, als verlässliche und hinterfragende Konstante entpuppt.Gegen Ende kommt recht viel zusammen. Fragen werden geklärt, Mysterien gelöst und Dinge aufgedeckt. Jedoch geht das schnell und bleibt zuweilen etwas vage. Da der Roman im Mittelteil mehr in die Tiefe geht, hätte ich am Ende gerne noch von den Verantwortlichen gelesen, bzw. mehr erlebt, statt Situationen erzählt zu bekommen. Hier könnte man locker noch ein weiteres Buch anhängen. Dennoch kann man mit dem Ende leben, die Geschichte hat einen hoffnungsvollen und aussichtsreichen Schluss.Zusammengefasst:"Ada: Im Anfang war die Finsternis" ist ein mitreißender, toll geschriebener Roman, dessen realistische Umsetzung für Gänsehaut sorgt und nicht selten erschreckt. Es ist schon unheimlich, was Menschen bereit sind zu glauben, bzw. was ihnen suggeriert werden kann. Die Charaktere sind erstklassig dargestellt, man kauft ihnen jede Gefühlsregung ab. Auch wenn das Ende etwas überladen daherkommt, kann man den Schluss so stehenlassen, denn er ist positiv aussichtsreich. Das Buch ist ein Erlebnis, das nachwirkt.

    Mehr
  • Leserunde zu "Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen" von Angela Mohr

    Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen
    Arena_Verlag

    Arena_Verlag

    *** Manchmal ist das Glück nur einen Kuss entfernt *** Im neuen Jugendroman von Angela Mohr geht es um zwei Jugendliche, die sich auf der Flucht befinden. Behutsam freunden sie sich an. Wovor sie weglaufen? In erster Linie vor sich selbst ... Ein Roman über Schuld und Vergebung - und über eine verrückte, große Liebe für LeserInnen zwischen 14 und ca. 110 Jahren. Gleichzeitig ein rasanter Roadtrip, vielschichtig und humorvoll, der nur darauf wartet, von euch verschlungen, diskutiert und rezensiert zu werden. Und darum geht's: Nik rennt vor seinen Schulden davon. Aino vor ihrer Schuld. Nik ist fasziniert von diesem Mädchen mit der zerbrechlichen Stimme – und fassungslos. Denn Aino will ins Kloster und schweigen, für immer. Gestrandet im Nirgendwo schließen die beiden einen Pakt: Aino verpfeift Nik nicht, der in Dauerschwierigkeiten steckt. Und Nik zeigt Aino, was sie auf dieser Welt verpasst. Für 48 Stunden steigen die beiden aus ihrem Leben aus. Aber wie beweist man jemandem, wie schön die Welt ist – mit einem Banküberfall, einem Besuch in einem Sexshop oder einer Nacht im Wald? Sicher ist nur: Das Leben hat für die beiden einen ganz anderen Plan.   Bitte bewerbt euch bis Donnerstag, den 21. Juli, für diese Runde mit der Antwort auf die Frage: Was bedeutet für euch Glück? Wir losen am Freitag, den 22. Juli, die 10 Gewinner eines Leserunden-Exemplars aus - und bitten um etwas Geduld, falls es Nachmittag wird, bis der Gewinnerpost erscheint. Angela Mohr wird die Leserunde begleiten. Liebe Grüße! Angela Mohr & Arena

    Mehr
    • 239
  • Ich konnte es nicht weg legen

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Mizuiro

    Mizuiro

    04. July 2016 um 22:33

    Was für ein Tag! Ein Tag, an dem ich eigentlich ganz andere Sachen machen wollte... Dann dachte ich so, dass ich ja lange nicht mehr gelesen habe und dass ich mich doch für ein halbes Stündchen hinsetzen und ein neues Buch anfangen könnte. Ja. Plötzlich war es sechs Stunden später und das neue Buch war ausgelesen. Ich finde, das gilt schon als erster Pluspunkt für Ada. Im Anfang war die Finsternis. Ein zweiter Pluspunkt: Es ist eines dieser Bücher, die einen mit einem ganz merkwürdigen Gefühl zurück lassen. Eine Mischung aus Aufgewühltsein wegen der Handlung und ein bisschen Traurigkeit, weil man von dem Buch wieder Abschied nehmen muss. Eigentlich mag ich das Gefühl gar nicht. Und trotzdem mag ich das irgendwie an Büchern... wenn sie sowas mit einem machen können... Eigentlich möchte ich viel lieber weiter darüber schreiben, was das Buch in mir bewirkt hat, aber kurz will ich doch auch auf die üblichen Verdächtigen Schreibstil, Figuren eingehen. Der Schreibstil ist typisch für ein Jugendbuch: Relativ einfach gehalten, geradeso, dass er es schafft die Leser zu fesseln und in die Geschichte mitzureißen. Einfacher Stil ist gut für die Spannung! Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht verschiedener Figuren erzählt. Auch kein neuer Kunstgriff mehr, aber ich mag das sehr gerne! Dadurch ergeben sich immer so schöne Puzzleteile, die sich im Verlauf der Handlung mehr und mehr zusammen fügen. Das ist hier sehr gut gelungen, finde ich. Besonders lobend muss ich mich zu dem Prolog äußern, der die Handlung gleich zu Beginn und nur ganz kurz von einer Perspektive beleuchtet, die dann erst in der zweiten Hälfte des Buches wieder vorkommt. Schwierig, hier nicht zu spoilern... Jedenfalls hat mir dieser Aufbau der Geschichte sehr gefallen! Bei den Figuren will ich mich eher kurz fassen. Die Handlung wird hauptsächlich von den Protagonisten Ada und Luca erzählt und durch die Ich-Perspektive kann man sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern. Ihr Verhalten lässt sich sehr gut nachempfinden, was bei diesem Genre schon auch ab und zu mal nicht der Fall ist... Mein Fazit zu diesem Buch: Auch wenn das Thema Sekten in einem Jugendbuch eher nach der Sorte Lektüre klingt, die man gezwungen wird in der Schule zu lesen ist Ada doch richtig spannend! Neben der aufwühlenden Geschichte und der eindeutigen Kritik an fragwürdigen religiösen Gruppierungen klingt meiner Meinung nach auch ein bisschen Kritk an der postmodernen Gesellschaft durch. So gesehen wäre Ada vielleicht doch eine gute Schullektüre, hmmm. Auf jeden Fall hat mich das Buch unglaublich bewegt und gefesselt, eine gute Kombination und darum gebe ich ohne weitere Worte zu verlieren, fünf Punkte.

    Mehr
  • Es ist aufrüttelnd und macht sprachlos

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    aly53

    aly53

    02. November 2015 um 00:08

    Ada lebt in einer Welt, in der nur der Glauben und die Reinheit der Seele herrscht. Alles andere wird von Gott bestraft. Aber es gibt noch eine andere Welt, diese wird von Verderben und Krankheit bestimmt, so sagt man ihr. Hört sich wie ein schlechter Witz an, aber so ist es tatsächlich. Die Autorin bringt hier ein ganz wichtiges Thema auf und versteht es dies auch wirklich sehr anschaulich und intensiv darzustellen. Aber sie zeigt uns auch nur allzu deutlich wie leicht man hineingeraten kann und welche Aspekte uns zu Opfern machen. Besonders die Isolation und die Ängste verspürt man sehr deutlich. Aber auch die Abhängigkeit und die Zugehörigkeit. Ada ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie war mir gleich sympathisch. Man fühlt jede Sekunde mit ihr. Ihre Verwzeiflung, ihre Verlorenheit und ihre Ängste , nehmen uns ganz für sie ein. Sie ist in einer Welt gefangen, aus der es kein Entkommen gibt. Bis sie Luca trifft. Luca ist neu im Dorf und durch ihn erfährt sie, daß Kassian, ihr Bruder noch lebt. Ada lebte bisher im Glauben, er wäre tot. Luca hat in seinem Leben schon einiges mitgemacht und wurde nicht gerade mit Glück verwöhnt. Er tritt aus seiner Welt aus und betritt ein noch völlig unfassbarere. Plötzlich beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, aus der es kein entrinnen gibt. Ich kam gleich wunderbar rein in dieses Buch. Man ist sofort in dieser ganz besonderen Atmosphäre aus Düsterheit und Beklemmung gefangen. Man betritt eine Welt die anfangs kaum zu überblicken ist und die von Zeile zu Zeile immer unglaublicher und abgründiger wird. Anfangs wirkt noch alles schön und heil, aber je mehr man liest umso schrecklicher und klarer wird alles. Das ganze Ausmaß hat mich wirklich schockiert. Die ganze Berechnung die dahintersteckt, ist einfach unglaublich. Aber gleichzeitig dieses ganze kaum zu fassende Leid zu sehen, nimmt sehr mit. Die ganze Zeit fiebert und zittert man sehr mit Ada und Luca mit. Mit der Zeit wird es auch immer spannender und man betet förmlich darum, daß alles gut ausgehen möge. Anhand der guten Beschreibungen der Umgebungen, der Eindrücke und der Gedanken, sowie der Gefühle der Protagonisten, kann man sich alles sehr gut vorstellen. Diese Welt wird immer lebendiger. Der Abschluss wurde nochmal richtig explosiv und emotional und man würde am liebsten eingreifen in die Szenarie. Das Ende hat mir gut gefallen. Die Charaktere wirken allesamt authentisch und gewinnen immer mehr an Leben. Man kann ihr Handeln stets gut nachvollziehen. Die Handlung ist gut durchstrukturiert und baut aufeinander auf, am Ende wurde alles recht schlüssig. Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Ada und Luca, was sie noch mehr in den Fokus rückt und ihnen mehr Tiefe verleiht. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel sind normal gehalten . Über jedem Kapitel steht der Name von dem, aus deren Sicht wir es erfahren. Das hat mir recht gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, aber auch bildgewaltig und intensiv. Das Cover und der Titel passen gut zum Buch. Fazit: Ein gelungenes Werk über ein sehr wichtiges Thema, daß mit Haut und Haaren für sich einnimmt. Es ist spannend bis zum letzten Moment und entfesselt die Emotionen immer mehr. Es ist aufrüttelnd und macht sprachlos. Eine absolut klare Leseempfehlung. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

    Mehr
  • Leserunde zu "Ada. Im Anfang war die Finsternis" von Angela Mohr

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Arena_Verlag

    Arena_Verlag

    Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt – bis Luca auftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten: Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet? Bitte bewerbt euch bis Sonntag, den 23. August, für eines der zehn Rezensionsexemplare mit der Antwort auf die Frage: Welche Regel würdet ihr/hättet ihr in eurer Jugend gerne einmal gebrochen? Angela Mohr begleitet die Leserunde. Die Glücksfee schwingt am Montag Nachmittag ihren Stab über dem Lostopf. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und die Runde. Liebe Grüße Angela Mohr und Daniela (Arena)   PS: Hier geht es zur Leseprobe: http://www.arena-verlag.de/sites/default/files/product/leseprobe/Mohr_Ada_Leseprobe.pdf

    Mehr
    • 208
  • Im Anfang war die Finsternis!

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Sterny88

    Sterny88

    11. October 2015 um 23:59

    InhaltEine religiöse Gemeinschaft, tief verborgen in einem düsteren Wald, ist die Heimat von Ada. Trotz unheimlicher Gestalten, die die Gemeinschaft bedrohen, findet sie immer Halt in ihrem Glauben. Doch eines Tages taucht Luca auf und ihre sorgsam gepflegte heile Welt bekommt die ersten Risse… Meine Meinung Dieses Buch geht definitiv unter die Haut. Man lernt drei grundverschiedene Menschen kennen, die sich in ihren Verhaltensweisen und Motivationen völlig unterscheiden. Trotz dessen passt diese Konstellation sehr gut zu der Geschichte, die hier erzählt wird. Dabei muss ich einen Aspekt besonders hervorheben: die Erzählperspektive. Mir persönlich erscheint sie ungewöhnlich, was daran liegen mag, dass ich einen Ich-Erzähler nicht gewohnt bin. Ein personaler Erzähler ist anders, wobei anders nicht negativ gemeint ist, sondern eher andere Gefühle in mir hervorruft. Ich fühlte mich sehr nah an den Charakteren und ihren Schicksalsschlägen, habe mit ihnen gelitten und mit ihnen gehofft. Liz ist furchtbar verwöhnt, zickig und ehrlich gesagt die meiste Zeit unausstehlich. Den Einstieg in das Buch mit Liz zu gestalten finde ich durchaus mutig, denn ich habe schon nach wenigen Seiten gehofft, dass bald die Hauptperson das Ruder übernimmt. Die titelgebende Person ist Ada und damit für mich nur ein bisschen wichtiger als Luca, der sich als Sympathieträger der Geschichte herausstellt. Dieses Buch bringt es mit sich, dass alle drei Charaktere mit der Zeit aufeinander treffen. Ohne dieses Wissen könnte man Ada anfangs auch in eine völlig andere geschichtliche Epoche stecken. Ihr Leben wirkt mittelalterlich, während Luca eindeutig im Hier und Jetzt lebt. Zu Ada konnte ich nicht direkt einen Zugang finden. Schnell wird klar, dass sie einer extrem religiösen Gemeinschaft angehört und dementsprechend lebt. Da ich persönlich nichts mit Religiosität anfangen kann, graute es mir nach kurzer Zeit vor den wiederholenden „Phrasen“ aus der Bibel. Nach der Einführung von Luca in den Plot wird klar – dieses Buch ist unangenehm und geht mit unangenehmen Themen um. Leichter Stoff geht anders! Man muss sich darauf einlassen können und sich in die Charaktere hineinversetzen. Es wundert nicht, dass die Autorin Angela Mohr ähnliche Erfahrungen in ihrem Leben verarbeiten musste. Das Buch lebt von der Authentizität der Charaktere. Durch das ganze Buch begleiteten mich die unterschiedlichsten Emotionen: von Unverständnis, Mitgefühl und Aufregung über „Angst“ und Unmut war alles dabei.Da treffen Welten aufeinander, die man schwer in Worte fassen kann. Das Ende wirft einen dann vollends aus der Gefühls-Achterbahn. Ein kleines Manko an dem Buch muss ich noch erwähnen. Der Klappentext ist meiner Meinung nach viel zu ausführlich. Dort werden Dinge verraten, die erst nach der Hälfte des Buches Teil der Geschichte sind und Wendepunkte herbeiführen. Fazit Düstere, authentische und verstörende Geschichte. Dieses Buch zeigt auf, wie verletzlich Menschen sein können und wie sehr Einzelne das ausnutzen. Lesenswert! Kleiner Tipp zur Erinnerung: nicht! den Klappentext lesen.  

    Mehr
  • Ein sehr berührendes Buch das oft an die Grenzen geht....

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Wildpony

    Wildpony

    17. September 2015 um 11:27

    Ada. Im Anfang war die Finsternis   -  Angela Mohr Kurzbeschreibung Amazon: Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt - bis Luca auftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten: Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet? Mein Leseeindruck: Als da Buch am Anfang auf meine Wunschliste gewandert ist kannte ich nur o.a. Beschreibung und meine Vorstellungen von dem Buch waren irgendwie ganz anders als es sich dann beim lesen entwickelt hat. Ich bin aber keineswegs enttäuscht über diese Entwicklung, denn das Buch hat mich nicht nur total ergriffen gemacht, sondern gefühlsmäßig viel mehr bewegt wie ich es hier vielleicht zu Papier bringen kann. Es ist eine Achterbahn der Gefühle und oft hatte ich den dringenden Wunsch in die Geschichte eingreifen zu können und all das, was dort nach meiner Einstellung falsch läuft, korrigieren zu können oder die Bewohner des "Dorfes" aufzurütteln und die "Gehirnwäsche" rückgängig zu machen. Man bekommt als Leser tiefen Einblick in das Sektenleben, welches hier einfach nur verschleiert wurde und ist an manchen Stellen sehr geschockt. Vor allem ich als Mutter kann solche Einwände niemals nachvollziehen, das Kinder geschlagen werden müssen, um später Freude im Leben zu haben. Das sind für mich völlig kranke Vorstellungen und eigentlich unbegreiflich. Die Autorin Angela Mohr, die wohl selbst schon eine Glaubensgemeinschaft hinter sich gelassen hat, hat mit ihrer Geschichte bei mir voll den Nerv getroffen und mich wieder explizit an die Gefahren erinnert, welche solche Gemeinschaften für ein normales Leben bieten. Man verwechselt in Extrem-Situationen die Unterdrückung und Bevormundung mit dem Gefühl der Sicherheit. Eine sehr bedrückende und beängstigende Welt. Fazit: Ein Buch das mich von Seite zu Seite mehr gefesselt, bedrückt und doch neugierig auf weiter lesen gemacht hat. Nicht wirklich ein einfacher Stoff und gefühlsmäßig sehr intensiv. Kann das Buch aber unbedingt weiter empfehlen - jedoch mit dem Hinweis darauf das es an die Seele des Lesers geht. Es ist auf jeden Fall kein einfaches Jugendbuch und auch bei mir als ältere Leserin hat es seine Spuren hinterlassen. Anfügen muss ich auch wie perfekt das Cover zu der bedrückenden Stimmung das Buches passt. Das fällt einem aber erst während dem lesen so richtig auf. 5 Sterne für ein heikles düsteres Thema und eine sehr gute Umsetzung!

    Mehr
  • Ich habe es geliebt!

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    17. September 2015 um 05:54

    Meinung Ein ABSOLUTES Wunschbuch, seit ich es auf Facebook entdeckt hatte und obwohl ich wenige Infos erstalken konnte, war ich scharf auf die Story!!! JA, das packen nicht viele Bücher aber dieses hier, es KLANG einfach so abgedreht anders, besonders, so, als würde die Finsternis nur auf mich warten und mich mit ihren geheimnisvollen Armen empfangen und umschlingen wollen. „Ada. Im Anfang war die Finsternis“ und ich lief in sie hinein, ohne zu wissen, was mich wirklich erwarten könnte. Lief ich in mein Verderben oder überlebte ich das Buch? Regel Nummer 1, damit ihr die „Aura“ und Stimmung des Buches mit seiner ganzen „Wirkung und Sog“ wahrnehmen könnt: LEST EUCH NICHT DEN KLAPPENTEXT DURCH! LASST EUCH BLIND DRAUF EIN! VERTRAUT MIR!! ICH HAB IHN ABSICHTLICH AM ENDE EINGEFÜGT, WEIL ICH VORHER AUCH KAUM INFOS DURCHSICKERN GELASSEN HABE UND DANN VERWIRRT INS BUCH EIN- UND BEGEISTERT INS BUCH AUSGESTIEGEN BIN! Zugegeben: Etwas verwirrt wurde ich auf den ersten Seiten mit drei unterschiedlichen Protagonisten konfrontiert, bei denen ich mir keinen Reim auf deren Zusammengehörigkeit erdenken konnte. Eine zickige Teenagerin, eine Mutter, die, wenn es nach ihrer Tochter geht, alles falsch macht und dann noch das komische Mädchen, welches auf einer Parkbank völlig weggetreten rumsitzt und nicht in diese Welt passte. HÄÄ?? Wo blieb die Hauptprotagonistin Ada, deren Name auch den Buchtitel zierte? Aber je mehr man liest, und kennenlernen darf, sich dann auch an diesen klasse Schreibstil lechzen kann, je mehr erkennt man, dass alles Zusammenhängt, jeder seinen Platz zugeteilt bekommt. Ich möchte gar nichts vom Inhalt preisgeben, muss aber doch kritisieren, dass es meinetwegen NOCH mehr an Seiten und Einblicke Vergessen, welches Genre es sein könnte, wie lange man liest und das man gefährlich tief in das Geschehen miteingebunden wurde: Ein Buch, dass man einfach NICHT MEHR AUS DER HAND LEGEN KANN! Regel Nummer 2, und das sage ich kurz und knapp: Ja, das Buch kommt ANFANGS so rüber, als sei es irgendwie der kleine Bruder von einem Film, dessen Name ich nicht nennen werde, aber vergesst die sch**** und lasst euch drauf ein. Das Rad kann nicht neu erfunden werden UND das Buch glänzt so viel mehr als dieser Film, weil es eben seine eigene (viel bessere) Seele in sich trägt. Regel Nummer 3, und die wird euch am meisten weiterhelfen: IHR WERDET ES LIEBEN, WENN IHR JUGENDDRAMEN UND ANDERSARTIGKEIT LIEBT! PUNKT! ICH habe es geliebt, weil ich drauf stehe, und ihr werdet es lieben, weil ihr drauf steht. Das ist eine Tatsache, der können wir alle nicht entfliehen. Ich möchte es ja nicht hypen, aber die Story und Protagonisten waren in dieser Finsternis das Licht, welches Hoffnung spendete. Sie entwickelten sich, werden mit der Wahrheit und den Lügen um sie herum konfrontiert und es schmerzt, selbst nichts tun zu können, nicht ins Geschehen eingreifen zu dürfen und einfach dazusitzen und sie mit dem weiterlesen zu unterstützen. Angela Mohr hat es meiner Ansicht nach wirklich geschafft, die Liebe ins Detail zu stecken, Finsternis anfassbar zu machen und die Verletzbarkeit jeder ihrer Protagonisten zum Leiden nahe zu bringen! WOW. EINFACH NUR WOW! Fazit Die Idee mag nicht neu und für einige an den Film, dessen Name ich hier nicht nennen werde, erinnern, aber die charakterstarken und authentischen Protagonisten, sowie das ausbalancierte Zusammenspiel zwischen dem „Genremix“ und dem absolut „unter die Haut gehenden“ Schreibstil lässt alles um einen herum vergessen!! Das Buch hat seine eigene Finsternis, die noch erschreckender wird, wenn man den wahren Abgrund dahinter erkennt. Wie ein Unfall, den man kommen sieht, aber vor dem man seine Augen nicht schützen kann….Das ist schon keine lesenswerte Literatur mehr sondern ein reinstes MUST READ Buch! Bewertung Mir fehlte gegen Ende noch etwas, es fühlte sich irgendwie so an, als hätten sie mir die Tür vor die Nase zugeschlagen und ich hatte kein Recht mehr, den Rest zu erleben. Daher 5 von 5 Marken! Ich hätte gerne noch einen Stern dazugelegt, aber das Ende und ein paar andere, klitzekleine Dinge, lassen den Stern hier nicht feste hängen. LG Jack

    Mehr
  • Was ist, wenn Deinganzes Leben eine Lüge ist...

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Ramira

    Ramira

    12. September 2015 um 17:08

    Ada lebt mit ihrer Familie in einem einfachen Dorf, abseits der Zivilisation. Fernab von jedlichem Comfort, wie Handys, Autos, PC und was es sonst noch gibt. Sie wächst fast fantatisch releigiös. Alle verrichten schwere Arbeiten, werden gezüchtigt, lesen die Bibel und haben Angst... Angst vor der Welt "draußen" wo Krankheit und Verderbnis die Welt regieren. Angst vor Gotte zorn, Angst, nicht ins Paradies einziehen zu können, sobald das Ende, das bald folgen soll, eintritt. doch Ada ist klug und erfährt, das ihr angeblicher totet Bruder noch lebt. Doch an der Dorfgrenze beginnt der dunkle Wald, dort lebt ein tödlicher Schrecken. Wagt sie in die andere Welt zu fliehen und ihn zu suchen? Wagt sie alles Vertraute hinter sich zu lassen? Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zuerst einmal habe ich eine komplett andere Geschichte erwartet. ICh dachte, weil der Klappentenxt sich mehr auf die Situation von Ada und luca bezieht, das es mehr auch eine Liebesgeschichte ist. Dann versprachen die ersten Seiten, mehr in Richtung Mystery und Thriller zu werden, da das Grauen des Waldes dem Leser gezeigt wurde.  Und dann allmählich ging es in den bereich Sekte, religiöser Fanatismus. Und dieses Thema ist Buch-beherrschend. ICh muß sagen, das ist absolut nicht meins. Und hätte ich das vorher absehen können, hätte ich mich für sie Leserunde nicht beworben. Der Kult des Dorfes, erinnert mich an eine Mischung aus Mormonen und Zeugen Jehova.  Und das Thema wurde immer präsenter, was mich dann schon etwas genervt hatte. Andererseits war das Buch sehr spannend. Die Geschichte von Luca muss man gelesen haben- und verdaut. Die war wirklich gut und realistisch. Auch das beschreiben Adas in der "normalen" Welt war genial und authentisch. Endlich eine Heldin die auch menschlich reagiert. Ängstlich, gelähmt, entsetzt, fassungslos und entwurzelt bis zur Unkenntlichkeit.  Das war wirklich hervorragend beschrieben. Auch wie Sekten funktionieren, gestrickt sind, Mitglieder anwerben, nach den "richtigen" Opfern ausschau halten. Das Buch war gut, keine Frage, jedoch traf mich das Thema unvorbereitet. Für Jugendliche ab 14 Jahre empfehlenswert. Meine Tochter (14) liest es gerade, sagte eben "mich hat es bisher nicht vom Hocker".  Mal sehen, was sie noch dazu sagt.

    Mehr
  • Ein wichtiges und zugleich spannendes Buch

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Lenneth88

    Lenneth88

    10. September 2015 um 10:55

    Ada lebt in einem abgeschiedenen Dorf mitten im Wald. Außerhalb des Waldes ist es gefährlich und niemand ist dort sicher. Daran glauben zumindest Ada und die anderen Dorfbewohner. Bis Luca mit seiner Mutter dort auftaucht und ihre Welt ins Wanken gerät. Denn Luca behauptet, dass Adas totgeglaubter Bruder Kassian draußen noch lebt… Doch wem kann sie eigentlich noch trauen? Schreibstil: Der sprachliche Stil der Autorin gefällt mir sehr gut. Im Prolog war ich noch etwas irritiert über die angewandte Jugendsprache und ich hatte die Befürchtung, dass das ganze Buch davon betroffen wäre. Zum Glück löste sich dieser Gedanke sehr schnell in Wohlgefallen auf. Frau Mohr erzählt die Geschichte aus Sicht von drei unterschiedlichen Charakteren aus der Ich-Perspektive, was den Lesefluss sehr abwechslungsreich macht und gut durchdacht ist, da so die Spannung steigt. Charaktere: Zu den Charakteren kann ich sagen, dass die drei Hauptpersonen, nämlich Ada, Luca und Liz, sehr unterschiedlich sind dennoch vieles gemeinsam haben: Sie fühlen sich in ihrem Inneren oft einsam und nicht verstanden. Alle sind unter anderen Bedingungen aufgewachsen und dennoch irgendwie negativ vorbelastet. Aufgrund dieser Unsicherheit, sind sie jedoch leichter zu manipulieren und finden schnell Vertrauen zu denen, die ihnen scheinbar helfen wollen. Es war sehr interessant zu sehen, wie sie sich entwickeln, Unbekanntes wagen, mutiger werden, neue Schritte gehen und auf der Suche nach sich selbst sind. Dabei war jeder auf seine eigene Art sehr überzeugend und handelte meistens nachvollziehbar. Besonders von der Tiefe der „Ada-Figur“ war ich positiv überrascht. Auch die Nebenfiguren machten auf mich einen soliden Eindruck und blieben sich auch selbst treu, wenn auch nicht immer im Guten. Aber so kommt Leben in die Geschichte. Meine Meinung: Als ich den Klappentext las, dachte ich persönlich erst einmal an einem Horror-Thriller. Umso erstaunter war ich, als ich die ersten Buchseiten aufschlug und mir die Informationen über die Autorin anschaute. Da merkte ich erst, in welche Richtung das Buch führen würde. Es fällt mir schwer hier nicht zu viel vom Buch zu verraten. Nur so viel sei gesagt: Es geht auch um den Glauben an Gott, weshalb man auch mit einigen Bibeltexten konfrontiert wird. Ich lese gern mal christliche Literatur, bevorzugt über das Leben der Amisch, welches für uns Außenstehende auch sehr hinterwäldlerisch erscheinen mag. Dort ist mir aber nie eine Wertung der Autoren bezüglich der Lebensweise derer aufgefallen - sie verhielten sich meist neutral. Dieses Buch hier geht aber in eine bestimmte Richtung und wertet auch. Dadurch ist es natürlich besonders erschreckend, benutzt aber auch in gewisser Weise den erhobenen Zeigefinger. Was ja nicht immer schlecht sein muss, und hier gut passt. Das Buch hat wie ich finde ein schnelles Tempo, es passieren viele aufregende Dinge nacheinander, sodass man wenig zur Ruhe kommt, und immer weiterlesen muss. Nur in den Passagen aus Adas Sicht, wurde das Buch etwas entschleunigt, was meiner Meinung nach zum einen an Adas Art liegt und zum anderen auch an dem altertümlichen Dorf. Der Spannungsbogen wird somit sehr hoch angesetzt und verbleibt auch bis zum Ende dort. Ich finde es sehr mutig von der Autorin bei diesem Buch Parallelen zu ihrem eigenen Leben einfließen zu lassen. Mit diesem Wissen liest es sich noch ein wenig bedrückender, wirkt aber viel authentischer. Von der emotionalen Seite, wird der Leser stark in das Geschehen eingebunden und fiebert und leidet mit den Agierenden. Genauso oft musste ich aber auch den Kopf schütteln über so viel Ungerechtigkeit. Leider war das Ende für mich nicht ausführlich genug. Ich hätte gern noch erfahren, wie es mit Ada weitergeht sowie mehr von der Lebensweise der Dorfbewohner. Auch insgesamt hätte die Geschichte am besten noch 100 Seiten länger sein können. Das ist für mich auch schon der einzige Kritikpunkt. Diesen möchte ich der Autorin aber nicht vorwerfen. Schließlich ist es ja ihre Entscheidung… Ich bin begeistert! Ein schönes, erschreckendes und wichtiges Buch, welches aufklärt aber auch den Unterhaltungswert nicht aus den Augen verliert. Weiter so, ich habe jede Seite genossen! Davon gibt es von mir, selten vergebene, verdiente 5 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Stimmt sehr nachdenklich

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    cyrana

    cyrana

    09. September 2015 um 17:49

    Ada lebt in einem Dorf abseits der Zivilisation in einer religiösen Gemeinschaft. Die Ältesten versichern immer wieder, dass außerhalb des Dorfes die Welt verloren ist und dass viele Krankheiten herrschen. Nur sie sind – noch – sicher. Aber manchmal, wenn die Große Stille kommt, dann kommen die Reiter ins Dorf und alle müssen in den Keller flüchten und dort ausharren. Ada möchte Heilerin werden, wie ihr vor Kurzem verstorbener Bruder Kassian und die Menschen retten. Außerhalb des Dorfes: Luca und seine Mutter Cleide flüchten vor seinem brutalen Vater, der die beiden seit Langem misshandelt. Im Krankenhaus treffen sie auf zwei „Heiler“ und kommen ins Dorf. Durch ihn erfährt Ada, dass ihr Bruder Kassian noch lebt, weil Luca ihn gezeichnet hat. Sie möchte Kassian finden und flieht aus dem Dorf. Angela Mohr ist mit diesem Buch ein beeindruckender Einblick in eine Welt mit ganz eigenen Regeln gelungen. Es ist unfassbar, dass solche Gemeinschaften aktuell in Deutschland existieren und ihre Mitglieder so indoktrinieren. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Ada und Luca erzählt wird, bekommt der Leser einen guten Einblick aus der Gemeinschaft heraus und von außen. Am Anfang und Ende des Buches gibt es auch noch die Perspektive von Liz, aber ohne zu Spoilern, kann man nicht so gut auf dieses Mädchen eingehen. Mich hat das Buch nachdenklich hinterlassen. Auch wenn vieles bekannt ist, so ist es doch etwas anderes, so darüber zu lesen, mit dem Blick von innen.

    Mehr
  • Das ist MEHR als eine Geschichte, es ist ganz ganz großes Kino!

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Tini_S

    Tini_S

    08. September 2015 um 10:02

    Meine Meinung: Wer unseren Blog Tintenmeer fleißig verfolgt, ist vielleicht schon über den Namen Angela Mohr gestolpert, denn ich habe ihr Jugendbuch „Vergiss nicht, dass du tot bist“ in den Verborgenen Schätzen vorgestellt und zwei Textschnipsel daraus in unseren Sonntagszitaten. Ich kenne die Autorin also schon und liebe ihren Schreibstil. Da versteht es sich von selbst, dass ich total auf ihr neuestes und, wie sie sagt, persönlichstes Buch (siehe Autoren-Homepage) hingefiebert habe. Als die liebe Angela Mohr mir dann sogar ein Rezensionsexemplar anbot, schwebte ich im siebten Bücherhimmel! <3 Ich war total hibbelig, als das Buch ankam – allein das Cover ist der absolute Wahnsinn oder? – und habe sofort mit Lesen angefangen! Kleine Warnung: Achtung, dies wird eine schwärmerische, vollkommen subjektive Rezi, die meine Begeisterung ungefiltert zum Ausdruck bringt! ;) Zur Story will ich gar nicht viel erzählen, das entdeckt ihr am besten selbst! Laut dem ominösen Klappentext, lässt sich das Buch schwer in ein Genre einordnen, aber ich würde es am ehesten als Jugendbuch, Drama und Thriller bezeichnen. Der Aufbau und die verschiedenen Sichtweisen (Liz, Ada und Luca, wobei Ada die „eigentliche“ Hauptperson ist) sind clever gewählt, um die Spannung zu erhöhen und die Story aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Bravo schon mal dafür! "Es ist dicht hinter uns. Viel zu dicht. Und es kommt schneller näher, als ich es jemals erlebt habe. Das Sirren: ein klagender Ton, als ob die Luft uns heulend verfolgt, einer Schlange gleich, die sich auf und ab windet. Das Grauenvollste ist, dass der Ton so zart ist. So schön, dass man stehen bleiben möchte und ihm lauschen, aber so ist er, der Teufel. Er lügt und betrügt." – Angela Mohr: Ada, S. 32 (Ada) So, genug zum Neutralen, jetzt muss ich ein bisschen meine Begeisterung rauslassen: Ich bin als Vielleserin ja nicht so schnell zu überzeugen, aber mal im Ernst: WIE GEIL KANN BITTE DIESE FRAU SCHREIBEN??? Ich habe jedes Wort in mich aufgesaugt und der Stil trifft zu 100 % meinen Geschmack! Vor allem die erste Szene aus Lucas Sicht ist der Wahnsinn, am liebsten würde ich sie hier komplett zitieren, damit ihr euch selbst davon überzeugen könnt! Sie hat mein Herz heftig zum Klopfen gebracht und mich tief beeindruckt, sodass ich sie doppelt gelesen habe, um mir jedes Wort auf der Zunge zergehen zu lassen (das habe ich übrigens noch öfter getan). Wie kann man nur so schreiben können, dass jedes Gefühl sich direkt in die Leserseele brennt? Dass kein Wort zu viel oder am falschen Platz ist, dass alles wie angegossen passt und es einfach nicht anders erzählt werden dürfte? Es passiert mir nicht oft, dass ich dieses Gefühl habe, aber hier war es so. Und ich stehe ja total darauf, wenn ich in Büchern wichtige Lebensweisheiten und tiefgründige Zitate finde, die mich persönlich ansprechen. Das ist mir bei „Ada“ ganz oft passiert und hätte ich die Geschichte nicht so schnell verschlungen, hätte meine Packung Post-its sicher nicht für all die tollen Textstellen gereicht. ;) Mich hat die Geschichte ganz tief hineingezogen wie schon lange kein Buch mehr. Ich habe gespürt, was die Hauptpersonen empfanden, habe gedacht, was sie dachten, kurzum: Ich bin förmlich mit ihnen „verschmolzen“. Die Emotionen trafen mich direkt ins Herz. Ich konnte nicht mit dem Lesen aufhören, so spannend war es. Auch wenn gerade nicht die „große Action“ losging, war die Spannung immer auf einem hohen Level, sodass ich es am liebsten in einem Zug gelesen hätte und richtig genervt war, wenn ich es dank der alltäglichen Pflichten aus der Hand legen musste. Nur kurz zu den Charakteren, ohne zu viel vorwegzunehmen: Adas Geschichte hat mich komplett schockiert. Diese bedingungslose Gottesgläubigkeit, in deren Namen alles, aber auch einfach ALLES gerechtfertigt wird. Unfassbar, was die Menschen hier erleiden und wie sie ihr Leben vorgeschrieben bekommen. Lucas Hintergrund hat mich ebenso berührt. Die Gewalt, der er ausgesetzt ist, die Hilflosigkeit seiner Mutter und die Verantwortung, die er für sie beide übernimmt, das alles hat mich mitgenommen. Beide, Ada und Luca sind starke Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Sie sind keine bloßen Romanfiguren, nein, sie sind Menschen aus Fleisch und Blut, die sicher irgendwo auf der Welt genau SO existieren … Am Ende legt die Geschichte nochmal rasant an Tempo zu und an eine Lesepause war nicht zu denken! Ich war richtig traurig, dass nur noch so wenige Seiten übrig waren und wollte nicht, dass das Buch schon endet. Nach dem Umblättern der letzten Seite hätte ich gern noch weiter gelesen und mehr über die Schicksale von Ada und Luca und allen anderen erfahren. Ein kleiner Epilog wäre sooooooo schön gewesen. *hach seufz* Aber nur, um meine persönliche Neugier zu befriedigen. :) Die Geschichte endet an genau der richtigen Stelle und das ist auch gut so. Der Leser kann sich die Zukunft selbst ausmalen und so lebt die Geschichte in jedem Einzelnen weiter … "Wenn das Licht um mich plötzlich heller wird, weiß ich, dass es fertig ist. Dann schiebt sich etwas zur Seite, als sei mein Leben eine Nebelwand, durch die ich mich verzweifelt hindurchzumalen versuche. Und wenn ich es geschafft habe, öffnet sie sich und ich sehe die Welt in ihren eigentlichen Farben. Ich lasse den Pinsel sinken und dann drehe ich mich ganz langsam im Kreis. Noch ist der Nebel nicht ganz verschwunden. Aber die Wände schreien. Das ist gut. Sie sollen schreien." – Angela Mohr: Ada, S. 39 (Luca) Ein Wort muss ich noch zum Thema verlieren, weil ich es sehr wichtig finde und es oft leider totgeschwiegen wird, als gäbe es das in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft nicht: Sekten. Es ist für die Autorin ein sehr persönliches Thema, da sie es selbst am eigenen Leib erfahren hat und das merkt man. So viel Hintergrundwissen, Detailverliebtheit und tiefe Gefühle wie in „Ada“ drinstecken. Es muss schwer gewesen sein, dieses Buch zu schreiben, aber sicher auch befreiend. Adas Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt und ich habe die ganze Zeit vor Fassungslosigkeit den Kopf geschüttelt. Das Schlimmste aber ist, dass man weiß, man liest keine Fiktion, es ist da draußen Realität. Vielleicht direkt neben unserer Haustür, wer weiß das schon? Fazit: Ich liebe, nein VEREHRE dieses Buch und verbeuge mich vor der Autorin! Es hat mich geflasht, mich atem- und fassungslos gemacht, mich mitfühlen und leiden und ganz tief eintauchen lassen. Das ist mehr als eine Geschichte. Es ist ganz ganz hohe Schreibkunst und sollte von jedem gelesen werden, der auf tiefgründige Geschichten mit wichtigen Botschaften steht, die sich vom Einheitsbrei abheben!

    Mehr
  • Ada. Im Anfang war die Finsternis

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    NanaO

    NanaO

    06. September 2015 um 13:17

    Autorin: Angela Mohr Hardcover: 358 Seiten Verlag: ARENA Verlag Genre: Jugendbuch / Roman ISBN: 9783401601120 Zitat "Morgen wird es regnen", sage ich. Er nickt. "Irgendwann regnet es immer."- S. 358 Klappentext Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt – bis Luca auftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten: Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet? Inhalt Ada ist ein junges (ca. 15-Jähriges) Mädchen und lebt in einem Dorf tief im Wald. Diese Gemeinschaft, die dort lebt, ist streng gläubig und sie nennen sich selbst die "Sigelträger". Denn jeder Bewohner des Dorfes ist mit einem Sigel auf der Stirn versehen, das symbolisiert, dass sie reine Kinder Gottes sind. Sie leben weit weg von der Zivilisation wie im Mittelalter und sie sind der Meinung, dass das "Ende der Welt" naht. Die "Zeichen", die dieses bestätigen werden immer häufiger. Die dunklen Reiten kommen immer häufiger in das Dorf, Gewässer färben sich rot, werden zu Blut. Währenddessen flieht Luca mit seiner Mutter (die in unserer normalen Zivilisation leben) von seinem Vater, der eine sehr aggressive Ader hat. In ihrer Flucht werden sie von sehr netten Menschen aufgenommen, die sich überaus freundlich um sie kümmern. Besonders Lucas Mutter lässt sich schnell davon überzeugen, mit ihnen in ein "Dorf" zu gehen, in dem sie ewig sicher sind. Dort trifft Luca dann auf Ada. Er bleibt mit dem Kopf zum Glück in der Realität, vergisst nicht, wie das Leben wirklich ist, im Gegensatz zu seiner Mutter. Und so erkennt Ada langsam aber sicher die Wahrheit – Über die Welt, über das Dorf, über die Ältesten und über sich selbst. Protagonisten Ada (und auch alle anderen Menschen im Dorf) werden komplett im Irrglauben über die Welt aufgezogen. Sie lebt vom Glauben Gottes. Aber trotzdem flackert in ihr immer mehr Mut hervor, sie merkt, dass nicht alles so ist wie es scheint. Es wird auch oft von anderen Personen im Buch gesagt, dass Ada unglaublich stark und mutig ist. Dem kann ich nur zustimmen. Sie hat mit all ihren Handlungen bewiesen, wie viel Stärke sie besitzt – Ihr komplettes Leben wird sozusagen in die Tonne geworfen und trotzdem gibt sie letztendlich nicht auf. Hut ab! Luca lässt nicht viele Menschen an sich heran, das war wahrscheinlich auch das Beste für ihn, sonst wäre er wahrscheinlich genauso schnell geblendet worden wie seine Mutter. Auch er beweist viel Mut, als er für seine Mutter die Verantwortung übernimmt und mit ihr von seinem Vater flieht. Aber gerade weil er so wenige an sich heran lässt, hat auch mir ein bisschen der Bezug zu ihm gefehlt. Meine Meinung Als ich dieses Buch durch hatte, musste ich erstmal kurz durchatmen. Der Glaube an Gott ist hierbei ein großes Thema. Obwohl, es ist in meinen Augen wohl eher eine Sekte. Was hier die "Sigelträger" ihren Mitmenschen antun, weil es anscheinend der Wille Gottes ist, ist einfach nur krank. Das Denken dieser Menschen ist krank und auch ihr Handeln. Ob man an Gott glaubt oder nicht, ist jedem selbst überlassen, aber so was ist einfach nichtmehr vertretbar! Ada. Im Anfang war die Finsternis hat mich unglaublich zum nachdenken gebracht. Es ist schlimm so etwas zu lesen, wie Menschen sein können. Natürlich war das jetzt nur eine Geschichte, aber leider gibt es so etwas auch in unserer echten Welt. Ja, da wird einem ganz anders zumute! Aber nicht nur die Welt von Sekten wir hier thematisiert, sonder auch unsere Welt, in der wir leben. Auch hier fallen ein paar Sätze, dass auch in unsere Welt viele Abstriche gemacht werden müssen! Da mir dieses Buch sehr unter die Haut ging, mich durchgängig beschäftigt hat und mich in manchen Dingen auch aufgklärt hat, bekommt es von mir 5 Punkte! Diese und weitere Rezensionen auf Nanas Glück!

    Mehr
  • Am Anfang war die Finsternis...

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    ichundelaine

    ichundelaine

    02. September 2015 um 18:37

    "Die Schalen sind gefüllt mit dem Zorn Gottes", zischt die Insektenstimme, die zu dem fahlen Reiter gehört, der das Dorf, in dem Ada lebt heimsucht. Er kommt aus dem Wald, hinter dem eine Wüste aus Blut und Schmerz liegt, nur im Dorf sind sie sicher. Im Dorf, wo jeder hart arbeitet und ein gottgefälliges Leben führt, wo die gesamte Existenz von den Ältesten vorbestimmt wird, denn sie sind die Siegelträger.  "Bist du sicher, das du ohne Sünde bist?"  Ada wächst in der Dorfgemeinschaft als eine der Reinen auf. Ihre Mutter ist von einer Krankheit befallen, da sie sich nicht mit dem Tod ihres ältesten Sohnes Kassian vor einem halben Jahr, der als Heiler in der Welt jenseits des Dorfes unterwegs war, abfinden kann. Aber auch Ada denkt ständig an ihren verstorbenen Bruder, auch wenn dieses eine große Sünde ist. Mit der Ankunft des Geretteten Luca/ Aaron, kommt auch der Teufel bzw. die Versuchung in das Dorf, denn Luca hat ein Bild, auf dem ihr toter Bruder zu sehen ist und behauptet, dass er ihn vor zwei Monaten in einem Café gesehen hätte.  Ada ist hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung und dem Gehorsam, dem sie der Dorfgemeinschaft schuldig ist. Alles in ihr will sich auf die Suche nach Kassian machen, obwohl der ihr versprochene Benedikt beteuert, Zeuge seines Todes gewesen zu sein. Durch ihre Zweifel bringt sie nicht nur die Dorfgemeinschaft in Unruhe sondern auch sich in Lebensgefahr und es gelingt ihr, mit Lucas Hilfe unbemerkt aus dem Dorf zu flüchten. Nach einer albtraumhaften Nacht in den Wäldern, gelangt sie in die finstere, laute Welt und nichts ist, wie sie es sich vorgestellt hat. Ein atmosphärisch dichter Jugendthriller mit einer spannenden Storyline und authentischen Charakteren bei denen man mitfiebern MUSS.  Die Autorin Angela Mohr verarbeitet in diesem Roman ihre Zeit in einer christlichen Sondergemeinschaft, aus der sie vor zwanzig Jahren den Ausstieg geschafft hat, sie bringt es somit nicht nur fertig, eine spannende Geschichte zu erzählen, sondern warnt auch eindringlich vor den Methoden der "Menschenfänger".  Das Buch bekommt von mir eine definitive Leseempfehlung, besonders auch für junge Leser, da sie sich mit den Hauptcharakteren sehr gut identifizieren können.

    Mehr
  • weitere