Angela S. Choi Hello Kitty muss sterben: Roman

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Inhaltsangabe zu „Hello Kitty muss sterben: Roman“ von Angela S. Choi

Überhaupt nicht meins

— HennaLee
HennaLee

Ein Buch nicht nur für Frauen

— Seite101
Seite101

Herrlich böse mit netten Einblicken in die chinesische Kultur. Zynisches Hohelied der Freiheit und feministisches Pamphlet zugleich.

— thursdaynext
thursdaynext
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  • Marsfalle

    Hello Kitty muss sterben: Roman
    walli007

    walli007

    07. January 2017 um 09:33

    Die 28jährige Fiona Yu hat in Yale Jura studiert, sie rackert in einer Kanzlei in San Francisco. Und es könnte ihr relativ gut gehen, wenn nicht ihr Vater der Meinung wäre, sie müsste so langsam mal heiraten. Fionas Eltern leben nach einem eher traditionellen chinesischen Weltsicht und Fiona, die durch ihr Leben im liberalen San Francisco die Freiheit der eigenen Meinung und des eigenen Willens erschnuppert hat, möchte dem Bild ihrer Eltern eigentlich nicht mehr entsprechen. Das hindert ihren Vater, der ihren ehrlichen Aussagen gegenüber völlig taub ist, überhaupt nicht daran, ihr ein Date nach dem anderen zu besorgen. Und jeder dieser chinesischen Loser ist schlimmer als der vorherige. Einiges jedoch ändert sich als Fiona ihren Schulfreund Sean wieder trifft. Allein schon der Anfang dieses Buches ist des Lesens wert. Auf so eine durchgeknallte Idee muss man erstmal kommen. Zwar folgt kein Feuerwerk weiterer irrwitziger Ideen, aber der Widerspruch zwischen Fionas Leben als Anwältin, die ihre Frau steht, und ihren traditionellen Elternhaus, in dem sie lächeln und dumm sein soll, wird sehr klar und humorvoll dargestellt. Zugegeben, manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken, besonders wenn man langsam herausfindet, wie Sean in seiner Jugend war und was er heute neben seinem Beruf als Schönheitschirurg noch so erreicht hat. Soll sich Fiona an Sean ein Beispiel nehmen? Da gerät sie schon sehr in Versuchung. Oder soll sie versuchen, ihre Eltern zu überzeugen, dass Ehe und Kinder doch nicht alles sind. Besonders dann nicht, wenn sie zwar mit guten Absichten, aber eben nicht nach den Wünschen der Kinder von den Eltern arrangiert werden. Fiona möchte keine Greencard-Braut sein, auch wenn es dafür Geld gibt. Geld ist schon gar keine Garantie für ein gutes Leben. Schauderhaft witzig ist dieser Debütroman von Angela S. Choi, die selbst einmal als Anwältin gearbeitet hat. Gnadenlos führt sie die Zerrissenheit ihrer Heldin vor, beschreibt ihren Widerwillen gegen die Tradition und die manchmal etwas kläglichen Versuche, auszubrechen und sich gegen die Eltern durchzusetzen. Als bös-humorvolle Satire gelesen bringt dieser Roman einiges an Spaß, auch wenn man manchmal heftig schlucken muss. 3,5 Sterne

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  • Rezension "Hello Kitty muss sterben"

    Hello Kitty muss sterben: Roman
    Seite101

    Seite101

    27. November 2016 um 09:52

    Handlung Fiona Yu ist 28 Jahre alt und lebt noch in ihrem Elternhaus, die streng nach chinesischer Tradition leben. Der Spagat zwischen einem modernen Leben in San Francisco und chinesischer Tardition ist nicht leicht. Zu gerne würde Fiona mehr Freiheiten haben, vor allem im Thema Sexualität und Männerwahl. Mit 28 Jahren noch zu Hause zu leben und auch noch Jungfrau zu sein bringt Fiona zur Verzweiflung, und so beschließt sie, bei der Entjungferung einfach selbst Hand anzulegen. Sie will nicht mehr mehr die stille Hello Kitty spielen und versucht eine perfide Art der Rebellion gegen ihre Kultur und auch gegen ihre FamilieBewaffnet mit einem Silikondildo und einem betäubenden Gel will sie in ihrem heimischen Kinderzimmer ihrer Jungfräulichkeit an den Kragen gehen. Doch irgendwie scheint es nicht zu klappen, es blutet nicht mal, was für Fiona ein Zeichen dafür ist, dass sie ohne Ehre geboren wurde. In ihr regt sich ein leises Stimmchen des schlechten Gewissens. Sie beschließt sich ihr Jungfernhäutchen wiederzuholen, bei einem plastischen Chirurgen. Dort trifft sie auf einen alten Schulfreund. Mit ihm an ihrer Seite wird das Leben  spannend und aufregend. Und auch die Männer, die ihre Familie für Fiona aussuchen, lassen sich mit dem neuen Mann an ihrer Seite viel leichter ertragen, denn der hat sehr perfide Vorstellungen, wie man mit ungeliebten Blind-Dates umzugehen hat. Layout Dieses Buch hat mich alleine durch seine Farbe angelockt. Es ist so pink, dass es einen förmlich anschreit. Man kann an diesem Buch rein optisch gar nicht vorbei. Und dann noch der Titel und der auf niedlich gemachte Totenkopf tun den Rest dazu. Der Rockabilly-Style hat mich schon ohne die Story zu kennen neugierig gemacht. An diesem Layout kann man einfach nicht vorbei. Fazit Herrlich schräg, irgendwie pervers und komisch. Fionas Geschichte gegen die Traditionen zu schießen, sich selbst aber auch irgendwie treu zu bleiben, berührt einen irgendwie und ich hab, egal was Fiona getan hat, Verständnis für sie empfunden. Egal wie fies und gemein sie im Buch sich entwickelt hat, wie dunkel ihre inneresten Gedanken waren, ich war da voll bei ihr und hab dasselbe empfunden. Fionas Charakter hat mich mitgerissen und ich habe jede Seite genossen. Zwischendurch stieg mir die Schamesröte ins Gesicht, manchmal hab ich keine Luft bekommen vor Lachen, an anderen Stellen blieb mir vor Entsetzen der Mund offen stehen. Ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen. Und auch wenn es pink, ist es nicht nur was für Frauen.

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