Angela Thirkell Der Duft von wilden Erdbeeren

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Inhaltsangabe zu „Der Duft von wilden Erdbeeren“ von Angela Thirkell

England in den 1930er Jahren: Mary Preston ist nach Barsetshire gereist, um als Gast ihrer Tante Agnes auf dem Landsitz der Familie Leslie den Sommer zu verbringen. Dass die hübsche Frau im heiratsfähigen Alter ihr Herz ausgerechnet an den Bonvivant David Leslie verliert, stört den Familienfrieden empfindlich. Schließlich haben Agnes und ihre Mutter, die liebenswert- exzentrische Lady Emily, eine bessere Partie für Mary im Auge. Dumm nur, dass Mary kaum Interesse an ihrem Verehrer mit den tadellosen Manieren zeigt. Und während der Sommer ungewohnt beständig bleibt, wird das Haus der Leslies bald zum Schauplatz von Gefühlsaufruhr, Liebe und Leidenschaft ...

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  • Rezension zu "Der Duft von wilden Erdbeeren" von Angela Thirkell

    Der Duft von wilden Erdbeeren
    aba

    aba

    01. April 2016 um 13:41

    Schöne heile Welt Ah, die 30er Jahre! Wenn man die ganzen bösen Sachen ausblenden, die in dieser Zeit dem Weltfrieden drohten und man sich Partys, Gartenfesten, Cocktailkleidern und mondänen Nachmittagstees widmen konnte, war das Leben eine einzige Freude. Angela Thirkell war eine Meisterin darin, die unbekümmerte Gesellschaft dieser Zeit zu porträtieren. Ihre Bücher gelten in England als moderne Klassiker und werden noch so gerne gelesen wie vor 80 Jahren. Mit "Der Duft von wilden Erdbeeren" erscheint im Manhattan Verlag ihr zweites Buch in deutscher Sprache. Wie in "Tea Time bei Mrs. Morland" ist in diesem Roman Thirkells Hauptthema die richtige und erfolgreiche Verkuppelung ihrer Romanfiguren. Schöne, junge und gut erzogene Damen sind nur dafür da, um einen guten Ehemann zu ergattern, egal, ob sie es sich selber wünschen oder nicht. Auch genug Helfer sind da, die wissen, was zu tun ist, damit alles reibungslos verläuft. Angela Thierkells Heldin ist die zauberhafte Mary, die unter dem Protektorat der chaotischen und schrulligen Lady Emiliy lebt. Lady Emiliys Tochter, der liebenswerte Einfaltspinsel Anges, setzt alles daran, damit Mary den Richtigen findet. Mary aber hat eigene Pläne: Sie hat auf David, Agnes jüngeren Bruder, ein Auge geworfen. Dieser David war für mich das absolute Highlight in diesem Buch. Seine Aufritte habe ich genossen und ich habe mich immer nach seinen lockeren und lustigen Sprüchen gesehnt, mit denen er oft seinen rassistischen Vater oder seine oberflächliche Schwester auf den Arm genommen hat. Auch die ständig desorientierte Lady Emily sorgt für heitere und verwirrende Momente mit ihren unpassenden und umständlichen Ideen und Befehlen, auf die keiner eingeht. Trotzdem bleibt sie die Chefin, weil sich keiner traut, ihr zu widersprechen, was noch mehr Durcheinander verursachen würde. Im ganzen Buch herrscht dadurch eine leicht konfuse Atmosphäre, die der Geschichte einen gewissen Charme verleiht, dem man sich nicht entziehen kann. "Der Duft von wilden Erdbeeren" ist eine Gute-Laune-Lektüre, sehr geeignet, um Sorgen zu vertreiben und einen trüben Tag in einen sonnigen zu verwandeln. Am liebsten wäre ich an Davids Seite in seinem Cabriolet durch London gefahren und hätte mich überall mit diesem tollen Begleiter gerne gezeigt. Aber leider hatte er ganz andere Pläne...

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  • Eine angenehm zu lesende Liebesgeschichte unterlegt mit Humor und schillernden Persönlichkeiten

    Der Duft von wilden Erdbeeren
    Shunya

    Shunya

    24. November 2015 um 15:56

    Mittellose junge Frau trifft jungen Gentleman — und die englische Landgesellschaft steht Kopf. England in den 1930er Jahren: Mary Preston ist nach Barsetshire gereist, um als Gast ihrer Tante Agnes auf dem Landsitz der Familie Leslie den Sommer zu verbringen. Dass die hübsche Frau im heiratsfähigen Alter ihr Herz ausgerechnet an den Bonvivant David Leslie verliert, stört den Familienfrieden empfindlich. Schließlich haben Agnes und ihre Mutter, die liebenswert-exzentrische Lady Emily, eine bessere Partie für Mary im Auge. Dumm nur, dass Mary sich so wenig kooperativ und kaum Interesse an ihrem Verehrer mit den tadellosen Manieren zeigt. Und während der Sommer ungewohnt beständig bleibt, wird das Haus der Leslies bald zum Schauplatz von Gefühlsaufruhr, Liebe und Leidenschaft … (Quelle: Manhattan) Ein schönes Buch. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen und finde, auch wenn die Geschichte im England der 30er spielt, ähnelt es doch ein klein wenig den Regency Romanen. Mir hat es gefallen, dass die Sprache ein wenig veraltet ist, so dass es gut zur damaligen Zeit passt und sich auch flüssig lesen lässt. Die Übersetzung hat mir zumindest gefallen. Die Figuren waren alle auf ihre Art und Weise sehr gut auseinander zu halten und so gut wie beinahe jeder hat einen mehr oder weniger längeren Auftritt in der Handlung, die mich unweigerlich ein klein wenig an Jane Austen-Romane erinnert hat. Lady Emily erschien mir beim Lesen oft ein wenig sprunghaft, sie ist mitten in einem Gespräch zu einem anderen Thema gewechselt nur um dann zum jeweiligen Thema zurückzukehren. Hervorgestochen ist auch Agnes, die mir Anfangs ein wenig begriffsstutzig erschien als wäre sie etwas einfältig, trotzdem mehr auf dem Kasten hat als man ihr beim Lesen zuerst anmerkt. David mochte ich Anfangs eher weniger. Ein gutaussehender junge Mann, etwas arrogant, der keine Ahnung hat was er vom Leben eigentlich will und gleich mit zwei Frauen anbandelt, was in einem totalen, aber auch amüsanten, Chaos ausartet. Im Verlauf der Handlung wurde er aber zunehmend sympathisch. John gefiel mir sehr gut und er hat eine interessante Vergangenheit und auch Martin hat für einige Momente des Schmunzelns gesorgt. Im Mittelpunkt stand die junge Mary, die bei der Familie Leslie vorübergehend einzieht und in einem Gefühlswirrwarr landet. Kein Wunder bei all den attraktiven Männern um sie herum. Die Autorin hat die Liebesgeschichte mit Humor unterlegt, manchmal ein klein wenig überzogen, aber durchaus amüsant zu lesen und mit schillernden Persönlichkeiten. Das Gesamtkonzept hat mir sehr gefallen, auch wenn die Geschichte in der ersten Hälfte des Buches ein wenig vor sich hindümpelt und man nicht so recht weiß worauf das Ganze hinauslaufen soll. Auch die Dialoge erschienen mir Anfangs ein wenig belanglos, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und ab der zweiten Hälfte wurde das Buch immer besser. Auch das Ende gefiel mir sehr. Die Liebesgeschichte, eine Dreiecksbeziehung, fand ich witzig umgesetzt, nicht allzu gefühlsduselig oder kitschig und seit langem mal wieder eine Lovestory, die mich wirklich fesseln konnte ohne, dass mir die Figuren zu sehr auf den Keks gegangen sind. Interessant fand ich auch den Handlungsort, denn Barsetshire ist eine fiktive von Anthony Trollope erschaffene Ortschaft in der 29 von Angela Thirkells Romanen angesiedelt sind, die sie von 1930 bis 1961 geschrieben hat. Ich denke das Buch ist vor allem etwas für Leser, die Familiengeschichten mögen, denn hier geht es ja vornehmlich um die Familie Leslie, und für diejenigen die Liebesgeschichten mögen, die sich eher langsam anbahnen. Ich denke, das Buch ist nicht für jeden etwas, man sollte solche ruhigen Geschichten mögen um Spaß daran zu haben, wird dann aber auch mit einer locker leichten Handlung unterhalten, die witzig zu lesen ist und zudem noch ein Happy End verspricht.

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