Obwohl mich das Buch optisch mit dem Cover nicht angesprochen hat, habe ich mich auf Grund des doch interessant klingenden Klapptextes zum Lesen entschieden. Hier wurde eine Geschichte versprochen, in der eine Frau eine erhängte Person direkt vor der eigenen Wohnungstür vorfindet und sich auf die Suche nach Antworten begibt. Ich hatte mir eine spannende und mitreißende Geschichte vorgestellt, in der die Vergangenheit der erhängten Person auf dem Kopf gestellt wird und unerwartete Ereignisse ans Tageslicht kommen. Aber die Spannung blieb durchweg aus…
Gleich auf der ersten Seite des Buches wird man mit einer ausführlichen Bettszene eingeleitet und ich habe mich nach vielen Seiten wirklich gefragt, ob ich das richtige Buch zum Klapptext in der Hand halte. Letztendlich kam dann doch die erhängte Person endlich vor aber die Geschichte wurde von da an auch nicht wirklich besser. Alles ist sehr langatmig und es passiert nicht viel. Ich musste mich wirklich bis zum Ende durchquälen mit dem Lesen aber vielleicht war ich auch einfach das falsche Publikum.
Die einzige Szene die mich wirklich gefesselt hat, war die Leidensgeschichte von der Mutter der Protagonistin. Ansonsten hat das Buch für mich persönlich zu viele Fragen offen gelassen und kaum die Geschichte vorangetrieben. Sehr merkwürdig fand ich auch die Tatsache, dass das Pärchen den Freund der erhängten Person ohne ihn zu kennen sofort bei sich einziehen lässt.
In dem Buch „Die Spiegelung“ geht es meiner Meinung nach nur zweitrangig um den Selbstmord, sondern vielmehr um das gestörte Liebesleben des Paares, das die Leiche gefunden hat. Vielleicht bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch gegangen aber gefesselt hat es mich keineswegs.
Dennoch waren ein paar gute Ansätze auch für mich dabei aber man hätte noch viel mehr aus ihnen machen können.
Absolut nicht das, was ich erwartet hatte…

