Angelika Diem

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Interview mit Angelika Diem

Interview mit Angelika Diem geführt von LovelyBooks im Januar 2012.

1.) Liebe Frau Diem, es wurden bereits mehrere Ihrer Geschichten veröffentlicht. Doch wie lange dauert es eigentlich von der Idee zum fertigen geschriebenen Text?

Das ist ganz unterschiedlich. Gedichte und Haiku schreibe ich meist sofort auf Papier, andere Geschichten trage ich mitunter Monate mit mir herum und bastle in Gedanken daran, bis sie so rund sind, dass ich einfach in die Tasten greifen muss.

2.) Mit der sympathischen Hexe Pollonia haben Sie einen Charakter geschaffen, der mittlerweile sehr beliebt ist und viele Kinderherzen verzaubert. Wie ist die Idee für diese Figur entstanden?

Zu Pollonia und ihrem Kater Camillo haben mich zwei Geschichten aus meiner Kindheit inspiriert: Der Kinderbuchklassiker "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler und dann gab es in einem Kindermagazin (ich glaube, es war Bussi Bär) eine Geschichte um einen Hexenkater, der von seiner Hexe vor die Tür gesetzt wurde. Das hat mich damals sehr bewegt.

3.) Sollen Ihre Kinderbücher ausschließlich unterhalten oder gibt es überdies einen intendierten didaktischen Mehrwert?

Sowohl als auch. Mit den Geschichten von Pollonia verknüpfe ich Themen wie "Haustiere sind Freunde und kein austauschbares Spielzeug" oder "Gewinnen ist es nicht wert, dass man dafür schmuellt" und "Hilfsbereitschaft bringt neue Freunde". Dabei ist es mir wichtig, die Werte so in die Geschichte zu verpacken, dass für das Kind die Spannung, das Lachen und der Lesespaß an erster Stelle steht und das Vermitteln der Kernaussage so nebenbei passiert.

4.) Zählt die Tätigkeit als Schriftstellerin zu den Traumberufen, die Sie bereits als Kind favorisierten?

Nein. Als Kind wollte ich Astronomin werden und das Weltall erforschen.

5.) Apropos Kindheit. Dient Ihnen die eigene Kindheit als Quelle der Inspiration? Wie viel von der kleinen Angelika steckt in den einzelnen Kinderbuchcharakteren?

Meine eigene Kindheit hat bislang noch nicht in die Bücher hinein gespielt, von mir selbst steckt eine Prise Starrsinn, Neugier und Hartnäckigkeit in meinen Lieblingsfiguren.

6.) Neben Kinderbüchern schreiben Sie auch Texte im Bereich Manga, Fantasy und Poesie. In welchem Genre fühlen Sie sich am wohlsten?

Am wohlsten fühle ich mich momentan in der Fantasy, wobei Manga und Kinderbuch für mich einen äußeren Rahmen darstellen, in den ich auch sehr gern Fantasy verpacke.

7.) Was ist der besondere Reiz an fantasievollen Geschichten im Gegensatz zur an der Realität orientierten Literatur?

Fantasy gibt mir die Freiheit Grenzen zu sprengen und fordert mich gleichzeitig heraus, neue Grenzen zu schaffen, in deren Rahmen das Geschehen den von mir beschriebenen Gesetzen zu folgen hat. Jeder Held und jede Heldin muss schließlich auf schwer überwindbare Hindernisse stoßen, damit die Geschichte spannend bleibt.