Angelika Felenda Der eiserne Sommer

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Inhaltsangabe zu „Der eiserne Sommer“ von Angelika Felenda

München 1914: Während die Bevölkerung wie im Taumel das hundertjährige Bestehen des königlichen Leibregiments feiert, wird am Isarufer die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Die Todesumstände gelten als »pikant«, und die Behörden würden den Fall am liebsten unter den Teppich kehren. Doch der junge Kommissär Reitmeyer macht sich gegen den Willen seiner Vorgesetzten auf die Suche nach dem Mörder. Seine Ermittlungen führen ihn von den Arbeitervierteln bis in die Villen der Großbürger. Und in das berühmt-berüchtigte Café Neptun, Vergnügungsort der Offiziere. Ausgerechnet dort stößt er auf eine heiße Spur.
Weil er per Gesetz nicht gegen das Militär ermitteln darf, drängt der Polizeipräsident persönlich Kommissär Reitmeyer, seine Ermittlungen in einem Mordfall einzuschränken. Da macht Reitmeyer eine ungeheuerliche Entdeckung, die nicht nur ihn selbst zum Abschuss freigibt – unmittelbar vor Kriegsausbruch könnte sie das ganze Land in den Untergang stürzen …

Nichts für Krimileser, die "mitermitteln" wollen!

— kreszenz

München 1914 kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs. Kommissar Reitmeyer versucht eine Mordserie im Umfeld des Militärs aufzuklären.

— hexe959753

Die Hälfte hätte leider auch gereicht. Dafür, dass nicht sooo viel passiert, ist das Buch relativ lang.

— beyond_redemption

Hat mich leider nicht wirklich überzeugt

— ChattysBuecherblog

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Spannender Fall. Die Ermittler etwas zu brav, hätten mehr Ecken und Kanten vertragen.

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  • Der eiserne Sommer

    Der eiserne Sommer

    Daphne1962

    07. June 2017 um 13:51

    Im Jahr 1914 ist dieser historische Kriminalfall angesiedelt. Die Zeitendamals waren noch andere, als heute. Kriminalität hat es schon immer gegeben, aber hier haben sich Erpresser auf eine ganz bestimmte Spezies abgesehen. Homosexualität konnte nur heimlich ausgelebt werden. Ausgelebt wurde sich auch reichlich unter den Männern, die in dieser Zeit beim Militär dienten. Aber sie waren ein gefundenes Fressen für Leute, die meinten mal schnell zu Geld zu kommen. Kommissär Reitmeyer muss sich mit einem schwierigen Fall beschäftigen. Am Isar Ufer wurde eine Leiche aufgefunden. Zunächst sah es ganz nach einem Unfall aus. Der Mann war sturzbetrunken, da kann man schon mal unglücklich stürzen. Die Behören sind nicht sehr daran interessiert, den Fall aufklären zu wollen. Es geht immerhin um sehr pikantes Material. Allerdings darf er nicht gegen das Militär ermitteln. Da sind ihm die Hände gebunden. Gegen verdeckte Ermittlungen kann aber niemand was einwenden. Die Recherchen führen Reitmeyer ausgerechnet auch in das mit ihm befreundete Haus der Familie von Dohmberg. Er ist mit Lukas und Caroline von Dohmberg befreundet. Sie haben noch einen jüngerenBruder Franz, der beim Militär dient. Die Autorin Angelika Felenda hat die damalige Zeit recht gut rüber gebracht, der Leser konnte sich von den damaligen Verhältnissen ein ordentliches Bild machen. Die Korrektheit und Strenge in den Behörden, die hierarchischen Kompetenzen kamen bei mir als Leserin gut an. Auch das Gehabe der jungen Offiziere beim Militär. Die Stimmung in der Vorkriegszeit war auch schon zu spüren. Allerdings entwickelte sich die Geschichte als solches in ein schwieriges Geflecht, was nicht so einfach zu verstehen war. Anfangs fand ich die Geschichte als solches plausibel und durchaus echt. Konnte dem auch noch gut folgen. Später verliefen sich einige Ansätze im Nichts und man war leicht geneigt den Faden zu verlieren. Dennoch wurde ich gut unterhalten, muss aber sagen, der 2. Band Wintergewitter hat mir besser gefallen. 

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  • Hätte ein toller Politkrimi werden können, die Spannung bleibt aber aus

    Der eiserne Sommer

    kreszenz

    11. May 2017 um 09:02

    Als begeisterte Leserin von Volker Kutscher freute ich mich auf eine Autorin, die deutsche Geschichte ähnlich stimmungsvoll und kriminalistisch, aber zur Kaiserzeit angeht. Leider wurde „Der eiserne Sommer“ nicht ganz meinen Erwartungen gerecht. Mehr dazu weiter unten. Das Buch spielt 1914 in München. Monarchie, Militär und die feine adlige Gesellschaft dominieren (noch) die Gesellschaft. An der Isar wird ein Toter gefunden, der allem Anschein nach betrunken gestürzt ist – eigentlich ein Routinefall für Kommissär Reitmeyer. Seine Jugendfreundin Caroline von Dohmberg, die als Ärztin in der Pathologie aushilft entdeckt jedoch schnell, dass beim Toten durch einen Medulastich nachgeholfen wurde. Kurz darauf taucht ein weiterer Toter auf und als Reitmeyers Ermittlungen auf Beteiligungen aus der Schwulenszene und dem Militär deuten, wird die Sache brenzlig, denn dort verkehrt auch Carolines Bruder… Eigentlich gelingt es der Autorin, eine tolle Stimmung zu erzeugen. Man taucht förmlich ein in den damaligen Alltag, kann den Bayerischen Defiliermarsch schon fast hören: Stattliche Offiziere, fesche Madln, dazu noch unsere prachtvolle Landeshauptstadt und ein paar veraltete Begriffe – mei, is des schee! Wenn da nicht nur die vielen Konflikte und Probleme wären! Armut in den Hinterhöfen, aufständlerische Arbeiter, Erpressung, homosexuelle Umtriebe (und dann auch noch im Militär!), jüdische Wucherer und schließlich auch noch Frauen, die sich emanzipieren wollen! Es sind so viele Themen, die untergebracht werden wollen. Einfach zu viele: Die Storyline leidet! Viele tolle Ansätze werden einfach unterbrochen und ein anderer Handlungsstrang wird weitererzählt. Klar müssen bei einem Krimi auch mal Spuren im Sand verlaufen dürfen, aber die ständigen Sprünge und Wendungen haben mich beim Lesen stellenweise eher verwirrt, als dass sie unerträgliche Spannung aufgebaut hätten. (Ich musste des Öfteren zurückblättern um Personen oder Geschehnisse nachzugucken, das ist schon ein schlechtes Zeichen…) Die vielen Geheimnisse, die jeder der Protagonisten mit sich herumschleppt und das ständige gegeneinander arbeiten behindern das Vorankommen der Handlung noch zusätzlich. Schade, die Spannungen zwischen Polizei und Militär sowie die Mauscheleien der Ministerien hätten einen tollen Politkrimi ergeben können. Mir war das Buch aber zu dokumentarisch.

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  • München 1914,.....

    Der eiserne Sommer

    hexe959753

    30. April 2017 um 09:50

    Es wird eine Leiche an der Isar gefunden, offensichtlicher weise betrunken die Treppe unglücklich heruntergefallen. Kommisar Reitmeyer ermittelt nur der Form halber. Im Laufe der Zeit wird der Fall aber immer verzwickter, da das Opfer nicht die Treppe unglücklich heruntergestürzt ist sondern betäubt nach dem Sturz von der Treppe mit einem Medulastich ermordet wurde. Der Ermordete war ein Erpresser, wie sich herausstellt und erpresste Militärs und hochgestellte Persönlichkeiten mit homosexuellen Neigungen. Reitmeyer wird immer wieder bei seinen Ermittlungen behindert, da wie damals üblich, ein Skandal vermieden werden muss und Ermittlungen beim Militär für ihn untersagt sind. Waser nicht sehen kann sind die militärischen Ermittlungen gegen Erpresser im homosexuellen Milieu. Der Roman beschreibt ganz gut das Deutschland vor dem ersten Weltkrieg, mit einem Militär das wie eine Parallelgesellschaft funktioniert. Sich abschotte und auch nicht der Gerichtsbarkeit untersteht. Eine Gesellschaft die sich in die Tasche lügt und Menschen, die nicht der Norm entsprechen oft sogar bis in den Tod treibt. Die Fahrlässigkeit mit der man den Weltkrieg in Kauf nimmt, damit man sich den gesellschaftlichen Entwicklungen nicht stellen muss.Der Roman zieht sich stellenweise ganz schön durch die Nebelbomben durch die sich Reitmeyer durchkämpft, das macht den Roman allerdings auch authentischer.Mein erster Kriminalroman, wo am Ende der Mörder nicht gefasst wird, sondern beiseite geschafft wird und die Ermittlungen einfach gestoppt werden.Leider im Sinne der damaligen Gesellschafft in Deutschland.Sehr lesenswert, wenn man sich für die Gesellschaft vor dem ersten Weltkrieg nach der Gründung von Deutschland interessiert.

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  • Krimi mit interessantem historischen Hintergrund

    Der eiserne Sommer

    Gise

    29. January 2017 um 23:16

    München 1914. Kommissär Sebastian Reitmeyer ermittelt in einer Mordserie, in den einige Offiziere verwickelt sind, gegen die er nicht vorgehen darf; und auch sein Vorgesetzter drängt ihn, nicht zu sehr in die Tiefe zu gehen. Doch der Fall entwickelt eine Eigendynamik, so dass er bald zusammen mit seinem Polizeischüler Rattler mittendrin in den Entwicklungen steckt. Die Bevölkerung feiert das hundertjährige Bestehen des königlichen Leibregiments, die Welt steht kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, und Reitmeyer muss sehen, was er mit seinen Recherchen anfängt.Dieses Buch ist der erste Band um den vorausschauenden Kommissär Reitmeyer, in dem er einerseits von politischen Intrigen gehemmt wird, andererseits geprägt ist von der politischen Situation, die nach den Schüssen von Sarajevo Richtung Krieg drängt. Eine große Rolle spielt seine Freundschaft zu Sepp Leitner, den er aus der Schulzeit kennt, und dessen Familie, denn scheinbar ist Sepps Bruder Franz in den Fall verwickelt. Reitmeyer muss einen Weg finden, allen gerecht zu werden, und dabei sehr vorsichtig sein nach allen Seiten. Das gelingt ihm auch sehr gut, und er wird schnell zu einem sympathischen Ermittler, den der Leser gern bei seiner Arbeit und auch in seinem Privatleben begleitet. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, und trotz der hohen Anzahl der handelnden Personen erhält man schnell einen guten Einblick in das Geschehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Der geschichtliche Hintergrund wird immer wieder eingeblendet, man kann sich sehr gut vorstellen, wie die Ermittlungen in der damaligen Zeit gelaufen sind. Nur über eines habe ich mich gewundert: Dass es vor ca. hundert Jahren so einfach gewesen sein soll zu telefonieren. Hier hätte ich gedacht, dass es zwar einige wenige Häuser gab, die an das Netz angebunden waren, aber Kommissär Reitmeyer greift sehr oft zum Telefon, meines Erachtens etwas zu oft.Insgesamt aber scheint dies eine interessante historische Krimireihe zu werden, die ich gerne weiterverfolgen werde.

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  • München 1914

    Der eiserne Sommer

    OmaInge

    19. April 2016 um 13:27

    Ein Krimi der mich gefesselt hat. Für mich das beste Buch seit langem. Kommissär Reitmeyer, ermittelt in einem Mordfall in München im Jahre 1914. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges steht unmittelbar bevor und Mitglieder des Militärs sind in den Mordfall (es bleibt nicht bei einem Mord) verwickelt. Nicht nur die Handlung spielt 1914, nein auch viele Ausdrücke versetzen den Leser zurück in die Vergangenheit. Zu Anfang hat mich das etwas befremdet aber je weiter ich gelesen habe um so mehr fühlte ich mich um 100 Jahre zurückversetzt. Es gibt nicht nur den einen Erzählstrang, aber erst im Laufe des Buches kann man als Leser die Fäden zusammenfügen um gleich wieder vor dem nächsten Knäuel zu stehen. „Kommisär“ Reitmeyer, die Hauptfigur ist mir sehr sympathisch und der Mann muss so einige private und berufliche Probleme lösen. Die gesellschaftlichen Machenschaften zwischen Militär, Adel und dem „normalen Volk“ haben mich voll in den Bann gezogen. Ich habe durch das Buch einen anderen Blick auf die Zeit vor 100 Jahren bekommen. Es ist für mich nicht „nur“ ein Krimi sondern auch ein Geschichtsbuch. Nicht die Geschichte, die ich aus der Schule kenne sondern die alltäglichen Sorgen und Nöte der Menschen, die Machenschaften der Militärs und die zeitweise Ohnmacht der untergebenen Kriminalbeamten. Meine Befürchtung, dass ein bayrischer Krimi zu viel unverständlichen Dialekt für eine norddeutsche Leserin mit sich bringt hat sich nicht bewahrheitet. Es freut mich, dass Angelika Felenda eine Serie um Kommisär Reitmeyer plant. Ich hoffe ich muss nicht zu lange auf den zweiten Band der Serie warten. Das Buchcover zeigt ein zeitgenössisches Foto – sehr passend. In schwarz/weiß gehalten, nur der Titel und eine Person im Hintergrund des Fotos sind farblich blau hervorgehoben. Der Titel „Der eiserne Sommer“ ist gut gewählt da auch das Militär eine Rolle im Buch spielt.

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  • Münchener Intrigen

    Der eiserne Sommer

    Langeweile

    16. March 2016 um 10:37

    Während die Nachricht ,dass der österreichische Thronfolger Prinz Ferdinand und seine Frau in Sarajewo ermordet werden,die Welt erschüttert,wird der junge Kommissär Sebastian Reithmeyer mit seinem ersten Fall beauftragt.Ein junger Mann wird nach einem Barbesuch am Ufer der Isar tot aufgefunden. Zuerst wird vermutet ,dass er in stark alkoholisiertem Zustand gestürzt ist und an den Folgen des Sturzes verstarb.Die junge Ärztin Caroline ,mit der Sebastian gut bekannt ist ,wurde in die Ermittlungen eingebunden.Sie hegt schon bald Zweifel an der Unfalltheorie ,an der ihr Chef jedoch festhält.Als noch weitere mysteriöse Todesfälle dazukommen,erkennt der Kommissär ,dass er in ein Wespennest gestochen hat.ie Verwicklungen reichen bis in die Chefetage,von wo die Ermittlungen auch immer wieder torpediert werden. Vor allen Dingen dieVerstrickung in die Homsexuellen-und Pornoszene erregen großes Aufsehen. Weil er immer wieder mit der Obrigkeit aneckt ,geraten er und der Polizeischüler Korbinius Rattler öfter in große Gefahr. Der Autorin ist es gelungen,den Kriminalfall mit dem Weltgeschehen zu verknüpfen.Ich fühlte mich gut unterhalten. Buchtitel: Der eiserne Sommer

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  • Der eiserne Sommer

    Der eiserne Sommer

    Themistokeles

    18. November 2015 um 08:19

    Mein erster Eindruck von diesem Roman war wirklich, oh hoffentlich geht das nicht so weiter, denn gewisse Abschnitte dieses Buches sind in der Form eines Protokolls geschrieben, welches sich sehr unangenehm lesen lässt, da teils die Zusammenhänge nicht deutlich sind, es einfach auch sehr stichpunkthaft wirkt. In diesem Augenblick und da auch direkt der erste Part des Buches so geschrieben ist, hatte ich ehrlich ein wenig Bedenken, was da noch auf mich zukommen würde. Jedoch gibt es deutlich mehr Stellen im Roman, die in einer normalen Form abgefasst sind, was ich doch dann nur sehr begrüßt habe. Allgemein hat die Autorin es nämlich sehr gut geschafft vor allen Dingen die Zeit zu treffen, in welcher der Roman spielt. Zum einen die typische preußische Korrektheit, Strenge und Art, die man den deutschen teils heute noch zuschreibt, wie auch einfach die Sprache und das Leben zu dieser Zeit. Das wird allein schon dadurch sofort sichtbar, dass es nicht Kommissar Sebastian Reitmeyer ist, der die Hauptrolle inne hat, sondern Kommissär Sebastian Reitmeyer, ein Wort, das einem fast ein bisschen noch einem Schreibfehler aussieht. Zum anderen sind die Spannungen, die damals, so kurz vor dem ersten Weltkrieg in der Luft lagen einfach super getroffen, wie auch jedwede politische Sichtweise dieser Zeit. Ich selbst musste mich jedoch zunächst in diesen Stil des Romans gewöhnen, der doch sehr auch von seiner Sprache und Art an diese Zeitepoche angelehnt ist. Jedoch ist es auch so, dass je mehr ich mich an die Art gewöhnt habe, desto besser wurde der Roman und desto höher wurde für mich auch die Spannung des Krimis, da man irgendwann mehr anfangen konnte auf die Handlung zu achten, da ich nicht mehr so vom Schreibstil abgelenkt wurde. Des Weiteren muss ich auch einfach sagen, dass Sebastian Reitmeyer ein Charakter ist, den ich sehr sympathisch finde. Zwar gegängelt von seinem Vorgesetzten und der politischen Lage, bleibt er sich durch den gesamten Krimi hinweg treu und gibt die Ermittlungen nicht auf, die noch zu einem spannenden und interessanten Motiv und Ergebnis führen. Für mich ein Krimi, der durchaus sehr lesenswert ist, wenn man sich einmal in ihn einlesen konnte, da er einfach von seiner Epoche und Handlung sehr gelungen ist, auch wenn ich zunächst Schwierigkeiten mit diesem sehr nah an der Handlungszeit liegenden Stils hatte.

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  • Buchverlosung zu "Der eiserne Sommer" von Angelika Felenda

    Der eiserne Sommer

    Suhrkamp Verlag

    Wer schwach ist, muss untergehen. Adventszeit ist Lesezeit! Und was gibt es da Schöneres, als sich mit einem packenden Krimi in den Lieblingssessel zu verkrümeln? Deswegen haben wir ein tolles Gewinnspiel für Euch vorbereitet und verlosen 15 Leseexemplare von Angelika Felendas mitreißendem Krimi Der eiserne Sommer! Zum Buch: Juni 1914: Zwei Schüsse fallen in Sarajewo, und die Welt rückt an den Abgrund. Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, ist tot. Zur gleichen Zeit steht Kommissär Reitmeyer in München vor einer schwierigen Entscheidung. Er hat es satt, die Marionette des Polizeipräsidenten zu sein. Die Leiche eines jungen Mannes führt ihn von den Arbeitervierteln bis in die Villen der Großbürger. Und in das berüchtigte Café Neptun, Vergnügungsort der Offiziere. Der Polizeipräsident drängt ihn, nicht noch tiefer zu schürfen, und gegen das Militär darf er per Gesetz nicht ermitteln. Da macht Reitmeyer eine ungeheuerliche Entdeckung, die nicht nur ihn selbst zum Abschuss freigibt, sondern die das ganze Land in den Untergang stürzen könnte. Hier geht’s zur Leseprobe » Als kleinen Vorgeschmack könnt Ihr Euch schon einmal den Trailer anschauen: »Die Zeit um 1914, der Beginn des Ersten Weltkriegs, das war für mich immer weit weg ... Der eiserne Sommer lässt diese Zeit in meinem Kopf lebendig werden. Schafft ein Gefühl für die Verklemmtheiten, das Obrigkeitsdenken und die geistigen Zwänge. Spannend und lehrreich!« – Christian Beisenherz, WDR Na, Lust auf einen historischen Krimi bekommen? Dann beantworte uns bis 8. Dezember 2014 einfach folgende Gewinnfrage: Wie stellst Du Dir München im Jahr 1914 vor? Wir freuen uns auf Eure Antworten! Zur Autorin: Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München. Der eiserne Sommer ist ihr erster Roman.

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    • 90
  • Am Vorabend des 1. Weltkriegs

    Der eiserne Sommer

    Starbucks

    15. September 2015 um 21:56

    Angelika Felendas historischer Kriminalroman „Der eiserne Sommer“ kommt als broschiertes Buch in etwas größerem Format als Taschenbuchformat. Das Cover ist ein Hingucker, denn man kann durch die Cafészene im Englischen Garten von München sofort sehen, in welcher Zeit und an welchem Ort dieser Roman spielt. Ganz toll ist der wirklich plastische und sehr nach Eis aussehende Titel und die Person im gleichen Farbton, die hinten im sonst schwarz-weißen Bild platziert ist. Sehr gelungen! „Der eiserne Sommer“ der erste Roman in einer Reihe um Kommissär Reitmeyer, spielt kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs in München. Der Kommissar ist einer Mordserie auf der Spur, die ihn in die gutbürgerlichen Kreise der Großstadt führt. Allerdings gestalten sich die Ermittlungen sehr kompliziert, da der Ermittler nicht gegen das Militär vorgehen kann. Und auch mit dem Polizeipräsidenten fühlt sich Reitmeyer gegängelt. Besonders nach dem Attentat in Sarajewo soll nichts auf das Militär kommen. Aber aus verschiedenen Gründen beschließt Reitmeyer, sich nicht zu fügen und ermittelt weiter… Ich wollte den Roman u.a. auch lesen, weil ich schon mehrere historische Krimis aus der Zeit der Jahrhundertwende gelesen habe, die mir durchweg gut gefallen haben. Mit dem Jahr 2014 ist ja auch der Erste Weltkrieg wieder sehr in den Focus der Öffentlichkeit gerückt, wo er lange Zeit ja hinter dem Zweiten Weltkrieg in der Dokumentation immer im Schatten stand. Ich finde die Zeit einfach sehr interessant und versetze mich mit Hilfe von Büchern gern in diese Zeit. Der Roman ist ein literarisch sehr schön geschriebener Krimi von guter Qualität. Die Autorin versteht ihr Handwerk. Man darf also auf die Folgefälle des Kommissars gespannt sein, vor allem auch, wann sie spielen werden, vielleicht im Krieg oder gar später, in den 20ger Jahren? Man darf gespannt sein. Das Buch hat seine vier Sterne sehr verdient.

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  • Guter Auftakt einer Krimireihe

    Der eiserne Sommer

    badwoman

    13. September 2015 um 17:37

    Der Krimi „Der eiserne Sommer“ von Angelika Felenda spielt 1914 in München, kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges. Kommissär Sebastian Reitmeyer ermittelt in einer mysteriösen Mordserie. Diese Verbrechen führen ihn in die unterschiedlichsten Schichten der Münchner Gesellschaft, vom Bankier bis zum Laufjungen. Schnell wird klar, dass er seine Arbeit nicht so verrichten darf, wie er es möchte und müsste, zu viel steht für die einflussreichen Großbürger und Offiziere der Stadt auf dem Spiel. Und auch das Gesetz untersagt ihm, gegen das Militär zu ermitteln. Das bringt den Kommissär in eine Zwickmühle, schließlich muss er sein Handeln mit seinem Gewissen vereinbaren können. Diesen Auftakt zur Reihe um Kommissär Reitmeyer finde ich sehr gelungen. Als Leser hat man das Gefühl, dass Frau Felenda sehr gut recherchiert hat, wie sich das Leben in dieser Zeit gestaltete. Es werden einige soziale Missstände thematisiert, z.B. das Verbot der Homosexualität, das einher ging mit der teilweise verbrecherischen Verschleierung derselben. Auch die Allmacht des Militärs wird gut beschrieben, ebenso wie die unterschwellige Angst vor dem Krieg. Die Autorin versteht es, auch durch eine an jene Zeit angepasste Sprache den Leser in diese Zeit mitzunehmen, so dass sich im Kopf eine recht genaue bildliche Vorstellung der Geschehnisse entwickelt. Die Spannung wurde recht gut gehalten, es gab nur wenige Längen. Ich war positiv überrascht von diesem Buch, hätte nicht gedacht, dass es so spannend ist. Das Cover spricht mich nicht besonders an, die Farben sind schon sehr düster, allerdings passt es, wie auch der Titel, schon gut zum Buch und zum Inhalt. Im Laden hätte ich mir dieses Buch aber wahrscheinlich nicht näher angesehen - und hätte was verpasst!

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  • Der Beginn einer neuen Krimireihe ...

    Der eiserne Sommer

    Bellis-Perennis

    München, Sommer 1914 – Kommissar Reithmeyer ist mit Ermittlungen zu vermeintlichen Unfällen beschäftigt, die sich als Morde im Schwulenmilieu herausstellen. Von seinen Vorgesetzten wird der Beamte angehalten, nicht allzu genau zu ermitteln, sind doch einige Militärs und einflussreiche Familien in die Sache verwickelt sind. Mehrere zivile und militärische Dienststellen kochen ihr eigenes Süppchen. Kann sich Leitmeyer gegen deren Interventionen durchsetzen? Wird er den Mörder finden? Mir hat der Krimi recht gut gefallen. Der Schauplatz München ist überraschend angenehm. Man merkt noch nicht viel von den bahnbrechenden Veränderungen, die in den nächsten Wochen auf die Menschen zu kommen werden. Doch hier und da schimmert der zukünftige Verlauf der Geschichte durch. Die Figur des Leitmeyers könnte vielleicht ein wenig präziser ausgeführt werden. Meine Lieblingsgestalt ist der Polizeischüler Korbinian Rattler – jung, intelligent und aufmüpfig.

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    • 3

    Igelmanu66

    31. July 2015 um 17:25
    Arun schreibt Hat mir auch gut gefallen.

    Mir auch :)

  • Gut und Gut gemeint ist nicht das gleiche

    Der eiserne Sommer

    Luna7_

    Der eiserne Sommer ist Kommisär Reitmeyers erster Fall. Es spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges, was jedoch im Buch eher eine Nebenrolle spielt. Zu Beginn des Buches liest man einen Tagebucheintrag eines Offiziers, hier kann die Stimmung und die angespannte Situation gut vermitttelt werden. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser auch genauer, was es mit den Offizier auf sich hat. In der Geschichte selbst muss Reitmeyer einen Mord aufklären, der, je mehr ermittelt wird, sich zu einer ganzen Mordserie entwickelt. Dennoch bekommt Reitmeyer von oben Anweisungen, nicht zu gründlich zu ermitteln, da es sich in diesem Fall um Straftaten handelt, die sich in militärischen Kreisen abspielen. Es geht um Homosexualität, Schulden und Mord. Da die politische Lage angespannt ist, soll das deutsche Militär jedoch nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden. Nebenbei entwickelt sich noch so etwas wie eine Liebesgeschichte. Die Themen an sich finde ich sehr interessant, dennoch muss ich sagen, dass es an der Umsetzung haperte. Es gab zwar einen Spannungsbogen, dieser war jedoch relativ flach un ebbte dann ganz ab. Daher gut gemeint, aber es reicht trotzdem nicht.

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    • 2

    Arun

    31. May 2015 um 00:10
  • München 1914

    Der eiserne Sommer

    PaulTemple

    Nachdem die Zeit der Weimarer Republik mittlerweile von Dutzenden Autoren als Schaubühne für Kriminalromane genutzt wird, weicht die Autorin in ihrem Debütroman erfreulicherweise davon ab. Anstelle von Berlin findet sich der Leser in München wieder, statt der Zwanziger Jahre wird das prägnante Jahr 1914 geboten. Dass ein historischer Krimi vor allem durch die Atmosphäre lebt, wird ebenfalls beachtet - sehr treffend wird die damalige Dominanz des Militärs in sämtlichen Gesellschaftsschichten dargestellt und mit bayerischer Atmosphäre verbunden. Der Hauptprotagonist, Kommissär Reitmeyer, bleibt leider etwas blass, dies wird hoffentlich im nächsten Band vertieft. Auch inhaltlich wird nicht ganz die Tiefe eines Herrn K. erreicht, dennoch liest sich das Buch mit spannender Motivation. Insgesamt ein erfrischend anderer historischer Krimi - lesenswert!

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    • 7
  • München kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges

    Der eiserne Sommer

    Bibliomania

    14. April 2015 um 17:29

    Ein spannender Plot! Wie war es wohl zu der Zeit in München? Nachdem ich ein München-Wochenende geplant hatte, wollte ich genau diesen Roman lesen, zur Einstimmung und vielleicht, um auch einige Schauplätze zu besuchen, die im Buch eine Rolle spielen. Und ich muss sagen: Gott sei Dank! Nur dank der Tatsache, dass ich vor Ort war, war es ein ganz nettes Lesevergnügen. Ich konnte mir dann immer vorstellen, wo sich Kommissär Reitmeyer aufhielt. Dennoch war es mir ein wenig lau, was den geschichtlichen Teil angeht. Es sollte ja so ähnlich sein wie Volker Kutscher, aber nun muss ich dringend einen Vergleich ziehen und auch mal den ersten Fall von Gereon Rath lesen. Sebastian Reitmeyer soll einen Mord klären. Dabei gerät er immer weiter in die betuchte Gesellschaft und prallt wieder und wieder am Militär ab. Was haben die Offiziere damit zu tun? Warum wird er ständig an seinen Ermittlungen gehindert? Ein Ausflug in die dunkelsten Geheimnisse des Adels entführt den Leser in die damaligen Abgründe der Homosexualität...

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  • MÜnchen 1914

    Der eiserne Sommer

    gagamaus

    27. March 2015 um 11:02

    Der eiserne Sommer ist der erste Band einer Reihe um den Kommissär Sebastian Reitmeyer. Zeit und Ort der Handlung sind München im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, just an dem Tag, als der Thronfolger in Sarajewo erschossen wird. Schnell ist man in der damligen Zeit drinnen. Man spürt bereits erste anti-semitische Züge und Reitmeyer, der Kommisär soll einen Bericht schreiben, dass sich die Verbrechen mehren, wo dem doch gar nicht so ist. Er ist also bereits in einer politischen Zwickmühle, als er erfährt, dass an der Ludwigsbrücke ein Toter liegt. Es war wohl einer, der nach Amerika auswandern wollte und dem jemand etwas in seinen Schnaps getan hat, beovr er ihm draußen aufgelauert und ihn ermordet hat. Aber davon weiß Reitmeyer erst mal noch nichts, sieht doch alles nach einem Unfall aus. Erst im Laufe der Ermittllungen wird klar, dass es wohl um den Tatbestand der gleichgeschlechtlichen Unzucht geht. Denn damals war Homosexualität noch strafbar. Ich wusste das zwar, aber erst mit diesem Buch wurde es mir wieder richtig bewusst. Reitmeyer, der von Hause aus nicht ganz mit der Denkweise seiner Vorgesetzten konform geht. bekommt bald noch mehr Schwierigkeiten, da seine Nachforschungen bald auch in militärischen Kreisen ankommen und man sich dort auf den Schlips getreten fühlt und Homosexualität bei der Armee noch schlechter akzeptiert wird als andernorts. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Der Autor schafft es gut, das Gleichgewicht zwischen Kriminalroman und Historischem Beiwerk auszupegeln, so dass man einiges aus der damaligen Zeit erfährt aber dennoch der Krimihandlung gerne folgt und gespannt ist, wie Reitmeyer sich zwischen den Fronten gewegt. Er ist gar nicht ungeschickt darin, weiter nach der Wahrheit zu suchen und es dennoch seinem Chef recht zu machen und niemand zu sehr blosszustellen. Das hat ihn mir sehr symphatisch gemacht. Auch ist er kein gebrochener Charakter, wie so oft in Krimis. Was aber noch kommen kann, da ja der Krieg bevorsteht. Ein Plus für mich war, dass ich die meisten Orte der Handlung persönlich kannte und vor meinem Auge deshalb das Kopfkino besonders gut funktioniert hat.

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