Angelika Godau Biertrinker sind verdächtig

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 12 Rezensionen
(7)
(5)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Biertrinker sind verdächtig“ von Angelika Godau

Detlev Menke, Frauenliebling und einziger Sohn eines großen Weingutes, hält nicht viel von regelmäßiger Arbeit. Er lebt vom Geld, das Mutter und Schwester erwirtschaften, ohne darüber weiter nachzudenken. Erst als ihm der Geldhahn zugedreht wird, und sich seine Freundin Michelle von ihm trennt, ist er gezwungen, etwas zu unternehmen. Am wenigsten Arbeit, dafür viel Spannung verspricht er sich vom Beruf eines privaten Ermittlers. Er wird also Detektiv, und gleich sein allererster Auftrag macht ihn zum Tatverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Die Frau, mit der er verabredet
war, um kompromittierende Fotos für deren Ehemann zu machen, liegt erdrosselt und splitternackt im Hotelbett, und seine Ex-Freundin Michelle wurde entführt ...

spannend und erfrischend, mit einigen Längen

— Kaffeetasse

Humorvoller Krimi mit viel Lokalkolorit!

— mabuerele

Spannender Pfalz-Krimi mit viel Lokalkolorit und realitätsnaher Ermittlungsarbeit

— AnnieHall

Wunderbarer und gut recherchierter Pfalzkrimi

— vronika22

Hoffnungsfroh stimmender Reihenauftakt

— Matzbach

Was mir an Spannung fehlte, macht das Buch durch seinen Lokalkolorit wett. 3,5 Sterne

— hasirasi2

Spannend, witzig und überaus kurzweilig. Ein rasanter Pfalz-Krimi der es in sich hat.

— twentytwo

Ein spannender Krimi, der nicht nur Fernsehkrimiklischees aufklärt, sondern in dem es auch einen besoffenen Alli(gator) gibt.

— Xynovia

Stöbern in Krimi & Thriller

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Spannend und sehr überzeugend geschrieben. Habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen.

Sassenach123

Das bisschen Mord

Krimi zum Wohlfühlen und entspannen. Die perfekte Bettlektüre

Ladybella911

Stille Wasser

Spannend und voller Geheimnisse, ein Krimi der uns in die Abgründe der Seele blicken lässt.

Ladybella911

Ich bin nicht tot

Teilweise vielleicht etwas überzogen, aber überaus spannend! Bitte mit dem zweiten Teil beeilen ;)

Schattenkaempferin

Das Vermächtnis der Spione

Einblick in die Spionage des Kalten Kriegs ohne viel Action

Schugga

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, dennoch eine tolle Story.

VickisBooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Spannender Ausflug in die Pfalz

    Biertrinker sind verdächtig

    Streiflicht

    26. August 2017 um 12:05

    Die ersten Seiten haben mich nicht so recht begeistert und ich brauchte ein bisschen, bis ich wirklich drin war in der Geschichte. Aber dann hat es mir gut gefallen und ich mochte die Besonderheiten dieses Regionalkrimis. Den Dialekt, den einer der Chefs bei der Polizei spricht, die Beschreibungen der Landschaft vor Ort in der Pfalz und die ganze Lebensart haben mir gut gefallen – es war wie ein netter und zugleich spannender Ausflug in diesen Teil Deutschlands. Detlev Menke, anfangs Hauptfigur und verkrachte Existenz, findet eine weibliche Leiche in einem Hotelzimmer. Eigentlich war es ein erotisches Treffen, aber dann hat er die Polizei am Hals und steht im Verdacht ein Mörder zu sein. Dabei sieht er sich doch als Privatdetektiv.... Anfangs mochte ich ihn nicht sonderlich, da er ein Weiberheld ist und vom Geld seiner Mutter lebt, die gutgehendes Weingut hat. Erst nach und nach wird er sympathisch und taut auf. Gut gefallen hat mir die Polizei mit ihren Mitarbeitern. Diese werden in ihrer täglichen Arbeit so gut beschrieben, dass man den Alltag und die Ermittlungsarbeit quasi direkt mitbekommt. Das hat mir Spaß gemacht, zumal man dann ja auch raten konnte, wer der Mörder ist. Einzig der mehrfache Hinweis, dass in der Realität alles anders ist als in Filmen, hat mich etwas gestört. Ich habe gelacht, war genervt von einer schrecklichen Person, habe mit Detlev und seiner Familie mitgefühlt: Die Autorin hat es wunderbar geschafft, den Leser mit in die Geschichte zu ziehen und die Figuren so darzustellen, wie sie eben im Leben wirklich sind. Gerne wäre ich bei einem zweiten Fall des Detektivs Deti dabei!  

    Mehr
  • Leserunde zu "Biertrinker sind verdächtig" von Angelika Godau

    Biertrinker sind verdächtig

    AngelikaGodau

    Mein erster Pfalzkrimi kommt morgen in den Handel.....Menke, Detlev Menke, Sohn eines großen Weingutes, trinkt lieber Bier und das Arbeiten hat er auch nicht erfunden. Spaß und wenig Anstrengung verspricht er sich vom Detektivberuf, leider macht ihn schon sein erster Auftrag zum Hauptverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Obendrein wird seine Exfreundin entführt und alle Beweise seiner Unschuld, sind spurlos verschwunden., Es sieht nicht gut aus für den Womanizer, zumal Oberkommissarin Tabea Kühn so gar nichts von ihm hält...wäre da nicht Dackel Alli, wer weiß, wo das geendet hätte.. Spannung, Psychologie und eine dicke Portion Humor verbinden dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Wer ist reif für Menke? Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Portalen sind Voraussetzung. Die Autorin ist bei der Leserunde dabei und bedankt sich beim SWB-Verlag herzlich für die Rezi-Exemplare.

    Mehr
    • 352
  • spannend und erfrischend, mit einigen Längen

    Biertrinker sind verdächtig

    Kaffeetasse

    23. August 2017 um 17:58

    Detlev, lebensunerfahren, wäre gerne privater Ermittler und schon bald steckt er mitten in einem Kriminalfall. Er wollte sich in einem Hotel mit der jungen Britta Steinbach treffen und im Auftrag ihres Ehemannes Fotos machen. Doch Britta Steinbach ist tot. Und seine Ex-Freundin Michelle entführt. Detlev ist für mich persönlich ein totaler Reinfall, hat noch nie gearbeitet, von nix Ahnung, aber eine große Klappe. Um seine Mutter und das Weingut kümmert er sich auch nicht. Sympathie kam da bei mir nicht auf, aber muss es ja auch nicht. Dafür habe ich seinen Hund Alligator von Anfang an ins Herz geschlossen und seine Rolle hat sich im Verlauf der Geschichte auch nur positiv, nämlich heldenhaft, entwickelt. Auch bei Detlev war eine Entwicklung sichtbar, da der Charakter sehr gut in seinen Facetten dargestellt wurde. Zudem waren einige Abschnitte des Buches aus Sicht von Detlev verfasst, sodass der Leser auch zum Teil ziemliche witzige Einblicke in sein Inneres erhielt. Die Geschichte dieses Buch ist einfach, aber dennoch spannend. Zwar ahnte ich recht früh, wer der Mörder war, aber dennoch konnte das Buch bis zum Schluss die Spannung halten (auch wenn man im letzten Drittel sicher wusste, wer es war und warum). Das Ende des Buches stimmte mich wieder versöhnlicher, denn zwischendrin gab es einige Längen. Die Autorin ging sehr detailliert auf die Ermittlungsarbeit ein, so war man auch während der Obduktion anwesend und es gab immer wieder Hinweise auf die Unterschiede zwischen Film und Realität. Zwar zeigt das natürlich, dass der Krimi exzellent recherchiert war, allerdings entstanden dadurch auch einige Wiederholungen.  Dennoch konnte mich der Schreibstil der Autorin überzeugen, locker und spritzig, mit einigem Wortwitz kam ich recht zackig durch die sehr kurzen Kapitel. Alles in allem kann ich sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin mag, die Geschichte spannend war, ich mir aber ein paar Kürzungen bei der Ermittlungsarbeit gewünscht hätte.

    Mehr
  • Mord in der Pfalz

    Biertrinker sind verdächtig

    mabuerele

    17. August 2017 um 21:27

    „...Es war deutlich, dass seine Kollegin etwas gegen den jungen Mann hatte...Da er aber etliche Jahre verheiratet war, wusste er, wann es für einen Mann besser war zu schweigen...“ Als Detlev Menke das Hotelzimmer betritt, liegt die Frau, die dieser treffen wollte, auf dem Bett. Doch dort wartet sie nicht auf das Rendezvous, denn sie ist tot. Detlev ruft die Polizei. Oberkommissarin Tabea Kühn und Norman Sand treffen auf Detlev. Normans Gedanken gibt das obige Zitat wieder. Die Autorin hat einen humorvollen Krimi geschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Detlev war 8 Jahre, seine Schwester Wiebke 12 Jahre, als der Vater starb. Die Mutter hat das Weingut der Familie weitergeführt. Nun steht ihr Wiebke zur Seite. Detlev ist allerdings in erster Linie Sohn. Als ihm die Familie droht, dass der monatliche Scheck ausbleiben könnte, macht er ein Detektivbüro auf. Sein erster Fall sollte der Nachweis der Untreue einer Ehefrau sein. Die Frau aber ist nun tot. Der Ehemann scheint vom Tod seiner Frau nicht sehr betroffen. Er ist leidenschaftlicher Angler. Alles andere interessiert ihn nur marginal. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Selbst mit dem Pfälzer Dialekt von Peter Pawenke, dem Leiter der K11, hatte ich keine Probleme. Gekonnt kombiniert die Autorin eine spannende Handlung mit vielfältigen Informationen. Ich mag auch den Rechtsmediziner, der einerseits viel Humor hat und der mich außerdem darüber aufklärt, welche Unterschiede es zwischen einem Fernsehkrimi und der Wirklichkeit gibt. Die Besonderheiten von Bad Dürkheim, insbesondere der Wurstmarkt, spielen in der Geschichte ebenfalls eine Rolle. Gut dargestellt wird die Entwicklung von Detlev. Es ist nicht nur die Oberkommissarin, deren Ablehnung und Missachtung er ertragen muss. Auch die Standpauke, die ihm Anette auf dem Wurstmarkt hält, ist nicht von schlechten Eltern. Berührend fand ich das Gespräch zwischen Detlev und seiner Schwester. Es war eine der großartig ausgearbeiteten ernsten Szenen. Der mögliche Täter zeichnet sich relativ früh ab. Spannung wird aber dadurch aufgebaut, dass nicht klar ist, wie manch anderer in das Geschehen verstrickt ist. Die Wahrheit erfahren die Kriminalisten nur stückweise. Allerdings wird Tabea sehr schnell deutlich, wenn man versucht, ihr Märchen zu erzählen. Im Team der Kriminalisten herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Das Besondere der Schreibstils ist, dass es in bestimmten Abschnitten Ich-Erzähler gibt. So wird der beginn der Geschichte aus der Sicht von Detlev geschildert. In einem langen Monolog hat der Täter ebenfalls die Möglichkeit, mich über seine Vorgehensweise, seine Motivation und seine Vergangenheit zu informieren. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe auf weitere Fälle des Teams. Mit einem weiteren Zitat möchte ich die Rezension beenden: „...Kennst du den Unterschied zwischen einen Rhein-Hessen und einem Pfälzer? Der aus Rheinhessen geht abends aus, trinkt drei Weinschorle, nimmt sich ein Taxi und lässt sich nach Hause fahren, der Pfälzer trinkt auch drei Weinschorle und ist der Fahrer...“

    Mehr
    • 4
  • Biertrinker sind verdächtig...

    Biertrinker sind verdächtig

    AnnieHall

    14. August 2017 um 18:31

    Biertrinker sind verdächtig ist ein Pfalz-Krimi von Angelika Godau, erschienen 2017 bei swb media publishing. Detlev Menke betreibt in seinem Heimatort Bad Dürkheim eine Privatdetektei, die mehr schlecht als recht läuft. Da ist es nicht verwunderlich, dass er seinen ersten Auftrag ohne groß zu zögern annimmt und es gleich darauf bereut: Britta Steinbach, die Frau mit der er zu einem Date verabredet war, um heimlich kompromittierende Fotos zu schießen, liegt erdrosselt auf dem Hotelbett. Oberkommissarin Tabea Kühn glaubt Menke kein Wort und zeigt sich zudem ziemlich unempfänglich für den Charme des Frauenlieblings. Eine ominöse Datei auf einem USB-Stick könnte seine Geschichte untermauern, doch dieser ist plötzlich spurlos verschwunden…. Angelika Godau hat einen spannenden Regionalkrimi geschrieben, der den Fokus auf die Ermittlungsarbeit legt und mit Lokalkolorit, Realitätsnähe und ausgefeilten Charakteren zu überzeugen vermag. Zwar lässt sich recht früh erahnen, wer der Mörder ist, dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch, da das Verbrechen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird, bis sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt und die Geschehnisse in einer dramatischen Schlussszene gipfeln. Bisweilen verliert sich der Krimi ein wenig in der akribischen Polizeiarbeit, dies jedoch mein einziger Kritikpunkt an einem ansonsten sehr gut geschriebenen und recherchierten sowie durchdachten Regionalkrimi. Fazit: Lesenswerter Pfalz-Krimi mit viel Lokalkolorit, originellen Ermittlern und gut komponiertem Kriminalfall.

    Mehr
    • 3
  • Spannender Pfalz-Krimi

    Biertrinker sind verdächtig

    esposa1969

    13. August 2017 um 20:42

    Klappentext:Detlev Menke, Frauenliebling und einziger Sohn eines großen Weingutes, hält nicht viel von regelmäßiger Arbeit. Er lebt vom Geld, das Mutter und Schwester erwirtschaften, ohne darüber weiter nachzudenken. Erst als ihm der Geldhahn zugedreht wird, und sich seine Freundin Michelle von ihm trennt, ist er gezwungen, etwas zu unternehmen. Am wenigsten Arbeit, dafür viel Spannung verspricht er sich vom Beruf eines privaten Ermittlers. Er wird also Detektiv, und gleich sein allererster Auftrag macht ihn zum Tatverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Die Frau, mit der er verabredet war, um kompromittierende Fotos für deren Ehemann zu machen, liegt erdrosselt und splitternackt im Hotelbett, und seine Ex-Freundin Michelle wurde entführt ...Meine Meinung:Dieser Pfalz-Krimi "Biertrinkeker sind verdächtig" von Autorin Angelika Godau hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und begeistert, zum einen da die Handlung rund um die Gegend spielt, in der ich geboren und aufgewachsen bin, zum anderen da die Geschehnisse sehr tempo- und abwechslungsreich sind.Wie man dem Klappentext bereits entnehmen kann, lernen wir - in der Ego-Perspektive - den Privatermittler Detlev Menke kennen, der dummerweise zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort ist. So wird er gleich selbst zum Verdächtigen. Glücklicherweise klärt sich dieser Irrtum auf, nur läuft der wahre Täter (oder Täterin) natürlich weiterhin herum und Detlev muss gehörig aufpassen nicht selbst in Gefahr zu geraten...Die Idee, dass Privat- und Hobby-Ermittler immer mehr die Falllösung in Kriminalromanen übernehmen ist inzwischen bewährt und verbindet eben den eigentlichen Fall als Rahmenhandlung mit dem jeweiligen Protagonisten und deren Privatleben als angenehme Nebenhandlung. So hier geschehen, da wir Detlev sehr genau kennenlernen. Wobei er hier der Ermittler zum Verdächtigen wird.Von Anfang an war ich gefangen von der Handlung, fand mich an vielen Orten wieder, dank des wunderbar eingefärbten Lokalkolorits meiner Heimat, mochte die Perspektivenwechsel und wartete gebannt auf die Auflösung.67 angenehm kurze und kurzweilige Kapitel verteilen sich auf knapp 300 Seiten, die Schrift empfinde ich von ihrer Größe her als gut lesbar.Cover:Da ich in dem Bad Dürkheimer Riesenfass schon sehr oft gegessen habe, viele Feiern dort schon stattgefunden haben, kenne ich natürlich den Platz rund um Riesenfass (schon vom Wurstmarkt her natürlich) sehr sehr gut und fühle mich beim Betrachten des Covers richtiggehend dorthin versetzt.© esposa1969 

    Mehr
    • 2
  • Saumagen, Leberknödel, Wurstmarkt und Co in viel Spannung verpackt!

    Biertrinker sind verdächtig

    vronika22

    13. August 2017 um 14:21

    Inhalt:Detlev Menke, Sohn einer Winzerfamilie ist sozusagen "von Beruf Sohn" und lebt munter in den Tag hinein - allerdings auf Kosten der Familie. Nun hat er ein Fernstudium gemacht und sich als Detektiv selbständig gemacht. Sein erster Auftrag besteht aus einer Verabredung mit der 26jährigen Britta Steinbach in einem Hotelzimmer. Der Auftrag ist etwas mysteriös und es sollen kompromittierende Fotos gemacht werden. Detlev vermutet, dass ein eifersüchtiger Ehemann dahinter steckt. Doch als Detlev ins Hotelzimmer kommt findet er Britta Steinbach ermordet vor. Dadurch gerät er selbst unter Mordverdacht.....dies sollte zum Inhalt genügen....schließlich möchte ich nichts vorweg nehmen.Meine Meinung:Dieser Krimi spielt in der Pfalz. Da ich selbst eine echte Pfälzerin bin und die Umgebung von Bad Dürkheim sehr gut kenne, kann ich bestätigen, dass Angelika Godau alles sehr gut recherchiert hat. Die ganzen Ortschaften und Lokalitäten gibt es wirklich genau so! Mit Saumagen, Leberknödel, "Wingerte", und natürlich dem Dürkheimer Fass und dem Wurstmarkt usw. hat es die Autorin geschafft wirklich sehr viel Pfälzer Lokalkolorit in den Krimi einzubauen.Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Es kommt recht bald Spannung auf und dieser Spannungsbogen hält sich bis zum Ende. Und gekonnt verstand es die Autorin wirklich bis zum Ende Spannung zu erhalten, obwohl schon fast zur Buchmitte ein sehr starker Verdacht auf den Mörder aufkam, der sich dann immer mehr erhärtet und bestätigt hat.Vom Schreibstil her ist das Buch richtig gut zu lesen. Es ist in viele sehr kurze Kapitel gegliedert. Diese Kapitel sind in wechselnder Sichtweise aus Sicht der verschiedenen Hauptprotagonisten geschrieben. Dies ist sehr schön gelöst, weil man sich so in alle sehr gut hineinversetzen kann.Und es war auch immer klar, aus welcher Sicht gerade berichtet wird, obwohl die Kapitel nicht übertitelt sind.Die Geschichte ist immer mit ein wenig Humor, teilweise auch mit Sarkasmus gewürzt, so spielt ein Dackel namens Alligator oder auch Alli eine nicht unbedeutende Rolle. Auch diese Idee fand ich sehr witzig.Meine Lieblingsstelle ist auf Seite 225, also es darum geht, dass jemand mit einem Aschenbecher erschlagen wurde: "Tatwaffe ist ganz eindeutig der Aschenbecher. Ich sage ja immer, rauchen kann tödlich sein" Köstlich dieser Humor, kann ich (als Nichtraucherin) nur sagen!Da es sich um einen Pfälzer Regionalkrimi handelt, spielt die Gegend um Bad Dürkheim, sowie eine Winzerfamilie und natürlich der Wurstmarkt eine bedeutende Rolle. Gelegentlich ist auch etwas Pfälzer Dialekt eingestreut, vor allem wenn Ermittler Pawenka etwas gestresst oder aufgeregt war. Dadurch kam der Krimi bei mir sogar noch authentischer an.Die Protagonisten konnten mich sehr gut überzeugen. Angelika Godau schafft es alles sehr realistisch beim Leser ankommen zu lassen, als wäre man selbst dabei. So konnte ich mir den Stress der Winzerfamilie Menke zu Zeiten des Wurstmarktes lebhaft vorstellen. Und auch Sohn Deti wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Und auch beim Ermittlungsteam war mir einer sympathischer als der andere. Herrliche Protagonisten mit vielen Eigenarten kommen insgesamt vor und beleben den Krimi noch zusätzlich.Sehr schön fand ich es, dass auch immer wieder aus Sicht der Ermittler berichtet wurde und man sozusagen einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Polizei werfen konnte. Angelika Godau hat sich sowohl in der Rechtsmedizin als auch bei der Polizei genauestens erkundigt und gute Recherchearbeit geleistet. Sie weiß wirklich immer wovon sie schreibt.Der Krimi ist sehr autentisch geschrieben. Alles in allem wirklich ein toller Pfalzkrimi. Jeder der gerne humorvolle Regionalkrimis liest, sollte diesen unbedingt lesen. Und für Pfälzer Krimifreunde ist dieser Krimi sowieso ein Muss!

    Mehr
    • 2
  • Sympathisches Ermittlerduo, das sich erst aneinander raufen muss

    Biertrinker sind verdächtig

    Matzbach

    13. August 2017 um 10:34

    Detlev Menke, Spross einer finanzkräftigen Winzerdynastie, ist so etwas wie das schwarze Schaf der Familie. Er genießt das von der Mutter finanzierte Leben eines Bonvivants und bevorzugt Bier dem Wein. Kein Wunder, dass es seiner Mutter und seiner Schwester irgendwann reicht und sie ihn unter Druck setzen, etwas Ordentliches aus seinem Leben zu machen. So entscheidet sich Menke, privater Ermittler zu werden. Gleich sein erster Fall führt ihn in die Bedrouille. Ein Klient möchte ihn treffen, doch erscheint nicht zur Verabredung. Diese war offensichtlich ein Vorwand, Menke aus seiner Wohnung zu locken, den bei seiner Rückkehr findet er einen Stick vor, auf dem eine entführte Ex-Geliebt zu sehen ist. Für ihre Freilassung wird verlangt, dass Menke eine Ehefrau verführt, um kompromittierende Fotos von ihr zu machen. Notgedrungen lässt Menke sich darauf ein, doch statt des erwarteten Tête à Tête findet er die Leiche der Frau im Hotelzimmer. Dies ist der Auftakt zu dem ersten Roman um das nolens volens Ermittlerpaar Menke und Oberkommissarin Tabea Kühn, die ihn zunächst sogar kurzzeitig für den Mörder hält. Mit seinem losen Mundwerk bringt sich der Dackelbesitzer Menke in so manche Schwierigkeit, andererseit ist der Dackel namens Alligator der Kitt, der der die beiden Ermittler zusammenbringt, so dass der Leser durchaus Lesenachschub erwarten darf. "Biertrinker sind verdächtig" von Angelika Godau ist ein viel versprechender Reihenauftakt, der inhaltlich überzeugt. Getrübt wurde mein Eindruck allerdings durch einige Schludrigkeiten in sprachlicher Hinsicht, weshalb ich nicht die volle Punktzahl vergeben mag.

    Mehr
    • 2
  • Mord in der Pfalz

    Biertrinker sind verdächtig

    hasirasi2

    12. August 2017 um 19:18

    Britta Steinbach, 26, verheiratet und wunderschön, wird von Detektiv Detlev Menke stranguliert in einem Hotelzimmer gefunden. Das Brisante daran: sie wollte ihren Ehemann mit ihm betrügen. Was sie nicht wusste: ihr eigener Ehemann hatte Menke auf sie Britta Steinbach, 26, verheiratet und wunderschön, wird von Detektiv Detlev Menke stranguliert in einem Hotelzimmer gefunden. Das Brisante daran: sie wollte ihren Ehemann mit ihm betrügen. Was sie nicht wusste: ihr eigener Ehemann hatte Menke auf sie angesetzt. Er wollte kompromittierende Fotos ... Menke ist ein (mir sehr unsympathischer) Frauenheld und Lebemann. Er hat noch nie für seinen Unterhalt gearbeitet sondern lebt von dem, was seine Mutter und seine Schwester mit dem gutgehenden Familienweingut erwirtschaften. Erst als sie ihm den Geldhahn abdrehen, macht er die Ausbildung und eröffnet die Detektei. Leider hat er nicht bedacht, dass in einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, niemand einen Privatschnüffler braucht oder will.Tabea Kühn von der Mordkommission Ludwigshafen fasst meine Abneigung gegen Menke in die passenden Worte: „Sie sind vielleicht kein Mörder, Herr Menke, aber sie sind ganz sicher ein Arschloch.“ (S. 45).Doch Detlef ist nicht der einzige Unsympath der Familie, auch seine zu Beginn sehr zickige Schwester und seine anscheinend nur auf das Geschäft fixierte Mutter sind keine Sonnenscheinchen. Einzig Menkes Dackel Alli konnte mein Herz erwärmen. Im Gegensatz zu anderen Krimis kommt hier sehr detaillierte Polizeiarbeit vor, um mit den Fernsehkrimi-Vorstellungen aufzuräumen. Mir persönlich war es an einigen Stellen zu viel, zu genau. Die Geschichte springt zwischen 2 Handlungssträngen. Zum einen erzählt Menke in der Ich-Perspektive, was er gerade erlebt und im anderen wird die Ermittlungsarbeit der Polizei beschrieben. Da es nicht nur einen Verdächtigen gibt und die Kapitel recht kurz sind, springt man sehr viel zwischen den verschiedenen Örtlichkeiten und Personen. Der Leser muss also dabei bleiben, um den Faden nicht zu verlieren. Ein echtes Manko war für mich, dass ich schon nach ca. 50 Seiten einen Verdacht hatte, wer der Mörder ist und dieser über den weiteren Verlauf des Buches bestärkt wurde – am Ende lag ich richtig, auch mit dem ungefähren Motiv. Es gab zwar immer wieder Verdachtsmomente gegen andere Verdächtige, aber diese haben sich für mich zu schnell zerschlagen. Schade eigentlich, ich hätte mich da gern überraschen lassen. Positiv möchte ich das Setting des Krimis erwähnen. Was mir an Spannung fehlte, macht das Buch durch seinen Lokalkolorit wett: die Handlungsorte, der Dialekt, der leckere Wein und das beschrieben Essen machen auf jeden Fall Lust auf einen Urlaub in der Pfalz – nach Möglichkeit aber bitte ohne Mord ;-). 3,5, von 5 Sternen

    Mehr
    • 5
  • Spannender Pfalz-Krimi

    Biertrinker sind verdächtig

    Ani

    11. August 2017 um 18:37

    Detlev Menkes Familie besitzt ein rentables Weingut, doch bisher hat er es erfolgreich vermieden, seiner Schwester und der Mutter bei der damit verbundenen Arbeit zu helfen. Er hat es lieber dabei belassen, sich von den beiden seinen Lebensunterhalt finanzieren zu lassen. Doch damit ist nun Schluss, denn seine Schwester hat beschlossen, ihm den Geldhahn empfindlich zuzudrehen. Menke versucht nun als Detektiv Fuß zu fassen. Doch die Kunden lassen auf sich warten. Als er endlich einen geheimnisvollen Anruf erhält, kann es Menke kaum erwarten, die Kenntnisse, die er sich bei einem Fernlehrgang angeeignet hat, in die Tat umzusetzen. Allerdings ahnt Menke nicht, dass ihn dieser Job mitten in eine Mordermittlung führen wird - und dann noch als Hauptverdächtiger! Der Einstieg in diesen Regionalkrimi gelingt mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man die entsprechenden Szenen beim Lesen sofort vor Augen hat. Dadurch kann man sich ganz auf die spannende Handlung einlassen, und mit Menke, und der später hinzugezogenen Mordkommission, die Ermittlungen aufnehmen. Der Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die häufig an entscheidenden Stellen wechseln. Das erhöht die Spannung, sodass man bereits nach kurzer Zeit in den Sog der Handlung gerät. Außerdem hat man dadurch einen guten Gesamtüberblick.  Bei diesem Fall ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man die selbst angestellten Vermutungen oft über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Dadurch bleiben das Interesse an dem Fall und die damit verbundene Spannung durchgehend erhalten. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die Arbeit von Pathologen, Rechtsmedizinern und der Mordkommission. Diese Informationen werden wohldosiert und gelegentlich auch sehr humorvoll in die Handlung eingestreut, sodass sie nicht zu trocken wirken, sondern sich harmonisch in den Krimi einfügen.  Angelika Godau gelingt es außerdem hervorragend, die Hintergrundkulissen dieses Krimis zu beschreiben. Man ist sich stets bewusst, dass die Handlung sich in der Pfalz zuträgt und hat beim Lesen spontan die Weingüter, Gasthäuser und auch die kleinen Gassen vor Augen. Es wirkt alles so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst am Ort des Geschehens zu sein.  Die Protagonisten können ebenso begeistern. Obwohl Menke, durch seinen Lebensstil, sich auf Kosten anderer durchs Leben zu schnorren, nicht unbedingt zu den Menschen gehört, die man auf Anhieb sympathisch findet, gelingt es ihm mühelos, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Das liegt auch zum Großteil an seinem Dackel Alli, den er heiß und innig liebt. Die beiden zusammen zu beobachten ist einfach großartig. Doch auch die anderen Akteure wirken sehr lebendig. Man fasst spontane Sympathien oder auch Abneigungen und kann der Handlung deshalb fasziniert folgen.  Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten. Beim Lesen dieses Pfalz-Krimis habe ich mich von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend unterhalten. Die Protagonisten und auch die Handlungsorte wirkten auf mich so lebendig, dass ich mich ganz auf die Geschichte einlassen und mich kaum von ihr lösen konnte. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssternchen und ein klare Empfehlung für Krimifans.  

    Mehr
    • 2
  • Biertrinker sind verdächtig

    Biertrinker sind verdächtig

    twentytwo

    11. August 2017 um 13:08

    Detlev Menke, hauptberuflich Sohn einer wohlhabenden Winzerfamilie und finanziell entsprechend gut gestellt, hat sich auf Druck seiner Familie dazu durchgerungen, endlich einen vernünftigen Beruf zu ergreifen. Nach längerem Zögern beschließt er, sich in Bad Dürkheim als Detektiv niederzulassen. Die Geschäfte laufen mehr schlecht als recht und die erhofften Aufträge bleiben Wunschdenken. So ist es kein Wunder, dass er seinem ersten Kunden ohne groß Nachzudenken voll auf den Leim geht. Ehe er sich versieht gerät er unter Mordverdacht. Glücklicherweise klärt sich zwar relativ schnell, dass er als Täter ausscheidet, doch damit ist er noch lange nicht aus der Nummer draussen. Im Gegenteil, am Ende gerät Detlev selbst ins Visier des Täters und es fehlt nicht viel dass er selbst zum Opfer wird.FazitMit viel Lokalkolorit, einer guten Portion Wortwitz, Saumagen, anderen regionalen Spezialitäten und dem ein oder anderen süffigen Schoppen, sorgt dieser Pfalz-Krimi für abwechslungsreiche und unterhaltsame Lesestunden, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

    Mehr
  • Detti, der Privatermittler aus der Pfalz, der hoffentlich noch viele Fälle auf den Tisch bekommt

    Biertrinker sind verdächtig

    Antek

    10. August 2017 um 15:03

    Nachdem mich Angelika Godau mit dem Charme, Humor und der Originalität ihrer Granny Krimis völlig begeistert hat, war ich super gespannt auf den ersten Pfalz Krimi. Und auch hier ist es der Autorin gelungen, mich mit ihrem spritzigen Sprachstil von Anfang bis Ende zu fesseln, zum Glück hatte ich Urlaub und konnte das Buch fast in einem Rutsch lesen. Es geht auf sofort spannend mit der Szene los, in der Detlev, die Frau, die er eigentlich für einen Seitensprung treffen will, erdrosselt im Hotelzimmer findet. Detlev, über den nicht zu Unrecht „Ich sage euch, als privater Ermittler muss der noch eine Menge lernen, sonst wird das nichts aus der Karriere.“, behauptet wird, ist doch tatsächlich bei seinem ersten Fall fett in die Falle getrappt. So hat sich das der Sprössling eines großen Weinguts nicht vorgestellt,  als er sich, nachdem Mutter und Schwester ihm den Geldhahn zugedreht haben, für den relativ spannenden und eher wenig arbeitsintensiven Beruf des Privatermittlers entschieden hat. Eigentlich sollte er für einen Ehemann kompromittierende Fotos machen und jetzt liegt die Göttergattin tot vor ihm im Bett und der Mörder hat ihn „um eine Menge Spaß gebracht.“ Da sich zu der toten Britta Steinbach auch noch eine entführte Michelle, Detlevs Exfreundin gesellt, steckt er unvermittelt in Mordermittlungen, bei denen gilt, die „Situation ist ihm nicht nur an die Nieren gegangen, sondern hat auch den Verstand ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen.“. Den Eindruck muss er zumindest auf Kommissarin Tabea Kühn machen. Ermittlungen, die die Worte des Leiters des K11 „Kollege, der Fall is scheinbar komplizierder als es aussieht. Ich hab do echt noch etliche Fragezeichen im Kopp!“ gelungen beschreiben, stehen bevor. Man darf als Leser bei den Ermittlungen dabei sein. Diese werden äußerst realitätsnah dargestellt und so räumt gerade auch Gerichtsmediziner Dr Koch mit seinem Schimpfen über die Fernsehkrimis mit so manchem Klischee und Irrglauben auf, was mir äußerst gut gefallen hat. Der Fall ist spannend von Anfang an und ich konnte unheimlich viel rätseln und kombinieren. Wie weit war der Ehemann beteiligt, was hat die Freundin der Toten zu verbergen und welches Geheimnis hat auf einmal Detlevs Schwester Wiebke? Wo ist Tatjana abgeblieben und warum wurde sie für den Auftrag überhaupt gebraucht? Ich war lange am Kombinieren, immer hat eine Kleinigkeit nicht gepasst. Auch wenn man durch eine Art inneren Monolog vorab den Täter erfährt, schafft es die Autorin mit weiteren Entwicklungen bis zum Schluss ans Buch zu fesseln. Ein bisschen Privatleben gibt es auch, was mir gut gefallen hat. Ganz besonders die Einblicke ins Weingut, und was das eigentlich an Arbeit bedeutet waren toll. Gut gefallen haben mir auch die Keifereien zwischen Detlev und seiner Schwester Wiebke, da konnte ich mehr als einmal herzhaft schmunzeln. Die Autorin berichtet aus verschiedenen Perspektiven, was ich für äußert gelungen halte. So darf Detlev in der Ich-Perspektive selbst berichten. Man ist so direkt an seinen Gedanken dran, was ihn sowohl sympathisch macht, weil man erfährt, dass er eigentlich kein arroganter Kerl ist, als auch amüsant ist, gerade wenn er sich nach einem Gespräch mit der Kommissarin Tabea Kühn stets wie ein „Vollhorst“ fühlt. Bei den Ermittlungen und anderen Entwicklungen gibt es einen Erzähler. Der Wechsel der Erzählperspektive und die Szenenwechsel, die immer schneller vonstattengehen, verleihen der ohnehin schon spannenden Krimihandlung zusätzlich Fahrt. Eingefangen hat mich die Autorin auch wieder mit ihrer Art von Humor, die ich einfach so mag. Da stottert ein Detlev, wenn er der Kommissarin gegenüber tritt oder es kann sein, dass Alli aussieht „wie ein Saumagen auf Beinen“. Aber keine Angst Detlev stoppt seinen geliebten Dackel, der sich sogar unter seine Bettdecke geschlichen hat, bevor der „verfressene Hund platzt.“ Ich mag eigentlich Männer nicht, die wie die Made im Speck vom Erbe leben, noch nie die Erfahrung gemacht haben, was Arbeit heißt, und auch keine, die täglich ihre Betthäschen wechseln. Aber Detlev war mir trotz allem von Anfang an sympathisch. Vielleicht aufgrund seiner etwas unbeholfenen, tollpatschigen Art und weil er auch ein Herz am rechten Fleck hat. Mit seiner Hundeliebe hat er mich sicher auch um den Finger gewickelt. Dackel Alligator vom Trifels, kurz Alli, hat mich sowieso mit seinen Einlagen ganz köstlich unterhalten. Richtig gut hat mir auch Kommissarin Tabea Kühn gefallen, die richtig emotional bei den Ermittlungen dabei ist und mir mit ihren Reaktionen nicht nur einmal mit ihrer direkten, teils spitzen Art aus der Seele gesprochen hat. Das Team der Ermittler arbeitet harmonisch und Hand in Hand zusammen, endlich auch mal wieder! Auch die Nebendarsteller und Verdächtigen sind gelungen gezeichnet, beim aalglatten Ehemann der Toten angefangen, über Detlevs Mama, der man kein X für ein U vormachen kann, bis hin zur ehemaligen Weinkönigin Anette, die Detlev gehörig die Meinung geigt. Wirklich gelungen ist auch das Lokalkolorit. Bei den Ermittlungen fährt man durch die Pfalz, „Weinberge auf Pfälzisch Wingerte, so weit das Auge reicht und dann Örtchen mit sehr engen Straßen.“ In den Straußwirtschaften findet man typische Speisen, wie Handkees, Leberknödel oder auch  die Pfälzer Version Flammkuchen mit  „Blut-und Lewwerworscht“. Wer den Saumagen nicht will, findet in Dackel Alli einen dankbaren Abnehmer. Und der seit 1417 traditionelle Wurstmarkt, der stattfindet ist sicher auch einen Ausflug wert. Immer wieder darf auch einer in Dialekt zu Wort kommen, was meiner Meinung auch zu einem gelungen Regionalkrimi gehört. Alles in allem völlige Begeisterung und fünf Sterne, ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Fall.

    Mehr
  • Spannung pur

    Biertrinker sind verdächtig

    Xynovia

    10. August 2017 um 11:42

    Ein beeindruckender Regiokrimi ist „ Biertrinker sind verdächtigt“ von Angelika Godau, erschienen im swb media Verlag. Klappentext: Detlev Menke, Frauenliebling und einziger Sohn eines großen Weingutes, hält nicht viel von regelmäßiger Arbeit. Er lebt vom Geld, das Mutter und Schwester erwirtschaften, ohne darüber weiter nachzudenken. Erst als ihm der Geldhahn zugedreht wird, und sich seine Freundin Michelle von ihm trennt, ist er gezwungen, etwas zu unternehmen. Am wenigsten Arbeit, dafür viel Spannung verspricht er sich vom Beruf eines privaten Ermittlers. Er wird also Detektiv, und gleich sein allererster Auftrag macht ihn zum Tatverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Die Frau, mit der er verabredet war, um kompromittierende Fotos für deren Ehemann zu machen, liegt erdrosselt und splitternackt im Hotelbett, und seine Ex-Freundin Michelle wurde entführt ... Meine Meinung: Ich schaue gerne Krimis im Fernsehen und ich lese sie auch gerne als Bücher. Regiokrimis haben für mich immer einen besonderen Reiz, da man dabei in Gegenden geführt werden die einem bekannt oder auch nicht bekannt sind. Daher war ich total neugierig auf den Pfalz-Krimi „ Biertrinker sind verdächtig“ von Angelika Godau. Neugierig gemacht hat mich dabei auch das Cover, da es durch den roten Cover mit den in rot-schwarz abgebildeten Frauenbeinen und dem Champagnerklasse spannend und ansprechend auf mich wirkt. Von den ersten Worten an hat mich der Schreibstil der Autorin mitgerissen, es beginnt sehr spannend und das bleibt es auch im ganzen Buch. Neben der Spannung hat die Autorin Wortwitz und natürlich den pfälzischen Dialekt sehr gekonnt eingebaut. Die wörtlichen Reden mit diesem Dialekt sind auch für Jemanden, wie mich, der nicht aus der Gegend stammt verständlich. Der Krimi ist in 67 kleinere Kapitel aufgeteilt, die immer nur , recht unauffällig, mit der jeweiligen Ziffer versehen sind. Ich war schon bei Beginn des Krimis sofort in der spannenden Handlung drin und konnte diesen kompletten Handlungsstrang, als Leser, aus verschiedenen Perspektiven erfahren. Der Perspektivwechsel war sehr gut untergebracht und störte den Lesefluss keineswegs. Meiner Meinung nach sogar das ganze Gegenteil er hielt die Spannung oben. Es gibt im Laufe des Buches sehr viel Wortwitz und auch einige Szenen zum Schmunzeln, wie zum Beispiel ein besoffener Alli(gator) ( was das bedeutet erfährt man im Buch). Besonders gut hat mir hier auch gefallen das die ermittelnden Kommissare bei ihrer Tätigkeit sehr realitätsnah waren und einige der Fernsehklischees ausgeräumt wurden. Im Gesamten gesehen ist das Buch ein perfektes Paket eines Regio-Krimis und muss unbedingt gelesen werden. Meine Begeisterung für das Buch kann ich kaum in Worte fassen, von mir ist es ein klares 5 Sterne plus Buch.

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks