Biertrinker sind verdächtig

von Angelika Godau 
4,5 Sterne bei13 Bewertungen
Biertrinker sind verdächtig
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

B

Kurzweiliger und humorvoller Pfalzkrimi mit viel Lokalkolorit. Protagonisten wie aus dem Leben. Ein Schreibstil als wäre man selbst dabei.

Kaffeetasses avatar

spannend und erfrischend, mit einigen Längen

Alle 13 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Biertrinker sind verdächtig"

Detlev Menke, Frauenliebling und einziger Sohn eines großen Weingutes, hält nicht viel von regelmäßiger Arbeit. Er lebt vom Geld, das Mutter und Schwester erwirtschaften, ohne darüber weiter nachzudenken. Erst als ihm der Geldhahn zugedreht wird, und sich seine Freundin Michelle von ihm trennt, ist er gezwungen, etwas zu unternehmen. Am wenigsten Arbeit, dafür viel Spannung verspricht er sich vom Beruf eines privaten Ermittlers. Er wird also Detektiv, und gleich sein allererster Auftrag macht ihn zum Tatverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Die Frau, mit der er verabredet
war, um kompromittierende Fotos für deren Ehemann zu machen, liegt erdrosselt und splitternackt im Hotelbett, und seine Ex-Freundin Michelle wurde entführt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946686361
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:286 Seiten
Verlag:SWB Media Publishing
Erscheinungsdatum:20.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne7
  • 4 Sterne6
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    B
    Buchwurm05vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzweiliger und humorvoller Pfalzkrimi mit viel Lokalkolorit. Protagonisten wie aus dem Leben. Ein Schreibstil als wäre man selbst dabei.
    Kurzweiliger und humorvoller Pfalz-Krimi

    Biertrinker sind verdächtig sagt man in der Pfalz und genau das ist Detlef Menke. Erfolgloser Privatdetektiv, Biertrinker, Herrchen von Dackel Alligator von Trifels kurz Alli genannt und Sohn der Weingutbesitzer Menke, das seine Mutter und Schwester nach dem Tod des Vaters erfolgreich weiterführen. Er ist das schwarze Schaf der Familie, wird finanziell von ihr unterstützt und kennt sich mit Wein gar nicht aus. Jetzt steht er in einem Hotelzimmer und kann nicht fassen in was er wieder reingeraten ist. Sein Date liegt tot auf dem Bett. Natürlich ist er der Hauptverdächtige, da der Stick mit dem er seine Unschuld beweisen möchte verschwunden ist...

    Angelika Godau hat hier einen kurzweiligen, humorvollen Pfalz-Krimi mit sehr viel Lokalkolorit geschaffen. Die Protagonisten sind wie aus dem Leben. Da wird dann schon mal Tabea Kühn, Kommissarin der Mordkommission, von den Kollegen "die Kühne" genannt. Angelika Godau hat einen sehr lebendigen Schreibstil. Ich hatte das Gefühl als wäre ich dabei bzw. sitze der Autorin gegenüber und wir unterhalten uns, wobei sie mir eine Geschichte erzählt. "Biertrinker sind verdächtig" hat mich prächtig unterhalten. Da hat es auch nichts ausgemacht, dass man den Mörder schon relativ früh kannte. Zum Schluss gab es sogar noch einen heimlichen Helden. Empfehlenswert für alle die humorvolle Krimis mögen.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    S
    Streiflichtvor einem Jahr
    Spannender Ausflug in die Pfalz


    Die ersten Seiten haben mich nicht so recht begeistert und ich brauchte ein bisschen, bis ich wirklich drin war in der Geschichte. Aber dann hat es mir gut gefallen und ich mochte die Besonderheiten dieses Regionalkrimis. Den Dialekt, den einer der Chefs bei der Polizei spricht, die Beschreibungen der Landschaft vor Ort in der Pfalz und die ganze Lebensart haben mir gut gefallen – es war wie ein netter und zugleich spannender Ausflug in diesen Teil Deutschlands.

    Detlev Menke, anfangs Hauptfigur und verkrachte Existenz, findet eine weibliche Leiche in einem Hotelzimmer. Eigentlich war es ein erotisches Treffen, aber dann hat er die Polizei am Hals und steht im Verdacht ein Mörder zu sein. Dabei sieht er sich doch als Privatdetektiv.... Anfangs mochte ich ihn nicht sonderlich, da er ein Weiberheld ist und vom Geld seiner Mutter lebt, die gutgehendes Weingut hat. Erst nach und nach wird er sympathisch und taut auf.

    Gut gefallen hat mir die Polizei mit ihren Mitarbeitern. Diese werden in ihrer täglichen Arbeit so gut beschrieben, dass man den Alltag und die Ermittlungsarbeit quasi direkt mitbekommt. Das hat mir Spaß gemacht, zumal man dann ja auch raten konnte, wer der Mörder ist. Einzig der mehrfache Hinweis, dass in der Realität alles anders ist als in Filmen, hat mich etwas gestört.

    Ich habe gelacht, war genervt von einer schrecklichen Person, habe mit Detlev und seiner Familie mitgefühlt: Die Autorin hat es wunderbar geschafft, den Leser mit in die Geschichte zu ziehen und die Figuren so darzustellen, wie sie eben im Leben wirklich sind.

    Gerne wäre ich bei einem zweiten Fall des Detektivs Deti dabei!

     

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Kaffeetasses avatar
    Kaffeetassevor einem Jahr
    Kurzmeinung: spannend und erfrischend, mit einigen Längen
    spannend und erfrischend, mit einigen Längen

    Detlev, lebensunerfahren, wäre gerne privater Ermittler und schon bald steckt er mitten in einem Kriminalfall. Er wollte sich in einem Hotel mit der jungen Britta Steinbach treffen und im Auftrag ihres Ehemannes Fotos machen. Doch Britta Steinbach ist tot. Und seine Ex-Freundin Michelle entführt.

    Detlev ist für mich persönlich ein totaler Reinfall, hat noch nie gearbeitet, von nix Ahnung, aber eine große Klappe. Um seine Mutter und das Weingut kümmert er sich auch nicht. Sympathie kam da bei mir nicht auf, aber muss es ja auch nicht. Dafür habe ich seinen Hund Alligator von Anfang an ins Herz geschlossen und seine Rolle hat sich im Verlauf der Geschichte auch nur positiv, nämlich heldenhaft, entwickelt. Auch bei Detlev war eine Entwicklung sichtbar, da der Charakter sehr gut in seinen Facetten dargestellt wurde. Zudem waren einige Abschnitte des Buches aus Sicht von Detlev verfasst, sodass der Leser auch zum Teil ziemliche witzige Einblicke in sein Inneres erhielt.

    Die Geschichte dieses Buch ist einfach, aber dennoch spannend. Zwar ahnte ich recht früh, wer der Mörder war, aber dennoch konnte das Buch bis zum Schluss die Spannung halten (auch wenn man im letzten Drittel sicher wusste, wer es war und warum). Das Ende des Buches stimmte mich wieder versöhnlicher, denn zwischendrin gab es einige Längen. Die Autorin ging sehr detailliert auf die Ermittlungsarbeit ein, so war man auch während der Obduktion anwesend und es gab immer wieder Hinweise auf die Unterschiede zwischen Film und Realität. Zwar zeigt das natürlich, dass der Krimi exzellent recherchiert war, allerdings entstanden dadurch auch einige Wiederholungen.  Dennoch konnte mich der Schreibstil der Autorin überzeugen, locker und spritzig, mit einigem Wortwitz kam ich recht zackig durch die sehr kurzen Kapitel.

    Alles in allem kann ich sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin mag, die Geschichte spannend war, ich mir aber ein paar Kürzungen bei der Ermittlungsarbeit gewünscht hätte.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Humorvoller Krimi mit viel Lokalkolorit!
    Mord in der Pfalz

    „...Es war deutlich, dass seine Kollegin etwas gegen den jungen Mann hatte...Da er aber etliche Jahre verheiratet war, wusste er, wann es für einen Mann besser war zu schweigen...“


    Als Detlev Menke das Hotelzimmer betritt, liegt die Frau, die dieser treffen wollte, auf dem Bett. Doch dort wartet sie nicht auf das Rendezvous, denn sie ist tot. Detlev ruft die Polizei. Oberkommissarin Tabea Kühn und Norman Sand treffen auf Detlev. Normans Gedanken gibt das obige Zitat wieder.

    Die Autorin hat einen humorvollen Krimi geschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert.

    Detlev war 8 Jahre, seine Schwester Wiebke 12 Jahre, als der Vater starb. Die Mutter hat das Weingut der Familie weitergeführt. Nun steht ihr Wiebke zur Seite. Detlev ist allerdings in erster Linie Sohn. Als ihm die Familie droht, dass der monatliche Scheck ausbleiben könnte, macht er ein Detektivbüro auf. Sein erster Fall sollte der Nachweis der Untreue einer Ehefrau sein. Die Frau aber ist nun tot.

    Der Ehemann scheint vom Tod seiner Frau nicht sehr betroffen. Er ist leidenschaftlicher Angler. Alles andere interessiert ihn nur marginal.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Selbst mit dem Pfälzer Dialekt von Peter Pawenke, dem Leiter der K11, hatte ich keine Probleme. Gekonnt kombiniert die Autorin eine spannende Handlung mit vielfältigen Informationen. Ich mag auch den Rechtsmediziner, der einerseits viel Humor hat und der mich außerdem darüber aufklärt, welche Unterschiede es zwischen einem Fernsehkrimi und der Wirklichkeit gibt. Die Besonderheiten von Bad Dürkheim, insbesondere der Wurstmarkt, spielen in der Geschichte ebenfalls eine Rolle. Gut dargestellt wird die Entwicklung von Detlev. Es ist nicht nur die Oberkommissarin, deren Ablehnung und Missachtung er ertragen muss. Auch die Standpauke, die ihm Anette auf dem Wurstmarkt hält, ist nicht von schlechten Eltern. Berührend fand ich das Gespräch zwischen Detlev und seiner Schwester. Es war eine der großartig ausgearbeiteten ernsten Szenen. Der mögliche Täter zeichnet sich relativ früh ab. Spannung wird aber dadurch aufgebaut, dass nicht klar ist, wie manch anderer in das Geschehen verstrickt ist. Die Wahrheit erfahren die Kriminalisten nur stückweise. Allerdings wird Tabea sehr schnell deutlich, wenn man versucht, ihr Märchen zu erzählen. Im Team der Kriminalisten herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

    Das Besondere der Schreibstils ist, dass es in bestimmten Abschnitten Ich-Erzähler gibt. So wird der beginn der Geschichte aus der Sicht von Detlev geschildert. In einem langen Monolog hat der Täter ebenfalls die Möglichkeit, mich über seine Vorgehensweise, seine Motivation und seine Vergangenheit zu informieren.

    Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe auf weitere Fälle des Teams. Mit einem weiteren Zitat möchte ich die Rezension beenden:

    „...Kennst du den Unterschied zwischen einen Rhein-Hessen und einem Pfälzer? Der aus Rheinhessen geht abends aus, trinkt drei Weinschorle, nimmt sich ein Taxi und lässt sich nach Hause fahren, der Pfälzer trinkt auch drei Weinschorle und ist der Fahrer...“


    Kommentare: 3
    71
    Teilen
    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Pfalz-Krimi mit viel Lokalkolorit und realitätsnaher Ermittlungsarbeit
    Biertrinker sind verdächtig...

    Biertrinker sind verdächtig ist ein Pfalz-Krimi von Angelika Godau, erschienen 2017 bei swb media publishing.

    Detlev Menke betreibt in seinem Heimatort Bad Dürkheim eine Privatdetektei, die mehr schlecht als recht läuft. Da ist es nicht verwunderlich, dass er seinen ersten Auftrag ohne groß zu zögern annimmt und es gleich darauf bereut: Britta Steinbach, die Frau mit der er zu einem Date verabredet war, um heimlich kompromittierende Fotos zu schießen, liegt erdrosselt auf dem Hotelbett. Oberkommissarin Tabea Kühn glaubt Menke kein Wort und zeigt sich zudem ziemlich unempfänglich für den Charme des Frauenlieblings. Eine ominöse Datei auf einem USB-Stick könnte seine Geschichte untermauern, doch dieser ist plötzlich spurlos verschwunden….

    Angelika Godau hat einen spannenden Regionalkrimi geschrieben, der den Fokus auf die Ermittlungsarbeit legt und mit Lokalkolorit, Realitätsnähe und ausgefeilten Charakteren zu überzeugen vermag. Zwar lässt sich recht früh erahnen, wer der Mörder ist, dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch, da das Verbrechen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird, bis sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt und die Geschehnisse in einer dramatischen Schlussszene gipfeln. Bisweilen verliert sich der Krimi ein wenig in der akribischen Polizeiarbeit, dies jedoch mein einziger Kritikpunkt an einem ansonsten sehr gut geschriebenen und recherchierten sowie durchdachten Regionalkrimi.

    Fazit: Lesenswerter Pfalz-Krimi mit viel Lokalkolorit, originellen Ermittlern und gut komponiertem Kriminalfall.

    Kommentare: 2
    122
    Teilen
    esposa1969s avatar
    esposa1969vor einem Jahr
    Spannender Pfalz-Krimi


    Klappentext:

    Detlev Menke, Frauenliebling und einziger Sohn eines großen Weingutes, hält nicht viel von regelmäßiger Arbeit. Er lebt vom Geld, das Mutter und Schwester erwirtschaften, ohne darüber weiter nachzudenken. Erst als ihm der Geldhahn zugedreht wird, und sich seine Freundin Michelle von ihm trennt, ist er gezwungen, etwas zu unternehmen. Am wenigsten Arbeit, dafür viel Spannung verspricht er sich vom Beruf eines privaten Ermittlers. Er wird also Detektiv, und gleich sein allererster Auftrag macht ihn zum Tatverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Die Frau, mit der er verabredet war, um kompromittierende Fotos für deren Ehemann zu machen, liegt erdrosselt und splitternackt im Hotelbett, und seine Ex-Freundin Michelle wurde entführt ...


    Meine Meinung:

    Dieser Pfalz-Krimi "Biertrinkeker sind verdächtig" von Autorin Angelika Godau hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und begeistert, zum einen da die Handlung rund um die Gegend spielt, in der ich geboren und aufgewachsen bin, zum anderen da die Geschehnisse sehr tempo- und abwechslungsreich sind.

    Wie man dem Klappentext bereits entnehmen kann, lernen wir - in der Ego-Perspektive - den Privatermittler Detlev Menke kennen, der dummerweise zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort ist. So wird er gleich selbst zum Verdächtigen. Glücklicherweise klärt sich dieser Irrtum auf, nur läuft der wahre Täter (oder Täterin) natürlich weiterhin herum und Detlev muss gehörig aufpassen nicht selbst in Gefahr zu geraten...

    Die Idee, dass Privat- und Hobby-Ermittler immer mehr die Falllösung in Kriminalromanen übernehmen ist inzwischen bewährt und verbindet eben den eigentlichen Fall als Rahmenhandlung mit dem jeweiligen Protagonisten und deren Privatleben als angenehme Nebenhandlung. So hier geschehen, da wir Detlev sehr genau kennenlernen. Wobei er hier der Ermittler zum Verdächtigen wird.

    Von Anfang an war ich gefangen von der Handlung, fand mich an vielen Orten wieder, dank des wunderbar eingefärbten Lokalkolorits meiner Heimat, mochte die Perspektivenwechsel und wartete gebannt auf die Auflösung.

    67 angenehm kurze und kurzweilige Kapitel verteilen sich auf knapp 300 Seiten, die Schrift empfinde ich von ihrer Größe her als gut lesbar.


    Cover:

    Da ich in dem Bad Dürkheimer Riesenfass schon sehr oft gegessen habe, viele Feiern dort schon stattgefunden haben, kenne ich natürlich den Platz rund um Riesenfass (schon vom Wurstmarkt her natürlich) sehr sehr gut und fühle mich beim Betrachten des Covers richtiggehend dorthin versetzt.


    © esposa1969 

    Kommentare: 1
    17
    Teilen
    vronika22s avatar
    vronika22vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbarer und gut recherchierter Pfalzkrimi
    Saumagen, Leberknödel, Wurstmarkt und Co in viel Spannung verpackt!

    Inhalt:
    Detlev Menke, Sohn einer Winzerfamilie ist sozusagen "von Beruf Sohn" und lebt munter in den Tag hinein - allerdings auf Kosten der Familie. Nun hat er ein Fernstudium gemacht und sich als Detektiv selbständig gemacht. Sein erster Auftrag besteht aus einer Verabredung mit der 26jährigen Britta Steinbach in einem Hotelzimmer. Der Auftrag ist etwas mysteriös und es sollen kompromittierende Fotos gemacht werden. Detlev vermutet, dass ein eifersüchtiger Ehemann dahinter steckt. Doch als Detlev ins Hotelzimmer kommt findet er Britta Steinbach ermordet vor. Dadurch gerät er selbst unter Mordverdacht.....dies sollte zum Inhalt genügen....schließlich möchte ich nichts vorweg nehmen.

    Meine Meinung:
    Dieser Krimi spielt in der Pfalz. Da ich selbst eine echte Pfälzerin bin und die Umgebung von Bad Dürkheim sehr gut kenne, kann ich bestätigen, dass Angelika Godau alles sehr gut recherchiert hat. Die ganzen Ortschaften und Lokalitäten gibt es wirklich genau so! Mit Saumagen, Leberknödel, "Wingerte", und natürlich dem Dürkheimer Fass und dem Wurstmarkt usw. hat es die Autorin geschafft wirklich sehr viel Pfälzer Lokalkolorit in den Krimi einzubauen.

    Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Es kommt recht bald Spannung auf und dieser Spannungsbogen hält sich bis zum Ende. Und gekonnt verstand es die Autorin wirklich bis zum Ende Spannung zu erhalten, obwohl schon fast zur Buchmitte ein sehr starker Verdacht auf den Mörder aufkam, der sich dann immer mehr erhärtet und bestätigt hat.

    Vom Schreibstil her ist das Buch richtig gut zu lesen. Es ist in viele sehr kurze Kapitel gegliedert. Diese Kapitel sind in wechselnder Sichtweise aus Sicht der verschiedenen Hauptprotagonisten geschrieben. Dies ist sehr schön gelöst, weil man sich so in alle sehr gut hineinversetzen kann.Und es war auch immer klar, aus welcher Sicht gerade berichtet wird, obwohl die Kapitel nicht übertitelt sind.

    Die Geschichte ist immer mit ein wenig Humor, teilweise auch mit Sarkasmus gewürzt, so spielt ein Dackel namens Alligator oder auch Alli eine nicht unbedeutende Rolle. Auch diese Idee fand ich sehr witzig.
    Meine Lieblingsstelle ist auf Seite 225, also es darum geht, dass jemand mit einem Aschenbecher erschlagen wurde: "Tatwaffe ist ganz eindeutig der Aschenbecher. Ich sage ja immer, rauchen kann tödlich sein" Köstlich dieser Humor, kann ich (als Nichtraucherin) nur sagen!

    Da es sich um einen Pfälzer Regionalkrimi handelt, spielt die Gegend um Bad Dürkheim, sowie eine Winzerfamilie und natürlich der Wurstmarkt eine bedeutende Rolle. Gelegentlich ist auch etwas Pfälzer Dialekt eingestreut, vor allem wenn Ermittler Pawenka etwas gestresst oder aufgeregt war. Dadurch kam der Krimi bei mir sogar noch authentischer an.

    Die Protagonisten konnten mich sehr gut überzeugen. Angelika Godau schafft es alles sehr realistisch beim Leser ankommen zu lassen, als wäre man selbst dabei. So konnte ich mir den Stress der Winzerfamilie Menke zu Zeiten des Wurstmarktes lebhaft vorstellen. Und auch Sohn Deti wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Und auch beim Ermittlungsteam war mir einer sympathischer als der andere. Herrliche Protagonisten mit vielen Eigenarten kommen insgesamt vor und beleben den Krimi noch zusätzlich.

    Sehr schön fand ich es, dass auch immer wieder aus Sicht der Ermittler berichtet wurde und man sozusagen einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Polizei werfen konnte. Angelika Godau hat sich sowohl in der Rechtsmedizin als auch bei der Polizei genauestens erkundigt und gute Recherchearbeit geleistet. Sie weiß wirklich immer wovon sie schreibt.

    Der Krimi ist sehr autentisch geschrieben. Alles in allem wirklich ein toller Pfalzkrimi. Jeder der gerne humorvolle Regionalkrimis liest, sollte diesen unbedingt lesen. Und für Pfälzer Krimifreunde ist dieser Krimi sowieso ein Muss!

    Kommentare: 1
    133
    Teilen
    Matzbachs avatar
    Matzbachvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hoffnungsfroh stimmender Reihenauftakt
    Sympathisches Ermittlerduo, das sich erst aneinander raufen muss

    Detlev Menke, Spross einer finanzkräftigen Winzerdynastie, ist so etwas wie das schwarze Schaf der Familie. Er genießt das von der Mutter finanzierte Leben eines Bonvivants und bevorzugt Bier dem Wein. Kein Wunder, dass es seiner Mutter und seiner Schwester irgendwann reicht und sie ihn unter Druck setzen, etwas Ordentliches aus seinem Leben zu machen. So entscheidet sich Menke, privater Ermittler zu werden. Gleich sein erster Fall führt ihn in die Bedrouille. Ein Klient möchte ihn treffen, doch erscheint nicht zur Verabredung. Diese war offensichtlich ein Vorwand, Menke aus seiner Wohnung zu locken, den bei seiner Rückkehr findet er einen Stick vor, auf dem eine entführte Ex-Geliebt zu sehen ist. Für ihre Freilassung wird verlangt, dass Menke eine Ehefrau verführt, um kompromittierende Fotos von ihr zu machen. Notgedrungen lässt Menke sich darauf ein, doch statt des erwarteten Tête à Tête findet er die Leiche der Frau im Hotelzimmer. Dies ist der Auftakt zu dem ersten Roman um das nolens volens Ermittlerpaar Menke und Oberkommissarin Tabea Kühn, die ihn zunächst sogar kurzzeitig für den Mörder hält. Mit seinem losen Mundwerk bringt sich der Dackelbesitzer Menke in so manche Schwierigkeit, andererseit ist der Dackel namens Alligator der Kitt, der der die beiden Ermittler zusammenbringt, so dass der Leser durchaus Lesenachschub erwarten darf.

    "Biertrinker sind verdächtig" von Angelika Godau ist ein viel versprechender Reihenauftakt, der inhaltlich überzeugt. Getrübt wurde mein Eindruck allerdings durch einige Schludrigkeiten in sprachlicher Hinsicht, weshalb ich nicht die volle Punktzahl vergeben mag.

    Kommentare: 1
    28
    Teilen
    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Was mir an Spannung fehlte, macht das Buch durch seinen Lokalkolorit wett. 3,5 Sterne
    Mord in der Pfalz

    Britta Steinbach, 26, verheiratet und wunderschön, wird von Detektiv Detlev Menke stranguliert in einem Hotelzimmer gefunden. Das Brisante daran: sie wollte ihren Ehemann mit ihm betrügen. Was sie nicht wusste: ihr eigener Ehemann hatte Menke auf sie

    Britta Steinbach, 26, verheiratet und wunderschön, wird von Detektiv Detlev Menke stranguliert in einem Hotelzimmer gefunden. Das Brisante daran: sie wollte ihren Ehemann mit ihm betrügen. Was sie nicht wusste: ihr eigener Ehemann hatte Menke auf sie angesetzt. Er wollte kompromittierende Fotos ...

    Menke ist ein (mir sehr unsympathischer) Frauenheld und Lebemann. Er hat noch nie für seinen Unterhalt gearbeitet sondern lebt von dem, was seine Mutter und seine Schwester mit dem gutgehenden Familienweingut erwirtschaften. Erst als sie ihm den Geldhahn abdrehen, macht er die Ausbildung und eröffnet die Detektei. Leider hat er nicht bedacht, dass in einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, niemand einen Privatschnüffler braucht oder will.
    Tabea Kühn von der Mordkommission Ludwigshafen fasst meine Abneigung gegen Menke in die passenden Worte: „Sie sind vielleicht kein Mörder, Herr Menke, aber sie sind ganz sicher ein Arschloch.“ (S. 45).
    Doch Detlef ist nicht der einzige Unsympath der Familie, auch seine zu Beginn sehr zickige Schwester und seine anscheinend nur auf das Geschäft fixierte Mutter sind keine Sonnenscheinchen. Einzig Menkes Dackel Alli konnte mein Herz erwärmen.

    Im Gegensatz zu anderen Krimis kommt hier sehr detaillierte Polizeiarbeit vor, um mit den Fernsehkrimi-Vorstellungen aufzuräumen. Mir persönlich war es an einigen Stellen zu viel, zu genau.

    Die Geschichte springt zwischen 2 Handlungssträngen. Zum einen erzählt Menke in der Ich-Perspektive, was er gerade erlebt und im anderen wird die Ermittlungsarbeit der Polizei beschrieben. Da es nicht nur einen Verdächtigen gibt und die Kapitel recht kurz sind, springt man sehr viel zwischen den verschiedenen Örtlichkeiten und Personen. Der Leser muss also dabei bleiben, um den Faden nicht zu verlieren.

    Ein echtes Manko war für mich, dass ich schon nach ca. 50 Seiten einen Verdacht hatte, wer der Mörder ist und dieser über den weiteren Verlauf des Buches bestärkt wurde – am Ende lag ich richtig, auch mit dem ungefähren Motiv. Es gab zwar immer wieder Verdachtsmomente gegen andere Verdächtige, aber diese haben sich für mich zu schnell zerschlagen. Schade eigentlich, ich hätte mich da gern überraschen lassen.

    Positiv möchte ich das Setting des Krimis erwähnen. Was mir an Spannung fehlte, macht das Buch durch seinen Lokalkolorit wett: die Handlungsorte, der Dialekt, der leckere Wein und das beschrieben Essen machen auf jeden Fall Lust auf einen Urlaub in der Pfalz – nach Möglichkeit aber bitte ohne Mord ;-).

    3,5, von 5 Sternen

    Kommentare: 4
    36
    Teilen
    Anis avatar
    Anivor einem Jahr
    Spannender Pfalz-Krimi

    Detlev Menkes Familie besitzt ein rentables Weingut, doch bisher hat er es erfolgreich vermieden, seiner Schwester und der Mutter bei der damit verbundenen Arbeit zu helfen. Er hat es lieber dabei belassen, sich von den beiden seinen Lebensunterhalt finanzieren zu lassen. Doch damit ist nun Schluss, denn seine Schwester hat beschlossen, ihm den Geldhahn empfindlich zuzudrehen. Menke versucht nun als Detektiv Fuß zu fassen. Doch die Kunden lassen auf sich warten. Als er endlich einen geheimnisvollen Anruf erhält, kann es Menke kaum erwarten, die Kenntnisse, die er sich bei einem Fernlehrgang angeeignet hat, in die Tat umzusetzen. Allerdings ahnt Menke nicht, dass ihn dieser Job mitten in eine Mordermittlung führen wird - und dann noch als Hauptverdächtiger!

    Der Einstieg in diesen Regionalkrimi gelingt mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man die entsprechenden Szenen beim Lesen sofort vor Augen hat. Dadurch kann man sich ganz auf die spannende Handlung einlassen, und mit Menke, und der später hinzugezogenen Mordkommission, die Ermittlungen aufnehmen. Der Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die häufig an entscheidenden Stellen wechseln. Das erhöht die Spannung, sodass man bereits nach kurzer Zeit in den Sog der Handlung gerät. Außerdem hat man dadurch einen guten Gesamtüberblick. 

    Bei diesem Fall ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man die selbst angestellten Vermutungen oft über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Dadurch bleiben das Interesse an dem Fall und die damit verbundene Spannung durchgehend erhalten. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die Arbeit von Pathologen, Rechtsmedizinern und der Mordkommission. Diese Informationen werden wohldosiert und gelegentlich auch sehr humorvoll in die Handlung eingestreut, sodass sie nicht zu trocken wirken, sondern sich harmonisch in den Krimi einfügen. 

    Angelika Godau gelingt es außerdem hervorragend, die Hintergrundkulissen dieses Krimis zu beschreiben. Man ist sich stets bewusst, dass die Handlung sich in der Pfalz zuträgt und hat beim Lesen spontan die Weingüter, Gasthäuser und auch die kleinen Gassen vor Augen. Es wirkt alles so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst am Ort des Geschehens zu sein. 

    Die Protagonisten können ebenso begeistern. Obwohl Menke, durch seinen Lebensstil, sich auf Kosten anderer durchs Leben zu schnorren, nicht unbedingt zu den Menschen gehört, die man auf Anhieb sympathisch findet, gelingt es ihm mühelos, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Das liegt auch zum Großteil an seinem Dackel Alli, den er heiß und innig liebt. Die beiden zusammen zu beobachten ist einfach großartig. Doch auch die anderen Akteure wirken sehr lebendig. Man fasst spontane Sympathien oder auch Abneigungen und kann der Handlung deshalb fasziniert folgen. 

    Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten. Beim Lesen dieses Pfalz-Krimis habe ich mich von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend unterhalten. Die Protagonisten und auch die Handlungsorte wirkten auf mich so lebendig, dass ich mich ganz auf die Geschichte einlassen und mich kaum von ihr lösen konnte. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssternchen und ein klare Empfehlung für Krimifans.  

    Kommentare: 1
    71
    Teilen

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    AngelikaGodaus avatar
    Mein erster Pfalzkrimi kommt morgen in den Handel.....Menke, Detlev Menke, Sohn eines großen Weingutes, trinkt lieber Bier und das Arbeiten hat er auch nicht erfunden. Spaß und wenig Anstrengung verspricht er sich vom Detektivberuf, leider macht ihn schon sein erster Auftrag zum Hauptverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Obendrein wird seine Exfreundin entführt und alle Beweise seiner Unschuld, sind spurlos verschwunden., Es sieht nicht gut aus für den Womanizer, zumal Oberkommissarin Tabea Kühn so gar nichts von ihm hält...wäre da nicht Dackel Alli, wer weiß, wo das geendet hätte.. Spannung, Psychologie und eine dicke Portion Humor verbinden dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Wer ist reif für Menke? Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Portalen sind Voraussetzung. Die Autorin ist bei der Leserunde dabei und bedankt sich beim SWB-Verlag herzlich für die Rezi-Exemplare.

    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks