Angelika Godau Granny, ein Mord und ich

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Inhaltsangabe zu „Granny, ein Mord und ich“ von Angelika Godau

Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will ›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt fast nichts an der modernen Zeit.
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  • Eine folgenschwere Liebe in der Kaiserzeit

    Granny, ein Mord und ich
    Faidit

    Faidit

    24. December 2015 um 12:04

    Besonders begeistert hat mich der Schreibstil der Autorin, mit dem sie jedem der Protagonisten eine eigene Stimme gegeben hat und dem Leser durch den Wechsel von anspruchsvoller Sprache des 19. Jahrhunderts und moderner Umgangssprache herrliche Unterhaltung bietet. Außerdem ist das Buch ein absoluter Genre-Mix aus etwas Krimi-Spannung, Liebesroman, Fantasy und akribisch recherchierter Historie. Da wird der Leserin von dieser Geschichte mit wahrem Hintergrund zu keiner Zeit langweilig. Wenn die Ururgroßmutter der Protagonistin, die in der Realität übrigens die Urahnin der Autorin ist, als Astralreisende durch den Äther der Zeit in die Moderne switcht und plötzlich im Schlafzimmer der jungen alleinerziehenden Sabrina erscheint, gruselt es einen sogar ein bisschen. Auch diese fantastischen Elemente wirken auf mich nicht unrealistisch, weshalb schon die ersten Zeilen des Buches fesseln. Die Handlung setzt sich aus der jeweiligen Sichtweise und abwechselnden Beschreibungen der Lebenssituationen der beiden Protagonistinnen in ihrer Ära zusammen und zeigt unterschwellig die Probleme der Frauen in einer von Männern dominierten Welt auf, die bis heute noch nicht weniger und einfacher geworden sind. Da hilft die emanzipierteste Einstellung nichts, wie auch Sabrina erfahren muss, wenn sie ihrer Granny die Augen über deren kaiserzeitlichen Gehorsam und ihre Duldsamkeit öffnen will. Schließlich verbünden sich Sabrina und Luise, um den geheimnisvollen Tod von Luises heimlichem Geliebten aufzudecken, und man fühlt ebenso den Liebesschmerz der Protagonistin mit. Im Grunde sind beide auf ihre Weise Rebellinnen gegen gesellschaftliche Begrenzungen, an deren Entstehung die Frauen durch falsche Erziehung ihrer Söhne nicht unschuldig sind... Mit diesen Nuancen, die einem bewussten Leser sicherlich nicht entgehen werden, erhält der Roman trotz seiner humoristischen Verpackung eine gewisse Tiefe.

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  • Eine verbote Liebe...

    Granny, ein Mord und ich
    mareike91

    mareike91

    Inhalt: Als Sabrina eines Morgens aufwacht, sitzt eine fremde Person an ihrem Bett. Sabrina hält sie zunächst für eine Einbrecherin, doch ›Granny‹ stellt sich als ihre Ururgroßmutter vor, die eigentlich längst verstorben ist, und bittet sie um ihre Hilfe bei der Aufklärung des bereits 120 Jahre zurückliegenden Mordes an ihren geliebten Otto, den damaligen Kabinettministers. Nach und nach beginnt sie Sabrina ihre Geschichte zu erzählen und die beiden machen sich zusammen auf die Suche nach der Wahrheit… Meine Meinung: Der Schreibstil gefiel mir von Beginn an sehr. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch wenn das Buch kein Krimi ist, sondern eine historische Liebesgeschichte, bei der der Mord erst auf den 50 Seiten eine wirkliche Rolle spielt, ist es dennoch spannend und fesselnd. Die Erzählungen von Granny und das Tagebuch von ihrem Otto, dem späteren angeblichen Mordopfer, sind gut eingebunden in die heutigen Geschehnisse und geben den Leser einen tollen Einblick in das Leben vor ca. 120 Jahren. Es gibt – wenn man Grannys Bericht und Ottos Tagebuch mit einbezieht – insgesamt 3 verschiedene Erzählperspektiven. Die heutigen Ereignisse werden aus Sicht von Sabrina erzählt. Sabrina ist 34, Journalistin, alleinerziehende Mutter zweier sehr anstrengender Kinder und Besitzerin eines noch anstrengenderen Katers. Daher ist ihr Tag meistens sehr streßig und nervenaufreibend. Das plötzliche Auftauchen ihrer Ururgroßmutter, die nur sie sehen kann, sorgt für Abwechslung in ihrem Leben und ehe sie sich versieht hat sie sich an die Anwesenheit von Granny bereits gewöhnt. Ich persönlich fand Sabrina sympathisch. Sie ist eigenständig, modern und hat immer einen unterhaltsamen (zynischen) Spruch auf den Lippen, wodurch sie ihre Ururgroßmutter des Öfteren entrüstet. Granny nämlich ist eigentlich schon seit vielen Jahren tot und in der Zeit, in der sie gelebt hat, wäre solch ein Benehmen, wie Sabrina es an den Tag legt, alles andere als angebracht bzw. untadelig gewesen. Außerdem gab es damals beispielsweise weder Kaffeemaschinen noch Autos und sie ist verängstigt, geschockt und erstaunt von der modernen Welt von heute, die ihr nicht so recht zusagt. Die beiden Frauen haben sehr unterschiedliche Ansichten und (Moral-)Vorstellungen und geraten dadurch – sehr zur Unterhaltung des Lesers – des Öfteren aneinander. Sie zeigen, wie verschieden das Leben vor 100 Jahren war im Vergleich zu dem, was wir heute kennen. Auch Granny (die Sabrina zu Folge penetrant nach Mottenpulver riecht) ist sehr sympathisch, lieb, ein wenig naiv und ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Ihre Liebe zu Otto war und ist noch immer unerschütterlich und sie ist fest davon überzeugt, dass er ermordet wurde. Die Grannys Schilderungen und Ottos Tagebuch erzählen die berührende Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich auf Grund ihrer unterschiedlichen Herkunft/Schicht nicht lieben durften. Leider endet ihre Liebe für Otto am Ende tödlich… War es wirklich Mord und könnnen Granny und Sabrina zusammen den Täter finden? Das müsst ihr schon selbst herausfinden… Fazit: Eine wunderschöne, berührende und zugleich unendlich tragische Liebesgeschichte. Granny nimmt den Leser mit auf eine spannende und aufregende Reise in ihre Vergangenheit...

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  • Eine kriminelle Zeitreise

    Granny, ein Mord und ich
    HeikeWo

    HeikeWo

    03. October 2015 um 15:18

    Ururgroßmutter Luise Klewe reist durch die Zeit, um den Mord an ihrem geliebten Otto aufzuklären und landet bei ihrer Ururenkelin Sabrina, Journalistin und alleinerziehende Mutter. Hier treffen die buchstäblichen zwei Welten aufeinander und das sorgt für jede Menge lustiger Situationen. Luise berichtet, abwechselnd zu den in der Gegenwart spielenden Szenen, wie sie ihren Otto kennen und lieben gelernt hat. Später kommt noch Ottos Sicht, in Form von Tagebucheinträgen, dazu. Erzählt wird eine berührende und romantische Liebesgeschichte, die mit Ottos Tod leider tragisch endet. Aber wer hat ihren Kabinettminister ermordet? Diese Frage treibt Luise um und lässt sie immer wieder aus dem Jahr 1887 in die heutige Zeit reisen. Gemeinsam mit Sabrinas Mutter machen die beiden ungleichen Frauen sich auf Spurensuche. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: viel Humor beim Zusammentreffen von Vergangenheit und Gegenwart, eine wunderschön erzählte Liebesgeschichte, historische Hintergründe und ein bisschen Krimi, denn schließlich suchen die Frauen den Mörder des Otto von Wolffgramm.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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  • Leserunde zu "Granny, ein Mord und ich" von Angelika Godau

    Granny, ein Mord und ich
    katja78

    katja78

    Über die Grenzen der Zeit Beim Gmeiner Verlag ist kürzlich der erste "Granny-Roman" von Angelika Godau erschienen. Deswegen laden wir herzlich zur gemeinsamen Leserunde ein. Angelika Godau wir aktiv an der Leserunde teilnehmen. Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will ›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt fast nichts an der modernen Zeit. Leseprobe Angelika Godau wurde zufällig, wie sie betont, in Bayern geboren, verbrachte aber die ersten zehn Lebensjahre im schönen Detmold. Schon ganz früh entdeckte sie ihr Talent, sich schriftlich auszudrücken. Bereits im zarten Alter von neun Jahren wurde ihr erster Artikel über eine Zirkusprinzessin in der Zeitung veröffentlicht. Kein Wunder, dass sie zuerst einmal Journalistin wurde und für verschiedene Tageszeitungen in Deutschland tätig war. Später studierte sie Psychologie und arbeitete als Therapeutin. Das Schreiben blieb aber ihre heimliche Liebe und nach den Büchern »Wenn Wirbel aus dem Lot geraten« und »Ein Streuner mit Sommersprossen« erscheint nun im Gmeiner-Verlag der erste »Granny-Roman«. Wir suchen nun insgesamt 10 Leser, die diesen Roman gerne gemeinsam Lesen und anschließend Rezensieren möchten. Blogger dürfen sich gerne mit  ihrem Bloglink bewerben. Bewerbungsfrage: Schildert und euren Eindruck zur Leseprobe Wir freuen uns auf eure Bewerbungen! *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezensionen in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt.

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    • 287
  • Ungewöhnliche Liebesgeschichte

    Granny, ein Mord und ich
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. September 2015 um 11:18

    Granny, ein Mord und ich ist komplett anders, als ich es erwartet hatte. Das Genre Kriminalroman passt überhaupt nicht und auch mit dem Hauptcharakter Sabrina bin ich nicht wirklich warm geworden.  ABER, und es ist wirklich ein großes Aber, haben mich Granny und ihre Lebensgeschichte so sehr überzeugt, dass ich trotz der genannten Punkte 4 Sterne vergebe.  Die Liebesgeschichte von Luise und Otto, die der Leser durch Grannys Erzählungen sowie auch durch Ottos Tagebuch verfolgt, ist so schön und authentisch erzählt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Die Autorin gibt einen guten Einblick in das Leben und die Gesellschaft vor rund 120 Jahren und hat mich mit dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte definitiv berührt. 

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  • Granny, ein Mord und ich

    Granny, ein Mord und ich
    Steph86

    Steph86

    20. September 2015 um 08:10

    Buchinhalt Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will ›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt fast nichts an der modernen Zeit. Leseeindruck Der schöne Schreibstil der Autorin hat mir den Einstieg in die Story sehr erleichtert. Für mich handelt es sich jedoch bei dem vorliegenden Buch nicht wirklich um einen Krimi, sondern es dreht sich mehr um die Liebesgeschichte der Granny und Otto (aber ich lese doch so gern Krimis). Besonders gut gefallen haben mir die Perspektivwechsel (3 Perspektiven). Zum einen erzählt Sabrina, dann die Schilderungen der Granny und dann wird noch aus Ottos Tagebuch vorgelesen. Nur bei der letzten Erzählperspektive sind die wiedergegebenen Dialoge etwas merkwürdig, weil diese meiner Meinung nach nicht in ein Tagebuch gehören. Die Handelnden Charaktere wurden allerdings von der Autorin gut herausgearbeitet. Bleiben aber bis zum Ende auch so geheimnisvoll, dass man erst kurz vor Schluss weiß, wer der Mörder von Otto ist. Das Cover des Hardcover Buches ist auch wirklich sehr schön und wirkt in real noch viel schöner als es ein Bild darstellen kann.    

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  • Zeitreise

    Granny, ein Mord und ich
    Schnuck59

    Schnuck59

    15. September 2015 um 20:30

    In „Granny, ein Mord und ich“ beschreibt die Autorin Angelika Godau eine spannende Zeitreise, durch die ein Mord aufgeklärt werden soll. In diesem schönen Kriminalroman erscheint Luise ihrer Ur-Ur-Enkelin um durch deren Hilfe herauszufinden, was vor 120 Jahren ihrem geliebten Kabinettsminister im Fürstentum Lippe zugestoßen ist. Bei ihren Reisen über die Grenze der Zeit erzählt Luise ihrer Ur-Ur-Enkelin Sabrina, ihre Liebes- und Lebensgeschichte mit Otto. Die Geschichte aus der Sicht von ihrem Geliebten Otto wird durch die Inhalte seiner Tagebücher deutlich. In der heutigen Zeit treffen zwei Generationen aufeinander. Man erhält einen guten Einblick in das damalige Leben, die Standesunterschiede, die gesellschaftlichen Zwänge und die Moralvorstellungen. Die Gegensätze werden durch die Beschreibung der jetzigen, modernen Zeit und durch den saloppen Lebensstil der allein erziehenden Journalistin Sabrina verdeutlicht.  Der Schreibstil ist flüssig. Eine Erzählperspektive ist in der Gegenwart. Die Erzählungen von Luise und die Tagebucheintragungen von Otto sind in der Vergangenheit und werden durch Kursivierung hervorgehoben. Einige Bibelzitate sind auf interessante Weise in den Text eingearbeitet. Die Geschichte ist von Anfang an interessant und spannend. Nach Angaben von Frau Godau waren die geschichtlichen und örtlichen Gegebenheiten so, wie sie sie beschrieben hat. Die Charaktere mit deren Erinnerungen und Gefühlen sind gut ausgearbeitet. Die regionalen Bezüge zu Lippe und Beschreibungen der Stadt Detmold, mit Gebäuden, Politikern und anderen Personen finde ich gut recherchiert und bereichernd.  Das Buch hat einen Paperback Einband und hat mit 10x18 ein eher kleineres Format. Das Cover finde ich ansprechend und farblich gut gestaltet.  Mich hat dieser mystisch-schöne Kriminalroman, auch aufgrund seiner regionalen Bezüge, gut gefallen. 

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  • Generationsübergreifende Spannung!

    Granny, ein Mord und ich
    Jenny1900

    Jenny1900

    Klappentext: Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will Granny« doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 145 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und Granny« gefällt fast nichts an der modernen Zeit. Meine Meinung: Der Einstieg in die Geschichte fiel mir äußerst leicht. Mich hat es vom Anfang an gepackt und ich konnte das Büchlein nur schwer beiseitelegen. Eigentlich ist es kein Krimi, dafür aber eine sehr spannende und tragische Geschichte zweier sich liebender Menschen. Granny war eindeutig meine Lieblingsprotagonistin. Enthusiastisch warf sie nur so mit Bibelzitaten um sich und hatte immer ein paar (mehr oder weniger nützliche) Ratschläge für ihre Ur-Ur-Enkelin parat. Sie trauert heftig um ihren Minister und zweifelt keine Sekunde daran, dass er eines unnatürlichen Todes gestorben ist. Zusammen mit der Hilfe von Sabrina möchte sie dieses Rätsel lösen. Sabrina an sich ist eine jung gebliebene alleinerziehende Mutter die es natürlich erstmals nicht fassen kann, wer da plötzlich in ihrem Schlafzimmer steht… Nach einiger Zeit schließt sie Granny aber in ihr Herz und klärt gemeinsam mit ihr den Fall. Sabrinas Ausdrucksweise fand ich teilweise ein wenig übertrieben und doch etwas krass. Das mag an der „Übersetzung“ aus dem Kölsche ins Hochdeutsche liegen. Cover: Dieses Buch ist mal etwas ganz besonderes, da es auch kleiner ist als ein normales Hardcover Buch. Wirklich süß! Das Cover ist eher schlicht gehalten und passt auch relativ gut zum Inhalt. Fazit: Eine wirklich nette und spannende Geschichte! Die Zeitreiseidee verbunden mit einer Liebesgeschichte mit einer gehörigen Portion Spannung ist wirklich etwas besonders und nur zu empfehlen!

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    • 5
    Cridilla

    Cridilla

    14. September 2015 um 04:34
  • Als Roman hätte Granny auf jeden Fall 5 Sterne verdient

    Granny, ein Mord und ich
    Antek

    Antek

    13. September 2015 um 14:17

    Ich bin eigentlich überzeugte Krimileserin. Daher ist es für mich wirklich Glück gewesen, dass dieses Buch unter Krimi läuft. Auch wenn ich meiner Meinung nach hier keinen wirklichen Krimi bekommen habe, hatte ich super gute Unterhaltung und ich hätte wirklich etwas verpasst. Sonntagmorgens 6 Uhr und die Kinder verbringen das Wochenende beim Papa, wie sehr hat sich Sabrina auf das Ausschlafen gefreut. Da wird allerdings nichts draus, denn im Sessel neben ihrem Bett sitzt eine kleine Frau mit zugeknöpftem schwarzen Kleid, Schürstiefeln und Hut und echauffiert sich darüber, wie man um die Uhrzeit noch im Bett liegen kann, wenn es schon bald in die Kirche geht.  Sabrina glaubt ihren Augen nicht zu trauen, wer sitzt da im Sessel und stinkt vor sich hin - ein Einbrecher? Nein so sieht sie gar nicht aus. Nachdem die alte Dame ihr ausführlich erklärt hat, welches Verhalten und welche Ausdrucksweise sich ja nun wirklich nicht gehören, kommt sie zu ihrem eigentlichen Anliegen. Luise ist Sabrinas Ur-Ur Großmutter und möchte ihre Hilfe bei der Aufklärung des Mordes an ihrem geliebten Otto. Der war Kabinettsminister beim Fürsten von Lippe und ist vor 120 Jahren überraschend gestorben, Luise glaubt an einen Mord und um diesen aufzuklären hat sie sie sich auf Zeitreise begeben. Eigentlich bin ich Krimileserin, hier kann man aus der Beschreibung entnehmen, dass ein Mord aufgeklärt werden soll, das wird er auch. Er ist der Grund dafür, warum sich Granny überhaupt auf Zeitreise begibt, aber so richtig zum Thema wird er dann erst auf den letzten Seiten. Wer also einen üblichen Krimi sucht, der mit Ermittlungen von Anfang bis Ende für Spannung sorgen muss, könnte enttäuscht sein. Wer sich aber durchaus auch auf etwas anderes einlassen kann, wird seine helle Freude haben. Die Charaktere werden wirklich super gezeichnet. Zum einen Luise, die Granny hier, ich hatte sie stets bildlich vor mir und sie ist mir richtig ans Herz gewachsen, wie eine eigene Oma, die man einfach gern haben muss. Ich musste stets über ihre Kommentare zu den heutigen Verhältnissen schmunzeln. Schlafen ohne Nachgewand, Ausdrücke, die sich nicht gehören, Deospray, moderne Erziehung und jede Menge mehr, alles völlig fremd für sie. Wobei, ehrlich wenn sie aus ihrer Zeit berichtet, wünschte ich mir beim einen oder anderen, dass davon heute noch etwas übrig wäre. Die 34-jährige Sabrina ist mir auch immer sympathischer geworden. Sie ist alleinerziehende Mutter, eher antiautoritär und hat einen etwas schnodderigen Umgangston. Auch wenn ich mich selbst nie so ausdrücken würde, fand ich das hier gelungen, da dadurch der dargestellte  Kulturschock, den zweifelsohne beide durchleben,  noch deutlicher und vor allem auch bestimmt eine Spur humorvoller und spritziger wird. Sabrinas Mama darf auch noch bei den Ermittlungen helfen und gemeinsam wachsen die drei zum super Team zusammen. Otto, der nicht live mitspielt, aber von dem man viel erfährt, war für mich nicht so leicht zu durchschauen. Ich war mir ebenfalls wie die gutmütige Hermine, die Luise wie eine Mutter angenommen hat, nie so wirklich sicher, ob seine Liebe echt ist. Sabrinas Kinder spielen Nebenrollen und demonstrieren das Ergebnis moderner Erziehung, das in Grannys Augen nichts taugt. Schmunzeln konnte ich auch über den Terror Kater Amun. Es handelt sich um eine tragische Liebesgeschichte, die einem richtig ans Herz gehen muss, Liebe über Standesgrenzen hinweg war noch nie einfach und hier schon gar nicht. Durch Grannys Erzählungen bekommt man einen wirklich tollen Einblick in die Lebensverhältnisse im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wie haben die Leute damals gelebt, welche Moralvorstellungen herrschten, welche Bedeutung hatten Standesunterschiede? Ich habe ihre Erzählungen und auch Ottos Tagebuch, das die ganze Geschichte aus seiner Position erzählt, wirklich mit großer Spannung gelesen, alles andere als schnödes Geschichtswissen, sondern tolle Details in einer schönen Geschichte verpackt. Je mehr man erfährt, desto besser kann man sich auch in die Köpfe und die Zeit hineinversetzen und versteht zunehmend, warum sie so handeln mussten. Das Ganze ist verpackt in dem witzigen Szenario einer Zeitreise. Stellenweise konnte ich wirklich laut lachen über die Dialoge, die sich durch den Kulturschock ergeben. Schön fand ich auch die Entwicklung des Verhältnisses der drei Damen.  Granny, Mama und Sabrina wachsen immer mehr zusammen und am Ende war wohl nicht nur ich fast traurig, dass Granny sich wieder verabschiedet um ihren Tagesgeschäften in der Vergangenheit nachzugehen. Mich hat dieser Roman super gut unterhalten, auch wenn es vielleicht einmal kein Krimi war und ich freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung.

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  • Wenn Liebe nie vergeht...

    Granny, ein Mord und ich
    Solara300

    Solara300

    13. September 2015 um 14:04

    Kurzbeschreibung Eine tolle Geschichte um ein Verbrechen das es aufzuklären gilt, allerdings kein Verbrechen das im hier und jetzt passiert sondern wo vor ca. 120 Jahren sattgefunden hat. Denn Sabrina ist eine junge Frau aus dem modernen Leben wie wir es tagtäglich erleben und genau wie ich, ist sie nicht nur schockiert sondern auch überrascht und sich fragend ob sie vielleicht einen an der Mütze hat.. ;) Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mich das auch gefragt wenn meine Ur- Ur- Großmutter aufgetaucht wäre und gemeint hätte ich soll ihr bei der Aufklärung der Liebe ihres Lebens helfen. Dies ist nämlich der Ansatz einer wundervollen und rührenden Liebesgeschichte in den Irrrungen und Wirrungen der damaligen Zeit um 1800 und den dortigen Gegebenheiten die sich doch sehr von der heutigen Kultur unterscheiden in der allerdings ein Mord passierte, aber nie als solcher aufgeklärt wurde. Cover Das Cover fiel mir gleich auf mit den filigranen Ästen und den Blüten und vor allem dem Titel, der mir sehr gut gefiel und ich mich fragte, was steckt hinter einer kriminellen Zeitreise... ;) Für mich gelungen  und ich würde diese Schmuckstück das es für mich darstellt immer wieder in die Hand nehmen. Deshalb bekommt es in meinem Regal auch einen Ehrenplatz!  <3   Schreibstil Die Autorin Angelika Godau hat nicht nur einen flüssigen Schreibstil, sondern  die Geschichte so toll dargestellt das man sich nicht nur bei Sabrina in der jetzigen Zeit wiederfindet, sondern man sich sehr gut in das 18. Jahrhundert zurückversetzen kann. Und ich begeistert gelesen habe was Luise damals alles im Leben passiert ist und wie sie ihre große Liebe kennen gelernt hatte. Für mich sehr gut gelungen und umgesetzt und die ganzen Empfindungen und die Erinnerungen und auch die Tagebücher sind für mich nicht nur nachvollziehbar sondern so toll beschrieben das das Kopf Kino automatisch losgeht beim Lesen, jedenfalls bei mir.     Meinung Wenn Liebe nie vergeht... Dann sind wir bei Luise Klewe angekommen, die man glaubt es kaum im Jahre 1868 in Detmold geboren wurde. Was das mit der Sabrina Wagner im heutigen Zeitalter zu tun hat??? Eine Menge kann ich euch verraten. Denn Luise die vor über 120 Jahren gelebt hatte taucht bei Sabrina im Schlafzimmer auf mit einer Frage die man fast nicht glauben kann und zwar ob Sabrina ihr hilft den Mord an ihre geliebten Kabinettsminister Otto aufzudecken. Erstmal baff und ziemlich sprachlos und geschockt ob die Frau aus der Psychiatrie ausgebrochen sei, beschließt Sabrina sich das ganze anzuhören und muss feststellen das Luise ihre Ur- Ur- Großmutter ist und ihre Schwierigkeiten mit der modernen Zeit zu haben scheint. Nachdem dieser Schreck verdaut ist und Sabrina merkt das vor Ort wirklich der Geist ihrer Granny sitzt versucht sie ihr zu helfen und am Schluss ist nicht nur ihre Mutter mit an Bord sondern die drei befinden sich auf einer Zeitreise  ins damalige Detmold und einer Liebe die eigentlich vom Stand her gar nicht sein dürfte. Aber schon damals wie heute ist es doch so, das Gefühle wenn sie echt sind, sich nicht lenken lassen und der Verstand manches Mal ein Einsehen haben sollte wenn das Herz spricht. ;) Denn Luise hatte schon mehr als einmal Pech in ihrem Leben was zu der damaligen Zeit nicht ganz so einfach war und sie verlor in jungen Jahren nicht nur ihre Mutter und anschließend ihren Vater, sondern sie und ihr Bruder Otto kamen unter bei einem Kohlehändler der sie aufnahm. Luise als Haushälterin und ihren Bruder als Ersatz für den toten Vater. Luises drei jüngere Geschwister mussten ins Waisenhaus, von denen sie nie wieder was hörte. Aber das Leben war damals für Frauen sehr hart und Luise musste schon immer sehr hart arbeiten, sei es jetzt die Mutter ersetzten oder in der neuen Familie vier Kinder hüten und nur durch einen Zufall oder in dem Fall würde ich fast sagen Schicksal, lief sie damals Otto über den Weg und zwischen beiden schien eine Verbindung zu sein. Diese Verbindung ging beiden nicht mehr aus dem Kopf und beide haben sich entschieden zu vertrauen. Dabei hatte Luise Menschen die es mit ihr gut meinten und auch Otto hatte einen guten Freund der ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. Alles an sich wäre einfach passend, aber es gibt immer ungesagtes und manches was besser ungesagt geblieben wäre und es gibt leider immer wieder Neider. Für mich auf alle Fälle spannend bis zum Schluss. Eine gefühlvolle Geschichte über die Erinnerungen von Luises Sicht von ihr erzählt und auch von den Gedanken Ottos, ihrem geliebten Kabinettsminister der hier nicht nur mit den Irrungen und Wirrungen der Parteien zu kämpfen hatte, sondern auch noch mit seiner hoch angesehenen Stellung und den Widerstreitenden Gefühlen in sich.  Aber auch die Dialoge von den drei unterschiedlichen Generationen, sei es aus er Sicht von Sabrina und der Sicht ihrer Mutter oder ihrer Granny sind einfach Klasse gemacht und haben mich des ein oder Öfteren schmunzeln lassen.   Fazit  Absolut empfehlenswert wie die Mädels einen uralten Mord aufklären und ich bin begeistert von dieser tollen Geschichte!!! Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin!   5 von 5 Sternen

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  • Eine kriminelle Zeitreise

    Granny, ein Mord und ich
    esposa1969

    esposa1969

    Buchbeschreibung: Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will »Granny« doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 145 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und »Granny« gefällt fast nichts an der modernen Zeit. Leseeindrücke: Diese kriminelle Zeitreise beginnt damit, dass Sabrina, eine der Protagonistinnen, luzide Träume träumt. Doch dann passiert, das, was wir ja aus dem Buchrückentext bereits wissen: Sabrina meint den Verstand verloren zu haben, als sie jemanden nach Mottenpulver riechenden in ihrem Schlafzimmer wahrnimmt, diejenige auch noch behauptet ihre Ururgroßmutter (oder vielmehr ihre bereits verstorbene Ur-Ur-Großmutter) Luise zu sein und sie um Hilfe bittet, denn Sabrina soll nichts Geringeres als den Mord an Granny geliebten Otto aufklären…. Sabrina berichtet aus der Ego-Perspektive, dass mag ich bei Romanen besonders gerne: So kann man sich immer sehr gut in die Figur, ihre Gedanken, ihre Gefühle hineinversetzen. Aber wir lesen nicht nur Sabrinas Gedanken und Gefühle, sondern in Kursivschrift dann auch Luises Erinnerungen, an dem was damals geschah und über ihr Leben. Finde ich ganz ganz tolle, solche Einblicke zu erhalten und so reißt nicht nur Granny - denn sie ist kein Geist, sondern eine Zeitreisende - durch die Geschichte, sondern wir Leser gleich mit ihr. Die Autorin Angelika Godau legt Wert darauf zu betonen, dass es sich bei diesem Roman um gar keinen handelt und auch nicht um eine Biografie, noch um ein Tatsachenbericht, sondern um eine Überlieferung. Rahmenhandlung bilden der Blick in die vergangenen Zeiten mit den Protagonisten Luise und Otto, die zwar in derselben Zeit lebten, aber in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, woraus sich ein tödliches Problem ergab. Der Roman las sich - trotz der recht kleinen Schrift - zügig und lesenswert. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir sehr angenehm gefallen. Die Liebesgeschichte der beiden ging während des Lesens an Herz und Seele. Granny in der Vergangenheit - eine wunderbare und liebende Frau, Granny in der Gegenwart - ganz schön überrumpelt, von dem was sie hier erwartet und zwischendrin Sabrina, die das alles zu handeln hat. 350 Seiten, die mich gefesselt, gebannt und unterhalten haben. Sehr hilfreich auch das eingebundene textile Lesezeichen. Das Cover wirkt sehr schön und ansprechend. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne! © esposa1969

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    • 3
  • Nicht Mutti, sondern die Ururenkelin wird's schon richten

    Granny, ein Mord und ich
    TochterAlice

    TochterAlice

    Nicht Mutti, sondern die Ururenkelin wird's schon richten: Das hofft zumindest Luise, die aus dem ausklingenden 19. Jahrhundert mitten in Sabrinas Schlafzimmer hereinspaziert und ihren Kommentar zu diesem und jenen abgibt. Aus ihrer Sicht führt Sabrina, ihres Zeichens alleinerziehende Mutter und Journalistin nämlich ein absolutes Lotterleben, die beiden Urururenkelchen wachsen im größten denkbaren Sündenpfuhl auf. Sabrina kann gar nicht glauben, was sie da - als Einzige sieht - eine wunderschöne Frau Ende 20 mit Knopfstiefelchen und geschlossenem Gewand, muss sich aber überzeugen lassen. Ururoma Luise braucht nämlich Unterstützung bei der Aufklärung eines Mordes: an einem Mann, der im Leben aller Beteiligten eine wichtige Stellung einnimmt - was sich aber erst noch herauszustellen hat. Es ist Otto, seines Zeichens Kabinettsminister im schönen Fürstentum Lippe und Luises Liebster, der vor 119 Jahren urplötzlich verschied. Die Antwort darauf meint die wackere Dame mit dem Zeitreisegen im Hier und Jetzt - im digitalisierten 21. Jahrhundert, von dessen Errungenschaften sie allerdings nicht die geringste Ahnung hat. Stimmungsvoll, witzig und atmosphärisch gibt die Autorin Angelika Godau vor allem die Begebenheiten aus der Vergangenheit wieder - es ist eine Freude, die gut recherchierte Darstellung des Lebens im Detmold des 19. Jahrhunderts zu lesen und Einblicke in das allgemeine politische Gefüge zur damaligen Zeit zu erhalten. Dagegen kommt mir das Bild, das die Autorin von Sabrina und ihrem Umfeld, also den Repräsentanten des 21. Jahrhunderts, doch ziemlich überzeichnet und überzogen vor. Ich habe den Eindruck, dass hier die jüngere Generation - Sabrina ist 34 - als eine besonders flapsige und schnodderige, die ihre Kinder ausgesprochen lässig erzieht, dargestellt wird. Ein sicher zutreffendes, aber auch sehr einseitiges Bild. Dennoch ein stimmungsvoller und vor allem humorvoller Regionalkrimi, den ich von Herzen weiterempfehle, einer mit Herz und Charme - und mit einer besonderen Protagonistin mit Zeitreisegen- Luise nämlich,, die - wie ich hoffe - uns in weiteren ebenso originellen Fällen noch lange erhalten bleibt.

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    • 2
  • Eine dramatische Liebesgeschichte und eine Zeitreise in die Vergangenheit, die spannend unterhält.

    Granny, ein Mord und ich
    Nisnis

    Nisnis

    Sabrina, eine 34jährige Journalistin erwacht nachts und findet eine Unbekannte in ihrem Schlafzimmer vor. Sie denkt zunächst an einen Einbruch, doch die Fremde behauptet, sie sei Sabrinas Ur-Ur-Großmutter. Sabrina zweifelt an ihrem Verstand, denn "Granny" gibt vor, Hilfe bei ihr zu suchen, um den 120 Jahre zurückliegenden Mord an ihrem geliebten Otto aufzuklären. Granny und Sabrina kommen sich langsam näher, doch für beide ist es schwierig einander zu verstehen, denn Grannys Zeit und Lebensweise scheint so gar nicht mit der Sabrinas kompatibel. Meine Meinung: Angelika Godau hat aus einer ihr überlieferten Geschichte eine eigene Geschichte geschrieben. Die Geschichte wird als "kriminelle Zeitreise" beschrieben, doch ich empfinde sie eher als eine dramatische Liebesgeschichte, die gegen Ende ein paar Krimielemente beherbergt. Das Cover finde ich wunderschön und ich mag das Format des "klein" ausgefallenen Hardcovers. Ich bin sehr leichtfüßig in die Geschichte eingetaucht und habe das Zusammenspiel der alten und der neuen Generation sehr gemocht. Die Geschichte unterteilt sich in drei Handlungsstränge. Zum einen spielt sie im Hier und Jetzt, worin sich Sabrina mit ihrer Mutter und Granny kennenlernen und zusammen einen Mord recherchieren wollen. Der nächste Handlungsstrang ist die Erzählung Luises (Grannys) und der dritte ist das Tagebuch von Otto. Luises Erzählung und Ottos Tagebuch spielen in der Zeit des 18. Jahrhunderts. Angelika Godau versteht es geschickt, in den verschiedenen Zeiten, von Kapitel zu Kapitel, umher zu springen. Die Handlungsstränge harmonisieren zusammen. Nur an einem Punkt war ich schwerstens verwirrt und konnte die Vergangenheit nicht richtig einschätzen und verstehen. Mir war auch nicht sofort klar, dass Granny eine Zeitreisende ist und nicht tot, wovon ich normalerweise ausgehe, wenn ein Geist im Spiel ist. Diese Verwirrungen haben mich jedoch nicht daran gehindert mich mit dieser Geschichte wohl zu fühlen. Ich mag den flüssigen Schreibstil und im Besonderen mag ich es zu erfahren, wie das Leben damals spielte. Der Charme der Zeit kommt sehr gut rüber und ich mag die "alte Schule" der Höflichkeit und des Anstandes. Granny hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen und sie war mir mit ihrem Charakter sehr sympathisch. Sabrina und Mutter waren dagegen nicht richtig für mich greifbar und ich wurde nicht richtig warm mit ihnen. Die sehr umgangssprachliche und saloppe  Ausdrucksweise gegenüber Granny erschien mir manchmal zu respektlos, da hätte ich mir einen etwas liebevolleren Umgangston gewünscht, auch wenn ich mir sicher bin, dass das so salopp gar nicht rüber kommen sollte. Besonders bezaubernd erzählt Angelika Godau die Liebesgeschichte von Luise und Otto. Da sie aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten stammen, ist ihre Liebe fast schon zum Scheitern verurteilt, doch einige Hürden können sie meistern. Ich bin oftmals sehr berührt und fiebere der Geschichte entgegen, die mich voller Spannung sehr gut unterhält. Mein Fazit: Eine dramatische Liebesgeschichte und eine Zeitreise in die Vergangenheit, die spannend unterhält und den Leser mit einem schönen Schreibstil verwöhnt.

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    • 3
    Nisnis

    Nisnis

    09. September 2015 um 14:38
    AngelikaGodau schreibt Hallo Nisnis, vielen Dank für deine ausführliche Rezi. Ich würde mich freuen, dich für die nächste Leserunde "Granny und die Tote im Wald" wieder unter den Bewerbern zu haben.

    Ja, sehr gern sogar :-)

  • Eine Liebe vor 120 Jahren

    Granny, ein Mord und ich
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    07. September 2015 um 23:05

    Sabrina ist 34 Jahre alt, Journalistin und alleinerziehende Mutter. Als sie eines Morgens aufwacht, sitzt eine ihr unbekannte Frau neben ihrem Bett. Sabrina glaubt an eine Einbrecherin, doch die fremde Frau behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein. Sabrina hat natürlich Probleme damit, der Frau zu glauben, doch irgendwann muss sie einsehen, dass sie die Wahrheit sagt. Und "Granny" bittet Sabrina, ihr dabei zu helfen, einen 120 Jahre zurückliegenden Mord aufzuklären. Mein Leseeindruck: Das Buch spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, wobei der Vergangenheit der größere Raum eingeräumt wird. Sabrinas Vorfahrin Luise erzählt von ihrer großen Liebe Otto, der gesellschaftlich weit über ihr stand und damit eine Verbindung zwischen den beiden unmöglich wurde. Trotz aller Widrigkeiten haben sich Luise und Otto aber im 19. Jahrhundert ineinander verliebt. Diese Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie wird in der Rückschau aus Luises Sicht erzählt. Einige Passagen wiederholen sich dann, als Ottos Tagebuch ins Spiel kommt. Die gleiche Geschichte wird dann noch einmal aus Ottos Sicht erzählt. Das fand ich etwas unglücklich, da es natürlich somit einige Wiederholungen gab. Andererseits aber war es auch durchaus interessant, seine Sichtweise kennenzulernen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht, so dass sich die Geschichte flüssig lesen lässt. Die Unterschiede zwischen Luise, die im 19. Jahrhundert aufwuchs und Sabrina, eine Frau des 21. Jahrhunderts, treten deutlich hervor. Was mir allerdings nicht gut gefallen hat, ist Sabrinas Ausdrucksweise. Die kam mir doch zu gewollt modern daher, außerdem flucht sie unglaublich viel und ist sehr unsensibel. Das hat sie mir unsympathisch gemacht. Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten. Man sollte hier allerdings keinen spannenden Krimi erwarten, denn da wird man unweigerlich enttäuscht werden. Der Mordfall kommt erst auf den letzten Seiten des Buches zur Sprache.    

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