Granny, ein Mord und ich

von Angelika Godau 
4,3 Sterne bei23 Bewertungen
Granny, ein Mord und ich
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Neue Kurzmeinungen

sandra97s avatar

Kurzweilige Lektüre für zwischendurch.

Faidits avatar

Kriminelle Zeitreise mit hohem Schmunzel-Faktor

Alle 23 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Granny, ein Mord und ich"

Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will ›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt fast nichts an der modernen Zeit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839247167
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:347 Seiten
Verlag:GMEINER
Erscheinungsdatum:05.08.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Faidits avatar
    Faiditvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kriminelle Zeitreise mit hohem Schmunzel-Faktor
    Eine folgenschwere Liebe in der Kaiserzeit

    Besonders begeistert hat mich der Schreibstil der Autorin, mit dem sie jedem der Protagonisten eine eigene Stimme gegeben hat und dem Leser durch den Wechsel von anspruchsvoller Sprache des 19. Jahrhunderts und moderner Umgangssprache herrliche Unterhaltung bietet. Außerdem ist das Buch ein absoluter Genre-Mix aus etwas Krimi-Spannung, Liebesroman, Fantasy und akribisch recherchierter Historie. Da wird der Leserin von dieser Geschichte mit wahrem Hintergrund zu keiner Zeit langweilig. Wenn die Ururgroßmutter der Protagonistin, die in der Realität übrigens die Urahnin der Autorin ist, als Astralreisende durch den Äther der Zeit in die Moderne switcht und plötzlich im Schlafzimmer der jungen alleinerziehenden Sabrina erscheint, gruselt es einen sogar ein bisschen. Auch diese fantastischen Elemente wirken auf mich nicht unrealistisch, weshalb schon die ersten Zeilen des Buches fesseln.
    Die Handlung setzt sich aus der jeweiligen Sichtweise und abwechselnden Beschreibungen der Lebenssituationen der beiden Protagonistinnen in ihrer Ära zusammen und zeigt unterschwellig die Probleme der Frauen in einer von Männern dominierten Welt auf, die bis heute noch nicht weniger und einfacher geworden sind. Da hilft die emanzipierteste Einstellung nichts, wie auch Sabrina erfahren muss, wenn sie ihrer Granny die Augen über deren kaiserzeitlichen Gehorsam und ihre Duldsamkeit öffnen will. Schließlich verbünden sich Sabrina und Luise, um den geheimnisvollen Tod von Luises heimlichem Geliebten aufzudecken, und man fühlt ebenso den Liebesschmerz der Protagonistin mit.
    Im Grunde sind beide auf ihre Weise Rebellinnen gegen gesellschaftliche Begrenzungen, an deren Entstehung die Frauen durch falsche Erziehung ihrer Söhne nicht unschuldig sind... Mit diesen Nuancen, die einem bewussten Leser sicherlich nicht entgehen werden, erhält der Roman trotz seiner humoristischen Verpackung eine gewisse Tiefe.

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    HeikeWos avatar
    HeikeWovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: viel Humor, eine wunderschön erzählte Liebesgeschichte, historische Hintergründe und Spannung
    Eine kriminelle Zeitreise

    Ururgroßmutter Luise Klewe reist durch die Zeit, um den Mord an ihrem geliebten Otto aufzuklären und landet bei ihrer Ururenkelin Sabrina, Journalistin und alleinerziehende Mutter. Hier treffen die buchstäblichen zwei Welten aufeinander und das sorgt für jede Menge lustiger Situationen.

    Luise berichtet, abwechselnd zu den in der Gegenwart spielenden Szenen, wie sie ihren Otto kennen und lieben gelernt hat. Später kommt noch Ottos Sicht, in Form von Tagebucheinträgen, dazu. Erzählt wird eine berührende und romantische Liebesgeschichte, die mit Ottos Tod leider tragisch endet.

    Aber wer hat ihren Kabinettminister ermordet? Diese Frage treibt Luise um und lässt sie immer wieder aus dem Jahr 1887 in die heutige Zeit reisen.

    Gemeinsam mit Sabrinas Mutter machen die beiden ungleichen Frauen sich auf Spurensuche.

    Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: viel Humor beim Zusammentreffen von Vergangenheit und Gegenwart, eine wunderschön erzählte Liebesgeschichte, historische Hintergründe und ein bisschen Krimi, denn schließlich suchen die Frauen den Mörder des Otto von Wolffgramm.


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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr unterhaltsam
    Ungewöhnliche Liebesgeschichte

    Granny, ein Mord und ich ist komplett anders, als ich es erwartet hatte. Das Genre Kriminalroman passt überhaupt nicht und auch mit dem Hauptcharakter Sabrina bin ich nicht wirklich warm geworden. 
    ABER, und es ist wirklich ein großes Aber, haben mich Granny und ihre Lebensgeschichte so sehr überzeugt, dass ich trotz der genannten Punkte 4 Sterne vergebe. 
    Die Liebesgeschichte von Luise und Otto, die der Leser durch Grannys Erzählungen sowie auch durch Ottos Tagebuch verfolgt, ist so schön und authentisch erzählt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Die Autorin gibt einen guten Einblick in das Leben und die Gesellschaft vor rund 120 Jahren und hat mich mit dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte definitiv berührt. 

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    Steph86vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mehr Liebesgeschichte als ein wirklicher Krimi
    Granny, ein Mord und ich

    Buchinhalt

    Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will ›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt fast nichts an der modernen Zeit.

    Leseeindruck

    Der schöne Schreibstil der Autorin hat mir den Einstieg in die Story sehr erleichtert.

    Für mich handelt es sich jedoch bei dem vorliegenden Buch nicht wirklich um einen Krimi, sondern es dreht sich mehr um die Liebesgeschichte der Granny und Otto (aber ich lese doch so gern Krimis).

    Besonders gut gefallen haben mir die Perspektivwechsel (3 Perspektiven). Zum einen erzählt Sabrina, dann die Schilderungen der Granny und dann wird noch aus Ottos Tagebuch vorgelesen. Nur bei der letzten Erzählperspektive sind die wiedergegebenen Dialoge etwas merkwürdig, weil diese meiner Meinung nach nicht in ein Tagebuch gehören.

    Die Handelnden Charaktere wurden allerdings von der Autorin gut herausgearbeitet. Bleiben aber bis zum Ende auch so geheimnisvoll, dass man erst kurz vor Schluss weiß, wer der Mörder von Otto ist.

    Das Cover des Hardcover Buches ist auch wirklich sehr schön und wirkt in real noch viel schöner als es ein Bild darstellen kann.

     

     

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    mareike91s avatar
    mareike91vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne, berührende und zugleich unendlich tragische Liebesgeschichte, deren ganze Wahrheit erst Jahrzehnte später ans Licht kommt
    Eine verbote Liebe...

    Inhalt:

    Als Sabrina eines Morgens aufwacht, sitzt eine fremde Person an ihrem Bett. Sabrina hält sie zunächst für eine Einbrecherin, doch ›Granny‹ stellt sich als ihre Ururgroßmutter vor, die eigentlich längst verstorben ist, und bittet sie um ihre Hilfe bei der Aufklärung des bereits 120 Jahre zurückliegenden Mordes an ihren geliebten Otto, den damaligen Kabinettministers. Nach und nach beginnt sie Sabrina ihre Geschichte zu erzählen und die beiden machen sich zusammen auf die Suche nach der Wahrheit…

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil gefiel mir von Beginn an sehr. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch wenn das Buch kein Krimi ist, sondern eine historische Liebesgeschichte, bei der der Mord erst auf den 50 Seiten eine wirkliche Rolle spielt, ist es dennoch spannend und fesselnd. Die Erzählungen von Granny und das Tagebuch von ihrem Otto, dem späteren angeblichen Mordopfer, sind gut eingebunden in die heutigen Geschehnisse und geben den Leser einen tollen Einblick in das Leben vor ca. 120 Jahren. Es gibt – wenn man Grannys Bericht und Ottos Tagebuch mit einbezieht – insgesamt 3 verschiedene Erzählperspektiven.

    Die heutigen Ereignisse werden aus Sicht von Sabrina erzählt. Sabrina ist 34, Journalistin, alleinerziehende Mutter zweier sehr anstrengender Kinder und Besitzerin eines noch anstrengenderen Katers. Daher ist ihr Tag meistens sehr streßig und nervenaufreibend. Das plötzliche Auftauchen ihrer Ururgroßmutter, die nur sie sehen kann, sorgt für Abwechslung in ihrem Leben und ehe sie sich versieht hat sie sich an die Anwesenheit von Granny bereits gewöhnt.
    Ich persönlich fand Sabrina sympathisch. Sie ist eigenständig, modern und hat immer einen unterhaltsamen (zynischen) Spruch auf den Lippen, wodurch sie ihre Ururgroßmutter des Öfteren entrüstet.

    Granny nämlich ist eigentlich schon seit vielen Jahren tot und in der Zeit, in der sie gelebt hat, wäre solch ein Benehmen, wie Sabrina es an den Tag legt, alles andere als angebracht bzw. untadelig gewesen. Außerdem gab es damals beispielsweise weder Kaffeemaschinen noch Autos und sie ist verängstigt, geschockt und erstaunt von der modernen Welt von heute, die ihr nicht so recht zusagt. Die beiden Frauen haben sehr unterschiedliche Ansichten und (Moral-)Vorstellungen und geraten dadurch – sehr zur Unterhaltung des Lesers – des Öfteren aneinander. Sie zeigen, wie verschieden das Leben vor 100 Jahren war im Vergleich zu dem, was wir heute kennen.
    Auch Granny (die Sabrina zu Folge penetrant nach Mottenpulver riecht) ist sehr sympathisch, lieb, ein wenig naiv und ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Ihre Liebe zu Otto war und ist noch immer unerschütterlich und sie ist fest davon überzeugt, dass er ermordet wurde.

    Die Grannys Schilderungen und Ottos Tagebuch erzählen die berührende Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich auf Grund ihrer unterschiedlichen Herkunft/Schicht nicht lieben durften. Leider endet ihre Liebe für Otto am Ende tödlich… War es wirklich Mord und könnnen Granny und Sabrina zusammen den Täter finden? Das müsst ihr schon selbst herausfinden…

    Fazit:
    Eine wunderschöne, berührende und zugleich unendlich tragische Liebesgeschichte. Granny nimmt den Leser mit auf eine spannende und aufregende Reise in ihre Vergangenheit...

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    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Berührende Liebesgeschichte, bei der Zeit und Gesellschaftsschichten keine Grenzen darstellen.
    Zeitreise

    In „Granny, ein Mord und ich“ beschreibt die Autorin Angelika Godau eine spannende Zeitreise, durch die ein Mord aufgeklärt werden soll.

    In diesem schönen Kriminalroman erscheint Luise ihrer Ur-Ur-Enkelin um durch deren Hilfe herauszufinden, was vor 120 Jahren ihrem geliebten Kabinettsminister im Fürstentum Lippe zugestoßen ist. Bei ihren Reisen über die Grenze der Zeit erzählt Luise ihrer Ur-Ur-Enkelin Sabrina, ihre Liebes- und Lebensgeschichte mit Otto. Die Geschichte aus der Sicht von ihrem Geliebten Otto wird durch die Inhalte seiner Tagebücher deutlich.
    In der heutigen Zeit treffen zwei Generationen aufeinander. Man erhält einen guten Einblick in das damalige Leben, die Standesunterschiede, die gesellschaftlichen Zwänge und die Moralvorstellungen. Die Gegensätze werden durch die Beschreibung der jetzigen, modernen Zeit und durch den saloppen Lebensstil der allein erziehenden Journalistin Sabrina verdeutlicht. 

    Der Schreibstil ist flüssig. Eine Erzählperspektive ist in der Gegenwart. Die Erzählungen von Luise und die Tagebucheintragungen von Otto sind in der Vergangenheit und werden durch Kursivierung hervorgehoben. Einige Bibelzitate sind auf interessante Weise in den Text eingearbeitet. Die Geschichte ist von Anfang an interessant und spannend. Nach Angaben von Frau Godau waren die geschichtlichen und örtlichen Gegebenheiten so, wie sie sie beschrieben hat. Die Charaktere mit deren Erinnerungen und Gefühlen sind gut ausgearbeitet. Die regionalen Bezüge zu Lippe und Beschreibungen der Stadt Detmold, mit Gebäuden, Politikern und anderen Personen finde ich gut recherchiert und bereichernd. 
    Das Buch hat einen Paperback Einband und hat mit 10x18 ein eher kleineres Format. Das Cover finde ich ansprechend und farblich gut gestaltet. 

    Mich hat dieser mystisch-schöne Kriminalroman, auch aufgrund seiner regionalen Bezüge, gut gefallen. 

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    Anteks avatar
    Antekvor 3 Jahren
    Als Roman hätte Granny auf jeden Fall 5 Sterne verdient

    Ich bin eigentlich überzeugte Krimileserin. Daher ist es für mich wirklich Glück gewesen, dass dieses Buch unter Krimi läuft. Auch wenn ich meiner Meinung nach hier keinen wirklichen Krimi bekommen habe, hatte ich super gute Unterhaltung und ich hätte wirklich etwas verpasst.

    Sonntagmorgens 6 Uhr und die Kinder verbringen das Wochenende beim Papa, wie sehr hat sich Sabrina auf das Ausschlafen gefreut. Da wird allerdings nichts draus, denn im Sessel neben ihrem Bett sitzt eine kleine Frau mit zugeknöpftem schwarzen Kleid, Schürstiefeln und Hut und echauffiert sich darüber, wie man um die Uhrzeit noch im Bett liegen kann, wenn es schon bald in die Kirche geht.  Sabrina glaubt ihren Augen nicht zu trauen, wer sitzt da im Sessel und stinkt vor sich hin - ein Einbrecher? Nein so sieht sie gar nicht aus. Nachdem die alte Dame ihr ausführlich erklärt hat, welches Verhalten und welche Ausdrucksweise sich ja nun wirklich nicht gehören, kommt sie zu ihrem eigentlichen Anliegen. Luise ist Sabrinas Ur-Ur Großmutter und möchte ihre Hilfe bei der Aufklärung des Mordes an ihrem geliebten Otto. Der war Kabinettsminister beim Fürsten von Lippe und ist vor 120 Jahren überraschend gestorben, Luise glaubt an einen Mord und um diesen aufzuklären hat sie sie sich auf Zeitreise begeben.

    Eigentlich bin ich Krimileserin, hier kann man aus der Beschreibung entnehmen, dass ein Mord aufgeklärt werden soll, das wird er auch. Er ist der Grund dafür, warum sich Granny überhaupt auf Zeitreise begibt, aber so richtig zum Thema wird er dann erst auf den letzten Seiten. Wer also einen üblichen Krimi sucht, der mit Ermittlungen von Anfang bis Ende für Spannung sorgen muss, könnte enttäuscht sein. Wer sich aber durchaus auch auf etwas anderes einlassen kann, wird seine helle Freude haben.

    Die Charaktere werden wirklich super gezeichnet. Zum einen Luise, die Granny hier, ich hatte sie stets bildlich vor mir und sie ist mir richtig ans Herz gewachsen, wie eine eigene Oma, die man einfach gern haben muss. Ich musste stets über ihre Kommentare zu den heutigen Verhältnissen schmunzeln. Schlafen ohne Nachgewand, Ausdrücke, die sich nicht gehören, Deospray, moderne Erziehung und jede Menge mehr, alles völlig fremd für sie. Wobei, ehrlich wenn sie aus ihrer Zeit berichtet, wünschte ich mir beim einen oder anderen, dass davon heute noch etwas übrig wäre. Die 34-jährige Sabrina ist mir auch immer sympathischer geworden. Sie ist alleinerziehende Mutter, eher antiautoritär und hat einen etwas schnodderigen Umgangston. Auch wenn ich mich selbst nie so ausdrücken würde, fand ich das hier gelungen, da dadurch der dargestellte  Kulturschock, den zweifelsohne beide durchleben,  noch deutlicher und vor allem auch bestimmt eine Spur humorvoller und spritziger wird. Sabrinas Mama darf auch noch bei den Ermittlungen helfen und gemeinsam wachsen die drei zum super Team zusammen. Otto, der nicht live mitspielt, aber von dem man viel erfährt, war für mich nicht so leicht zu durchschauen. Ich war mir ebenfalls wie die gutmütige Hermine, die Luise wie eine Mutter angenommen hat, nie so wirklich sicher, ob seine Liebe echt ist. Sabrinas Kinder spielen Nebenrollen und demonstrieren das Ergebnis moderner Erziehung, das in Grannys Augen nichts taugt. Schmunzeln konnte ich auch über den Terror Kater Amun.

    Es handelt sich um eine tragische Liebesgeschichte, die einem richtig ans Herz gehen muss, Liebe über Standesgrenzen hinweg war noch nie einfach und hier schon gar nicht. Durch Grannys Erzählungen bekommt man einen wirklich tollen Einblick in die Lebensverhältnisse im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wie haben die Leute damals gelebt, welche Moralvorstellungen herrschten, welche Bedeutung hatten Standesunterschiede? Ich habe ihre Erzählungen und auch Ottos Tagebuch, das die ganze Geschichte aus seiner Position erzählt, wirklich mit großer Spannung gelesen, alles andere als schnödes Geschichtswissen, sondern tolle Details in einer schönen Geschichte verpackt. Je mehr man erfährt, desto besser kann man sich auch in die Köpfe und die Zeit hineinversetzen und versteht zunehmend, warum sie so handeln mussten. Das Ganze ist verpackt in dem witzigen Szenario einer Zeitreise. Stellenweise konnte ich wirklich laut lachen über die Dialoge, die sich durch den Kulturschock ergeben. Schön fand ich auch die Entwicklung des Verhältnisses der drei Damen.  Granny, Mama und Sabrina wachsen immer mehr zusammen und am Ende war wohl nicht nur ich fast traurig, dass Granny sich wieder verabschiedet um ihren Tagesgeschäften in der Vergangenheit nachzugehen.

    Mich hat dieser Roman super gut unterhalten, auch wenn es vielleicht einmal kein Krimi war und ich freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung.

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    Solara300s avatar
    Solara300vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte die auch über die Jahrhunderte die Liebe zwischen zwei Menschen nicht verblassen lässt...
    Wenn Liebe nie vergeht...

    Kurzbeschreibung

    Eine tolle Geschichte um ein Verbrechen das es aufzuklären gilt, allerdings kein Verbrechen das im hier und jetzt passiert sondern wo vor ca. 120 Jahren sattgefunden hat.
    Denn Sabrina ist eine junge Frau aus dem modernen Leben wie wir es tagtäglich erleben und genau wie ich, ist sie nicht nur schockiert sondern auch überrascht und sich fragend ob sie vielleicht einen an der Mütze hat.. ;)

    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mich das auch gefragt wenn meine Ur- Ur- Großmutter aufgetaucht wäre und gemeint hätte ich soll ihr bei der Aufklärung der Liebe ihres Lebens helfen.
    Dies ist nämlich der Ansatz einer wundervollen und rührenden Liebesgeschichte in den Irrrungen und Wirrungen der damaligen Zeit um 1800 und den dortigen Gegebenheiten die sich doch sehr von der heutigen Kultur unterscheiden in der allerdings ein Mord passierte, aber nie als solcher aufgeklärt wurde.



    Cover

    Das Cover fiel mir gleich auf mit den filigranen Ästen und den Blüten und vor allem dem Titel, der mir sehr gut gefiel und ich mich fragte, was steckt hinter einer kriminellen Zeitreise... ;)
    Für mich gelungen  und ich würde diese Schmuckstück das es für mich darstellt immer wieder in die Hand nehmen. Deshalb bekommt es in meinem Regal auch einen Ehrenplatz!  <3


     

    Schreibstil

    Die Autorin  Angelika Godau hat nicht nur einen flüssigen Schreibstil, sondern  die Geschichte so toll dargestellt das man sich nicht nur bei Sabrina in der jetzigen Zeit wiederfindet, sondern man sich sehr gut in das 18. Jahrhundert zurückversetzen kann.
    Und ich begeistert gelesen habe was Luise damals alles im Leben passiert ist und wie sie ihre große Liebe kennen gelernt hatte.
    Für mich sehr gut gelungen und umgesetzt und die ganzen Empfindungen und die Erinnerungen und auch die Tagebücher sind für mich nicht nur nachvollziehbar sondern so toll beschrieben das das Kopf Kino automatisch losgeht beim Lesen, jedenfalls bei mir.

     

     

    Meinung

    Wenn Liebe nie vergeht...


    Dann sind wir bei Luise Klewe angekommen, die man glaubt es kaum im Jahre 1868 in Detmold geboren wurde.
    Was das mit der Sabrina Wagner im heutigen Zeitalter zu tun hat???

    Eine Menge kann ich euch verraten. Denn Luise die vor über 120 Jahren gelebt hatte taucht bei Sabrina im Schlafzimmer auf mit einer Frage die man fast nicht glauben kann und zwar ob Sabrina ihr hilft den Mord an ihre geliebten Kabinettsminister Otto aufzudecken.

    Erstmal baff und ziemlich sprachlos und geschockt ob die Frau aus der Psychiatrie ausgebrochen sei, beschließt Sabrina sich das ganze anzuhören und muss feststellen das Luise ihre Ur- Ur- Großmutter ist und ihre Schwierigkeiten mit der modernen Zeit zu haben scheint.

    Nachdem dieser Schreck verdaut ist und Sabrina merkt das vor Ort wirklich der Geist ihrer Granny sitzt versucht sie ihr zu helfen und am Schluss ist nicht nur ihre Mutter mit an Bord sondern die drei befinden sich auf einer Zeitreise  ins damalige Detmold und einer Liebe die eigentlich vom Stand her gar nicht sein dürfte.
    Aber schon damals wie heute ist es doch so, das Gefühle wenn sie echt sind, sich nicht lenken lassen und der Verstand manches Mal ein Einsehen haben sollte wenn das Herz spricht. ;)

    Denn Luise hatte schon mehr als einmal Pech in ihrem Leben was zu der damaligen Zeit nicht ganz so einfach war und sie verlor in jungen Jahren nicht nur ihre Mutter und anschließend ihren Vater, sondern sie und ihr Bruder Otto kamen unter bei einem Kohlehändler der sie aufnahm. Luise als Haushälterin und ihren Bruder als Ersatz für den toten Vater. Luises drei jüngere Geschwister mussten ins Waisenhaus, von denen sie nie wieder was hörte.

    Aber das Leben war damals für Frauen sehr hart und Luise musste schon immer sehr hart arbeiten, sei es jetzt die Mutter ersetzten oder in der neuen Familie vier Kinder hüten und nur durch einen Zufall oder in dem Fall würde ich fast sagen Schicksal, lief sie damals Otto über den Weg und zwischen beiden schien eine Verbindung zu sein.
    Diese Verbindung ging beiden nicht mehr aus dem Kopf und beide haben sich entschieden zu vertrauen.
    Dabei hatte Luise Menschen die es mit ihr gut meinten und auch Otto hatte einen guten Freund der ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.

    Alles an sich wäre einfach passend, aber es gibt immer ungesagtes und manches was besser ungesagt geblieben wäre und es gibt leider immer wieder Neider.
    Für mich auf alle Fälle spannend bis zum Schluss.
    Eine gefühlvolle Geschichte über die Erinnerungen von Luises Sicht von ihr erzählt und auch von den Gedanken Ottos, ihrem geliebten Kabinettsminister der hier nicht nur mit den Irrungen und Wirrungen der Parteien zu kämpfen hatte, sondern auch noch mit seiner hoch angesehenen Stellung und den Widerstreitenden Gefühlen in sich. 
    Aber auch die Dialoge von den drei unterschiedlichen Generationen, sei es aus er Sicht von Sabrina und der Sicht ihrer Mutter oder ihrer Granny sind einfach Klasse gemacht und haben mich des ein oder Öfteren schmunzeln lassen.



     

    Fazit 

    Absolut empfehlenswert wie die Mädels einen uralten Mord aufklären und ich bin begeistert von dieser tollen Geschichte!!!
    Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin!

     

    5 von 5 Sternen

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 3 Jahren
    Eine kriminelle Zeitreise

    Buchbeschreibung:

    Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will »Granny« doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 145 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und »Granny« gefällt fast nichts an der modernen Zeit.


    Leseeindrücke:

    Diese kriminelle Zeitreise beginnt damit, dass Sabrina, eine der Protagonistinnen, luzide Träume träumt. Doch dann passiert, das, was wir ja aus dem Buchrückentext bereits wissen: Sabrina meint den Verstand verloren zu haben, als sie jemanden nach Mottenpulver riechenden in ihrem Schlafzimmer wahrnimmt, diejenige auch noch behauptet ihre Ururgroßmutter (oder vielmehr ihre bereits verstorbene Ur-Ur-Großmutter) Luise zu sein und sie um Hilfe bittet, denn Sabrina soll nichts Geringeres als den Mord an Granny geliebten Otto aufklären….

    Sabrina berichtet aus der Ego-Perspektive, dass mag ich bei Romanen besonders gerne: So kann man sich immer sehr gut in die Figur, ihre Gedanken, ihre Gefühle hineinversetzen. Aber wir lesen nicht nur Sabrinas Gedanken und Gefühle, sondern in Kursivschrift dann auch Luises Erinnerungen, an dem was damals geschah und über ihr Leben. Finde ich ganz ganz tolle, solche Einblicke zu erhalten und so reißt nicht nur Granny - denn sie ist kein Geist, sondern eine Zeitreisende - durch die Geschichte, sondern wir Leser gleich mit ihr.

    Die Autorin Angelika Godau legt Wert darauf zu betonen, dass es sich bei diesem Roman um gar keinen handelt und auch nicht um eine Biografie, noch um ein Tatsachenbericht, sondern um eine Überlieferung. Rahmenhandlung bilden der Blick in die vergangenen Zeiten mit den Protagonisten Luise und Otto, die zwar in derselben Zeit lebten, aber in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, woraus sich ein tödliches Problem ergab.

    Der Roman las sich - trotz der recht kleinen Schrift - zügig und lesenswert. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir sehr angenehm gefallen. Die Liebesgeschichte der beiden ging während des Lesens an Herz und Seele. Granny in der Vergangenheit - eine wunderbare und liebende Frau, Granny in der Gegenwart - ganz schön überrumpelt, von dem was sie hier erwartet und zwischendrin Sabrina, die das alles zu handeln hat.

    350 Seiten, die mich gefesselt, gebannt und unterhalten haben. Sehr hilfreich auch das eingebundene textile Lesezeichen. Das Cover wirkt sehr schön und ansprechend. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne!


    © esposa1969


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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 3 Jahren
    Nicht Mutti, sondern die Ururenkelin wird's schon richten


    Nicht Mutti, sondern die Ururenkelin wird's schon richten: Das hofft zumindest Luise, die aus dem ausklingenden 19. Jahrhundert mitten in Sabrinas Schlafzimmer hereinspaziert und ihren Kommentar zu diesem und jenen abgibt. Aus ihrer Sicht führt Sabrina, ihres Zeichens alleinerziehende Mutter und Journalistin nämlich ein absolutes Lotterleben, die beiden Urururenkelchen wachsen im größten denkbaren Sündenpfuhl auf. Sabrina kann gar nicht glauben, was sie da - als Einzige sieht - eine wunderschöne Frau Ende 20 mit Knopfstiefelchen und geschlossenem Gewand, muss sich aber überzeugen lassen. Ururoma Luise braucht nämlich Unterstützung bei der Aufklärung eines Mordes: an einem Mann, der im Leben aller Beteiligten eine wichtige Stellung einnimmt - was sich aber erst noch herauszustellen hat. Es ist Otto, seines Zeichens Kabinettsminister im schönen Fürstentum Lippe und Luises Liebster, der vor 119 Jahren urplötzlich verschied. Die Antwort darauf meint die wackere Dame mit dem Zeitreisegen im Hier und Jetzt - im digitalisierten 21. Jahrhundert, von dessen Errungenschaften sie allerdings nicht die geringste Ahnung hat.


    Stimmungsvoll, witzig und atmosphärisch gibt die Autorin Angelika Godau vor allem die Begebenheiten aus der Vergangenheit wieder - es ist eine Freude, die gut recherchierte Darstellung des Lebens im Detmold des 19. Jahrhunderts zu lesen und Einblicke in das allgemeine politische Gefüge zur damaligen Zeit zu erhalten. Dagegen kommt mir das Bild, das die Autorin von Sabrina und ihrem Umfeld, also den Repräsentanten des 21. Jahrhunderts, doch ziemlich überzeichnet und überzogen vor. Ich habe den Eindruck, dass hier die jüngere Generation - Sabrina ist 34 - als eine besonders flapsige und schnodderige, die ihre Kinder ausgesprochen lässig erzieht, dargestellt wird. Ein sicher zutreffendes, aber auch sehr einseitiges Bild.


    Dennoch ein stimmungsvoller und vor allem humorvoller Regionalkrimi, den ich von Herzen weiterempfehle, einer mit Herz und Charme - und mit einer besonderen Protagonistin mit Zeitreisegen- Luise nämlich,, die - wie ich hoffe - uns in weiteren ebenso originellen Fällen noch lange erhalten bleibt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    katja78s avatar

    Über die Grenzen der Zeit

    Beim Gmeiner Verlag ist kürzlich der erste "Granny-Roman" von Angelika Godau erschienen. Deswegen laden wir herzlich zur gemeinsamen Leserunde ein.
    Angelika Godau wir aktiv an der Leserunde teilnehmen.

    Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will ›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt fast nichts an der modernen Zeit.





    Leseprobe

    Angelika Godau wurde zufällig, wie sie betont, in Bayern geboren, verbrachte aber die ersten zehn Lebensjahre im schönen Detmold. Schon ganz früh entdeckte sie ihr Talent, sich schriftlich auszudrücken. Bereits im zarten Alter von neun Jahren wurde ihr erster Artikel über eine Zirkusprinzessin in der Zeitung veröffentlicht. Kein Wunder, dass sie zuerst einmal Journalistin wurde und für verschiedene Tageszeitungen in Deutschland tätig war. Später studierte sie Psychologie und arbeitete als Therapeutin. Das Schreiben blieb aber ihre heimliche Liebe und nach den Büchern »Wenn Wirbel aus dem Lot geraten« und »Ein Streuner mit Sommersprossen« erscheint nun im Gmeiner-Verlag der erste »Granny-Roman«.

    Wir suchen nun insgesamt 10 Leser, die diesen Roman gerne gemeinsam Lesen und anschließend Rezensieren möchten.

    Blogger dürfen sich gerne mit  ihrem Bloglink bewerben.

    Bewerbungsfrage: Schildert und euren Eindruck zur Leseprobe


    Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

    *** Wichtig ***

    Ihr solltet Minimum 2-3 Rezensionen in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches

    Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt.
    Zur Leserunde

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