Granny und die Tote im Wald

von Angelika Godau 
4,7 Sterne bei18 Bewertungen
Granny und die Tote im Wald
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Schroeflandis avatar

Granny vereint Historie, Spannung und Humor. Volltreffer! Nicht nur für Frauen.

Solara300s avatar

Absolut empfehlenswert mit einer Geschichte die im hier und jetzt und im damals spielt wo es einen Mörder zu überführen gilt.

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Inhaltsangabe zu "Granny und die Tote im Wald"

Dass Kohlenhändler Blancke kein Gentleman ist, weiß Granny, aber ist er auch ein Mörder? Sein Kindermädchen verschwindet spurlos - zwei Tage nachdem es sich Granny anvertraut hat. Das kann kein Zufall sein. Granny ist überzeugt davon, dass Blancke das Mädchen nicht nur vergewaltigt und geschwängert, sondern auch getötet hat. Sie reist in die Zukunft und macht sich mit ihrer Ur-Ur-Enkelin Sabrina auf die Suche nach Beweisen. Blancke zu überführen gestaltet sich schwierig, aber Granny hat einen Plan, der ebenso gerissen wie gefährlich ist. Auge um Auge …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839248744
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:409 Seiten
Verlag:GMEINER
Erscheinungsdatum:03.02.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Solara300s avatar
    Solara300vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert mit einer Geschichte die im hier und jetzt und im damals spielt wo es einen Mörder zu überführen gilt.
    Wenn Granny wieder ermittelt...

    Kurzbeschreibung

    In diesem zweiten Band geht Granny wieder auf Spurensuche mit ihrer Ur-Ur Enkelin Sabrina.  
    Denn irgendwas passt mit dem Verschwinden von dem Kindermädchen der Familie Blancke nicht zusammen. 
    Denn Granny weiß von ihrer Anstellung damals bei der Familie, das der Kohlenhändler Blancke kein angenehmer Zeitgenosse sein kann. 
    Nur würde er sogar dazu fähig sein jemanden umzubringen? 
    Denn allerlei wird über Blancke erzählt und da fällt auch das Wort Erpressung. Granny ermittelt und bringt sich dabei in eine gefährliche Situation...

    Cover

    Das Cover gefällt mir wieder sehr gut mit dem Vordergrund der Knospen und dem Hintergrund der darauf schließen lässt das die Natur eine Rolle spielt! ;)

    Schreibstil

    Die Autorin  Angelika Godau hat einen flüssigen Schreibstil der mich wieder gefangen nahm in eine spannende Geschichte von Granny und ihrer Ur-Ur- Enkelin Sabrina.
    Die insgeheim schon ihre Granny vermisst hatte. 
    Ich kann mich einfach schon von dem gelungenen Vorgängerband anschließen, dass ich die Geschichte um Granny und ihre Erlebnisse genauso wie ihren Spürsinn liebe und sie mich an Miss Marple erinnert, wenn sie ermittelt. Ich freu mich also schon auf mehr.

    Meinung

    Wenn Granny wieder ermittelt...
    Dann sind wir bei der 35-Jährigen Sabrina angekommen, die schon merkt als sie aufwacht das nach diesem Traum nur eine einzige Person sich ankündigt und zwar ihre Granny aus der Vergangenheit. Und genau da liegt sie richtig. Denn Granny hat immer genau den passenden Zeitrahmen, vor allem wenn das Sabrinas einzigster freier Tag seit zwei Wochen ist und ausgerechnet Sonntags Morgens.

    Aber nichts desto trotz weiß sie auch, dass sie Granny seit einem Jahr nicht gesehen hat und sie sie mit ihrer Kritik und ihrem Lebenswandel vermisst hat.  Denn Granny ist einzigartig und von ihrer Erziehung her aus dem 19. Jahrhundert nicht gerade begeistert über Sabrinas Lebenswandel oder ihre Zigaretten die sie gerne raucht. 
    Aber Granny hat ein Problem und braucht Hilfe bei ihren Ermittlungen. Denn auch wenn es ihr gutgeht und ihrem Sohn, ist sie bei einem Spaziergang auf das neue Kindermädchen der Familie Blancke getroffen, das nun denn Platz ihrer einnimmt und besorgt. 
    Sie noch sehr gut im Gedächtnis was der Kohlehändler Blancke vorhatte, bevor ihr Otto damals auftauchte. Nachdem Granny ihr Leben im Griff hat und auch bei Fritz und Emilie gute Freunde gefunden hat berichtet sie Sabrina nicht nur von ihren Geschehnissen nach Ottos Tod sondern auch von jenen Begegniss mit Hedwig dem Kindermädchen das sie kennenlernte und sah wie sich das lebenslustige Mädel veränderte. Da sich der Kohlehändler an ihr vergriff und sie auch noch schwängerte. 

    Nur eines Tages, ist Hedwig spurlos verschwunden und Granny kommt ein übler Verdacht. Nachdem sie bei einem Abendspaziergang auch noch auf Blancke trifft der mit wirrem Blick aus dem Wald mit einer Schaufel Abends kommt nimmt der erschreckenden Verdacht Formen an, denn laut Zeitung und Recherche von Fritz suchen die Blanckes ein neues Kindermädchen. 

    Nun braucht Granny mithilfe von Sabrina die einen tollen Spürsinn hat und gemeinsam gehen sie auf Verbrecherjagd. Was sie dabei finden kann gefährlich für sie werden...
    Die Autorin hat hier die Geschichte von Granny wieder sehr gut mit der Geschichte im hier und jetzt verwoben und man bekommt immer wieder Einblicke in das Leben damals und die Denkweise was mir sehr gut gefällt und die Frauen der Familie. Ich hoffe auf mehr...

    Fazit

    Absolut empfehlenswert mit einer Geschichte die im hier und jetzt und im damals spielt wo es einen Mörder zu überführen gilt.

    5 von 5 Sternen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Witzig, sympathisch, spannend - Zeit-Reisen-Krimi mit starken Frauen!
    Witzig, sympathisch, spannend - Zeit-Reisen-Krimi mit starken Frauen!

    Wie würde man wohl reagieren, wenn man an einem Sonntag um 6 Uhr früh aufwacht und die Ur-Ur-Großmutter von 1895 steht am Bett und erzählt vom Kohlenhändler Blancke, der sein Kindermädchen ermordet haben soll?  Schockiert? Panisch? Verwirrt?

    Nein! Die 35-jährige Sabrina reagiert ganz gelassen (wenn auch etwas grummelig wegen der frühen Uhrzeit), denn sie ist das schon gewöhnt, dass die Granny plötzlich bei ihr auftaucht, da sie schon einen gemeinsamen Kriminalfall zusammen gelöst haben, der ebenfalls im 19. Jahrhundert spielte (siehe "Granny, ein Mord und ich", ebenfalls im Gmeiner Verlag erschienen).

    Ich kenne den ersten Fall leider (noch) nicht, konnte aber sofort und leicht in die Handlung einsteigen. Die Erzählperspektive ist dabei super gelungen: Sabrina und die Granny erzählen abwechselnd von den Ereignissen in ihren jeweiligen Zeiten im Ich-Erzählerton. Dadurch war man als Leserin ganz nah dran am Geschehen und an den Gefühlen und Gedanken der Figuren. Besonders bei Granny, die ja nun aus einem sehr konservativen, nicht-feministischen, männerdominierenden Zeitalter kommt, war das sehr spannend und interessant zu lesen. Sabrinas Alltags"wahnsinn" mit Kindern und Job war mir da eher bekannt, aber auch unterhaltsam geschrieben. 

    Einen Zeitreise-Krimi habe ich noch nie vorher gelesen, daher finde ich ihn eine super Idee, die dazu noch sehr gut umgesetzt wurde. 

    Die Seiten flogen beim Lesen nur so weg, was ein gutes Zeichen ist. Die Figuren sind mir richtig ans Herz gewachsen, so dass ich dem nächsten Fall schon entgegenfiebere. 

    Mein Fazit: Ein witziger, kreativer, sympathischer, unterhaltsamer, spannender Krimi! Sehr gelungen und daher sehr zu empfehlen! 

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    Schalkefans avatar
    Schalkefanvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Wiedersehen mit Granny und ein spannender zweiter Fall. Unbedingt lesen!
    Der zweite Fall für Granny und Sabrina

    Mit "Granny und die Tote im Wald" habe ich nun den zweiten Teil einer ganz besonderen Krimi-Reihe gelesen, die mich bereits mit dem ersten Buch: "Granny, ein Mord und ich" sehr begeistern konnte.

    Die Autorin Angelika Godau versteht es wunderbar die Vergangenheit mit Granny und ihrer Ururenkelin Sabrina in der Zukunft zu verknüpfen. Granny kann problemlos Sabrina in der Gegenwart besuchen und mit ihr kommunizieren. Und jeder der Granny aus Teil 1 kennt weiß auch wenn Granny auftaucht ein spannender Fall nicht weit ist.

    Dieses Mal geht es um den Mord an einem Hausmädchens, dessen der Kohlenhändler Blancke verdächtigt wird. Wurde er doch bereits sexuell übergriffig bei dem armem Mädchen, das dann auch noch ein Kind erwartete und spurlos verschwunden war. Da Granny dann noch eine Beobachtung gemacht hatte war schnell klar, das ist ein neuer Fall für sie und natürlich ihre Enkelin Sabrina, die erst einmal in der Gegenwart die vermutete Leiche des armen Mädchens in einem Waldstück finden soll.

    Und so nimmt das Abenteuer wieder ihren Lauf. Granny ist genau so köstlich und humorvoll wie in Band 1 und bringt die arme Sabrina ganz schön auf Trab. Zwei Liebesgeschichten begleiten noch die abenteuerliche Suche sowie die gerechte Strafe für den Mörder.

    Mehr als einmal musste ich über das Granny-Sabrina Gespann wieder herzhaft lachen und es gab auch sehr spannende Stellen in der gemeinsamen Ermittlung. Einfach alles wieder perfekt geschrieben und super unterhaltsam.

    Ganz besonders begeistern mich immer wieder die "Neuentdeckungen", welche Granny in der Gegenwart nun macht und die sie natürlich für ihren eigenen Nutzen einsetzt.

    Ich hatte wieder großen Spaß an dem Buch und freue mich schon auf eine weitere spannende Granny-Fortsetzung. Von mir gibt es für das Buch 5 Sterne!

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    mareike91s avatar
    mareike91vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine romantische, unterhaltsame, spannende und kriminelle Zeitreise der besonderen Art.
    Granny ist wieder da

    Inhalt:

    Granny ist zurück und hat einen neuen Fall zu lösen, bei dem sie die Hilfe ihrer Ururenkelin Sabrina benötigt. Das Kindermädchen von Kohlehändler Blancke, bei dem auch Granny früher einmal in Stellung war, ist spurlos verschwunden. Granny verdächtigt ihn des Mordes und glaubt, dass die Leiche im Teutoburger Wald vergraben liegt, kann es aber nicht beweisen. Sie reist erneut in die Zukunft, zu ihrer Ururenkelin Sabrina, und bittet sie um Mithilfe. Können die beiden gemeinsam Licht ins Dunkel bringen und Kohlehändler Blancke überführen?

    Meine Meinung:

    Die liebenswürdige Granny ist zurück und hat natürlich wieder einen neuen Fall im Gepäck. Wer den ersten Band („Granny, ein Mord und ich“) kennt, weiß, dass Granny die Ururoma von Sabrina ist. Sie ist jedoch keine 150 Jahre alt, sondern um die dreißig und kann durch die Zeit reisen. Wie, das weiß sie selber nicht genau, aber so kommt es, dass sie hin und wieder bei ihrer Ururenkelin Sabrina auftaucht und sie um Hilfe bittet. So auch dieses Mal. Der Kohlehändler Blancke soll sein Kindermädchen vergewaltigt, geschwängert und anschließend ermordet haben. Sabrina, die im hier und jetzt lebt, soll ihr bei der Aufklärung des Falles, der nun schon über hundert Jahre zurück liegt, helfen. Kein leichtes Unterfangen…

    Der Schreibstil ist herrlich angenehm. Die Autorin Angelika Godau schafft es mit Granny und Sabrina zwei vollkommen verschiedene Welten unterhaltsam und mit viel Witz aufeinanderprallen zu lassen. Das Leben und die Erfindungen des 21. Jahrhunderts sind für Granny sehr gewöhnungsbedürftig und Sabrinas behelfsmäßige Erklärungen und Grannys zaghaftes, naives Rantasten (vergleichbar mit dem eines neugierigen Welpen) sind amüsant.

    Die Charaktere, allen voran die beiden Protagonistinnen, sind sehr detailreich und liebevoll gezeichnet. 
    Sabrina ist Mitte Dreißig und alleinerziehende Mutter zweier vorlauter Kids. Sie ist emanzipiert, arbeitet als Journalistin und ist fast immer im Stress. Trotzdem hat sie in jeder Situation einen lockeren Spruch auf den Lippen, womit sie regelmäßig zur Unterhaltung des Lesers beiträgt. 
    Granny hingegen, die in einem ganz anderen Jahrhundert zuhause ist und in der heutigen Zeit lediglich von ihrer Ururenkelin gesehen werden kann, findet so einiges im 21. Jahrhundert sehr befremdlich. Beispielsweise Sabrinas „lockere“ und emanzipierte Art, ihre modernen, in Grannys Augen zu laschen Erziehungsmethoden oder auch einfach die Tatsache, dass Frauen Hosen bzw. „Dschens“ (= Jeans) tragen dürfen. So kommt es regelmäßig (zur Freude des Lesers) zu kleineren Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden.

    Die Ermittlungen von Granny und Sabrina finden parallel sowohl in der heutigen als auch in Grannys Zeit statt. Jedoch kann nur Granny durch die Zeit reisen und ihre Ururenkelin muss sich daher mit Erzählungen „von damals“ begnügen. 
    Neben den Ermittlungen im Mordfall des Kindermädchens spielt aber auch das Leben der beiden Frauen eine große Rolle: Sabrinas Alltag als alleinerziehende Mutter und Journalistin auf der einen, Grannys interessanten Berichte über ihr Leben und den Alltag vor 150 Jahren auf der anderen Seite. Einen Großteil dieser Berichte nimmt ihre neue Liebe ein, sodass die Krimihandlung in manchen Situationen ein wenig in den Hintergrund gerät. Leser, die einen von der ersten bis zur letzten Seite spannenden und actionreichen Krimi erwarten, werden hier wohl enttäuscht. Ich persönlich finde die Mischung aus Krimi/Spannung, Historik und Liebe/Romantik jedoch sehr gelungen und durchaus fesselnd. 

    Fazit:
    Eine romantische, unterhaltsame, spannende und kriminelle Zeitreise der besonderen Art. 

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    SABOs avatar
    SABOvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Korsett oder Hose, Granny ist genial!
    Granny.2

    Angelika Godau - Granny und die Tote im Wald - GMEINER
    Detmold, 1 Jahr ist vergangen:
    Granny ermittelt wieder in zwei Zeiten und hat treue Helfer im 19. wie im 21. Jahrhundert. Wie das funktioniert, weiß Granny immer noch nicht, aber anscheinend passiert es immer dann, wenn ein großes Unrecht in ihrer unmittelbaren Umgebung geschieht, sie besonders berührt und nicht mehr loslässt.
    Luise hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und der ist ihr Ticket durch die Zeit.
    Sonntag Morgen, 6 Uhr, zu noch nachtschlafender Zeit, kommentiert sie das ungläubige Blinzeln ihrer Mehrfachenkelin mit einem: "Kind, ich weiß, das du wach bist!"
    Sabrina grunzt ein schläfriges "Hallo!", freut sich aber auf ihren besonderen Gast.

    Diesmal geht es um den Kohlenhändler Blancke, dessen schmierigen Fingern, Luise selbst mit knapper Not entkommen ist. Das Kindermädchen Hedwig hatte nicht so viel Glück. Blancke hat sie geschändet, geschwängert und sich ihrer brutal entledigt.
    Luise will den Mord beweisen und Blancke eine Falle stellen, was ist nicht ganz ungefährlich. Die Zeit drängt, Blancke stellt auch dem neuen Kindermädchen nach.

    Granny hat auch eine wundervolle Neuigkeit, sie hat sich verliebt. Die Luise von Früher, bringt die Jetzige in Zwiespalt. Damalige Moral und Bibelsprüche gegen eine, in der Zukunft liegende Gleichberechtigung. Luise würde gerne Hosen tragen und das verhasste Korsett ablegen, sie fängt an, sich die Beine zu rasieren..
    Sabrina bringt Luise auf sündhaft "lockere" Ideen..
    ;-)
    Wie immer geben sich Sabrina und Luise herrlich Kontra, man kann sich die Taschentücher schon mal bereitlegen.
    Noch großartiger, ist die ständig ansteigende Spannung, die es fast unmöglich macht, das Buch nicht, in einem Rutsch auszulesen.
    Die unterhaltsame "Granny-Serie" möchte ich nicht mehr missen, ich freue mich schon auf die Fortsetzung!


    Im Gmeiner Verlag erschienen sind:
    1. Granny, ein Mord und ich
    2. Granny und die Tote im Wald


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    fredhels avatar
    fredhelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Witzige Dialoge, viel Humor und eine absolut originelle Mörderjagd
    Tod eines Kindermädchens


    "Granny und die Tote im Wald" vonAngelika Godau ist so etwas wie ein historischer Detmold-Krimi. 
    Das Kindermädchen vom reichen Kohlenhändler Blancke verschwindet spurlos und ihre Freundin Luise, alias Granny, ist felsenfest der Überzeugung, dass der alte Lüstling sie ermordet hat. Ratsuchend wendet sie sich an ihre Ururenkelin Sabrina. Wenn Granny nämlich ein Problem lösen muss, kann sie sich quasi in die Zukunft träumen und dann mit ihr die Sache besprechen. Schön ist dabei zu erleben, wie sie auf die Errungenschaften der Neuzeit reagiert. Frauen rasieren sich die Beine, es gibt Antibabypillen und Kinder dürfen ihre Meinung sagen. Es sind immer wieder nette Dialoge zwischen den beiden, die den Leser schmunzeln lassen. Ernster wird es dagegen, wenn man Granny in ihr eigenes Jahrhundert folgt und erfährt, wie gnadenlos engstirnig die Leute miteinander umgehen. Schnell hat man seinen guten Ruf verloren und als Dienstmädchen oder gar als ledige Mutter hatte man nichts zu lachen.
    Ich empfand die Krimihandlung fast als zweitrangig. Mein Fokus richtete sich auf Grannys Erlebniswelt im alten Detmold, dennoch wird auch der Mordfall geschickt gelöst. Hierbei muss ich den Einfallsreichtum aller Beteiligten loben, denn so eine originelle Mörderjagd gab es wohl noch nie. Granny ist für mich der Inbegriff eines Cosy-Krimis. Wer dieses Genre liebt, der ist bei ihr genau richtig gelandet.

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    Leserin71s avatar
    Leserin71vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zeitreise einmal anders - Ururgroßmutter besucht Enkelin, um Mord aufzuklären - sehr unterhaltsam!!!
    Zeitreise einmal anders - Ururgroßmutter besucht Enkelin, um Mord aufzuklären


    Granny ist Sabrinas Ururgroßmutter, die schon einmal ihre Hilfe bei einem Mordfall in Anspruch genommen hat. Diesmal ist eine Freundin Grannys verschwunden, die von ihrem Dienstherrn geschwängert worden ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Leiche...

    Meine Meinung:
    "Granny und die Tote im Wald" ist ein Cosy Krimi. Der Leser erfährt viel über das Leben im 19. Jahrhundert, insbesondere über die Rechte der Frauen und auch die Einstellung gegenüber homosexuellen Paaren. Sabrina kann mit ihrer liberalen Sicht Granny einiges erklären, kommt aber auch ins Nachdenken über ihr eigenes Verhalten. Die Krimihandlung kommt daneben eher kurz, das Ende ist aber durchaus spannend. Ich staunte über Grannys Ideen und ihr Durchsetzungsvermögen. Leider kenne ich den ersten Band nicht und hatte deshalb anfangs mit den Personen und ihren Beziehungen untereinander Schwierigkeiten, kam dann aber immer besser zurecht. 
    Für den etwas anderen Zeitreise-Krimi gibt es von mir 4 Sterne!



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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wer auf eine witzige und interessante Mischung aus Krimi, Zeitreise und Liebesgeschichte steht, ist bei diesem Buch genau richtig!
    Witzige und interessante Mischung aus Krimi, Zeitreise und Liebesgeschichte

    Grannys Bekannte, das Kindermädchen Hedwig Niemeier, wird von ihrem Arbeitgeber, dem Kohlenhändler Blancke, regelmäßig vergewaltigt und verprügelt und letztendlich sogar schwanger. Granny will ihr helfen, aber Hedwig verschwindet spurlos. Dafür überrascht Granny Blancke derangiert im Wald – mit einer Kohlenschaufel in den Händen. Also sucht sie nach Spuren und findet ein kleines Stück Stoff - von Hedwigs Schürze? Leider kommt sie allein mit den Ermittlungen nicht weiter, also bittet sie ihre Ur-Ur-Enkelin Sabrina wieder um Hilfe.

    Wer jetzt etwas überrascht ist - mir ging es genau so. „Granny und die Tote im Wald“ ist der zweite, doch hoffentlich nicht letzte, Teil um Granny Luise, die vor 145 Jahren gelebt hat, und ihre Ururenkelin Sabrina, die heute lebt. Granny weiß nicht so richtig wie und warum, aber wenn sie ganz fest daran denkt, kann sie durch die Zeit zu Sabrina reisen.
    Da ich den ersten Teil nicht kannte, fand ich die Reflektionen dazu und ihrem Kennenlernen ganz gut. Ein Problem hatte ich nur bei der Zuordnung der Personen, hier wäre ein Personenverzeichnis praktisch gewesen

    Den Fall ermitteln Granny und Sabrina parallel in ihrer und unserer Zeit. Dabei müssen sie aufpassen, dass sie nicht ins Zeitgeschehen eingreifen und damit die Zukunft verändern. Die Geschichte war so spannend, dass ich das Buch an nur einem Tag gelesen habe.
    Neben der Handlung lebt es vor allem von der Interaktion der Protagonisten. Es wurde unheimlich viel diskutiert, sowohl zwischen Granny und Sabrina als auch Granny und den Männern ihrer Zeit (sie ist ihnen durch die Bekanntschaft mit Sabrina weit voraus und sehr emanzipiert). Dieser verbale Schlagabtausch ist wie ein Tennismatch – sehr gut pointiert und witzig! Granny schimpft zwar immer wieder über die Moderne, möchte deren Errungenschaften aber nicht mehr missen. So beneidet sie Sabrina ums Internet, aber auch um Deo-Spray, Parfüm und Damenrasierer. Letzteres war immer besonders lustig, da Granny regelmäßig in Sabrinas Bad auftaucht, um sich die Beine zu rasieren.
    „Granny und die Tote im Wald“ ist aber auch sehr gesellschaftskritisch. So geht es ganz nebenbei um die Behandlung von Homosexuellen und die Rechte und Freiheiten der Frauen dieser Zeit. Diese emanzipieren sich immer mehr, fordern das Wahlrecht oder dass sie allein geschäftsfähig sind. Granny fällt es immer schwerer, sich ihrer Zeit gemäß zu benehmen, wenn sie sieht, wie frei Sabrina ohne ständige Bevormundung und Kontrolle lebt.
    Und auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, sowohl Granny als auch Sabrina müssen im Laufe des Buches mehrere Frösche küssen, bis sie am Ende hoffentlich den Richtigen gefunden haben – mehr dazu gibt es hoffentlich in Band 3. 

    Fazit: Wer auf eine witzige und interessante Mischung aus Krimi, Zeitreise und Liebesgeschichte steht, ist bei diesem Buch genau richtig!

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 3 Jahren
    Kriminelle Zeitreise


    Inhaltsangabe:

    Dass Kohlenhändler Blancke kein Gentleman ist, weiß Granny, aber ist er auch ein Mörder? Sein Kindermädchen verschwindet spurlos - zwei Tage nachdem es sich Granny anvertraut hat. Das kann kein Zufall sein. Granny ist überzeugt davon, dass Blancke das Mädchen nicht nur vergewaltigt und geschwängert, sondern auch getötet hat. Sie reist in die Zukunft und macht sich mit ihrer Ur-Ur-Enkelin Sabrina auf die Suche nach Beweisen. Blancke zu überführen gestaltet sich schwierig, aber Granny hat einen Plan, der ebenso gerissen wie gefährlich ist. Auge um Auge …

     

    Leseeindruck:

    Mit "Granny und die Tote im Wald" liegt uns nach "Granny, ein Mord und ich" nun bereits der zweite Zeitreise-Krimi von Autorin Angelika Godau vor. Auch in diesem Band sind die liebenswerte Sabrina samt Ur-Ur-Großmutter Granny das perfekte Ermittlerteam, dafür aber muss Granny wieder eine Zeitreise in die Zukunft unternehmen, denn Granny ist davon überzeugt, dass der Kohlenhändler Blancke sein Kindermädchen im Wald verscharrt hat. Und genau das gilt es nun nachzuweisen und dazu braucht sie ihre Ur-Ur-Enkelin Sabrina, die alles andere als begeistert davon ist, den Teutoburger Wald nach einer jahrhundertalten Leiche umgraben zu müssen....

    Der Schreibstil las sich - wie bereits beim ersten Band - wunderbar flüssig und angenehm unterhaltsam. Ich war sofort wieder drin in den Geschehnissen und noch vom letzten Band her vertraut mit den Protagonistinnen.

    Auch hier berichtet Sabrina wieder aus der Ego-Perspektive, das mag ich bei Romanen besonders gerne: So kann man sich immer sehr gut in die Figur, ihre Gedanken, ihre Gefühle hineinversetzen. Aber wir lesen nicht nur Sabrinas Gedanken und Gefühle, sondern in Kursivschrift dann auch die von Granny. Beide sind so ähnlich, aber dennoch so unterschiedlich und anhand beider Sprachweisen, muss ich immer herzhaft schmunzeln, wenn alte und moderne Sprachwelten aufeinander treffen.

    In diesem Roman bekommen wir alles vereint: Einen perfekt ausgeklügelten Kriminalfall, ein bisschen Romantik, denn sowohl Granny, als auch Sabrina liebäugeln hier mit der Liebe und die humoristischen Einlagen ergeben sich zwangsläufig, wenn man Granny und ihre Sprüche kennt.

    Lobenswert auch wieder das eingebundene Lesezeichen und dass dieser Roman ein Hardcover-Exemplar ist (keine Leserillen!)Die 409 Seiten flogen geradeso dahin und haben mich bestens unterhalten und fesselnd mitrecherchieren lassen. Das Cover ist wieder sehr schön und ein wahrer Blickfang. Natürlich verdient diese kriminelle Zeitreise 5 von 5 Sternen!

    © esposa1969
     

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    sameas avatar
    sameavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mehr Romantik als Spannung. Der Leser sollte keinen Krimi erwarten.
    Eine romantische Zeitreise

    Ein gut geschriebener, gesellschaftskritischer Frauenroman mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren. Granny aus dem 19. Jahrhundert und Ururenkelin Sabrina treffen wieder aufeinander und staunen wie unterschiedlich das Leben und die Ansichten der Frauen in den Jahrhunderten ist. Liebe und Kindererziehung sowie die sozialen Verhältnisse werden diskutiert. Der Kriminalfall ist ehere der Aufhänger der Geschichte, keinesfalls aber der Mittelpunkt. Wer von dem Buch einen echten Krimi erwartet wird enttäuscht werden. Im Vordergrund stehen die Liebesgeschichten von Granny und Luisa und deren Familienleben. Die Einordnung des Buches bei Lovlybooks unter "Allgemeine Belletristik" ist zutreffend. Der Untertitel des Buches eher irreführend.
    Ein echtes Highlight war für mich das Auftreten des Katers Amun. Die Darstellung des frechen Katers ist der Autorin besonders gut gelungen und hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    AngelikaGodaus avatar
    Es ist so weit: Granny ist wieder da und muss mit Ururenkelin Sabrina ein äusserst fieses Verbrechen aufklären. Nicht ganz so einfach, denn der Teutoburger Wald ist gross und dort eine Leiche zu finden, scheint ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein. Scheint, denn wer Granny schon aus dem ersten Band kennt der weiss, sie ist hartnäckig und bibelfest! Wer will sich überzeugen,  ob die beiden ungleichen Frauen es schaffen, einen über 100 Jahre alten Mord aufzuklären und den Täter auch noch zu überführen.
    Der Gmeiner-Verlag stellt erneut 10 Printexemplare zur Verfügung, die diesmal sogar signiert zu den Gewinnern reisen. Bewerben sollten sich Menschen, für die ein Krimi auch humorvoll sein darf, um eine romantische Liebesgeschichte herum spielt und in dem das Blut nicht von den Seiten tropft😆Ausserdem sollten Bewerber schon einige Rezessionen vorweisen können, sich wirklich freudig an der Leserunde beteiligen und später natürlich auch rezensieren, nicht nur auf LB.
    Ich selber beteilige mich natürlich auch und würde mich freuen, viele aus meiner letzten Leserunde wiederzutreffen.
    Zur Leserunde

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