Angelika Hager Schneewittchen-Fieber

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Inhaltsangabe zu „Schneewittchen-Fieber“ von Angelika Hager

Ein längst verschwunden geglaubter Frauentypus geistert durch die Gesellschaft: das Retro-Weibchen. Jede zweite junge Frau kann sich heute vorstellen, zugunsten eines geordneten Familienlebens auf ihre Karriere zu verzichten. Sie stellen ihr Idylle-Konzept vor berufliche Unabhängigkeit und Freiheit, halten ihren Männern den Rücken frei und sich selbst im Zaum. Satirisch dargestellt ist dies auf dem Coverfoto des Buches aus der Serie „Life once removed“ der US-Konzeptkünstlerin Suzanne Heintz. • Hat der neue Herdtrieb mit den dauererschöpften und emanzipierten Müttern zu tun? • Haben die Frauen der 70er-Jahre ihre BHs einst ganz umsonst auf den Scheiterhaufen geworfen? • Und wann und warum genau ist eigentlich der Feminismus dermaßen auf die Schnauze gefallen? Angelika Hager, auch bekannt als Polly Adler, untersucht in ihrer Polemik „Schneewittchen-Fieber“ die Ursachen dieses neuen Phänomens, das in nachhaltigen Bobo-Kreisen genauso um sich greift wie im konservativen Lager und im linksliberalen Establishment. Und sie analysiert, welche Rollen die potenziellen Prinzen in diesem neuen gesellschaftlichen Klima spielen, das aus Großmutters Mottenkiste zu stammen scheint.

Man muss nicht immer mit der Autorin einer Meinung sein, um zu erkennen, dass ihr skeptischer Blick auf die Gesellschaft uns warnen sollte..

— dani_eb
dani_eb

Jeder sollte seine Meinung äußern können und dies hat die Autorin in dem Buch auch ausgiebig getan. Nur muss es dann nicht jedem gefallen.

— winterdream
winterdream

Nicht so mein Fall

— chiochia
chiochia

Toller Schreibstil, interessantes Thema - leider sehr einseitig.

— Sikal
Sikal

Die bekannte Frau-Mann-Thematik

— esposa1969
esposa1969

Immerhin wurde mal wieder über Feminismus geschrieben

— Brenda
Brenda

Nicht mein Geschmack

— milchkaffee
milchkaffee

Was wollen Frauen 2014 sein? Schneewittchen, das auf den Prinzen wartet oder Karriere-Furie? Angelka Hager holt zum Rundumschlag aus. Lesen!

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

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Sikal

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1032
  • Buchverlosung zu "Schneewittchen-Fieber" von Angelika Hager

    Schneewittchen-Fieber
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Liebe Lovelybooks-LeserInnen,
    wir verlosen 10 Bücher von "Schneewittchenfieber". Macht einfach mit bei unserem Psychotest auf Facebook:

    http://bit.ly/Schneewittchenfieber

    • 54
    Almeri

    Almeri

    01. April 2015 um 09:32
  • Leserunde zu "Schneewittchen-Fieber: Warum der Feminismus auf die Schnauze gefallen ist und uns das Retro-Weibchen beschert hat" von Angelika Hager

    Schneewittchen-Fieber
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Feminismus im Koma Worum geht's? Ein längst verschwunden geglaubter Frauentypus geistert durch die Gesellschaft: das Retro-Weibchen. Jede zweite junge Frau kann sich heute vorstellen, zugunsten eines geordneten Familienlebens auf ihre Karriere zu verzichten. Sie stellen ihr Idylle-Konzept vor berufliche Unabhängigkeit und Freiheit, halten ihren Männern den Rücken frei und sich selbst im Zaum. Satirisch dargestellt ist dies auf dem Coverfoto des Buches aus der Serie „Life once removed“ der US-Konzeptkünstlerin Suzanne Heintz. • Hat der neue Herdtrieb mit den dauererschöpften und emanzipierten Müttern zu tun? • Haben die Frauen der 70er-Jahre ihre BHs einst ganz umsonst auf den Scheiterhaufen geworfen? • Und wann und warum genau ist eigentlich der Feminismus dermaßen auf die Schnauze gefallen? Angelika Hager, auch bekannt als Polly Adler, untersucht in ihrer Polemik „Schneewittchen-Fieber“ die Ursachen dieses neuen Phänomens, das in nachhaltigen Bobo-Kreisen genauso um sich greift wie im konservativen Lager und im linksliberalen Establishment. Und sie analysiert, welche Rollen die potenziellen Prinzen in diesem neuen gesellschaftlichen Klima spielen, das aus Großmutters Mottenkiste zu stammen scheint. Erscheinungstermin: 22. September 2014 Angelika Hager ist Journalistin und Autorin. Sie leitet das Gesellschaftsressort des Nachrichtenmagazins „profil“, wo sie sich seit vielen Jahren polemisch mit dem Geschlechterdiskurs auseinandersetzt. Unter dem Pseudonym Polly Adler schreibt sie die viel gelesene Kolumne „Chaos de Luxe“ im „Kurier“. Als Polly Adler verfasste sie auch Romane, Erzählungen und brachte mehrere Kolumnenbände heraus. Ihre Figur Polly Adler mutierte für den ORF zur chaotischen Heldin der gleichnamigen Serie, für die Hager auch die Drehbücher verfasste. Die Mutter einer Tochter schreibt außerdem für Kabarett und Theater. >> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr erfahren wollt, was in der Emanzipation schief gelaufen ist, dann bewerbt euch bis einschließlich 15. September 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Schneewittchen-Fieber". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.Leseprobe: Die Frau, die Sie auf dem Buchcover sehen, heißt Suzanne Heintz und ist Ende dreißig. Für Frauen sind diese sogenannten besten Jahre auch im 21. Jahrhundert noch immer ein Tretminenfeld – vor allem, wenn sie unbemannt sind. Fräulein Heintz hatte die Nase voll von der ewig gleichen Frage, die ihr die Bekannten ihrer Eltern, ihre Putzfrau oder der Gemüsehändler ihres Vertrauens stellten: »Suzanne, du bist ein so nettes Mädchen, warum bist du eigentlich noch nicht verheiratet?« Die Tatsache, dass Erfolg, Leidenschaft und Freunde in einem Frauenleben auch im 21. Jahrhundert wertlos zu sein scheinen, wenn man nicht dem traditionellen Gesellschaftskonzept entspricht und nicht »mit einem Mann, zweieinhalb Kindern und rundherum einem weißen Gartenzaun aufwarten kann«, animierte Heintz zu ihrer Aktion »Life Once Removed« und dem »Playing House Project«. Mit einem Schaufensterpuppen-Ehemann und einem Töchterchen aus dem gleichen Kunststoffmaterial inszenierte die in Denver lebende Konzeptkünstlerin Paar- und Familienidyllen »in Kodak-Momenten« in romantischen Höllen wie Paris, den Bergen von Colorado oder dem amerikanischen Vorgarten. Ursprünglich wollte Heintz mit diesen Zuckerguss-Szenarien den Absendern der in den USA üblichen Weihnachtskarten, auf denen meist Kernfamilien in bisweilen trügerischer Eintracht vor dem Kamin aufgefädelt stehen, den Mittelfinger zeigen. Doch das Projekt artete zum Performance-Aktionismus aus, der sich auch in einem Filmprojekt und einem Buch niederschlägt und weltweit von den Medien aufgegriffen wurde. Als ihre knallbunten Retro-Satiren vor ein paar Monaten auf Facebook in Flächenbrand-Geschwindigkeit geteilt wurden, stand bei Suzanne Heintz das Telefon nicht mehr still. Sie hatte den Finger auf einen Zeit-Nerv gelegt. »Es ist doch wirklich absurd«, schrieb Heintz, »ich habe heute als Frau alle Möglichkeiten, um zur sogenannten Erfüllung zu finden. Doch am Ende des Tages ist man nur dann ›perfekt‹, wenn man diesen Traditionskonzepten auch entspricht. Eigentlich unbegreiflich. Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert.«

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    • 148
  • Verärgerte Autorin

    Schneewittchen-Fieber
    winterdream

    winterdream

    Worum geht es: Ein längst verschwunden geglaubter Frauentypus geistert durch die Gesellschaft: das Retro-Weibchen. Jede zweite Frau kann sich heute vorstellen, zugunsten eines geordneten Familienlebens auf ihre Karriere zu verzichten. Sie stellen ihr Idylle-Konzept vor berufliche Unabhängigkeit und Freiheit, halten ihren Männern den Rücken frei und sich selbst im Zaum. Satirisch dargestellt ist dies auf dem Coverfoto des Buches aus der Serie "Life once removed" der US-Konzeptkünstlerin Suzanne Heintz. Hat der neue Herdtrieb mit den dauererschöpften und emanzipierten Müttern zu tun? Haben die Frauen der 70er-Jahre ihre BHs einst ganz umsonst auf den Scheiterhaufen geworfen? Und wann und warum genau ist eigentlich der Feminismus dermaßen auf die Schnauze gefallen? Angelika Hager, auch bekannt als Polly Adler, untersucht in ihrer Polemik "Schneewittchen-Fieber" die Ursachen dieses neuen Phänomens, das in nachhaltigen Bobo-Kreisen genauso um sich greift wie im konservativen Lager und im linksliberalen Establishment. Und sie analysiert, welche Rolle die potenziellen Prinzen in diesem neuen gesellschaftlichen Klima spielen, das auch Großmutters Mottenkiste zu stammen scheint.   Cover: Das Cover finde ich eigentlich sehr gut gelungen. Zu dem Bild wird in dem Buch auch noch etwas geschrieben, was einem erklärt, was es zu bedeuten hat. Das fand ich sehr gut.   Mein Fazit: Mir persönlich hat das Buch leider nicht so sehr zugesagt. Man hat bei der Autorin merken können, dass sie reichlich verärgert ist. Dies hat sie selbst auch geschrieben. Sie erzählt Dinge mit Sarkasmus und macht einige (erfolgreiche) TV-Sendungen geradezu richtig fertig. Jedenfalls war das mein Gefühl. Sie versucht so sicherlich gezielt auf den Feminismus aufmerksam zu machen, aber ich denke, dass dies nicht der richtige Weg dazu ist. Sicherlich hat jeder seine eigene Meinung zu bestimmten Dingen, aber dazu dann gleich ein Buch zu schreiben, finde ich eher unpassend. Es geht in vielen Dingen darum, dass Frauen immer noch lieber zu Hause sind und auf die Karriere verzichten. Da denke ich, dass jeder dies selbst entscheiden muss und durch die Zeiten hindurch, kann sich diese Einstellung auch nicht innerhalb weniger Jahre ändern. Schon in der Steinzeit war es so, dass die Männer jagen gegangen sind und die Frauen gekocht haben und auf die Kinder aufgepasst haben. Dass diese Evolution sich nicht in kurzer Zeit ändern kann, ist auch nachvollziehbar. Außerdem denke ich, dass Frauen auch einen stärkeren Mutterinstinkt haben, als Männer. Das sitzt einfach noch in den Genen. Jeder sollte seine Meinung äußern können und dies hat die Autorin in dem Buch auch ausgiebig getan. Nur muss es dann halt auch nicht jedem gefallen. Deshalb konnte ich persönlich, da ich mich in dem Buch selbst nicht wiederfinden konnte, leider auch nur 2 Punkte vergeben.

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    • 2
  • Schneewittchen und die Zwerge, oder so?

    Schneewittchen-Fieber
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. November 2014 um 17:05

    INHALT: Ein längst verschwunden geglaubter Frauentypus geistert durch die Gesellschaft: das Retro-Weibchen. Jede zweite junge Frau kann sich heute vorstellen, zugunsten eines geordneten Familienlebens auf ihre Karriere zu verzichten. Sie stellen ihr Idylle-Konzept vor berufliche Unabhängigkeit und Freiheit, halten ihren Männern den Rücken frei und sich selbst im Zaum. Satirisch dargestellt ist dies auf dem Coverfoto des Buches aus der Serie „Life once removed“ der US-Konzeptkünstlerin Suzanne Heintz. • Hat der neue Herdtrieb mit den dauererschöpften und emanzipierten Müttern zu tun? • Haben die Frauen der 70er-Jahre ihre BHs einst ganz umsonst auf den Scheiterhaufen geworfen? • Und wann und warum genau ist eigentlich der Feminismus dermaßen auf die Schnauze gefallen?   Angelika Hager, auch bekannt als Polly Adler, untersucht in ihrer Polemik „Schneewittchen-Fieber“ die Ursachen dieses neuen Phänomens, das in nachhaltigen Bobo-Kreisen genauso um sich greift wie im konservativen Lager und im linksliberalen Establishment. Und sie analysiert, welche Rollen die potenziellen Prinzen in diesem neuen gesellschaftlichen Klima spielen, das aus Großmutters Mottenkiste zu stammen scheint. MEINE MEINUNG: Angelika Hager beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage “Warum der Feminismus auf die Schnauze gefallen ist”. Immer mehr Frauen wollen wieder zurück an den Herd und geben ihre Karriere für die Familie auf. Die Autorin untersucht die Ursachen und serviert uns eine böse Analyse. In ihrer Abhandlung befasst sie sich unter anderem mit dem übertriebenen Schönheitswahn, mit selbstdarstellerischen Selfieistas und Pumafrauen, die Jagd auf junge Männer machen. Darüber hinaus finden hier auch brunftige Schimpansen, Sexsüchtige und Weepies (weinerliche Männer) ihren Platz. Der Zusammenhang zwischen den letzten Punkten und dem Thema gescheiterter Feminismus wollte sich mir allerdings nicht erschließen. Auch Prominente kommen hier zu Wort. U.a. Hugh Hefner, Alice Schwarzer und Hildegard Knef. Alle miteinander durfte Angelika Hager in ihrer beruflichen Laufbahn interviewen. Zudem zitiert sie aus Büchern und Fernsehserien und gibt Auszüge aus ihrer Kolumne „Chaos de Luxe“ wieder. Ihr Schreibstil ist intelligent und wortgewandt. Man merkt, dass die Autorin etwas im Köpfchen hat. Dennoch ist ihre Ansicht nicht vorurteilsfrei, sarkastisch und ziemlich polemisch. In manchen Punkten konnte ich ihr sogar zustimmen. Doch meistens fand ich ihre Ansichten recht engstirnig. Eigentlich dachte ich, dass die Autorin sich mit den Komplikationen in der heutigen Gesellschaft und der Politik auseinandersetzt. Dass sie auf die Defizite aufmerksam macht, die Frauen dazu zwingen, eine Balance zwischen Beruf und Familie zu finden. Doch davon ist in ihrem Buch leider (fast) keine Spur. In den ersten Kapiteln geht es noch in diese Richtung, doch im weiteren Verlauf driftet sie vollkommen ab. Dann lästert sie nur noch über die obere Klassengesellschaft – Promis und Politiker – ab, und man hat das Gefühl man würde in einer Boulevardzeitschrift blättern. Fazit: Schade! Ich habe mir mehr von dieser Lektüre versprochen. --------------------------------- (c) 2014 - Nanes-Leseecke

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  • Schneewittchen – oder doch nicht?

    Schneewittchen-Fieber
    Sikal

    Sikal

    25. November 2014 um 17:34

    Die Frage „Warum der Feminismus auf die Schnauze gefallen ist?“ gilt aus Auslöser/Grundgedanke dieses Buches, in das sich Angelika Hager wohl ziemlich hineinsteigert… Ich muss gestehen, dass ich hierbei etwas zwiegespalten bin. Ist es nun so, dass man automatisch eine gute Mutter ist, wenn man bei den Kindern zu Hause bleibt und sich um die Erziehung kümmert und eine schlechte Mutter, sobald man sich neben Kindern und Familie auch noch um eine Karriere bemüht? Diese Schwarz-Weiß-Malerei verabscheue ich zutiefst und das ist aus meiner Sicht auch das Positive des Buches – hier bekommen endlich auch berufstätige Mütter etwas Zuspruch, die ständig verteufelt werden, sich nicht genug um den „Fortpflanz“ zu kümmern. Frauen, die gerne bereit sind den Spagat zwischen Küche und Job täglich zu üben und dies nicht als Opfer sondern als Geschenk annehmen, sind glücklich zu schätzen. Des Weiteren finde ich es jedoch nicht in Ordnung, dass die Autorin generell und mit äußerst spitzer Zunge über diese Art Frau urteilt, die sie selbst nie sein wollte – „Nur“- Hausfrau und Mutter. Dieses Schubladendenken, dass man alle Frauen, die gerne zu Hause bleiben und sich um die Familie kümmern unterstellt, dass sie sich nur auf ihr hübsches Köpfchen reduzieren (lassen) und zum Weibchen am Herd verkommen, verurteile ich zutiefst. Ich denke, wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert und so hat wohl jede das Recht, so zu leben, wie sie gerne möchte. Andererseits – wer wird erhört, der nicht provoziert? Der Schreibstil der Autorin punktet mit einer enormen Wortgewandtheit, Humor und Sarkasmus, wie man es selten in dieser Ausprägung findet. Dieser Mix lässt die Seiten verfliegen und über so manche zynische Bemerkung hinwegsehen. Die Autorin streut auch Teile ihrer humorvollen, tiefgründigen Polly-Adler-Kolumne ein, die immer wieder zum Schmunzeln anregen. Im Großen und Ganzen ist das Buch angenehm zu lesen, wenn man von der Einseitigkeit absieht, mit der Angelika Hager über die heutige Frau herzieht, ohne sich allzu oft in Selbstreflexion zu verlieren. Die optimale Lösung zu diesem Thema wurde noch nicht erfunden, so ist jeder gefordert, eigenverantwortlich zu handeln und für sich die beste - oder zumindest annehmbare – Situation zu finden.

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  • Schwarz-Weiß-Malerei

    Schneewittchen-Fieber
    chiochia

    chiochia

    25. November 2014 um 14:28

    Schneewittchenfieber - auf Seite 22 lese ich, dass der Prinz in dem bekannten Märchen, das schöne Schneewittchen in ihrem gläsernen Sarg vor allem deshalb mitnimmt, weil "sie nicht zurückreden konnte und von keinerlei Autonomieunfug geritten war." Schneewittchenfieber ist demnach die Krankheit, die Frauen daran hindert, für ihre eigenen Interessen ihre Stimme zu erheben und ihre Autonomie einzufordern und/oder zu leben. Insbesondere Frauen, die sich dafür entscheiden, den Spagat zwischen Familie und Beruf durch Erziehungszeiten und Teilzeitbeschäftigung in nicht minder anstrengende Kniebeugen abzumildern, werden im Folgenden scharf kritisiert. Sie sind vom Schneewittchenfieber befallen und nicht ganz unschuldig daran, dass der Femininismus auf die Schnauze fällt. Sie sind die Retroweibchen. Die Argumente, warum es im Hinblick auf wirtschaftliche Autonomie heute und in Zeiten des Rentenalters angesichts der Instabilität von Ehen und Partnerschaften unklug ist, eine Hausfrauenehe zu riskieren - partiell oder temporär - sind nachvollziehbar und leuchten ein. Die bitterböse Polemik jedoch, die wenig bis gar keinen Platz lässt für die Beweggründe solcher Entscheidungen, erreicht sicher nicht jene, die sich in der Zwickmühle hinsichtlich der Entscheidung befinden, was für eine Mutter sie sein wollen. Diese Frauen werden eher vor den Kopf gestoßen und nicht animiert, sich Hagers Appell "seid mittelmäßige Mütter" anzuschließen Die Ausführungen mit Ironie, Sarkasmus, Lästereien – das macht eher denen Spaß, die bereits gleicher oder ähnlicher Ansicht sind oder die die sprachlichen Kunststücke zu würdigen wissen. Übertreibungen und Überspitzungen treten allerdings in einer Häufung auf, die auf mich angestrengt wirkte und anstrengend zu lesen war. Es wird eine Vielzahl kluger Köpfe zitiert und so mancher Exkurs gemacht in Themen wie die Sexismus-Debatte oder Partnerschaften mit extremen Altersunterschieden und Phänomene wie der weinerliche Mann (ein Quellenverzeichnis im Anhang wäre schön gewesen). Der Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema leuchtete mir nicht immer ein. Gefallen haben mir die eingeschobenen Kolumnen aus der Polly-Adler-Reihe. Da steht eigentlich schon alles drin, was die Autorin uns auf 189 Seiten sagen wollte. Eine Auswahl an Polly-Adler-Texten, mit einem Essay oder essayistischem Vorwort, hätte mir persönlich wohl besser gefallen. 

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  • Schwarz-Weiß-Malerei

    Schneewittchen-Fieber
    chiochia

    chiochia

    25. November 2014 um 13:35

    Schneewittchenfieber - auf Seite 22 lese ich, dass der Prinz in dem bekannten Märchen, das schöne Schneewittchen in ihrem gläsernen Sarg vor allem deshalb mitnimmt, weil "sie nicht zurückreden konnte und von keinerlei Autonomieunfug geritten war." Schneewittchenfieber ist demnach die Krankheit, die Frauen daran hindert, für ihre eigenen Interessen ihre Stimme zu erheben und ihre Autonomie einzufordern und/oder zu leben. Insbesondere Frauen, die sich dafür entscheiden, den Spagat zwischen Familie und Beruf durch Erziehungszeiten und Teilzeitbeschäftigung in nicht minder anstrengende Kniebeugen abzumildern, werden im Folgenden scharf kritisiert. Sie sind vom Schneewittchenfieber befallen und nicht ganz unschuldig daran, dass der Femininismus auf die Schnauze fällt. Sie sind die Retroweibchen. Die Argumente, warum es im Hinblick auf wirtschaftliche Autonomie heute und in Zeiten des Rentenalters angesichts der Instabilität von Ehen und Partnerschaften unklug ist, eine Hausfrauenehe zu riskieren - partiell oder temporär - sind nachvollziehbar und leuchten ein. Die bitterböse Polemik jedoch, die wenig bis gar keinen Platz lässt für die Beweggründe solcher Entscheidungen, erreicht sicher nicht jene, die sich in der Zwickmühle hinsichtlich der Entscheidung befinden, was für eine Mutter sie sein wollen. Diese Frauen werden eher vor den Kopf gestoßen und nicht animiert, sich Hagers Appell "seid mittelmäßige Mütter" anzuschließen Die Ausführungen mit Ironie, Sarkasmus, Lästereien – das macht eher denen Spaß, die bereits gleicher oder ähnlicher Ansicht sind oder die die sprachlichen Kunststücke zu würdigen wissen. Übertreibungen und Überspitzungen treten allerdings in einer Häufung auf, die auf mich angestrengt wirkte und anstrengend zu lesen war. Es wird eine Vielzahl kluger Köpfe zitiert und so mancher Exkurs gemacht in Themen wie die Sexismus-Debatte oder Partnerschaften mit extremen Altersunterschieden und Phänomene wie der weinerliche Mann (ein Quellenverzeichnis im Anhang wäre schön gewesen). Der Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema leuchtete mir nicht immer ein. Gefallen haben mir die eingeschobenen Kolumnen aus der Polly-Adler-Reihe. Da steht eigentlich schon alles drin, was die Autorin uns auf 189 Seiten sagen wollte. Eine Auswahl an Polly-Adler-Texten, mit einem Essay oder essayistischem Vorwort, hätte mir persönlich wohl besser gefallen. 

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  • Schwarz-Weiß-Malerei

    Schneewittchen-Fieber
    chiochia

    chiochia

    25. November 2014 um 13:29


  • Schneewitchen Fieber

    Schneewittchen-Fieber
    bine_2707

    bine_2707

    06. November 2014 um 20:44

    Dieses Buch möchte an Frauen appelieren, die sich wegen der Kinder aus dem Berufsleben herausziehen oder ihre Tätigkeiten unter Wert verkaufen. Auch den Frauen, die sich nur auf ihre Schönheit verlassen und gar nicht zeigen, wieviel Grips in ihrem hübschnen Köpfchen steckt, werden angeprangert.   Einige Ansätze finde ich ganz gut. Warum soll eine Mutter nicht gleichzeitig Kinder haben und Karriere machen? Es sollte doch jeder so entscheiden können, wie er es für richtig hält. Jedoch finde ich es auch schade, dass viele Mütter gerade wegen der Kinder nicht mehr in ihren alten Job als Halbtagesstelle zurück können und Kinder oftmals ein Grund sind die Person nicht einzustellen. Diese Frauen resignieren dann häufig und widmen sich ganz ihrer Mutterrolle. Insgesamt fand ich das Buch an einigen Stellen sehr angenehm zu lesen und konnte mich amüsieren. Im Großen und Ganzen fand ich es jedoch schade, dass es recht zäh zu lesen war.

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  • Engstirnigkeit, Intoleranz und Polemik sind hier Programm

    Schneewittchen-Fieber
    esposa1969

    esposa1969

    Hallo meine lieben Leser, gerade durfte ich wieder einmal an einer Leserunde teilnehmen: == Schneewittchen-Fieber == Autorin: Angelika Hager == Buchbeschreibung: == Ein längst verschwunden geglaubter Frauentypus geistert durch die Gesellschaft: das Retro-Weibchen. Jede zweite junge Frau kann sich heute vorstellen, zugunsten eines geordneten Familienlebens auf ihre Karriere zu verzichten. Sie stellen ihr Idylle-Konzept vor berufliche Unabhängigkeit und Freiheit, halten ihren Männern den Rücken frei und sich selbst im Zaum. Satirisch dargestellt ist dies auf dem Coverfoto des Buches aus der Serie „Life once removed“ der US-Konzeptkünstlerin Suzanne Heintz. • Hat der neue Herdtrieb mit den dauererschöpften und emanzipierten Müttern zu tun? • Haben die Frauen der 70er-Jahre ihre BHs einst ganz umsonst auf den Scheiterhaufen geworfen? • Und wann und warum genau ist eigentlich der Feminismus dermaßen auf die Schnauze gefallen? Angelika Hager, auch bekannt als Polly Adler, untersucht in ihrer Polemik „Schneewittchen-Fieber“ die Ursachen dieses neuen Phänomens, das in nachhaltigen Bobo-Kreisen genauso um sich greift wie im konservativen Lager und im linksliberalen Establishment. Und sie analysiert, welche Rollen die potenziellen Prinzen in diesem neuen gesellschaftlichen Klima spielen, das aus Großmutters Mottenkiste zu stammen scheint. == Leseeindrücke: == Dieses Hardcoverbuch kommt im handlichen Hochformat daher und bietet uns auf 189 Seiten seltsame Ansichten und Meinungen über dieses in der Buchbeschreibung dargestellte "Scheewittchenfieber". Allerdings bin ich eben nicht nur durch und durch Anti-Emanze, sondern schon mein Leben lang und gerne "Heimchen am Herd". Die Autorin schreibt mir ein wenig zu angreifend und sarkastisch über eben solche Frauen, wie ich gerne eine bin. Ich akzeptiere immer gerne Jedermanns (Oh, Entschuldigung bitte: JEDERFRAU´s) Meinung, aber angreifen für das, was auch Nur-Hausfrauen und Mütter leisten, sollte man nicht. Ja, ich kümmere mich "nur" um die Aufzucht meines "Fortpflanzes", dies aber mit solch einem Enthusiasmus und Erfolg, dass ich meine beiden männlichen Nachkommen als künftige gute "Familienoberhäupter" herangezogen habe. Ich muss mich hier ziemlich zurückhalten, weil nämlich sonst ich auch anfange polemisch zu werden und solch ein Verhalten ist meine Art nicht. Hach, was bin ich froh ein sorgenloses Leben führen zu dürfen, da mein Mann uns gut versorgt, während ich das tue, was mir gefällt und jeden Tag den Herrgott einen guten Mann sein lasse! Ich muss mir zum Glück nicht als Möchtegern-Autorin ein Zubrot verdienen. Mir hat dieses Roman leider gar nicht zugesagt, da er mir zu engstirnig borniert und angreifend verfasst wurde! Ich kenne die Autorin weder persönlich, noch optisch, vielleicht ist ihr Nachname auch einfach nur Programm oder vielleicht hat sie einfach nie das Glück gehabt einen wunderbaren Mann zu finden unter dessen Geborgenheit es sich auch ohne Emanzentum gut leben lässt. Für soviel Dreistigkeit und intoleranter Polemik gibt es klipp-klar nur 1 Stern mit viel hausfraulichem Wohlwollen! Vielen Dank! © esposa1969

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    • 3
    esposa1969

    esposa1969

    02. November 2014 um 12:30
    hege schreibt Kann ich nur unterstreichen. Ich habe haushohe Achtung fuer Frauen, die ihren Job als Mutter ernst nehmen. Wie viele Probleme weniger haetten wir wohl - als Gesellschaft? Aber da liegt wieder der ...

    Danke dir sehr!

  • Von Schneewittchen, Fortpflänzen und Nixputzen

    Schneewittchen-Fieber
    Ginevra

    Ginevra

    Was ist aus den feministischen Ideen unserer Mütter-Generation eigentlich geworden? Welche Spuren haben Alice Schwarzer und Elisabeth Badinter hinterlassen? Sind erschöpfte berufstätige Mütter und unterwürfige junge Mamas am heimischen Herd die Folge?? Mit diesen Fragen befasst sich die ausgewiesene „polemische Streitschrift“ von der bekannten österreichischen Journalistin und Autorin Angelika Hager. Sie leitet seit 15 Jahren das Ressort „Gesellschaft“ beim Nachrichtenmagazin „profil“, ist Mutter einer Tochter im Teenie-Alter, und kennt selbst alle Höhen und Tiefen im Leben einer Frau, die „alles will“. Beruf und Elternrolle zu vereinbaren sei schwierig – aber vielfältig, unabhängig, bunt und absolut erstrebenswert. Der angebliche aktuelle Trend zum „Retro-Weibchen“ erweckte ihren Zorn und motivierte sie zu diesem Buch über das „Schneewittchen-Fieber“, den Drang junger Frauen in den „Sarg“ der Ehe und Mutterschaft, an der Seite des rettenden und dominierenden Prinzen. Auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut, da ich mir schon oft über diese Themen Gedanken gemacht habe, auch als „Leidensgenossin“ mit selbstgewählter Doppelbelastung. Der durchweg sarkastische, polemische Tonfall der Autorin war nach der Ankündigung zu erwarten, wirkte auf mich aber von Kapitel zu Kapitel immer angestrengter. Ganz gleichberechtigt rechnet sie zunächst mit einigen ihrer Artgenossinen ab (prominenten Sex-Ikonen, „Puma-Weibchen“, schicken mafiös organisierten Bugaboo-Mamas, Retro-Weibchen etc.). Danach sind die Herren der Schöpfung dran: Hipster mit Neandertalerbärten, Weepies mit Arzneifläschchen um den Hals, Lustgreise und Sexprotze werden eingehend beschrieben. Als Quellen nutzt die Autorin die einschlägige Klatschpresse, manchmal auch ihren eigenen Bekanntenkreis. Für mich stecken in diesem Buch erstaunlich viele Klischees, Vorurteile und Abwertungen. Das sollte man vor dem Lesen wissen. Ich finde das Buch streckenweise sehr unterhaltsam und witzig zu lesen; es ist frech und originell, und regt zum Nachdenken an. Doch die häufigen sarkastischen Bemerkungen über Promis fand ich persönlich eher irrelevant, da hätte ich mir von Frau Hager mehr Recherche und Interviews mit „echten Menschen“ gewünscht. Frauen wie Madonna und Joan Collins, Männer wie Berlusconi und Hugh Hefner sind - der Klatschpresse nach - narzisstische Extremtypen und können in meinen Augen nicht die Hauptbasis für ein feministisches Buch sein. Versöhnlich ist am Ende ein (echtes!) Interview mit der wunderbaren Hilde Knef, die ein abenteuerliches und eigenwilliges Leben führte – jenseits von Heim und Herd. Was ist denn nun die Antwort auf die Frage "Warum der Feminismus gescheitert ist", wie es der wunderbar glamouröse Einband verspricht?? Dass die Männer so triebgesteuert und unkooperativ sind? Oder dass die Frauen so bequem und masochistisch sind? Dass „die Gesellschaft“ sich ändern muss??? Dieser Ansatz kam mir - in einem halben Nebensatz - viel zu kurz. Fazit: eine gepfefferte Polemik, die zum Nachdenken anregt, mit einigen Schwächen. 3 von 5 Sternen!

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    • 2
  • Retro-Weibchen und nun?

    Schneewittchen-Fieber
    Brenda

    Brenda

    26. October 2014 um 16:54

    Mir kommt Frau Hager so vor wie eine Frau, die sich lange Zeit nicht mit dem Thema Feminismus beschäftigt hat, bis - tja, bis sie dann feststellen musste, dass es doch keine Gleichberechtigung gibt.  Sie regt sich über die Frauen auf, die trotz guter Ausbildung nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben und sich "nur" um die Aufzucht ihres "Fortpflanzes" zu kümmern. Sie selbst hat natürlich weiter gearbeitet. Natürlich ist frau durch die Doppelbelastung oft Müde und gereizt - kein erstrebenswertes Vorbild für ihre Tochter. Deswegen wünscht sie sich: "Ich will einen Staat, der junge Frauen, auch wenn sie alleinstehend ist, nicht vor die Entweder-oder-Frage Kind oder Karriere stellt." Da kann ich nur zustimmen. Doch wie erreicht man das? Der einzige Vorschlag von Frau Hager ist: Mehr Mut! Mit viel Polemik, endlosen Beispielen aus Fernsehserien und Klatschpresse gespickt und Auszügen aus ihrer Kolumne ("Polly Adler") beschreibt Frau Hager die derzeitigen Männer- und Frauenbilder in Deutschland und Österreich - natürlich fast ausschließlich aus der Besserverdienenden-Perspektive. Eine Vollvollzeit-Mutter, die sich nur auf ihren Sprößling konzentriert ist sicherlich unausstehlich, doch ist sie auch eine absolute Minderheit.  Mir hat gefallen, dass es endlich mal wieder ein durchaus kurzweiliges Buch über Feminismus gibt. Doch habe ich den Eindruck, dass dieses Buch mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Ohne sichtliches Konzept wurden die einzelnen Themen aneinandergereiht und auch gemischt. Neue Einsichten oder Konzepte: Fehlanzeige.

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  • böse, böse, böse

    Schneewittchen-Fieber
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    25. October 2014 um 19:47

    Ich liebe die Sachbücher vom Kremayr-Scheriau Verlag, daher wollte ich dieses auch gerne lesen. Es hat ein tolles Cover und ein spannendes Thema zu bieten: Warum der Feminismus auf die Schnauze gefallen ist. Die Antwort konnte mir jetzt nicht so richtig beantwortet werden, aber dafür hatte ich im Grunde viel Spaß beim Lesen. Dazu hat in 1. Linie der Schreibstil beigetragen, der von Humor und Sarkasmus geprägt ist. Außerdem hat das Buch nur knapp 200 Seiten sowie viele Unterteilungen in Kapitel, so dass man recht schnell damit durch ist und es auch mal auf die Seite legen kann um eine Pause zu machen. Warum ich dann nur 3 Sterne vergebe? Weil dieses Buch so meckerig und böse ist, gegenüber allen Frauen, die gerne Hausfrau und Mutter sind und ihre Kinder länger als einige Monate selber betreuen wollen. Das finde ich regelrecht unverschämt. Gut, ich verstehe, dass man das nicht gut heißt und es gerne anders macht, aber dann muss man doch anderen Leuten nicht vorhalten wie beschissen ihr Lebensentwurf ist. So gesehen könnte man der Autorin auch vorwerfen, sich nicht genug um ihr Kind gekümmert zu haben ;) Nichtsdestotrotz habe ich mich größtenteils gut unterhalten gefühlt und kann dieses Buch allem empfehlen, die mal was anderes als einen schnöden Roman lesen wollen.

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  • Was Frauen wollen

    Schneewittchen-Fieber
    milchkaffee

    milchkaffee

    23. October 2014 um 21:38

    Ein interessantes Thema. In vielen Punkten stimme ich mit der Autorin überein. Leider konnte ich mich trotzdem nicht für das Buch begeistern. Warum? Die Beispiele wurden aus meiner Sicht stark übertrieben dargestellt und die Sprache sollte für ein Sachbuch hochwertiger sein. Die Benützung von Fäkalausdrücken halte ich für unangebracht. Eine etwas neutralere Darstellung wäre besser. Schade, ich hätte mir mehr erwartet.

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