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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 3 Jahren

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Feminismus im Koma

Worum geht's?

Ein längst verschwunden geglaubter Frauentypus geistert durch die Gesellschaft: das Retro-Weibchen. Jede zweite junge Frau kann sich heute vorstellen, zugunsten eines geordneten Familienlebens auf ihre Karriere zu verzichten. Sie stellen ihr Idylle-Konzept vor berufliche Unabhängigkeit und Freiheit, halten ihren Männern den Rücken frei und sich selbst im Zaum. Satirisch dargestellt ist dies auf dem Coverfoto des Buches aus der Serie „Life once removed“ der US-Konzeptkünstlerin Suzanne Heintz.

• Hat der neue Herdtrieb mit den dauererschöpften und emanzipierten Müttern zu tun?

• Haben die Frauen der 70er-Jahre ihre BHs einst ganz umsonst auf den Scheiterhaufen geworfen?

• Und wann und warum genau ist eigentlich der Feminismus dermaßen auf die Schnauze gefallen?

Angelika Hager, auch bekannt als Polly Adler, untersucht in ihrer Polemik „Schneewittchen-Fieber“ die Ursachen dieses neuen Phänomens, das in nachhaltigen Bobo-Kreisen genauso um sich greift wie im konservativen Lager und im linksliberalen Establishment. Und sie analysiert, welche Rollen die potenziellen Prinzen in diesem neuen gesellschaftlichen Klima spielen, das aus Großmutters Mottenkiste zu stammen scheint.

Erscheinungstermin: 22. September 2014

Angelika Hager

ist Journalistin und Autorin. Sie leitet das Gesellschaftsressort des Nachrichtenmagazins „profil“, wo sie sich seit vielen Jahren polemisch mit dem Geschlechterdiskurs auseinandersetzt. Unter dem Pseudonym Polly Adler schreibt sie die viel gelesene Kolumne „Chaos de Luxe“ im „Kurier“. Als Polly Adler verfasste sie auch Romane, Erzählungen und brachte mehrere Kolumnenbände heraus. Ihre Figur Polly Adler mutierte für den ORF zur chaotischen Heldin der gleichnamigen Serie, für die Hager auch die Drehbücher verfasste. Die Mutter einer Tochter schreibt außerdem für Kabarett und Theater.

>> Informationen zum Buch

Bewerbung zur Leserunde:


Wenn ihr erfahren wollt, was in der Emanzipation schief gelaufen ist, dann bewerbt euch bis einschließlich 15. September 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Schneewittchen-Fieber". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Leseprobe:
Die Frau, die Sie auf dem Buchcover sehen, heißt Suzanne
Heintz und ist Ende dreißig. Für Frauen sind diese sogenannten
besten Jahre auch im 21. Jahrhundert noch immer ein Tretminenfeld
– vor allem, wenn sie unbemannt sind. Fräulein
Heintz hatte die Nase voll von der ewig gleichen Frage, die ihr
die Bekannten ihrer Eltern, ihre Putzfrau oder der Gemüsehändler
ihres Vertrauens stellten: »Suzanne, du bist ein so nettes
Mädchen, warum bist du eigentlich noch nicht verheiratet?«
Die Tatsache, dass Erfolg, Leidenschaft und Freunde in einem
Frauenleben auch im 21. Jahrhundert wertlos zu sein scheinen,
wenn man nicht dem traditionellen Gesellschaftskonzept entspricht
und nicht »mit einem Mann, zweieinhalb Kindern und
rundherum einem weißen Gartenzaun aufwarten kann«, animierte
Heintz zu ihrer Aktion »Life Once Removed« und dem
»Playing House Project«. Mit einem Schaufensterpuppen-Ehemann
und einem Töchterchen aus dem gleichen Kunststoffmaterial
inszenierte die in Denver lebende Konzeptkünstlerin
Paar- und Familienidyllen »in Kodak-Momenten« in romantischen
Höllen wie Paris, den Bergen von Colorado oder dem
amerikanischen Vorgarten. Ursprünglich wollte Heintz mit
diesen Zuckerguss-Szenarien den Absendern der in den USA
üblichen Weihnachtskarten, auf denen meist Kernfamilien in
bisweilen trügerischer Eintracht vor dem Kamin aufgefädelt stehen, den Mittelfinger zeigen. Doch das Projekt artete zum
Performance-Aktionismus aus, der sich auch in einem Filmprojekt
und einem Buch niederschlägt und weltweit von den
Medien aufgegriffen wurde.
Als ihre knallbunten Retro-Satiren vor ein paar Monaten auf
Facebook in Flächenbrand-Geschwindigkeit geteilt wurden,
stand bei Suzanne Heintz das Telefon nicht mehr still. Sie hatte
den Finger auf einen Zeit-Nerv gelegt. »Es ist doch wirklich
absurd«, schrieb Heintz, »ich habe heute als Frau alle Möglichkeiten,
um zur sogenannten Erfüllung zu finden. Doch am
Ende des Tages ist man nur dann ›perfekt‹, wenn man diesen
Traditionskonzepten auch entspricht. Eigentlich unbegreiflich.
Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert.«

Autor: Angelika Hager
Buch: Schneewittchen-Fieber

suggar

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das Thema Emanzipation und Feminismus begegnet mir in letzter Zeit öfters ;)
Erst vor Kurzem durfte ich an einer Leserunde teilnehmen, wo es um solch ein Buch ging (http://www.lovelybooks.de/autor/Pirjo-Alajoki/Frausein-in-Echtzeit-1102039432-w/).
Ich interessiere mich sehr für dieses Thema und sehe es als gute Ergänzung und Vertiefung des bisher Gelesenen :)
Ich möchte mich gerne für ein Exemplar bewerben.
Meine Rezensionen veröffentliche ich auf lovelybooks, thalia und amazon.

LG

Vampirin

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich würde auch gerne mitlesen. Das Buch interessiert mich sehr.

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esposa1969

vor 3 Jahren

Eure Lieblingszitate

chiochia schreibt:
"Würde das Leben ihrer Söhne wirklich besser werden, wenn ihre Mutter stressfrei, aber möglicherweise frustriert, zu Hause säße und immer wieder mit einem Blech frischgebackener Schokomuffins antanzte?", Seite 33. Das Zitat zeigt sehr schön, wie mit Klischees um sich geworfen wurde.

Und wer sagt, dass man frustriert sein muss, wenn man zuhause sich es wohl ergehen lassen darf?

chiochia

vor 3 Jahren

Eure Lieblingszitate
@esposa1969

Genau so habe ich das auch gemeint. Lieblingszitat ist da als Überschrift der Rubrik anscheinend etwas irreführend, obwohl ich ja darauf hingewiesen habe, dass ich es sehr treffend als Beispiel fand, wie mit Klischees um sich geworfen wurde.

chiochia

vor 3 Jahren

Eure Lieblingszitate
@esposa1969

Genau, das muss man überhaupt nicht. Aber das ist eins der Klischees, die benutzt werden, um das sogenannte Retroweibchen zu beschreiben.

miss_mesmerized

vor 3 Jahren

Eure Lieblingszitate
@esposa1969

es ist für viele Frauen (mich eingeschlsosen) nur schwer nachzuvollziehen, wie man mit Haushalt/Kindern, brunchen und Shoppen intellektuell ausgelastet sein kann. Mir wärpersönlich das zu wenig geistige Forderung, dafür hab ich nicht jahrelang studiert und Wert auf vernünftige Bildung gelegt.

Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Vielen Dank für eure Rezensionen!!

Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 3 Jahren

Psychotest

Auf Facebook gibt es nun einen Psychotest zum Buch: http://bit.ly/Schneewittchenfieber

Lisbeth1985

vor 3 Jahren

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Ich bin eine Karrierefurie :D Passt schon irgendwie, da ich tatsächlich meinen Job liebe :-) Würde mich sehr freuen, das Buch gewinnen zu können! :-)

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