Angelika Hansen Sundance

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Inhaltsangabe zu „Sundance“ von Angelika Hansen

Seit dem Erstarken des indianischen Selbstbewusstseins wird auch der legendäre Sundance wieder regelmäßig durchgeführt - eine Zeremonie, die ihre Teilnehmer alle Grenzen physischer und psychischer Belastung überschreiten läßt und zu der Weiße nicht zugelassen sind. Dank ihrer guten Kontakte zu nordamerikanischen Indianern konnte Angelika Hansen dieses Ritual mehrfach als Augenzeugin miterleben. Sie hat dessen Ursprünge recherchiert und zahlreiche authentische Berichte darüber gesammelt.

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    Sundance

    Maggi

    12. June 2014 um 03:49

    „Sundance“ war für mich leider eine ziemliche Enttäuschung! Der Sonnentanz der Prärievölker, vor allem der Sioux sollte erklärt, beschrieben, für mich als weiße Leserin verständlich gemacht werden, so meine großen Erwartungen. Leider bleibt das Buch unbefriedigend in jeglicher Hinsicht und fragmentarisch, was den Inhalt angeht! Es entsteht ein bruchstückhaftes, lückenhaftes Gesamtbild, was den Leser eher verwirrt als aufgeklärt zurück lässt. So stört es beispielsweise, dass bei keinem der interviewten Sonnentänzer eine Angabe darüber gemacht wird, bei welchem Stamm oder in welcher Gegend die Sonnentänze getanzt werden. Da es aber zwischen den Stämmen Unterschiede gibt, sowohl was die Ausführung des Tanzes, als auch die Feinheiten in der Bedeutung angeht, ist das einfach eine gravierende Informationslücke. Mir ist schleierhaft, wie man als bemühte Autorin einen so offensichtlichen Fehler machen kann, noch unverständlicher, dass das Lektorat dort keine Nachbesserung verlangte. Auch wird KEIN einziger Indianer als Tänzer interviewt, sondern nur Weiße, die in einem völlig anderen Kulturkreis aufgewachsen sind. Einzig glaubwürdig kommt hierbei eine (weiße)Frau rüber, die mit einem Native American verheiratet ist und seit 20 Jahren in einem Reservat lebt, die anderen „Tänzer“ - ich vermag kaum das Wort für sie zu benutzen, es wirkt so falsch - wirken wie typische Esoterik-Touristen auf der Suche nach persönlicher Erleuchtung, die sich nicht oder nur äußerst unzureichend mit der Kultur der Prärievölker auseinandergesetzt haben, geschweige denn sich die Mühe machten, ein wahres Gefühl für deren Religion zu bekommen. Dies alles verstärkt leider sehr den ohnehin vorhandenen „Wannabee“-Charakter, der das ganze Buch durchzieht. Es ist kein Buch, dass aufklären will, sondern offensichtlich eines der zahllosen Esoterikbücher für westliche Suchende. Von einem Sachbuch könnte dieses Machwerk kaum weiter entfernt sein, es wird aber so verkauft und beworben. Es bleibt also alles in allem eine rein weiße Sicht auf indianische Spiritualität, daher ist der Untertitel des Buches sehr irreführend. Von authentischen Berichten, wie auf der Rückseite des Buches versprochen, kann hier also nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Authentizität oder historische, soziologische oder religiöse Fakten sucht man hier vergebens. Ein müdes Sternchen, mehr kann ich hier nicht vergeben.

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