Angelika Jodl Die Grammatik der Rennpferde

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Inhaltsangabe zu „Die Grammatik der Rennpferde“ von Angelika Jodl

Liebe kennt keine Regeln

Eine Lehrerin, die Ausländern Deutsch beibringt. Ein russischer Ex-Jockey, der Pferdeställe ausmistet. Zwei, die nichts miteinander gemein haben, aber plötzlich miteinander zu tun bekommen, entdecken, dass es manchmal keine Regeln gibt ...
Für die Studenten von Salli Sturm ist die Grammatikstunde täglich großes Kino. Und für Salli wird daraus eine Liebesgeschichte, mit der sie nicht mehr gerechnet hätte. Weil sie die Altersgrenze für Romanzen überschritten hat und weil sich ihr Schüler Sergey so hartnäckig gegen Konjunktive und Artikel stemmt. Bis Salli schließlich in einer kalten Februarnacht alle erlernten Regeln fallen lässt. Und sich selbst gleich dazu.

Das Hörbuch war gut...ungewöhnliche Liebesgeschichte

— Andreayyy

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  • Das Leben ist ein Zebra...

    Die Grammatik der Rennpferde

    parden

    22. April 2017 um 21:54

    DAS LEBEN IST EIN ZEBRA...Grammatik und Rennpferde? Himmel, es gibt schon seltsame Titel. Und manchmal machen sie so neugierig, dass man doch einen zweiten Blick riskiert. Wie um alles in der Welt sollen diese zwei Dinge zusammen passen? Nun, Angelika Jodl lässt einfach beides auf unterhaltsame Art aufeinander treffen. Grammatik ist das Steckenpferd von Salli Sturm - und mehr als das. Damit verdient sie ihren Lebensunterhalt. An einem Sprachinstitut bringt sie ausländischen Studenten die deutsche Sprache bei. Doch die Sicherheit, die ihr die Regeln der Grammatik sonst auch bescheren, kann über die wachsenden Sorgen der Zweiundfünfzigjährigen nicht hinwegtäuschen. Am Institut regiert seit einiger Zeit ein neuer Direktor - und mit ihm die wachsende Angst vor Entlassungen. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, bricht Salli aus ihrer Routine aus und beschließt, sich auf eine private Zeitungsanzeige hin zu melden: "Brauche ich Lehrer für Deutsch. Bitte anrufen mir." Darunter eine Mobilfunknummer. Sergey Dyck ist der Inserent besagter Kleinanzeige. Der Exil-Russe lebt schon seit einigen Jahren in Deutschland, hat aber nie die Gelegenheit erhalten, die deutsche Sprache korrekt zu erlernen. Als ehemaliger russischer Jockey mistet Sergey jetzt Ställe aus, doch hat er nun einiges vor, wofür es sich lohnt, besser Deutsch zu lernen. So rechnet er sich beispielsweise aus, bessere Chancen zu haben, ein Rennpferd zu kaufen, wenn ihn der Besitzer nicht für einen armseligen Trottel hält. Als Salli auf Sergey trifft, stoßen beide rasch an ihre Grenzen - hier prallen zwei Leben aufeinander, die verschiedener nicht sein könnten..."Als ich war Kind, ich hatte schöne leben. Später war schwieriger, weil ich muss Geld verdint für ganze familie. Auf Rennbahn ist wider besser worden. Aber jezt in Deutschland ist alles problem. So man kann sagen: mein leben ist gestreift." (...) Sie unterkringelt das letzte Wort und schreibt darüber wechselhaft. "Sonst denkt man an ein Zebra", erklärt sie. - "Sagtma so in Russland", protestiert er: "Leben is Zebra." - "Wirklich?" Sie muss lächeln. "Na schön, dann aber: Das Leben ist ein Zebra." - Artikel einsetzen, mein Gott, das muss er auch endlich lernen, denkt sie. (S. 181)Grammatik - das klingt nach einer verflixt trockenen Materie. Und tatsächlich gab es einige Stellen im Buch, bei denen ich die Faszination Sallis für das Sujet nicht wirklich nachvollziehen konnte. Glücklicherweise waren dies meist nur kurze Einschübe in die eigentliche Handlung, so dass ich hier zügig darüber hinweglesen konnte. Auch die Thematik der Rennpferde gehört keineswegs zu meinen Hobbys, doch dominierten diese fachspezifischen Passagen noch weniger das Geschehen des Romans. Grammatik sowie Rennpferde stehen hier einfach für die Lebenswelten der beiden Hauptcharaktere.Salli ist eine erfahrene Lehrerin für Deutsch und liebt es, sich kreative Methoden auszudenken, um ihren ausländischen Studenten die deutsche Sprache und deren Grammatik näher zu bringen. Sie geht ganz in ihrem Beruf auf, korrigiert zu Hause die Arbeiten ihrer Studenten, trifft sich gelegentlich mit einigen Kollegen, und ihr einziges Laster besteht darin, sich gelegentlich heimlich kitschige Filme anzuschauen, wenn Lebenssehnsüchte zu groß zu werden drohen. Salli lebt allein in ihrer Münchner Wohnung, die zwei Lieben in ihrem Leben sind Vergangenheit, Kinder gibt es keine. Sie führt ein korrektes Leben in geordneten Bahnen und ohne große Überraschungen. Sergey dagegen ist ein verschlossener Charakter, der nur redet, wenn es unbedingt sein muss. Langwierigen Erläuterungen kann er nichts abgewinnen, und er findet russische Sprichwörter meist als ausreichend, um eine Sachlage zu erklären. Dafür arbeietet er hart, zum einen um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, zum anderen aber auch, um seine Träume zu verwirklichen, für die er viel Geld benötigt. Als er Salli auf seine unnachahmliche Art bittet, ihn beim Kauf eines Rennpferdes zu unterstützen und auch beim Anmieten eines Hofes behilflich zu sein, rutscht die Sprachlehrerin unversehens tiefer in Sergeys Angelegenheiten hinein als geplant. Die beiden Charaktere wirken anfangs spröde und recht unnahbar. Jedoch wird rasch klar, dass Salli durchaus ihre Sehnsüchte hat und eine scharfe Beobachterin ist. Sie analysiert das Geschehen und die Menschen um sich herum und versucht, die Regeln der Grammatik irgendwie auch auf ihr Leben zu übertragen, damit alles planbar und vorhersehbar bleibt. Doch als der wortkarge Sergey in ihr Leben platzt, verliert die Grammatik zunehmend an Bedeutung. Hinter seinem zugeknöpften Wesen ahnt Salli eine sensible Seele. Auch wenn er nicht darüber redet, gibt es Wunden in Sergeys Leben, die bis heute nachwirken. Der Exil-Russe ist zielstrebig und optimistisch, auch wenn dazu nach Sallis Meinung oft gar kein Anlass besteht. Und auch wenn die beiden anfangs umeinander kreisen wie zwei Wesen von zwei verschiedenen Sternen, können sie bald nicht mehr leugnen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Doch kann das eine Zukunft haben?Eine leise Geschichte hat Angelika Jodl da geschrieben, eine Erzählung rund um ungewöhnliche Themen, die jedoch wohl das Leben der Autorin selbst berühren: sie unterrichtet Studenten aus aller Welt in Deutsch und reitet ein ausgemustertes Rennpferd. In jedem Fall bringt Angelika Jodl hier ihre exzellente Beobachtungsgabe zum Ausdruck, denn die sprachlichen Besonderheiten der ausländischen Studenten sind exakt herausgearbeitet und rufen beim Lesen immer wieder Schmunzeln hervor. Auch wenn mich manche grammatiklastige Passagen etwas ermüdeten, gab es ebenso Schilderungen, die mich durch ihre Bildhaftigkeit und Ausdrucksstärke begeistern konnten."...und fährt nun durch ein unbekanntes Land, schräg schraffiert vom Regen, mit Wiesen, die vor Feuchtigkeit zu schmatzen scheinen, und einer durch den Regen geahnten Linie zartblauer Berge am Horizont." (S. 39)Ein ungewöhnlicher Roman mit leisen Tönen und Charakteren, die sich erst im Laufe der Erzählung nahbarer zeigen - für mich hat es sich in jedem Fall gelohnt, diesem Buch eine Chance zu geben. © Parden

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    • 12
  • Ob Liebe immer Dativ ist?

    Die Grammatik der Rennpferde

    Nisnis

    17. April 2017 um 15:42

    Salli Sturm ist Deutschlehrerin, ohne akademischen Titel, an einem Institut und unterrichtet ausländische Studenten. Sie ist Single, Anfang fünfzig, führt eine langjährig gute Beziehung zur deutschen Grammatik, liebt flüsterstille Bibliotheken und ihre linguistischen Endorphine bezieht sie aus Wörtern und Satzbau. Ihre Assistenten sind ein Rudel wilde Tiere, denen sie Wortarten zugeordnet hat. Salli ist pflichtbewusst, friedfertig und glücklich auf ihre Weise. Einsamkeit wischt sie mit Schnulzenfilmen davon, bis sie eines Tages die Idee zu einem sprachwissenschaftlichen Projekt entwickelt.Eine Anzeige bringt Salli mit dem Russlanddeutschen Sergey zusammen, der Pferdeställe ausmistet. Sergey kennt keine Artikel, bildet Sätze mit Hilfe eines ausgedachten Konjugationssystems und er lässt Verben stets gefährlich taumeln. Für Salli ist der Pferdeknecht ein idealer Proband, dessen Sprache irreparabel defekt erscheint. Salli unterrichtet Sergey, ohne ihm zu erklären, dass er ihr Proband für das sprachliche Studium ist. Umgekehrt verheimlicht Sergey Salli, dass er sie zum Kauf eines Pferdes und Hofes benötigt. Langsam, ganz langsam nähern sich die beiden einander an und bald wendet sich das Blatt, denn Sergey unterrichtet plötzlich Salli in Sachen Pferd. Die Autorin:Angelika Jodl unterrichtet Studenten aus aller Welt in Deutsch. Außerdem schreibt sie Geschichten, hält Vorträge zur deutschen Sprache und reitet ein ausgemustertes Rennpferd. Sie lebt mit Mann, Sohn, Hund und Katzen in München. (quelle: dtv Verlag)Reflektionen:Die Grammatik der Pferde ist für mich ein Roman der nicht nur genrefremd ist, sondern auch noch von einer, für mich normalerweise entbehrlichen, Liebesgeschichte erzählt. Aber, bereits nach den ersten Buchseiten, hatte ich diesen herzerwärmenden Roman in mein Leserherz geschlossen, worin er noch sehr lange und angenehm nachklingen wird.Das Autorin Angelika Jodl Deutsch unterrichtet spürt man als Leser sofort, denn sie schreibt ausdrucksstark, sprachgewaltig und in einer wunderschönen Satzmelodie. Literarisch anspruchsvoll erzählt Angelika Jodl die rührende und amüsante Geschichte zweier Figuren, die menschlich und kulturell unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie zeichnet auch eine Abhandlung darüber, wie missbräuchlich man andere Menschen zu brauchen vermag.Herzzerreißend amüsant sind vor allem die Dialoge, die Sergey und Salli miteinander führen, denn Sergey spricht nicht nur ein gebrochenes Russlanddeutsch, sondern er akzentuiert seine Sprache mit einem oberbayrischen Dialekt, sodass einem das Herz vor Schmunzeln aufgeht.Neben der wunderbar warmherzigen Sprache des Romans, hat die Autorin authentische Figuren erschaffen, deren glaubwürdige Charaktere intensiv und fein gezeichnet sind. Dadurch dekoriert sie dem Leser eine emotionale Bühne und erlaubt ein tiefes abtauchen in die Seelen und Herzen der beiden Hauptfiguren, in denen man sich pudelwohl fühlt.Salli, eher ein graues, unscheinbares Mäuschen, dass außer ihren Dozenten-Kollegen kaum soziale Kontakte pflegt, beginnt Sergeys Sätze als sogenannte Vorhersätze aufzuzeichnen, um diese dann in Mustersätze zu verwandeln, mit denen sie Sergey unterrichten möchte. Doch es kommt ganz anders, denn Sergey, ein ehemals erfolgreicher Jockey, benötigt Salli zum Kauf einer Stute und gibt zunächst nur vor Deutsch lernen zu wollen. Letztendlich unterrichtet Sergey Salli in Sachen Stall und Pferd und ist ursächlich dafür verantwortlich, dass sie pflichtvergessend den Duft des Stalls zu lieben beginnt.Angelika Jodl gelingt es durch die bildhafte Sprache, dass man sich den etwas einsilbigen, schroff wirkenden Pferdeknecht, und sogar seine selten lächelnde Mimik, gut vorstellen kann. Auch Sallis ständig entgleitende Gesichtszüge, bereiten dem Leser ein angenehmes Kopfkino.Die Dialoge sind gelungene Schlagabtausche, die dafür sorgen, dass sich die Handlung zwischenmenschlich immer weiter ineinander verstrickt. Letztendlich verknäueln sich die Figuren ineinander und nur das Band der Liebe führt Sergey und Salli zurück zu einem wunderschönen Anfang.Zitat:„Gibt Rede bei uns in Russland“, sagt Dyck. „Kamma Ziege Krawatte umbinden. Aber dann bleibt auch Ziege.“ „Aber schlecht is wirklich net. Boxen passen für Viecher. Bloß mit Scheune – weiß i net, ob glangt die Platz. Kamma nix sehen, da drin is dunkel wie in Arsch von Neger. Aber glaub i schon, dass is genug. Also, was machma?“„Salli“, unterbricht sie Sergey leise lächelnd. „Willst du erklären mir, wie geht Pferd halten?“ „Ich doch nicht! Das steht hier. In diesem Buch!“ Buch – wann geht um Ohren waschen, du schaust auch in Buch rein?“„Ich weiß überhaupt nicht genug. Ich kann gar nicht reiten! Was mache ich, wenn das Pferd mit mir durchgeht?“ „Sagst du brrr, dann steht gleich.“ „Und wenn nicht?“ Is gute Pferd. Wird sie stehe.“Mein lebenAls ich Kind, ich hatte schöne leben. Später schwieriger, weil ich muss Geld verdint für ganze familie. Auf Rennbahn ist wider besser worden. Aber jetzt in Deutschland ist alles problem. So man kann sagen: mein Leben ist gestreift.Fazit und Bewertung:Die Grammatik der Rennpferde ist ein herzerwärmender Roman, der zwei Figuren aufeinanderprallen lässt, die menschlich und kulturell nicht unterschiedlicher sein könnten. Knackige Dialoge, ein Mischmasch aus Deutsch, Russisch und Oberbayrisch, kreieren einen amüsanten Lesegenuss und eine wunderschöne, überzeugende Liebesgeschichte.

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  • Gegensätze ziehen sich an

    Die Grammatik der Rennpferde

    Fleur91

    06. April 2017 um 15:53

    Als großen Pferdefreund haben mich sowohl der Titel als auch das Cover sofort angesprochen. Ich würde nicht sagen, dass man Pferde unbedingt mögen muss, aber sie nehmen doch eine große Rolle ein in diesem tollen Roman. Neben den Pferden gibt es eine schöne Liebesgeschichte, die mit viel Witz und Charme erzählt wird und da es sich um Protagonisten um die 50 handelt, gibt es auch keinerlei Kitsch. Sehr unterhaltsam erzählt Angelika Jodel, wie Salli versucht dem russischen Ex-Jockey Sergey die deutsche Grammatik näher zu bringen. Sie schreibt dabei so, dass man den russischen Akzent beim Lesen sofort im Kopf hat. Ein Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann, wenn man mal eine etwas andere, aber sehr unterhaltsame Liebesgeschichte lesen möchte. Und auch dieser Roman zeigt wieder wunderbar, dass Liebe einige Hindernisse überwinden kann.

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  • [Rezension] Die Grammatik der Rennpferde

    Die Grammatik der Rennpferde

    Alondria

    28. September 2016 um 11:30

    Das Buch Eine Lehrerin, die Ausländern Deutsch beibringt. Ein russischer Ex-Jockey, der Pferdeställe ausmistet. Zwei, die nichts miteinander gemein haben, aber plötzlich miteinander zu tun bekommen, entdecken, dass es manchmal keine Regeln gibt ... Für die Studenten von Salli Sturm ist die Grammatikstunde täglich großes Kino. Und für Salli wird daraus eine Liebesgeschichte, mit der sie nicht mehr gerechnet hätte. Weil sie die Altersgrenze für Romanzen überschritten hat und weil sich ihr Schüler Sergey so hartnäckig gegen Konjunktive und Artikel stemmt. Bis Salli schließlich in einer kalten Februarnacht alle erlernten Regeln fallen lässt. Und sich selbst gleich dazu. Meine Meinung Für mich als Deutsch-Fanatikerin und ehemalige Germanistik-Studentin war dieses Buch ein wunderbares Geschenk von meinen Eltern zu meinem Geburtstag. Schon auf den ersten Seiten sind, bedingt durch Angelika Jodls Art und Weise zu schreiben und beschreiben, Lacher garantiert. Man befindet sich sofort mitten im Geschehen und kann sich als Leser auch ganz wunderbar ein Bild von allem machen. Obwohl "Liebesgeschichten" (dies hier ist ja keine reine) eigentlich nicht wirklich zu meinen Favoriten in der weiten Bücherwelt gehören, hat mich diese Geschichte um Salli Sturm und ihren Schüler Sergey dermaßen gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte fängt stark an und lässt keinen Fingerbreit in ihrer Stärke nach. Zu keiner Zeit wird es auch nur annähernd langweilig, denn den Spannungsbogen würde ich eher als Spannungsachterbahn bezeichnen. Die Protagonisten durchleben einen für den Leser detailliert nachvollziehbaren Wandel ihrer Persönlichkeit. Jodl hat es dadurch geschafft, ihre Protagonisten lebendig und menschlich werden zu lassen. Fazit Mit Die Grammatik der Rennpferde hat Angelika Jodl ein unglaublich tiefsinniges, humorvolles und wunderbares Buch über das Leben, Freundschaft und die Liebe geschrieben. Es gibt viel zu lachen, emotional zu durchleben und einiges, über das man als Leser nachdenken sollte. Wenn man sich auf dieses Buch einlässt und zusammen mit Salli ihr Leben als reife Frau in den Wechseljahren durchsteht, dann merkt man ganz schnell wie wichtig die Liebe ist - und warum das Leben eben manchmal gestreift ist.

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    • 2
  • Multikulti ist lebbar...

    Die Grammatik der Rennpferde

    jeanne1302

    29. July 2016 um 13:57

    Zwei Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, unterschiedlichen Sprachen und unterschiedlichen Lebensläufen kommen zusammen. Eine Liebesgeschichte der anderen Art. Ein russischer Ex-Jockey in Deutschland sucht eine Deutschlehrerin, weil er besseres Deutsch für seine Geschäfte braucht. Und findet Salli, eine Deutschlehrerin, die es mit Privatunterricht versucht, weil ihre feste Stelle an einer Schule auf der Kippe steht. Der Unterricht zeigt nicht wirklich Wirkung, weil Sergey mittlerweile eigentlich nur jemanden braucht, der für ihn ein Pferd kauft. Salli erscheint ihm für sein Unternehmen genau die Richtige und auch Sallie hat nicht ganz uneigennützige Pläne mit Sergey. Nach und nach gewöhnt sich Salli immer mehr an das Leben mit Sergey, zieht auf das neue Grundstück, lernt das Pferd versorgen und sogar reiten. Die zwei werden ein Liebespaar, das einen Knacks bekommt, als Sergey ihr sagt, er müsse nach Russland und ihr weder erklärt, warum, wohin und wie lange er bleiben wird. Auch telefonisch ist er nicht zu erreichen und Sallie steht mit einem Mal alleine da - einem großen Hof, dem Pferd, ihrer Mietwohnung und einem wackeligen Lehrerinnen-Job. Das Ende verrate ich nicht, denn das Buch ist so wundervoll geschrieben, dass es sich einfach lohnt, es zu lesen. Es ist eine Hymne an die Liebe, die kulturelle und sprachliche Hürden meistert, die an den Schwierigkeiten, die eine solche Liebe mit sich bringt nicht kläglich scheitert, sondern das Potential des gegenseitigen Lernens und Weiterentwickelns in sich trägt. Einfach SUPER!!!! Keine Sekunde habe ich mich gelangweilt und sogar das „gebrochene Deutsch“ ließt sich gut und macht den Charakter sympatisch. Ich würde mich über mehr Lesestoff dieser Autorin freuen. Sehr schön!

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  • Eine Grammatiklehrerin, ein russischer Ex-Jockey und ein wenig Liebe

    Die Grammatik der Rennpferde

    schafswolke

    18. July 2016 um 13:45

    Salli liebt die deutsche Sprache und ist mit Leib und Seele Grammtiklehrerin für Ausländer. Salli ist felsenfest davon überzeugt, dass sie jedem deutsch beibringen kann. Doch dann trifft sie auf Sergey, einen russischen Ex-Jockey, und dieser Nachhilfeschüler bringt sie an ihre Grenzen und zeigt ihr, dass ihr Leben vielleicht doch schon ein wenig eingefahren ist. Der Titel hat mich zuerst stutzig gemacht. Ein Buch über Rennpferde und/oder Grammatik? Wird das nicht ein weng trocken? Dann noch nicht mehr so ganz junge Hauptfiguren? Ob das was für mich ist? Und was soll ich sagen? Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich es gewagt und gelesen habe. Die Geschichte von Salli und Sergey ist eher eine ungewöhnliche Geschichte. Hier gibt es keine jungen, reichen, gutaussehenden Menschen, denn Salli und Sergey stehen beide im Leben, sind ganz normal und vielleicht auch ein wenig schrullig. Und gerade das macht die Geschichte bezaubernd und lebensnah. Die Figuren sind sehr facettenreich beschrieben und liebevoll herausgearbeitet. Wie schon erwähnt, spielt die Grammatik hier natürllich auch eine Rolle, doch es ist wohl dosiert und man braucht keine Angst davor zu bekommen oder befürchten, dass das Buch dadurch schwerfällig ist. Man merkt kaum, wie schnell die Zeit beim Lesen verfliegt und so gibt es von mir 4 Sterne.

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    • 3
  • Toller Roman

    Die Grammatik der Rennpferde

    Bjjordison

    17. July 2016 um 10:14

    Dies ist die absolut reizende Geschichte von Sergey und Salli. Sergey, ein ehemaliger russischer Jockey, der nichts mit der Welt von Salli, einer älteren Deutschlehrerin zu tun hat. Doch plötzlich kreuzen sich die Wege der beiden und irgendwie entwickelt sich was doch sehr unerwartetes… Ich fand das eine absolut schöne, romantische Geschichte und zwar unter anderem, weil es zeigt, dass auch Menschen sich näher kommen können, die absolut nichts gemeinsam haben. Es war auch nicht zu schnell, sondern hat sich wirklich langsam entwickelt und so hatte ich durch dieses Buch wirklich schöne Lesestunden. Die Geschichte wird wechselnd aus der Sicht von Sergey und Salli erzählt, was mitunter für den Leser doch auch sehr lustig ist, vor allem, wenn Sergey seinen speziellen Wortschatz benutzt. Da gibt es ja eine Stelle, da habe ich mich kringelig gelacht. Die Art der Art der Autorin zu schreiben, war für mich sehr unterhaltsam zu lesen. Die Geschichte war leicht und locker, somit bin ich als Leser auch sehr gut in die Geschichte reingekommen. Die Handlung war für mich jetzt doch mal was eher Neues und doch aber sehr schön zu lesen. Ich fand es toll, wie die Autorin gerade Salli beschrieben hat. Salli war doch in ihrem Leben sehr eingefahren und die Autorin hat beschrieben, wie man doch mal was komplett Neues ausprobieren sollte, auch wenn es vielleicht einiges an Überwindung kostet. Auch Sergey war mir recht sympathisch, weil ich finde auch für in seiner Situation und die Umstellung, in ein anderes Land und die ganzen anderen Sachen sind sicher nicht ganz einfach. Das Ende will ich nicht verraten, aber es ist sehr schön und sehr romantisch. Auch ein großer Pluspunkt für mich, als Pferdefan, sind die Erzählungen über die Haltung der Pferde und deren Umgang, auch gerade in Bezug auf Salli, wie sie das alles lernt, war von der Autorin toll aufgebaut.

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  • Unbedingt lesen!

    Die Grammatik der Rennpferde

    RenateBlaes

    14. July 2016 um 10:38

    Dieses Buch habe ich verschlungen. Es ist ganz hervorragend geschrieben, was mir bei Lektüre genauso wichtig ist wie die Story als solche. Ein ehemaliger russischer Jockey braucht für eine Transaktion unbedingt jemanden, der gutes Deutsch spricht. Diesen Jemand findet er in Salli, ihres Zeichens Deutschlehrerin für Ausländer. Gegen alle Vernunft verlieben sich die beiden ineinander. Bis es soweit ist, dauert es aber ein (höchst amüsantes) Weilchen. Eine Liebesgeschichte der anderen Art, Unterhaltung vom Allerfeinsten und auf ganz hohem Schreib-Niveau!

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  • Eine Liebe trotz Unterschiede

    Die Grammatik der Rennpferde

    Bambisusuu

    13. July 2016 um 21:25

    Das Buch "Die Grammatik der Rennpferde" wurde von der Autorin "Angelika Jodl" verfasst und ist im "dtv-Verlag" erschienen. Hierbei handelt es sich um zwei Personen, die trotzt Unterschiede aufeinander treffen.Sally Sturm ist Lehrerin. Sie liebt ihren Beruf und spezialisiert sich auf Unterrichtkurse für Ausländer. Der russische Sergey beschäftigt sich überwiegend mit Pferden. Unterschiedlicher könnten beide Personen nicht sein, trotzdem finden sie zueinander. Salli zieht eigentlich eine Grenze bei ihren Studenten und versucht privat von beruflich zu trennen. Doch Sergey ist um einiges älter, als ihre sonstigen Studenten und so kommt es, dass sich die Beiden doch näherkommen als geplant.Angelika Jodls Schreibstil ist interessant. Durch die Liebe zur deutschen Sprache und der Grammatik blüht die Geschichte in diesem Gebiet auf jeden Fall auf. Auch in den einzelnen Kapitel werden immer wieder Sprüche aufgegriffen, die den Zusammenhang zur Grammatik haben.Auch die Charaktere haben mir in diesem Buch sehr gut gefallen. Salli Sturm wirkt wie eine selbstbewusste, taffe Frau, die mitten im Leben steht und genau weiß, worauf es ankommt. Den Beruf als Lehrerin sieht sie als eine Leidenschaft und hat sichtlich Freude dabei. Auch ihre Gedankensprünge sind nachvollziehbar und heitern den Verlauf der Geschichte auf.Sergey ist zu Anfang eine eher ruhige, zurückhaltende Persönlichkeit, die man aber schnell ins Herz schließt. Er hat häufig Probleme mit der Grammtik und besonders an der Satzstellung hapert es. Das macht aber die Geschichte ebenfalls amüsant. Die Begegnung der beiden Hauptpersonen wird schön beschrieben, sodass man als Leser auch in die Geschichte hineintaucht. Die Grammatik und die Pferde bleiben fortlaufend ein interessantes Thema und bringen schon des Häufigeren zum Schmunzeln.Ein tolles Buch, das sowohl sachlich ist und trotzdem einen Hauch von Liebe und Spannung enthält!

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  • Zwischen den Zeilen gibt es viel zu entdecken

    Die Grammatik der Rennpferde

    Gela_HK

    08. July 2016 um 09:14

    Für ihre ausländischen Studenten ist die Deutschlehrerin Salli Sturm ein tägliches Highlight, doch privat glänzt bei Salli wenig. Verabredungen mit Kollegen und einsame Videoabende trösten sie über die Einsamkeit hinweg bis Sergey, ein russischer Stallarbeiter, als Privatschüler in ihr Leben tritt. Die Grammatikstunden gestalten sich schwierig und der verschlossene Russe mit seinen eingefahrenen Satzstellungen macht es Salli nicht leicht. Doch langsam entwickelt sich zwischen Lehrerin und Schüler ein besonderes Gefühl, mit dem beide nicht mehr gerechnet hätten. Angelika Jodl ist von der ersten Seite an ihre Leidenschaft für Sprache und Grammatik anzumerken. Alle Kapitelüberschriften beginnen mit einer grammatikalischen Einleitung. Dabei ist der Schreibstil so fesselnd und unterhaltsam, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Das Zusammenspiel zwischen der lehrplanorientierten regelgerecht lebenden Salli und dem spröden, verschlossenen und pragmatischen Sergey macht Spaß zu lesen. Ganz nebenbei erfährt man auch viel über den Rennsport und Pferdehaltung. Die Stute Katka hat eine nicht unerhebliche Schlüsselfunktion im Roman. Salli muss man sofort ins Herz schließen. Sie lebt für die Sprache, umgibt sich mit Wortart-Tieren, wie Nomen-Elefanten und Pronomen-Äffchen, die sie gedanklich ständig begleiten. Obwohl sie von ihren Studenten geliebt wird, fühlt sie sich selbst unter all ihren promovierten Kollegen minderwertig. Heimlich hofft sie auf eine Gefühlsregung ihres Kollegen Anselm, der aber auch von anderen Kolleginnen hofiert wird. Der Unterschied zwischen der selbstsicheren Lehrerin und der fast schon hilflosen Salli im Alltag macht sie so liebenswert.Sergeys Sprache ist herrlich, die Mischung aus Muttersprache, Satzverdrehern und urigem Dialekt hört man richtig beim Lesen. Manche Worte habe ich laut gelesen, dann ist es noch besser. Sergey ist als Ex-Jockey sehr kompetent im Umgang mit Pferden. Trotzdem wird seine harte Arbeit schlecht bezahlt und er muss viele Demütigungen einstecken. Man wird richtig wütend auf die arroganten Pferdebesitzer und den ausbeutenden Stallbesitzer. Seine Sprachschwierigkeiten kosten ihn sogar eine Anstellung, dennoch behält er bewundernswerter Weise seine Würde:"Ein Mann zeigt nicht, was in seiner Seele passiert. "Salli sieht durch Sergeys Unterricht eine Change, doch noch einen Doktortitel zu erhalten. Sergey wird uneingeweiht zum Studienobjekt und Salli zieht zu ihm von Schwabing nach Daglfing. Doch das anfängliche Ziel verliert sich und aus der Lehrerin wird eine staunende Schülerin. "Und sagst du immer, das soll ich lernen! No, heute du musst. Oder geht net bei dir mit Lernen?" Kulturelle Unterschiede, Sprachschwierigkeiten, Missverständnisse stehen zwischen Salli und Sergey, aber die Liebe setzt sich trotzdem durch. Gesellschaftskritik wundervoll umgesetzt. Warmherzig, leise, mit liebenswerten, sympathischen Protagonisten.

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  • Wo die Liebe hinfällt...

    Die Grammatik der Rennpferde

    Patno

    06. July 2016 um 22:02

    "Die Grammatik der Rennpferde" ist das Werk der Autorin Angelika Jodl, erschienen im Mai 2016 bei dtv. Was steckt hinter diesem ungewöhnlichen Buchtitel? Mein Leseinteresse war geweckt. Salli ist eine alleinstehende Frau mittleren Alters, die die Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache zum Lebensinhalt auserkoren hat. Mit großer Leidenschaft unterrichtet sie ausländische Schüler frei nach dem Motto: "Jeder kann Deutsch lernen". Als im Sprachinstitut vom Stellenabbau die Rede ist, versucht sich Salli mit Privatunterricht ein zweites Standbein zu schaffen. Ihr erster Privatschüler ist Sergey, ein ehemaliger russischer Jockey, der jetzt als Stallbursche in Bayern arbeitet. Er möchte ein Rennpferd kaufen und erhofft sich von Salli, dass sie ihm mehr Wortschatz vermittelt. Doch die engagierte Lehrerin versucht aus Sergey ein wahres Sprachtalent zu machen. Zwei Welten treffen aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Dennoch fühlen sich die beiden zueinander hingezogen. Die Grammatik- Idee gefällt mir richtig gut und Angelika Jodl setzt sie auch sehr intelligent und interessant um. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig, bisweilen humorvoll. Ihre Charaktere, besonders die von Salli, Anselm und Sergey, sind aus meiner Sicht mit all ihren Vorzügen und Schwächen authentisch ausgearbeitet. Die sich entwickelnde Liebesbeziehung zwischen dem schweigsamen Russen mit den dunklen Geheimnissen und der hochmotivierten Sprachexpertin finde ich toll in Szene gesetzt. Nebenbei bekommt der Leser noch einige Informationen rund um das Thema Pferdehaltung und Pferdesport. Und doch habe ich hier und da mit der Handlung ein wenig gehadert. Manche Ereignisse schienen mir für die Story nicht wirklich relevant zu sein, wurden aber sehr ausführlich beschrieben. Anderseits kam mir aber z.B. Sergeys Vergangenheit und seine Familiengeschichte zu kurz. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. "Die Grammatik der Rennpferde" zeigt, dass man trockene Wissensvermittlung durchaus unterhaltsam in eine Liebesgeschichte verpacken kann. Klasse gemacht! Besonders sprachinteressierten Lesern empfehle ich diesen Roman gerne weiter.

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    • 2
  • Zwei unterschiedliche Welten genial zusammengebracht

    Die Grammatik der Rennpferde

    katze267

    03. July 2016 um 22:08

    Salli, eigentlich Salome Sturm, ist 52, Single und unterrichtet Deutsch als Fremdsprache. Sie liebt es, ihren jugendlichen Studenten aus vielen Nationen die deutsche Sprache näher zu bringen, zeigt auch in ihrem Beruf viel Engagement und Einfühlungsvermögen. Nur unter dem Fehlen eines akademischen Grades leidet sie, sie hat "nur" das erste Staatsexamen. Sergej, Anfang 50, aus Russland ausgewandert, spricht nur einige Brocken deutsch und arbeitet als besserer Stallbursche. Seine Leidenschaft gehört den Pferden und dem Pferderennsport. Er versteht die Pferde wie kein anderer, ist ein regelrechter "Pferdeflüsterer", besonders Rennpferde liebt er geradezu. Auf den ersten Blick haben diese beiden Charaktere und ihre Leidenschaften wenig gemeinsam, doch als Sergej Salli engagiert, um mehr deutsch zu lernen, kommen diese beiden unterschiedlichen Personen und Welten in Kontakt und beginnen bald, Gemeinsamkeiten zu entwickeln, auch wenn das soziale Umfeld von Salli das weder versteht noch akzeptiert. Die Autorin versteht es, diese beiden Welten und natürlich die beiden Personen auf unnachahmliche Weise miteinander zu verbinden. Mit viel Sachverstand sowohl was die deutsche Sprache und Grammatik als auch was die Welt der Rennpferde anbelangt und mit ebenso viel emotionalem Einfühlungsvermögen führt Angelika Jodl die allmähliche Annäherung von Salli und Segej und ihrer Welten aus. MIr hat diese sehr ungewöhnliche LIebesgeschichte sehr gut gefallen, die Charaktere sind liebevoll detailliert beschrieben, der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und ganz nebenbei habe ich einiges, mir noch Unbekannte über die deutsche Grammatik und Emotionsworte und sehr viel Informatives über Rennpferde gelernt.

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  • Leserunde zu "Die Grammatik der Rennpferde" von Angelika Jodl

    Die Grammatik der Rennpferde

    AngelikaJo

    Am Fragefreitag wollten ja viele von euch wissen, ob Deutsch schwierig zu lernen ist, ob man als Lehrer da viel Geduld braucht und was  Grammatik in einer Liebesgeschichte zu suchen hat.  Hier also meine Frage an euch:

    Wie würdet ihr reagieren, wenn euch ein ausländischer Freund (der nicht viel Deutsch und auch kein Englisch kann) nach dem Essen freundlich fragt: "Hast du gut geschmeckt?"

    • 266
  • Ungewöhnliche Liebesgeschichte wundervoll erzählt!

    Die Grammatik der Rennpferde

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2016 um 21:05

    Was hat Grammatik mit Rennpferden zu tun, habe ich mich beim Lesen des Titels gefragt. Viel, wie man in diesem Buch lernt: Mit dem ehemaligen Jockey, dem Deutschrussen Sergey und der Grammatiklehrerin Salome Sturm, genannt Salli, treffen zwei Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum Inhalt: Als in dem Privatinstitut für Sprachen Personalkürzungen drohen, sieht sich Salli auf der Abschussliste, da sie im Gegensatz zu ihren Kollegen nur über das 1. Staatsexamen verfügt. Ihr Kollege Anselm Donnerstag, in den sie heimlich verliebt ist, macht sich bei einem Restaurantbesuch über eine Anzeige lustig, in der in radebrechendem Deutsch ein Deutschlehrer gesucht wird: Der Suchende ist Sergey, der versucht, in Deutschland ein neues Leben mit einer Pferdezucht aufzubauen, der jedoch durch seine Herkunft und mangelnden Sprachkenntnisse keine Chance hat, sondern seinen Alltag als Stallbursche mit versnobten Pferdebesitzerinnen verbringen muss. Salli nimmt den Job an und rechtfertigt ihn vor sich und vor ihrem Kollegen als Sprachexperiment, doch bald ist es viel mehr... Der Erzählstil ist sehr gelungen, gut zu lesen und tiefgründig zugleich. Es macht richtig Spaß, den Roman zu lesen, den Figuren zu folgen und in die Welt der Grammatik und Rennpferde einzutauchen. Die Charaktere sind gut gezeichnet und besonders die beiden Hauptfiguren Salli und Sergey sehr sympathisch auf ihre Weise, was bei einer Liebesgeschichte für mich wichtig ist, um am Ball zu bleiben. Die Geschichte fängt erst einmal gemächlich an, wird jedoch spätestens ab der Mitte sehr sehr spannend, so dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Mein Fazit: Hier stimmt alles! Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, wundervoll erzählt und sehr zu empfehlen! Ich würde gerne noch mehr über die beiden Hauptfiguren lesen!

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  • Wie viel Grammatik braucht das Leben?

    Die Grammatik der Rennpferde

    twentytwo

    21. June 2016 um 14:27

    Salli Sturm, hat sich mit Leib und Seele der deutschen Grammatik verschrieben, die sie mit viel Enthusiasmus versucht ihren ausländischen Schülern beizubringen. Als sie zufälligerweise auf den Russen Sergey trifft, dem sie als Privatschüler, mehr oder weniger erfolgreich versucht, die Tücken der Grammatik zu erklären, wird dieser für sie zum Studienobjekt. Sergey, der zwar durchaus gewillt ist sein Deutsch zu verbessern, hat allerdings mehr Interesse daran ein ausgemustertes Rennpferd zu kaufen. Und dazu braucht er Salli.Als der Pferdekauf gelingt, bedeutet dies zunächst das Aus für den Deutschunterricht. Doch schon bald braucht Sergey erneut Sallis Hilfe. Beide schließen einen Vertrag miteinander. Während Salli versucht zwischen Heurationen und Haferportionen, Verben und Personalpronomen in Sergeys Satzbau den richtigen Platz zuzuweisen, wendet sich das Blatt und der Schüler wird zum Lehrer. Und so ist es letztendlich Salli die begreifen muss, dass nicht nur Rennpferde eine andere Grammatik brauchen.FazitEin sehr einfühlsamer Roman, der mit philosophischer Logik gängige Regeln infrage stellt und zu ganz neuen Erkenntnissen führt.

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