Angelika Klüssendorf , Thomas von Steinaecker Wer kann für böse Träume

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Inhaltsangabe zu „Wer kann für böse Träume“ von Angelika Klüssendorf

Wer sagt, dass Schneewittchen nicht im Wachkoma lag? Wann wurden grausame Folterwerkzeuge zu drei goldenen Haaren? Und was geschah wirklich mit Rapunzels unehelichen Kindern? 15 Autoren – 15 Illustratoren – 15 Märchen der Brüder Grimm – Die ganze Wahrheit Eine geheimnisumwitterte Loge birgt seit Jahrhunderten Originalmaterial zu den berühmten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Jetzt hat Das wilde Dutzend erstmals ausgewählten Schriftstellern und Illustratoren exklusiven Zugang in die verborgenen Archive der rätselhaften Gesellschaft gewährt. Unter dem Deckmantel der Kunst erzählen sie von Verborgenem Hintersinnigem und Verwunderlichem – und kommen dabei den historisch verbürgten Ursprüngen beängstigend nah.

Ein bibliophiles Kleinod

— ekoepping
ekoepping
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  • Wer kann für böse Träume

    Wer kann für böse Träume
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    10. January 2016 um 12:45

    15 Autoren und 15 Illustratoren haben sich jeweils zu einem Team zusammengetan um einer geheimen Sache auf die Spur zu gehen. Auf den ersten Blick mag es gar nicht so geheim erscheinen, schließlich kennen wir alle das Thema der Forschungen. Doch was wissen wir eigentlich wirklich darüber? Was wissen wir wirklich über die Märchen der Gebrüder Grimm? Die 30 Auserwählten können sich glücklich schätzen, gehören sie doch zu denjenigen, die exklusiv Zutritt zu den verborgenen Archiven einer noch verborgeneren Loge erhalten haben. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch die Wahrheit kann grausam sein – und so breiten sie über alles das Deckmäntelchen der Kunst, wenn sie die geheimen Geheimnisse hinter den Märchen aufdecken. Wer kann für böse Träume kann ich nur als Gesamtkunstwerk bezeichnen. Autoren und Illustratoren arbeiten in perfekter Harmonie zusammen und lassen so 15 ganz unterschiedliche Kapitel entstehen. Man muss nicht zwingend das ganze Buch lesen, sondern kann sich auch die Kapitel zu seinen Lieblingsmärchen heraussuchen oder die zu den Märchen, die einem noch völlig unbekannt sind. So entsteht für jeden ein ganz individuelles Buch, dass trotz der Unterschiedlichkeit der Geschichten eine Gemeinsamkeit hat – Märchen unter die Lupe zu nehmen. Mich haben Geschichten und Illustrationen gleichermaßen begeistert, und ich werde das Buch wohl noch viele Male zur Hand nehmen – zum Lesen, zum Blättern, oder um mir einfach nur die Bilder anzuschauen. Um neue Märchen zu entdecken – denn es gibt viele, denen ich noch nie begegnet bin. So wird Wer kann für böse Träume noch zu etwas anderem – zu einem Anreiz, sich mal wieder mit den Originalen der Gebrüder Grimm zu beschäftigen.

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  • Grimm 3.0

    Wer kann für böse Träume
    ekoepping

    ekoepping

    04. March 2015 um 19:07

    Diese Neuinterpretation Grimm’scher Märchen bietet allerhand Abgründiges und einen zeitgemäßen Blick auf die Frauenfiguren   Der Verlag Das wilde Dutzend verfolgt das Anliegen, haptisch und grafisch anspruchsvoll gestaltete Bücher zu verlegen, wie die beiden Herausgeberinnen Simone Veenstra und Dorothea Martin sie selbst gerne lesen würden. So entpuppt sich ihre zweite Publikation, „Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files“, als regelrechtes Schatzkästchen literarischer und grafischer Kostbarkeiten. Zum 200. Jahrestag der Erstveröffentlichung der „Kinder- und Hausmärchen“ von Jacob und Wilhelm Grimm baten sie fünfzehn namhafte und mehrfach preisgekrönte Autorinnen und Autoren, darunter Angelika Klüssendorf („Das Mädchen“), Tamara Bach, Christiane Neudecker (Das siamesische Klavier“) und Tobias O. Meißner, um deren Sicht auf die altbekannten Kindererzählungen. Jede Geschichte wurde dabei höchst individuell gestaltet – fünfzehn verschiedene Illustratorinnen und Illustratoren wirkten an der aufwändigen Optik mit – und mit eigenem Titelblatt und historisch anmutenden Quellnotizen versehen, so dass der Eindruck eines Buchs im Buch erweckt wird. Es reihen sich sprachlich dichte, tiefgründige und zum Teil bitterböse Neuinterpretationen aneinander, die ganz und gar nicht für Kinder geeignet sind. Unter der Oberfläche von prächtigen Palästen und pittoresken Dorfgemeinschaften lauert ein blutrünstiger Abgrund aus Inzest, Missbrauch und Entsetzen, der an die düstere Atmosphäre von Tim-Burton-Filmen erinnert. Die in den Grimmschen Erzählungen überwiegend passiven oder bösen Frauenfiguren wie Prinzessinnen, Hexen und Stiefmütter, erfahren eine Deutung als mehrdimensionale Charaktere mit moderner Psyche, wenngleich mit leichtem Hang zum Wahnsinn. Freundinnen und Freunde subtil morbider Fantastik kommen hier auf ihre Kosten. Das schwere Papier erinnert an die Märchenbücher der Kindheit und gerne schaut man sich die Geschichten wie damals noch ein oder mehrere Male an, um auch keine Einzelheit zu übersehen. Ein bibliophiles Kleinod.

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  • Rezension zu "Wer kann für böse Träume: The Secret Grimm Files" von Angelika Klüssendorf

    Wer kann für böse Träume
    Medienjournal

    Medienjournal

    31. December 2012 um 03:46

    Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files ist ein in seiner Gänze zutiefst überzeugendes Gesamtwerk, welches – bedingt durch die zahllosen Autoren und Illustratoren – natürlich innerhalb des Bandes gewissen qualitativen Schwankungen unterliegt, die aber keineswegs das Gesamtbild schmälern, da alle Beteiligten auf höchstem Niveau zu Werke gegangen sind. Mehr gibt es unter: http://medienjournal-blog.de/2012/09/review-wer-kann-fur-bose-traume-the-secret-grimm-files-buch/

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  • Rezension zu "Wer kann für böse Träume: The Secret Grimm Files" von Angelika Klüssendorf

    Wer kann für böse Träume
    Primrose

    Primrose

    03. October 2012 um 21:04

    Fünfzehn Autoren haben sich ein Ziel gesetzt: Sie wollen der Wahrheit hinter den Märchen der Gebrüder Grimm auf die Schliche kommen. In diesem Buch erfährt der Leser die wahre Geschichte der Märchen, die wir seit eh und je kennen und leben. In „Wer kann für böse Träume“ werden alte Märchen in einem ganz anderen Licht betrachtet. Von „Hänsel und Gretel“, „Schnettitchen“ und Co werden ganz neue Facetten aufgedeckt. Dieses Buch ist schon allein von der Optik her ein kleiner Schatz! Der Umschlag ist fest und das Cover sieht, wie ich finde, einfach wunderschön auf. Die Lady und der Gentlemen, welche auf einem Boden mit Schachbrettmuster stehen. Eine Wendeltreppe führt ins Nirgendwo. Das Cover hat etwas Geheimnisvolles und Düsteres. Wenn man das Buch aufschlägt, findet man mehr als zweihundert Seiten dickes, hochwertiges Papier. Kleine Bildchen ranken sich um jede der 15 Märchen, die den Geschichten eine gewisse Lebendigkeit verleihen. Wirklich, bei der Gestaltung dieses Werkes hat man sich ganz besonders viel Mühe gegeben! So, und nun zum eigentlichen Inhalt: Ich mag die kleinen Märchen, die in dem Werk aufgeführt sind. Sie sind spannend geschrieben und sehr unterhaltsam. Jede Geschichte enstammt aus der Feder eines anderen Autor und jede hat einen spannend klingenden Titel. Nicht immer habe ich erkennen können, auf welchem Märchen welche Geschichte denn nun basiert, denn manche der Kurzgeschichten sind ziemlich abstrakt. Jede der Autoren hat seinen ganz persönlichen Schreibstil. Sie alle schreiben interessant und flüssig, doch bei einigen Märchen hat mich die perpetuelle indirekte Rede gestört, auch wenn das an dem typischen Märchenstil liegen mag. Die Storys sind alle kurz und lassen sich gut in kleinen „Happen“ lesen. Sie sind echt interessant und haben mich oft zum Nachdenken angeregt, schließlich ist diese Form der Grimmschen Geschichten wirklich etwas ganz Anderes. Die Wissensschnipsel am Ende eines jeden Märchens sind interessant und bilden eine kleine Rahmengeschichte, nämlich die der Recherche zu den Märchen. „Wer kann für böse Träume“ wird als schaurige Geschichtensammlung bezeichnet. Düster und anders mögen viele der Geschichten sein, besonders „schaurig“ würde ich jedoch nur einen kleinen Teil der Geschichten bezeichnen. „Wer kann für böse Träume“ ist ein super schönes Buch, sowohl von der Optik als auch vom Inhalt her. Für alle Märchliebhaber zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Wer kann für böse Träume: The Secret Grimm Files" von Angelika Klüssendorf

    Wer kann für böse Träume
    Marie1990

    Marie1990

    08. September 2012 um 09:02

    15 Autoren, 15 Illustratoren, 15 Märchen der Gebrüder Grimm. Die ganze Wahrheit. Eine geheimnisumwitterte Loge birgt seit Jahrhunderten Originalmaterial zu den berühmten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Jetzt hat "Das wilde Dutzend" erstmals ausgewählten Schriftstellern und Illustratoren exklusiven Zugang in die verborgenen Archive der rätselhaften Gesellschaft gewährt. Unter dem Deckmantel der Kunst erzählen sie von Verborgenem, Hintersinnigem und Verwunderlichem - und kommen dabei den historisch verbürgten Ursprüngen beängstigend nah. Denn wer sagt, dass Schneewittchen nicht im Wachkoma lag? Wann wurden grausame Folterwerkzeuge zu drei goldenen Haaren? Und was geschah wirklich mit Rapunzels unehelichen Kindern? Wer bereits die "Schreckenschronik" des Verlages kennt, weiß, dass die Bücher des "Wilden Dutzend" stets ein wenig morbide und von schwarzem Humor geprägt sind. Auch hier empfehle ich diese Lektüre nur Erwachsenen, die kein Problem damit haben, wenn es auch mal etwas makaberer und auch blutig zugeht. Diese 15 Geschichte beruhen nur oberflächlich auf der Grimmschen Vorlage, sodass sich die verschiedenen Autoren jede Menge künstlerische Freiheiten genommen haben und es manchmal schon etwas schwerer ist herauszufinden, welches Märchen man da vor sich hat. Ab und an sind diese Erzählungen etwas kryptisch und leider etwas kurz. Ich hätte mir ein wenig längere Geschichten gewünscht, da diese leider immer dann enden, wenn man sich gerade gut in die jeweilige Handlung eingefunden hat. Die Aktenauszüge nach jedem "Märchen" sind authentisch gestaltet, sowie interessant und auch teilweise witzig geschrieben. Durch Illustrationen von unterschiedlichen Zeichner entsteht ein starker Kontrast zwischen den einzelnen Erzählungen, wobei sie aber mit den jeweiligen Märchen sehr gut harmonieren. Insgesamt finde ich die Idee zu dieser Anthologie mehr als ansprechend, leider sind ein paar Schwächen in der Umsetzung zu finden, auch wenn die Erzählungen interessant zu lesen sind. Die diversen Autoren haben ihren Schreibstil dem der Gebrüder Grimm angepasst. Dadurch entsteht ein märchenhafter Charakter, aber auch ein Stil, an den man sich erstmal gewöhnen muss. Wenn man aber erstmal drin ist, liest es sich sehr gut, auch wenn man sich durchaus konzentrieren muss, um den tieferen Sinn der einzelnen *Märchen" zu verstehen.

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