Angelika Overath

 3.9 Sterne bei 55 Bewertungen
Autorin von Alle Farben des Schnees, Flughafenfische und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Angelika Overath

Einblick in das Innere und die Welt: Die deutsche Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Germanistik, Geschichte, Italianistik in Tübingen und promovierte 1986. Anschließend arbeitete sie einige Zeit in Griechenland, aber kehrte nach Deutschland zurück. Als Journalistin schrieb sie u.a. für die NZZ, GEO, ZEIT, Frankfurter Rundschau und für mare. Für ihre journalistische Arbeit erhielt sie 1996 den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Seit 1998 veröffentlicht sie vorwiegend Prosa und arbeitet zudem als Dozentin an der Schweizer Journalistenschule MAZ. Für ihre literarische Arbeit erhielt Overath u.a. de Thaddäus-Troll-Oreis und wurde für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Ihre bekanntesten Werke sind die Romane Nahe Tage“, „Flughafenfische“ und "Sie dreht sich um". Sie lebt mit ihrem Mann, dem Literaturwissenschaftler Manfred Koch, mit welchem sie drei Kinder hat, in Sent im Graubünden.

Neue Bücher

Ein Winter in Istanbul

 (2)
Neu erschienen am 10.09.2018 als Hardcover bei Luchterhand.

Alle Bücher von Angelika Overath

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Alle Farben des Schnees

Alle Farben des Schnees

 (17)
Erschienen am 14.10.2013
Flughafenfische

Flughafenfische

 (17)
Erschienen am 12.09.2011
Sie dreht sich um

Sie dreht sich um

 (5)
Erschienen am 08.08.2016
Nahe Tage

Nahe Tage

 (4)
Erschienen am 01.01.2009
Genies und ihre Geheimnisse

Genies und ihre Geheimnisse

 (3)
Erschienen am 12.04.2007
Ein Winter in Istanbul

Ein Winter in Istanbul

 (2)
Erschienen am 10.09.2018
Gebrauchsanweisung für das Engadin

Gebrauchsanweisung für das Engadin

 (2)
Erschienen am 01.09.2016
Genies und ihre Geheimnisse, Band 2

Genies und ihre Geheimnisse, Band 2

 (1)
Erschienen am 08.09.2010

Neue Rezensionen zu Angelika Overath

Neu

Rezension zu "Ein Winter in Istanbul" von Angelika Overath

Lesenswert!
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Monat

Cla, ein Gymnasiallehrer aus den Bündner Bergen, verbringt einen Winter in Istanbul, um über einen von ihm verehrten spätmittelalterlichen Gelehrten zu recherchieren.Er lernt Baran kennen, einen türkisch-griechischen Kellner, Reiseleiter und Übersetzer. Die beiden verlieben sich. Die Situation wird kompliziert, als Clas so-gut-wie-Verlobte Alva zu Besuch kommt.

In einem zweiten Erzählstrang, wird von der Reise des Gelehrten Nikolaus von Kues von Istanbul nach Venedig erzählt, die dieser zusammen mit dem byzantinischen Kaiser und dem Patriarchen von Konstantinopel im 15. Jahrhundert unternommen hat, um sie zu Verhandlungen nach Europa zu geleiten.

 

Der Roman ist sehr poetisch geschrieben. Im Kleinen und im Grossen geht es um die Themen Glaube und Religion, Erkenntnis und Wissen, Vergangenheit und Gegenwart, Verbindendes und Trennendes.

Der Schauplatz der Handlung sowie die Herkunft und Hintergründe der Protagonisten erlauben interessante Durch- und Einblicke in die verschiedenen Kulturen, Ansichten und Überzeugungen. 

Symbolik durchdringt den Roman und hält ihn zusammen. Die drei Protagonisten werden durch die drei trennenden und verbindenden Wasserstrassen in Istanbul voneinander getrennt und miteinander verbunden.

 

Mich hat der Roman von Angelika Overath in Form und Inhalt überzeugt. Die Geschichte von Cla, Baran und Alva ist meisterhaft erzählt unterhaltsam und mit überraschenden Wendungen gewürzt.  Sie ist raffiniert mit der Erzählung aus der Zeit kurz vor dem Fall von Konstantinopel, als Nikolaus von Kues gelebt hat, verwebt, so dass ein insgesamt stimmiges, vielschichtiges Bild entsteht.

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leserattebremens avatar

Rezension zu "Der Blinde und der Elephant" von Angelika Overath

Von der Autorin hatte ich mehr erwartet
leserattebremenvor einem Jahr

Angelika Overath hat eine unglaubliche Beobachtungsgabe, wenn sie über Menschen schreibt, meint man als Leser dabei zu sein und die Personen direkt kennenzulernen. Mit „Der Blinde und der Elephant“ ist bei Luchterhand eine Sammlung ihrer Texte erschienen, Reportagen und Berichte, nach Themen gesammelt.
Ich mag den Stil von Angelika Overath sehr, ihr Buch „Flughafenfische“ fand ich absolut grandios, sowohl von der Idee als auch von der Umsetzung. Dieser Band lässt mich jedoch etwas ratlos zurück, viele Texte haben mich inhaltlich einfach nicht angesprochen oder ich fand sie zu zäh und theoretisch, um sie mit viel Freude zu lesen. Das trifft nicht auf alle Texte zu, besonders die ersten Abschnitte, die von ihrer Zeit in der Türkei berichten oder einer Reise nach Rumänien waren faszinierend. Doch dann folgt viel Theorie zu Bildbeobachtung und Lyrik, die mich einfach nicht mitnehmen konnten. Zwar ist die thematische Sortierung gut gelungen, man hat einen schönen Überblick, was das Buch anbietet und kann hier und da reinschnuppern. Meinen Geschmack haben einige Texte jedoch nicht getroffen, ich hatte meine Probleme besonders mit dem mittleren Teil zur Bildbeschreibung, der für mich einen zu großen Teil des Buches einnimmt.
Ich finde, dass „Der Blinde und der Elephant“ der Autorin nicht ausreichend gerecht wird, sie hat großartige Texte verfasst, die hier nicht richtig zur Geltung kommen. Zum immer mal wieder reinlesen ist das Buch gut geeignet, zum Durchlesen fand ich es nicht überzeugend genug. 

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für das Engadin" von Angelika Overath

‚Ja, die Touristen störten eigentlich immer. Wenn sie da sind. Und wenn sie nicht da sind, auch.‘
sabatayn76vor 2 Jahren

Inhalt:
Angelika Overath lebt bereits seit neun Jahren mit ihrer Familie im Unterengadin. In ihrer ‚Gebrauchsanweisung für das Engadin‘ erzählt sie von Allegra und Chau, Bergell und Malojapass, Eidgenossenschaften und Tourismus, Krautstiel und Capuns, Singen und Jagd, Bauernhäusern und Sgraffito, St. Moritz und Engländern, Indian Summer und Wiesenblumen, Sonnentagen und Schneegipfeln, Bergbahn und Seen, Habsburgern und Katholizismus, Tredeschin und Schellen-Ursli, Morins und Muskelkater, Peitschen und Premura, Puter und Vallader, Wanderunfällen und Bären.

Mein Eindruck:
Ich kenne verschiedene Orte und Regionen in der Schweiz, war aber noch nie im Engadin.

Im Vergleich zu anderen Gebrauchsanweisungen empfand ich diejenige über das Engadin eher etwas mühsam zu lesen und habe mich mit den vielen Details und der Weitschweifigkeit bisweilen etwas schwer getan. Zwar habe ich viele verschiedene Seiten des Engadin kennengelernt und hatte an einigen Kapiteln durchaus Spaß, aber alles in allem musste ich mich oft zum Lesen motivieren, was mir bei anderen Gebrauchsanweisungen eher nicht passiert ist.

Trotz der vielen Details ist mir das Engadin zudem sonderbar fremd geblieben, und ich habe nach der Lektüre nicht das Bedürfnis, dass ich mich sofort selbst auf den Weg machen sollte. Nichtsdestotrotz habe ich spannende Infos zu ausgewählten Themen bekommen, und Kapitel wie ‚Allegra‘, ‚Muskelkater‘. ‚Todesarten‘ oder ‚Uors‘ haben mir sehr gut gefallen.

Mein Resümee:
Sehr spezielle Gebrauchsanweisung über eine recht spezielle Region der Schweiz.

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Gespräche aus der Community

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giuliannas avatar
vielleicht eine etwas pinglige frage, aber kann man buchinformationen ändern? ich lese gerade folgendes buch, das so hier angegeben wird: Alle Farben des Schnees Senter Tagebuch von Angelika Overath ISBN 9783630873404, Fester Einband, 160 Seiten, Zeitgenössische Literatur, erschienen am 01.09.2010 bei Luchterhand Literaturverlag *** das buch hat statt 160 seiten 255 seiten. es ist nur eine kleinigkeit, aber kann das jemand ändern?
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Angelika Overath wurde am 17. Juli 1957 in Karlsruhe (Deutschland) geboren.

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