Liebesschmarrn und Erdbeerblues

von Angelika Schwarzhuber 
4,0 Sterne bei135 Bewertungen
Liebesschmarrn und Erdbeerblues
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (97):
ResaMagdalenas avatar

War ein tolles Buch, besonders da ich ja genau aus der Ecke komme, und all die Orte kenne hat es unheimlich Spaß gemacht, es zu lesen! :))

Kritisch (10):
mysticcats avatar

Der Wortteil „Scharrn“ aus dem Titel fasst es für mich gut zusammen

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Inhaltsangabe zu "Liebesschmarrn und Erdbeerblues"

Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch 'Ich liebe dich'?

Michi ist ihr Traummann – bis er 'Ich liebe dich' zu ihr sagt. Genauer: 'I hob mi fei sakrisch in di valiabt'. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht!

Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen 'Schmarrn' gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön 'Te quiero' sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene?

Der Regionalkrimi war gestern - Regionalromantik ist heute!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442379552
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:16.07.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.07.2012 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ravenvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Eine witzige Liebesgeschichte für Zwischendurch. Schnell zu lesen, mit viel bayrischem Flair!
    Witzige Liebesgeschichte

    Das Buch "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" von Angelika Schwarzhuber hat einen Umfang von 354 Seiten und ist über Blanvalet erschienen.

    Das Buch gibt es als Softcover- und Ebookausgabe. In der Softcoverausgabe hat es eine mittelgute Gesamtqualität. Es besticht durch ein auffälliges, blaues Cover, auf dem sich die schnörkelige Schrift abhebt, was einen schönen Effekt verursacht.

    Gibt es eigentlich "Ich liebe dich" auch auf bayrisch? Lene kann das nicht glauben. Sie läuft einfach weg nachdem Michi ihr Traumprinz zu ihr sagt: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«.

    Die Geschichte hat einen sehr flüssigen und einfachen Schreibstil und deshalb ist das Buch auch schnell gelesen und eignet sich auch für Zwischendurch. Die Story ist echt witzig und besitzt das passende bayrische Flair. An Anfang und Ende gibts ein kleines Wörterbuch mit hochdeutsch-bayrischen Übersetzungen und ein paar zünftige Rezepte zum nachkochen. Ich hatte wirklich viel Spaß beim Lesen.

    Fazit: Eine witzige Liebesgeschichte für Zwischendurch. Schnell zu lesen, mit viel bayrischem Flair. Leseempfehlung!

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    RoRezeptevor einem Jahr
    Kurzmeinung: ein echt bayerisches weiß-blaues Schmankerl und keine "Er & Sie finden Liebe auf den 1. Blick"-Geschichte
    ein echt bayerisches weiß-blaues Schmankerl

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues: ein echt bayerisches weiß-blaues Schmankerl und keine "Er & Sie finden Liebe auf den 1. Blick"-Geschichte.

    Die sympathische Lene ist im Liebes- und Männerchaos und das mit frisch gebackenen 30! Dem Leser stellt sich im Buch die zentrale Frage: Gibt es auf bayerisch kein "Ich liebe Dich" oder kann Lene einfach nur keine Liebe empfinden?

    Zu viele Angebote verwirren Lene: Zurück zum Ex? Was sich neckt das liebt sich? Der Reiz mit dem Chef? Liebe auf spanisch "Te amo"? Gleichgeschlechtliche Liebe? Selbst als Leser ist man verwirrt und weiß selbst nicht mehr wen man hier noch wählen soll.. Wobei es mir ja eigentlich schon klar war.. Aber was wusste ich schon was Lene wollte? ;) Aber wieso entfernt sich ihre beste Freundin Claudia und dann noch ihr liebster Papa von ihr?

    Ein persönliches Highlight für mich war die TV-Show "Duellanten am Herd" im Bergwald TV mit bayerischen Schmankerln, welche nicht nur amüsant beschrieben war, sondern auch Lene eine zusätzliche Idee für ihren Ratgeber gab:

    "mit Rezepten bayerischer Köstlichkeiten, mit denen man das Herz seines Traumpartners erobern konnte. [...] Schließlich ging Liebe auch in Bayern durch den Magen."

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues ist ein leichtes und humorvolles Buch. Der Tiefgang entpuppt sich am Ende, welches aber doch einen Tick ausführlicher hätte beschrieben werden können. Den Epilog find ich sehr abrupt und schaut mir zu weit in die Zukunft. Hier wird ein klassisches "Happy Ende" beschrieben und dem Leser weniger das "selbst ausmalen" gelassen. Eine Fortsetzung mit dem 2. Ratgeber kann ich mir an dieser Stelle weniger vorstellen, lasse mich aber gerne überraschen.

    Das Ergebnis lässt ein Schmunzeln zurück, denn:

    "Ganz egal, wie man es sagt, wichtig ist, dass der andere die Bedeutung kennt und man dieselbe Sprache spricht. [...]"

    Die Rezepte aus Liebesschmarrn und Erdbeerblues findet ihr hier: www.rorezepte.com

    https://rorezepte.com/liebesschmarrn-und-erdbeerblues-angelika-schwarzhuber

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    mysticcats avatar
    mysticcatvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Wortteil „Scharrn“ aus dem Titel fasst es für mich gut zusammen
    Fazit: Der Wortteil „Schmarrn“ aus dem Titel fasst es für mich gut zusammen.

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues von Angelika Schwarzhuber erschien 2012 als Taschenbuch im blanvale-Verlag und ist auch als Hörbuch erhältlich.

     

    Auffällig ist die Covergestaltung mit dem klassisch-bayrischen Schriftzug, der auch als Prägung nochmals hervorgehoben wurde. Durch die Abbildung Amors auf dem Cover ist unmissverständlich klar, um welche Art von Buch es sich handelt.

     

    Die grundsätzliche Idee der Protagonistin, die Worte „Ich liebe dich“ in der bayrischen Sprache aufzustöbern und daran zu scheitern, weil es eine exakte Übersetzung nicht gibt, hat mir gut gefallen.

    Allerdings kann ich mich nicht in die Protagonistin hineinversetzen und habe mich bei der Geschichte am ehesten mit dem bettlägrigen Hans identifizieren können, denn so ist es mir beim Lesen gegangen. Warten, was in der Geschichte kommt und die Hoffnung, dass ich die Mundwinkel bei einem Lächeln nach oben verziehe.

    Ich habe in der Hoffnung weitergelesen, dass noch etwas Spannendes passiert – und wurde belohnt. Mein Highlight war die Kochshow. Ansonsten hatte das Buch für mich nichts Besonderes zu bieten. Die Charaktere finde ich stereotyp, die Entwicklung fehlt mir in den flachen Charakteren und am Ende des Buches ist, wo vorher Streit und Verunsicherung war, überall Friede, Freude, Eierkuchen – und das nach 350 Seiten.

    Der Schreibstil ist locker, die Handlungsdichte hoch – und trotzdem passiert mit den Charakteren in meinen Augen nicht wirklich was. Ich kann die Liebe, Angst, Aufregung,… von der Protagonistin nicht spüren, da schwappt nichts über und das ist für mich das Wichtigste bei Büchern dieses Genres.

    Leider ist bei mir das Buch durchgefallen, hier habe ich leider eine andere Meinung als die meisten Leserinnen, die das Buch großartig fanden.

    Fazit: Der Wortteil „Schmarrn“ aus dem Titel fasst es für mich gut zusammen.

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    Traubenbaers avatar
    Traubenbaervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gutes Weglesebuch!
    Rezension zu "Liebesschmarrn und Erdbeerblues"

    "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" von Angelika Schwarzhuber (erschienen bei  Randomhouse) ist ein Liebesroman. Es geht hauptsächlich um Lene. Ihr Freund macht ihr ein Liebesgeständnis, ausgerechnet auf bayrisch. Das hört sich ziemlich eigenartig an, weswegen Lene letztendlich auch geht. Kurz danach bereut sie ihre Entscheidung. Um sich abzulenken und aus Neugier stürzt sie sich auf die Suche nach dem bayrischen Wort für "Liebe". Diese artet jedoch immer mehr aus.
    Die Suche nach den richtigen Worten ist manchmal nachdenklich, etwas traurig und oft witzig. Lene kommt dabei immer wieder in unvorhergesehene Situationen. Auch die Grundidee dahinter gefällt mir sehr gut. Besonders das philosophische Ende gefällt mir gut.
    Man kann dem Geschriebenen ohne große Mühe folgen. Es gibt zwar ein paar eher unrealistuschere Kapitel, aber die fügen sich trotzdem gut in die Geschichte.

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    Lesefeuers avatar
    Lesefeuervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein lockerer Liebesroman
    [Rezension] „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ von Angelika Schwarzhuber

    „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ ist ein Roman von Angelika Schwarzhuber und erschien 2012 im Blanvalet Verlag.

    Lene denkt, Michi ist ihr Traummann, bis er „I hob mi fei sakrisch in die valiabt“ sagt. Sie rennt weg und kommt zu dem Entschluss; Liebe auf Bayerisch gibt es nicht! Plötzlich wollen ihr nicht nur mehrere Männer das Gegenteil beweisen, sondern auch ein Sprachwissenschaftler. Das zieht die Presse an. Ernesto, der Spanier, sagt so schön „Te amo“ zu ihr und auch Michi, der zu ihr zurückwill, lässt sie nicht los. Aber was will Lene?

    Meine Meinung:
    Ich hatte mir schon lange vorgenommen, das Buch zu lesen und wurde nun auch nicht enttäuscht. Angelika Schwarzhuber versteht es mit ihrer leichten Schreibweise, dem Leser schöne Lesestunden zu bescheren. Ich musste oft herzhaft lachen. Das Buch hat kurze Kapitel, genau nach meinem Geschmack. Einige Dinge waren sehr vorhersehbar, aber das finde ich nicht allzu dramatisch. Wer einen schönen lockeren Liebesroman lesen will, dem sei dieses Buch absolut zu empfehlen. Ich freu mich nun auf den zweiten Toll dieser Reihe.

    Mit einem schönen farbenintensiven Cover sticht dieses Buch einfach hervor.

    Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie an der Dona und arbeitet auch als Drehbuchautoring für verschiedene Produktionsfirmen und Sender.

    Fazit: 4 Sterne. 

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    Kerryvor 3 Jahren
    Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung

    "I hob mi fei sakrisch in di valiabt!" - diese Worte sind es, die Lene, eigentlich glücklich liiert mit Anwalt Michael "Michi" Sommer, in die Flucht schlagen, wortwörtlich. Nach diesem Geständnis braucht Lene erst einmal eine Aussprache und zwar am besten mit ihrer Freundin Claudia. Tatsächlich steht schnell fest - es war das Liebesgeständnis an sich und überhaupt, abschließend sind sich die beiden einig: in der bayerischen Mundart gibt es keinen adäquaten Ausdruck für "Ich liebe dich".

    An sich wäre diese Feststellung sicherlich nicht so dramatisch, wenn Lene nicht ausgerechnet in der Anzeigenannahme einer Passauer Zeitung arbeiten würde und ihre Kolleginnen das Thema begeistert aufnehmen und darüber berichten. Dieser Artikel schlägt ungeahnte Wellen, gibt es doch so viele Bayern und keiner soll in der Lage sein in seinem eigenen Dialekt "Ich liebe dich" zu sagen - das kann doch wohl nicht sein, oder? Lene ist fest davon überzeugt und beschließt, sich intensiver mit dem Thema zu befassen und sogar ein Buch darüber zu schreiben.

    Dass sie sich mit dieser These nicht nur Freunde macht, ist Lene klar, doch dass sie sich damit einen Feind geschaffen hat, davon ahnt die junge Frau noch nichts. Karl Huber, Sprachwissenschaftler und eingefleischter Bayer, sieht ihre These als absolut lächerlich an und als die beiden aufeinandertreffen, knallt es so richtig. Beide sind fortan darum bemühte, ihre jeweiligen Behauptungen zu beweisen, wobei Lene immer wieder abgelenkt wird, denn plötzlich, so in den Augen der Öffentlichkeit, scharren sich die Männer um sie, sodass sie die Qual der Wahl hat. Ob einer von ihnen es schafft, ihr seine Liebe auf bayerisch zu gestehen?


    Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung! Der Plot wurde abwechslungsreich und mit einer schönen Prise Humor in Verbindung mit einer herrlichen Portion Vorurteile erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie Protagonistin Lene immer wieder auf Sprachwissenschaftler Karl Huber trifft und diese Aufeinandertreffen teils recht explosiv, aber auch immer sehr lustig (aus Lesersicht) ablaufen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Ich muss gestehen, mein Herz schlug bei diesem Buch nicht unbedingt für die Protagonistin, sondern eher für den nicht unsympathischen Sprachwissenschaftler Karl, der nicht bereit ist irgendwelche Argumente gegen die bayerische Mundart zu akzeptieren und diesem mit einer Vehemenz verteidigt, die man ihm auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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    Kerryvor 3 Jahren
    Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung

    "I hob mi fei sakrisch in di valiabt!" - diese Worte sind es, die Lene, eigentlich glücklich liiert mit Anwalt Michael "Michi" Sommer, in die Flucht schlagen, wortwörtlich. Nach diesem Geständnis braucht Lene erst einmal eine Aussprache und zwar am besten mit ihrer Freundin Claudia. Tatsächlich steht schnell fest - es war das Liebesgeständnis an sich und überhaupt, abschließend sind sich die beiden einig: in der bayerischen Mundart gibt es keinen adäquaten Ausdruck für "Ich liebe dich".

    An sich wäre diese Feststellung sicherlich nicht so dramatisch, wenn Lene nicht ausgerechnet in der Anzeigenannahme einer Passauer Zeitung arbeiten würde und ihre Kolleginnen das Thema begeistert aufnehmen und darüber berichten. Dieser Artikel schlägt ungeahnte Wellen, gibt es doch so viele Bayern und keiner soll in der Lage sein in seinem eigenen Dialekt "Ich liebe dich" zu sagen - das kann doch wohl nicht sein, oder? Lene ist fest davon überzeugt und beschließt, sich intensiver mit dem Thema zu befassen und sogar ein Buch darüber zu schreiben.

    Dass sie sich mit dieser These nicht nur Freunde macht, ist Lene klar, doch dass sie sich damit einen Feind geschaffen hat, davon ahnt die junge Frau noch nichts. Karl Huber, Sprachwissenschaftler und eingefleischter Bayer, sieht ihre These als absolut lächerlich an und als die beiden aufeinandertreffen, knallt es so richtig. Beide sind fortan darum bemühte, ihre jeweiligen Behauptungen zu beweisen, wobei Lene immer wieder abgelenkt wird, denn plötzlich, so in den Augen der Öffentlichkeit, scharren sich die Männer um sie, sodass sie die Qual der Wahl hat. Ob einer von ihnen es schafft, ihr seine Liebe auf bayerisch zu gestehen?


    Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung! Der Plot wurde abwechslungsreich und mit einer schönen Prise Humor in Verbindung mit einer herrlichen Portion Vorurteile erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie Protagonistin Lene immer wieder auf Sprachwissenschaftler Karl Huber trifft und diese Aufeinandertreffen teils recht explosiv, aber auch immer sehr lustig (aus Lesersicht) ablaufen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Ich muss gestehen, mein Herz schlug bei diesem Buch nicht unbedingt für die Protagonistin, sondern eher für den nicht unsympathischen Sprachwissenschaftler Karl, der nicht bereit ist irgendwelche Argumente gegen die bayerische Mundart zu akzeptieren und diesem mit einer Vehemenz verteidigt, die man ihm auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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    Kerryvor 3 Jahren
    Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung

    "I hob mi fei sakrisch in di valiabt!" - diese Worte sind es, die Lene, eigentlich glücklich liiert mit Anwalt Michael "Michi" Sommer, in die Flucht schlagen, wortwörtlich. Nach diesem Geständnis braucht Lene erst einmal eine Aussprache und zwar am besten mit ihrer Freundin Claudia. Tatsächlich steht schnell fest - es war das Liebesgeständnis an sich und überhaupt, abschließend sind sich die beiden einig: in der bayerischen Mundart gibt es keinen adäquaten Ausdruck für "Ich liebe dich".

    An sich wäre diese Feststellung sicherlich nicht so dramatisch, wenn Lene nicht ausgerechnet in der Anzeigenannahme einer Passauer Zeitung arbeiten würde und ihre Kolleginnen das Thema begeistert aufnehmen und darüber berichten. Dieser Artikel schlägt ungeahnte Wellen, gibt es doch so viele Bayern und keiner soll in der Lage sein in seinem eigenen Dialekt "Ich liebe dich" zu sagen - das kann doch wohl nicht sein, oder? Lene ist fest davon überzeugt und beschließt, sich intensiver mit dem Thema zu befassen und sogar ein Buch darüber zu schreiben.

    Dass sie sich mit dieser These nicht nur Freunde macht, ist Lene klar, doch dass sie sich damit einen Feind geschaffen hat, davon ahnt die junge Frau noch nichts. Karl Huber, Sprachwissenschaftler und eingefleischter Bayer, sieht ihre These als absolut lächerlich an und als die beiden aufeinandertreffen, knallt es so richtig. Beide sind fortan darum bemühte, ihre jeweiligen Behauptungen zu beweisen, wobei Lene immer wieder abgelenkt wird, denn plötzlich, so in den Augen der Öffentlichkeit, scharren sich die Männer um sie, sodass sie die Qual der Wahl hat. Ob einer von ihnen es schafft, ihr seine Liebe auf bayerisch zu gestehen?


    Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung! Der Plot wurde abwechslungsreich und mit einer schönen Prise Humor in Verbindung mit einer herrlichen Portion Vorurteile erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie Protagonistin Lene immer wieder auf Sprachwissenschaftler Karl Huber trifft und diese Aufeinandertreffen teils recht explosiv, aber auch immer sehr lustig (aus Lesersicht) ablaufen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Ich muss gestehen, mein Herz schlug bei diesem Buch nicht unbedingt für die Protagonistin, sondern eher für den nicht unsympathischen Sprachwissenschaftler Karl, der nicht bereit ist irgendwelche Argumente gegen die bayerische Mundart zu akzeptieren und diesem mit einer Vehemenz verteidigt, die man ihm auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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    Kerryvor 3 Jahren
    Vorgeschichte zu "Liebesschmarrn und Erdbeerblues"

    Lene ist 26 und lebt zusammen mit ihrem Vater auf einem Bio-Bauernhof, arbeitet allerdings bei der Anzeigenannahme einer Passauer Zeitung. Eigentlich ist Lene gut organisiert - eigentlich, denn als ein Kunde persönlich in die Anzeigennahme kommt, nimmt das Chaos seinen Lauf. Erst einmal ist es sehr ungewöhnlich in der heutigen Zeit, dass Kunden noch direkt vor Ort ihre Anzeige aufgeben wollen und zum anderen ist der Kerl einfach nur göttlich - Kunststück, dass Lenes Aufmerksamkeitsspanne verdammt ins Wanken kommt.

    Anwalt Michael "Michi" Sommer sucht via Inserat eine neue Vorzimmerdame. Was ihm natürlich in der Anzeigenannahme sofort ins Auge fällt ist natürlich Lene bzw. deren großer Vorbau. Nichtsdestoweniger gibt er ihr die benötigten Daten und den Text - doch Lene ist so irritiert, dass sie die Telefonnummer für das Inserat nicht auf dem Anzeigenblatt notiert, sondern auf einem anderen.

    Schlussendlich wird das Inserat veröffentlicht - und das Chaos bricht los, denn Lene hat versehentlich die Telefonnummern zweier Inserate verwechselt - die von Anwalt Michi mit einem Saunaclub-Betreiber, der neue Mitarbeiterinnen für eine horizontale Tätigkeit suchte. Nun ist guter Rat teuer und Lene hat einiges zu tun, um das von ihr angerichtete Chaos wieder gerade zu biegen - aber das ist ja auch eine Chance, den charmanten Anwalt wiederzusehen ...


    Vorgeschichte zu "Liebesschmarrn und Erdbeerblues"! Der Plot wurde abwechslungsreich und sehr humorvoll erarbeitet. Die Figuren wurden authentisch angelegt - besonders sympathisch war mir die Figur der Lene, die trotz ihres Fauxpas ihren Mut zusammennimmt und versucht, diese überaus peinliche Angelegenheit zu bereinigen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen.

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    Katis-Buecherwelts avatar
    Katis-Buecherweltvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" ist ein humorvoller und reginalromantischer Roman, der den Leser bestens unterhält.
    Rezension: Liebesschmarrn und Erdbeerblues - Angelika Schwarzhuber

    Klappentext:
    Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«? Michi ist ihr Traummann bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht! Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene? Der Regionalkrimi war gestern - Regionalromantik ist heute!

    Zum Buch:
    Das Buchcover ist ein richtiger Hingucker. Die altdeutsche Schriftart und der Titel gibt dem Leser auf Anhieb den Hinweis: "Hier handelt es sich um einen bayrischen Roman". Die Oberfläche der Kartonage fühlt sich im blauen Bereich etwas angeraut an. Der weiße Außenrand ist glatt und glänzend hervorgehoben. Im Inneren der Klappbroschüre ist im vorderen und hinteren Buchbereich eine Vokabelliste (Hochdeutsch - Bairisch) aufgelistet. Diese Liste hat mir sehr weitergeholfen und mich zudem sehr amüsiert. Einige Rezepte die in der Geschichte erscheinen sind am Ende des Buches abgedruckt. Natürlich freue ich mich aufs Nachkochen.

    Erster Satz:
    "Wenn du jetzt gehst" ... Mehr hörte ich nicht mehr."

    Meine Meinung:
    Dies ist der Debütroman der Autorin Angelika Schwarzhuber, in dem sie den Leser in eine regionalromantische Geschichte führt.

    Mit sehr hohen Erwartungen bin ich an dieses Buch heran gegangen. Ich wurde nicht enttäuscht, aber es gab einige kleinere Schwachstellen.
     
    Vorab habe ich die Vorgeschichte im eBook-Format gelesen und stellte da schon ein paar kleinere Abweichungen fest, bezüglich auf einigen Situationen wie z.B. dem Treffen von Lene & Michi im Büro. Dies fand ich sehr unstimmig und somit stürzte mein vorherige Szenenbild ein. 

    Der Plot gefiel mir sehr gut. Lene, die auf der Suche ist nach dem einen Satz in bayerisch für "Ich liebe dich" und selbst auf der Suche nach der wirklichen Liebe ist. Die Protagonistin Lene konnte ich bereits im eBook etwas kennenlernen und es hat sich hier im Buch auch bestätigt: "Lene ist einfach total ungeschickt und naiv". Aber genau das fand ich an ihr total liebenswert und vor allem humorvoll. Lene rutscht aber auch regelrecht in wirklich viele heikle und lustige Situationen.

    Es gab allerdings auch Momente in denen ich dachte: "Mensch Lene, muss das jetzt sein? Hast du denn gar keine Würde mehr?" oder "Wach endlich auf!"

    Ab Seite 107 hatte ich bereits eine Vorahnung in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln wird. Und es traf auch so ein. Den Verlauf der Geschichte empfand ich als sehr angenehm. Jedoch fehlte mir die gewisse Spannung. Ich hatte beim Lesen zwar das Gefühl, „ich möchte wissen was Lene noch so anstellt und ob sie ihre bayrische Liebe findet“. Dennoch blieb ein richtiges Spannungsgefühl für mich aus.

    Sehr angetan war ich von den bayrischen Dialogen, die mich sofort in diese Mentalität hineinversetzt haben.

    Das Ende der Geschichte ist in sich abgeschlossen und ließ ein Lächeln auf meinem Gesicht zurück. Ich bin sehr auf das zweite Buch von Angelika Schwarzhuber "Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück" gespannt, in dem Lene‘s Leben weiterhin als eine Nebenrolle auftauchen wird.

    Fazit:
    "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" ist ein humorvoller und reginalromantischer Roman, der den Leser bestens unterhält. Mit viel Witz und Romantik führt Angelika Schwarzhuber uns auf eine turbulente Suche nach dem einen Satz, der zur richtigen Zeit, in der richtigen Art & Weise und am richtigen Ort ausgesprochen wird.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Alina-Ks avatar
    „Je t’aime“. „Ti amo“. „Te quiero“. „Ich liebe dich“ klingt eigentlich in jeder Sprache toll – aber wie steht es da mit dem Bairischen?

    Diese Frage stellt sich Lene, die Protagonistin aus Angelika Schwarzhubers Debütroman „Liebesschmarrn und Erdbeerblues. „I hob mi fei sakrisch in di valiabt“ sagt Lenes Freund Michi zu ihr – und schlägt sie damit gleich zweimal in die Flucht. 

    Mehr zum Inhalt:
    Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«?
    Michi ist ihr Traummann – bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht!
    Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene?

    Hörprobe zum Buch

    Wer erobert letztendlich Lenes Herz? Gibt es die Liebe auf Bairisch tatsächlich nicht? Wenn ihr die Antwort auf diese Fragen herausfinden möchtet und Lust habt, euch mit anderen Lesern auszutauschen sowie eine Rezension zu schreiben, dann werdet jetzt Testleser! Gemeinsam mit dem Blanvalet Verlag verlosen wir 25 Exemplare von „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“.

    Als besonderes „Schmankerl“ begleitet die Autorin Angelika Schwarzhuber die Leserunde, sie beantwortet eure Fragen und versorgt euch mit Hintergrundinformationen zu ihrem Buch.

    Hier findet ihr außerdem ein Special mit Rezepten, einem bairischen Wörterbuch sowie einem Interview mit der Autorin. 

    Bewerben könnt ihr euch ganz einfach bis zum 22. Juli indem ihr folgende Frage beantwortet:

    Was ist die schönste Liebeserklärung, die ihr bisher gehört habt – im Film, von Freunden oder vielleicht von eurem Liebsten? Oder: welche Liebeserklärung würdet ihr euch wünschen?

    Viel Glück bei der Bewerbung und viel Spaß in der Leserunde!
    Zur Leserunde

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