Adrian oder: Die unzählbaren Dinge

von Angelika Stallhofer 
3,3 Sterne bei7 Bewertungen
Adrian oder: Die unzählbaren Dinge
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Positiv (3):
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Ein literarisch anspruchsvolles Werk, das herausfordert und nicht mehr loslässt.

Kritisch (3):
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Ein Roman, der mich leider sehr ratlos zurück gelassen hat.

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Inhaltsangabe zu "Adrian oder: Die unzählbaren Dinge"

Adrian Keller ist Werbetexter und arbeitet für große Unternehmen. Er schreibt Produkte zum Erfolg. Seine Protagonisten sind Autos, Sportschuhe oder Uhren – und unfehlbar. Anna Liebmann, seine Lebensgefährtin, ist Schriftstellerin und erobert sich die Welt durch Worte. Adrian bewundert sie für ihren kritischen Geist und ihren Mut zur Freiheit, doch er sitzt in seinem bürgerlichen Leben fest: Das Pflegeheim seines Vaters ist zu bezahlen und die Projekte werden immer aufwendiger. Als er den Auftrag eines Immobilienmoguls annimmt, wird aus seiner Werbefigur Max Beier der Protagonist
einer Kampagne für sicheres Wohnen. Adrian zieht in ein neu gebautes „Smart Home“ und seine Figur entwickelt allmählich ein Eigenleben.
In einer Welt der Verrohung, geprägt von Macht und Überwachung, arrangiert Angelika Stallhofer ihre Figuren und Worte wie ein Blumenbouquet – kraftvoll und strahlend. Eine Hommage an die stärkste aller Waffen: die Literatur.

"Wir stehen auf den Schultern von Riesen und kauern doch wie Mäuse darauf – so klein und grau und ängstlich, als säßen im Himmel um uns tausend Katzen."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783218011242
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum:01.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    rewarenivor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Roman, der mich leider sehr ratlos zurück gelassen hat.
    Das überwachte Haus

    Der Werbetexter, Adrian Keller, arbeitet für große Unternehmen. Produkte, über die er schreibt sind Uhren, Autos oder Sportschuhe. Eines Tages erhält er ein ungewöhnliches und interessantes Angebot: er soll in ein ,, Smart Haus´´einziehen, in dem alles überwacht und digitalisiert ist. Da seine Freundin Anna, die Schriftstellerin ist und ihre Unbekümmertheit und Freiheit einfach nur mit Worten ausdrücken kann, anderweitig beschäftigt ist, willigt Adrian dem Experiment ein. Doch bald merkt er, dass er im Haus nicht alleine ist, denn seine Werbefigur ,, Max Baier´´ ist mit eingezogen. So erlebt Adrian die kommenden Tage mit seiner Fantasiegestalt und immer mehr stellt sich ihm die Frage, ob dieses überwachte Haus wirklich Sicherheit und Wohlbefinden vermittelt. Aber auch die Gedanken an seinem Vater im Pflegeheim und die seltener gewordnen SMS von Anna machen ihm zu schaffen und Max Baier ist auch kein angenehmer Mitbewohner.

     

    Manchmal gibt es Bücher, bei denen kein Funke überspringt und so war es hier bei dem Roman ,, Adrian oder : Die unzählbaren Dinge von Angelika Stallhofer.

    Die Autorin hat zwar eine bildgewaltige und literarisch angehauchte Schreibweise, aber die Geschichte an sich und speziell die Handlungsabfolge ist mir ein Rätsel geblieben.

     

    In der Ich - Form geschrieben erzählt Adrian seine Geschichte, wo er immer wieder von früher von seinem Vater oder von seiner Freundin Anna berichtet. Dann befindet man sich wieder im Smart Haus, wo Max Baier wie ein Schatten Adrian folgt und scheinbar ein Eigenleben entwickelt. Es ist mir zu keiner Zeit gelungen so etwas wie eine Beziehung zu irgendeiner Figur herzustellen oder jemanden sympathisch zu finden. Anna kommuniziert meistens über SMS mit Adrian, ihren Studenten möchte sie die Literatur und den Mut selbst etwas zu verfassen dahingehend näher zu bringen, in dem sie ein Buch zerschneiden und somit zu zerstören? Es tauchen immer wieder Figuren auf, die kurz erscheinen und dann wieder weg sind ohne, dass es mir klar war welchen Sinn ihr Erscheinen hatte.

     

    Das dargestellte ,,Smart Haus´´ hat bei mir einen etwas beängstigenden Eindruck hinterlassen, wo es der Autorin wahrscheinlich darum gegangen ist, dass man als Leser darüber nachdenkt was es bedeutet in einer überwachten und voll digitalisierten Wohnung zu leben. Will man wirklich, dass die Waage einen Diätplan erstellt, dass Kameras jeden meiner Schritte überwachen oder dass man über eine Smart Watch jeden Handgriff im Haus steuern kann? Diese Gedankengänge waren das einzige, das interessant war. Ansonsten muss ich leider sagen, dass sich der Roman von Beginn bis zum Ende hin gezogen hat und ich weder mit den Protagonisten noch mit der Handlung warm werden konnte.


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    Frollein_von_Kunterbunts avatar
    Frollein_von_Kunterbuntvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Sprachlich hervorragend, inhaltlich ohne roten Faden
    Sprachlich hervorragend, inhaltlich ohne roten Faden

    „Adrian oder: Die unzählbaren Dinge“ ist ein Buch, das mich ein wenig ratlos zurück gelassen hat. Neben glanzvollen, poetischen Passagen gab es auch Seiten, die nur mit Banalität glänzten. Bestückt ist dieser wechselseitige Reigen zudem mit einem Ende, welches nicht zur Geschichte zu passen scheint und mich völlig ratlos zurück gelassen hat. Aber man soll Pferde nicht von hinten aufzäumen, daher von Anfang an... 


    Klappentext

    Adrian Keller ist Werbetexter und arbeitet für große Unternehmen. Er schreibt Produkte zum Erfolg. Seine Protagonisten sind Autos, Sportschuhe oder Uhren – und unfehlbar. Anna Liebmann, seine Lebensgefährtin, ist Schriftstellerin und erobert sich die Welt durch Worte. Adrian bewundert sie für ihren kritischen Geist und ihren Mut zur Freiheit, doch er sitzt in seinem bürgerlichen Leben fest: Das Pflegeheim seines Vaters ist zu bezahlen und die Projekte werden immer aufwendiger. Als er den Auftrag eines Immobilienmoguls annimmt, wird aus seiner Werbefigur Max Beier der Protagonist
    einer Kampagne für sicheres Wohnen. Adrian zieht in ein neu gebautes „Smart Home“ und seine Figur entwickelt allmählich ein Eigenleben. 
    In einer Welt der Verrohung, geprägt von Macht und Überwachung, arrangiert Angelika Stallhofer ihre Figuren und Worte wie ein Blumenbouquet – kraftvoll und strahlend. Eine Hommage an die stärkste aller Waffen: die Literatur. 


    Adrian und Anna, zwei wie Pech und Schwefel, aber auch wie Wasser und Öl. Man merkt beim Lesen deutlich die Liebe, die die beiden verbindet, aber auch die markanten Unterschiede. Adrian ist ein Tagträumer. Seine Geschichte ist durchzogen mit Traumepisoden aus seiner Vergangenheit und banalen Gedankenfetzen an Alltagserledigungen und „Was wäre wenn“s. Anna wiederum ist klug, talentiert, spricht durch ihre poetischen Fragmente und nimmt das Leben, wie es kommt.

    Was kommt, ist Max Beier – die Werbefigur, die Adrian erschaffen hat und an der er nun fortlaufend für das Projekt arbeiten soll. Dazu zieht er für eine Woche in eines der SmartHomes, welches Max Beier bewerben soll, um herauszufinden, wie Beier sich dort verhalten und was genau er tun würde. Es beginnt ein Rätsel zwischen Wahn und Wirklichkeit, denn die Grenzen zwischen Adrian und seiner erfunden Werbefigur verschwimmen. Es ist unklar, wer die Oberhand hat und wer verantwortlich für bestimmte Handlungen ist. Unklar bleibt aber auch, warum es dieses Wechselspiel zwischen diesen beiden gibt. Liegt es am intelligenten Zuhause? Soll dieses Wechselspiel eine Kritik an modernen SmartDevices sein? Verschwimmt die Unterscheidung zwischen Autor und Autorenprodukt durch die Abschottung vom eigenen Zuhause und der literaturliebenden Freundin? So spannend die Idee hinter dieser Geschichte auch ist, so dürftig ist leider die Umsetzung. Eine Kritik tritt nicht deutlich zu Tage, die Gefühlswelt des Protagonisten leidet an fehlender Dramatik und Feinsinn in der Unterscheidung zur Werbefigur.


    Leider trifft als das auch auf das Ende zu, denn mir ist auch mit einigen Tagen Abstand nicht bewusst, was es mir sagen soll. Sobald Adrian zurück kommt fehlt es nicht nur an Anna, die auf ominöse Weise nicht mehr in direkter Art und Weise in der Geschichte vorkommt, sondern auch an Verbindungen zum Rest der vorhergehenden Handlung und einem ersichtlichen roten Faden. 


    Positiv zu Gute halten muss man jedoch, dass die Autorin ein unfassbares Sprachtalent ist. Die Geschichte strotzt vor starker Symbolik und gut formulierten, sehr bildhaften Sätzen. Leider geht, für mich, darüber hinaus die Handlung verloren. 

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    verruecktnachbuecherns avatar
    verruecktnachbuechernvor 20 Tagen
    Nichts für mich

    Als Werbetexter erschafft Adrian Keller seine Figur Max Beier. Um auf kreative Ideen für einen Werbefilm zu kommen, lässt Adrian sich auf ein Abenteuer ein.
    Abgeschottet von der Außenwelt entwickelt Beier ein eigen Leben.

    Erzählt wird die Geschichte von Adrian mithilfe der Ich-Perspektive. Adrians Freundin ist Autorin und sie erobert sich die Welt mit Worten. Sie weiß, dass Wörter mächtig sind.

    Die Gedanken hinter diesem Buch sind brandaktuell. Es geht um die Vernetzung, das Offen legen von Privaten. Alles muss miteinander vernetzt sein. Das Haus überwacht Adrian und es bestimmt in vielen Teilen auch über ihn.

    Sosehr mir die Grundgedanken des Buches auch gefallen, mit dem Schreibstil kam ich nicht klar. Mir ist es nicht gelungen Zugang zu der Geschichte zu finden. Das Poetische kam bei mir nicht an und die Protagonisten blieben blass. 

    Von mir gibt es dieses mal keine Leseempfehlung.

    Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

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    seschats avatar
    seschatvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Ein literarisch anspruchsvolles Werk, das herausfordert und nicht mehr loslässt.
    Literarische Glanzleistung

    Ehrlich gesagt, hat es etwas gedauert, mit dem Text warm zu werden. Doch dies hat sich gelohnt. Denn die Geschichte ist hoch aktuell wie brisant. 


    Worum geht's?
    Der Wiener Werbetexter Adrian Keller erschafft im Auftrag seiner Firma die Werbefigur Max Beier. Dieser ist der geborene Karrierist und ein Digital Native. Dementsprechend gibt es für ihn nur ein Leitmotiv, nämlich höher, schneller, weiter. Adrian überblickt die Wirkmacht dieser Kampagnenfigur auf sein eigenes, fast schon spießiges Leben anfangs nicht. Und so lässt er sich auf das Abenteuer ein, sieben Tage, abgeschottet von der Außenwelt, in einem Smart Home zu verbringen, um sich dort für neue Werbefilme mit Max Beier inspirieren zu lassen. Ein waghalsiges Unterfangen, dass Adrian bald mit seiner eigenen Identität hadern lässt.

    Meinung
    Angelika Stallhofers Prosawerk "Adrian oder die unzählbaren Dinge" bietet dem literarisch feinsinnigen Leser allerhand Grund zur Freude. Denn einerseits ist die Sprache reich an poetischen Bildern sowie Metaphern und andererseits wechselt die Szenerie kontinuierlich. Auf den insgesamt 192 Buchseiten wird kaleidoskopartig auf Adrians Leben geschaut. Der Ich-Erzähler und Hauptprotagonist ist ein fleißiger Charakter, der seine Freundin Anna für ihre Fabulierkunst bewundert. Die Schriftstellerin kämpft wie er täglich ums richtige Wort. Doch gemeinsame Zeit ist rar gesät und beschränkt sich nur auf wenige Stunden bzw. Chats. Zudem muss sich Adrian auch noch um seinen ungeliebten Vater kümmern, dessen Heimkosten er bezahlt. Kurzum, Adrians Leben ist festgefahren. Die Figur Max Beier und die anschließende Einsiedelei im Smart Home bietet ihm ungeahnte Möglichkeiten zu sich selbst zu finden. Doch wer ist Adrian Keller wirklich? Was folgt, ist ein Verwirrspiel aus Realität und Illusion, dem Adrian auf der Stelle erliegt. Denn der vermeintliche Freund kann sich später auch als windiger Spion entpuppen. 

    Mich hat vor allem die Stärke der Sprache, die in diesem Roman wie eine Waffe gebraucht wird (vgl. Kurt Tucholsky), beeindruckt. Stallhofers literarische Kennerschaft und ihre poetische Ader mochte ich auf Anhieb. Obgleich ich mit dem Plot zu Beginn zu kämpfen hatte, nahm er mich gefangen und führte dazu, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Dies lag auch an der aktuellen Thematik. Denn die negativen Auswirkungen der digitalen Medien auf unser selbstbestimmtes Leben sind m. E. nicht zu unterschätzen. Wer sich willfährig alles nur noch von Computern abnehmen lässt, der wird weichgespült und der eigenen Handlungsmacht beraubt (s. Adrian). Dementsprechend verstehe ich diese z. T. recht surreale Lektüre als Warnung für das eigene Leben. Darüber hinaus fand ich die Einbindung des Covers - Botticellis "Frühling" in Puzzleform - in die Handlung sehr gelungen und reizvoll. Alles in allem hat Stallhofer nicht nur damit guten Geschmack bewiesen.

    Fazit
    Ein literarisch anspruchsvolles Werk, das herausfordert und nicht mehr loslässt. 

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    ulrikerabevor einem Monat
    Kurzmeinung: "Nur wenn Worte richtig brennen, entzündet sich die Fantasie". Für mich eher ein Burnout, warm wurde ich nicht mit diesem Buch.
    Die neue Häuslichkeit

    Adrian Keller ist Werbetexter. Das Geld ist knapp seit der Vater im Pflegeheim ist. Auch mit seiner Lebensgefährtin, der Literaturprofessorin und Schriftstellerin Anna läuft gerade alles nicht ganz harmonisch. So folgt er dem Auftrag eine Werbefigur für Smart Homes zu schaffen und als Pionier ein solches Haus Probe zu wohnen. Max Beier, seine Kreation beginnt aber ein seltsames Eigenleben zu entwickeln.

    Adrian oder Die unzählbaren Dinge geht mit der neuen Häuslichkeit scharf ins Gericht. War das erste Biedermeier noch ein Rückzug von allem politischen, das Zuwenden in ein privates Leben ohne Einflussnahme von außen, ist in unserer überdigitalisierten Welt alles nur mehr eine Frage von  Likes and Shares. Das Private wird nach außen gestülpt, die Intimität des Heims aufgegeben, Bewegung, Ernährung, soziale Kontakte werden vernetzt und überwacht. Clever und smart, überwacht ausgeliefert. Für Adrian ist der Einzug in das vollautomatische Haus wie ein Rückzug in den Mutterleib, trägt auch das neue Zuhause den Namen der Mutter. Angekoppelt an eine virtuelle Nabelschnur lebt er davon, was ihm das Haus bereitstellt und zubilligt.

    Aber das Buch ist auch ein Plädoyer für die Macht der Worte, für die Kraft der Literatur. „Nur wenn Worte richtig brennen, entzündet sich die Fantasie“, lässt die Autorin Anna sagen. Da wäre ich gerne dabei.

    Mochte ich zu Anfang noch die Denkweise Annas über die Zeit und das Schreiben, überforderte mich aber gleich einem Burnout die Brachialmetaphorik der Sprache in diesem Buch immer mehr. Ich mag es, wenn Sprache leichtfüßig kommt. Allzu überbordende bildhafte Sprache ist mir – zumindest in Prosatexten -  nicht sympathisch. Doch hier schien mir alles so konstruiert, durchdesignt, künstlich statt kunstvoll. Das konnte das tatsächlich künstlerisch gestaltete Cover leider nicht wettmachen. Meine Fantasie ließ sich an diesem Buch leider nicht entzünden.

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnliches Buch mit den literarischen Einschüben. Nachdenklich machend, anspruchsvoll mit einer wundervollen Sprache
    Es macht doch nachdenklich dieses Buch- wieviel Kontrolle geben wir von unserem Leben ab?

    Adrian. Brian. Ein „intelligentes Haus“, Anna. Ein Werbetexter namens Adrian, der ein Haus testen soll, ein Haus, das komplett mit einer Art Uhr gesteuert wird und alles überwacht. Brian, seine Figur, die zu dem Bewohner des Hauses werden soll- eine Art Werbefigur des Hauses. Seine Freundin Anna, eine Schriftstellerin. Das Buch erzählt ihre Geschichte.
    Adrian, der Ich-Erzähler reißt den Leser mitten im Lesen mit in seine Gedankenwelt, seine Tagträume aus seiner Vergangenheit- das ist speziell und braucht die volle Aufmerksamkeit des Lesers.
    Ich habe mir zu Beginn eine Art Personenverzeichnis erstellt, mir das schon geholfen, denn das Buch verlangt die volle Aufmerksamkeit seines Lesers.
    Da springen plötzlich mitten im Geschehen die Gedanken des Ich-Erzählers hin und her und es fließen Gedanken, Erinnerungen ein und da muss man als Leser schnell auch ein wenig umdenken, weil es nicht extra gekennzeichnet. Das vermittelt aber auch das Gefühl, ein wenig in diese Figur einzutauchen. Man ist als Leser mitten drin, hautnah dabei.
    Schön fand ich die Gedanken an Bücher, auch die Gedanken über Bücher. Aber auch das Darstellen des Medienverhalten, die Beeinflussung von Zeitungen – es zeigt einem Leser noch einmal, wie schnell Meinungen entstehen können. Aber auch die Kontrolle, die Überwachung, das immer Erfassen von Daten ist Thema im Buch.
    Mir hat auch gefallen, dass die literarische Figur von Adrian immer mehr in seinem Leben auftaucht und Raum einnimmt. Andere Figuren wie seine Freundin, definieren sich ein wenig durch Texte, sie schreibt viel, er zitiert ihre Texte, erzählt von ihrer Arbeit- sie wird nur durch ihn beschrieben.
    Das Haus- ein Haus mit Geräten, Kameras, es überwacht, interpretiert, nimmt Teil an Adrians Leben, der es zur Probe bewohnt und irgendwie hatte ich das Gefühl auch er gerät in diesen Bann.
    Es macht doch nachdenklich dieses Buch- wieviel Kontrolle geben wir von unserem Leben ab?
    Sehr gut gefallen hat mir auch das hinten im Buch zu findendem Literaturverzeichnis der im Buch angesprochenen Werke.
    Sehr gelungen finde ich das tolle Cover und auch die Innengestaltung des Buches mit einer Art goldfarbenen Seite und dem farblich abgestimmten Lesebändchen- das ist schon ein Hingucker im Buchregal.
    Ich kann mir vorstellen, dass das Buch die Leser spalten kann. Ich glaube, dass ist so ein Buch, das mag man oder man fühlt sich ein wenig überfordert damit.
    Mir hat auch die Sprache sehr gefallen. Wunderschöne Sätze, Beschreibungen. Es ist ein sehr anspruchsvolles Buch. Es will volle Aufmerksamkeit.
    Ich denke, es lohnt auf jeden Fall sich darauf einzulassen, genau zu lesen und dann merkt man auch schnell, wie man drin ist in der Geschichte.

    Ein ungewöhnliches Buch mit einer sehr guten Mischung mit den literarischen Einschüben, der Figur und diesen Dingen, die den Leser nachdenklich machen.
    Es macht doch nachdenklich dieses Buch- wieviel Kontrolle geben wir von unserem Leben ab?

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 3 Tagen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
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    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar
    Autoren oder Titel-Cover"Wir stehen auf den Schultern von Riesen und kauern doch wie Mäuse darauf – so klein und grau und ängstlich, als säßen im Himmel um uns tausend Katzen."


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    In einer Welt der Verrohung, geprägt von Macht und Überwachung, arrangiert Angelika Stallhofer ihre Figuren und Worte wie ein Blumenbouquet – kraftvoll und strahlend. Eine Hommage an die stärkste aller Waffen: die Literatur.

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    Angelika Stallhofer,
    1983 in Villach geboren, aufgewachsen in Seeboden, lebt in Wien. Studium der Publizistik in Wien und Hamburg und Absolventin des Instituts für Narrative Kunst Niederösterreich. Veröffentlichte Prosa und Lyrik in Literaturzeitschriften und Anthologien. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. Gewinnerin des Ö1-Literaturwettbewerbs „Geld und Gier“, Start- Stipendium für Literatur des Bundeskanzleramts Österreich 2014 und 2016.

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    Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

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    Simi159s avatar
    Letzter Beitrag von  Simi159vor 3 Tagen
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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 2 Monaten
    Die Literatur als Waffe - klingt beängstigend & einnehmend zugleich.
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