Ich komme mit

von Angelika Waldis 
4,2 Sterne bei49 Bewertungen
Ich komme mit
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Positiv (40):
S

Berührender tiefsinniger Roman

Kritisch (3):
M

Vorhersehbare Geschichte, anstrengender Sprachstil und übermäßig philosophischer Inhalt.

Alle 49 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ich komme mit"

»Das Leben ist ein Geschenk. Man kann's nur einmal auspacken.«

Wie die alte Vita und der kranke Lazy über das Leben philosophieren und dabei zu Freunden werden.

Seit 42 Jahren wohnt Vita Maier in dem Haus in der Torstraße 6. Als junge Mutter ist sie hier eingezogen. Doch längst ist der Sohn aus dem Haus, der Mann unter der Erde. Für ihren Nachbarn, den Studenten Lazy, ist Vita die Alte von oben, denn für Lazy gibt es nur seine Freundin Elsie. Doch so plötzlich, wie die Liebe kam, und ebenso heftig, kommt die Krankheit. Sie verscheucht Elsie und die Zukunft. Im Treppenhaus liest Vita einen mageren, erschöpften Lazy auf und nimmt ihn zu sich, um ihn mit Wurstbroten aufzupäppeln. Eine ungewöhnliche, lustige und seltsam innige Freundschaft entsteht. Dann kommt der Tag, an dem ein neues Blutbild die Zuversicht kaputt macht. »Ich steige aus«, sagt Lazy. »Ich komme mit«, sagt Vita. Und so begeben sich zwei Lebensmüde auf eine verrückte letzte Reise.
Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen. (Gilt nur für die gebundene Ausgabe.)Weitere berührende Wunderraum-Geschichten finden Sie in unserem kostenlosen aktuellen Leseproben-E-Book „Angekommen im Wunderraum“ sowie unter www.wunderraum-verlag.de.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783336547975
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Wunderraum
Erscheinungsdatum:27.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    sternenstaubhhvor einem Tag
    Kurzmeinung: Berührender tiefsinniger Roman
    Berührender tiefsinniger Roman

    Der Roman "Ich komme mt" von der Autorin Angelika Waldis handelt von einem eher ungewöhnlichen "Paar": der alten Vita und dem Studenten Lazy. Beide wohnen im gleichen Haus und kennen sich vom Sehen. Als sie eines Tages ins Gespräch kommen und dabei ihre beiden Leben sch verändern. Zwischen ihnen kommt es zu einer tiefen Freundschaft, die auch den Leser nicht unberührt lässt. Der Schreibstil der Autorin zeichnet sich durch seine besonders zarte und philosophische Art aus. Angenehme Lesestunden sind bei diesem Buch garantiert. Die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten ist so bezaubernd wie berührend. Lernt man doch viel von Vitas Vergangenheit kennen und wie sie versucht mit dem ein oder anderen Schicksalsschlag klar zu kommen. Inspirierend und wunderschön.

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    minnie133s avatar
    minnie133vor einem Tag
    Kurzmeinung: besondere Freundschaft
    besondere Freundschaft

    Das Buch ist wunderschön geschrieben. Abwechselnd wird aus den Perspektiven von Lazy und Vita erzählt - somit wird von beiden Hauptfiguren viel erzählt und Einblick in deren Leben gewährt. Das ungleiche Paar muss sich zwar erst aneinander gewöhnen, jedoch gewähren beide dem anderen genügend Freiraum, so dass sich hier eine tolle Freundschaft ergibt. 
    Trotz des schwierigen Themas, bietet das Buch so viel mehr. Ein bewegender und besonderer Roman ist entstanden - der definitiv zum Nachdenken anregt.

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    L
    lesefix213vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Angelika Waldis hat mit diesem Roman eine unglaublich einfühlsame und philosophische Geschichte erschaffen. Sie geht ans Herz und lässt über
    Geht ans Herz

    Lazy schwebt auf Wolke sieben, er ist verliebt in Elsie. Er kann sich kaum auf irgendwas konzentrieren, die Welt zieht an ihm vorbei. Für ihn gibt es nur Elsie und die Liebe. Doch dann wird er krank: Leukämie, und Elsie wendet sich ab, verlässt ihn. Seine Welt bricht zusammen. Er bekommt unerwartet Gesellschaft von der alten Nachbarin Vita. Solange es ihm mit Elsie gut ging hat er Vita verachtet und ignoriert. Doch mit der niederschmetternden Diagnose will er aussteigen, sein Leben beenden. Vita sagt spontan: ich gehe mit. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt ... und er Weg auf die letzte Reise.

    Angelika Waldis hat mit diesem Roman eine unglaublich einfühlsame und philosophische Geschichte erschaffen. Sie geht ans Herz und lässt über das eigene Leben nachdenken.

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    Y
    Yvo3vor 4 Tagen
    Ich komme mit

    In dem Roman geht es um zwei Nachbarn, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Lazy, Student und sterbenskrank. Vita , ältere Frau und einsam. Vita lädt eines Tages Lazy zu sich ein und sie befreunden sich. Sie sind für einander da und philosophieren übers Leben.

    Mit dem Schreibstil bin ich nicht ganz klar gekommen. Ich fand, es wirkte ein bisschen abgehakt. Es gab 2 Perspektivwechsel.  Einmal wurde aus Lazys Sicht erzählt und dann aus Vitas Sicht. Das war gut gemacht. Ich fand, dass insgesamt die Gefühle und Gedanken genauer beschrieben hätten werden können. Auch das Philosophieren kam zu kurz. Mich konnte die Geschichte nicht ganz mitreißen .

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    RedCats avatar
    RedCatvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche, einzigartige, lebensbejahende Freundschaft zwischen Jung und Alt - obwohl - oder weil - der Tod so greifbar nah ist...
    warmherzig, feinfühlig, herzergreifend

    Der junge Student Lazy (21 Jahre) und die alte Rentnerin Vita (72 Jahre) wohnen seit vielen, vielen Jahren in einem Mehrfamilienhaus in der Torstraße 6. Man sieht sich und grüßt sich, aber man hat nicht viel miteinander zu tun, man begegnet sich eher mit Suspekt; jeder lebt sein eigenes Leben.

    Dies ändert sich aber schlagartig. Lazy wird vollkommen aus der Bahn geschmissen als er erfährt, dass er an Leukämie erkrankt ist. Während seine Freundin Elsie, mit der er auf Wolke Sieben schwebt, einen neuen Weg mit einem anderen Studenten einschlägt, stürzt Lazy ab, gerät aus der Spur. Auch sein Mitbewohner zieht beruflich bedingt aus. Lazy ist nun ganz allein, auch sein Vater starb als er 16 Jahre alt war und seine Mutter hat die Familie verlassen als er noch ein Kind war. Ebenso ist allein. Ihr Mann Jakob ist seit fünf Jahren tot und ihr Sohn Moritz (Ende 40) lebt schon seit über 20 Jahren in Australien. Vita engagiert sich zwar für eine Hungerhilfsorganisation, aber eher nur, um der Einsamkeit zu entfliehen. Der Einzige, mit dem sie derweil Kontakt hat und Gespräche führt, ist Rolf, der eine kleine Reiseagentur leitet und sein Geschäft ebenfalls im gleichen Haus hat. Hier erfährt sich, was sich im Haus ereignet und dass es Lazy schlecht geht. Als sie eines Tages dem erschöpften Lazy im Treppenhaus trifft, beschließt sie, sich um ihn zu kümmern. Eine ungewöhnliche aber sehr tiefe, vertrauensvolle Freundschaft beginnt. Anfangs kocht Vita für ihn, später zieht Lazy sogar bei Vita ein. Für Vita steht Lazy nun im Mittelpunkt, ihre Arbeit rückt in den Hintergrund und auch Moritz verliert an Bedeutung.

    Lazy und Vita erwarten nicht mehr viel vom Leben, er ist sterbenskrank, hätte sein Leben quasi noch vor sich, sie hat ihr Leben gelebt und hat es sozusagen hinter sich. Für beide ist der Tod in greifbarer Nähe. Und da sie nichts mehr zu verlieren haben, wagt nun dieses ungleiche Paar, das aber einen großen gleichen Nenner gemein hat, eine anstrengende letzte Reise. Es ist auf der einen Seite eine beschwerliche, strapaziöse Reise in die Türkei, aber auf der anderen Seite ist es auch eine Reise, die sie ihrem Lebensende – dem Tod - näher bringt. Allein will keiner diesen Weg beschreiten; so heißt es also: „Ich komme mit.“

    Das Buch ist wunderschön geschrieben. Abwechselnd wird aus den Perspektiven von Lazy und Vita erzählt und zeigt somit ein eindrucksvolles, Bild der beiden Hauptfiguren und deren Charaktere. Kurze, einfache, aber dennoch aussagekräftige Sätze, die mit aller Wucht und sprachlicher Raffinesse die Realität und Gefühle der Protagonisten ausdrücken bestimmen den Roman. Mit 209 Seiten (ohne nachträgliche Anmerkungen) ist er nicht nicht sehr umfangreich. Aber es ist kein Roman zum Schnell-Lesen. Es ist auch kein Roman zum puren Zeitvertreib und Relaxen. Der Roman ist tiefsinnig und regt zum Nachdenken an. Dies zeigt sich auch darin, dass markante Zitate von Dichtern und (antiken) Philosophen über das Leben und den Tod , die stets einen Bezug zu jeweiligen Lebenssituation der Protagonisten haben, in regelmäßigen Abständen in der Geschichte wie Perlen einer Kette, hervorgehoben werden.

    So neigt man schließlich, sich dem besonderen Wortspiel von Vita und Lazy, das sie auf ihrem gemeinsamen End-Lebensweg machen, anzuschließen. Es geht immer um die Frage „Was ist Leben?“ Und stets suchen und geben sie die Antwort „Leben ist....“ - mal lustig, mal tiefsinnig, mal eigenartig, mal abstrus, mal...


    Der Titel des Romans „Ich komme mit“ kann somit gleichsam auch den Leser auffordern, sich mit Lazy und Vita auf diese außergewöhnliche Reise durch die Frage nach dem „Was-macht-das-Leben-aus?“ zu machen. Man kommt beim Lesen schließlich den beiden liebenswerten Personen sehr nahe.

    Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Es ist ein Buch über Freundschaft, Vertrauen und Mut aber auch Verlust. Der ungewöhnliche Sprachstil ist sehr beeindruckend und echt passend für das aus vielen Gedanken und Gefühlen bestehende Buch, in dem auch viel zwischen den Zeilen steht. Ein ruhiges, feinfühliges, emotionsgeladenes Buch, das nachwirkt und bewegt

    Für mich ist es ein Buch, das man nach dem Lesen griffbereit haben sollte, da man es echt mehrmals lesen kann.

    Dieser Roman ist eine Wucht und bekommt daher die Bestnote:

    FÜNF STERNE!


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    tardys avatar
    tardyvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Jeder Tag zählt
    Ich komme mit

    Lazy und Vita. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Die beiden leben in einem Mietshaus und kennen sich nur flüchtig. Lazy ist jung und hat Leukämie. Vita ist alt und des Lebens überdrüssig. Als Lazy Hilfe braucht nimmt sich Vita seiner an und beide beschließen noch ein letztes Mal zu reisen, erst in die Welt und dann in den Tod.

    Die Geschichte von Lazy und Vita ist ungewöhnlich. Die beiden trennen Welten und Jahre und eigentlich interessieren sie sich gar nicht füreinander. Leben schon jahrelang zusammen in einem Mietshaus und kennen sich nur vom Treppenhaus. Erst als Lazy schwer krank wird, entwickelt sich eine innige und tiefe Freundschaft zwischen den beiden.

    Im Buch kommen die zwei Protagonisten abwechselnd zu Wort und schildern dem Leser ihre ganz eigenen Überlegungen, was für sie "Leben" ausmacht. Dies ist oft sehr berührend, aber auch witzig und sogar ein wenig poetisch. Als Lazy merkt, dass seine Chancen auf Heilung schwinden, beschließt er eine letzte Reise anzutreten und Vita kommt mit.

    Das Buch ist trotz des schweren Themas eine positive und heitere Lektüre. Eine Geschichte von Freundschaft und Hoffnung, von Liebe und Zuversicht. Mich hat es sehr bewegt und ich kann es nur weiter empfehlen.

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    Hagazussas avatar
    Hagazussavor 10 Tagen
    Berührt die Seele

    "Ich komme mit" - ein Buch über das Leben und das Sterben, über Sein und Sinn, aber auch ein Buch über Liebe und Freundschaft. Freundschaft, gerade da, wo man sie zuletzt vermutet hätte, Freundschaft zwischen des 21-jährigen Lazy und der über 70-jährigen Vita. Lazy hat Leukämie und muss sterben, obwohl er sein Leben gerade erst begonnen hat. Vita ist bereits älter, hat alles vom Leben gesehen und ist dessen überdrüssig. Beide finden zusammen und beschließen, das Leben gemeinsam zu beenden.
    "Ich komme mit" ist aber auch ein Buch ohne erhobenen Zeigefinger. Es will nicht auf die berühmte Tränendrüse drücken, sondern ist ehrlich, unverfälscht und voller Wärme und Herzensgüte. Ein Buch, dass die Seele berührt.

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    E
    eurydomevor 10 Tagen
    Vita und Lazy

              Inhalt und meine Meinung:
    Vita ist 72 und wohnt in einem Haus in der Torstraße 6. Ihr Mann ist gestorben und ihr Sohn ist nach Australien ausgewandert. Lazy, ein zwanzigjähriger Geschichtsstudent wohnt auch in der Torstraße 6. Er hat nur Augen für seine Freundin Elsie und ist schwer verliebt. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Lazy, er erkrankt an Leukämie. In dieser Phase trefft Vita auf Lazy und die beiden freunden sich an. Vita nimmt Lazy zu sich und versucht ihn aufzupäppeln. Als Lazy aus der Klinik kommt und sein Blutbild nichts Gutes verheißt, sagt Lazy zu Vita »Ich steige aus« und Vita entgegnet ihm »Ich komme mit«. So machen sich die beiden auf eine großartige gemeinsame Reise. Dieser Roman geht zu Herzen, Angelika Waldis schafft es, den Leser mit ihren Worten zu verzaubern und über den Sinn des Lebens nachdenken zu lassen. Ich habe mich gerne mit Lazy und Vita auf ihre Reise begeben und höre auch manchmal im Summen des Kühlschranks eine Melodie.
           

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    Rabentochters avatar
    Rabentochtervor 10 Tagen
    Bis zum bitteren Ende

    Lazy hat Leukämie und Vita die Lust am Leben verloren. Zusammen schmiedet das ungleiche Paar einen Plan für die letzte gemeinsame Reise. ?Ich komme mit? erzählt von einer skurrilen, aber letztlich doch tief empfundenen Freundschaft und auch davon, das Ende selbst zu bestimmen. Erzählt wird abwechselnd aus Lazys und Vitas Sicht. 

    Bei Vita übernimmt ein auktorialer, ein allwissender Erzähler das Berichten. Ihre Kapitel lesen sich gut, wie ein ganz normaler Roman. Lazy berichtet selbst aus der Ich-Perspektive. Ihm merkt man seinen aktuellen Gemütszustand immer gleich an. Ist er verliebt, dreht sich alles um die Liebste. Wird der Krebs präsenter, bestimmt er sein Leben. Langsam und schleichend nähern sich Lazy und Vita, die von Lazy nur ?Maier? genannt wird, einander an. Dafür, dass die beiden sich eigentlich nicht leiden können, entsteht eine tiefe Freundschaft. Beide Charaktere sind unterschiedlich und doch beide sehr liebenswert. Lazy lebt mehr oder weniger in den Tag hinein und lässt sich durch Studium treiben. Antrieb gibt ihm nur die Liebe zu Elsie. Als sie ihn verlässt und der Krebs nach und nach sein Leben bestimmt, wird er zunehmend hoffnungsloser. Sein einziger Halt bleibt Vita. Die ist mit ihrem Leben eigentlich soweit zufrieden, nimmt sich aber trotzdem des jungen Mannes an, als sie ihn vor ihrer Tür findet. In ihm findet sie einen neuen Freund und Enkelersatz. 

    Man lebt mit den Beiden mit, leidet mit ihnen, lacht mit ihnen und hofft doch, dass alles wieder gut wird. Das Buch nimmt mit auf ganz unaufgeregte Weise. Es wird keine Zeit damit verschwendet gefühlsduselig zu werden oder auf die Tränendrüse zu drücken. Teilweise kommt der Schreibstil regelrecht poetisch daher. Das mag auch daran liegen, dass Lazy und Vita es sich zum Spiel gemacht haben, Sätze zu bilden, in denen sie das Leben definieren. Jeder auf seine Weise und immer auf die jeweilige Situation zugeschnitten. So entsteht nebenher eine gewisse Alltagsphilosophie, die auch immer wieder die Gefühls- und Stimmungswelten der beiden Protagonisten widerspiegelt. 

    Fazit: Eine Hommage an das Leben und ein Angstnehmen vorm Sterben. Ein Buch, das das Herz erwärmt.

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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ein bewegender und sprachlich besonderer Roman, der zum Nachdenken einlädt
    Crazy Lazy und die einsame Vita

    Schon seit 42 Jahren wohnt Vita Maier (72) in dem Haus in der Torstraße 6. Ihr Mann ist bereits tot, ihr Sohn ausgewandert. Für den Studenten Lazar Laval (20), genannt Lazy, der auch in dem Gebäude zu Hause ist, ist sie bloß die Alte von oben. Doch Vita nimmt ihn bei sich auf, nachdem er von seiner Freundin Elsie verlassen wurde. Seine schwere Krankheit, Leukämie, hat die Geliebte abgeschreckt. Mager und erschöpft weckt er Vitas Mitgefühl. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht. Als Lazy erfährt, dass er dem Tode geweiht ist, begeben sich die zwei Lebensmüden auf eine verrückte letzte Reise.

    „Ich komme mit“ von Angelika Waldis ist ein berührender Roman.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus 15 Kapiteln. Zudem gibt es eine Art Prolog. Erzählt abwechselnd aus der Sicht von Lazy (aus der Ich-Perspektive) und der von Vita. Dieser Aufbau gefällt mir gut.

    Ein Pluspunkt ist der ungewöhnliche Schreibstil. Besondere Sprachbilder und -spielereien sowie poetische Beschreibungen tauchen immer wieder auf. Gekennzeichnet ist der Stil außerdem durch knappe Sätze und neue Wortschöpfungen. Dennoch wird das Lesen nicht mühsam, sondern – im Gegenteil – zu einem Genuss. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

    Mit Lazy und Vita stehen zwei spezielle und recht gegensätzliche Protagonisten im Vordergrund – eine reizvolle Mischung. Die zwei Charaktere waren mir schnell sympathisch. Gerne habe ich die Entwicklung der beiden und die Entstehung einer Freundschaft verfolgt.

    Inhaltlich konnte mich der Roman sehr bewegen, denn Themen wie Krankheit, Sterben und das Altern werden in den Mittelpunkt gerückt. Doch es klingen auch lebensbejahende, humorvolle Töne an und nicht nur traurige und ernste. Viele Weisheiten und Denkimpulse sind eingestreut und regen zum Nachdenken an.

    Der Roman über die besondere Freundschaft der beiden erzählt eine ruhige, spannungsarme Geschichte. Dennoch kommt beim Lesen keine Langeweile auf – und das liegt nicht nur an der eher geringen Seitenzahl. Allerdings hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle mehr Ausführlichkeit gewünscht.

    Das reduzierte Cover und die wertige Aufmachung des Buches treffen genau meinen Geschmack. Den Titel finde ich ebenfalls passend.

    Mein Fazit:
    Mit „Ich komme mit“ ist Angelika Waldis ein bewegender und sprachlich besonderer Roman gelungen, der zum Nachdenken einlädt.

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    book_tastischvor 3 Monaten
    die Geschichte mich bestimmt sehr berühren wird
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