Angeline Bauer Die Niemalsbraut

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Inhaltsangabe zu „Die Niemalsbraut“ von Angeline Bauer

Das Leben ist nicht leicht für Karoline, die jüngste Tochter vom Niedermoosbacher-Hof. Der Vater hatte auf einen Sohn gehofft, die Schwestern machen sie verantwortlich für den Tod der Mutter im Kindbett. Dazu kommt das unselige Versprechen, das die sterbende Mutter ihrem Mann abverlangte: Die sechs Töchter müssen der Reihe nach heiraten Johanna als Älteste zuerst, Karoline als Jüngste zuletzt. Doch Johanna wird von einem Mann bitter enttäuscht und beschließt, nie zu heiraten. Als Johanna in den Bergen verunglückt und weitere Schwestern unter rätselhaften Umständen sterben, richtet sich der Verdacht auf Karoline. War sie tatsächlich bereit, für den Mann den sie liebt über Leichen zu gehen oder ist sie selbst Opfer eines unheilvollen Spiels?

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  • Rezension zu "Die Niemalsbraut" von Angeline Bauer

    Die Niemalsbraut
    Klusi

    Klusi

    01. July 2012 um 09:52

    Als jüngste von sechs Töchtern des Niedermoosbacher Bauern hat es Karoline nicht leicht, noch dazu, weil die Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist. Der Bauer hat auf einen männlichen Erben gehofft, aber der einzige Junge der Familie hat das frühe Kindesalter nicht überlebt. Dazu kommt, dass der Niedermoosbacher seiner Frau in ihrer letzten Stunde ein Versprechen gegeben hat. Die Töchter dürfen nur der Reihe nach heiraten, angefangen bei der Ältesten. Die Familie sieht in Karoline den Sündenbock und macht sie für den Tod der Mutter verantwortlich. Als die älteste Tochter, Johanna, eines Tages tödlich verunglückt, fällt sofort der Verdacht auf die Jüngste. Für Karoline stehen die Chancen auf eine Ehe schlecht. Aber sie ist verliebt und verzweifelt. Es bleibt nicht bei dem einen Unfall in der Familie, und inzwischen steht für fast alle fest, dass Karoline ihren Schwestern nach dem Leben trachtet. Nur ihre Amme und Patin Thekla hält zu ihr und ist von der Unschuld des Mädchens überzeugt. Der Roman beschreibt einerseits die Suche eines jungen Mädchens nach ihrem Lebensglück, aber er schildert auch die Verhältnisse in der Familie und ihrem Umfeld, wie sie wohl in der damaligen Zeit häufig an der Tagesordnung waren. Im 19. Jahrhundert, als jüngste Tochter eines Bauern, wird Karoline nicht gerade mit Liebe und Fürsorge überhäuft, ganz im Gegenteil, denn alle sehen in ihr die Schuldige für die Misere, in der die Familie steckt. In der Reihenfolge für eine Heirat käme sie erst an sechster Stelle, und Johanna, die Älteste, hat nach einer Enttäuschung geäußert, nie heiraten zu wollen. Damit wären die Aussichten, eine Familie zu gründen, für die jüngeren Schwestern gleich Null. Ein starkes Motiv gäbe es für Karoline, die Schwestern aus dem Weg haben zu wollen, aber andererseits wird die junge Frau so geradlinig, offen und liebenswert dargestellt, dass man ihr eine schlimme Tat gar nicht zutraut. In einem Umfeld, geprägt von Misstrauen, Vorurteilen und Neid muss Karoline nicht nur für ihr Glück kämpfen und ihre Liebe retten, sondern sich auch gegen ihre Mitmenschen zur Wehr setzen, die nur das sehen, was sie sehen wollen. Die Autorin trifft mit ihrem Schreibstil den Ton der damaligen Zeit sehr gut. Schonungslos und dabei glaubwürdig und einfühlsam erzählt sie, wie es früher war, denn dramatische Umstände, ähnlich wie in Karolines Fall, waren sicher nicht selten. Dass sich hier, zum normalen Leben einer Bauernfamilie, noch mehrere Kriminalfälle gesellen, macht die Geschichte äußerst spannend. Bis zuletzt ist unklar, was es mit den mysteriösen Todesfällen auf sich hat. Ein fesselndes und zugleich berührendes Buch, das nur einen Fehler hat: Es ist viel zu schnell gelesen! Dafür ist es prall mit packender Handlung angefüllt, die keine Längen aufweist, sondern den Leser durchgehend in Atem hält.

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  • Rezension zu "Die Niemalsbraut" von Angeline Bauer

    Die Niemalsbraut
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    20. June 2012 um 19:06

    An einem kalten Winterabend kommt auf dem Niedermoosbacher-Hof ein Kind zur Welt. Karoline ist die sechste und damit jüngste Tochter. Weitere Kinder wird es nicht geben, denn die Mutter stirbt im Kindbett. Doch bevor sie geht, nimmt sie ihrem Mann das Versprechen ab, dass ihre geliebte Tochter Johanna, als älteste, zuerst heiraten und den Hof bekommen soll. Danach die anderen Töchter, eine nach der anderen - schön der Reihe nach. Der Mann verspricht, im Beisein des Pfarrers, seiner sterbenden Frau, ihren letzten Willen zu befolgen. Die Jahre gehen ins Land und aus der neunjährigen Johanna wird ein heiratsfähiges Mädchen. Auch ein geeigneter Kandidat wird gefunden. Doch dann entscheidet sich der für eine andere und Johanna wird immer verbitterter und gemeiner. Bei einem Almauftrieb schließlich verunglückt Johanna und Karoline kehrt alleine zurück. War es wirklich ein Unfall? Als schließlich weitere Schwestern von Karoline sterben, gerät diese immer mehr in Verdacht. Hat sie wirklich ihre Schwestern beseitigt, damit sie den Mann, den sie liebt, heiraten kann? Angeline Bauer beschreibt in dem Buch die Geschichte eines jungen Mädchens, das zeit seines Lebens für den Tod der Mutter im Kindbett verantwortlich gemacht wird und unter den Gemeinheiten der Schwestern zu leiden hat. Dabei schafft es die Autorin, die Geschichte in einer der Zeit angemessenen Sprache so spannend zu erzählen, dass man zu Beginn erst einmal über den ungewohnten Schreibstil stutzt, dann aber in der Geschichte versinkt. Das Buch ist mit knapp 220 Seiten zwar relativ dünn, doch ist die Geschichte so prall erzählt, dass es einem viel mehr vorkommt. Die Figuren sind wunderbar farblich herausgearbeitet. Der Hass der Schwestern, wie auch die Verzweiflung von Karoline bekommt der Leser deutlich zu spüren. Die Geschichte ist glaubhaft und in sich schlüssig, spannend bis zur letzten Seite und das Ende logisch und überraschend. Fazit: Ein rundum gelungener Heimatkrimi aus dem 19. Jahrhundert, zum eintauchen, versinken und mitfiebern. Sehr empfehlenswert.

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