Lily lebt mit ihrer Mutter und Schwester im Haus ihrer Tante an einem kaum zugänglichen Strand in Australien. Nur im Sommer tauchen einige Leute auf, die den Geheimtipp kennen und so landen bald die beiden Filmstars Casey und Dorian in der zu vermietenden Villa nebenan. Casey und Lilys Cousine Juliet fühlen sich gleich zueinander hingezogen, während Lily von Dorians arrogantem Snob-Verhalten nur angewidert ist. Als die Stars Pippi Beach abrupt verlassen, ahnt Lily noch nicht, dass sie sie sehr bald während ihres LA-Urlaubs wiedersehen wird.
Stolz und Vorurteil-Adaption? Ja, bitte. Immer her damit. Die Autorinnen haben sich gute Gedanken gemacht, wie man die Geschichte aus dem 19. Jahrhundert in die moderne Zeit bringen kann. Es ist wirklich spaßig die bekannte Geschichte vor einem neuen Hintergrund mitzuerleben. Gut und leichtfüßig geschrieben.
Ein paar kleinere Beanstandungen habe ich: Manche Kernelemente wurden schlicht verändert, um etwas vom Original zu verändern und nicht, weil sie die Story dadurch passender gemacht hätten. Manchmal ist es auch verwirrend, dass die Namen der ursprünglichen Benett Familie dauernd auftauchen, aber eigentlich nicht so wirklich mit der Kernhandlung zusammenhängen. Manchmal werden auch bekannte Charakteristika oder Handlungsstränge des Originals auf verschiedene Menschen verteilt.
Gegen Ende wirkt die Geschichte ein wenig gehetzt und die Autorinnen versuchen bei jedem Keypoint zu betonen, dass Feminismus und Unabhängigkeit im Vordergrund stehen. Was prinzipiell toll ist. Aber es wirkt hier wie mit erhobenem Zeigefinger: Happy End ja, aber bitte nur am Wochenende.
Trotzdem eine amüsante Story mit Herz.


