Angus Donald

 3,8 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor*in von Der Barde, Der Kreuzfahrer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Angus Donald

Cover des Buches Der Barde (ISBN: 9783426503706)

Der Barde

(24)
Erschienen am 01.03.2010
Cover des Buches Der Kreuzfahrer (ISBN: 9783426503713)

Der Kreuzfahrer

(3)
Erschienen am 02.05.2012
Cover des Buches Outlaw (Outlaw Chronicles Book 1) (ISBN: 9780748120659)

Outlaw (Outlaw Chronicles Book 1)

(1)
Erschienen am 11.05.2010

Neue Rezensionen zu Angus Donald

Cover des Buches Der Barde (ISBN: 9783426503706)
Pitzis avatar

Rezension zu "Der Barde" von Angus Donald

Pitzi
Spannender und kurzweiliger historischer Roman

Alan Dales Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages beim Stehlen einer Pastete erwischt wird- zunächst einmal fällt er Sir Ralph Murdac, Verwalter von Nottingham Castle, negativ auf, der ihn für den Diebstahl sogleich zur Rechenschaft ziehen will.

Doch Alan gelingt die Flucht zurück nach Hause. Geistesgegenwärtig bringt ihn seine Mutter nur kurze Zeit später zum Herrn der Wälder, dem Kopf der Gesetzlosen aus dem Sherwood Forest, Robin Hood. Unter Robins Fittiche lernt der junge Dieb Alan ein Krieger zu werden. Doch auch seine musikalische Ader wird berücksichtig. Alan zur Seite gestellt wird der französische, ebenfalls geächtete Barde Bernard, der ihm die Kunst des Singens und Komponierens näher bringen und Alans Fähigkeiten verfeinern soll.

Obwohl Alan unter Robins Getreuen viele neue Freundschaften schließt, gibt es auch Neider und Feinde, wie Guy. Das zwingt Alan nicht nur dazu schnell erwachsen zu werden, sondern auch mit List und Tücke zu agieren, wenn er überleben will.

Eines Tages offenbart ihm Robin einen Plan- Alan soll als Bernards Begleiter an den Hof von Königin Eleonore gehen um zu spionieren. Dabei gerät er in Lebensgefahr, denn dort trifft er erneut auf Guy und Sir Murdac...

"Der Barde" ist der erste Teil einer abenteuerlichen Saga über eine der wohl beliebtesten Sagengestalten überhaupt- Robin Hood!

Der Roman wird aus Sicht eines jungen Diebes geschildert, der unter Robin Hoods Aufsicht vom Kind zum Mann und unerschrockenen Kämpfer reift. Was ich besonders bemerkenswert fand, war, dass der Autor nicht den Fehler begeht, Robin Hood nur als schillernden Helden darzustellen, sondern im Gegenteil einen Menschen mit Stärken und Schwächen zu beschreiben, der nicht nur gut ist und sich für die Armen einsetzt, sondern durchaus auch grausame Züge an sich hat, wenn sie seinem Zweck dienlich sind. So wirkt Angus Donalds "Robin Hood" viel authentischer und glaubwürdiger, als in vielen anderen Erzählungen.

Allerdings ist nicht Robin die Hauptfigur des Romans sondern Alan Dale. Alan ist ein gewitzter, allerdings zunächst noch recht ängstlicher Junge und sein Reifeprozess gestaltet sich dementsprechend langsam aber plausibel. Durch die gewählte "Ich-Form" bekommt man einen guten Einblick in seine Gefühlswelt und auch seine innere Zerrissenheit in Bezug auf Robin. Zum einen verehrt Alan Robin wie einen Helden, zum anderen stoßen einige von Robins grausamen Taten, Alan auch wieder ab.

Der Schreibstil von Angus Donald ist sehr mitreißend uns packend, allerdings nichts für ganz zarte Gemüter, denn Kampfszenen werden recht bildlich und ungeschönt dargestellt.
Zeitlich hat der Autor den Roman zum Ende der Regierungszeit von König Henry II. angelegt, bevor Richard Löwenherz König wurde.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch anzubringen- ich fand, obwohl die Erzählung Alans spannend geschildert ist, dass der Roman durchaus noch einige Dialoge mehr vertragen hätte und auch die Nebenakteure wie Tuc oder John ein wenig mehr Aufmerksamkeit von Seiten des Autors verdient hätten.
Auch ist die Romanfigur Sir Murdac ein wenig konturenlos; fast prototypisch böse geraten.

Ansonsten ist der Roman wunderbar und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

Cover des Buches Outlaw (Outlaw Chronicles Book 1) (ISBN: 9780748120659)
BiancaSchäfers avatar

Rezension zu "Outlaw (Outlaw Chronicles Book 1)" von Angus Donald

BiancaSchäfer
Die alte Legende von ihrer dunklen Seite ...

Mein Kommentar zu „Outlaw“ von Angus Donald.

Der 13jährige Alan Dale stiehlt auf dem Markt eine Pastete und wird dabei gefasst. Für diese Tat soll ihm eine Hand abgeschlagen werden. Im letzten Moment gelingt ihm die Flucht. Aus Angst vor der Vollstreckung der Strafe, bringt seine Mutter den Jungen in die Wälder. Dort soll er sich der Bande rund um den berühmten Outlaw Robin Hood anschließen …

Jedem sind die Geschichten rund um die legendäre Figur „Robin Hood“ bekannt. Sei es aus Büchern, Erzählungen, Filmen oder Serien. Er ist ein Sinnbild für Gerechtigkeit und Heldentum. Genau damit räumt der Autor Angus Donald richtig auf! Seine Figuren sind vielschichtig. Neben ihren guten Wesenszügen besitzen sie auch eine dunkle Seite, die Lust macht mehr über die Protagonisten zu erfahren und sie näher kennenzulernen. Die Story schreitet zügig voran und Alan muss sich seinen Platz innerhalb der Gruppe verdienen und auch erkämpfen. Die Geschichte wird in der ersten Perspektive erzählt, und zwar von Alan selbst. Allerdings folgt der Leser nicht dem Jungen. Vielmehr erinnert sich der alte Alan im Winter seines Lebens an seine Abenteuer und Erlebnisse.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Story ist voller Tempo, Spannung und ist voller Wendungen. Ich wurde bestens unterhalten und freue mich auf den nächsten Teil. 5 Pfeile (statt Sternen)

Cover des Buches Der Kreuzfahrer (ISBN: 9783426503713)
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Rezension zu "Der Kreuzfahrer" von Angus Donald

MichaelSterzik
Rezension zu "Der Kreuzfahrer" von Angus Donald

Der Kreuzfahrer (Angus Donald)

1190. Um eine alte Schuld abzutragen, wird der berühmte Outlaw Robin Hood von Richard Löwenherz verpflichtet, beim Dritten Kreuzzug mitzuziehen. Doch schon auf dem Weg nach Osten holt ihn die Vergangenheit blutig ein: Ein Verräter in den eigenen Reihen will Robin töten, bevor sein Fuß die Schlachtfelder des Heiligen Landes betritt …(Verlagsinfo)

Kritik

Wir alle kennen die sagenhafte und legendäre Figur Robin Hood aus Comics, Büchern und diversen Verfilmungen. Der Rächer und Gesetzlose der für die armen Menschen rund um Nottingham geraubt und gestohlen hat, um die armen und unterdrückten Menschen in dieser Grafschaft zu unterstützen. Genauso gut kennen wir die Ausgang dieser Geschichte: Richard auch genannt Löwenherz kehrt von Kreuzzügen im Heiligen Land heim und rettet England vor seinem Bruder König oder Prinz Johann ohne Land! Nebenbei erkennt Richard die Treue von Robin und per Amnestie erhält der nun ehemalige Vogelfreie seinen Grafentitel, seine Privilegien und seine Ländereien wieder.

Analysieren wir den Charakter Robins, so wird dieser als selbstlos, edel, heldenhaft, stark und schön gezeichnet. Ebenso tummeln sich an seiner Seite seine treuen Freunde z.B. Little John, Will Scarlett, Bruder Tuck und seine herzallerliebste Dame die holde Lady Marian.

Damit ist eigentlich schon alles im groben Erzählt. Die Protagonisten sind gesetzt, die Grundidee bewegt den Spannungsbogen aus einem Baukasten und das Ende ist uns sowieso ebenso bekannt.

In „Der Barde“ von Angus Donald erzählt der Autor die schon unlängst bekannte Geschichte um Robin von Locksely, auch genannt Robin Hood aus der Perspektive des treuen Alan Dale, ein Kampfgefährte und Freund Robins.
Im zweiten vorliegenden Band „Der Kreuzfahrer“ erzählt Angus Donald wie die Lebensgeschichte Robin Hoods einen Schritt weitergeht.
Was Angus Donald wunderbar in den beiden Bänden gelingt ist, dass Robin Hood alles andere als der edle und selbstlose Held ist, wie er bislang immer dargestellt wurde. Angus Donalds Robin Hood ist kalt und unberechenbar, er tötet wenn er muss auch unschuldige um sein Ziel zu erreichen. All sein tun dient nur einem Zweck: Er opfert sich auf für seinen König, sein Versprechen und seine Freunde. Loyalität ist für ihn der Grundbegriff für Ehre und Treue. Ist man keiner seiner Gefährten und Freunde, so schwebt man ständig in Lebensgefahr, sollte man sich nicht seinem Willen oder seinen Vorstellungen beugen.
Robin sieht seine Person und sein Umfeld aber mit dem klaren Blick eines kompromisslosen Realisten. Er glaubt an sich und weder interessieren ihn aufkeimende Rebellionen gegen die Juden im eigenen Land, noch folgt er König Richards Kreuzzug blind in Heilige Land aus einer fanatischen Ideologie. Er folgt ihm, weil er es ihm schuldig ist, nicht mehr oder weniger selbstlos sind also seine Motive.

„Der Kreuzfahrer“ von Angus Donald ist ein historischer Rom mit einer gewissen Durchschlagskraft und überzeugt durch eindringliche und manchmal sehr brutalen Szenen. Ritterlichkeit und Moral findet man hier nur sehr wenig und auch Richard Löwenherz wird hier so realistisch geschildert, wie es die Geschichtsbücher hergeben. Er metzelt tausende von Menschen wieder um seinen Willen durchsetzen zu wollen, und ob da nun wehrlose Frauen und Kinder wahllos mit dem Schwert geköpft werden, interessiert ihn wenig.
Zwar entwickelt sich der Spannungsbogen rasant mit der Geschichte, doch erst ca. in der Mitte geht es auf ins Heilige Land. Vorher muss sich Robin Geld in York leihen und wird Zeuge der Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Zwischendurch entgeht er immer diversen Mordanschlägen, diese werden allerdings aufgelöst und versprechen am Ende eine ziemlich gute eingebaute Überraschung.
Der Roman wird nur aus der Perspektive Alan Dales erzählt, dass hat den Vorteil einer gewissen Objektivität und lässt den Leser genauso mitfiebern, wie Dale selbst. Ein großer Nachteil allerdings, dass man die Motivation eines Robin Hoods oder Richard Löwenherz überhaupt nur schwerlich folgen und somit nicht nachvollziehen kann. Auch die blutigen Kämpfe werden nicht heroisiert oder beschönigt, hier wird gemetzelt, gemeuchelt und verstümmelt und würde sicherlich einen FSK 18 Eischätzung bekommen, würde man es verfilmen wollen.
Das Tempo und die Spannung sind hoch, und gerne folgte man Alan und Robin in die verschiedenen Abenteuer. Es wird so denke ich, auch nicht bei dem zweiten Band bleiben, denn die Lebensgeschichte des Robin Hoods endet nicht, denn man weiß, dass Alan Dale Robin überlebt und somit die Geschichte mindestens einen weiteren Band weiter erzählt werden muss.
Fazit

„Der Kreuzfahrer“ von Angus Donald ist unerbittlich spannend, abwechslungsreich und überzeugt durch eine realistische Darstellung von Kämpfen, Sterben und Leben zur Zeit der Kreuzzüge.

Tempo – Spannung – Dramatik – mehr muss nicht gesagt werden. Ich freue mich schon auf den nächsten wohl abschließenden Band und erwarte einen dramatischen Abschluss um den legendären Freiheitshelden.

Anmerkung; Lesen Sie bitte erst „Der Barde“ sonst bleiben ihnen einige Personen und deren Handlungen und Entscheidungen nicht nachvollziehbar genug.

Michael Sterzik

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