Angus Donald Der Barde

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Inhaltsangabe zu „Der Barde“ von Angus Donald

Ein hungriger kleiner Dieb, ihm auf den Fersen ein blutrünstiger Sheriff – im mittelalterlichen Sherwood weiß der verzweifelte Alan nur eine Zuflucht: die Bande von Geächteten um den sagenumwobenen Robin Hood. Sehr bald erkennt der berüchtigte Outlaw, wen das Schicksal ihm da zugespielt hat – der Junge mit der wunderschönen Singstimme soll ihm als Spion dienen. Denn als Barde wird er Zutritt zu den allerhöchsten Kreisen haben …

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  • Mit Pfeil und Bogen für die Armen und für Gerechtigkeit ...

    Robin Hood
    Avirem

    Avirem

    Kurzbeschreibung Die junge Isabella ist unsterblich in Robin Hood verliebt. Immer wieder verschlingt sie Bücher, die von seiner Legende erzählen und träumt sich jede Nacht an Robins Seite, um ihm im Kampf gegen den Sheriff of Nottingham und Guy of Gisbourne beizustehen. Als ihre Sehnsucht nach Robin unerträglich wird, reist sie in den Sherwood Forest, um Robins Geist ganz nah zu sein. Inmitten des Sherwood Forest entdeckt sie eine Höhle und betritt diese in der Hoffnung, eine Nachricht von Robin an den Steinwänden zu entdecken. Sie findet einen mysteriösen Stein an der Wand befestigt. Als sie ihn berührt, bringt er sie tatsächlich ins Jahr 1198 zu Robin Hood. Doch wird Isabellas Traum von einem Leben mit Robin Wirklichkeit oder ist der Platz an Robins Seite schon an Lady Marian vergeben? Meinung Robin Hood ... der Held des englischen Volkes und Hüter der Gerechtigkeit im gesamten Sherwood Forest. Er zieht in Kämpfe gegen bisher unbesiegbare Gegner und verteidigt sein Land und seine Freunde. ( Seite 6 )"Robin Hood - Sherwoodgeflüster" ist eine abenteuerliche Zeitreisegeschichte von Cara MacKeltar. Das Buch ist im AAVAA Verlag erschienen, umfasst 263 Seiten und ist als ebook oder Taschenbuch erhältlich. Die Autorin hat bereits Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Robin Hood, dem edlen Räuber, der nahe Nottingham inmitten einer Schar von Geächteten lebt und auf seine Weise für Gerechtigkeit sorgt. Er stahl von den Reichen, um den Armen zu geben. Ich mag den Helden vieler englischer Volksballaden und habe mich gespannt an das Buch von Cara MacKeltar herangemacht.Isabella ... Sie eroberte Robins Herz und verzauberte seine Seele. Das Volk nannte sie "Die Rose Englands". Für Robin war sie "Die Perle des Sherwood". Robins Liebe aus der Zukunft: Isabella of Locksley. ( Seite 5 )Der Einstieg in Buch fiel mir leicht. Der unvermutet sprunghafte Aufbau war gewöhnungsbedürftig, hat mir aber keine großen Probleme bereitet. Viele Ideen des Grundgerüstes der Geschichte haben mir gut gefallen. Mit einigen konnte ich mich gar nicht anfreunden. So war mir das Konzept zu einfach gestrickt, ohne große Komplikationen, Mißverständnisse oder Probleme. Die Protagonisten akzeptieren anstaltslos die Gegebenheiten, hegen keine Zweifel und hinterfragten nicht. Dies dämmte für mich die Lebendigkeit und die Realitätsnähe ein. Die Charaktere wurden in ihren Grundzügen ansprechend umrissen. Ich hatte jedoch das Gefühl ihnen nicht Nahe zu kommen, nur an der Oberfläche zu kratzen, sie nicht richtig kennenzulernen. Nur bei Guy of Gisbourne konnte ich die Oberfläche durchstossen. Die Darstellung seines Charakters hat mir gut gefallen und fand ich gelungen.Adam Bell ... der gefürchtete Rebell des Sherwood Forest. Sein ganzes Leben widmet er dem Kampf und seiner Rache an Guy of Gisbourne. ( Seite 4 )Robin und Isabella treten nicht wie gedacht als Hauptprotagonisten in den Vordergrund. Vielmehr begleitet der Leser verschiedene Charaktere in kurzen Sequenzen. Die führt zu oben genannter Sprunghaftigkeit von Zeit, Ort und Handlung. Manchmal war dies ein wenig verwirrend. Die Autorin vereint vorhersehbare Situationen mit überraschenden Wendungen. Dies läßt durchaus Spannung aufkommen und den Leser die Geschichte neugierig verfolgen. Ein Minuspunkt sind für mich noch die Liebesgeschichten.Töpfe finden ihre Deckel, eins ums andere Mal entflammen sie durch Liebe auf den ersten Blick und gehören im selben Augenblick schon für immer zusammen. Deutliche Emotionen kamen bei mir allerdings nicht an. Für mich vereint dieses Buch zwei Geschichten, die meiner Meinung nach jede für sich erzählt werden sollte, ausführlicher und ausgefeilter. Nach einem Ende mit interessantem Cliffhanger und dem Verweis auf eine Fortsetzung wäre dies bestimmt gut durchführbar gewesen.Der Bücherliebhaber begleitet verschiedenen Charaktere in Sequenzen durch die Erzählung. Dies ermöglicht dem Leser einen Rundumblick und Wissensvorsprung gegenüber den Protagonisten. Verwirrung gibt es mancherorts durch keine klare Abgrenzung der Perspektivenwechsel. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Sie führt zumeist flüssig durch die Geschichte. Sprachlich vereint Frau MacKeltar alt und neu. Dies ist zur Geschichte passend doch nicht konsequent durchgeführt. Aufgefallen sind mir einige Fehler.Fazit: "Robin Hood - Sherwoodgeflüster" von Cara MacKeltar konnte mich leider nicht überzeugen. Das Buch war nicht das richtige für mich und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Autorin formte das Potential nach ihren Vorstellungen und konnte mich damit nicht erreichen, obwohl mir die Grundzüge der Geschichte und der Charaktere gut gefallen haben. Von mir gibt es ** Sterne. Zitat "Alles in ihr sehnte sich nach einer Zeit, die längst vergangen war. Nach einer Liebe, die sich nie erfüllte. Nach einem Mann, dessen Schicksal sie nie sein würde."( Seite 14 ) Reihe Band 1: Robin Hood - SherwoodgeflüsterBand 2: Guy of Gisbourne - der schwarze Ritter ( ist in Planung )

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    • 16
  • Der König von Sherwood - aus Marians Sicht

    Herrin der Wälder
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    04. January 2016 um 13:17

    »Gib mir einen Helden«, bat er seine Muse. [...] »Gib mir einen Mann und eine Frau, um die sich Legenden ranken können, und gib mir das Talent, diese Legenden zu ewigem Leben zu erwecken.« England, 12. Jahrhundert: Robert von Locksley kehrt unerwartet nach langer Gefangenschaft und vom Kreuzzug heim. Schwer lasten die Erinnerungen auf seinen Schultern, schwerer noch die letzte Botschaft vom getöteten Sir Hugh, die er dessen Tochter Lady Marian ausrichten muss: Marian soll nun als Waise und Mündel des Königs, Richard Löwenherz, den Sheriff von Nottingham ehelichen. Der rechtmäßige König jedoch befindet sich in Gefangenschaft und sein raffgieriger Bruder, Prinz John, greift bereits nach der Krone. Inmitten dieser Tumulte hat Marian jedoch eine ganz andere Vorstellung von ihrem Leben... Mit 'Herrin der Wälder' verdichtet Jennifer Roberson die bekannte Robin-Hood-Legende in einem neuen Gewand und erzählt Robins Vorgeschichte, unter welchen Umständen er den Heldenstatus und den Namen 'Robin Hood' erlangte. All dies wird vordergründig aus einer ungewohnten und somit innovativen Perspektive geschildert: aus der Sicht einer Frau. Lady Marian. Meine Buchbesprechung bezieht sich auf die bereits vergriffene Taschenbuchausgabe aus dem Hause Blanvalet mit dem ISBN 3-442-35809-4, die lediglich gebraucht erworben werden kann. Die Autorin hat sich gewiss keiner leichten Aufgabe gestellt: Vielen sind die Erzählungen rund um Robin Hood, seinen Mannen und Lady Marian bekannt, obgleich keine überlieferte Geschichte existiert, sondern sich lediglich Balladen um jene Legende ranken, die sich inhaltlich sehr unterscheiden. Somit zieht sich vermutlich jeder Interessierte seine individuelle Vorliebe aus der Legende heraus: die einen lieben die Abenteuer, die anderen fasziniert die Liebesgeschichte. Jedem potenziellen Leser gerecht zu werden, ist demnach sehr schwierig. Die Autorin wiederum legte ihr Hauptaugenmerk auf die handelnden Personen und deren Umstände. Roberson gewährt einen guten Einblick in die damalige Zeit und gibt in verzerrten Rückblenden bzw. Erinnerungsfetzen ebenfalls ein Gefühl für die Kreuzzüge wider. Zusätzlich dazu erhält der Leser dank den gewählten Perspektiven die verschiedenen Standesschichten und deren Lebensumständen repräsentativ dargestellt, zumal sich das Buch in der ersten Hälfte überwiegend dem Leben der Leute, Robins Heimkehr und der politischen Situation Englands unter Prinz John widmet. Interessant finde ich, wie es Roberson plausibel und glaubhaft innerhalb der Geschichte schaffte, dass ein Adliger eine Bande aus Geächteten gründet – eine Vermischung der sozialen Klassen, die es so nicht gegeben hätte, macht die Autorin greifbar. Leider kommen die sagenumwobenen Abenteuer von Robin Hood und seinen Mannen zu kurz: Ein, zwei Überfälle und das war's. Dies ist vermutlich der Hauptbetonung auf Marian zu verschulden. Insgeheim hatte ich mir jedoch wesentlich mehr erhofft. Robin bekommt dank den Auswirkungen des Kreuzzugs und der darauf folgenden Gefangenschaft bei den Saraszenen eine interessante Vielschichtigkeit und spannende Psyche, deren Verlauf ich gerne folgte, da Robin dadurch Schattenseiten aufweist. Marian entwickelt sich zunehmend zu einer starken und handlungsfähigen Frau, obgleich sie von den Erwartungen und daraus resultierenden Verantwortungen, die damals üblicherweise an eine mittelalterlichen Frau gestellt wurden, sehr geprägt ist. Demnach wirkt sie recht authentisch und wird im historischen Kontext als weibliche Figur real dargestellt. Die Motive der Antagonisten für ihre Bösartigkeit werden teilweise verständlich gemacht, sodass sie zwar ihre Rolle erfüllen, aber nicht alles transparent machen. Prinz John wird – zum Glück – keinesfalls als dumm oder Narr, sondern gerissen und intrigant dargestellt, was mir gut gefiel. Einige, tendenziell nebensächliche Figuren, wie Will Scarlet, werden gut durchleuchtet, zumal der Leser beispielsweise erfährt, wie er zu seinem Namen kam. Andere wiederum bleiben eher blass, schablonenhaft und werden auf nur wenige Attribute reduziert; so wird beispielsweise Bruder Tuck für meinen Geschmack ein paar Mal zu häufig lediglich als „fett“ bezeichnet. Bei dem beinahe inflationären Gebrauch der erwähnten „hochgehobenen Augenbrauen“ rollte ich im Laufe der Geschichte zunehmend mit den Augen. Auf der anderen Seite erfreute ich mich an altertümlichen Wörtern, wie beispielsweise „ihm deucht“ - da jauchzte mein literarisches Herz. Grundsätzlich war ich vom Schreibstil überwiegend positiv überrascht, da sich die Sprache der jeweiligen Zeit anpasst. Abgesehen davon ist das Buch sehr leicht und flüssig geschrieben. In kleinen, eingestreuten Passagen blitzt sogar Humor hervor, was mich zum Schmunzeln brachte. Weniger gefielen mir die inhaltlichen Wiederholungen, die ab und an vorkamen. Die Handlung war - aus meiner Sicht – keinesfalls dermaßen verwirrend, als dass sie von Nöten wären, um dem einfachen Verlauf folgen zu können. Die Liebesgeschichte wird einfühlsam beschrieben und schlittert meiner Meinung nach am Kitsch vorbei - ganz knapp, aber immerhin. An manchen Stellen wirkt der Erzählstil - trotz der Auseinandersetzung mit den Gefühlswelten der Figuren – an manchen Stellen ein wenig zu nüchtern und bremst dadurch die Spannung, was aber selten vorkommt. Zusammenfassend kann ich den Roman trotz Abstriche jedem empfehlen, der Robin Hood und seine (Vor-)Geschichte mit Hauptbetonung auf Marian lesen möchte. Ich vergebe 3 Sterne und war froh, das Buch zur reinen Unterhaltung gelesen zu haben. Kein Muss, aber in Ordnung für zwischendurch. Der Roman stellt übrigens den ersten Teil einer Dilogie dar, kann jedoch für sich alleine stehen. PS: Eine weitaus blutigere Adaption der Legende stellt Angus Donalds 'Der Barde' dar, siehe unten in der Verlinkung.

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    • 12
  • Rezension zu "Der Barde" von Angus Donald

    Der Barde
    Angieangelina

    Angieangelina

    21. June 2012 um 08:40

    Alan ist ein jugendlicher Dieb. Als er beim Stehlen einer Pastete erwischt wird, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Gesetzlosen, die den Sherwood Forrest unsicher machen anzuschließen. Ihr Anführer, Robin Hood, erkennt schnell, welche Fähigkeiten in Alan schlummern und setzt ihn als Spion am Hofe der Königin ein. Mein Eindruck: Ach herje - nicht wirklich noch ein Roman über Robin Hood! Das war mein erster Gedanke, doch ich habe mich gründlich geirrt. Dieses Buch hat alles, was einen guten Abenteuerroman ausmacht: Eine spannende Handlung, Action und Tempo satt, eine bildhafte Sprache und eine leidenschaftliche Liebesgeschichte. Allerdings ist dieser Roman nichts für Zartbesaitete, denn die Schilderungen von Schlachten und auch Folterungen sind schon heftig, doch das gehört einfach dazu.
Angus Donald schafft es mühelos, den Leser am Leben und Leiden eines Gesetzlosen teilhaben zu lassen. Hinzu kommt, dass er die Charaktere mit Leben erfüllt, mit Worten Bilder erschafft. Ich habe die knapp 400 Seiten in einem Zug ausgelesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe mich mitten in die Geschichte fallen lassen können.
Fazit: Ein toller historischer Roman voller Blut, Leidenschaft und Action.

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  • Rezension zu "Der Barde" von Angus Donald

    Der Barde
    PrinzessinAnne

    PrinzessinAnne

    15. December 2011 um 18:51

    Meine Meinung: Erst war ich ein wenig skeptisch, als ich mir das Buch gekauft habe. Armer kleiner Junge findet Zuflucht beim Sagen umwobene Robin Hood, der es Dank seiner einmaligen Stimme schafft "Karriere" zu machen. Mmmh. Aber auf anraten des netten Verkäufers, und weil ich ja ohnehin super gerne historische Romane lese, habe ich es dann doch mitgenommen. Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie ein Buch oder Film zu Robin Hood gelesen oder gesehen habe. Es interessierte mich einfach nicht. Das Buch hat aber alle Zweifel auslöschen können, denn es ist einfach großartig. Es schildert, wenn auch teilweise überzogen heldenhaft, das Leben des "Königs des Sherwoods". Alan, gerade einmal 13 Jahre alt, muss zusehen wie grausame Rituale zelebriert werden, darf aber auch Teil der Gemeinschaft von Geächteten sein, und schafft es so vom gesuchten Dieb zum engen Vertrauten und Freund von Robin. Er übersteht etliche Gefahren, erlebt Krieg, Gewalt und Korruption, darf aber auch lernen seine Stimme als Barde gekonnt einzusetzten, das Leben am Hof genießen und erfährt die enge Verbundenheit und nahezu grenzenlose Treu der Outlaws untereinander. Die ganze Geschichte lässt sich nur schwer in Worte fassen, da sie wahnsinnig handlungsträchtig und vielseitig ist. Teilweise ist es auch sehr blutig und obzön, da es sich aber um das dunkle Mittelalter handelt, ist das auch unmöglich vermeidbar. Es ist fesselnd, erschreckend und super super gut!

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  • Rezension zu "Der Barde" von Angus Donald

    Der Barde
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    05. March 2010 um 20:00

    Der Barde – Angus Donald Der Dieb und Räuber aus dem Sherwood Forrest kennen wir unter den Namen Robin Hood. In unzähligen Büchern und Verfilmungen kämpft er mit seinen grüngewandeten Freuden, Little John, Bruder Tuck und Will Scarlett gegen den ruchlosen und bösartigen Sheriff von Nottingham, der zudem als Normanne als Invasor gilt und das einfache Volk unterjocht und ausbluten lässt. Eine Schreckensherrschaft. In fast all diesen Filmen wie auch Romanen tritt der Held Robin Hood immer als edler und glorreicher Held auf. Seine Charakteristik gleicht mit wenigen Abstufungen immer die identischen Merkmale auf. Er erleichtert die Kaufleute und Fürsten um ihr Geld und Waren um es ans gemeine, einfache Volk zu verteilen. Aber war die historische Gestalt Robin Hoods, wenn es ihn denn gegeben haben soll, derartig selbstlos und edel in seinem Handeln? Glaubt man den historischen Quellen, so war die Zeit in der er sein Unwesen getrieben hat, voller Gewalt und Ungerechtigkeit. Die Normannischen Besatzer unterjochten die Landsmänner Robins und nicht wenige Familien oder alte Adelgeschlechter fielen unter der neuen tyrannischen Ordnung. Im Verlag Droemer Knaur ist mit „Der Barde“ von Angus Donald ist die Sage und Legende von Robin Hood erneut in einem historischen Roman erzählt worden. Inhalt Alan Dale hat viele Abenteuer und Gefahren bestehen müssen in seinem Leben. Nun im Winter seines Lebens angelangt möchte der alte Kämpe die Zeit nutzen um sein Leben zu Papier zu bringen, seine und die des Mannes zu erzählen, an dessen Seite er gelebt und gekämpft hat. Als Jugendlicher auf den Straßen von Nottingham war Alan ein „Beutelschneider“, ein Dieb der die Lederbänder durchtrennte die den Geldbeutel am Gürtel der Kaufmänner und Bürger festhielten. Besonders an Marktagen war Alan erfolgreich und er stahl nur um seine Mutter und sich selbst zu ernähren denn sein Vater, ein Barde wurde wegen Diebstahl aufgeknüpft. Eines schicksalshaften Tages aber, als Alan gerade auf Diebestour ist, wird er fast von den Soldaten des Sheriffs auf frischer Tat gestellt als er eine Pastete stehlen will, nur mit Not und ein wenig verletzt gelingt Alan die Flucht. Aus Angst das Alan von den Männern erkannt worden ist, bittet seine Mutter John um Hilfe der ein Freund von Robin Hood ist, dem Gesetzlosen, der Geächtete aus dem dunklen Sherwood Forest. Robin der in dem Jungen nicht nur einen talentierten Kämpfer vor sich sieht, sondern auch einen „Barden“, nimmt sich des jungen Diebes an. Von nun an ist Alan ein Gefährte Robin Hoods. Alan ist noch lange kein Kämpfer, aber Robin weiß schon wie er Alan einsetzen kann und bildet diesen zusammen mit einigen, etwas gleichaltrigen Jungen aus. Doch Alan wird nicht nur im Schwertkampf ausgebildet, sondern auch von einem französischen Barden in der Kunst der Musik und des höfischen Benehmens. Alan soll ein „Spion“ werden und sich später am Hofe des Sheriffs einschleichen um Informationen an die Geächteten zu übermitteln. Die Ausbildung ist hart, nicht nur körperlich sondern auch psychisch kommt Alan an die Grenzen. Unterrichtet im Schwertkampf von einem „gefangenen „ Tempelritter der mit den Geächteten durchaus sympathiert hat er schnell einen Freund auf seiner Seite. Doch auch Feindschaften bleiben nicht aus, und ein etwa gleichaltriger Junge, Guy der von einer Ritterlaufbahn träumt wird zu einem Gegner und späteren Todfeind. Im Laufe der Zeit wird aus dem Jugendlichen ein Erwachsener und es kommt der Tag an dem Alan sich an den Hof des Sheriffs einschleicht um Robin von dessen Plänen zu berichten. Als Alan als „Geächteter“ erkannt und verraten wird, scheint sein Tod beschlossene Sache zu sein. Unter Folter wird dem jungen Mann das Versteck von Robin Hood erpresst und der Sheriff rüstet sich zum vernichtenden Schlag gegen die Gesetzlosen…. Kritik „Der Barde“ von Angus Donald ist ein abenteuerlicher, historischer Roman, der sich mit der legendären Figur von Robin Hood beschäftigt. Doch diesmal ist der Charakter von Robin nicht so edelmütig und selbstlos wie es in anderen Erzählungen so oft der Fall ist. Dieser Robin kann grausam und hart sein, egoistisch und brutal setzt er seinen Willen durch. Robin ist war auch von Adel, ehe er durch Mord zu einem Geächteten wurde, doch wird sein Charakter vielschichtiger vom Autor gezeichnet, als so eindimensional wie wir die Figur schon seit langen aus anderen Epen her kennen. Das nimmt der Legende zwar nicht die Substanz, aber es ist ungemein interessant zu lesen, wie charakterlich wandelbar und ja auch grausam ein gesetzloser, wenn auch ein legendärer Robin Hood vielleicht gewesen sein mag. Angus Donald erzählt die Geschichte „Robin Hoods“, ausschließlich aus der Perspektive Alans, der wirklich gut in die Reihe der Getreuen eingebaut ist. Die gewohnten Charaktere wie Little John, Bruder Tuck, Will Scarlett sowie Lady Marian finden sich auch wieder ein, doch werden diese nicht einmal so annähernd verändert, sondern präsentieren so typisch wie eh und je. Das Tempo der Handlung ist wahnsinnig schnell fast schon zu schnell wechselt die actionreichen Auseinandersetzungen und Kämpfe mit der Ausbildung von Alan und ehe man es begreift, ist der Roman auch schon beendet. Nicht aber die Reihe: „Der Barde“ ist der Debütroman von Angus Donald und zugleich der Auftakt, denn im Nachwort erzählt der Autor schon auf welcher Bühne die Geschichte des Barden Alan weitererzählt wird, ob es nun allerdings im zweiten Teil endet oder noch weitere Teile anstehen, bleibt offen. Sehr beachtlich gelingt es Angus Donald, dem Autor, seine Protagonisten mit der Handlung zu kombinieren. Der Hauptcharakter ist und wird wohl auch in den nachfolgenden Bänden Alan Dale sein. Das ist schon offensichtlich, da ja der „ältere“ Alan zurückblickend die Geschehnisse dem Leser erzählt. Angus Donald hat seinen Alan nicht überzeichnet sondern spiegel ein realistisches Bild seiner Person wieder, auch wenn es Alan in der Dichtung und der Legendes des Robin Hoods wohl nicht gegeben hat. Alan ist mit Sicherheit der Sympathieträger innerhalb der Geschichte, doch auch andere Charaktere wirken lebendig und werden uns hoffentlich auch in den nächsten Bänden wieder begegnen. Dass sich der Autor mit Figuren aus den Reihen der Tempelritter bedient ist genial und von langer Hand geplant, denn spiele diese eine sehr, sehr wichtige Rolle, und das nicht nur im vorliegenden Roman. Auf weitere Abenteuer mit den weißgekleideten Kriegermönchen kann man gespannt sein. Im Grunde ist uns die Story um Robin Hood ja schon bekannt und auch Angus Donald, erspart sich phantastische Nebengeschichten und Plots, sondern präsentiert uns einen „menschlichen“ Robin Hood inmitten eines mittelalterlichen Englands. Historisch korrekt und gut recherchiert rundet der Autor die Geschichte ab. Zwar gibt es natürlich einiges an erzählerische Freiheit, aber die Story ist intensiv und wird den Leser in eine abenteuerliche Geschichte katapultieren die ausdrucksstark und bildlich erzählt wird. Die Actionszenen sind wie es sich für einen „Abenteuerroman“ gehört, nicht ohne Blutvergießen, doch andererseits geht es gerade in den Dialogen viel um Werte wie Freundschaft, Ehre und Moral und natürlich die Liebe nicht zu vergessen. Die Zeitzone in der „Der Barde“ spielt ist um 1189 und einige historische Persönlichkeiten sind natürlich auch im Nachwort des Autors erklärt. Auch wenn es eher abenteuerlicher Roman ist, so hat Angus Donald hervorragende Recherchearbeit bewiesen. Fazit „Der Barde“ von Angus Donald ist ein kleiner Sturm im historischen Genre. Actionszenen kombiniert mit einem vortrefflichen Sinn für Dramatik, versprechen ein spannendes Lesevergnügen. Der Stil von Angus Donald ist schlicht und einfach praktisch zu sehen. Packend erzählt er die Entwicklung eines kleinen Diebes dem schon der Strick des Henkers winkt zu einem der Getreuen Robins Hoods, der es versteht, neben dem schwingen des Schwertes auch seine Stimme einzusetzen. Vielleicht mag es den einen oder anderen eher abwegig vorkommen, dass ein „Barde“ es versteht auch zu kämpfen, doch auch Ritter, gerade adelige verstanden es mit Musik oder Gedichten die holden Burgfräulein zu bezaubern. Einen Kritikpunkt gibt es allerdings. Da die Erzählung streckenweise so schnell vorangetrieben wird, bleiben einige Protagonisten schlicht und ergreifend auf der Stelle stehen. Ich hoffe, dass der Autor zumindest im zweiten Teil den Charakteren die Gelegenheit gibt, sich zu entwickeln. Angus Donald wird mit seinem Debütroman „Der Barde“ seine Leser überzeugen und die sich freuen werden den zweiten Teil um die Abenteuer von Robin und Alan lesen zu können. Michael Sterzik

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