Angus Konstam Tudor Warships

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Inhaltsangabe zu „Tudor Warships“ von Angus Konstam

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  • Rezension zu "Tudor Warships" von Angus Konstam

    Tudor Warships

    wolfschwerdt

    18. May 2010 um 16:07

    Mit dem Band 142 der Osprey- Serie New Vanguard „Tudor Warships (1) – Henry VIII´s Navy, ist eine weitere hochinteressante Publikation des britischen Marine- und Militärhistorikers Angus Konstam erschienen. Detailliert beschreibt der ehemalige Kurator am Londoner Tower und am Mel Fisher Maritime Museum in Florida die Entwicklung der nordwesteuropäischen Kriegsmarinen von mit Soldaten bemannten Handelsschiffen des Mittelalters über umgerüstete Handelsschiffe des Spätmittelalters bis zum Umbau von Handles- zu Kriegsschiffen oder zum speziellen Kriegsschiffsbau. Die Tudors, allen voran Heinrich VIII waren für England maßgeblich an diesem Prozess beteiligt. Und mit der mächtigen Mary Rose, dem Flaggschiff Heinrich VIII war schließlich der erste Abschnitt der Entwicklung zu einer ständigen, spezialisierten Kriegsmarine der beginnenden Neuzeit dokumentiert. Konstam beschreibt konzentriert und illustriert durch zahlreiche historische Abbildungen, die Entwicklung der Marine Heinrich VIII. Steckbriefe der wichtigsten Schiffe der Tudorflotte und deren detaillierte, ganzseitige farbige Abbildungen, gezeichnet vom erfahrenen Illustrator Tony Bryan ergänzen die ausführlichen Informationen des Autors. Durch die Flottenlisten und Bestückungstabellen ist diese Publikation ebenso eine Fundgrube für den interessierten Leser, wie durch die Kapitel, die sich mit der Entwicklung der Feuerwaffen und deren Einfluss auf den Schiffbau und die Seekriegstaktik befassen. Und ganz besonders erfreulich auch der Literaturhinweis im Anhang. Hier hat Angus Konstam bewusst darauf geachtet, dass die empfohlene weiterführende Literatur in guten Buchläden oder Büchereien auch tatsächlich verfügbar ist. Ein Aspekt, der in keiner Abhandlung über die Tudor-Navies fehlen darf, ist natürlich die Mary Rose. Das Flaggschiff Heinrich VIII, das in einem Treffen mit der französischen Flotte 1546 vor dem Hafen Portsmouth gesunken und 1982 wieder gehoben wurde, ist immerhin das einzige umfassende archäologische Dokument der Flotte Heinrich VIII und eine Art Zeitkapsel der Tudorzeit. Konstam erläutert an der gut dokumentierten Bauweise des Wracks den Stand der Schiffbautechnik Mitte des 16. Jahrhunderts und damit die Ausgangssituation für die Weiterentwicklung der Tudor-Navy unter Elisabeth I, der übrigens der Band 149 der New Vanguard- Serie mit dem Titel „Tudor Warships (2) – Elisabeth I´s Navy“ gewidmet ist. Trotz des unglückseeligen Untergangs der Mary Rose, über dessen Ursachen immer noch spekuliert wird, folgt das Schiff mit dem mit modernen Bronzekanonen schwer bestückten Artilleriedeck, kurz oberhalb der Wasserlinie und den in den Rumpf geschnittenen Geschützpforten bereits einem modernen Konzept. Das immer noch im Vergleich zum Achterkastell hohe Vorderkastell, zeigt aber auch die Schiffbauliche und taktische Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und genau diese Schnittstelle ist es, so wird bei der Lektüre des Buches deutlich, was die Marine Heinrich VIII so anschaulich verkörpert.

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