Neuer Beitrag

KleineLeseecke

vor 7 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

Wir wollten ja heute mit der Leserunde beginnen und deshalb mache ich jetzt einfach mal den Anfang :).

Miriam ist 28 Jahre alt und noch nicht mit ihrem Germanistik- und Soziologiestudium fertig, weil ihr noch die Magisterprüfung fehlt. Zu allem Überfluss kann sie auch privat nichts „nachweisen“, denn sie hat sich vor acht Monaten von ihrem Ex-Freund Stephan getrennt und seitdem ist kein neuer Mann in Sicht. Sie selbst scheint kein Problem damit zu haben, ihr Umfeld dafür umso mehr.

Als ihre Schwester Eva bei ihr vor der Tür steht und sie mehr oder weniger überrumpelt dazu überredet, für die Geburtstagsfeier ihrer Mutter in die Heimatstadt Wismar zu fahren, ist Miriam alles andere als begeistert. Schon seit Jahren ist das Verhältnis zu ihren Eltern gespannt, weil sie nicht die elterliche Bäckerei übernehmen wollte. Blöderweise glaubt ihre Verwandtschaft auch noch, dass Miriam noch immer mit Stephan zusammen ist und ihr Studium bereits abgeschlossen hat. Sie trifft ihren besten Freund aus Kindertagen Olli wieder, der inzwischen für die Tageszeitung schreibt. Außerdem lernt sie einen attraktiven, aber unverschämten jungen Mann am Strand kennen, der Interesse an ihr zu haben scheint, doch sie verschwindet ohne ihm Namen oder Adresse gegeben zu haben.

Ich habe Miriam schon jetzt ins Herz geschlossen. Sie ist eine junge Frau, die zwar manchmal etwas tollpatschig und chaotisch zu sein scheint, dennoch weiß sie was sie will, sie hat sich schließlich gegen ihre Eltern durchgesetzt. Ich finde, man kann sich als junge Frau super mit ihr identifizieren und kennt ihre „Problemchen“ und Sorgen auch. Wer kann in dem Alter schon behaupten Karriere zu machen? Glücklich vergeben zu sein? Oder sogar beides? Ich glaube es geht den wenigsten so. Noch dazu ist sie kein Hungerhaken und modetechnisch auch nicht immer up to date, was sie noch sympathischer macht. Ich bin schon gespannt, wie es mit ihr weitergeht und wie sie sich aus ihrem Lügengeflecht befreien will ;).

Sehr sympathisch kommt auch Olli rüber. Er ist zielstrebig und erfolgreich, bodenständig und heimatverbunden, attraktiv und reif. Mindestens ein Mr Darcy, wie ich finde? ;) Mit Lissy scheint es ja nichts geworden zu sein und vielleicht empfindet er ja auch für Miriam mehr als bloß Freundschaft?

Am Strand ist Miriam ja Mr. Unbekannt begegnet und ich fand ich bis jetzt ehrlich gesagt richtig dreist und unverschämt. Auch wenn ich glaube, dass sich die beiden bald wieder begegnen werden (auf der Party) und dass er Miriams neuer Freund werden wird, würde ich mir schon jetzt eher ein Happy End für Miriam und Olli wünschen.

Saphi

vor 7 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

Miriam, Ende Zwanzig, Studentin und Single. In den Augen ihrer Eltern eine Absolute Katastrophe, weshalb sich Miriam auch dazu Entscheidet ihnen nicht die Wahrheit zu sagen sondern sich in Lügen zu verstricken - auch wenn die Lügen nun nicht ganz so schlimm sind. Ich kann es irgendwie nachvollziehen das sie ihren Eltern nicht die Wahrheit sagt. Bei dem Vater hätte ich es wahrscheinlich auch nicht getan. Ich kann mich gut in Miriam rein versetzten. Sie ist Chaotisch, Tollpatschig aber nicht auf den Mund gefallen. Sie geht ihren Weg und macht das wozu sie Lust hat. Sich gegen die Familie zu Stellen und zu sagen, dass sie den Familienbetrieb nicht übernimmt finde ich Mutig - auch wenn sie nun der Mut bei der Wahrheit zu bleiben ein bisschen verlassen hat :)

Der Schreibstil ist packend und mitreißend. Ich habe seit der ersten Seite Spaß an dem Buch und bin Neugierig wie es mit Miriam weitergeht. Olli - ihr Bester Freund fand ich auch sofort Sympatisch. Steht mit beiden Beinen im Leben und hat dieses wohl auch im griff. Und was ich total süß fand, er war sofort für wieder für Miriam da, obwohl die beiden sich ja eine lange Zeit nicht gesehen haben. Das ist auf jeden Fall Freundschaft und finde ich wirklich Super! Allerdings finde ich Mr. Unbekannt - auch wenn er Frech und unverschämt war - auch nicht Schlecht und bin schon auf das Wiedersehen der beiden gespannt. Ich glaube, er wird derjenige sein, den Sie auf die Party Schleppt - liegt ja eigentlich auf der Hand :)

Ich Freue mich schon aufs weiterlesen.

KleineLeseecke

vor 7 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

Saphi schreibt:
Olli - ihr Bester Freund fand ich auch sofort Sympatisch. Steht mit beiden Beinen im Leben und hat dieses wohl auch im griff. Und was ich total süß fand, er war sofort für wieder für Miriam da, obwohl die beiden sich ja eine lange Zeit nicht gesehen haben. Das ist auf jeden Fall Freundschaft und finde ich wirklich Super!

Ohja, ich bin auch ein großer Fan von Olli. So einen guten besten Freund braucht eigentlich jede Frau ;). Ich würde mir ja immer noch wünschen, dass ER mit Miriam zusammen kommt, aber irgendwie glaube ich das inzwischen nicht mehr. Sonst wäre nicht der attraktive Unbekannte aufgetaucht ;).

Beiträge danach
76 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

Donauland

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

Ach du meine Güte, habt ihr hier schon viel geschrieben, ich wird mich später durch die vielen Beiträge wühlen ... Ich hab eindeutig viel zu lange auf das Buch gewartet!

AnicaSchriever

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden
@justitia

Das mit "jeder will dein Bestes, aber keiner fragt, was du willst", ist ja schon wirklich eine beinahe Tatsache in Familien. Und wenn man dann eben versucht, seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen UND der Familie es recht zu machen, ist klar, dass das Projekt zum Scheitern verurteilt ist. Da finde ich Miriam fast konsequenter, die gleich sagt, Leute, mit mir nicht. Auch wenn sie dann trotzdem noch nicht genau weiß, wie es weitergehen soll. Und wie ich schon meinte, das Studium war sicher anfangs eine Trotzreaktion, aber jetzt? Nach 9 Semestern? Da wird sie sich doch sicher was bei gedacht haben mittlerweile, denn sie denkt ja auch über das Ende nach. ;)

Klar, hat Miriam das alles nicht nötig sich da sonst wie in ein Lügenkonstrukt zu verstricken, aber nimmt man alles mal zusammen...ich weiß nicht, da kann ich sie schon verstehen, dass die Lügen da ein bisschen der leichtere Weg sind, als vor den Eltern zuzugeben, dass es eben nicht so läuft, trotz der Ansage, die Bäckerei nicht übernehmen zu wollen. Zumal ich denke, sicher, sie ist schon Ende 20, aber da ist es bei ihr auch vermessen anzunehmen, dass sie da schon genau weiß wer sie ist und was sie nun für immer machen will. Ich würde ihr das nicht mal als Fehler ankreiden, sondern einfach als Unsicherheit. Ist der Weg der richtige? Was erwarten die Eltern? Und: Was erwarte ich vom Leben in Zukunft?

AnicaSchriever

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden
@Donauland

Ach, schön, dass dein Buch nun auch endlich da ist, Donauland. Ich hatte da schon ein bisschen Sorgen.

Aber schön zu lesen, dass sich die lange Wartezeit "gelohnt" hat und du gleich gut ins Buch hineingefunden hast. Wäre ja schon schade, wenn es genau anders gekommen wäre.

Und bzgl. der 9 Semester: Sicher ist das mit Arbeiten nebenher völlig in Ordnung. Aber man kommt ja trotzdem dann ins Grübeln: Was passiert danach? Komme ich durch die Prüfung? Ist es wirklich das, was ich will? Und was sagt die Familie am Ende? etc. pp. Das macht es vielleicht auch so leicht für sie, dass sie Eva reden lässt und sich da weit heraushält. Dumm nur, dass sie am Ende dann mit neuen Problemen dasteht.

Cappuccino-Mama

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

AnicaSchriever schreibt:
Und bzgl. der 9 Semester: Sicher ist das mit Arbeiten nebenher völlig in Ordnung.

Mein Mann hat während seines Studiums immer in den Semesterferien gearbeitet, da man aber an Fachhochschulen nicht einfach beliebig lange studieren darf, sondern sozusagen ein Zeitlimit gesetzt bekommt ("Urlaubssemester" um intensiv zu arbeiten sind nur in gewissem Umfang möglich) , daher musste er irgendwann das Studium abbrechen, da er keine Unterstützung von zuhause bekam - obwohl es ihm rechtlich gesehen zugestanden hätte - aber wer will das schon einklagen...

runerirav

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

Miriam konnte ich am Ende des ersten Anschnitts immer weniger einschätzen. Sie war mir von Anfang an sofort sympatisch und ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren. Nur merkte ich dann zum Ende hin, dass ich in manchen Situationen spontan anders reagiert hätte als sie. Auf jeden Fall am Strand, wo der sehr interessante junge Mann mit ihr flirtete und sie überhaupt nicht darauf reagiert, ja es anscheinend noch nicht einmal merkt das er flirtet! Ich hätte sie da am liebsten an den Schultern gepackt und kräftig geschüttelt...

Olli finde ich klasse! Er ist so ein richtig guter Freund, bei dem man das Gefühl hat, man hat sich ja erst gestern gesehen, auch wenn Jahre dazwischen liegen. Solche Freunde sind selten! Aber dafür um so wertvoller!!

Miriams Familie ist ja mal wirklich ein Graus. Da sehen und hören sie nach 5 Jahren zum ersten Mal was von ihrer Tochter und dann reagieren sie so?? Ich würde mir jeden Kommentar über mein Kind, seine Klamotten oder sein Leben sparen, wenn ich so lange nichts von ihm gehört hätte! Ich würde jeden Moment einfach nur genießen!! (Ich glaube das tat auch meine Mutter nach dem wir sehr lange keinen Kontakt hatten! Und das waren weit weniger als 5 Jahre!!)
Ich kann definitiv verstehen, warum Miriam damals alles hinter sich gelassen hat...

Zum Schreibstil: Ich finde es klasse die Geschichte aus Miriams Blickwinkel zu lesen. Es ist nur manchmal etwas erschreckend, da Miriam so in etwa redet/denkt wie ich.

AnicaSchriever

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

Cappuccino-Mama schreibt:
Mein Mann hat während seines Studiums immer in den Semesterferien gearbeitet, da man aber an Fachhochschulen nicht einfach beliebig lange studieren darf, sondern sozusagen ein Zeitlimit gesetzt bekommt ("Urlaubssemester" um intensiv zu arbeiten sind nur in gewissem Umfang möglich) , daher musste er irgendwann das Studium abbrechen, da er keine Unterstützung von zuhause bekam - obwohl es ihm rechtlich gesehen zugestanden hätte - aber wer will das schon einklagen...

Auch interessant zu hören.
Ich bin ja mit 10 Semester durchgekommen, davon 2 eben mit Prüfung und Abschlussarbeit, aber selbst das war hart, trotz Unterstützung, weil es total schwer zu koordinieren ist. Dauernd überlappt sich was mit den Seminaren und ach, da brauchte man echt Nerven wie Drahtseile.
Natürlich kann man prinzipiell so lange an der Uni studieren wie man will, ist aber dann ne Kostenfrage. Und die Studiengebühren...heisa, sag ich nur.

AnicaSchriever

vor 6 Jahren

Abschnitt I: Seiten 5 - 86
Beitrag einblenden

runerirav schreibt:
Miriam konnte ich am Ende des ersten Anschnitts immer weniger einschätzen. Sie war mir von Anfang an sofort sympatisch und ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren. Nur merkte ich dann zum Ende hin, dass ich in manchen Situationen spontan anders reagiert hätte als sie. Auf jeden Fall am Strand, wo der sehr interessante junge Mann mit ihr flirtete und sie überhaupt nicht darauf reagiert, ja es anscheinend noch nicht einmal merkt das er flirtet! Ich hätte sie da am liebsten an den Schultern gepackt und kräftig geschüttelt... Olli finde ich klasse! Er ist so ein richtig guter Freund, bei dem man das Gefühl hat, man hat sich ja erst gestern gesehen, auch wenn Jahre dazwischen liegen. Solche Freunde sind selten! Aber dafür um so wertvoller!! Miriams Familie ist ja mal wirklich ein Graus. Da sehen und hören sie nach 5 Jahren zum ersten Mal was von ihrer Tochter und dann reagieren sie so?? Ich würde mir jeden Kommentar über mein Kind, seine Klamotten oder sein Leben sparen, wenn ich so lange nichts von ihm gehört hätte! Ich würde jeden Moment einfach nur genießen!! (Ich glaube das tat auch meine Mutter nach dem wir sehr lange keinen Kontakt hatten! Und das waren weit weniger als 5 Jahre!!) Ich kann definitiv verstehen, warum Miriam damals alles hinter sich gelassen hat... Zum Schreibstil: Ich finde es klasse die Geschichte aus Miriams Blickwinkel zu lesen. Es ist nur manchmal etwas erschreckend, da Miriam so in etwa redet/denkt wie ich.

Ich finde das keineswegs verwerflich oder merkwürdig, dass du anders reagiert hättest. Mir geht es da auch so. Gut, ich hätte dieses ganze Theater gar nicht erst veranstaltet, aber das ist ne andere Sache. ;) Aber was den fremden Mann vom Strand betrifft: Dass man ihm das als Flirten auslegt, habe ich irgendwie gar nicht so direkt beabsichtigt beim Schreiben. Ich weiß auch nicht, ob er das selbst als Flirten bezeichnen würde. Ich glaube, er neckt Miriam lieber, weil die sich so aufregt. Wo ich, ich gebe es zu, total bei ihr bin. Hübscher Typ hin oder her, aber ich weiß nicht, ob ich das so toll finden würde, wenn mich da so ein x-beliebiger Typ einfach so frech von der Seite fotografiert. Als Leser sieht man das wohl anders, man ist ja auch "weg vom Geschehen", insofern, ich hoffe, du verstehst, was ich meine. ;)

Was Olli betrifft: Sehe ich absolut genauso. Jede/r braucht einen Olli. Olli ist einfach nur super und nicht mit Gold aufzuwiegen!

Mit den Eltern hast du sicherlich recht. Ich glaube, die meisten hätten so reagiert wie du es beschreibst. Aber wie gesagt, man darf die Ursachen nicht außer Acht lassen. Und ich denke auch, so eine Reaktion wäre nach allem, auch nach 5 Jahren, von Miriams Vater nicht glaubwürdig gewesen. Und, es gibt auch solche Eltern, darf man auch nicht vergessen. Außerdem, es muss ja auch schlüssig sein, warum Miriam so lange weggeblieben ist. Wie du schon sagst.

Ach wirklich? Interessant. :) Wünsche dir natürlich weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Neuer Beitrag

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.