Anika Beer

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Autorenbild von Anika Beer (© Anette Klein)

Lebenslauf

Anika Beer, Jahrgang 1983, ist Autorin, Lektorin und Neurobiologin. Die Arbeit an der Universität inspirierte sie, naturwissenschaftliche Themen wie Immunologie, Neuroinformatik oder Tissue Engineering zur Grundlage für ihre Romansettings zu machen. Als Lektorin und Autorin engagiert sie sich für den sensiblen, gewalt- und diskriminierungsfreien Gebrauch von Sprache. Anika Beer lebt, schreibt und lektoriert in Bielefeld (wird aber voraussichtlich niemals einen Roman über die Verschwörung schreiben). Mehr über die Autorin findet sich auf Instagram unter @anika.beer.autorin, auf Twitter unter @haemophagus oder auf Patreon unter patreon.de/whitechapel

Alle Bücher von Anika Beer

Cover des Buches Als die schwarzen Feen kamen (ISBN: 9783570401477)

Als die schwarzen Feen kamen

(251)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Wenn die Nacht in Scherben fällt (ISBN: 9783570402023)

Wenn die Nacht in Scherben fällt

(122)
Erschienen am 13.05.2013
Cover des Buches Kieselsommer (ISBN: 9783570157732)

Kieselsommer

(68)
Erschienen am 24.07.2017
Cover des Buches Requiem für einen blutroten Stern (ISBN: 9783959916196)

Requiem für einen blutroten Stern

(50)
Erschienen am 31.10.2024
Cover des Buches Succession Game (ISBN: 9783492705882)

Succession Game

(47)
Erschienen am 29.09.2022
Cover des Buches Euphoria City (ISBN: 9783570313961)

Euphoria City

(38)
Erschienen am 13.09.2021
Cover des Buches Niemand soll uns trennen (ISBN: 9783570312674)

Niemand soll uns trennen

(45)
Erschienen am 10.06.2019
Cover des Buches Am Horizont das Meer (ISBN: 9783442488674)

Am Horizont das Meer

(26)
Erschienen am 19.04.2021

Interview mit Anika Beer

7 Fragen an Anika Beer

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Wie ich zum Schreiben gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr, weil ich damals noch so jung war. Geschichten zu erfinden und zu erzählen, ist für mich so natürlich, wie essen, trinken oder schlafen - es gehört einfach zum Leben dazu. Ich habe ständig einen riesigen Haufen von Ideenschnipseln im Kopf, und ich liebe es, einzelne Teile herauszuzupfen und daraus eine vollständige Geschichte zu basteln. Und der beste Moment ist der, in dem sich plötzlich alles zusammenfügt und einen Sinn ergibt, den ich den Schnipseln allein nicht ansehen konnte. Der allerschönste Teil an der Schreiberei ist für mich aber gar nicht das Schreiben an sich, sondern der Moment, wenn die Geschichte bei den Lesern ankommt. Wenn andere Menschen sich über die Geschichte genauso freuen können wie ich, dann bin ich glücklich und zufrieden.

2) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Meine private Leseliste ist genau so bunt wie die Liste der Empfehlungsquellen. Natürlich lese ich das Genre, in dem ich schreibe - die Urban Fantasy und Mystery und Dystopien und was sich sonst noch so im Bereich Jugendbuch/Junge Erwachsene findet. Da mag ich besonders die "Tribute von Panem" (wer nicht?), die "Schattenschwingen"-Trilogie von Tanja Heitmann oder "The Girl with the Glass Feet" von Ali Shaw, das ja jetzt endlich auch nach Deutschland kommt - um nur mal ein paar zu nennen, die mir in letzter Zeit deutlich im Gedächtnis geblieben sind. Ansonsten lese ich quer durch die Genres, was immer mir interessant scheint. Zu meinen All-Time-Favourites gehören da beispielsweise Jeffrey Eugenides' "Middlesex", Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray", Markus Zusaks "Die Bücherdiebin" oder Haruki Murakamis "Afterdark". Empfehlungen bekomme ich von überall her. Von Freunden, aus meinem Autorenkreis, über das Internet. Suchen muss ich Empfehlungen daher eigentlich nicht, sie springen mich sozusagen förmlich an, und ich kaufe eigentlich immer mehr Bücher als ich in absehbarer Zeit lesen kann. Aber das Problem dürften ja die meisten hier kennen.

3) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht ... Michael Ende hätte ich toll gefunden - der Held meiner Kindheit! Aber das geht ja nun schlecht ...

4) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Ideen und Inspiration kann man sich nicht holen - sie überfallen einen einfach, hinterrücks und völlig unebrechenbar. Ich glaube ja, unsere ganze Welt ist überwuchert von Ideenranken, die wir mit dem bloßen Auge nur nicht wahrnehmen können. Diese Ranken treiben immer wieder dicke Knospen aus, die irgendwann platzen und ihre Flugsamen in die Atmosphäre schleudern, damit die im Kopf eines Menschen Wurzeln schlagen können. Bei mir fällt so ein Samen dann meist auf sehr fruchtbaren Boden, treibt aus und wuchert und wächst, bis die Ideenpflanze ein großer Busch ist, der selbst Samen produziert ... Das ist schon ein ziemliches Dickicht, aber zum Glück habe ich liebe Menschen, die mir helfen, das Gedankengestrüpp ab und an zu stutzen, damit es in die richtige Richtung wachsen kann.

5) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich schreibe eigentlich jeden Tag, und wenn nicht, dann plane ich an meinen Geschichten. Oder ich schreibe Nachts. Diszipliniert bin ich dabei mehr oder weniger - ich würde lügen, wenn ich sagte, ich hätte regelmäßige Schreibzeiten. Es gibt Tage, an denen ich sehr viel schreibe und kaum aufhören kann, und dann wieder Zeiten, in denen tippe ich tagelang nicht mehr als ein paar Wörter. Aber da das meist bedeutet, dass es gerade in mir arbeitet und die Geschichte sich entwickelt, bis das nächste Teilstück sich leicht herunterschreiben lässt, kann ich solche Phasen inzwischen ziemlich entspannt angehen.

6) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Oh, viele, ehrlich gesagt. Natürlich möchte ich gern weiter Jugendbücher schreiben, aber ich würde mich gern auch in anderen Richtungen versuchen. Ideen habe ich genug, sie müssen nur aufgeschrieben werden - und dann natürlich auch noch gemocht werden. Außerdem würde ich gern reich und berühmt genug werden, dass ich mir die Exzentrik eines großen Ninja-Hauses mit Geheimgängen, japanischem Garten, Dojo, Pool und zweistöckiger Bibliothek leisten kann. ;-)

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Wie fühlt es sich an, wenn ein Lebenstraum in Erfüllung geht? Das ist ganz schwer zu beschreiben. Als ich die Nachricht von meiner ersten Veröffentlichung bekam, saß ich gerade mit meinem Bruder und seiner Freundin beim Frühstück in einem Café. Ich musste mich ganz groß beherrschen, nicht den ganzen Laden zusammenzuschreien vor Freude. Das ist ein ganz, ganz tolles Gefühl, das einem durch und durch geht. Na ja, und dann dachte ich: Verflixt! Ich brauche ein neues Lebensziel ...

Neue Rezensionen zu Anika Beer

Cover des Buches Requiem für einen blutroten Stern (ISBN: 9783959916196)
Anndlichs avatar

Rezension zu "Requiem für einen blutroten Stern" von Anika Beer

Anndlich
Achtung: Prequel!

1873, London. Der Konzertpianist Cedric Edwards bekommt eine folgenschwere Diagnose, er ist sterbenskrank und ihm sollen nur noch wenige Jahre bleiben. Seine beiden Töchter müssen bereits den Tod ihrer Mutter verarbeiten und Cedric würde alles dafür tun, um bei ihnen zu bleiben. Da kommt ihm der ungewöhnliche Therapievorschlag seiner Ärztin Dr. Shaw wie gerufen und er hinterfragt die potenzielle Unsterblichkeit nicht. Doch hat Cedric damit wirklich ein Leben bei seinen Töchtern gerettet oder holt er sich vielleicht eine ganz andere Dunkelheit ins Leben? 

Requiem von Anika Beer ist ein unheimlich atmosphärischer Fantasy Roman aus dem viktorianischen London. Anika Beer schafft es, die damalige Atmosphäre aufzufangen und es gelingt trotz fantastischer Elemente ein einfacher Weltaufbau. Der Einstieg ins Buch war unfassbar gut, Beer Schreibstil ist detailliert und stimmungsvoll, sodass man gerne durch die Seiten fliegt. Der Perspektivwechsel zwischen dem Konzertpianisten Cedric Edwards und dem Heimjungen Dorián sorgt für ein temporeiches Lesevergnügen, das nicht nur eine Geschichte schreibt, sondern auch immer wieder gesellschaftliche Kritik einbaut, die bis heute reicht. So unfassbar gut mir jedoch der Beginn gefallen hat, der ein Gefühl für ein Highlight übermittelt hat, so schwach wurde es dann leider gegen Ende des Buches. Ich empfand es unfassbar schade, dass viele Fragen, die sich im Laufe des Buches stellen, nicht geklärt werden und man erst mit Beenden des Buchs erfährt, dass es sich hierbei um ein Prequel handelt. Das macht das Ende natürlich verständlich, sorgt bei mir dennoch eher für ein schlechtes Lesegefühl, denn inhaltlich scheint die Hauptreihe sehr weit weg von Requiem und weckt mein Interesse überhaupt nicht. Weitere Schwachstellen waren für mich die sehr einfachen Auflösungen, die nicht so recht zum clever aufgebauten Universum gepasst haben, dass sehr detailliert und fein ausgeklügelt war.

Deswegen reicht es am Ende schweren Herzens nur für 2,5*, die der Autorin und ihrem Schreibstil absolut nicht gerecht werden, denn dieser war hervorragend und die Figuren, vor allem Cedric Edwards wurden unfassbar toll gezeichnet, aber für mich blieben am Ende leider zu viele Fragen offen oder wurden mit ‚das ist eine andere Geschichte‘ beantwortet, was mich absolut unzufrieden zurücklässt. Dennoch werden ich weitere Werke der Autorin im Auge behalten, denn diese schreien eindeutig nach ganz viel Potenzial. 

Cover des Buches Requiem für einen blutroten Stern (ISBN: 9783959916196)
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Rezension zu "Requiem für einen blutroten Stern" von Anika Beer

Whale_in_the_Clouds
Vampirstory der anderen Art

Cedric hat nachdem er seine Frau verloren hat einen schlimmen Verdacht: Auch er leidet an einer Erkrankung, die ihn wahrscheinlich umbringen wird. Bis seine Ärztin ihm einen Ausweg mit einem Serum anbietet. Allerdings hat das Serum einen Nachteil: Er wird danach auf Blut angewiesen sein. Parallel dazu erlebt Dorian den Horror eines jeden Kindes: Er hat keine Eltern und landet an einem Hof, wo er für seinen Unterhalt arbeiten muss. Geheimnisse wabern über diesen Hof und niemand mag ihn einweihen, nicht einmal die neuen Freunde, die er dort findet. 

Das Buch ist aus den zwei Perspektiven geschrieben und hat sich für meinen Geschmack echt gezogen. Cedric ist ein langweiliger, wenn auch gut nachvollziehbarer Protagonist, während ich Dorian ziemlich interessant fand. Dadurch, dass die Perspektiven immer wieder gewechselt werden fand ich das Erzähltempo noch langsamer, wenn auch der Schreibstil an sich gut war. 

Die Handlung ist entsprechend auch ziemlich langsam, bis zum Ende, dort eskaliert dann alles. 

Für meinen Geschmack sind für einen Einzelband am Ende zu viele Fragen offen geblieben, was aber auch daran liegen mag, dass die Story sehr viel Zeit für die Einordnung und den Anfang benötigt und so nicht so wirklich viel Zeit für das Ende geblieben ist. Vielleicht ist es auch Absicht und es wird doch noch einen zweiten Band geben, ich weiß es nicht. 

Insgesamt hat mir das Buch stellenweise gut gefallen, sich insgesamt aber zu lange gezogen und zu viel offen gelassen für meinen Geschmack. 

Cover des Buches Requiem für einen blutroten Stern (ISBN: 9783959916196)
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Rezension zu "Requiem für einen blutroten Stern" von Anika Beer

ElOlorDeUnLibro
Vampirismus als Heilmittel?

Cedric ist Pianist im späten 19. Jahrhundert. Und er ist todkrank. Um seine Familie nicht allein zu lassen, lässt er sich auf eine riskante neuartige Therapiemethode seiner Ärztin ein - und erwacht als Unsterblicher.


Meine Meinung:

Boah! Wieso hab ich diesen Schatz noch nicht früher gelesen?

Das Buch hat einen unfassbar schönen Schreibstil - man fühlt, sieht, erlebt alles genau vor sich. Es ist, als wäre man selbst aus der Zeit gefallen. Dann noch die Schauplätze, von denen ich selbst auch den ein oder anderen bereits bereist habe - es hat sich angefühlt, als wäre ich da. Also, Wahnsinn, wie man so schreiben kann!

Wer hier Action erwartet, wird enttäuscht werden - das Cover passt einfach perfekt zum Buch. Es ist langsam und atmosphärisch erzählt und fühlt sich an, wie ein kalter, nebliger Novembermorgen, an dem die Stadt nur langsam erwacht.

Spannung ist trotzdem viel geboten - die Erzählperspektiven brauchen ihre Zeit, bis die Fäden zusammenlaufen, aber jede Geschichte für sich, war super spannend und man wollte wissen, wie es weitergeht.


Nachdem ich die Autorin auf einer Buchmesse selbst kennenlernen durfte und sie mir erzählt hat,es handelt sich um einen Einzelband, hatte ich eigentlich erwartet, das Buch würde alle Fragen klären - aber ein paar Hintertürchen für mögliche Fortsetzungen, hat die Autorin dennoch offen gehalten.

Sehr gelungen.


Fazit:

Wer langsam erzählte Geschichten mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Gespräche aus der Community

Hallo Vampir-Fans, London-Fans und Histo-Fantasy-Fans - habt ihr Lust meinen Roman mit mir zu lesen? Ich verlose 15 eBooks zu "REQUIEM für einen blutroten Stern" und würde mich freuen, wenn ihr mit mir ins London und Rom des 19ten Jahrhunderts reisen und die Geheimnisse eines vampirischen Wissenschaftlerclubs aufdecken möchtet. Sie spielen auch Golf! Und Klavier! Also, seid ihr dabei?

239 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  ViktoriaScarlett

Im letzten Abschnitt war gefühlt mehr los als im ganzen Buch. Mich frustriert es nach all dem hin und her, dass ich am Ende nicht einmal annährend weiß, wie es Dorothy geht/ergangen ist. Dennoch war dieser Abschnitt wohl der Beste des gesamten Buches. Die letzten Zeilen lassen vermuten, dass es eine Fortsetzung geben wird. Obwohl mich Dorians und Dorothys Schicksale interessieren, würde ich nicht weiterlesen wollen. Es tut mir leid.

Wir lesen zusammen das beste Buch, das ich je geschrieben habe, sprechen über die Zukunft, Biopunk, Escape Rooms und den Klimawandel und haben dabei hoffentlich außerdem eine Menge Spaß! Bei sehr aktiver Teilnahme schauen wir vielleicht auch gemeinsam ins Online Escape Game zum Buch hinein. Die Verlosungsexemplare sind Printexemplare. Ich freue mich über alle, die dabeisein wollen!

757 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  SeVan

Ich kann dir nur zustimmen:)

Hallo ihr Lieben,

wie schön, dass ihr bei meiner Leserunde zu Euphoria City dabei sein wollt! Ich bin schon sehr gespannt darauf, mit euch ins Dämmerland von Euphoria einzutauchen und freue mich darauf, mich mit euch über Puppen, Krähen und Prinzen austauschen zu können.

Eine gute Reise uns allen und viel Glück!

Anika

499 BeiträgeVerlosung beendet
Sti_Sta_Steffis avatar
Letzter Beitrag von  Sti_Sta_Steffi

Ein unglaublicher Showdown im Herzen von Euphoria und endlich erhalten wir noch alle wichtigen Informationen, die das ganze Rund machen.

Euphoria ist nun abgeschaltet und ich freue mich das Sami und Nora sich nochmal sehen konnten. Die beiden wird für immer ein unglaubliches Abenteuer verbinden.

Ich hätte auch gerne noch mehr über die unteren Ebenen erfahren.


Zusätzliche Informationen

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