Anita Albus Im Licht der Finsternis

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Inhaltsangabe zu „Im Licht der Finsternis“ von Anita Albus

Anita Albus beleuchtet poetisch und kenntnisreich einen der bedeutendsten Romanciers der Weltliteratur: Marcel ProustAuf einzigartige Weise vereint Anita Albus in ihren Aquarellen, ihren Studien zur Kunst und ihrem gefeierten Buch ›Von seltenen Vögeln‹ intensive Kennerschaft und künstlerische Präzision. Mit diesem subtilen und leidenschaftlichen Blick nähert sie sich Marcel Proust und seinem monumentalen Werk: ›Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‹. In einer spannenden Lektüre führt die Autorin den Leser auf verschlungenen Pfaden durch den Proustianischen Garten der Lüste mit seinem Höllen- und seinem Paradiesflügel. Zahlreiche prächtige Illustrationen ergänzen ihre Deutungen.

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  • Rezension zu "Im Licht der Finsternis" von Anita Albus

    Im Licht der Finsternis
    Clari

    Clari

    19. April 2011 um 16:47

    Versuch einer Interpretation von Prousts Roman „À la recherche du temps perdu“. Nur mit höchsten Leseansprüchen versehen sollte man sich an das Werk von Anita Albus heranwagen, in dem sie Prousts Romanwerk interpretiert hat. Setzt sie doch beim Leser ausreichende Kenntnis von Prousts Lebenswerk „ Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ voraus. Proust selbst hat seinen Roman als Kathedrale gesehen, wie es auf dem Einband heißt, in dem er weit verzweigt „Naturgesetze, Kunst und Religion als große Einheit begriffen hat“. Antia Albus ergeht sich u.a. in naturkundlichen Beobachtungen, die sie in der darstellenden Kunst gespiegelt sieht. Sie beschreibt Prousts Fähigkeit, sich durch Kochkünste an sinnliche Gaumenfreuden heran zu tasten und ergeht sich in religiösen Bezugnahmen zu Prousts Werk. Am Beispiel der sich von den Ritualen der religiösen Zeremonien entfernenden Kirchen und der damit verbundenen Entfremdung der kirchlichen Gemeinschaft liest man bei Anita Albus:„ Ohne die Perspektive der Unsterblichkeit, die sich ihm ( Proust) durch die „göttliche Speise“ einer in Tee getauchten Madeleine offenbarte“, wäre die Recherche, wie die zweckentfremdeten Kathedralen, ihres Sinnes beraubt.“ Dieses Zitat markiert den Schwierigkeitsgrad, mit dem die anspruchsvollen Interpretationen von Anita Albus den Leser herausfordern. Sie zitiert aus Briefen und Romanen Prousts, um auf diese Weise in die Gedankenwelt des begnadeten Dichters einzustimmen. Da geht es um Glauben oder Unglauben, um die Wahrnehmung seines Werkes als eines umfassend zu verstehenden Kosmos von Eindrücken und einem Gesellschaftsbild, in dem sich Sinnlichkeit und Realität einer ganzen Epoche widerspiegeln. Proust hat an Blüten und Früchten zahlreiche Erinnerungen festgemacht, die diese sinnlichen mit den kontemplativen Eindrücken zu einer Einheit verbunden haben. Durch Analogien zu Darstellungen der bildenden Kunst, in Sakralwerken, der Bibel und immer wieder der großartigen Architektur der Kathedralen durchzieht das Buch von Anita Albus ein Anspruch von allumfassender Interpretation von Prousts „Recherche“. Wenngleich mir eine intuitive Aufnahme von Prousts Werk gelungen zu sein scheint, in der die Erfahrungen kindlicher Sinneseindrücke eine gewichtige Rolle spielen, die mit einem gewissen Ewigkeitswert behaftet sind, bleibt mir die ausufernde Interpretationsfreude von Anita Albus fremd. Sie ist selber eine Künstlerin, deren Ausdrucksweise einen großartigen ästhetischen Wert zeigt. Insofern zeugt ihre Analyse von eigenem Kunstverstand und Gewandtheit im Ausdruck. Reich bebildert und mit zahlreichen Anmerkungen versehen kann man sich vorstellen, dass Anita Albus sich tief in das Werk Prousts hineingedacht hat. Der Fischerverlag hat das Buch in einer wunderschönen bibliophilen Ausgabe herausgebracht. Für den Kunstkenner und Literaturfreund ist das Buch ein Gewinn und eine kunstvolle Ergänzung zu Proust Lebenswerk.

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