Anita Amirrezvani Das Lied der Rosen

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Rosen“ von Anita Amirrezvani

Persien, um 1620. Über den Dächern von Isfahan leuchten die strahlendblauen Kuppeln der Prachtmoscheen. Eine junge begabte Teppichknüpferin kommt in die reiche Stadt, mittellos und ohne Aussicht auf eine eigene Familie. Sie ist fest entschlossen, um ihr Glück zu kämpfen, als ihr unerwartet die Liebe begegnet. Eine wunderbar erzählte Geschichte, fesselnd und anrührend wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.
Das Erscheinen eines Kometen über dem Dorf bringt Unheil über ein junges Mädchen und seine Familie: Der Vater verunglückt tödlich, noch ehe er einen guten Mann für seine Tochter finden kann. Um überleben zu können, muss sie mit ihrer Mutter zu Verwandten in die große Stadt Isfahan ziehen. Ein hartes und arbeitsames Leben ohne eigene Familie scheint ihr bevorzustehen, denn die nötige Mitgift für eine Heirat wird sie wohl nie aufbringen können. Geld verdienen kann sie nur durch ihre Kunstfertigkeit im Knüpfen von Teppichen und ihr Talent im Umgang mit den Mustern und den leuchtenden Farben. Doch im Reich von Schah Abbas sind Frauen allenfalls als stumme Arbeiterinnen geduldet, Teppiche selbst entwerfen oder gar verkaufen dürfen sie nicht. Da lernt die junge Frau einen reichen und gutaussehenden Mann kennen und plötzlich ahnt sie, dass die Liebe ihr Schicksal wenden könnte.

Dieses Buch hat mich angenehm überrascht, habe es gern gelesen.

— gretchen2808

Nicht so meins... ich habs einfach nicht so mit Büchern die in der Vergangenheit spielen.

— Steffifi

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    Das Lied der Rosen

    gretchen2808

    28. June 2017 um 19:52

    Ich bekam dieses Buch geschenkt. Selbst gekauft hätte ich es mir sicher nicht, denn weder das Cover noch der Klappentext überzeugten mich.Dennoch, schon nach den ersten paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.Beschrieben wird das Leben eines jungen Mädchens in Persien 16. Jahrhundert. Nach dem frühen Tod ihres Vaters haben es ihre Mutter und sie nicht leicht. Völlig mittellos ziehen sie zu nahen Verwandten und sind dort mehr Sklaven als liebe Angehörige.EIne Heirat scheint der einzige Ausweg zu sein, doch so leicht - ohne Mitgift - ist es nicht. Eine Ehe auf Zeit wird angeboten - ist das ein Ausweg?Ich bin bei diesem Buch in eine völlig andere Welt abgetaucht. Andere Bräuche, andere Sitten - ich fand es sehr interessant und bin jetzt ganz bestimmt ein wenig schlauer. Leider auch etliche Wörter, die sich zwar mehr oder weniger im Laufe des Buches selbst erklärten, aber die ich neugierdehalber doch gegoogelt habe. Ich hätte mir hier am Ende des Buches eine Worterklärung gewünscht.

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  • Es war einmal...

    Das Lied der Rosen

    Julia_20

    16. November 2013 um 17:34

    Inhalt: Zwischen Armut und Reichtum muss sich ein junges Mädchen mit ihrer Mutter durchs Leben schlagen. Ein einziger Fehler treibt die beiden in Hungersnöte und macht sie zu Obdachlose - ein Leben, das sich niemand von uns auch nur vorstellen kann. Das Buch erzählt detailliert die Lebensgeschichte der Beiden - man erlebt in diesem Buch fast schon hautnah die Tief- als auch die Höhepunkte der Frauen. Die persische Geschichte hat mich zu tiefst berührt, nicht nur, dass man soviel von der Religion dazu lernt, sondern auch das Elend der Frauen sehr genau mitbekommt - das mich oft zutiefst erschüttert hat. Charaktere: Die Personen, als auch das Leben dieser, wurde hervorragend beschrieben. Sie waren sehr detailliert beschrieben, vom Aussehen her, als auch vom Charakter. Es ist zwar eine Geschichte mit wenig Höhenpunkten, das was aber erzählt wird, berührt zu tiefst. Eigene Meinung: Für mich war das Buch eine absolute Überraschung, da die Aufmachung jetzt nichts besonderes war und mich auch der Klappentext nicht richtig überzeugt hat. Von mir auf jeden Fall vier Sterne für die märchenhaft-persische Erzählung. LG Juls

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  • Rezension zu "Das Lied der Rosen" von Anita Amirrezvani

    Das Lied der Rosen

    kubine

    Zuerst war nichts, und dann war Gott. Niemand war vor Gott. So wie unsere Märchen mit „Es war einmal...“ beginnen, beginnen persische Erzählungen und Märchen mit diesem Satz. Und so bezaubernd wie ein Märchen, ist auch dieses Buch. Ein junges Mädchen kommt, zusammen mit ihrer Mutter, nach dem Tod ihres Vater nach Isfahan. Dort werden sie von wohlhabenden Verwandten aufgenommen. Allerdings werden sie dort behandelt wie Hausangestellte: Sie müssen von früh bis abends arbeiten, müssen sich anhören, wir teuer es ihren Gastgebern zu stehen kommt, sie aufgenommen zu haben, und dafür auch noch unterwürfig und dankbar sein. Einzig Gostaham, der Hausherr, hat ein wenig Mitleid mit ihnen. Als er erkennt, dass das junge Mädchen ein Talent zum Teppichknüpfen besitzt, lehrt er sie, alles was er weiß. Er ist nämlich Teppichknüpfer des Schahs. Und das junge Mädchen saugt das Wissen förmlich auf, nur manchmal hat es Schwierigkeiten, es auch umzusetzen. Aber sie ist nur ein Mädchen, ein armes noch dazu. An eine Zukunft als selbständige Teppichknüpferin ist nicht zu denken. Und ohne Mitgift wird es auch schier unmöglich sein, einen Mann zu finden. So willigen sie und ihre Mutter zähneknirschend in ein Sigeh ein, eine Ehe auf Zeit. Ermöglichte es doch ein wenig Unabhängigkeit von ihren Verwandten, da der Mann für den Unterhalt aufkommen musste. Und mit etwas Glück würde aus dem Sigeh eine dauerhafte Ehe werden. Nichts wünscht sich das junge Mädchen mehr, zumal sie ihren Ehemann von mal zu mal mehr lieben lernt. Als er sich aber eine richtige Ehefrau sucht, beginnt für das junge Mädchen ein Kampf um ihre Unabhängigkeit... Das Debüt von Anita Amirrezvani liest sich wie ein Märchen aus „Tausendundeine Nacht“ und ist doch soviel mehr: Ein bunt gewebter Teppich aus historischem Roman, Handwerkskunst und Emanzipation. Die namenlose Protagonistin, die stellvertretend für so viele namenlose Handwerkskünstler steht, ist vom Schicksal ziemlich schwer gebeutelt. Das Leben meint es nicht wirklich gut mit ihr, obwohl es hier und da durchaus kleine Lichtblicke gibt. Aber meist durch eigene Dummheit verlöschen diese wieder wie eine Kerze im Wind. In vielen Dingen naiv, stur und eigenwillig (wie Teenager nun mal so sind), passt sie nicht so recht ins Persien des 17. Jahrhunderts. Und doch wird sie immer wieder gezwungen, sich unterzuordnen und anzupassen. Erst nach Überwindung einiger Schicksalsschläge, kann sie endlich versuchen, ihr eigenes Leben zu führen. Und man wünscht ihr viel Erfolg dabei. Die Situation der Frauen im Iran der damaligen Zeit wird im Buch sehr genau aufgezeigt. Wenn es dem Wohle der Familie diente, wurden sie für eine Ehe auf Zeit verkauft (besonders ärmeren Familien blieb meist keine andere Wahl, da das Geld für eine Mitgift fehlte). Sie hatten nicht dieselben Rechte wie eine richtige Ehefrau, aber durch den Sigeh ein Auskommen. Und wer jetzt glaubt, dass dies nur eine besondere Beziehungsform damaliger Zeit war, der irrt: Auch heute noch wird der Sigeh praktiziert. Auch mussten sich die Frauen in der Öffentlichkeit verschleiern, durften nicht alleine irgendwo hingehen, wollten sie ihren Ruf wahren. Allerdings sah ich beim Lesen keine vermummten Frauen aus heutiger Zeit vor mir, sondern Gestalten aus arabischen Märchen. Und nicht nur das. Die Beschreibungen der Autorin sind so detailliert und realitätsnah, dass das ganze Buch wie ein Film vor dem geistigen Auge abläuft. Ich habe mir Isfahan aufgrund der Beschreibung im Buch genau so vorgestellt, wie es in Wirklichkeit aussieht (was ich bei der anschliessenden Internetrecherche feststellte), habe den Duft der Blumen gerochen, den Wind auf meiner Haut gespürt und die wundervollen Teppiche gesehen, wenn ich die Augen schloss. Es ist eine leise, unaufgeregte Geschichte, ohne große Höhepunkte, und doch trägt sie den Leser unaufhaltsam durch das Leben der kleinen Teppichknüpferin. Jedes Muster im Teppich erzählt eine Geschichte, jedes Ornament hat seine Bedeutung – so ist auch die Geschichte aufgebaut. Jedes Kapitel erzählt eine Begebenheit, jede kleine Wendung hat eine Bedeutung für den weiteren Verlauf. Die Märchen, die die Autorin geschickt am Ende eines jeden Kapitels mit einwob, machten daraus eine runde Sache, sie waren sozusagen das I-Tüpfelchen. Zuerst war nichts, und dann war Gott. Niemand war vor Gott. So fangen arabische Märchen an, so fängt auch dieses Buch an, das hoffentlich noch viel Leser verzaubern kann...Inshallah.

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    • 6

    kubine

    20. January 2011 um 17:08
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