Anita Lasker-Wallfisch

 4.6 Sterne bei 25 Bewertungen

Lebenslauf von Anita Lasker-Wallfisch

Anitka Lasker-Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, erzählt von der Zerstörung einer jüdischen Familie und davon, wie sie und ihre Schwester Renate die Konzentrationslager der Nazis überlebten. Die Autorin, die das Londoner English Chamber Orchstra mitbegründete und bis in die Jahrtausendwende erfolgreich als Cellistin arbeitete, gehörte zum „Mädchenorchester“ von Auschwitz. Ihre Lebenserinnerungen sind das eindrucksvolle Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals im 20. Jahrhundert und eine sehr persönliche, anrührende Chronik einer Überlebenden des Holocaust. In einem Nachwort berichtet die Autorin über ihre auf Lesereisen gesammelten Erfahrungen mit dem deutschen Publikum.

Alle Bücher von Anita Lasker-Wallfisch

Anita Lasker-WallfischIhr sollt die Wahrheit erben
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Ihr sollt die Wahrheit erben
Ihr sollt die Wahrheit erben
 (25)
Erschienen am 01.10.2007
Anita Lasker-WallfischIhr sollt die Wahrheit erben. Breslau - Auschwitz - Bergen-Belsen
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Ihr sollt die Wahrheit erben. Breslau - Auschwitz - Bergen-Belsen
Anita Lasker-WallfischInherit the Truth 1939-1945
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Inherit the Truth 1939-1945
Inherit the Truth 1939-1945
 (0)
Erschienen am 15.04.1996

Neue Rezensionen zu Anita Lasker-Wallfisch

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UteSeiberths avatar

Rezension zu "Ihr sollt die Wahrheit erben" von Anita Lasker-Wallfisch

Ein deutsch-jüdisches Frauenschicksal
UteSeiberthvor 4 Monaten

Es ist gut,dass Anita Lasker-Wallfisch den Holocaust überlebt  und  ihre Erinnerungen an diese Zeit aufgeschrieben hat.Offenbar hat es ihr damals geholfen,dass sie sehr musikalisch war und ein Cello zur Verfügung gestellt bekommen hat und so gehörte sie zu dem Mädchenorchester in Auschwitz.Dadurch  haben sie und ihre Schwester das KZ Bergen-Belsen überlebt und es ist erschütternd zu lesen,wie schwer die Bedingungen waren nicht getötet zu werden.

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Monika58097s avatar

Rezension zu "Ihr sollt die Wahrheit erben" von Anita Lasker-Wallfisch

Wer dieses Buch gelesen hat, wird es nicht wieder vergessen
Monika58097vor 8 Monaten

Anita Lasker-Wallfisch hielt Ende Januar 2018 eine Gedenkrede vor dem Deutschen Bundestag. Anlass war der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zur Erinnerung an den Tag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945.

In einem Zeitungsartikel bin ich auf ihr Buch, auf ihre ganz persönliche Geschichte gestoßen. Ich habe in den letzten Jahren viel zu dem Thema gelesen und doch erschüttert mich jedes einzelne Schicksal aufs Neue. Es gibt Sätze in diesem Buch, die machen den Leser sprachlos. So viel Leid, so viel Entsetzen. Ein Grauen, das uns heute unvorstellbar scheint. 

Anita Lasker, ihre Eltern und ihre zwei Schwestern wurden in Breslau geboren, sind dort groß geworden, haben dort gelebt, doch sie sind Juden. Die Familie wird deportiert. Während die Eltern sofort in die Tötungsmaschinerie in Auschwitz geraten, kommen Anita und ihre Schwester Renate ins Gefängnis. Gefängnis bedeutete damals Überleben. Vorerst. Die ältere Schwester Marianne konnte rechtzeitig nach Großbritannien fliehen. Doch auch Anita und Renate bekommen eines Tages den Befehl, alle Habseligkeiten zu packen. Sie werden deportiert. Nach Auschwitz. Sie werden getrennt.

Anita kann sich retten, weil sie Cellistin ist. Musikerinnen werden immer wieder gebraucht für das Mädchenorchester im KZ. Die Mädchen und Frauen müssen muntere Lieder spielen, wenn neue Menschentransporte ankommen. Anita wird Zeugin der direkten Selektionen. Die einen direkt in die Gaskammern, die anderen in die Baracken. Als die Nazis mit den Töten in den Gaskammern nicht mehr nachkommen, werden Kinder und Erwachsene einfach lebendig in die Öfen geschmissen. 

Anita und Renate überleben das Grauen, werden nach Bergen-Belsen transportiert. Ein Überleben mit Hunger, Dreck und Krankheit, doch sie überleben. Über einen Umweg über Belgien, gelangen die beiden jungen Frauen nach der Befreiung nach England. Anita Lasker-Wallfisch hat sich geschworen, nie wieder einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen. 

"Ihr sollt die Wahrheit erben - Die Cellistin von Auschwitz" - es ist ein sehr persönliches Buch, sehr intensiv, sehr berührend. Anita Lasker-Wallfisch hatte nie vorgehabt, über ihr Erleben, über ihr Überleben zu sprechen und zu schreiben. Sie wollte ihre Kinder nicht mit ihrer Geschichte belasten. Dennoch schrieb sie ihre Geschichte für ihre Kinder und Enkel auf. Es wurde mehr daraus. Ihren Schwur, nie wieder deutschen Boden zu treten, hat sie gebrochen. Noch heute, im hohen Alter, spricht sie vor jungen Menschen, vor Schulklassen. Sie spricht gegen das Vergessen. 

Ich musste beim Lesen immer wieder Pausen einlegen, das Gelesene sacken lassen. Wie kann ein Mensch ein halbwegs normales Leben führen, der das Grauen von Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt hat? Wer dieses Buch gelesen hat, wird es nicht wieder vergessen.

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Biankas_Buecherkistes avatar

Rezension zu "Ihr sollt die Wahrheit erben" von Anita Lasker-Wallfisch

weiterer bericht aus dem zweiten weltkrieg
Biankas_Buecherkistevor 3 Jahren


Wenn man so das Cover sich anschaut, denkt man das die Geschichte dahinter nicht so spannend sein kann. Sobald man diese aber angefangen hatte, konnte man nicht mehr aufhören. 

Anita ist ein jungen Mädchen, als sie in das Vernichtungslager Auschwitz kommt. Sie und ihre Familie glauben, dass nun ihr letztes Stündchen geschlagen hat und alle sterben werden. Doch bei der Selektion entschlüpft es Anita das sie Cello spielen kann. Was nun folgt, glaubt sie garnicht, denn sie wird zur Seite gestellt und sie soll warten. Ihr Leben wird durch das Cello spielen gerettet, vorerst zu mindestens. Im Laufe ihres Lagerlebens erfährt sie einige Sache und muss dennoch jeden Tag um ihr Leben kämpfen.

Im Buch findet man viele Briefwechsel zwischen der Familie. Diese bringen etwas Abwechslung hinein, aber mir hat dies leider garnicht gefallen. Ansonsten war der Schreibstil sehr flüssig und schnell lesbar. Man konnte nicht aufhören mit lesen.

Das Cover zeigt die junge Anita beim Cello spielen. 

An und für sich ist das Buch für jeden lesenswert, der mehr über den zweiten Weltkrieg erfahren möchte und hautnah Schicksale erleben möchte.

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