Anita Lasker-Wallfisch Ihr sollt die Wahrheit erben

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Inhaltsangabe zu „Ihr sollt die Wahrheit erben“ von Anita Lasker-Wallfisch

Das erschütternde Schicksal einer jüdischen Musikerin Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. Ihre Lebenserinnerungen sind das eindrucksvolle Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals und eine sehr persönliche, anrührende Chronik einer Überlebenden des Holocaust.

Ein seltener Bericht, der einem besser als die Schulbücher ein Bild von Gefangenschaft und KZ vermitteln kann

— Allesleserin

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    Ihr sollt die Wahrheit erben

    Biankas_Buecherkiste

    05. December 2015 um 12:00

    Wenn man so das Cover sich anschaut, denkt man das die Geschichte dahinter nicht so spannend sein kann. Sobald man diese aber angefangen hatte, konnte man nicht mehr aufhören.  Anita ist ein jungen Mädchen, als sie in das Vernichtungslager Auschwitz kommt. Sie und ihre Familie glauben, dass nun ihr letztes Stündchen geschlagen hat und alle sterben werden. Doch bei der Selektion entschlüpft es Anita das sie Cello spielen kann. Was nun folgt, glaubt sie garnicht, denn sie wird zur Seite gestellt und sie soll warten. Ihr Leben wird durch das Cello spielen gerettet, vorerst zu mindestens. Im Laufe ihres Lagerlebens erfährt sie einige Sache und muss dennoch jeden Tag um ihr Leben kämpfen. Im Buch findet man viele Briefwechsel zwischen der Familie. Diese bringen etwas Abwechslung hinein, aber mir hat dies leider garnicht gefallen. Ansonsten war der Schreibstil sehr flüssig und schnell lesbar. Man konnte nicht aufhören mit lesen. Das Cover zeigt die junge Anita beim Cello spielen.  An und für sich ist das Buch für jeden lesenswert, der mehr über den zweiten Weltkrieg erfahren möchte und hautnah Schicksale erleben möchte.

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  • Rezension zu "Ihr sollt die Wahrheit erben" von Anita Lasker-Wallfisch

    Ihr sollt die Wahrheit erben

    Elisabeth87

    20. January 2012 um 15:20

    Klappentext: Anita Lasker-Wallfisch, die heute als Cellistin im Londoner English Chamber Orchestra spielt, gehörte zum “Mädchenorchester” in Auschwitz. Ihre Lebenserinnerungen sind das eindrucksvolle Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals im 20. Jahrhundert und eine sehr persönliche, anrührende Chronik einer Überlebenden des Holocaust. Meine Meinung: Dieses Buch habe ich mir zugelegt, nachdem wir von der Universität aus bei einem Zeitzeugengespräch mit Anita Lasker-Wallfisch im Kepler Salon waren und sie uns einige Teile zusätzlich zu ihren Erzählungen daraus vorgelesen hat. Ich hatte schon nach dem Gespräch unglaublichen Respekt und tiefe Bewunderung für sie übrig, aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe, ist mir erst bewusst, wie schlimm es damals für sie eigentlich gewesen sein muss. Sie erzählt in diesem Buch wie es begonnen hat, als Hitler an die Macht gekommen ist, wie schleichend die Veränderungen eingetreten sind, zum Beispiel das Tragen des Judensterns und auch, dass sie zu diversen Zeiten nicht mehr einkaufen durften. Man bekommt erzählt, dass der Vater Dr. Alfons Lasker, der als Rechtsanwalt gearbeitet hat, die ganze Sache zu Beginn als nicht so schlimm ansah und dann die verzweifelten Versuche seine Kinder Anita, Marianne und Renate noch rechtzeitig aus Deutschland weg zu bringen. Man erfährt weiter, dass dies leider nicht gelingt, dass die Eltern und die Großmutter umgebracht werden und dass Anita und Renate in eine Papierfabrik zur Zwangsarbeit versetzt werden. Marianne gelingt es zu fliehen, sie geht zuerst nach England und später nach Palästina. Anita und Renate verhelfen einigen französischen Kriegsgefangenen zur Flucht und werden dafür ins Gefängnis gebracht, wo sie dann getrennt werden, als Renate zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wird und Anita zuerst im Gefängnis verbleiben muss und dann ins Konzentrationslager Auschwitz überstellt wird. Es hat mich erschüttert zu lesen, dass sie sogar noch einen Zettel unterschreiben musste, auf dem sie bestätigt, freiwillig nach Auschwitz zu gehen. Anita hat schon immer gerne Cello gespielt und das hat ihr im Endeffekt dann wohl in Auschwitz auch das Leben gerettet, was man gleich merkt, als sie dort ankommt. Sie hatte wahnsinniges Glück, dass sie mit einem kleinen Häftlingstransport angekommen ist und so der Selektionsrampe in Auschwitz entkommen konnte, wo direkt bei der Ankunft entschieden wurde, wer in die Gaskammer kommen würde. Meine Reisegefährten und ich warteten in dieser Baracke bis Tagesanbruch. Damals wusste ich noch nicht, dass ich die erste Hürde bereits übersprungen hatte. Wenn Transporte in Birkenau ankamen, war eine Empfangskommision von SS-Männern am Bahnsteig, die selektierten, wer ins Lager gelassen würde und wer direkt in die Gaskammer kam. Anita Lasker-Wallfisch, Zeitzeugin und Orchestermitglied Die Gefangenen erhielten alle eine Tätowierung mit einer Nummer und das wurde auch von Häftlingen gemacht. Anita erzählte der Frau, dass sie Cello spielte und diese sagte die folgenden Worte: „Das ist ja phantastisch! Stell dich abseits, bleib dort stehen und warte! Du wirst gerettet werden!“ Anita kam ins Mädchenorchester von Auschwitz, das sich aus sich aus Profi- und Laienmusikerinnen aus Deutschland, Frankreich, Polen und andere europäische Länder zusammensetzte. Dirigentin war die damals weltberühmte Geigerin Alma Rosé, die Nichte des Komponisten Gustav Mahler. Das Orchester – entstanden aus einer Laune des Auschwitz-Kommandanten – musste bei der Ankunft der Häftlinge im Lager spielen, bei den Selektionen, im Kranken- und Versuchsblock. Wir gaben Konzerte, ob man es glaubt oder nicht, an Sonntagen, manchmal im Freien zwischen Lager A und B oder im Revier. Außerdem mussten wir immer bereit sein, etwas zu spielen, wenn SS-Leute in unseren Block kamen. Sie kamen meistens um sich von den „Strapazen“ zu erholen, bei denen sie entschieden, wer leben und wer sterben sollte. Bei einer solchen Gelegenheit spielte ich die Träumerei von Schumann für Dr. Mengele, dem berüchtigten Lagerarzt…. Anita Lasker-Wallfisch, Zeitzeugin und Orchestermitglied Ich erinnere mich gut, dass ich entsetzt war von diesen Gräueltaten zu hören, andererseits ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass wir davon erfahren, damit diese Dinge nicht in Vergessenheit geraten und sie sich vor allem nicht wiederholen. Fazit: Man kann wirklich nur sagen, dass dieses Buch einem die Augen öffnet für die Grausamkeiten, die im zweiten Weltkrieg in den Konzentrationslagern vor sich gegangen sind. Lest dieses Buch und seid froh, dass ihr heute lebt, wo es keine Konzentrationslager mehr gibt, so wie ich froh bin, dass ich zu spät geboren wurde, um dies am eigenen Leib mitzuerleben!

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  • Rezension zu "Ihr sollt die Wahrheit erben" von Anita Lasker-Wallfisch

    Ihr sollt die Wahrheit erben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2007 um 12:31

    Erschütternd ist das Schicksal von Anita Lasker-Wallfisch und ihrer Schwester. Mit präszisen Beschreibungen des Erlebten gelingt es der Autorin das Grauen der damaligen Zeit zu vermitteln. Das Buch hat nicht den Charakter eines Romans sonder eher eines Berichts oder Tagebuchs gestützt durch eine Vielzahl von Briefen, die Lasker-Wallfisch damals mit Ihrer Verwandschaft wechselte. Es ist einfach zu lesen und ein anschaulich geschriebenes Werk, um nicht zu vergessen...

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