Anita Shreve Das Echo der verlorenen Dinge

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Inhaltsangabe zu „Das Echo der verlorenen Dinge“ von Anita Shreve

Die englische Lazarettschwester Stella Bain irrt durch London. Sie hat alles verloren: ihr Gedächtnis, ihren richtigen Namen, ihre Familie. Aber sie ist mutig, sie will ihre Erinnerung zurück, auch um den Preis einer schrecklichen Wahrheit. Lange Gespräche mit dem jungen Londoner Arzt August Bridge führen sie in die eigene Vergangenheit - liegt dort der Schlüssel zu ihrem alten Leben?

Sehr intensiv und bewegend. Ein ruhiger, aber laut rufender Roman ernster Töne.

— Floh
Floh

Nach schwerem Einstieg wurde ich gebannt, emotional und bewegend, vom Kampf sich selbst zu finden und den Mut nicht aufzugeben.

— SillyT
SillyT

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  • Das Echo der verlorenen

    Das Echo der verlorenen Dinge
    Kleine8310

    Kleine8310

    27. March 2017 um 20:50

    "Das Echo der verlorenen Dinge" ist ein Roman der Autorin Anita Shreve. Auf dieses Buch bin ich durch den schönen Titel aufmerksam geworden und überzeugt hat mich dann der interessante Klappentext. Ich liebe solche emotionalen und geheimnisvollen Geschichten und habe mir von diesem Buch viel versprochen.   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Stella Bain. Stella ist eine englische Lazaretkrankenschwester und sie hat alles verloren. Im Jahr 1916 ist London noch vom Krieg gezeichnet und Stella ist auf der Suche nach ihren Erinnerungen. Sie erinnert sich nicht mehr an ihren Namen oder auch an ihre Herkunft. Dass der junge Arzt August Bridge sie aufnimmt und ihr mit der neuartigen Methode der Psychoanalyse Hilfe verspricht, gibt ihr neue Hoffnung. Doch die schmerzhaften Bilder sind nicht das schlimmste, denn Stella findet ihre Erinnerung und es stellt sich heraus, dass sie ihre Familie verlassen musste. Doch gibt es für sie noch ein Zurück? Mit dem Einstieg in die Geschichte hatte ich, aufgrund des Schreibstils, von Anita Shreve, zu Beginn ein paar kleinere Probleme. Ich fand die abgehackten und sehr knappen Sätze gewöhnungsbedürftig und habe das Lesen, besonders bis ich mich daran gewöhnt hatte, als ziemlich holprig empfunden.    Die Charaktere wurden von der Autorin gut ausgearbeitet. Ich finde sie hatten den nötigen Tiefgang der bei der Thematik wichtig war, aber große Sympathien konnte keiner von ihnen bei mir wecken. Die Handlung ist interessant, aber richtig gefesselt, so wie ich es mir gewünscht hätte, war ich leider nicht davon.    Die Emotionen waren für mich das große Plus an der Geschichte. Die Zeit in der sie spielt und Stella's Schicksal lassen den Leser/die Leserin nicht kalt und mir ging es teilweise auch unter die Haut. Leider war manches sehr einfach vorherzusehen, was die Spannung ein wenig kaputt gemacht hat. Wäre der Spannungsbogen noch höher gewesen hätte ich die Geschichte definitiv noch besser bewertet, so bewegt sie sich, für mich, im guten Mittelfeld! Positiv:  * interessante Buchidee * gute Ausarbeitung der Charaktere * gute Darstellung der Emotionen   Negativ:  * einiges war leicht vorherzusehen, was die Spannung doch sehr minderte * die Handlung hätte ein bisschen vielseitiger sein dürfen   "Das Echo der verlorenen Dinge" ist eine schöne, gefühlvolle Geschichte, die mich gut unterhalten, aber nicht gänzlich umgehauen hat!

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  • Ein sehr schweres Thema gefühlvoll umgesetzt

    Das Echo der verlorenen Dinge
    SillyT

    SillyT

    04. September 2016 um 12:33

    Im ersten Weltkrieg erwacht eine Frau in einem Lazarett in Marne, Frankreich. Sie kann sich an rein gar nichts erinnern, weder an das, was zuvor passiert ist, noch wer sie ist oder wie sie heißt. Beim Anblick einer Schwersterntracht, die ihrer Liege gegenüber hängt, kommt ihr der Name Stella Bain in den Sinn und so nennt sie sich jetzt. Zwar klingt ihr Akzent nach einer Amerikanerin, doch sie muss zuvor schon in einem Lazarett gearbeitet haben, denn sie kennt sich sowohl mit der Versorgung der Verletzten aus als auch mit dem Fahren des Rettungsfahrzeugs. So bleibt sie eine zeitlang in Marne, spürt aber immer wieder den inneren Drang nach London zu kehren und dort die Admiralität aufzusuchen. Warum sie dieses Gefühl hat, kann sie nicht sagen, doch nach dem sie um Urlaub von der Front gebeten hat, reist sie mit verletzten Männern nach London. Dort wird sie zunächst krank, doch zum Glück wird sie von Lily Bridge und ihrem Mann, der Arzt ist, aufgenommen. Die Beiden kümmern sich um Stella und August, der Gesichtschirurg ist, vermutet bei Stella ein Schützengrabentrauma, heute als Kriegstrauma bekannt. Er beginnt mit ihr Therapiesitzungen, um ihre Erinnerungen zurückzuholen. Doch erst als sie mit Dr. Bridge in die Admiralität geht, kommt heraus, wer sie wirklich ist, denn hier begegnet sie einem Mann, der sie sofort erkennt.Meine Meinung: Ich muss gleich zugeben, dass mir der Einstieg in das Buch alles andere als leicht fiel. Der Schreibstil war für mich zunächst sehr gewöhnungsbedürftig, denn die Sätze wirkten kurz und abgehackt. Die Erzählform in der dritten Person und in der Gegenwart machten es mir auch noch einmal schwerer, Bezug zu der Protagonistin und ihrer Geschichte zu finden. Ich konnte mich nur schwer in ihre Situation einfühlen und auch ihre Darstellung kam mir ungewöhnlich blass vor. Jetzt im Nachhinein denke ich aber, dass genau das die Absicht der Autorin war, denn durch diese Art zu schreiben, gibt sie doch sehr gut Stellas Welt wieder, kalt, knapp, leer. Ich bin auch sehr froh, dass ich über meine Anfangsschwierigkeiten hinaus gelesen habe, denn nachdem sie in der Admiralität erkannt wurde, gibt es eine komplette Wendung in der Geschichte. Zunächst gibt es einen Zeitsprung in die Vergangenheit, in der ich endlich "Stella" besser kennenlernen und auch endlich verstehen lernen durfte. Ab hier wurde ich von der Geschichte gefesselt und hatte auch keinerlei Probleme mehr mit dem Schreibstil. Das Geschehen nahm deutlich mehr Tempo auf und endlich kam man auch dahinter, worum es hier wirklich geht. Anita Shreve geht mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis an die Situation der Frau zu Beginn der 20er Jahre ein, es wird deutlich, wie wenig Rechte hier noch bei einer Frau lagen. Allein das noch kaum bekannte Trauma, das Soldaten oft befiehl und heute als Kriegstraumata bekannt ist, ist hier noch unerforscht und wurde einer Frau erst gar nicht zugesprochen, auch wenn sie im Lazarett Furchtbares gesehen und erlebt hatte. Bei einer Frau galt das nämlich als "typischer Fall weiblicher Hysterie" (Zitat, Seite 251). Puh, diese Worte haben mich innerlich vor Wut aufschreien lassen und ich bin sehr froh, dass sich diese Ansichten heute geändert haben. Genau diese Gefühle hat Anita Shreve hervorragend ausgearbeitet und dargestellt. Auch konnte ich mich nun sehr viel besser in die Protagonistin "Stella" versetzen. Ich verspürte sehr viel Bewunderung für diese starke und mutige Frau, die es trotz aller Umstände schafft, für sich und ihre Rechte einzutreten. Dieses Buch schien zunächst nur langatmig und fade, aber es wandelte sich zu einem Buch voller Emotionen und Darstellungen einer Zeit im Umbruch. Das Ganze ist der Autorin sehr gut gelungen und sie hat die ganze Situation der Protagonistin sogar sprachlich umgesetzt. Mein Fazit: Auch wenn ich im Nachhinein denke, dass der Beginn des Buches genau so gewollt ist, hatte ich es sehr schwer in die Geschichte zu finden. Aber allen Lesern, denen es hier genau so ergeht wie mir, kann ich nur dazu raten, am Ball zu bleiben und weiterzulesen. Das Buch packt ein sehr schwieriges Thema an, über das ich selber bisher noch nie so richtig nachgedacht habe. Dementsprechend habe ich auch nach dem Beenden des Buches immer wieder über das Gelesene nachgedacht und gegrübelt. Frau Shreve ist es perfekt gelungen, diese Zeit realistisch einzufangen und wiederzugeben. Vielen Dank dafür!

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  • War leider überhaupt nicht meins

    Das Echo der verlorenen Dinge
    Buchmaid

    Buchmaid

    06. August 2016 um 07:56

    Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezi Exemplar direkt vom Verlag. Ich habe das Buch angefragt, weil mich sowohl das Cover, als auch der Klappentext angesprochen hat. In dem Buch geht es um eine Frau die während dem ersten Weltkrieg ihr Gedächtnis verliert und daraufhin versucht herauszufinden wer sie ist. Ich hatte große Erwartungen an das Buch, da mich die Thematik normalerweise sehr anspricht und interesssiert. Jedoch hatte das Buch leider nicht den gewünschten Effekt und ich war ziemlich schnell genervt von der Geschichte und auch von der Hauptprotagonistin. Ebenso hat mir der Schreibstil der Autorin überhaupt nicht zugesagt. Die Geschichte ist in der Gegenwart geschrieben, jedoch allgemein gehalten und wird zum Beispiel nicht aus der Sicht von "Stella" erzählt. Da es normal nicht meine Art ist einfach ein Buch nach ein paar Seiten abzubrechen, habe ich dem Ganzen noch eine Chance gegeben. Jedoch kam es mir beim Lesen so vor, als ob ich den Schulaufsatz eines Kindes lese. Ich hatte extreme Probleme mich zu motivieren weiter zu lesen. Nachdem das Buch jetzt zwei Tage bei mir rum lag, hab ich es nochmal versucht. Die Dialoge sind wirklich sehr anstrengend und  teilweise total Sinnfrei, was zur Folge hat: es macht einfach keinen Spaß dieses Buch zu lesen. Um nicht zu spoilern kann ich leider nicht genau in die Tiefe gehen, was mich genau genervt hat. In der Mitte des Buches habe ich dann entschieden abzubrechen und das Buch nicht bis zum Ende zu lesen. Leider war dieses Buch aus meiner Sicht ein absoluter Fehlgriff.

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  • Sie erreicht wieder ihre alte Form

    Das Echo der verlorenen Dinge
    robbylesegern

    robbylesegern

    25. May 2015 um 13:28

    Anita Shreve wurde durch Bücher wie "Olympia", "Die Frau des Piloten" oder "Das Gewicht des Wasser", einem breiten Publikum bekannt. Auch mich haben diese Bücher begeistert und so habe ich bei ihrem neuen Buch " Das Echo der verlorenen Dinge " zugegriffen und es auch nicht bereut. Protagonistin ihres neuen Romans ist Stella Bain, die als Lazarettschwester in einem Lazarett an der Marne ,während des ersten Weltkriegs arbeitet. Allerdings unterscheidet sie sich von ihren Mitschwestern dadurch, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat. Sie wurde auf einem Karren in das Lazarett gebracht, ohne zu wissen, wer sie ist und was vorher geschah. Lange arbeitet sie dort, bis sie sich eines Tages nach London absetzt. Dort glaubt sie, den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit zu finden. Per Zufall begegnet sie Lily Bridge, die sie mit zu sich nach Hause nimmt. Zusammen mit ihrem Mann August, der als Gesichtschirurg im ansässigen Krankenhaus arbeitet und sich der neuen medizinischen Richtung Psychotherapie widmet, versucht sie sich zu erinnern. Mir hat das neue Buch der Schriftstellerin Anita Shreve ausnehmend gut gefallen. Das Thema der Anfänge der Behandlung kriegstraumatisierten Menschen fand ich sehr ansprechend, aber vor allem die Geschichte der Stella Bain, deren Name sich später als falsch herausstellt, hat mich fasziniert. Ihre Rolle als Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts um ihre Rechte kämpfen muss und eine Diagnose, die zur damaligen Zeit, als Kriegstraumata noch unbekannt waren, zu verheerenden Folgen führen konnten. Auch die Beschreibung der Lazarettarbeit und die atmosphärische Schilderung der Auswirkungen des Krieges haben mich stark berührt. Hinzu kam dann noch eine sehr schöne ausgefeilte Sprache, die mich das Ganze richtig genießen ließen. Ich finde Frau Shreve ist auf dem Weg ihre alte Schreibform wieder zu erlangen, wie sie mit diesem Buch eindrucksvoll beweist.

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