Schnittstellen

von Anja Abens 
3,3 Sterne bei7 Bewertungen
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Inhaltsangabe zu "Schnittstellen"

Meike ist sechzehn: Kein Bock auf Schule, Selbsthass, Essstörungen, Migräneanfälle, sie tickt aus, zerschlägt Spiegel und ritzt sich die Haut, bis das Blut fließt. Regelmäßig. Eine dunkle Zeit. Ganz normale Pubertät? Mutter und Tochter berichten von einer Zeit schmerzhafter Hilflosigkeit, schwerer Krisen, existenzieller Angst. Und wie sie herausgefunden haben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404616701
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:237 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:24.08.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    WildRoses avatar
    WildRosevor 2 Jahren
    Selbstverletzung aus der Sicht einer Betroffenen und ihrer Mutter

    Meike und Anja Abens verfassten dieses Buch gemeinsam, um eine sehr schwierige Zeit ihres Familienlebens verarbeiten zu können, denn Meike, das jüngste Kind von Anja Abens, entwickelte im Laufe ihrer Jugend psychische Probleme. Zu diesen zählten Perfektionismus, Selbsthass, eine Essstörung und schließlich auch selbstverletzendes Verhalten in Form von Ritzen. Abwechselnd berichten Mutter und Tochter auf sehr authentische Weise, wie es ihnen damals ging und wie sie die Geschehnisse erlebten. Dabei beschreiben sie die Situationen genau so, wie sie sie damals empfunden und erlebt haben, ohne auf erst später entwickeltes Wissen oder Einsichten zurückzugreifen. Gerade dies macht ihre Geschichte sehr mitreißend und lebendig für den Leser.

    Was ich jedoch schade finde, ist der Fokus auf das Kranksein, wohingegen kaum Seiten darauf verwendet werden, den Prozess der Heilung zu beschreiben. Man hat das Gefühl, Meike erkenne ganz plötzlich, was ihr Ziel sei (nämlich ein Studium beginnen zu können) und dadurch wäre plötzlich alles gut. Ich hätte es interessant gefunden, mehr darüber zu erfahren, wie die Dinge sich für die Familie wieder zum Positiven entwickeln konnten, insbesondere nachdem Meike ihrer Mutter gegenüber oftmals äußerst angriffslustig gewesen war. Das muss doch Spuren hinterlassen und die Beziehung der beiden stark geprägt haben, worauf jedoch kaum eingegangen wird.

    Ich denke, dass das Buch sich jedoch gut für Menschen eignet, die sich für das Thema der Selbstverletzung interessieren, sowie auch für Angehörige psychisch kranker Menschen, die deren Gedankengänge durch die Beschreibungen Meikes möglicherweise besser nachvollziehen können. Weniger geeignet erscheint mir das Buch durch die potenziell triggernde Wirkung für die Betroffenen, die im Endeffekt auch nicht wirklich Lösungsansätze vorgeschlagen bekämen. Dafür bietet das Buch einen meinen Erfahrungen zufolge sehr realistischen Einblick in das Zusammenleben mit einem psychisch kranken Familienmitglied.

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    Wintergrimmvor 2 Jahren
    Schwattenranzs avatar
    Schwattenranzvor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    J
    Jule211vor 5 Jahren
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    Sarlaschtvor 7 Jahren
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    Lynvinialvor 7 Jahren

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