Anja Abens Schnittstellen

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Inhaltsangabe zu „Schnittstellen“ von Anja Abens

Meike ist sechzehn: Kein Bock auf Schule, Selbsthass, Essstörungen, Migräneanfälle, sie tickt aus, zerschlägt Spiegel und ritzt sich die Haut, bis das Blut fließt. Regelmäßig. Eine dunkle Zeit. Ganz normale Pubertät? Mutter und Tochter berichten von einer Zeit schmerzhafter Hilflosigkeit, schwerer Krisen, existenzieller Angst. Und wie sie herausgefunden haben.

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  • Selbstverletzung aus der Sicht einer Betroffenen und ihrer Mutter

    Schnittstellen
    WildRose

    WildRose

    04. August 2016 um 17:32

    Meike und Anja Abens verfassten dieses Buch gemeinsam, um eine sehr schwierige Zeit ihres Familienlebens verarbeiten zu können, denn Meike, das jüngste Kind von Anja Abens, entwickelte im Laufe ihrer Jugend psychische Probleme. Zu diesen zählten Perfektionismus, Selbsthass, eine Essstörung und schließlich auch selbstverletzendes Verhalten in Form von Ritzen. Abwechselnd berichten Mutter und Tochter auf sehr authentische Weise, wie es ihnen damals ging und wie sie die Geschehnisse erlebten. Dabei beschreiben sie die Situationen genau so, wie sie sie damals empfunden und erlebt haben, ohne auf erst später entwickeltes Wissen oder Einsichten zurückzugreifen. Gerade dies macht ihre Geschichte sehr mitreißend und lebendig für den Leser. Was ich jedoch schade finde, ist der Fokus auf das Kranksein, wohingegen kaum Seiten darauf verwendet werden, den Prozess der Heilung zu beschreiben. Man hat das Gefühl, Meike erkenne ganz plötzlich, was ihr Ziel sei (nämlich ein Studium beginnen zu können) und dadurch wäre plötzlich alles gut. Ich hätte es interessant gefunden, mehr darüber zu erfahren, wie die Dinge sich für die Familie wieder zum Positiven entwickeln konnten, insbesondere nachdem Meike ihrer Mutter gegenüber oftmals äußerst angriffslustig gewesen war. Das muss doch Spuren hinterlassen und die Beziehung der beiden stark geprägt haben, worauf jedoch kaum eingegangen wird. Ich denke, dass das Buch sich jedoch gut für Menschen eignet, die sich für das Thema der Selbstverletzung interessieren, sowie auch für Angehörige psychisch kranker Menschen, die deren Gedankengänge durch die Beschreibungen Meikes möglicherweise besser nachvollziehen können. Weniger geeignet erscheint mir das Buch durch die potenziell triggernde Wirkung für die Betroffenen, die im Endeffekt auch nicht wirklich Lösungsansätze vorgeschlagen bekämen. Dafür bietet das Buch einen meinen Erfahrungen zufolge sehr realistischen Einblick in das Zusammenleben mit einem psychisch kranken Familienmitglied.

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  • Rezension zu "Schnittstellen" von Anja Abens

    Schnittstellen
    SonnenBlume

    SonnenBlume

    19. December 2012 um 20:21

    Meike hasst die Welt, die Gesellschaft, die Schule, aber am allermeisten sich selbst. Sie zieht sich vor ihren Freunden und ihrer Familie zurück, ist aggressiv und wütend. Vor Klausuren hat sie Migräne, sie isst kaum mehr und beginnt, sich zu ritzen. Ihre Eltern wissen nicht mehr weiter, sie begibt sich freiwillig in eine psychosomatische Klinik, aber viel besser wird es dort auch nicht, sodasss sie einfach wieder nach Hause fährt. Alle sind ratlos, am meisten Meike selbst. Ich habe das Buch mit etwas Abstand angefangen, da es doch ein sehr ernstes Thema beinhaltet. Das wäre aber nicht nötig gewesen, die Darstellung der Geschehnisse war nicht so, dass ich den Eindruck hatte, mitten drin zu stecken, sondern eher ein Zuschauer mit Distanz sei. Der Schreibstil war einwandfrei, aber eben mit großem Abstand. Es schrieben Mutter und Tochter an dem Buch, zwischendurch waren auch Auszüge aus Meikes Tagebuch zu lesen. Was ich mich immer wieder gefragt habe war, warum Meike einfach nicht reden wollte! Es hätte alles so viel einfacher gemacht. Mir ist ihr Verhalten unverständlich, da geht es mir vermutlich wie ihrer Mutter. Ich habe sie einfach nicht verstanden. Bewerten will ich die Geschichte gar nicht. Es ist das Schicksal einer Familie, ich habe absolut nicht das Recht dazu, es mit Sternchen zu versehen und zu entscheiden, ob es gut oder schlecht oder durchschnittlich ist. Die Erlebnisse sind tragisch, das auf jeden Fall, aber was mir fehlte war eine genauere zeitliche Gliederung, so konnte ich nämlich nie genau sagen, wie viel Zeit zwischen den Abschnitten verging. Alles in allem fand ich das Buch in Ordnung, keine unbedingte Empfehlung, weil ich nicht denke, dass es für Betroffene oder Angehörige eine wirkliche Hilfe darstellt.

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