Eigentlich sollte Saiwala als Trägerin einer Drachenseele allen Grund zum Feiern haben. Doch stattdessen wurde ihr Land von einem machthungrigen König überfallen und sie seither verfolgt. Der einzige Ausweg: Sich in eine legendäre Goldschwinge verwandeln. Doch diese Drachen hat es seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben und niemand scheint ihre Geheimnisse mehr zu kennen…
Im Finale der Drachenseele-Dilogie begleiten wir erneut Saiwala und ihre treuen Gefährten, die bis zum Äußersten gehen, um ihre Heimat von Krieg und Tyrannei zu schützen. Nachdem im ersten Teil die Grundlagen für die Handlung gelegt wurden, Rätsel gesprochen und Freundschaften geschlossen wurden, geht es im zweiten Band nun richtig zur Sache.
Im Stil einer klassischen Fantasy lernen wir die verschiedensten Regionen und Fabelwesen kennen, dürfen sogar die Minen der Zwerge bestaunen und auf Drachenrücken reisen. Das Ganze geschieht im anheimelnden Rahmen eines Märchens, in dem es durchaus ein paar Details und Hintergründe zur Geschichte der Menschen und Drachen auf dem Kontinent zu erfahren gibt, andere Fakten aber auch eher weggelassen wurden.
Trotzdem merkt man der Autorin viel Liebe zu kleinen Details an, allein schon, wenn man die Namen der verschiedenen Drachenarten liest. Mit anderen Worten: Die Drachenseele-Dilogie ist eine liebenswürdige Geschichte voller Mut, Freundschaft und Selbstlosigkeit, eine Fantasy-Geschichte, die fast alle Altersklassen unterhalten kann und Hoffnung spendet, auch wenn nicht jede Wendung der Handlung sehr überraschend kam, denn am Ende siegt im Märchen bekanntlich das Gute über das Böse, egal wie unwahrscheinlich es auch sein mag.
Wer Lust auf die Geschichte einer einfühlsamen jungen Heldin hat, die ihren Weg erst noch finden und manche Lektion auf die harte Tour lernen muss, aber ihr Herz am rechten Fleck hat, wer kunterbunte Drachen sehen will oder sich auf eine abenteuerliche Reise begeben will, der macht mit dieser Reihe nichts falsch. Und wer nun immer noch zögert: Erwähnte ich den taschengroßen Drachen, dessen Lebensaufgabe es ist, Witze zu reißen?





