Ich lese immer gern Bücher über Buchläden. Und ältere Protagonisten begrüße ich sehr. Leider ist hier für mich so gar kein Funke übergesprungen. Der Schreibstil ist flapsig, die Story mäandert so vor sich hin, es wirkt alles so zusammengestückelt. Als hätte die Autorin einfach nur ihre Ideen aneinander gereiht, ohne roten Faden. Schade!
Anja Baumheier

Lebenslauf
Alle Bücher von Anja Baumheier
Kranichland
Die Erfindung der Sprache
Kastanienjahre
Die Buchverliebten
Kastanienjahre
Kranichland
Die Buchverliebten
Die Erfindung der Sprache
Neue Rezensionen zu Anja Baumheier
Ich habe das Hörbuch „Die Buchverliebten“ sehr gerne gehört. Es ist eine sehr liebevolle Geschichte für Literatur- und Buchliebhaber*innen. Dennoch konnte mich das Hörbuch leider nicht vollends überzeugen – was vor allen Dingen an der Naivität der Hauptfigur Gesa lag.
Gesa ist Versicherungskauffrau. Sie verkauft bei der Lübeck Safe GmbH Buchversicherungen, obwohl sie – nach dem Tod ihres Lebensgefährten, der Schriftsteller war – Bücher hasst. Sie hat einen Zwillingsbruder namens Gero, der Bestatter ist. Beide stehen kurz vor ihrem 60. Geburtstag.
Gesa war mir in ihrem Handeln oft zu naiv und verträumt. Sie hat für mich nicht wie eine fast 60-jährige Frau agiert – gefühlt war sie wesentlich jünger.
Auch dass die Eltern von Gesa und Gero noch so aktiv in der Geschichte mitmischen – die Mutter, eine ehemalige Krankenschwester, und der Vater, Polizist a. D. – war für mich nicht glaubhaft. Gleiches gilt für diese Buchelementarversicherung, die ich mir nicht vorstellen konnte.
Was ich an dem Buch besonders mochte, war die liebevolle und gefühlvolle Erzählweise. Man merkt in jeder Minute des Hörbuchs, dass sowohl die Autorin als auch die Sprecherin die Literatur- und Buchwelt lieben.
Das Buch ist mit einem wunderbar feinen und leisen Humor durchzogen, was das Ganze so leicht macht. Auch Romantik-Fans kommen auf ihre Kosten, denn der Buchhändler Ole Oevermann hat eine romantische Ader und zitiert häufig berühmte Schriftsteller.
Eva Gosciejewicz macht ihre Sache wieder einmal sehr gut. Ich mag die Sprecherin sehr gerne und finde, dass ihre Stimme auch durchaus zu so einer Buch- und Literaturgeschichte passt.
Weitere Themen des Romans sind Hoffnung und Heilung, sowie Neubeginn und Lübeck. Gerade die Stadt Lübeck spielt eine wichtige Rolle als Schauplatz. Dazu gehören nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch der große Sohn der Stadt, Thomas Mann, sowie das Haus Niederegger mit seinem Marzipan.
Zu erwähnen ist noch, dass auch die Veränderungen im Buchhandel thematisiert werden – ebenso wie die Bedeutung von Social Media für die Buchwelt.
Adam Riese arbeitet als Dozent an einer Berliner Hochschule. Sein Leben braucht Ordnung, Einatmen, Ausatmen und die Zahl Sieben. Alles kommt durcheinander als seine Großmutter anruft und berichtet, dass seine Mutter im Krankenhaus ist. Adam muss sofort nach hause, um sich zu vergewissern, dass es seiner Mutter nicht zu schlecht geht. Was ist passiert? Sie hat in einem Buchladen eine Veröffentlichung entdeckt, die einen Hinweis auf den Verbleib von Adams Vater geben könnte. Das hat sie aus der Bahn geworfen. Natürlich ist Adam auch ziemlich aufgelöst. Sein Vater ist verschwunden als der Junge dreizehn war und das ist schon etliche Jahre her.
Adam ist schon etwas speziell, ein wenig mehr als die anderen Familienmitglieder. Seine Großeltern von der Nordseeinsel Platteoog, die sich in Tschechien kennengelernt haben. Deren einzige Tochter Oda und Hubert Riese, der als Leutturmrestaurator auf die Insel kam. Und Adam, der Sprachwissenschaftler, der nicht gerne reist, für den alles am liebsten immer gleich laufen soll. Und nun reist er unerwartet von Berlin nach Platteoog. Und bei den Hinweisen, die er findet, wird das nicht die letzte Reise sein. Einatmen. Ausatmen. Fremde Menschen, wie anstrengend und Probleme an der Uni machen noch mehr Streß.
Welch ein liebenswertes Buch voller eigenartiger Charaktere, die man sofort umarmen und ins Herz schließen möchte. Adam rudert durchs Leben und manchmal scheint er nicht der Kapitän auf seinem Boot zu sein. Aber er gibt nicht auf. Um seiner Mutter zu helfen und auch weil er es endlich wissen will, versucht er zu klären, was aus seinem Vater geworden ist. Seine Reise wird richtiggehend spannend als er herausfindet, dass Hubert auch in anderen Leben Spuren hinterlassen hat. So wie Adam denkt und spricht, regt er beim Lesen an, die eigenen Denk- und Sprechweise anzupassen. Die besondere Sprache dieses Romans ist etwas Besonderes, durch einem Adams Begrenzungen näher gebracht werden, man aber auch merkt, dass seine Welt in Teilbereichen reicher ist als die vieler anderer. Ein richtig schöner Roman.
4,5 Sterne
Gespräche aus der Community
Anja Baumheier erzählt von einem malerischen Dorf und dem Schicksal seiner Bewohner zwischen Gründung der DDR, Mauerbau und Nach-Wendezeit.
Wir verlosen 15x das Hörbuch "Kastanienjahre" und bieten euch die Chance, lauschend in diese packende Geschichte abzutauchen.
Der dritte Abschnitt hat mir das Leben in der damaligen DDR doch sehr gut vor Augen geführt. Sicherlich ein Leben mit vielen Entbehrungen, aber die Menschen hatten ein hohes Zusammengehörigkeitsgefühl und waren zu großen Teilen auch glücklich. Dramatisch hier die Entwicklung der Dreiecksgeschichte von Henning, Jacob und Elise. Mit Franziska scheint Jacob nun endgültig den "Kampf" um Elise verloren zu haben. Insgesamt ist es mit den Familienhintergründen und den Schicksalsschlägen eine sehr emotionale Geschichte, die mich mittlerweile wirklich gepackt hat. Ich freue mich auf den nächsten Abschnitt...
Auf Spurensuche im Dickicht der Vergangenheit
Eine innerdeutsche Familiengeschichte
Die innerdeutsche Grenze teilte viele Familien. Manche Schicksale sind besonders dramatisch. Anja Baumheier erzählt in ihrem Roman »Kranichland« eine solche Geschichte. Wie der berühmte Kinostreifen »Das Leben der Anderen« verknüpft sie geschickt eine fiktive Handlung mit zeitgeschichtlichen Hintergründen.
Die Groens sind nach außen eine sozialistische Vorzeigefamilie. Vater Johannes macht als Hauptamtlicher bei der Stasi Karriere. Seine Frau Elisabeth und Tochter Charlotte stehen hinter ihm und dem System. Nur sein jüngeres Kind Marlene rebelliert. Sie verliebt sich in den Pfarrerssohn Wieland. Das allein ist schon unerhört. Doch Johannes findet noch etwas anderes heraus. Die beiden Jugendlichen planen ihre Republikflucht. Er trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie prägt das Schicksal aller Beteiligten nachhaltig. Aber auch Elisabeth hat ein Geheimnis, das sie vor Johannes verbirgt. Der ist voll auf seinen beruflichen Aufstieg fixiert und ahnt nichts davon. All diese Verwicklungen aufzudecken kommt schließlich der dritten weiblichen Hauptfigur zu. Theresa Groen, die später geborene, erbt in der Gegenwart ein Haus von ihrer Schwester Marlene. Sie fällt aus allen Wolken. Hatte sie doch geglaubt, Marlene sei seit über 40 Jahren tot. Doch wen kann sie fragen? Ihr Vater Johannes ist verstorben, ihre Mutter Elisabeth dement. Und Charlotte hüllt sich in Schweigen.
Anja Baumheier verwebt geschickt die Geschicke der drei Frauen miteinander. Die Handlung wechselt zwischen dem Damals und dem Heute. So erlebt der Hörer das Geschehen(d)e einerseits direkt. Andererseits bringt er gemeinsam mit Theresa Licht ins Dunkel. Der Audiobuch Verlag hat die ungekürzte Lesung des Romans veröffentlicht. Sprecherin ist Beate Rysopp. Sie interpretiert den Text mit Einfühlungsvermögen, ohne ins Sentimentale zu kippen. Diesem Hörbuch lauscht man gerne. Die rund 12 Stunden vergehen wie im Flug.
Zu unserer neuen Hörrunde möchten wir euch herzlich einladen! Wir haben 15 Hörbuch-Exemplare für euch reserviert! Ihr könnt euch für diese Hörrunde bewerben, indem ihr uns die folgende Frage beantwortet:
Was reizt euch an dieser Geschichte von Anja Baumheier?
Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und auf spannende Diskussionen in dieser Hörrunde! Wir wünschen euch viel Erfolg!
Ein Leben zwischen den Grenzen ...
"Kranichland" erzählt anhand der bewegenden Geschichte der Familie Groen fast 80 Jahre deutsche Zeitgeschichte: Von Bombennächten und Vertreibung, Wiederaufbau und Gründung der DDR, über das geteilte Deutschland und die Wende bis heute. Wir freuen uns auf die gemeinsame Leserunde mit Anja Baumheier zu "Kranichland", für die wir 25 interessierte Leser suchen.
Über das Buch
Die Groen-Schwestern wachsen im Ost-Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus wie ihr Vater Johannes, der am Ministerium für Staatssicherheit Karriere macht. Die künstlerisch begabte Marlene hingegen eckt überall an und verliebt sich Hals über Kopf in Wieland, einen Pfarrerssohn, der die DDR kritisch hinterfragt. Mit jedem Tag wächst die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Als das junge Paar beschließt, in den Westen zu fliehen, trifft Marlenes Vater eine Entscheidung - mit fatalen Folgen, die noch Jahrzehnte später spürbar sind …
>> Hier gibt es die Leseprobe für den ersten Eindruck
Gemeinsam mit Wunderlich vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von "Kranichland".
Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 11.03.2018. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:
Was verbindet euch am meisten mit eurer Familie?
Wir freuen uns außerdem sehr, dass sich Anja Baumheier die Zeit nimmt, bei unserer Leserunde mit dabei zu sein und euch drücke ich ganz fest die Daumen für die Teilnahme an der Leserunde!
Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
Zusätzliche Informationen
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