Anja Ebersbach Social Web

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Inhaltsangabe zu „Social Web“ von Anja Ebersbach

Wikis, Blogs und Podcasts ermöglichen in zunehmendem Maße eine Interaktion zwischen den Besuchern einer Website und führen zur Bildung von Gemeinschaften - eine in den Massenmedien bisher nicht erreichte Partizipation. Ausgehend von der Geschichte des Internets und einer Definition des "Social Webs" werden zunächst dessen Erscheinungsformen vorgestellt, verglichen und eingeordnet. Darauf folgt eine Beschreibung der technischen Grundlagen sowie der auftretenden Gruppenprozesse und der gesellschaftlichen Bedeutung. Anja Ebersbach und Markus Glaser sind Informationswissenschaftler und promovieren an der Universität Konstanz. Richard Heigl ist promovierter Historiker und betreibt in Regensburg ein Unternehmen zur Entwicklung von Wikiprojekten.

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  • Rezension zu "Social Web" von Anja Ebersbach

    Social Web
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. January 2011 um 14:25

    Kreative und innovative Nutzung des Internet Nach den diversen technischen Revolutionen des und durch das Internet steht der Begriff „Web 2.0“ seit einiger Zeit für medial vermittelte Kommunikationsformen, für kollektiven Meinungsaustausch und die soziale Vernetzung der Nutzer über das Medium Internet. Die Autoren haben im Buch diesen Fokus zum Schwerpunkt Ihrer wissenschaftlichen Untersuchung gesetzt und das Verhalten im Netz einer breiten und ausführlichen Untersuchung zugeführt.. Aufgrund der Themenstellung liegt somit mit diesem Buch eine sozialwissenschaftliche Untersuchung des Sicial Web vor. In der Einleitung wird in aller Kürze die Geschichte des Internet als Kommunikationsmedium Revue passieren gelassen, die Begrifflichkeiten werden zudem geklärt, bevor in den beiden Hauptteilen des Buches, interessanterweise in angemessener, aber ungewohnter Reihenfolge, zunächst die Praxis des Social Web beleuchtet wird, bevor im dritten Teil die Ergebnisse in eine theoretische Grundlegung münden. Ungewöhnlich, weil in der Regel in wissenschaftlichen Abhandlungen zunächst die Theorie erläutert wird und dann diese an ausgewählten Fallbeispielen vertieft und eruiert wird. Folgerichtig und hervorragend gewählt aber bei diesem zu Grunde liegenden Thema, denn in erster Linie ist das Social Web eine empirische, aus der Praxis heraus entwickelte Wirklichkeit. Diese zunächst darzustellen um dann grundlegende Gesetzmäßigkeiten heraus zu arbeiten ist der angemessene Ansatz des Vorgehens. Hierbei ist es den Autoren zunächst gelungen, eine große Breite der aktuellen Vorfindlichkeit darzustellen. „Wikis“, das bekannteste natürlich Wikipedia, beleibe aber nicht das einzige Open Source Projekt, finden sich ausführlich dargestellt, Blogs in verschiedenen Ausprägungen zeigen die ausgeprägte Kommunikationsfreudigkeit im Netz, Social Networks sind in den letzten beiden Jahren immens gewachsen, Facebook stellt hier nur einen, sicherlich ganz besonderen, Fall dar. Formen des Social Sharings und erweiterter Konzepte wie Newsfeeds, Tagging und Mashups werden sorgfältig und verständlich dargestellt. Für jeden der Themenbereiche diskutieren die Autoren zudem einsichtig und nachvollziehbar Möglichkeiten, Vor- und Nachteile einer eigenen Aktivität in bestimmter Richtung. Abgeschlossen wird diese Ebene der Betrachtung durch Hinweise auf aktuelle Techniken der Web Anwendung. Im theoretischen Teil ziehen die Autoren eine Reihe von Schlüssen, die darin zusammenfallen, dass das Social Web mehr und mehr zu einem Leitmedium moderner Gesellschaften wird. Hierzu ist es natürlich besonders bedeutsam, die leitenden Triebkräfte sauber heraus zu arbeiten und zu gewichten. Dies gelingt im theoretischen Teil gut begründet und hervorragend auf den Punkt gebracht. Das Social Web als Neu-Integration des Sozialen ist ein augenscheinlicher Befund aus der faktischen Nutzung des Netzes weltweit. Als Entgegenwirken der Fragmentierung der Gesellschaft fällt hier durchaus auch die Selbstinszenierung und Selbstdarstellung mit hinein. Professionell interessant werden in Folge dieser Sozialisierungstendenz der Nutzer entsprechend sinnvolle Geschäftsmodelle, die ebenfalls, zwar eher knapp, dennoch aber aussagekräftig, dargestellt werden. Das Buch stellt eine breite Betrachtung der aktuellen Wirklichkeit des Social Web dar und zieht aus den Befunden folgerichtige Schlüsse mitsamt einem durchaus nachvollziehbaren Ausblick auf die weitere Entwicklung. Flüssig und verständlich geschrieben ohne den wissenschaftlichen Anspruch aufzugeben bieten die Autoren gewichtige Grundlagen einerseits für die weiterführende Forschung und andererseits einen Blick in die Hintergründe der Entwicklung des Internet moderner Prägung, die auch jedem interessierten Laien verständlich sind.

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