Anja Goerz Lara, Latex, Landlust

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Inhaltsangabe zu „Lara, Latex, Landlust“ von Anja Goerz

Gleitgel, Massageöl, Krankenschwesterkostümchen: In ihrem Sexshop "Liebesperle" verkauft Lara Koschwitz, kurz vor 40, alles, was dem Akt dient. Ihr eigenes Liebesleben dagegen? Mausetot. Das muss anders werden, beschließt sie. Es kann doch nicht sein, dass ihre Teenagertochter Svea mehr Freunde hat als sie selbst! Aber woher einen Mann nehmen, wenn man einen gewissen Ruf hat, eine unverbesserliche Romantikerin ist und dazu noch in einem Dorf wohnt, in dem jeder jeden kennt? Facebook ist der erste Schritt, der attraktive Schriftsteller Arne Sonntag, der unverhofft in der "Liebesperle" auftaucht, ein zweiter. Und alle guten Kerle sind drei: Sveas Dad umwirbt sie plötzlich per SMS! Vorbei ist es mit der Single-Ruhe …

sehr unterhaltsam

— theopommerin
theopommerin
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  • Lara, Latex, Landlust

    Lara, Latex, Landlust
    nef

    nef

    25. September 2014 um 09:54

    Inhalt: Lara ist Ende Dreißig, Betreiberin eines Erotikladens und alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter. Das alles ist an sich ja nicht schlimm, doch ihren Shop betreibt sie im schönen Lönnebek in dem jeder jeden kennt und so langsam könnte sie mal wieder einen Mann in ihrem Leben vertragen. Obwohl sie sich den ganzen Tag mit Gleitgel, knappen Dessous und anatomisch geformten Dildos beschäftigt, ist sie auf der Suche nach dem Mann fürs Leben. Mit ihrem ersten Mann hat es leider nicht geklappt, weil der über den Wolken plötzlich Gefühle zum anderen Boardpersonal entwickelte und völlig vergaß, dass seine Frau mit einem Kleinkind daheim auf ihn wartete. Kurzum, Lara ist es Leid immer nur von der großen Liebe in ihren Groschenromanen zu lesen, sie will sie selbst erleben. Das ist in solch einem kleinen Dorf aber alles andere als einfach. Jeden potenziellen Mann hat sie bereits ausgespäht und entweder sind die im Laufe der Jahre nicht schöne geworden oder aber haben das heimelige Nest nie verlassen. Solch einen Typ braucht sie dann auch nicht. Ihre Freundinnen Charly, Singlefrau aus Überzeugung, und Kerrin, seit Ewigkeiten glücklich angeheiratete Ehefrau, sind sofort Feuer und Flamme ihrer teuren Freundin unter die Arme zu greifen. Zunächst meldet sich Lara bei Facebook an und trifft einen alten Schulfreund wieder - Johann Boysen. Man, der war damals ein echter Hingucker. Ob der heute immer noch zum Anbeißen ist? Hat er Familie und Frau? Sie schreiben sich ein wenig und schon bald möchte Johann sich mit ihr treffen um alte Zeiten aufleben zu lassen. Dann ist da noch der leicht schusselige Schriftsteller Arne, der neulich in ihrem Laden auftauchte um nach dem Weg zu fragen. Was der wohl in Lönnebek will? Da weiß doch Charly sicherlich mehr. Zu allem Überfluss meldet sich nun auch noch der Vater ihrer Tochter Svea bei ihr. Auch der will sich plötzlich mit ihr treffen, darauf hat Lara aber alles andere als Lust. Also streckt sie ihre Fühler erst einmal in Richtung Schriftsteller aus. Der scheint ganz nett zu sein und zudem auch erfolgreich. Als er allerdings in ihrem Erotikshop auftaucht um sich nach Spielzeug für gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Männern erkundigt ist Lara alles andere als begeistert. War ja klar - gutaussehend, erfolgreich und schwul. Verdammt. Aber auch Charly und Kerrin haben so ihre Vorstellungen und wollen Lara auf den Pfad der wahren Liebe bringen - mit Speed Dating. Obwohl Lara dazu überhaupt keine Lust hat, macht sie ihren Freundinnen zu liebe mit. Am Ende ist klar - kein Typ dabei der auch nur im Entferntesten zu ihr passen würde. Also bleiben ihr wohl doch nur die Träumereien mit Dr. Stefan Frank und den anderen Frauenträumen in Weiß. An einem Abend mit reichlich Alkohol trifft sie in der Disco zufällig auf Johann und ist hin und weg. Der sieht ja wirklich gut aus. Vielleicht sollte sie sich doch mal mit ihm treffen. Doch dann läd der vermeidlich schwule Schriftsteller sie zum Essen zu sich nach Hause ein. Er wollte sich für ihre Hilfe bedanken und für sie kochen. Lara sagt zu, doch der Abend endet in einem Desaster. Wird Lara doch ohne Mann ihren Lebensabend fristen? Zu allem Überfluss ist ihre Tochter frisch verliebt und anders als früher redet sie kaum in Wort mit ihrer Mutter über den neuen Freund. Lara fühlt sich einsam und findet Trost in ihren Liebesromanen und einer Flasche leckeren Weins. Meinung: Ich habe vorher noch nie von Anja Goerz gehört und bin durch Facebook auf dieses Buch aufmerksam geworden. Es ist schon praktisch, wenn man viele Freunde hat die alle gern lesen und zudem auch noch Hinz und Kunz kennen ^^ So erinnerte ich mich an einem verzweifelten Morgen an das Buch mit dem putzigen Cover und habe es mir flux bei Amazon gekauft. Es sollte für die langweilige Zeit auf dem Crosstrainer sein. Gut, das hat nicht geklappt, dafür war es für amüsante Stunden auf der Couch. Das Buch liest sich wirklich sehr gut weg denn es hat einen einfachen Schreibstil und wenig verschiedenen Charakteren. Das ist für ein solches Buch immer sehr praktisch. Lara war mir von Anfang an sympathisch und auch die anderen beiden Damen sind sehr drollig. Die etwas spießige Kerrin hat beste Busenfreundinambitionen und Charly erinnert stark an Samantha aus Sex and the City. Das es mit den beiden nicht langweilig wird ist klar. Auch die Männer sind gut dargestellt und zu jedem hatte ich gleich einen gewissen Bezug und eine Vorstellung. Laras Suche nach dem richtigen Mann ist hinreißend. Sie sucht mit einem gewissen Maß an Verzweiflung und der kleinen Hoffnung auf das ganz große Glück. Dass sie dabei von allen unterstützt wird ist sehr süß, bringt aber auch ein gewisses Chaos in die Runde. Natürlich ist nicht immer alles so wie es scheint, aber das wäre dann ja auch zu langweilig. Es gibt zwei Dinge die ich etwas störend fand. Auf der einen Seite wurde im 13. Kapitel der Name falsch gesetzt. Hier werden Mutter und Tochter vertauscht, das war sehr verwirrend ^^ Wieso denn bitte jetzt die Mutter mit einem jungen Freund diskutiert, aber später war klar, das kann nur die Tochter gewesen sein. Auf der anderen Seite die Oma. Ja, Plattdeutsch ist eine schöne Sprache, aber für Menschen wie mich - die es weder verstehen noch lesen können - einfach sehr unpraktisch. Ich habe in den Passagen mit Laras Mutter so gut wie nichts verstanden, das fand ich sehr schade. Hier war es doch etwas zu viel des Guten. Alles in allem fand ich das Buch sehr unterhaltsam und charmant und das Ende hat mich weder gewundert noch enttäuscht. Wer also ein Buch für einen gemütlichen Abend auf der Couch, dem Lieblingssessel oder dem kuschligen Bett sucht ist hier gut beraten =o)

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