Anja Greulich

Alle Bücher von Anja Greulich

Cover des Buches Das Weltreich der Deutschen (ISBN: 9783492264891)

Das Weltreich der Deutschen

 (4)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Hitlers nützliche Idole (ISBN: 9783442155002)

Hitlers nützliche Idole

 (4)
Erschienen am 11.04.2008
Cover des Buches Goodbye DDR (ISBN: 9783570008225)

Goodbye DDR

 (0)
Erschienen am 22.08.2005
Cover des Buches Stauffenberg (ISBN: 9783492257213)

Stauffenberg

 (0)
Erschienen am 16.10.2009

Neue Rezensionen zu Anja Greulich

Cover des Buches Das Weltreich der Deutschen (ISBN: 9783492264891)B

Rezension zu "Das Weltreich der Deutschen" von Guido Knopp

Koloniale Träume und deren Zerschlagung
Bellis-Perennisvor 6 Jahren

Zeitgleich mit der dreiteiligen, gleichnamigen TV-Dokumentation erschien 2010 dieses Buch von Historiker Guido Knopp. Durch seine leicht lesbare (und erlebbare) Art Geschichten über Geschichte zu schreiben, bringt er seinen Lesern Themen näher, derer sie sonst vielleicht nicht angenommen hätten.

Guido Knopp entführt seine Leser in drei geografisch unterschiedliche Teile der Welt. Nach Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia), in Teile der Südsee und nach Deutsch-Ostafrika (heute Tansania).

Die Geschichte der deutschen Kolonien ist eine kriegerische. Selbst der Aufbau von Infrastruktur, ärztlicher Versorgung, Schulausbildung und eines florierenden Handelsnetzwerks diente dem Kampf um Rohstoffe und strategisch wichtige Stützpunkte. Deutschland mischte kräftig mit, wenngleich die imperiale Aufteilung der Weltregionen vor allem den beiden, seit Jahrhunderten geübten, Kolonial-Supermächten England und Frankreich vorbehalten war.

Deutschland ist erst 1871 unter der Führung Preußens zur Nation geworden. Bislang richtete sich das Streben nach Landgewinn Deutschlands eher an seine unmittelbare Umgebung.
Spät aber doch, springt Otto von Bismarck 1884 auf den längst abgefahrenen Zug des Kolonialismus auf. Ursprünglich als „Lüderitz’sche Besitzung“ von einem Kaufmann gegründet, wird der Landschrift „Deutsch-Südwest“ zur deutschen Kolonie in Afrika. Wie aus diversen Unterlagen hervorgeht, ist Bismarck keineswegs ein glühender Verfechter des Kolonialismus.

Auch die zweite größere Kolonie, auf dem Staatsgebiet des heutigen Tansania, ist ähnlich entstanden. Diesmal ist es ein gieriger Missionar, der sich des Landes bemächtigt. Doch auch hier, ist die Kosten-Nutzen-Rechung für Bismarck unausgeglichen.

Der dritte Teil des Strebens nach Übersee spielt sich in Papua-Neuguinea ab. Hier treiben übereifrige Missionare ihr Unwesen, das sie mit ihrem Leben bezahlen.

Das Intermezzo des Deutschen kolonialen Größenwahns währte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.

Die Einflüsse in Afrika wirken bis heute nach. So kann man an einigen Orten Tansanias Schulkinder „Das Wandern ist des Müllers Lust“ singen hören. Das ist zwar kein Beweis für die kulturelle Überlegenheit deutscher Volkslieder, sondern eher ein Zeichen für Nachhaltigkeit externer kultureller Einflüsse.
Ein Großteil der heutigen noch bestehenden Infrastruktur (Straßen und Schiene) geht auf das Bismarck’sche Abenteuer zurück.

Das Buch ist, wie immer bei Guido Knopp, gut recherchiert, Zitate von Augenzeugen sowie zahlreiche Fotos ergänzen diese Geschichtsstunde. 
Natürlich ist das Buch aus Sicht der Deutschen geschrieben. Die Bewohner Afrikas bzw. der Südsee würden dieses unrühmliche Kapitel der Deutschen Geschichte sicherlich anders darstellen.  

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Cover des Buches Hitlers nützliche Idole (ISBN: 9783442155002)K

Rezension zu "Hitlers nützliche Idole" von Guido Knopp

Rezension zu Hitlers nützliche Idole
KruemelGizmovor 8 Jahren

In diesem Buch werden Heinz Rühmann, Hans Albers, Marika Rökk, Max Schmeling, Heinrich George und Leni Riefenstahl und ihre Rolle während der NS-Zeit näher beleuchtet, denn sie gehören zu den großen Stars der Zeit. Alle wurden durch Goebbels Propagandamaschinerie vereinnahmt, aber waren sie nur willige Handlanger der Nazis? Warum haben sie sich dem ganzen nicht entzogen?

Wieder ein Buch von Guido Knopp welches ein Thema aus der Ns-Zeit behandelt. Hier werden mehrere große Stars der Zeit beleuchtet,  die ihren Ruhm in die Nachkriegszeit übernehmen konnten. Außer Heinrich George der in sowjetischer Gefangenschaft verstarb, schafften es doch alle diese Stars mehr oder weniger unbehelligt in die Nachkriegszeit einzutauchen. 

Jedem dieser Personen ist ein Kapitel in diesem Buch gewidmet in dem die biographischen Details vor und während der Nazizeit aufgeführt werden, was einer mehr oder weniger faktischen Auflistung gleichkommt, untermalt mit wirklich teilweise sehr interessanten Fotos. 

Und genau diese nur faktische Auflistung ist mein großer Kritikpunkt, hier habe ich wirklich mehr erwartet, mir fehlten die kritische Auseinandersetzung mit den Persönlichkeiten, hier hätte das Buch mehr Potential gehabt. Die Fakten waren und sind bekannt und es war nichts neues oder überraschendes dabei.

Mein Fazit lautet nette biographische Details ohne Überraschung mit zu wenig kritischer Auseinandersetzung. Die knappen  3 Sterne sind den Fakten, dem fließenden Schreibstil und den Fotos geschuldet.

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Cover des Buches Das Weltreich der Deutschen (ISBN: 9783492264891)

Rezension zu "Das Weltreich der Deutschen" von Guido Knopp

Koloniale Träume
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Knopp hat es geschafft. Mit seinem Buch und der Verfilmung des Buches dürfte es ihm zumindest bei den jüngeren Generationen gelungen sein, die kolonialen Träume der Deutschen als das darzustellen, was sie waren: Der klägliche Versuch, es den Kolonialmächten Portugal, Spanien, England, Frankreich, Belgien und Niederlande nachzumachen, welcher hauptsächlich daran scheiterte, dass es zu einem Krieg mit den Westmächten kam. Allerdings schildert Knopp die Kolonialbestrebungen der Deutschen möglicherweise etwas tendenziös. So entspricht der von Knopp in einer Hervorhebung wiedergegebene Satz des Historikers Horst Gründer, die Deutschen seien an der Geschichte des Kolonialismus von Anfang an beteiligt gewesen, wohl nicht ganz der historischen Wahrheit. Deutschland wollte nicht zurückstehen und entwickelte koloniale Gelüste erst als es bereits zu spät war, die Menschen im schwarzen Erdteil und in Asien auszubeuten. Der Gesamteindruck stimmt jedoch. Deutschland trägt wie die Kolonialmächte, die nach dem Ausscheiden Deutschlands aus ihrem Kreis ihre koloniale Macht weiter ausübten, eine Mitverantwortung für die negativen Auswirkungen des Kolonialismus. Deutschland darf sich freilich auch zu Recht auf positive Hinterlassenschaften, etwa im Bildungsbereich und auf dem Gesundheitssektor, berufen. Sie überwiegen die schlimmen Taten, wie zum Beispiel das an den Herero begangene Unrecht, leider nicht. Umso erfreulicher, dass Namibia sich heute zu einem bevorzugten Reiseziel für die Deutschen in Afrika entwickelt hat.

Der Erfolg von Buch und Film dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass Knopp es sehr gut verstanden hat, das koloniale Leben der Deutschen anhand persönlicher Einzelschicksale zu schildern. Das ermöglicht es dem Leser und Fernsehzuschauer eher, sich in die jeweils beschriebene Situation hineinzuversetzen und das Geschehen nachzuempfinden.

Noch ein kleiner Hinweis: Venezuela sollte eher mit der Augsburger Familie der Welser als mit dem für Südamerika nicht so wichtigen Nürnberger Zweig in Verbindung gebracht werden. Zumindest hätte Knopp insoweit auch die Augsburger Welser erwähnen sollen.     

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