Anja Gust , Lila Lestrange Flucht in ein sicheres Leben

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Inhaltsangabe zu „Flucht in ein sicheres Leben“ von Anja Gust

In all den High-Fantasy-Geschichten kämpfen Helden in Kriegen und epischen Schlachten, aber was ist mit den kleinen Helden? Den Zwergen, Halblingen, Elfen und Orks, die mit ihren Familien und Nachbarn Schutz suchen müssen, um den Folgen von Gewalt und Zerstörung zu entgehen? 21 Autorinnen und Autoren erzählen in dieser Anthologie spannende Schicksale aus fernen Welten. Fantastisch, aber nicht unrealistisch – magisch und für ein tolerantes Miteinander.

Eine Zusammenstellung guter Kurzgeschichten - die jedoch dadurch den Leser leider immer weniger berühren.

— _Hekate_
_Hekate_

Fantasygeschichten die einen zum nachdenken und grübeln anregen . Aktuelle und brisante Themen grandios verpackt

— jawolf35
jawolf35

Ein hochaktuelles Thema raffiniert verpackt in High-Fantasy-Erzählungen unterschiedlicher Autoren ...

— Alais
Alais

Spannende Geschichten aus der High Fantasy zu Flucht und Vertreibung mit vielen Bezügen zur realen Welt - unbedingte Leseempfehlung!

— mabuerele
mabuerele

Brisante und aktuelle Probleme in Schicksale aus fernen Welten verpackt - eine gelungene Anthologie!

— SarahV
SarahV

Brisantes Thema, vielschichtig aufbereitet

— veronika_lackerbauer
veronika_lackerbauer

Eine gute Mischung, die viele Vorurteile aufgreift, Probleme zeigt, aber selten wertet. Gelungen.

— Jashrin
Jashrin

Schönes Projekt.

— Quadlipokkel
Quadlipokkel
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  • Flucht in ein sicheres Leben

    Flucht in ein sicheres Leben
    Booky-72

    Booky-72

    06. October 2016 um 10:50

    22 schöne Kurzgeschichten, die alle das Thema Flucht behandeln, das in der heutigen Zeit immer wieder zur Sprache kommt. Teils fantasievoll, teils politisch angehaucht und für jeden verständlich.

    Märchenhafte Wesen übernehmen hier die Menschenrolle und zeigen gut den Bezug zur realen Welt mit all den Hoffnungen, die dem Leser eindringlich zeigen, was Hilfe bedeuten kann.

  • Flucht in ein sicheres Leben

    Flucht in ein sicheres Leben
    _Hekate_

    _Hekate_

    03. September 2016 um 17:46

    Dieser Sammelband ist eher ein Herzensprojekt als eines für den Profit, vom Wölfchenverlag zusammengestellt um durch die Einnahmen einem Flüchtlingsprojekt zu helfen.Und eines sei vorneweg mal gesagt: Der Verlag hat das Buch wunderschön gestaltet, und unter den Kurzgeschichten sind viele, die einen wirklich berühren und zum Nachdenken bringen. Es sind wirklich die meisten Kurzgeschichten sehr sehr gute Werke.Aber leider profitieren sie meiner Meinung nach nicht davon, zusammengesammelt zu werden. Denn dadurch wirken sie nach der zehnten oder fünfzehnten Kurzgeschichte irgendwie immer mehr alle gleich. Was sie natürlich eigentlich nicht sind - aber irgendwie hat man dann nach der fünfzehnten Geschichte oder so das Gefühl, man weiß schon was in der nächsten drankommt: die Flüchtlinge als die armen, hilflosen und niemals egoistische Gedanken hegenden Gestalten, die Regierung des Landes in das sie flüchten und die dortigen Bewohner als die geizigen, selbstsüchtigen und bösartigen Kreaturen, die alles Neue vertreiben.Versteht mich nicht falsch - die Geschichten folgen keinesfalls alle diesem Muster. Die meisten sind wunderbar, berührend und kunstvoll geschrieben. Nur irgendwie hat man das Gefühl, oft ein solches oder ähnliches Muster dahinter zu haben.Manche Geschichten muten leider auch in Wortwahl und Gestaltung sehr politisch an oder sollen an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern, zumindest kommt es manchmal so rüber.Und noch ein Kritikpunkt: Leider ist das Buch nicht so gut korrekturgelesen worden - es finden sich oftmals Schreibfehler.Bitte nicht falsch verstehen - es sind eigentlich wirklich schöne Kurzgeschichten. Es ist nur eben kein Sammelband, der sich schön lesen lässt. Wären die Geschichten nicht als Sammelband zusammengestellt, sondern eher alle einzeln hier und da zu finden anstatt dass sie alle auf einmal auf den Leser einstürmen, hätten sicher viele von ihnen 5 Sterne verdient!

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  • Gelungene Anthologie zu einem heiklen Thema

    Flucht in ein sicheres Leben
    Jashrin

    Jashrin

    31. August 2016 um 12:06

    In dieser Anthologie sind 22 ganz unterschiedliche Kurzgeschichten zum Thema Flucht zusammengetragen. Doch so real und erschreckend auch der Hintergrund ist, es handelt sich bei diesen Geschichten durchweg um Werke aus dem Bereich der High-Fantasy. Auch wenn die Parallelen zur aktuellen Zeitgeschichte gewollt und teils schwer zu übersehen sind, so bleibt es doch jedem Leser selbst überlassen, ob er einen Bezug zur Realität herstellen will oder einfach nur die Vielfalt dieser Anthologie genießen mag. Die Geschichten sind eindringlich und berührend, machen nachdenklich und erschüttern, doch es gibt auch immer wieder Lichtblicke und Hoffnungsschimmer, so dass nicht nur die Protagonisten, sondern auch der Leser immer wieder aufatmen kann. Mal steht die Flucht im Vordergrund, mal die Ängste, das Leid und die Not der Flüchtenden. Doch auch diejenigen, die um Hilfe ersucht werden, bekommen eine Stimme und ihre Gedanken, Hoffnungen und Sorgen werden geschildert. In den meisten Geschichten ist der Fantasyanteil sehr gut eingewoben. Es besteht kein Zweifel, dass wir uns in phantastischen Welten bewegen, aber dennoch wirken die Geschichten authentisch, ganz unabhängig davon, dass wir Elfen und Orks, Menschen, Drachen und weiteren Märchen- und Sagengestalten begegnen. In vielen Geschichten gibt es Überraschungen und nicht alle Wesen handeln so, wie es meist in der Fantasywelt üblich ist. So kommt die Hilfe - ebenso wie bei uns - manchmal von einer Seite, von der aus man sie am wenigsten erwarten hätte. Vorurteile werden aufgebrochen und hinterfragt und der Leser wird indirekt immer wieder aufgefordert, sich selbst eine Meinung zu bilden, zu handeln und nicht wegzusehen. Bei so unterschiedlichen Geschichten, die mal düster, mal dramatisch, dann wieder voller Hoffnung oder auch einfach nur aufrüttelnd sind, haben mir nicht alle gleich gut gefallen, doch das ist für eine Sammlung von Geschichten ja normal. Auf einige Geschichten möchte ich gerne genauer eingehen, da ich sie entweder sehr gelungen und/oder einfach sehr besonders fand. In „Raols Reise“ von Lila Lestrange war es für mich sehr eindringlich beschrieben, wie ganz normale Menschen plötzlich aus ihrem Leben gerissen werden und völlig vom Krieg überrascht werden. Von jetzt auf gleich ist alles anders und die eigenen Möglichkeiten etwas zu tun sind sehr beschränkt. In Tamara Schadts „Elfenmohn“ hat es mir sehr gefallen, dass über niemanden ein Urteil gefällt wird - weder über die hilfesuchenden Elfen, noch über die Menschen, die helfen oder auch die Hilfe ablehnen. Besonders gelungen war für mich die Geschichte „Nebelsee“ von Stefan Schweikert. Ich hatte beinahe das Gefühl, selbst mit auf dem Schiff zu sein und die Unruhe unter den Matrosen und Söldnern hautnah mitzuerleben. Vor allem das Ende hat mich überzeugt. Nur zu gerne hätte ich hier weitergelesen. Der Verlauf der Geschichte „Das Ende der Unschuld“ von Bianca Peiler ist beklemmend und macht nochmals deutlich, dass die Schrecken des Krieges nicht vor dem einfachen Volk, vor den Alten und Schwachen Halt machen und dass jeder betroffen sein kann. Eher spannend als berührend war Nikolaj Kohlers Werk „Der letzte der Sieben“, doch es zeigt sehr anschaulich, dass Vorurteile nie gut sind, egal ob man jemanden oder etwas in den Himmel lobt oder verflucht. Die Wahrheit kann stets anders sein. Ähnlich ist es bei Ulf Fildebrand. Sein Protagonist muss in „Von Orks und Menschen“ lernen, dass Orks nicht gleich Orks sind und sie sich ändern können. Niemand in dieser Geschichte ist eindeutig schwarz oder weiß und lässt sich so einfach in eine Schublade stecken. Fabian Dombrowskis Beitrag „Zeit sich zu erheben“ hebt sich allein durch seinen Stil von den restlichen Geschichten ab. Der Leser wird direkt angesprochen und es wird an ihn appelliert etwas zu tun. In dieser Geschichte stellt sich mir die Frage, wie weit man gehen darf, um die Leute aufzurütteln. Der Sprecher will, dass die Leute sich erheben. Ein hehres Ziel - doch kann und will er das friedlich erreichen? Zuletzt möchte ich noch Anna Eichenbach erwähnen. Ihre Geschichte, „Der Garten der tanzenden Sterne“, ist trotz aller Schrecken vor allem zum Ende hin Märchenhaft und ich mochte die Geschichte sehr. Mein Fazit: Ich denke, dass jeder Leser in dieser Anthologie eine Geschichte finden wird, die ihn persönlich berührt, unabhängig davon, ob er regelmäßig Fantasy liest ist oder nicht. Das heikle Thema Flüchtlinge wird meines Erachtens nach gut aufgegriffen und gerade die vielfältigen Blickwinkel und Sichtweisen machen nachdenklich und zeigen, wie wichtig es ist, sich erst einmal ein genaues Bild zu machen, bevor man vorschnell urteilt.

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  • Fesselnd und emotional

    Flucht in ein sicheres Leben
    jawolf35

    jawolf35

    19. August 2016 um 21:14

    Selten habe ich mich mit einem Buch so lange befasst wie mit diesem , nicht weil es schlecht ist oder langweilig .Nein ganz im Gegenteil ,dieses Buch enthält soviele tolle Kurzgeschichten welche ich einfach nicht in einem Stück lesen konnte da mich diese nach dem lesen oft noch länger beschäftigt haben und ich oft noch Stunden später die Wirkung dieser nachhallen hörte und darüber nachdachte .21 Autoren haben sich in diesem Buch mit dem Thema Flucht,Verfolgung und Vorurteilen beschäftigt und ihre ganz eigene Sicht der Dinge zu Papier gebracht .Allerdings nicht in üblicher Form sonder in Gestalt von High Fantasy Geschichten .Und trotz all dem wirken diese oft so realistisch und authentisch das man vergisst das es sich um Fiktion handelt und man schnell parallelen zur realen Welt zieht .Zum Buch .Auf 341 Seiten begleiten wir Zwerge,Elfen ,Orks und andere Wesen auf ihrem Weg der Flucht .Einer Flucht vor Gewalt Zerstörung und Vorurteilen beider Seiten .Meine Meinung Dieses Buch zählt sicher nicht zum Genre leichte Lektüre .Dieses Buch lässt keinen kalt .Trotz ihres Fantasystils sind die meisten Geschichten sehr emotional ,teils auch brutal und zeigen schonungslose Wahrheiten auf .Schnell zieht man beim lesen parallelen zur Realität und hat auch oft entsprechende Bilder aus der Presse im Kopf .Dieses Buch liest man nicht in einem durch ,man liest Geschichte für Geschichte ,läßt sie nach klingen ,denkt darüber nach ,und ändert eventuell auch einige Sichtweisen .Ich finde die Autoren haben sich mit diesem Buch an ein heikles und vieldiskutiertes Thema herangewagt und es großartig umgesetzt .Von mir eine ganz klare Leseempfehlung 

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    • 2
  • Kurze Fluchterzählungen mit langem Nachhall

    Flucht in ein sicheres Leben
    Alais

    Alais

    16. August 2016 um 00:37

    Diese Anthologie umfasst 22 packende High-Fantasy-Kurzgeschichten rund um das Thema Flucht sowie ein ungewöhnliches Vorwort, das als 23. Geschichte gelten kann.Die Autoren dieser Sammlung beweisen, dass High Fantasy den Leser auf spannende Reisen in fantasievoll beschriebene Welten mitnehmen und ihm gleichzeitig zu einem besseren Verständnis für Vorgänge in der realen Welt verhelfen kann. Als Inspirationsquelle dienten ihnen teilweise die Berichte der Flüchtlinge, die in Europa Zuflucht suchen. Und tatsächlich erschien mir, so unterschiedlich die Erzählungen auch sein mögen und so fantastisch die darin vorkommenden Wesen von den vampirähnlichen Lamien über Orks und Tentakulanern bis hin zu Drachen und Werwölfen, die Parallele zum Flüchtlingsschicksal in unserer Welt immer präsent, ohne dass dies den Fantasy-Charakter der Geschichten schmälerte.Ich gebe zu, angesichts so vieler mir unbekannter Autoren anfangs ein wenig skeptisch gewesen zu sein, umso mehr überraschte mich das große schriftstellerische Talent, das aus jeder einzelnen Erzählung spricht. Dabei unterscheiden sich die Geschichten in Schreibstil, Stimmung und Handlung erheblich. Manchmal gruselig, manchmal märchenhaft, mit Happy End, offenem Ende oder Schrecken ohne Ende, berührten sie mich aber oft tief, brachten mich zum Nachdenken und erfüllten mich vor allem erfreulich oft mit Mut und Tatendrang.Eine rundum gelungene Zusammenstellung von Erzählungen zu einem wichtigen Thema!

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  • Buchverlosung zu "Schweigende Zeugen" von Adrian Canis

    Schweigende Zeugen
    AdrianCanis

    AdrianCanis

    Liebe Leserinnen und Leser!Da es bis zum Erscheinen einer Fortsetzung meines Romans Die Lourdes-Formel noch eine Weile dauern wird, möchte ich Euch und mir die Zeit bis dahin mit ein paar Kurzgeschichten verkürzen (plumpes. aber recht treffendes Wortspiel).Der Trailer gibt einen kleinen Vorgeschmack, was Euch in der Kurzgeschichten-Sammlung Schweigende Zeugen erwartet.Es werden 15 Taschenbücher (auf Wunsch signiert) unter denen verlost, die bis einschließlich 13. August 2016 folgende Frage beantworten:Wie lang ist für Euch die ideale Kurzgeschichte?Egal ob in Seiten, Leseminuten oder Wörtern. Schreibt mit einfach in einem Kommentar auf dieser Seite , welche Länge eine Geschichte haben muss, damit Ihr sie gerne lest.Verlost wird unter allen Antworten am 14. August.Ich bin gespannt auf Eure Antworten und drücke allen die Daumen!Herzlichst Euer Adrian

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    • 96
    mabuerele

    mabuerele

    15. August 2016 um 16:13
  • Beeindruckende Anthologie

    Flucht in ein sicheres Leben
    mabuerele

    mabuerele

    14. August 2016 um 21:06

    „...Weißt du, was ich schrecklich finde? Dass die NorMen aus ihrer eigenen Geschichte nicht lernen. Anstatt das sie mal etwas Gutes und Richtiges tun, zünden sie die Unterkünfte von Flüchtlingen an...“ (S. 332) Die Anthologie enthält 22 Erzählungen. Die Länge der Geschichten reicht von 10 Seiten bis etwa 25 Seiten. Jede Erzählung ist von einem anderen Autor. Alle aber haben sich an einem Thema orientiert. Es geht um Krieg und Kampf, um Flucht und Vertreibung, um die Suche nach einer neuen Heimat. Diese Punkte hat jeder der Autoren auf seine ganz eigene Art umgesetzt. Dabei spielen die meisten der Geschichten in der Welt der High Fantasy. Doch in fast allen Erzählungen hat auch die Spezis Mensch ihren Part. Schon das Vorwort hat ein besonderes Flair. Ein Meeresbewohner schwimmt durch das Mittlere Meer. Er hat sich eine besondere Aufgabe gestellt. Er beerdigt die Toten der Schiffe, die das rettende Ufer nicht erreichen und verschönert ihre Gräber mit Algen. Der Bezug zu unserer Gegenwart fällt sofort ins Auge. Das ist beabsichtigt. Ich kann hier nicht auf alle 22 Geschichten eingehen und möchte einige wenige auswählen. Die Geschichte „Elfenmohn“ wird in zwei Perspektiven erzählt. Die Enkelin fragt ihren Großvater, ob er noch Elfen gesehen hat. Er hatte vor Jahren zwei Elfen die Hilfe verweigert. Das hat er sich nie selbst vergeben. Im Rückblick wird erzählt, warum die Elfen damals auf der Flucht waren. Gut gefallen hat mir, dass nur die Ereignisse berichtet werden und jedes Urteil, jede Wertung unterbleibt. Es sollen noch etliche Jahre vergehen. Die Enkelin hat selbst Familie. Da steht eine junge Frau vor der Tür. In „Nebelsee“ treffe ich auch viel Seefahrerromantik. Gut ausgearbeitete Seemannsgespräche über die Hilfe für die fremde Frau, die sie aus der See gezogen haben, zeigen die unterschiedlichen Standpunkte. Die Geschichte hat ein überraschendes Ende. „Der Garten der tanzenden Sterne“ ist die romantischste der Geschichten. Der Gegensatz zwischen Flucht und der liebevollen Aufnahme durch einen Magier in einem Land, dass fast paradiesische Zustände aufweist, wird gut dargestellt. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Frieden in der alten Heimat. „Zeit sich zu erheben“ wird von einem Ich-Erzähler gestaltet. Er beobachtet einen Mob und stellt die Frage: "...Heute ist es vielleicht eine Strohpuppe, doch was mag es morgen sein?..." Zwischendurch erzählt von seinem Erleben auf der Suche nach Ballons auf der Flucht. Die Szenen gehen unter die Haut. „Sonnenwende“ war eine der Geschichte, die einen vorderen Rang belegt hätte, falls ich mich für eine Reihenfolge entschieden hätte. Auf wenigen Seiten werden zwei Handlungsebenen verquickt. Es ist einerseits die Geschichte einer Flucht und andererseits die vom Untergang der reichen Stadt Plutos. Es fallen die vielen Parallelen zur Gegenwart auf. Obiges Zitat bezieht sich auf die letzte Geschichte. NorMen steht für uns Menschen. Das Zitat stammt von einer grauen Wölfin. Der magischen Welt ist es verboten, in die Welt der Menschen einzugreifen. Doch sie finden Wege zur Rettung derjenigen, die auf der Flucht sind. Auch hier geht ein Blick in die Vergangenheit. Die wenigen Beispiele zeigen schon, dass jeder Autor seine eigene Handschrift hat. Die Geschichten führen mich in die Welt der Orks und Elben, der Elfen und Lamien und weiterer magischer Wesen. Dabei räumt manche Geschichte mit altbekannten Vorstellungen und Vorurteilen auf. Einige der magischen Protagonisten verhalten sich ganz anders, als es der Kenner der High Fantasy erwartet. Sie scheinen lernfähiger als die Menschheit zu sein. Vorurteile werden ad acta gelegt. Historisch lassen sich die Geschichten unterschiedlich einordnen. Spannende Kämpfe spielen nur selten ein Rolle. Dafür werden die Mühen einer Flucht völlig unterschiedlich dargestellt. Es ist eine Zeit zwischen Hoffnung und Resignation. Natürlich habe ich meine Lieblingsgeschichten. Das ändert aber nichts daran, dass für mich alle Erzählungen gelungen waren. In jeder ließ sich ein wichtiger Grundgedanke ableiten, deren Nichtbeachtung zu Trauer und Tod führt. Jeder Leser ist gefragt, dass für sich selbst zu entdecken. Gleiches gilt für die unterschiedlichen Bezüge zur Gegenwart. Das Cover in gedeckten Farben mit den Reisewagen finde ich für das vorgegebene Thema als sehr gelungen. Die Anthologie hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie hat eine aktuelle Frage in einen völlig neuen Kontext gestellt und unter 22 Gesichtspunkten bearbeitet. Ich wünsche dem Buch viele aufgeschlossene Leser und gebe eine unbedingte Leseempfehlung.

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    • 3
  • Leserunde zu "Flucht in ein sicheres Leben" von Anja Gust

    Flucht in ein sicheres Leben
    Woelfchen_Verlag

    Woelfchen_Verlag

    »Flucht in ein sicheres Leben« ist eine Anthologie mit dem Thema Flucht und im Wölfchen Verlag erschienen. Die Herausgeber sind Torsten Exter und Alfons Th. Seeboth. Das Besondere bei dieser Geschichtensammlung ist, das alle Geschichten in einer Fantasiewelt spielen. Wir wollten die Leser auf eine andere Art erreichen, da schon viel zu viele Menschen durch die Medien abgestumpft sind und das Leid nicht mehr wahrnehmen. Als wir im letztem Jahr die Anthologie ausgeschrieben hatten, kamen nicht nur begeisterte Beiträge und Lob bei uns an. Leider spürten wir sehr deutlich auch den Gegenwind in Form von Beleidigungen, Virenmails und Morddrohungen. Es gab Tage, wo wir als Verlag alles hinwerfen wollten und ohne die tollen Autoren, die uns immer wieder durch ihren Lob und ihre Begeisterung aufgebaut haben, wäre diese Anthologie nie zustande gekommen. Die Anthologie ist für den Wölfchen Verlag ein Herzensprojekt, daher geht auch von jedem verkauften Buch 1 € an die Flüchtlingshilfe. Klappentext: In all den High-Fantasy-Geschichten kämpfen Helden in Kriegen und epischen Schlachten, aber was ist mit den kleinen Helden? Den Zwergen, Halblingen, Elfen und Orks, die mit ihren Familien und Nachbarn Schutz suchen müssen, um den Folgen von Gewalt und Zerstörung zu entgehen? 21 Autorinnen und Autoren erzählen in dieser Anthologie spannende Schicksale aus fernen Welten. Fantastisch, aber nicht unrealistisch – magisch und für ein tolerantes Miteinander. Geschichten und Autoren: 1. Anja Gust – This is the end, you know… 2. Lila Lestrange – Raols Reise 3. Anton Vogel – Scheideweg 4. Tamara Schadt – Elfenmohn 5. Sarah Ricchizzi – Die Geschichte des Luchris Sarberry 6. Stefan Schweikert – Nebelsee 7. Anna Eichenbach – Der Garten der tanzenden Sterne 8. Anja Linnenbach – Katzenjammer 9. Bianca Peiler – Das Ende der Unschuld 10. Sabrina Schumacher – Opfer für die Freiheit 11. Nikolaj Kohler – Der letzte der Sieben 12. Marcus Rauchfuss – Schlaf gut mein Kind 13. Matthias Ramtke – Die Tore von Undall 14. Sarina Wood – Sonnenwende 15. André Geist – Die Geschichte meiner Eltern 16. Christiane Schmalen – Die schwarze Woge 17. Thomas Michalski – Vater sie trommeln wieder 18. Ulf Fildebrandt – Von Orks und Menschen 19. Fabian Dombrowski – Zeit sich zu erheben 20. Antje Haugg – Flucht von Eternea 21. Vincent Voss – Der Totengräber und der Held 22. Alfons Th. Seeboth – Pakt der grauen Wölfe (Kurzgeschichte aus der Romanreihe William von Saargnagel)   Der Wölfchen Verlag verlost unter allen Bewerbern für diese Leserunde mindestens 10 gedruckte Exemplare. Bei Bedarf erhöhen wir die Menge! Beantwortet einfach folgende Frage: 1) Was würdest du mitnehmen, wenn du vor Krieg und Verfolgung fliehen müsstest? 2) Warum ist es dieser Gegenstand? Wir sind gespannt auf eure Antworten! Jeder Gewinner schreibt eine Rezension und veröffentlicht diese auf lovelybooks.de (gerne auch zusätzlich auf anderen Plattformen). Wir verlinken eure Blogrezension auf unserer Verlagsseite. So bekommt auch ihr Besucher! Bis zum 07.07.2016, 23:59 könnt ihr euch bewerben. Am 08.07.2016 werden die Gewinner bekannt gegeben und erhalten ihr Buch dann per Buchsendung mit der Deutschen Post. Die Leserunde startet am 18.07.2016. Viel Erfolg und ganz viel Lesespaß!

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    • 417
  • Brisante und aktuelle Probleme in Schicksale aus fernen Welten verpackt - eine gelungene Anthologie!

    Flucht in ein sicheres Leben
    SarahV

    SarahV

    11. August 2016 um 22:52

    „Wir haben lange überlegt, wie wir als Verlag damit umgehen sollen, dass es in Deutschland so viel Hass gegen Kriegsflüchtlinge gibt.“ (Alfons Theodor Seeboth). Entstanden ist eine High-Fantasy-Anthologie mit 22 Geschichten rund um das Thema Flucht und Vertreibung. Und tatsächlich lässt sich in den Kurzgeschichten vieles entdecken, was Fantasy-Fans begeistert: Elfen, Orks, Fabel- und Märchengestalten, Fantasiewelten und mystische Orte,… Zugleich setzen sich all diese High-Fantasy-Geschichten in unterschiedlicher Weise mit den Themen Flucht und Vertreibung auseinander. Auch wenn es sich um Schicksale aus fernen Welten handelt, finden sich in den Kurzgeschichten so etliche Parallelen zu unserer Gesellschaft. Zahlreiche Probleme unserer Zeit, die im Zusammenhang mit Krieg, Flucht, Vertreibung, Not und Elend stehen, werden in den Geschichten thematisiert.   Auch wenn ich normalerweise kein Fan von High-Fantasy-Geschichten bin, war ich sehr neugierig auf diese Anthologie. Der aktuelle und brisante Hintergrund dieses Projekts haben mich neugierig auf die Geschichtensammlung gemacht. Vielen Autoren ist die Thematisierung von Flucht und Vertreibung hervorragend gelungen. Einige Geschichten haben mich emotional sogar sehr mitgenommen. Sehr traurig gestimmt hat mich beispielsweise Raols Reise von Lila Lestrange. Natürlich mochte ich einige Geschichten mehr als andere. Besonders gefallen haben mir: Der Garten der tanzenden Sterne von Anna Eichenbach – märchenhaft –,  Sonnenwende von Sarina Wood - eine außergewöhnliche Geschichte mit einer geschickten Erzählweise, Die Geschichte meiner Eltern - eine hoffnungsvolle Geschichte von André Geist und mein Favorit : Vater sie trommeln wieder von Thomas Michalski. Leider gab es auch einige Geschichten, die mir kaum bis gar nicht zugesagt haben – das mag aber an der Tatsache liegen, dass ich mich wenig für High-Fantasy begeistern kann. Trotzdem ist diese Anthologie in meinen Augen ein gelungenes Projekt. Hoch brisante Themen und Probleme werden hier mal von einer anderen Seite angepackt und diskutiert, sodass sich ein Blick in die Geschichtensammlung durchaus lohnt.

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  • Aktuelle Fragestellungen verpackt in fantastische Welten

    Flucht in ein sicheres Leben
    veronika_lackerbauer

    veronika_lackerbauer

    10. August 2016 um 10:25

    22 Autoren legen ihre Sicht der Dinge zu den brisanten Themen wie Flucht und Vertreibung, aber auch zu der Frage, wie gehen wir mit den Geflüchteten um, dar. Doch sie tun dies nicht in unsrer aktuellen Realität, sie schreiben auch keine futuristischen Dystopien über die zu erwartende Zukunft, nein, sie bedienen sich fantastischer Welten und merkwürdiger Gestalten.Eine High-Fantasy-Anthologie, die alles beinhaltet, was Fantasy-Fans erwarten: Da tummeln sich Orks und Elben, Fabelwesen und Märchengestalten, die Ort sind mystisch, exotisch oder vage vertraut. Hat also alles nichts mit uns zu tun?Weit gefehlt.Immer wieder blitzen die Probleme unserer Zeit in den Geschichten auf, manchmal ganz zart nur, manchmal so massiv, dass einem bei jeder Zeile ein Schauer über den Rücken läuft.Doch durch die Verlagerung in fremde Welten bleibt es dem Leser selbst überlassen, was er daraus für sich mitnimmt. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, in manche hab ich mich auf den ersten Blick schockverliebt, andere konnten mich nicht unbedingt überzeugen. Ich möchte daher nur ein paar für mich wirklich großartige Beispiele herauspicken:Meine Nr. 1: Fabian Dombrowskis "Zeit sich zu erheben" - genial, mehr kann ich dazu fast nicht sagen!Lange nachgehallt haben in mir außerdem: André Geists "Die Geschichte meiner Eltern", Sabrina Woods "Sonnenwende" und Stefan Schweikerts "Nebelsee".Jeder wird in dieser Anthologie seine persönliche Lieblingsgeschichte finden, egal ob traurig und düster, unheilvoll oder am Ende versöhnlich und hoffnungsvoll.Alles in allem: Ein großartiges Projekt, das in weiten Teilen überzeugen konnte.

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  • Leserunde zu "Gekoffert und Verschleppt" von Lisa Brenk

    Gekoffert und Verschleppt
    Woelfchen_Verlag

    Woelfchen_Verlag

    „Gekoffert und Verschleppt" ist der Debüt-Roman der Autorin Lisa Brenk und erschien Anfang März 2016 im Wölfchen Verlag. Eine mitreißende und fantastische Welt voller humorvoller Abenteuer erwartet euch! Denn wurdest du schon mal von einem Koffer verschluckt und an einem magischen Ort wieder ausgespuckt? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Klappentext: Kann es einen größeren Schrecken geben als mitten in der Nacht aufzuwachen und jemand fremdes steht in seinem Zimmer? Auf dem letzten Glockenschlag der Turmuhr wird Robert Julius Caillou aus seinem warmen Bett gerissen und samt Decke in einen Koffer gesteckt und fortgetragen. Geheimnisvolle Männer, ohne Sohlen unter den Schuhen, verschleppen ihn in eine Welt voller Magie, Rätsel und Geheimnissen. Natürlich handelt es sich dabei um ein Missverständnis und Robert denkt ja gar nicht daran dort zu bleiben. Er schleicht sich fort auf der Suche nach seinem zu Hause. Begleitet von dem wildesten und doch treusten Begleiter, den man sich vorstellen kann. Hinein in ein grenzenloses Land, bevölkert von mysteriösen Kreaturen wie Trödeltraupen und Schlingspinnen. Umwebt von verstrickten Machenschaften. Vorbei an Hexennadeln, Laubwellen und Unweiten … Und immer dabei, der Koffer, der ihn herbrachte. -Denn der verbirgt schließlich sein ganz eigenes Geheimnis. Der Wölfchen Verlag verlost unter allen Bewerbern für diese Leserunde mindestens 10 gedruckte Exemplare. Bei Bedarf erhöhen wir die Menge! Beantwortet einfach folgende Frage: 1) Welcher Gegenstand währe unverzichtbar für dich, wenn du in eine magische Welt entführt werden würdest? 2) Warum ist er unverzichtbar? Wir sind gespannt auf eure Antworten! Jeder Gewinner schreibt eine Rezension und veröffentlicht diese auf lovelybooks.de (gerne auch zusätzlich auf anderen Plattformen). Wir verlinken eure Blogrezension auf unserer Verlagsseite. So bekommt auch ihr Besucher! Bis zum 28.06.2016, 23:59 könnt ihr euch bewerben. Am 29.06.2016 werden die Gewinner bekannt gegeben und erhalten ihr Buch dann per Buchsendung mit der Deutschen Post. Die Leserunde startet am 09.07.2016. Viel Erfolg und ganz viel Lesespaß!   PS: Der Wölfchen Verlag hat noch eine weitere Leserunde gestartet. Wer mag, darf sich auch dort bewerben. http://www.lovelybooks.de/autor/Anja-Gust/Flucht-in-ein-sicheres-Leben-1189252355-w/leserunde/1245878766/1245886385/?tag=1245885970

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