Anja Heitlinger

 4.5 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorin von Urlaub im All.
Anja Heitlinger

Lebenslauf von Anja Heitlinger

Anja Heitlinger, wohnhaft in Mannheim, entwickelte bereits 2006 die Idee zum Buch "FIRST SPACEHOTEL, Urlaub im All", als die us-amerikanisch-iranische Multimillionärin Anousheh Ansari es sich 20 Millionen US-Dollar kosten ließ, um als erste Touristin ins Weltall zu fliegen. Nach ausgiebiger Recherche entstand der Erstlingsroman.

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Urlaub im All

Urlaub im All

 (10)
Erschienen am 01.05.2015

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Rezension zu "Urlaub im All" von Anja Heitlinger

Faszinierendes Setting
MellisBuchlebenvor einem Jahr

Von der ersten Seite an war ich sofort in der Geschichte drin, der Anfang hat mir richtig gut gefallen. 
Vom heutigen Standpunkt aus spielt das Buch ein paar Jahre in der Zukunft. Die Autorin hat sehr viele heute (noch) nicht vorhandene Erfindungen eingeflochten, die z. T. eine wichtige Rolle in der Handlung spielen, teils nur am Rande erwähnt sind. Das hat mich ebenso begeistert wie die Abläufe vor dem Weltraumflug. Die durchzuführenden Tests und Belastungsproben sind so detailliert und anschaulich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, dass die Autorin entweder aus Erfahrung spricht oder exakt recherchiert hat. 
Ebenso ordentlich ausgearbeitet sind die Protagonisten. Viele von den Weltraumtouristen sind tiefgründig charakterisiert und dabei so individuell, wie Menschen eben tatsächlich sind. Dabei fand ich allerdings, dass zu viele kleinere Handlungsstränge in die Haupthandlung rund um die Figuren in die Handlung geflochten wurden, die es meines Erachtens nicht gebraucht hätte. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, aber wer das Buch gelesen hat, wird wohl wissen, welche Situationen etc. ich meine.
Das Setting im Weltraumhotel ist auf jeden Fall mal was anderes und ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen. Die Autorin hat an so viele Dinge gedacht, dass alles authentisch und glaubwürdig für mich dargestellt war. Einzig zwei Dinge haben mich im Laufe des Buches sehr genervt, weil sie immer wiederholt werden. Das ist zum einen, dass Cecylia die schlechte Laune ihres Freundes immer damit in Zusammenhang bringt, dass er sonst nur so schlecht gelaunt ist, wenn etwas an seinem Auto nicht in Ordnung ist. Und zum anderen hat die Protagonisten die meines Erachtens sehr merkwürdige Angewohnheit, ihr Trinkgefäß IMMER neben einem Tisch abzustellen, wenn sie in Gedanken ist.
Insgesamt handelt es sich bei "Urlaub im All" um eine Lektüre, die durchaus für zwischendurch geeignet ist, um vom Alltag abzuschalten und mit den Protagonisten auf eine faszinierende Reise ins Weltall zu starten. Auch wenn es als Liebesroman bezeichnet wird, kann ich es auch all jenen empfehlen, die sich für den Weltraum und vor allem für die der Vorbereitung für die Schwerelosigkeit dienenden Verfahren interessieren. 

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ralluss avatar

Rezension zu "First Spacehotel" von Anja Heitlinger

Der Traum geht weiter
rallusvor 4 Jahren

Schon immer träumte die Menschheit von den Sternen und fremden Planeten, Besuch von Außerirdischen, die Welt außerhalb der Erde ist unendlich und geheimnisvoll. Doch der Weltraum hat seine Tücken, zuerst gilt es, eine lebensfeindliche Umgebung zu überwinden. Die anfängliche Euphorie nach der Mondlandung ist durch die vielen Unfälle mit Todesfolgen gebremst worden und die großen Raumfahrernationen haben andere Probleme als den Weltraum zu erobern, wie sieht es aber mit einer kommerziellen Vermarktung aus? Die Raumfahrt sollte für die meisten Menschen bezahlbar sein, zumindestens für die besser begüterten, denn es gibt immer mehr Menschen die mehr im Jahr verdienen als mancher Staat. Der Gründer des Spacehotels, der Milliardär  Rayman Bradley, bringt es auf den Punkt:

"Henry Ford hat einmal gesagt: Ich möchte ein Auto für die ganze Gesellschaft bauen. Dieser Mann hat meine uneingeschränkte Hochachtung verdient! Und jetzt sage ich ihnen, was ich möchte. Jeder Mensch soll einmal im Weltraum Urlaub machen können."

So ist die Ausgangslage in Anja Heiltlingers Debütroman: First Spacehotel. Jetzt 2023, ist das Hotel gebaut, die ersten ausgewählten Gäste treffen ein, auch Henrik Bachmann, der Sohn eines sehr großen Werbekonzerns und seine Freundin Cecylia, eine berühmte Autorin, die den Flug dank eines Vorschusses ihres Verlages bezahlen konnte. Christopher hat den Auftrag bekommen eine schlagkräftige Werbekampagne aufzubauen, da die Auftragslage der Hoteltickets rückläufig ist. Er bekommt einen Schreck als er seine alte Liebe Cecylia wiedersieht, auch der Sohn seines Auftraggebers irritiert ihn, hat er nicht den Auftrag für den Werbeauftritt des Spacehotels? Doch bevor es in den Weltraum geht, sind noch einige Hürden zu überwinden, denn der Mensch ist nicht für den Weltraum geschaffen und die medizinischen Werte müssen stimmen. Auch sind zuvor einige Tests und Übungen zu absolvieren, denn die Belastung beim Start und Landung verlangen dem menschlichen Körpern einiges ab. Auf dem Hotel angekommen, verwickelt sich Cecylia in eine erneute Liebesgeschichte mit Christopher. Henrik will sich das nicht gefallen lassen und startet seinerseits eine Gegenoffensive. Die anderen Touristen sind auch nicht einfach zu handhaben und so entstehen diverse Verwicklungen 400 Km über der Erde.

Anja Heitlinger hat ein sehr frisches und überaus informatives Buch über den Besuch eines fiktiven Weltraumhotels geschaffen. Selten habe ich eine solch detaillierte und sehr fundierte Beschreibung der Vorbereitungen für einen Start in den Weltraum gesehen, ausser vielleicht in einem Sachbuch. Nicht nur das, auch die Lebensbedingungen und das alltägliche Leben in der Schwerelosigkeit sind sehr plastisch beschrieben. Duschen erscheint fast unmöglich, da das Wasser keine Schwerkraft zum abfliessen hat, die Idee des Schwimmbades würde ich mir patentieren lassen. Witzig benennt sie viele Begriffe im täglichen Leben einfach um, man geht nicht weg, man schwebt davon. Die Autorin verbindet dies alles geschickt mit einer lebendigen Geschichte und wählt auch die dazu passenden Personen aus, die das Unternehmen, Urlaub im All, fast 'sprengen'. So die ältere dicke Dame, die ihr Ticket in einer Lotterie gewann und partout ihren Hund mitnehmen muss. Diese dann auftretenden Komplikationen, mag sich jeder selber vorstellen. Auch ein Saboteur darf natürlich nicht fehlen und sorgt für helle Aufregung. Das einzige was mir persönlich nicht gefiel war die Liebesgeschichte. Diese hat nicht meinen Geschmack getroffen und war mir zu vorhersehbar und kitschig. Manchesmal waren die Reaktionen von Cecylia so naiv wie die einer 14jährigen und zu oft wurde im Schmalztopf gerührt. Gegen Ende kam doch nochmal eine gesellschaftskritische Note hinein, die das Buch vor dem Rosamunde Pilcher Niveau rettete (Nichts gegen Rosamunde Pilcher - für mich nur ein Synonym für besonders kitschig geratene Liebesgeschichten mit entsprechendem Ende)

"Warum war die Welt nur so versessen auf diese suborbitalen Flüge, fragte er sich. Zugegeben bei interkontinentalen Flügen war damit eine enorme Zeitersparnis zu erreichen, dafür waren aber auch die psychischen und physischen Belastungen wesentlich größer. Immerhin mussten die Flugzeuge eine Höhe von 100 Kilometern erreichen, damit man die Erdrotation ausnutzen konnte. Aber ob sich die Menschen dann auch mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben nehmen würden….?"

Explizit wird auch auf das Problem des Weltraumreisen hingewiesen, gerade der Weltraumschrott ist der gefährlichste Gegner eines Gegenstandes in der Erdumlaufbahn. (auch zu sehen in dem Film Gravity) Die Umweltzerstörung und die Folgen des Aufenthaltes des Menschen auf der Erde, sind gerade aus der Sicht von 400 Kilometern sehr genau zu sehen. Großstädte erscheinen nur noch als grauer, dunstiger Punkt. Auf den Punkt bringt es Christopher, der erkennt, was die Menschen eigentlich bewegt ein Ticket zu kaufen. Und zwar die Identifikation mit den Dingen zu Hause, nur eben ausgeführt im Weltraum. So gerät eine Modenschau erst zu einer großen organisatorischen Aufgabe, wie verhindere ich dass die Models nicht vom Laufsteg schweben, dann zu einer grandiosen Show, indem man die Mittel der Schwerelosigkeit ausnutzt. Das wollen die Massen sehen, der Weltraum lässt sich bezwingen und ist nach dem Wilden Westen der nächste Ort um Unbekanntes zu Bekanntem umzuwandeln. Ein kleiner ironischer Seitenhieb auf unsere Konsumgesellschaft.

Insgesamt ein sehr informatives Buch über die Gefahren und Probleme des Weltraumes, etwas zu zuckrig verklebt mit einer überflüssigen Liebesgeschichte. Auf jeden Fall aber für Jugendliche geeignet!

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connelings avatar

Rezension zu "First Spacehotel" von Anja Heitlinger

Urlaub im First Spacehotel
connelingvor 4 Jahren

Inhaltsangabe/Klappentext:

Neuerscheinung: Das gibt es in dieser Form noch nicht! 2023 - ein Menschheitstraum wird wahr: Space Island, das erste Hotel in unserer Erdumlaufbahn! Enthusiasten, Gewinner und Wagemutige gehören zu den ersten Gästen, so auch Cecylia. Doch der Weg bis zum Start in den Weltraum ist kein leichter. Diverse Belastungsproben wie Barokammer, »Teufelsstuhl« und Parabelflug müssen überstanden werden … und die Beziehung zu Henrik, ihrem Lebensgefährten, wird immer konfliktreicher. Nachdem sich auch noch herausstellt, was es mit ihrer neuen Begegnung auf sich hat, spitzen sich die Schwierigkeiten zu. Doch letztlich sprengt der Besuch im Space Hotel all ihre Erwartungen. Den gewohnten Tag- und Nachtrhythmus gibt es genauso wenig wie Oben und Unten. Wassertropfen beginnen plötzlich zu tanzen und der Blick auf unseren blauen Planeten ist atemberaubend. Eine Geschichte über eine Frau, die trotz aller Schwierigkeiten ihren Weg geht. Hier werden Abenteuer, Spannung, Humor, Romantik und Geheimnisse geboten. Von Kapitel zu Kapitel immer spannender ... Das Inhaltsverzeichnis: GROSSE ENTSCHEIDUNGEN ZOCKEN ODER AUF NUMMER SICHER? ECHTE HERAUSFORDERUNGEN DAS LEBEN ÄNDERT SICH UNAUFHALTSAM DAS STERNENSTÄDTCHEN DAS MONSTER DER UNBEKANNTE DER TEUFELSSTUHL DIE WETTE SO SIMPEL WIE SPEKTAKULÄR LEICHTSINN UND SCHWERKRAFT POINT OF NO RETURN SCHWERELOS CHAMPAGNER IM ALL PRIVATSPHÄRE 2. TAG IM ALL PERFEKTE TÄUSCHUNG BUTTER UND MARMELADE TAUSEND TANZENDE WASSERTROPFEN DAS CANDLELIGHT-DINNER 3. TAG IM ALL ERSTER SEIN BITTERE ERKENNTNIS DIE GEISTER DES HORIZONTS JEMANDEM DAS HANDWERK LEGEN 4. TAG IM ALL BODENLOSE VERFÜHRUNG 5. TAG IM ALL TERRAFORMING TATORT KRANKENSTATION 6. TAG IM ALL DAS PAINTBALL-SPIEL DIE SPACIGE VARIANTE RUSSISCHES GEHEIMNIS 7. TAG IM ALL ZWANZIG MILLIONEN GEFAHRENQUELLEN HEISSES PLASMA SCHWER WIE BLEI TRENNUNGSSCHMERZ - - - Nachwort: HEUTE schreiben wir das Jahr 2013. Seit im Jahr 1961 Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum vorgedrungen ist, sind nun 52 Jahre vergangen. In dieser Zeit ist es lediglich rund 500 Menschen vergönnt gewesen, die Erde ebenfalls von hoch oben als blauschimmernde Kugel zu sehen. Doch dies wird sich nun schneller ändern als manch einer vermutet. Als Geburtsstunde des Weltraumtourismus wird die Reise von Dennis Tito zur ISS am 28. April 2001 angesehen. Seither gibt es unter mehreren Wirtschaftsunternehmen ein regelrechtes Wettrennen, unter anderem von der Mojave-Wüste in Nevada und von Florida aus, wer als Erster routinemäßig Touristen über die von der FAI* festgelegte 100-Kilometer-Grenze in den Weltraum bringen wird. Dieser Wettlauf wird vielleicht noch in diesem Jahr einen Sieger und damit einen neuen Weltrekord hervorbringen. Somit werden bald viele Menschen die Möglichkeit haben, unseren Heimatplaneten einmal von »oben« zu betrachten und ihre Eindrücke und Erkenntnisse der Welt mitzuteilen. *Die FAI (Fédération Aéronautique Internationale) ist der internationale Luftsportverband, er hat derzeit Mitgliedsverbände aus ca. 100 Nationen der Erde. Sie organisiert und koordiniert weltweit Aktivitäten in den Bereichen Luft- und Raumfahrt. Sie legte die Grenze, ab der ein Fluggerät den Weltraum erreicht hat, auf 100 Kilometer fest. (Quelle: www.fai.org) - - - Liebe Leserin, lieber Leser, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Buch. Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine große Lesefreude damit bereiten. Bitte teilen Sie mir und allen zukünftigen Lesern mit, was Ihnen an diesem Buch ganz besonders gefallen hat und bewerten Sie dieses Buch bei Amazon.de und / oder auf der Webseite: www.first-spacehotel.com. Vielen Dank Ihre Anja Heitlinger
"First Spacehotel" ist ein Buch, auf welches ich sehr gespannt war. Sci-Fi ist an sich nicht mein Thema, kann mich selten begeistern, deswegen war ich sehr gespannt, was denn nun auf mich zukommt im All. Und ich muss zugeben, der gute Schreibstil, leicht, flüssig und verständlich geschrieben, haben den Einstieg sehr leicht gemacht, und wegen der Neugier konnte ich das Buch manchmal fast nicht aus der Hand legen.
Der Weg, den die ersten Weltraum Touristen gehen müssen um überhaupt diese Reise antreten zu dürfen, Gesundheitscheck und nach dem ok des Arztes der Test in Russland um die Ausdauer und Belastbarkeit zu checken, das war sehr interessant zu lesen. Ich habe mitgefiebert, dass die Touristen ihre Reise antreten können, und Einige der Protagonisten sind mir ganz schnell ans Herz gewachsen. 
Die Beschreibungen im All, die Umstellung in der Schwerelosigkeit, man konnte die schwebenden Gegenstände vor sich sehen.
Die Beschreibung der fliegenden Wassertropfen im Schwimmbad hat mich verzaubert, auch den Blick auf die Erde, auf die unterschiedlichen Kontinente hatte ich vor Augen.


Gefühl, ein Hauch Erotik, Gefahr und das Unbekannte, alles in allem eine sehr gute Mischung, die mich richtig begeistern konnte. Der Ausflug ins All hat mich begeistert, wirklich sehr empfehlenswert.

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Anja Heitlinger wurde am 05. Januar 1970 in Zeitz (Deutschland) geboren.

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