Anja Hilscher

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Interview mit Anja Hilscher

7 Fragen an Anja Hilscher

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Ich war bereits als Kind berüchtigt dafür, sogenannte "Duftmarken" in Form von schriftlichen Kommentaren oder Sprüchen überall zu hinterlassen, zum Beispiel in Büchern und Fernsehzeitschriften. Später habe ich meine Freunde mit endlosen kreativen Ergüssen in Form von Briefen genervt. Vor über 20 Jahren fragten mich zwei Freunde, unabhängig voneinander: "Wann schreibst du dein erstes Buch?" Schreiben ist für mich wie Reisen. Ich lerne während des Schreibens etwas Neues von mir und meiner Wahrheit kennen. Oft bin ich selbst verblüfft, was da so heraus kommt. Meine Gedanken ordnen sich erst beim Schreiben.

2) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Das wechselt. Ich hatte schon eine Psychologie-, Biographien-, eine Dostojewski- , eine Dickens-, eine Enthüllungsliteratur- und eine Ozeanüberquerungsberichtphase und so weiter. Verschlingen tue ich alles über Kafka, und empfehle die Kafkabiographien von Rainer Stach.

3) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich kann NIE diszipliniert vorgehen. Ich warte, bis mich die Muse küsst, allerdings kann man manchmal etwas nachhelfen, indem man etwas Ruhe sucht und sich einfach hinter den PC setzt . Erfahrungsgemäß geht einer Inspirationsphase immer eine Phase der Dunkelheit und der Desorientiertheit voraus, oder umgekehrt. (Yang bzw. Yin...)

4) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Wie bitte? Hemmingway oder Kafka als Vorwortschreiber in meinem Buch? Also, übertriebene Bescheidenheit wurde mir leider bisher selten vorgeworfen, aber DAS kann ich mir nicht vorstellen.

5) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Dass ich nicht eines Tages die Geister verfluche, die ich gerufen habe und die "Segnungen" mich nicht verlassen. Was allerdings sicher etwas mit meiner persönlichen Haltung zu tun hat.

7) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Im Alltag und im Dickicht meines Unterbewusstseins.

6) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Stolz natürlich, und etwas verwirrt, weil ich mir z.Teil selbst etwas fremd bin. Auch unsicher, weil ich nicht weiß, was mich erwartet.

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