‚ganz ohne Geld und ohne eigenes Land‘ (Klappentext)
Anja Hradetzky ist ein Kind der Fertiggerichteära und sieht ihre Eltern als schlechte Vorbilder für Essverhalten. Und so nimmt sie sich vor, ihr Leben und ihre Essroutine zu verändern, und erzählt in ihrem Buch von ihrem Studium, verschiedenen Praktika im In- und Ausland, von ihren Erfahrungen in Ökobetrieben und auf Ranches, aber auch von ihren privaten Beziehungen und Partnerschaften.
Hradetzky ist zweifelsohne einen spannenden Weg gegangen, hat viel erreicht, für ihr Ziel viele Hürden überwunden und viel Enthusiasmus gezeigt. Dies hat mir beim Lesen gut gefallen, und auch die Einblicke in den Umgang mit den Tieren, dem Leben und der Arbeit auf einem Biohof oder einer Ranch fand ich spannend und unterhaltsam. Da das Buch in einfacher Sprache geschrieben ist, lässt es sich zudem schnell und flüssig lesen.
Bereits recht früh im Buch hatte ich jedoch das unangenehme Gefühl, die Autorin führe ihre Eltern vor, was ich unsympathisch fand. Auch im weiteren Verlauf bin ich nicht recht warm geworden mit Hradetzky, und ich fand den Fokus auf ihre privaten Geschichten etwas zu stark, hätte gerne noch mehr über den Umgang mit den Tieren und den Alltag auf einem Biohof erfahren.


