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Floh

vor 8 Monaten

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Es gibt tatsächlich was Neues von der ideengeladenen und alltagsinspirierten Familienmanagerin und Kinderbuchautorin Anja Janotta. Nach ihren erfolgreichen und aberwitzigen Veröffentlichungen rund um das Schreiben und die Krux des Recht- oder Linksschreibens und all der Wortgefüge in denen sie hauptsächlich die Zielgruppe der Mädchen ansprach, gibt es nun mit dem legendären „Der Theoretiker Club“, ein Buch, was theoretisch das beste Buch Deutschlands ist und praktisch eigentlich auch… Viel Witz und Charme greifen hier aus dem Leben junger Besserwisser, Theoretiker, Nerds, Experten und Klugscheißer. Ein Club der Denker und Philosophen mit allerhand Plänen und Projekten. Das verbotene Tagebuch der Schwester: Albas Tagebuch, die Mission schlechthin. Jungs versus Mädchen, Theorie versus Praxis! Ein geniales und ultracooles Battle mit schlauem Schlagabtausch und irrwitzigen Ideen und trockenen Floskeln. WOW!!!! Nach „Linkslesestärke oder Die Sache mit den Borten und Wuchstaben“ und „Linkslesemut oder Die Sache mit dem Versiebtlein“, nun das ultimative Buch für Jungs, Schwestern und Theoretiker: „Der Theoretiker Club“.
Erschienen im cbt Kinder- und Jugendbuchverlag (http://www.randomhouse.de/cbt/)

Zum Inhalt:
"Linus, Albert und Roman sind der Theoretikerclub. Sie haben den ultraschlauen Grips. Sie haben einen Blog zum Fachsimpeln über Zahlencodes, die Römer und Gadgets. Und sie haben den Durchblick. Theoretisch jedenfalls.
Praktisch muss immer wieder Knut zu Hilfe kommen, wenn es um ausgekochte Schwestern, um streitlustige Nachbarjungs oder die Rettung ihres krummen Baumhauses geht. Knut ist zwar nur ein Genie in Ausbildung, besitzt aber mehr gesunden Menschenverstand als alle Großen zusammen.
Doch dann ersinnen die Theoretiker einen ultimativen Plan. Der wird endlich für Frieden sorgen und ist theoretisch unschlagbar. Praktisch allerdings … hat er ein paar entscheidende Schwächen!"

Schreibstil:
Kann es ein authentischeres und realeres Buch geben, als eines, was aus dem echten Leben gegriffen ist und von Kindern und Jugendlichen der Zielgruppe selbst inspiriert und angeregt wurde? Wohl kaum. Die sympathische und offene Kinderbuchautorin Anja Janotta lässt sich gern von ihrem eigenen Sohn mit Ideen für diese abgedrehte und doch sehr ehrliche und handfeste Geschichte inspirieren und mit Ideen und Möglichkeiten füttern. Dem Schreibstil der Autorin merkt man an, dass es ihr neben einer unterhaltsamen Geschichte auch wichtig ist, Botschaften des sozialen Zusammenlebens und des Alltags zu vereinen. Das gelingt ihr zum wiederholten Male richtig gut. Ihre bisherigen zwei Bände zum Thema Schreiben und Lesen richteten sich eher an junge Mädchen, die sich mit der Protagonistin Mira sehr schnell identifizieren und im Buch anfreunden konnten. Nun gibt es das passende Pendant für Jungs. Mit gewohnt lustigem Stil, ebenso witzigen Sprüchen und ungeahnten Situationen mit skurrilem Ausgang. Die Autorin Anja Janotta hat mit ihrem ersten Teil einer hoffentlich bald fortführenden Reihe um den Theoretiker Club ein tolles Kinderbuch für junge Leser, Jungs und auch Mädels geschrieben, die sich in den vielen Chats und Blogeinträgen sicherlich schnell wiederfinden und unter Garantie am liebsten selbst posten würden. Das Buch liest sich durch die Beiträge und der Erzählung wirklich flott und sorgt für angeheiterte Stimmung. Die Autorin zeigt sich mutig und nutzt auch gern den Slang und Jargon der Jungs in der Schule und ihrer Freizeit. Locker, leger und freischnute. Hier verfällt Anja Janotta aber nicht ausschließlich in Umgangssprache, sondern erzählt auch eine Geschichte, die zusammenhängend und verknüpfend ist und in einer altersgerechten Sprache, mit passendem Satzbau und regulärer Aussprache und Formulierung glänzt. Hier darf man sich also auf Lockerheit und aber auch auf Formelles der Sprachvielfalt freuen. Diese Gratwanderung finde ich sehr schlau und ansprechend. Durch ihre ideengeladene und motivierende Art hat die Autorin A. Janotta es geschafft, in Zusammenarbeit mit der Illustratorin Vera Schmidt ein (Vorlese-) oder Selbstlesebuch zu schaffen, welches durch spritzige Chats, Nachrichten, Blogeinträge, Dialoge, Alltagssituationen und viel Phantasie, aber auch etwas Ernsthaftem, ein Kinderbuch munter und lebhaft mit Inhalt und Wert zu vereinen. In einer textreichen Geschichte mit viel Theorie und in kurzen Kapiteln und großer Schrift lässt sie die Leser an der Praxis des Lebens und des Clubs teilhaben. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt und willkommen, jung, kindgerecht, frisch und glänzt mit witzigen Sinnbildern, abgestimmt auf die liebevollen Illustrationen und dem flotten Daumenkino im Buch. Mir hat es richtig große Freude bereitet, diese witzige Geschichte zu lesen und einige Textstellen in unserer Vorlesezeit mit meiner Familie zu lesen. Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen, da man die Chatnachrichten gigantisch abwechslungsreich mit verschiedenen Tonlagen und Stimmen beleben kann, man kennt die Figuren ja bereits durch die Beschreibungen und Charaktermerkmale und kann so den passenden Wortlaut finden. Es eignet sich aber auch wunderbar zum Selbstlesen und sich vorlesen lassen.

Buch / Cover:
Das Buch befindet sich in einem sehr hochwertigen Zustand. Da ich bereits im Besitz der beiden anderen Kinderbücher der Autorin bin, habe ich mich gefreut, dass auch das „Jungenbuch“ wunderbar in die Reihe der beiden „Mädchenbücher“ passt. Gleiches Format, gleiche Qualität und gleicher Stil. Das freut mich und sieht super aus. Das Cover zeigt Situationen und Figuren aus dem Buch. Besser und eiladender könnte es kaum sein. Da rauchen die Köpfe und die Theoretiker sind in der Praxis echt überfragt. Ein neuer Plan muss her… Schlaumeier, Nerd, Freak, Hacker, Stubenhocker…. All diese Klischees könnte man feststellen. Ist es denn so in dem Club? Findet es heraus! Das Schriftbild ist sehr locker, die Schrift sehr schön groß und die Texte lassen sich wunderbar flüssig vortragen. Die Illustrationen am Rand bieten ein Daumenkino, wenn man das Buch durch die Finger gleiten lässt. Theoretisch. Klappt es auch in der Praxis?

Meinung:
Dieses Kinderbuch ist mit Witz, Charme, jeder Menge Lacher, Schenkelklopfer, Plänen, Missionen, Theorien und Handlungen bedacht, die mit Engagement, realem Leben, viel Herzblut, Erlebten und Ideen eines Jungen im passenden Alter komponiert und zu einer Geschichte geworden sind. Das Buch thematisiert die zwei unterschiedlichen Gemüter, einmal sind es die Theoretiker und einmal die handfesten Praktiker. Geht denn das eine ohne das andere? Wer erstellt die Pläne, wer setzt diese um und wer erkennt die Schwächen und Tücken? Diese verwirbelten und nuancierten Botschaften und Aussagen des Buches und des Themas drängen sich jedoch nicht auf. Hier steht die lustige Geschichte im Vordergrund und die Mission Albas Tagebuch! Im Zeitalter der Kommunikation, der Pragramme, PC´s , Medien und Computerwelten passiert viel am heimischen Schreibtisch. Das will dieses Buch aufgreifen und erzählt die legendäre Geschichte des Theoretiker Clubs mit seinen Nerds und Freaks. Hier zählen nicht die Schwielen an der Hand, sondern der ermittelte IQ. Hochbegabt und unfähig? Muss nicht sein, man muss sich nur zu Helfen wissen. Denn überall gibt es so einen wie Knut, der weiß wie es geht. Theoretisch, praktisch, oder eben nicht so ganz…. Hihihi…. Dieses Buch habe ich zunächst selbst gelesen, es sprach mich einfach an, da ich an meinen genialen und hochbegabten Neffen denken musste. Einige Passagen habe ich in unserer familiären Vorlesezeit auch meinen beiden Kindern vorgetragen, da die Dialoge einfach zum Leben erweckt werden wollen. Meine Tochter und mein Sohn sind mit 3 Jahren, bzw. 17 Monaten noch zu jung um die Geschichte zu verstehen. Doch die muntere und lebhafte Vertonung der Dialoge empfanden beide als sehr spaßig und unterhaltsam. Dieses ist ja mal wirklich ein Kinderbuch, was ich gern verfilmt und mit echten Personen besetzt sehen würde! Großartig! Als Vorleserin bin ich wunderbar in die Geschichte versunken und habe große Freude an den Entwicklungen von der Theorie zur Praxis und der Maßnahme am windschiefen Baumhaus und der Mission Tagebuch gefunden. Schöpferin, Ideengeberin und Autorin Anja Janotta hat eine tolle Idee zu einem Kinderbuch mit wirklich außergewöhnlich herzlichen und beeindruckenden Momenten, vielen realen Situationen, stimmigen Ausrufen und Botschaften, liebenswürdigen Charakteren und den vielen dezenten und offensichtlichen Botschaften umgesetzt und in einem Buch zum Leben und Erleben erweckt. Für Kinder und Jungs und jedem Interessierten ab etwa 11 Jahren geeignet, aber auch für Erwachsene ein toller (Vor-) Lesegenuss mit Spaßfaktor. Da mein Neffe hochbegabt und der absolute Theoretiker ist, werde ich ihm dieses Buch in wenigen Wochen zum Geburtstag schenken! Ein stimmigeres Geschenk kann ich mir für ihn aktuell nicht vorstellen. Auch mein Neffe wäre im Theoretiker Club zu Hause… Super, spitzenmäßig!

Die Autorin:
"Anja Janotta, geboren 1970, verbrachte ihre Kindheit in Saudi Arabien und Algerien und wusste bereits früh, dass sie Kinderbuchautorin werden wollte. In München studierte sie zunächst Diplom-Journalistik und arbeitet heute als Online-Redakteurin. Daneben schreibt sie Kinder- und Jugendbücher (u.a. „Linkslesestärke“). Anja Janotta lebt mit Mann und zwei Kindern an einem See in Oberbayern und lässt sich von den Geschichten an ihrem Küchentisch gern inspirieren. Für den Theoretikerclub steuerte Sohn Jonas ganz viele Ideen bei."

Die Illustratorin:
„Vera Schmidt studierte Kommunikationsdesign in Augsburg und arbeitete anschließend in einer großen Werbeagentur in Frankfurt a. M. Dann folgte sie ihrem Herzen und machte sich 2004 als Illustratorin selbstständig. Sie liebt es, Ideen und Geschichten in Bilder zu verwandeln, Charaktere und neue Welten zu erschaffen und erfreut sich an wunderschönen, schrägen kleinen Dingen und Situationen. Ihre Illustrationen wurden in Kinderbüchern, Schulbüchern, Kalendern, auf Webseiten und vielem mehr veröffentlicht.“

Die Illustrationen:
Das Buch ist richtig toll gemacht und gestaltet. Mit Chatfenstern, kleinen Vignetten, umrahmten Seitenzahlen und einem bestechendem Cover. Das Vorsatzpapier zeigt die wichtigen Charaktere mit ihrem Steckbrief und immer wieder begegnen uns im Buche moderne Bilder, Handy´s, Kabel, PC´s, Hardware, Software, Gedanken und Dialoge. Sehr liebevoll und stimmig auf die Inhalte des Buches und der jeweiligen Kapitel bezogen. Ideenreich, klar und großzügig. Im Buch sind die Zeichnungen Schwarzweiß gehalten. Das Cover ist farblich richtig einladend. Super harmonisch und rundum gelungen!!!

Fazit:
Ein richtig toller Beginn für die Gruppe im Theoretiker Club. Es hat mir Spaß gemacht dieser Gedankenflut beizuwohnen und hoffe für viele Kinder und Jungs auf einen baldigen nächsten Band. Als Lockmittel gibt es 5 begeisterte Sterne in der Theorie und in der Praxis von mir!

Wer noch mehr von dieser Autorin und ihren Ideen entdecken will, oder was für Mädels sucht, der darf in diesen Tipps von mir stöbern:
Mira und ihre Linkslesestärke:
https://www.lovelybooks.de/autor/Anja-Janotta/Linkslesest%C3%A4rke-oder-Die-Sache-mit-den-Borten-und-Wuchstaben-1237525131-w/rezension/1155560713/

Mira und ihr Linkslesemut:
https://www.lovelybooks.de/autor/Anja-Janotta/Linkslesemut-oder-Die-Sache-mit-dem-Versiebtlein-1209578117-w/rezension/1228394060/

Autor: Anja Janotta
Buch: Der Theoretikerclub

danielamariaursula

vor 8 Monaten

Ich fand's auch große Klasse, auch für Mädchen!

Avirem

vor 8 Monaten

Das Cover spricht mich so gar nicht. Die Zielgruppe aber vermutlich schon. Herzchen für deine begeisterten Worte zu diesem Buch.

Igelmanu66

vor 8 Monaten

Das klingt ja super! Und man darf es sicher auch noch lesen, wenn man kein Kind mehr ist, nicht wahr?

parden

vor 8 Monaten

"...und hoffe für viele Kinder und Jungs..." - ^^ hihi :D Letztens meinte ein Kind zu mir: 'da fahren Mädchen und Menschen mit...' - das gab mir auch zu denken... ;)

AnjaJanotta

vor 8 Monaten

Igelmanu66 schreibt:
Das klingt ja super! Und man darf es sicher auch noch lesen, wenn man kein Kind mehr ist, nicht wahr?

Klar darf man das auch als Nerd 12+++ lesen .... Würde mich interessieren, wie es Dir gefällt. Liebe Grüße

AnjaJanotta

vor 8 Monaten

Wow, was für eine unglaubliche tolle, unglaublich fundierte und mehr als schmeichelhafte Rezension. Ich fühle mich ganz doll geehrt, liebe Floh! Großartig. DANKE!

Floh

vor 8 Monaten

Igelmanu66 schreibt:
Das klingt ja super! Und man darf es sicher auch noch lesen, wenn man kein Kind mehr ist, nicht wahr?

Ich garantiere dir: Ich habe mich herzhaft amüsiert!!!!!

Floh

vor 8 Monaten

parden schreibt:
"...und hoffe für viele Kinder und Jungs..." - ^^ hihi :D Letztens meinte ein Kind zu mir: 'da fahren Mädchen und Menschen mit...' - das gab mir auch zu denken... ;)

Grins, jetzt muss ich auch Lachen!

Janna_KeJasBlog

vor 8 Monaten

Klarer Fall: Tochter mehr als zu alt, Krippies zu jung

Leserin71

vor 8 Monaten

Werde ich mir merken. Klingt nach einem Geschenk für meinen Neffen.

Benundtimsmama

vor 8 Monaten

Herzchen für eine grandiose Rezension <3

clary999

vor 7 Monaten

Merke ich mir zum Verschenken! Tolle Rezi :)

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