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BookHook

vor 7 Monaten

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Zum Inhalt:
Linus, Albert und Roman können ziemlich viel ziemlich gut. Zumindest theoretisch, praktisch eher weniger. Dennoch wünscht sich der fast 9jährige Knut nichts sehnlicher, als als vollwertiges Mitglied in den Club der Theoretiker aufgenommen zu werden. Dabei wären die Herren Theoretiker ohne den pfiffigen Knut oftmals ziemlich verloren...

Meine Meinung:

"Manchmal laufen die Dinge praktisch nicht so, wie man sie theoretisch geplant hat." (S. 246)

In Anja Janottas ("Linkslesestärke" und "Linkslesemut") "Theoretikerclub" gibt es jede Menge Themen, die Kids brennend interessieren. Sei es ein Baumhaus für geheime Clubtreffen (das - nun ja- ziemlich ebenerdig steht), ein eigener Blog zum gemeinsamen fachsimpeln (seid vorsichtig mit den Admin-Rechten!) oder auch eine Geburtstagsparty im Bowlingcenter. So richtig spaßig wird es dann, wenn die Theoretiker mit ihrem oftmals immensen Wissen (dank Online-Tutorials & Co.) auf die weitaus praktischer und alltagstauglicher veranlagte Mädchen-Clique um Alba oder die hemdsärmelige Fußball-Gang um den selbsternannten Mädchenschwarm Thomas trifft. Dass Mädchen-Chefin Alba die Zwillingsschwester von Theoretiker und Chef-Zweifler Albert ist und obendrein auch noch die Babysitterin und Freundin von Knuti, macht das ganze Beziehungsgeflecht nicht gerade einfacher...

Und so sitzt Knut, der Jüngste (und oftmals auch der Vernünftigste) von allen, mehr als einmal zwischen allen Stühlen und muss die Dinge, die die Theoretiker ins Rollen gebracht haben, wieder mit viel Charme und List kitten.

Die Geschichte besticht vor allem durch ihren wunderbar humorvollen Blick auf die alltäglichen kleineren und größeren Probleme der Kids von heute. Hierdurch dürfte es den meisten jungen Lesern auch nicht schwer fallen, unter den 10 Protagonisten eine passende Identifikationsfigur zu finden, oder zumindest einen Lieblingscharakter. Bei uns war es der kleine Held Knut, aber auch die patente und doch treue Freundin Alba mochte ich sehr gerne. Die zwei Theoretiker Linus und Albert waren mir dabei nicht so wirklich sympathisch, der zum römischen (nicht römisch-katholischen!) Glauben konvertierte Roman, der gerne seinen Senf in altklugen lateinischen Sprüchen dazu gibt und unsterblich in Flora verschossen ist, dann schon eher.

Ein Lesespaß für jüngere wie gleichfalls ältere Leser, locker und humorvoll geschrieben, mal als Fließtext, mal als Blog-Einträge oder auch als WhatsApp-Konversation. Bei den #epicfails des Theoretikerclubs bleibt wohl kein Auge trocken.... TOL 8 von 10 (kleiner Insider).


FAZIT:
TOL 8 von 10 (kleiner Insider): Ein humorvolles und sehr unterhaltsames Buch über Freundschaft, Zusammenhalt, Ehrlichkeit und die Schwächen von Theorien in der Praxis.

Autor: Anja Janotta
Buch: Der Theoretikerclub
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