Anja Kümmel Träume Digitaler Schläfer

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Inhaltsangabe zu „Träume Digitaler Schläfer“ von Anja Kümmel

Nominiert für den Deutschen Science-Fiction-Preis 2013. Sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Wirtschaftskonzerne regieren den ehemaligen Nordblock. Geschlechterunterschiede gibt es nicht mehr. Zumindest an der Oberfläche. Ashur und Elf leben im Untergrund. In virtuellen Räumen, in U-Bahn-Schächten, in der Kanalisation. Obwohl sie einander nicht kennen, haben sie etwas gemeinsam: Sie träumen. Von vergangenen Zeiten, von sich, von einander, in veränderter Gestalt. Ashur wird Adina wird Ana Luz. Elf wird Emrys wird Evaita. Und nichts ist mehr, wie es schien. (Quelle:'E-Buch Text/11.10.2013')

Ein sehr spezielles Buch für ein vermutlich sehr spezielles Publikum. Düster und beklemmend, zu großen Teilen unverständlich.

— sursulapitschi

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  • Leserunde zu "Träume Digitaler Schläfer" von Anja Kümmel

    Träume Digitaler Schläfer

    Axynia

    "Träume Digitaler Schläfer" von Anja Kümmel - das E-Book im Culturbooks Verlag Anja Kümmel wurde 1978 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Gender Studies und Spanisch in Los Angeles, Madrid und Hamburg. Seit 2009 ist sie als freie Autorin und Journalistin tätig. Neben zahlreichen Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien sowie Hörbuchbeiträgen veröffentlichte sie vier Romane: »La Danza Mortale« (2004), »Das weiße Korsett« (2007), »Hope’s Obsession« (2008) und »Träume Digitaler Schläfer« (2012). Sie erhielt ein Literaturstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, ein Aufenthalts-stipendium im Künstlerhaus Lukas und den GEDOK-Literaturförderpreis 2010. Wir verlosen 10 Exemplare des E-Books an interessierte LeserInnen! Zum Buch: Sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Wirtschaftskonzerne regieren den ehemaligen Nordblock. Geschlechterunterschiede gibt es nicht mehr. Zumindest an der Oberfläche. Ashur und Elf leben im Untergrund. In virtuellen Räumen, in U-Bahn-Schächten, in der Kanalisation. Obwohl sie einander nicht kennen, haben sie etwas gemeinsam: Sie träumen. Von vergangenen Zeiten, von sich, von einander, in veränderter Gestalt. Ashur wird Adina wird Ana Luz. Elf wird Emrys wird Evita. Und nichts ist mehr, wie es schien. »Träume Digitaler Schläfer« ist als »Bester deutschsprachiger Roman« nominiert für den »Deutschen Science-Fiction-Preis«. Haben Sie Lust mitzulesen, mitzudiskutieren und mit zu rezensieren? Dann bewerben Sie sich jetzt und erzählen Sie uns, was Sie an Anja Kümmels viertem Roman interessiert.  Die Autorin freut sich auf anregende Diskussionen und interessante Fragen von interessierten Leserinnen und Lesern und wird sich an der Leserunde aktiv beteiligen.

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  • Eine Herausforderung!

    Träume Digitaler Schläfer

    Rosha

    07. January 2014 um 21:32

    Mir ist es noch nie so schwer gefallen, zu einem Buch eine schlüssige Besprechung abzugeben, wie bei diesem hier. Ich konnte mich diesem Roman nur partiell annähern und Stückwerk wird auch die Beschreibung meines Leseeindrucks bleiben. In meiner Ratlosigkeit greife ich auf meine rein subjektive Wahrnehmung zurück. Unter anderem ist dies das Resultat eines für mich inhomogenen Plotgefüges. Science-Fiction-Szenen wechseln sich mit historischen Einschüben ab. Da ich persönliche nicht so gerne historische Romane lese, haben mich die doch recht ausgeprägten Exkursionen ins mittelalterliche Spanien (oder Portugal?) und nach Paris zur Zeit des Zweiten Weltkrieges deutlich weniger angesprochen. Die historischen Segmente unterbrechen den Erzählfluss der dystopischen Rahmenhandlung und wirkten auch insofern störend auf mich, als dass ich keinen rechten Zusammenhang erkennen konnte. Selbst nach Beendigung des Romans blieb für mich die Frage nach dem Warum. Die futuristische Story hätte auch gut für sich alleine stehen können. Was mich zu der Annahme führt, dass die historischen Teile einen wesentlichen Punkt der Prämisse in sich tragen, die diesem Roman zugrunde liegt. Auch hier könnte ich nicht eindeutig benennen, welche Intention die Autorin verfolgte. Meinem Empfinden nach könnte die Grundaussage des Romans sein, dass die Frau schon immer in die Opferrolle gedrängt wurde und sich das auch in einer fernen Zukunft nicht ändern wird. Ganz unabhängig von meinem persönlichen Geschmack, sind die historischen Abschnitte nicht minder virtuos geschrieben als die in der Zukunft spielenden. Atmosphärische Schilderungen lassen die Figuren, ihre Erlebnisse und Gefühle dreidimensional erscheinen. Große Erzählkunst. Der Tenor des Buches ist kein leichter, wie es die Klassifizierung einer Dystopie ohnehin nahe legt. Herausragend empfand ich die Gestaltung der Science-Fiction-Umgebung. Hier finden sich viele kreative, überraschende und neue Ideen. Dass die Autorin hierbei nicht viel erklärt, sondern dem Leser viele Freiheiten zur eigenen Interpretation lässt, hat mir sehr gut gefallen. Wahre Bilderfluten türmten sich in meinem Kopf auf. Sprachlich ist der Roman fein gearbeitet, driftet manchmal vom Erzählerischen ins Bildermalerische ab, was zur Entschleunigung des Lesetempos führt. Vordergründig gibt es in dieser Gesellschaft der Zukunft keine Geschlechtsunterschiede mehr.  Das versucht die Autorin sprachlich darzustellen, in dem sie nicht mehr die Personalpronomen „sie“ und „er“ verwendet, sondern „es“. Und sofort fällt auf, dass unsere Sprache nicht dafür ausgelegt ist. Man kann eine Person als "es" bezeichnen, doch bereits bei den Possessivpronomen scheitert man. Die Autorin ist gezwungen, sich entweder für "ihre" oder "seine" zu entscheiden, was die Neutralität sofort aufhebt. Ohnehin existieren nach wie vor zwei Geschlechter, auch wenn sich die Unterschiede auf die Genetik beschränken und sich nicht mehr offensichtlich in Körperlichkeiten ausdrücken.  Als Resümee muss ich anfügen, dass ich nicht den Eindruck habe, den Roman verstanden zu haben. Er wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Ich würde ihn als intellektuelle Herausforderung bezeichnen.

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  • Träume digitaler Schläfer

    Träume Digitaler Schläfer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. December 2013 um 18:09

    Wir befinden uns sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Es gibt keine Geschlechterunterschiede mehr und Wirtschaftskonzerne regieren die Welt. Ashur und Elf leben im Untergrund in virtuellen Räumen in U-Bahnschächten. Sie kennen sich beide nicht und doch haben sie Gemeinsamkeiten. Sie träumen von vergangenen Zeiten. In ihren Träumen werden sie zu anderen Personen in einer anderen Zeit. Ashur wird zu Adina und dann Ana Luz während Elf zu Emrys und dann zu Eva wird. Die Autorin erzählt eigentlich drei unterschiedliche Geschichten auf verschiedenen Zeit- und Erzählebenen (eine Dystopie, Spanien während der Inquisition und Paris zur Zeit der deutschen Besatzung). Es handelt sich um einen sehr komplexen Roman, an dessen Aufbau sich der Leser erst einmal gewöhnen muss. Wann man sich aber eingelesen hat, merkt man wie die Autorin mit der deutschen Sprache arbeitet und die Phantasie des Lesers anregt, indem sie nicht jedes Detail ausformuliert hat. Ein wenig anstrengend fand ich beim lesen die geschlechtsneutralen Figuren. Immer wieder ertappte ich mich dabei, Hinweise auf das Geschlecht der Person zu suchen. So ein schönes, herrliches Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es gibt wirklich sehr viele Dystopien auf dem Büchermarkt, aber keine welche mich so in ihren Bann gezogen hat. Dieses Buch lebt von knappen Beschreibungen und Metaphern an der richtigen Stelle. Wer ein Buch wirklich erleben möchte, sich vorstellen kann seine Phantasie dabei einzusetzen, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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  • Ein sehr spezielles Buch

    Träume Digitaler Schläfer

    sursulapitschi

    08. December 2013 um 17:17

    In ungewöhnlich bildhafter Sprache wird hier sehr eindringlich eine düstere Welt beschrieben.   Nach dem dritten Weltkrieg ist die Zivilisation weitgehend zerstört. Die Geschlechterrollen wurden aufgehoben. Es gibt keine Männer oder Frauen. Alle Menschen denken von sich als "Es". Fortpflanzung wird von der Regierung maschinell geregelt und ist für normale Bürger kein Thema mehr. In dieser verstörenden Welt leben Ashur und Elf, zwei XX -Menschen, die sich eigentlich kaum kennen, aber sich irgendwie verbunden fühlen. Beide haben sehr realistisch erscheinende Träume von längst vergangenen Zeiten. Und in diesen Träumen kennen sie sich, sind Freundinnen, Schwestern oder sogar Geliebte. Bis sie in der realen Welt zusammenfinden, müssen sie einiges erleiden. XX- Menschen sind selten und werden gejagt. Das Leben ist gefährlich. Man taumelt durch die seltsamsten Szenarien. Ein Großteil der Bevölkerung ist süchtig nach irgendwelchen Drogen, oder auch nach digitalen Reisen. Menschen können sich mit dem Netz verbinden. Die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt verschwimmen. Manchmal weiß man nicht genau, passiert das jetzt wirklich, oder digital oder ist es drogenverzerrte Wahrnehmung. Das ist zweifelsohne interessant, lässt aber den Leser die meiste Zeit verwirrt hinterherstolpern. Dazu kommt, dass man grundlegende Informationen zu dieser Welt und ihren Regeln nur sehr sparsam nach und nach bekommt. Manchmal sind die Informationen sogar widersprüchlich, was bei mir das Gefühl hinterlassen hat: Das ist spannend und originell, aber so wirklich schlüssig ist es nicht. Da fehlt noch das ein oder andere an theoretischem Hintergrund, um diese Welt glaubwürdig zu machen. Vermutlich ging es der Autorin gar nicht so sehr um ein glaubwürdiges Endzeitszenario. Im Vordergrund stehen die Gedanken zur Geschlechterrolle, zum Selbstverständnis vielleicht sogar zur Evolution, was mir sehr gefallen hat und nachdenklich stimmt. Andererseits kann ich ein Buch, bei dem ich die halbe Zeit das Gefühl habe, ich verstehe es nicht, auch nicht richtig gut finden. Dies ist ein sehr spezielles Buch für ein vermutlich sehr spezielles Publikum.

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  • Rezension zu "Träume Digitaler Schläfer" von Anja Kümmel

    Träume Digitaler Schläfer

    dark_swan

    15. September 2012 um 16:32

    Als ich „Träume digitaler Schläfer“ gelesen habe, hat es mir buchstäblich den Atem verschlagen. Was für ein sprachgewaltiges, denkerweiterndes, herrliches Buch! Warum wird es nicht im großen Feuilleton besprochen? Wieso wird die Autorin nicht als neue Stimme in der deutschen Gegenwartsliteratur gefeiert? Nun – offenbar ist der Verlag zu klein. Zu unbekannt. Rutscht durch die Wahrnehmung der Presse. Was ich in diesem Falle hier unerhört bedauere. Hier bleibt ein brillantes Buch und ein echtes Talent unentdeckt! Umso mehr ist jetzt die Stimme der LeserInnen gefragt, die dieses Buch entdeckt haben und die es genauso atemberaubend finden wie ich. Redet darüber! Postet eure Meinung! Der Markt ist gerade bis zum Bersten mit Dystopien gefüllt. Und meist heftet sich da eine Wiederholung an die nächste. Es wird imitiert, was das Zeug hält. Wie berauschend anders, wie unverschämt, wie herausragend dieser Roman dagegen ist! Anja Kümmel entwirft mit sicherer Hand eine Dystopie, die ihresgleichen erst einmal sucht. Ich möchte zum Inhalt eigentlich nichts mehr sagen – das tut der Klappentext. Eher dies: Das Buch ist nicht nur inhaltlich, sondern auch formal ein Kleinod. Hier wird ein Buch-im-Buch-im-Buch entworfen. Mit großer Raffinesse werden die Plots entrollt, schieben sich gegenseitig an, überlappen, fasern aus, blinken an anderen Stellen wieder auf, und verlöschen, verweisen auf etwas Vergangenes oder Zukünftiges, und überall und unentwegt klingen andere Bücher, andere AutorInnen, andere Gedankenwelten mit. Echoräume tun sich auf, schwebende Geschichten, die nicht erzählt, sondern im Leser ausgelöst werden. Eine postmoderne Wundertüte. Es ist schwer, über einen Roman zu erzählen, der so stark von und mit und durch seine außergewöhnliche Form lebt. Vielleicht so: Wer dieses Buch betritt, betritt ein lebendiges Schloss voller Korridore, Treppenaufgänge, Geheimtüren, Verliese und Zinnen – und hier wie da tun sich plötzlich Tapetentüren auf, und man landet in einem verborgenen Seitenflügel des Schlosses, im Wandschrank oder … in der Luft. Zwischen zwei Zuständen. An vielen, vielen, vielen Stellen gelingen der Autorin unfassbar atmosphärische Stimmungen, entwirft sie atmende, düstere Räume und poetisiert Technik mit einer beneidenswerten Leichthändigkeit und Sprachkraft. Selbst die „Kopfigkeit“ mancher Passage, die manchmal (selten) die Lebendigkeit der Handlung übertönt, hält Spannung bereit: Sie belohnt einen mit ungewöhnlichen, ja beglückenden Denkimpulsen. Wer Bücher er-leben will, wer die Nase voll davon hat, immer alles bereits vorgekaut und ausgelutscht präsentiert zu bekommen, wer erfahren möchte, wie ein Buch einen selbst ständig verwandelt und in Räume und Gedanken mitnimmt, die man noch nie gesehen und gehabt hat, wer nichts dagegen hat, als veränderter Mensch aus der Lektüre hervorzugehen - der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen. FAZIT: Lesen, darin versinken, den Atem komplett verlieren, ihn am Ende wiederfinden und dann dieses Buch laut weiterempfehlen. Diese Autorin hat es verdient!

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