Anja Kampmann

 3,6 Sterne bei 28 Bewertungen
Autorin von Wie hoch die Wasser steigen, Die Wut ist ein heller Stern und weiteren Büchern.
Autorenbild von Anja Kampmann (©Juliane Henrich)

Lebenslauf

Von der Einsteigerin zur Abstauberin: Die deutsche Schriftstellerin Anja Kampmann wird 1983 in Hamburg geboren, studiert dort und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Auch heute lebt die Autorin in der größten sächsischen Stadt. Während des Studiums nimmt sie erfolgreich an Literaturwettbewerben teil, ihre Lyrik und Prosa wird mehrfach ausgezeichnet und gefördert. Ihre Texte werden in Zeitschriften veröffentlicht, darunter „Akzente“ und „Neue Rundschau“. 2011 beginnt sie, neben ihrer Promotion für verschiedene Medien zu arbeiten, beispielsweise „Deutschlandfunk“. 2018 erscheint ihr Romandebüt „Wie hoch die Wasser steigen“, in dem der Ölbohrarbeiter Wenzel Groszak seinen einzigen Freund verliert und daraufhin in sein altes Leben zurückzufinden versucht. Das Buch ist unter den Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 in der Kategorie Belletristik und in der Longlist für den Deutschen Burchpreis.

Neue Bücher

Cover des Buches Bildnis eines Unsichtbaren (ISBN: 9783406843433)

Bildnis eines Unsichtbaren

Erscheint am 20.03.2026 als Gebundenes Buch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Anja Kampmann

Cover des Buches Wie hoch die Wasser steigen (ISBN: 9783446258150)

Wie hoch die Wasser steigen

(19)
Erschienen am 29.01.2018
Cover des Buches Die Wut ist ein heller Stern (ISBN: 9783446281202)

Die Wut ist ein heller Stern

(3)
Erschienen am 19.08.2025
Cover des Buches Der Hund ist immer hungrig (ISBN: 9783446267534)

Der Hund ist immer hungrig

(2)
Erschienen am 15.03.2021
Cover des Buches Akzente: Begegnungen (ISBN: 9783910732599)

Akzente: Begegnungen

(0)
Erschienen am 25.10.2021
Cover des Buches Wie hoch die Wasser steigen (ISBN: 9783442717897)

Wie hoch die Wasser steigen

(0)
Erschienen am 10.02.2020

Neue Rezensionen zu Anja Kampmann

Cover des Buches Die Wut ist ein heller Stern (ISBN: 9783446281202)
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Rezension zu "Die Wut ist ein heller Stern" von Anja Kampmann

Buchverliebt_und_leselustig
Zwischen Anspruch und Zugangsschwierigkeiten

Anja Kampmann erzählt in Wut ist ein heller Stern die Geschichte von Hedda, die in den dreißiger Jahren als Artistin auf der Reeperbahn ihren Traum lebt – und doch spürt, wie sich die Freiräume durch die politischen Veränderungen immer mehr verengen. Zwischen Varieté, Uniformen im Publikum und den Fragen nach Vertrauen und Zukunft entfaltet sich eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung in einer Zeit, die Frauen kaum Raum ließ.

Die Sprache der Autorin ist kraftvoll, bildreich und von einer besonderen Atmosphäre getragen – zugleich war genau das für mich persönlich die größte Hürde. Der Verzicht auf wörtliche Rede und die kunstvolle Dichte haben es mir schwer gemacht, in den Text einzutauchen. Trotz mehrerer Versuche konnte ich keinen Zugang finden und habe die Lektüre schließlich abgebrochen.

Fazit: Wut ist ein heller Stern ist ein Werk von literarischem Anspruch und thematischer Relevanz, das zweifellos viele Leser:innen berühren wird. Für mich blieb es jedoch sprachlich unzugänglich. Da ich den Roman nicht beendet habe, bewerte ich neutal mit 3 Sternen – aus Respekt vor einer Erzählung, die anderen sicherlich viel geben kann.

Cover des Buches Die Wut ist ein heller Stern (ISBN: 9783446281202)
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Rezension zu "Die Wut ist ein heller Stern" von Anja Kampmann

MsWatson
Man braucht ein bisschen Geduld

„Die Wut ist ein heller Stern“ von Anja Kampmann ist ein Roman, der sich Zeit nimmt – viele Seiten voller Sprache, die nicht nur erzählt, sondern lebendig ist, atmet, malt, spiegelt und mich durchaus an vielen Stellen zum Nachfühlen bewegt hat. 

Im Mittelpunkt steht Hedda, die sich mit unerschütterlicher Entschlossenheit ihren Platz als Artistin im Varieté Alkazar auf der Reeperbahn erkämpft hat. Sie lebt ihren Traum, steht auf der Bühne, spielt mit der Kraft des Augenblicks und mit der Faszination, die ihr Körper, ihre Kunst bei ihren Auftritten beim Publikum hervorruft. Doch während das Rampenlicht sie scheinbar ins Zentrum rückt, verschieben sich die Schatten immer mehr, denn wir schreiben das Jahr 1930 und bewegen uns in einer Zeit, in der Uniformen sich immer deutlicher in die erste Reihe des Publikums schieben und in der Kunst, Freiheit und Weiblichkeit zunehmend unter ideologischen Druck geraten.

Heddas persönliche Situation verstärkt diese Spannungen - sie lebt zwischen Bühne, Familienpflicht und einer politischen Realität, die unberechenbarer und gefährlicher wird. Kampmann verknüpft das Private mit dem Politischen und verfällt dabei glücklicherweise nicht ins Didaktische. Sie zeigt in ihrem Buch eine Frau, die zwischen Selbstbehauptung und Fürsorge, zwischen Träumen und Angst nach einem Ort sucht, an dem sie bleiben kann, ohne sich selbst zu verraten oder verletzt zu werden.

Die Erzählung ist viel mehr als eine lineare Handlung. Kampmann schafft es, Atmosphäre so dicht zu gestalten, dass die Lektüre beinahe körperlich spürbar wird. Sie nimmt sich Zeit für innere Monologe, für die feinen Regungen von Angst, Sehnsucht oder Zweifel. Das Varieté mit seinen Lichtern, Kostümen und glitzernden Fassaden wird kontrastiert von der Härte der Zeit, die immer deutlicher in die Figuren einschneidet. Die erzählerische Tiefe entsteht gerade daraus, dass nicht jede Spannung sofort aufgelöst, nicht jedes Geheimnis restlos erklärt wird. Manchmal sind diese Momente wirklich so fesselnd und so bedrückend, dass man sich wirklich in diese Zeit hineinversetzen kann. Zumindest glaubt man das. Wirklich werden wir das nie können. In Summe ist der Roman ein vielschichtiges Bild aus Fragmenten, Erinnerungen, Andeutungen und stillen Momenten, die zusammen ein eindrucksvolles Panorama dieser Zeit ergeben.

Ihre Figuren zeichnet sie wirklich mit enormer Gründlichkeit und baut mit großer Sorgfalt die Atmosphäre einer Epoche auf, die einfach nur düster ist - und dennoch helle Räume bereithält, in denen die Protagonisten bestmöglich zu leben versuchen. Es ist ein Roman, der Geduld verlangt, aber dafür ein umso intensiveres Leseerlebnis schenkt. Wer sich auf den Rhythmus der Sprache einlässt, entdeckt nicht nur eine Geschichte über eine Frau im Widerstand gegen äußere und innere Zwänge, sondern auch ein Stück Literatur, das mit seiner Tiefe deutlich nachhallt.

„Die Wut ist ein heller Stern“ ist ein Buch, das in seiner sprachlichen Schönheit ebenso überzeugt wie in seiner thematischen Härte. Es erzählt von der Fragilität weiblicher Freiheit in einer feindlichen Welt, von Verantwortung und Sehnsucht, von Mut und Verletzlichkeit. Ein leises, aber intensives Werk, das in seiner Länge und Tiefe ein beeindruckendes Beispiel dafür ist, wie Literatur Menschen und ihre Zeit in all ihren Widersprüchen sichtbar machen kann.



Cover des Buches Die Wut ist ein heller Stern (ISBN: 9783446281202)
Dominikuss avatar

Rezension zu "Die Wut ist ein heller Stern" von Anja Kampmann

Dominikus
1930er Jahre in Hamburg



Anja Kampmann führt uns in ihrem Roman, Die Wut ist ein heller Stern, in die 1930er Jahre.

Da weiß man ja inzwischen, das alle anders Denkende oder Behinderte um ihr Leben Angst haben müssen. 

Auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, sind ja viele Gretel wirklich geschehen.

Die Autorin schreibt das alles in einem poetischen Stil, das nimmt mich noch mehr mit.

Das ganze spielt in Hamburg.

Hedda arbeitet am Varitee um für den kleinen Bruder Pauli eine Pflegestelle bezahlen zu können. Ihr Bruder Jan arbeitet eine Reise lang als Walfänger.

In der Zeit musste Hedda schreckliches mitmachen.

Der Roman ist von der Autorin besonders geschrieben.

Es lohnt sich ihn zu lesen.




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